Weitere Helfer sind am Waldseebad gerne gesehen

Wenn die Mitglieder des Arbeitskreises Waldschwimmbad einen Wunsch frei hätten, dann würden sie sich eine Sanierung der Beckenwände wünschen. Denn die ist mit Rissen übersät und gerade im unteren Bereich „wasserdurchlässig“ geworden. Kein Wunder, denn das Bad ist bereits weit über 80 Jahre alt. „Wir kriegen das aber natürlich auch mit Ausbessern hin“, betont die Vereinsvorsitzende Ina Bottelberger.

Für sie es nachvollziehbar, dass zuerst die beiden Freibäder in Finkenbach und Hetzbach im Rahmen des „Swim-Programms“ saniert werden. Dier Landesförderung ist aber beim Waldseebad nicht anwendbar. „Beerfelden ist ja nicht vergessen“, betont sie. Außerdem sei hier ja im Vergleich der städtische Bauhof mehr im Einsatz. Solange die Quelle läuft, ist alles in Ordnung. „Mit 25 Leuten jeden Samstag wäre das problemlos machbar“, sagt sie. Aber die hat es eben nicht.

Das Waldseebad verlangt den Mitgliedern des Arbeitskreises regelmäßig im Frühjahr immer viel Arbeit ab. Knapp zwei Monate lang ziehen sich die Einsätze hin, bis die Pforten für die Sonnenanbeter geöffnet werden, die das kühle Quellwasser zu schätzen wissen. Helfer sind immer willkommen, wenn es bis dahin jeden Samstag um 10 Uhr losgeht. Denn es ist ja nicht allein mit der Instandsetzung des Beckens getan – auch das Umfeld will in Schuss gehalten werden.

Alle Jahre wieder seit Gründung des Vereins vor 18 Jahren ist ein umfangreicher Frühjahrsputz notwendig. Laub aus dem Unterholz rausrecheln, Brombeeren zurückschneiden, Bäume stutzen standen beim ersten Treffen an. Das war relativ spärlich besucht, bedauerte die Vorsitzende. „Quasi nur Vorstandsmitglieder mit Familien“ waren dabei. Für die nächsten Einsätze wünscht sie sich mehr Resonanz.

„Wenn jeder, der übers Jahr das Schwimmbad nutzt, einmal mit anpackt, werden die Arbeiten auf viele Schultern verteilt“, hofft Bottelberger auf weitere Unterstützer in den kommenden Wochen. Denn dann müssen im Becken die Löcher ausgebessert und zugespachtelt werden. Das Streichen schließt sich an, denn die Farbe blättert in schöner Regelmäßigkeit ab. Im Mai wird dann gemäht, auch den Maulwurfshügeln rücken die Aktiven zu Leibe. Die „Schlucht“ entlang des Pfads hoch zum Parkplatz an der B 45 wird ebenfalls gesäubert.

Über die Jahre hinweg haben die Ehrenamtlichen immer wieder am Erscheinungsbild gefeilt. Die Terrasse wurde frisch gepflastert, drei Sonnendecks zum Liegen gebaut, ein Beachvolleyball-Feld angelegt, neue Toiletten geschaffen, Zweirad-Parkplätze mit Drainage und Kies hergestellt und die Zufahrt erweitert, damit dort besser geparkt werden kann.

Die vergangene Saison mit dem langen, trockenen Sommer wirkte sich positiv auf die Besucherzahlen aus. „Bestimmt 30 Prozent mehr als 2017“, bilanzierte Kiosk-Pächter Matthias Willenbücher zufrieden. Er hofft natürlich wieder auf eine solch gute Frequenz, die auch dem Oberzent-Haushalt zugutekommt. Denn der Eintritt fließt an die Stadt. Die bezahlt dafür neben dem Material auch die Badeaufsichten, an denen es derzeit für diese Saison noch mangelt.

Die besondere Lage des Waldseebads, das 50 Meter lange Becken, die Liegewiesen, die niedrigen Eintrittspreise und der ungezwungene Charakter haben ihm bis nach Heidelberg, Darmstadt oder in den Kraichgau den Ruf eines Kleinods eingebracht, für das Ruhesuchende gerne auch einmal ein paar Kilometer mehr fahren.

Das frische Quellwasser ist der beste Garant dafür, dass die Abkühlung auch in heißen Sommern garantiert ist. Über 24 Grad steigt die Wassertemperatur nie, selbst wenn draußen die Luft bei fast 40 Grad kocht. 20 bis 22 Grad sind im Sommer normal. Wenn die Saison beginnt, trauen sich einige Unerschrockene auch schon bei 16 Grad in die dann wahrlich kühlen Fluten.

Die vergangenes Jahr wieder eingeführte Zehnerkarte wird es wieder geben, weiß der zweite Vorsitzende Marc Gärtner. Mit der ist dann – im Gegensatz zur Tageskarte – ein zusätzlicher kostenloser Besuch in Finkenbach oder Hetzbach am selben Tag möglich. Die Preise bleiben gleich. So ist dann die Saisonkarte für günstige 35 Euro zu haben.

Info: Regelmäßige Arbeitseinsätze im Beerfeldener Waldschwimmbad finden jeden Samstag (außer 20. April) bis Ende Mai immer ab 10 Uhr statt. Am kommenden Freitag wird das Wasser aus dem Becken abgelassen, am Samstag, 13. April, ist dann das große Schrubben angesagt. Zur Belohnung gibt‘s für die Ehrenamtlichen an diesem Tag Pulled-Pork-Burger. Weitere Helfer sind gerne willkommen. Sie können einfach vorbeischauen. Saisoneröffnung des Waldseebads ist am Freitag, 31. Mai, dem Tag nach dem Brunnenfest. Es werden auch Badeaufsichten gesucht, die sich bei der Vorsitzenden Ina Bottelberger, E-Mail bottelsche@web.de, melden können.

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