Königliche Hommage an den unvergessenen „King“

Andreas Stolzenthaler ist der King. Andy King. Mit seinen Memphis Riders bietet er im Hüttenwerk eine Hommage an den echten „King“, Elvis Presley, die optisch und musikalisch vom Feinsten ist. In 50 Liedern setzt er dem viel zu früh verstorbenen Entertainer ein großes Denkmal und begeistert seine Fans, die von Anfang an voll dabei sind und den einen oder anderen Rock’n’Roll-Tanz aufs Parkett legen. Nur ein paar mehr Elvis-Begeisterte hätten den Weg finden dürfen.

In der weißen Elvis-Kluft, wie man sie aus den Auftritten kennt, mit Schlaghose, Glitzer und überdimensionalem Gürtel, dazu die bekannte Elvis-Frisur mit den Koteletten und den charakteristischen Bewegungen, schafft Stolzenthaler die perfekte Illusion. Stimmlich hat er alle Facetten des King drauf. Jürgen Herb (Drums), Norbert Maisch (Keyboard), Richard Wagner (Lead Guitar) und Steffen Andres (Bass) im 60er-Jahre-Fummel runden das Bild ab.

Viva Las Vegas, Jailhouse Rock, Love Me Tender, Hound Dog oder In The Ghetto: Die Band hatte die zeitlosen Hits einfach alle drauf. Von den frühen Jahren über die Filmauftritte bis hin zu den späten Shows reichte die Songauswahl. Kurz und knackig gespielt, meist nur Zwei-Minuten-Versionen, wurden sie von der volltönenden Stimme des Imitators dominiert. Er wusste sie ganz à la Elvis zielgenau zu modulieren. Die Fans fraßen Stolzenthaler quasi aus der Hand und ließen sich zum Mitmachen gern animieren.

„Mein Feeling bei den Tribute-Shows ist immer unbeschreiblich“, sagt der Musiker. „Ich tauche da komplett in eine andere Welt ab, bleibe aber irgendwie dennoch Andy und werde nicht zu Elvis.“ Das Phänomen an Elvis Presley sind für ihn mehrere Dinge. Zum einen natürlich die Tatsache, dass der die Musikgeschichte wie kein anderer Künstler verändert und geprägt hat. „Er startete als junger Mann regelrecht eine Revolution und präsentierte einen völlig neuen Stil.“ Zum anderen auch dessen unglaubliches Talent, vor allem seine Stimme, die sich im Laufe seiner Karriere stetig weiterentwickelte.

Bekannt ist Elvis hauptsächlich durch den Rock’n’Roll. Dass er aber auch in Bereichen wie Country, Gospel, Blues, Soul und Rhythm’n‘Blues tätig war, beweist Andreas Stolzenthaler eindrucksvoll. Der King hatte eine unglaubliche Bandbreite. Dem Coversänger macht es sehr viel Spaß, diese Musikstile als Elvis-Interpret mitzugehen. „Es ist sehr abwechslungsreich und man ist immer gefordert“, erläutert er. Daher wird es nie langweilig.

„Die Zuschauer merken auf den Konzerten, dass sie zwar viele Songs kennen, aber nicht wussten, dass diese auch von Elvis gesungen wurden“, sagt der Musiker. Titel von den Beatles, Simon & Garfunkel oder Neil Diamond finden sich deshalb im Programm. Elvis gabt bereits bestehenden Hits ein komplett neues Gesicht. Beste Beispiele im Konzert: „My Way“ von Frank Sinatra oder „Bridge Over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel.

Bei aller Elvis-Imitation bleibt Andreas Stolzenthaler auf dem Boden: „Der hatte eine ganz besondere Ausstrahlung und ein unglaubliches Charisma“, weiß er. „Diese beiden Dinge kann kein Imitator der Welt rüberbringen.“ Daher gibt er sich auf der Bühne auch nicht als „Elvis Presley“. Andy King hat den King nie live erlebt, sich aber mit vielen Zeitzeugen unterhalten. Alle sagten sinngemäß dasselbe: „Eine absolute Ausstrahlung und Charisma. Er betrat einen Raum und alles wurde still.“

Die Bühnenperformance war grandios. In seinen frühen Jahren war er ein super Tänzer, in den Konzertjahren erfand er dann einen komplett eigenen und neuen Stil. „Eine derartige Show mit so viel Bewegung auf der Bühne war zu diesem Zeitpunkt absolut neu und ungewohnt“, weiß der Imitator. Diese Performance kann er dann schon eher „nachstellen“. Wobei Stolzenthaler mit einer Vorurteil aufräumt: Den bekannten „Hüftschwung“ brachte Elvis nur als 19-jähriger Rock’n’Roll-Star auf die Bühne, später gab es ihn nicht.

Den ersten Berührungspunkt mit Elvis gab es für Andreas Stolzenthaler als Sechsjähriger. Es folgte eigentlich eine „normale“ Jugend mit Musik, die halt damals „in“ war. „Doch irgendwie war Elvis immer da, immer präsent“, betont der Musiker. Die erste Elvis-Coverband namens „The Pelvis“ entwickelte sich stetig weiter. Es wurde zu einem zweiten Standbein und irgendwann dann schließlich das Hobby zum Beruf, erzählt Stolzenthaler.

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