Schönes Ambiente und ein ausgefallenes Angebot machen das Finkenbacher Weinfest zum Erfolg

Es sind zwei, besser drei Faktoren, die das Weinfest der Finkenbacher Feuerwehr immer zu einem Erfolg werden lassen: das herrliche Ambiente im kleinen Park neben dem Gerätehaus, außerdem die Speisekarte mit einem nicht alltäglichen Angebot – und das zu sehr moderaten Preisen. Kommt dann noch das herrliche Wetter dazu, dann sind ruckzuck alle Sitzplätze belegt und die Helfer von Feuerwehr und Ortsbevölkerung haben alle Hände voll zu tun. 50 Freiwillige sind den Tag über fürs Wohl der Besucher im Einsatz.

Fabian Sauter und Thomas Frisch sind die Chefs der Flammkuchen-Abteilung. Ob traditionell mit Lauchzwiebeln, Speck und Schmand, griechisch Marke Hellas oder mit Lachs: Sie kommen, im Holzofen frisch gebacken, alle an. Natürlich die süße Variante nicht zu vergessen. Der Klassiker, der elsässische, läuft aber immer noch am besten. Er wird wie die anderen im Feuerwehrhaus von fleißigen Händen frisch belegt und dann die paar Meter zum Holzofen rübergetragen.

Dazu Forelle mit Kartoffelsalat, Ofenkartoffel mit Kräuterquark oder hausgemachte Kürbissuppe: Eher ungewöhnliche Gerichte bei einem Feuerwehrfest. Die Finkenbacher Brandschützer haben mit diesem Angebot aber sehr gute Erfahrungen gemacht. Beim Fisch setzen die Wehrleute auf Regionalität. Die Forelle stammt aus der Teichanlage Finkenbachtal von Matthias Bartmann. Am Tag vorher gefangen, legte sie dieser eine Nacht in Salz ein, ehe sie dann auf den Teller kommen. 40 Stück waren geordert worden. Kein Vergleich aber zum Flammkuchen, von dem 240 Stück an diesem Tag verputzt werden.

Die fünf Mitglieder der Jugendfeuerwehr verdienten sich etwas fürs Zeltlager dazu und boten neben Kuchen (Spenden aus der Ortsbevölkerung) auch Kaffee an. Eine Hüpfburg sorgte für Unterhaltung der Kinder. Alles zusammen bildet das Erfolgsrezept des Festes, das die Feuerwehr im Jahr 2010 neu aufleben ließ. Den dortigen Brunnen im Park „gibt’s schon seit 24 Jahren, aber bisher wurde er noch nicht als Festkulisse genutzt“, weiß Vereinsvorsitzender Jens Schindler. Was wäre das Weinfest ohne Wein: Verschiedene Tropfen vom Weingut Diel aus Rheinhessen fanden zahlreiche Abnehmer.

Von der Bevölkerung wird es sehr gut angenommen, ist es doch eine schöne Alternative zur traditionellen Kerwe. Aus Finkenbach selbst kommen deshalb auch die meisten Gäste. Mit Holzwagenrad, alten Weinfässern und aus Weinflaschen gestalteten Kerzenhaltern für Teelichter wurde das entsprechende Ambiente geschaffen. Zum inzwischen neunten Mal wurde im Park gefeiert.

Mehrere hunderte Besucher dürften es in diesem Jahr gewesen sein, freute sich Schindler. Ähnlich viele wie 2017, als ebenfalls optimales Wetter herrschte. Auch die Feuerwehren aus Langenthal und Ober-Hainbrunn ließen es sich munden. Bei den Getränken war natürlich der Fest-namensgebende Wein ein Muss. Die Weinprobe „wurde sehr gut angenommen“, so Schindler. Vier weiße und vier rote Tropfen standen zur Auswahl, dazu noch zwei Roséweine. Sie durften vorher auch im Fünfer-Pack verkostet werden.

Bei so viel Durst kommt natürlich etliches zum Spülen zurück. Herr der Gastro-Spülmaschine ist Rainer Flick, der sich über die prompte Erledigung der schmutzigen Arbeit innerhalb von zwei Minuten freut. „Früher musste das alle drüber im Haus per Hand gewaschen werden“, deutet er aufs Feuerwehrgebäude. „Das war eine ziemliche Strafarbeit.“

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