Finkenbacher Ortsbeirat will die schwarzen Mobilfunk-Löcher schließen

Die Sanierung der Brücke über den und in Finkenbach soll nach aktuellem Stand im Frühjahr angegangen werden, teilte Ortsvorsteher Hans Heinz Keursten auf der Sitzung des Ortsbeirats im alten Schulhaus mit. Weil die Maßnahme nun mit einer knappen Million fast doppelt so viel kostet wie ursprünglich angenommen, musste sie – da es sich um eine Kreisstraße handelt – noch einmal in den Kreistag. Bei diesem Bauwerk schlägt die aktuelle Vollauslastung des Handwerks gnadenlos zu. „Die können derzeit jeden Preis verlangen“, so Keursten.

Die Brücke über den Finkenbach ist auch anderweitig von Bedeutung. Denn hinter ihr beginnt in Richtung Hinter- und Raubach die mobilfunkfreie Zone, sozusagen das Odenwälder Tal der Ahnungslosen. Dabei wäre es so einfach, auch dort einen Empfang herzustellen: Die Konzerne müssten nur wollen. Oberhalb des Feuerwehrhauses gibt es einen früheren Mast des hessischen Rundfunks, über den derzeit auch der Digitalfunk der Brandschützer läuft. „Da müssten nur Sender und Empfänger drauf“, sagte der Ortsvorsteher.

Der Ortsbeirat gab deshalb an den Magistrat den Wunsch weiter, dass sich dieser an die Landesregierung mit der Bitte um Abhilfe wenden soll, damit das Funkloch endlich verschwindet. „Am Kohlenmeiler in Hinterbach ist überhaupt kein Empfang“, sagte Keursten. Hintergrund der Bitte ist das Landesprogramm, ausgestattet mit 50 Millionen Euro, um solche schwarzen Löcher in der Mobilfunkversorgung zu schließen.

Zu Beginn der gut besuchten Sitzung informierte der Ortsvorsteher kurz über den Haushaltsplan 2018 und die Planungen für kommendes Jahr. Für 2019 wünscht man sich die Fortsetzung der Straßenunterhaltungsmaßnahmen, wie sie in diesem Jahr schon praktiziert wurden. Am Südhang oder in der Wetterbergstraße (mit der dortigen Finkenbach-Brücke bei Fenster Baum) muss saniert werden.

In Bezug auf die Hinweisschilder im Ort will man sich am gemeinsamen Konzept der Stadt beteiligen. Odenwaldquelle, Widder, Tretbecken in Hinterbach, Schwimmbad oder Sportplatz sind Punkte, die darauf auftauchen sollen. Eine entsprechende Liste geht an den Magistrat. Thematisiert wurden auch mögliche Wohnmobil-Stellplätze beim Schwimmbad während der Badesaison. „Das wollen wir uns vor Ort ansehen“, sagte Keursten. Auch will der Ortsbeirat für weitere Überlegungen den FCF ins Boot holen.

Vor Ort soll es weiterhin darum gehen, in die Parkanlage am Feuerwehrhaus Ordnung reinzubringen. Kleider- und Glascontainer stehen an der Seite des Gebäudes und bieten vom Grün aus keinen besonders schönen Anblick. „Vielleicht lässt sich dafür ein anderer Standort finden“, meinte Keursten. Die Details will man klären, wenn das Gelände in Augenschein genommen wird. Der Ortsvorsteher freute sich über eine wieder von den Bürgern gut besuchte Sitzung von Finken-, Hinter- und Raubach, in die sich die Einwohner mit ihren Anliegen einbringen konnten.

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