Mitgliedszahlen der Jugendfeuerwehren in Odenwaldkreis steigen

Die Minifeuerwehren sind stark im Kommen. Auf der Mitgliederversammlung der Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis lobte Andreas Brunner das Erfolgsprojekt. 27 Kinderfeuerwehren mit knapp 400 Mitgliedern gibt es aktuell. Die älteste davon aus Neustadt blickte 2018 bereits auf ein 20-jähriges Bestehen zurück, die Minis aus Brombachtal feierten gerade ihre Gründung. Drei weitere Kindergruppen haben schon ihren Dienstbetrieb aufgenommen, so Brunner.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh begrüßte die vielen Gäste, zu denen neben den Delegierten aus den Jugendfeuerwehren auch Vertreter aus Politik und Feuerwehr zählten. Kreisjugendfeuerwehrsprecher Nick Maruhn gab einen Einblick in die Tätigkeiten und Aufgaben des Jugendforums. Er forderte die Führungskräfte auf, ihre Jugendsprecher zu unterstützen und mit einzubeziehen. Brunner berichtete im Anschluss von der ersten Abnahme der Kinderfeuerwehr-Tatze, einem Abzeichen, welches das erlernte Wissen aus den Gruppenstunden anfragt.

Magdalena Nöske ging auf die vielen vergangenen Veranstaltungen auf Kreisebene ein. Als Highlights nannte sie den Kreisjugendfeuerwehrtag am ersten Ferienwochenende in Beerfelden oder die Jugendfreizeit in Ansiao/Portugal, die bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh freute sich über zum dritten Mal in Folge leicht steigende Mitgliederzahlen. Aktuell sind 660 Kinder und Jugendliche in den 59 Jugendfeuerwehren aktiv. 56 Übertritten aus den Kinderfeuerwehren und 88 Neueintritten stehen seinen Worten zufolge 37 Übertritte in die Einsatzabteilungen und 102 Austritte gegenüber. Die Jugendfeuerwehren sind vielfältig in der Öffentlichkeit präsent „und zeigen, wie toll und vielseitig die Arbeit ist“, betonte er. Hieran sollten die Verantwortlichen anknüpfen.

In den Jugendwehren wurden wieder etliche Stunden geleistet, bilanzierte er: 1900 Stunden für die feuerwehrtechnische Ausbildung und 1200 Stunden für allgemeine Jugendarbeit. „Aber mit der eigentlichen Jugendstunde ist es ja nicht getan“. Daher kommen noch über 1400 Stunden für Vor- und Nachbereitung der Gruppenstunden oder auch von Zeltlagern oder anderen Veranstaltungen hinzu, listete Groh auf.

Der Kreisjugendfeuerwehrwart hob die Vorbildfunktion der Jugendwarte und die Bedeutung der Arbeit hervor. Die Jugendleitercard bezeichnet er „als besonders wichtig für die Betreuer der Odenwälder Kinder- und Jugendfeuerwehren“. Denn hier würden neue Ideen und Impulse vermittelt. Jugendfeuerwehrwarte sichern nicht nur die Zukunft vieler Wehren, „sie leisten außerdem noch einen wichtigen Beitrag zur Prägung der gesellschaftlichen Vorbilder von Morgen“, betonte Groh.

Der allgemeinen Jugendarbeit komme heutzutage eine noch größere Bedeutung zu als vielleicht noch vor ein paar Jahren. „Unser Ziel ist es nicht nur, Nachwuchs zu generieren, der in der Lage ist Feuer auszumachen und Leben zu retten“, erläuterte er. Ziel muss es seinen Worten zufolge auch sein, „Demokratie zu fördern und gemeinsam für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten“. Was heute leider nicht mehr selbstverständlich sei, bedauerte Groh. „Hier seid ihr als Betreuer und Jugendfeuerwehrwarte besonders gefordert.“

Neben dem Kassenbericht von Rechner Holger Weimer standen die turnusgemäßen Neuwahlen der Leitung auf dem Programm. Dominic Groh und Michael Estl wurden einstimmig bestätigt. In ihren Grußworten lobten die Gäste die vielseitige Arbeit der Jugendwehren und dankten für die vielen ehrenamtlichen Stunden.

Die internationalen Begegnungen und der dadurch gelebte europäische Gedanke in den Jugendfeuerwehren wurden in Grußworten hervorgehoben. Für ihre Verdienste wurden verdiente Betreuer ausgezeichnet. Dominic Groh wies zum Schluss darauf hin, dass die ausrichtende Jugendfeuerwehr Hainstadt ebenfalls den Kreisjugendfeuerwehrtag am ersten Ferienwochenende organisiert.

Ehrungen

Ehrenmedaille der Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis: Christopher Schlörit und Daniel Zerbe

Florianmedaille der hessischen Jugendfeuerwehr in Silber: Tanja Vetter

Florianmedaille der hessischen Jugendfeuerwehr in Gold: Andreas Thamm

Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber: Klaus Semek

 

Bild von links: Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh, Christopher Schlörit und Daniel Zerbe (beide Michelstadt), Andreas Thamm und Tanja Vetter (beide Fränkisch-Crumbach), Klaus Semek (Erbach) und Linda Trieschmann (Vertreterin der Hessischen Jugendfeuerwehr).

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