Strohballenbrand bleibt der Sensbacher Wehr im Gedächtnis

Am meisten in Erinnerung bleiben den Brandschützern sicherlich die Unwetter-Einsätze am 23. April und der Strohballenbrand in Ober-Sensbach am 7. August, blickte Wehrführer Marcel Schäfer auf das vergangene Jahr zurück. 20 Ballen hatten bereits Feuer gefangen, 150 weitere gab es in unmittelbarer Nähe. „Durch die extreme Trockenheit im letzten Jahr drohte eine erhöhte Ausbreitungsgefahr auf das gesamte Waldgebiet“, berichtete er auf der Jahreshauptversammlung.

Mit dem Stichwort „F-Wald 2“ wurden sämtliche Feuerwehren aus dem Kreisgebiet alarmiert, informierte Schäfer. Durch diese hohe Alarmstufe und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr, die das Wasser über eine lange Wegstrecke vom Löschteich in Ortskern Ober-Sensbach und über Pendelverkehr vom Hydranten zur Einsatzstelle im Wald brachte, „konnte das Übergreifen auf den Wald und die restlichen Strohballen verhindert werden“, freute er sich. „Nur durch eine gute überörtliche Zusammenarbeit wurde Schlimmeres verhindert“, sagte der Wehrführer.

Die Einsatzabteilung der Feuwerhr Unter-Sensbach besteht derzeit aus 18 Mitgliedern. Dazu kommen sieben Aktive aus Ober-Sensbach, die den Unter-Sensbachern als Löschgruppe unterstellt sind, erläuterte er. Gemeinsam wurden 2018 zahlreiche Übungen, Lehrgänge und Einsätze absolviert, bei denen die Brandschützer 940 ehrenamtliche Stunden leisteten. Schäfer wünschte sich für dieses Jahr eine höhere Übungsbeteiligung. Jeder habe übers Jahr hinweg 40 Stunden Ausbildung zu absolvieren. „Einige erreichten nicht einmal die Hälfte“, kritisierte er.

Von 201 Fortbildungsstunden entfielen fast 90 Prozent, nämlich 174, auf zwei Feuerwehrleute. Deshalb bat Schäfer dringend darum, an Fortbildungen und Seminaren teilzunehmen, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. „Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Er dankte den Mitgliedern der Einsatzabteilung, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für ihre Mitbürger einsetzen, und deren Familien, „die sie immer wieder gehen lassen, wenn der Pager klingelt“.

Den Jahresbericht verlas Schriftführerin Silvia Kreutner anhand einer Bilderdiashow. Der Vereinsvorsitzende Markus Schwinn gab bekannt, dass der Verein neben der Einsatzabteilung zurzeit aus 126 passiven und 19 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung besteht. Rechner Rolf Grüner berichtete von einem positiven Kassenbestand. Die Revisoren Wolfgang Schäfer und Volker Becker bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Dem Antrag auf Entlastung des Gesamtvorstandes wurde einstimmig stattgegeben. Neben Becker prüft Thomas Menges im nächsten Jahr die Kasse. Als stellvertretender Kassenwart wurde Uwe Volk gewählt.

Jugendfeuerwehrwart Marcel Schäfer erläuterte, dass momentan sechs Jugendliche, vier Mädchen und zwei Jungen, aktiv sind. Zahlreiche Übungsstunden wurden absolviert. Diese und alle anderen Aktivitäten wurden gemeinsam mit der Jugendwehr aus Hebstahl durchgeführt, so Spielnachmittage, Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Beerfelden, Osterschießen und –feuer sowie Einsammeln der Weihnachtsbäume. Die Jugendlichen treffen sich jeden Freitag von 18 bis 19.30 Uhr.

Die Feuerwehrsatzung wurde überarbeitet, so Schwinn. Demnach lautet der neue Name: Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Unter-Sensbach. Der erste Stadtrat Gerhard Rebscher richtete im Anschluss einige Grußworte an die Versammlung. Ewald Johe wurde in die Alters- und Ehrenabteilung übernommen. Marcel Schäfer wurde zum Brandmeister befördert. Vorsitzender Schwinn nannte noch einige Termine für 2019: unter anderem, dass es einen Eintagesausflug nach Heilbronn geben soll.

Bild v.l. Vorsitzender Markus Schwinn, Wehrführer Marcel Schäfer mit Beförderung zum Brandmeister, Ewald Johe (Übernahme Alters- und Ehrenabteilung) und Stadtrat Gerhard Rebscher

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