Feuerwehr-Hochburg im Höhendorf

Die Feuerwehr im Oberzent-Stadtteil Rothenberg ist eine starke Truppe. Sie zählt derzeit im 850-Seelen-Dorf 53 Mitglieder in der Einsatzabteilung, sieben Frauen und 46 Männer. Die Alters- und Ehrenabteilung besteht aus elf ehemaligen aktiven Kameraden. Die Jugendfeuerwehr hat aktuell 25 und die Kinderfeuerwehr 19 Mitglieder. Eindrucksvolle Zahlen angesichts der Ortsgröße.

Um immer einsatzbereit zu sein, wurden im abgelaufenen Jahr zahlreiche Stunden in die Ausbildung investiert, berichtete Wehrführer Jochen Weinthäter auf der Jahreshauptversammlung. So wurden drei Unterrichte mit verschiedenen feuerwehrtechnischen Themen abgehalten. In den wärmeren Monaten wurden zudem 13 praktische Übungen durchgeführt. Im Durchschnitt nahmen daran 25 Einsatzkräfte teil.

Waren es im Jahr 2018 noch 48 Einsätze, so sank diese Zahl auf 16 im vergangenen Jahr, erläuterte er. Es waren dabei zwischen sechs und 28 Feuerwehrleute anwesend, im Durchschnitt elf Einsatzkräfte. Die Ausrückzeit lag im Schnitt bei etwas über drei Minuten. Drei Mittelbrände und zehn technische Hilfeleistungen bildeten den Hauptteil.

Der Vereinsvorsitzende Steffen Bartmann hatte die Jahreshauptversammlung eröffnet. Schriftführer Janis Heckmann verlas den Jahresbericht für den Feuerwehrverein. Er nannte unter anderem Lärmfeuer, Kreisfeuerwehrtag in Michelstadt und 85. Jubiläum der Rothenberger Wehr als besondere Ereignisse. Die Gründung der Kinderfeuerwehr Mitte Juni bildete dabei ein Highlight. „Es gibt manche Familien in Rothenberg, die mit allen Generationen in allen Abteilungen der Feuerwehr vertreten sind“, freute er sich. Weihnachtsfeier und Winterwanderung bildeten den Abschluss.

Neun Mädchen und 16 Jungen sind in der Jugendwehr aktiv, so Heckmann, gleichzeitig Jugendwart. 2019 wurden 59 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung und 39 für allgemeine Jugendarbeit in den wöchentlichen Gruppenstunden aufgewendet. Der zusätzliche Zeitaufwand der Jugendbetreuer betrug 620 Stunden, erläuterte er.

Einsammeln der Christbäume, Lärmfeuer, Berufsfeuerwehrnacht, Bundeswettbewerb, gemeinsamer Ausflug und Leistungsspange hießen die Aktivitäten. Beim Südhessenpokal erreichte die Mädchenstaffel Platz 1 und die gemischte Gruppe Platz 3. „Wieder mal ein erfolgreiches Jahr für die Jugendfeuerwehr Rothenberg“, betonte Heckmann. Leider reichte es zeitlich nicht mehr für einen gemeinsamen Jahresabschluss. Dieser ist nun für 2020 angesetzt.

Ein hohes Level an Jugendarbeit hält sich nicht von alleine, hob er hervor. Wenn man noch motivierter und zuverlässiger arbeite, „dann können wir die Stadt Oberzent auf Kreis- und Landesebene würdig vertreten“, motivierte er die Aktiven. Ein Einzelner könnte diese Jugendarbeit, wie sie in Rothenberg geleistet wird, nie alleine stemmen, nannte Heckmann die Gemeinschaftsleistung als tragendes Element. Die stellvertretende Kinderfeuerwehrwartin Chantal Freidel verlas danach den Jahresbericht dieser Gruppe.

Kassenwart Stefan Brand nannte die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres in seinem Bericht. Benjamin Götz und Claus Weyrauch prüften die Kasse und bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Da Claus Weyrauch bereits zwei Jahre lang Revisor war, stand eine Neuwahl an. Jens Beisel wurde einstimmig zum Nachfolger gewählt.

 

 

 

Beförderungen: Patrick Bartmann, Sandra Amend (Löschmeister)

Beste Übungsteilnahme: Jan Reiche (16), Sebastian Braun, Steffen Bartmann (je 15)