Verbindungsstraße nach Bullau: Ortsbeirat wünscht den alten Vertrag einzusehen

Der Sensbachtaler Ortsbeirat ist mit der Sperrung der Ortsverbindungsstraße zwischen Reußenkreuz und Bullau nach wie vor nicht einverstanden, machte Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann auf der vergangenen Sitzung des Gremiums deutlich. Da die von der Verwaltung avisierte Stellungnahme des Hessischen Städte- und Gemeindebundes dazu noch nicht eingegangen ist, wurde das Thema aber nur kurz angesprochen.

Bei dem Weg handelt es sich laut Kuhlmann um eine historische Verbindung. Die Strecke sei außerdem ein Teilstück des ausgewiesenen und beschilderten Höhenradwanderweges Würzberg-Gaimühle, für dessen Verkehrssicherung die Stadt Oberzent zuständig sei. Eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht wäre demnach auch bei Freigabe des Weges für Pkw-Verkehr nicht gegeben, betonte Schriftführer Manfred Heiss.

Kuhlmanns Worten zufolge liegen unbestätigte Informationen vor, dass die Strecke laut dem zwischen der Gemeinde Ober-Sensbach und dem Grafenhaus Erbach-Fürstenau in früheren Jahren abgeschlossenen Vertrag als öffentlicher Weg unterhalten werden muss und bei Wegfall dieser Eigenschaft an den Alteigentümer zurückfällt. Um diese und weitere Punkte zu überprüfen, wünscht sich der Ortsbeirat eine Vorlage des Schriftstücks, entweder als Kopie der Aufsichtsbehörde oder der Gräflich Erbach-Fürstenauischen Verwaltung.

Stefanie Ampferl informierte seitens der Stadtverwaltung über die in der To-Do-Liste aufgeführten Maßnahmen, soweit diese Sensbachtal betreffen. Diese decken sich mit den Aufzeichnungen des Ortsbeirates. Überfällig ist unter anderem die Instandsetzung der Läuteanlage auf dem Sensbacher Friedhof. Trotz einer bereits erfolgten Überprüfung sei diese nach wie vor nur bedingt einsatzfähig. Angesprochen wurden daneben die vorgesehenen Standorte für die acht vom Geo-Naturpark gelieferten Bänke. Der Bauhof soll diese in Zusammenarbeit mit Verein Sensbachtal aktiv aufstellen.

Das Budget der Ortsbeiräte ist ebenso wie der Doppelhaushalt 2019/2020 unter Dach und Dach. Für Sensbachtal ist eine Summe von 1968 Euro vorgesehen. Vom Budget soll unter anderem der Blumenschmuck an den Ortseingangsschildern sowie ein Gemarkungsrundgang im Herbst finanziert werden, informierte Kuhlmann.

Dazu gab es weitere Vorschläge des Ortsbeirats für die Verwendung wie Errichtung des Glockenturms am Hebstahler Friedhof, Verschönerung des Häuselsbrunnens, zusätzliche Anschaffung von Ruhebänken sowie Naturschutzmaßnahmen wie Pflanzung von Obstbäumen oder Anlage von Blühwiesen zum Insektenschutz. Für den Gemarkungsrundgang gab es die Anregung, diesen jährlich im Wechsel in den verschiedenen Stadtteilen abzuhalten, was für den Zusammenhalt und das Kennenlernen der Bürger sicherlich förderlich wäre.

Für die Sanierung der Sporthalle in Unter-Sensbach, schon lange auf der Agenda ganz oben, sind im Haushaltsjahr 2020 knapp 250.000 Euro angesetzt. Das Vorhaben wird teilweise mit Mitteln aus dem kommunalen Investitionsprogramm finanziert. Zur Besprechung der vorgesehenen Maßnahmen soll ein Termin mit Stadtverwaltung, Ortsbeirat, den die Sporthalle nutzenden Vereinen und der Grundschule angesetzt werden, so die Information.

Angesprochen wurden außerdem noch verschiedene Dinge in Hebstahl: die Reaktivierung des Telefonanschlusses im Dorfgemeinschaftshaus, die Instandsetzung der Außenanlage und die Errichtung eines Glockenturms an der Friedhofshalle. Die Kosten für die Glocke sollen, so der Plan, durch die Kirchengemeinde und Spenden aufgebracht werden.

Vorschläge für den Einsatz des mobilen Blitzers können von den Ortsbeiräten eingereicht werden. Spontan wurden vom Ortsbeirat der Ortseingang in Hebstahl (von Gaimühle kommend) und der in Ober-Sensbach (vom Krähberg kommend) genannt, weiterhin die Grundschule in Unter-Sensbach.

Werbeanzeigen