An den Ortseinfahrten wird zu schnell gefahren

Es tut sich was im Stadtteil. Nachdem die Ober-Hainbrunner auf ihrer zweiten Ortsbeiratssitzung im August verschiedene Wünsche an die neue Stadt formuliert hatten, gab es bei der aktuellen Zusammenkunft Rückmeldung zur „To-do-Liste“. Ortsvorsteher Stefan Hofmann erläuterte die diversen Maßnahmen.

Ein neues Spielgerät für Kinder unter drei Jahren war vor knapp vier Monaten von den beiden im Ortbeirat vertretenen jungen Müttern thematisiert worden. Es ist nun für den Spielplatz bei der Sporthalle im Haushalt 2019 der Stadt Oberzent eingeplant. Eine zweite Sitzbank steht ebenfalls auf der Wunschliste. Hier gibt es derzeit allerdings Lieferprobleme, erläuterte Hofmann. In diesem Zusammenhang war angeregt worden, die Geschwindigkeit auf dem Zufahrtsweg zu verringern.

Denn von oben herab kommen die Autos viel zu schnell geschossen und gefährden Fußgänger auf diesem Stichweg zum Parkplatz. Entweder soll eine 10-Kilometer-Beschränkung oder eine Spielstraße im kommenden Jahr durch das Ordnungsamt eingerichtet werden. Ein zum Himmel stinkendes Ärgernis sind die Hinterlassenschaften von Hunden. Damit deren Eigentümer diese entsorgen können, wurden Hundemülleimer über die Stadt bestellt und werden vom Bauhof in Rücksprache mit dem Ortsbeirat aufgehängt.

Das an der Kreuzung von Neckar- und Mühlstraße befindliche alte Waagenhäuschen mit Bushaltestelle ist sehr unansehnlich. Dach und Türen sind kaputt, das Pflaster ist abgesackt. Abriss des Schandflecks und Gestaltung der Außenanlage sind laut Hofmann im Haushalt 2019 eingeplant. Die neue Bushaltestelle soll dann von der OREG aufgestellt werden.

Auf Wunsch des Ortsbeirats sollen die Standorte der Ortsschilder auf der L3119 mit der Straßenverkehrsbehörde bei einem Vororttermin überprüft werden. Richtung Unter-Hainbrunn werde das Ortsende suggeriert „und die fahren dann zu schnell um die Kurve“, so Hofmann. Auf der anderen Seite, beim alten Schulhaus, wünscht man sich eine Versetzung weiter nach außen, damit die Autos nicht mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort brettern.

Zu den Wege-Erneuerungen über das Flurbereinigungsverfahren gibt es dem Ortsvorsteher zufolge noch keine Rückmeldung. Wenn diese anlaufen, will man für die Poststraße erreichen, dass in einem Rutsch die Abwasserführung verbessert, Leerrohre für Telekommunikation vorgesehen und die marode Stromleitung erneuert werden. Die Sanierung des alten Gefriertruhenhauses (Vereinslager) wurde neu in die To-do-Liste aufgenommen. An der Sporthalle will man einen Austausch des schlecht zu erreichenden Unterflur- gegen einen Überflurhydranten erreichen.

In diesem Sommer waren Lärm und Geschwindigkeit der Motorräder ein großes Thema in den Oberzent-Stadtteilen. Bürgermeister Christian Kehrer informierte über die vor der kommenden Zweirad-Saison geplanten Maßnahmen wie eine Auftaktveranstaltung, Plakate, Banner und Zivilmotoradstreifen der Polizei. In Kortelshütte laufen die Vorbereitung für eine Bürgerinitiative, deren Gründung Anfang kommenden Jahres ins Auge gefasst ist.

Bürgermeister Kehrer wies beim Thema Windkraft auf die Tagung der Regionalversammlung Südhessen am 14. Dezember hin. Dort steht die Verabschiedung des Regionalplans Erneuerbare Energien an, der im Odenwaldkreis 3,8 Prozent der Fläche für Windenergie zur Verfügung stellen würde. Dagegen rege sich starker Protest von Odenwaldkreis, Kommunen und Bürgern.

Wie der Rathauschef weiter mitteilte, werde Oberzent wohl nicht ohne Straßenausbaubeiträge auskommen. Eine Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten soll es auf der Stadtverordneten-Versammlung am 10. Dezember geben. „Wenn es kein Geld vom Land gibt, dann muss das Geld durch Gebühren oder Steuern kommen“, so Kehrer. Denn sonst fehlt es im Haushalt. Der Wasserpreis in Oberzent werde nach der Erhöhung zum Jahresbeginn 2019 wieder annähernd auf dem früheren Rothenberger Niveau liegen.

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