Seit über 90 Jahren geht’s um Holz

Qualität zahlt sich eben aus. Seit 1928 gibt es die Zimmerei Sillak und Geier im Odenwald. „Wir führen mit viel Leidenschaft Holzbauarbeiten in unserer Heimat aus“, erzählt Benjamin Geier, der den Betrieb zu Jahresbeginn von seinem Schwiegervater Harald Sillak übernahm und ihn nun mit seiner Frau Manuela führt. Auch unter ihm erhielt die Firma wieder vier Sterne des Qualitätsprädikats „Meisterhaft“, dem Siegel der Deutschen Bauwirtschaft.

Seit 2009 kann sich der Rothenberger Betrieb damit fortlaufend schmücken, erläutert Geier. Die Kriterien werden alle zwei Jahre aufs Neue abgeprüft. Die Vergabe geschieht nach einem Punktesystem, weiß er. Die Verpflichtung zur stetigen Weiterbildung steht im Fokus, sagt der Chef. „Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, legen wir sehr viel Wert darauf“, bekräftigt der Rothenberger.

Der Urgroßvater von Manuela Geier, der Zimmermeister Wilhelm Rebscher, gründete im Jahr 1928 das kleine, aber feine Unternehmen. Damals war auch noch ein Sägewerk angeschlossen. Sein Schwiegersohn Viktor Sillak, ebenfalls Zimmermeister, übernahm es in zweiter Generation und ließ 1958 die Eintragung in die Handwerksrolle vornehmen. In dieser Zeit wurde auch der Treppenbau in das Arbeitsprogramm mit aufgenommen.

Dipl.-Ing. (FH) Harald Sillak folgte 1979 in der dritten Generation. Unter ihm wuchs die Zimmerei weiter. Es wurde in Rothenberg am Ende der Hauptstraße, dem Firmensitz seit Beginn an, eine neue Werkhalle errichtet. 1992 erweiterte Sillak das Fertigungsgebiet um den Holzrahmenbau. „Inzwischen sind eine Vielzahl von Holzrahmenhäusern zu besichtigen, die von uns gefertigt wurden“, ist Geier stolz auf die Weiterentwicklung.

Der 34-Jährige kommt eigentlich aus einem ganz anderen Berufsfeld, das ihm aber nicht mehr so richtig Spaß machte. Über seine Frau schnupperte er in den Betrieb rein, half später aus. „Das machte so richtig Spaß, dass ich einen komplett neuen Weg einschlug“, erinnert sich Geier. Er begann seine Ausbildung zum Zimmerer Anfang 2012 und legte die Gesellenprüfung Mitte 2013 vorzeitig ab. Direkt im Anschluss begann er mit der Meisterschule und beendete diese mit Erfolg im März 2015.

Benjamin Geier ist nun der zweite Schwiegersohn, der den Betrieb übernahm. Seit Jahresanfang führen ihn die Eheleute in vierter Generation weiter. „Wir freuen uns über diese neue Herausforderung und es erfüllt uns mit Stolz, das Traditionsunternehmen weiter zu gestalten“, betont er.

Dachsanierungen und Wärmedämmungen stehen ebenso im Fokus wie Fassadenarbeiten, Carportbau oder Terrassengestaltung. „Wir wollen dem Werkstoff Holz treu bleiben“, nennt Geier als Philosophie. Und zwar nur dem. Nachhaltigkeit wird ganz groß geschrieben. „Was wir verarbeiten, soll auch zurückgebaut werden können“, hebt der Firmeninhaber hervor.

„Die Auftragslage ist gut“, bekräftigt der Zimmermeister. Deshalb kann er gerne noch Verstärkung für sein Team gebrauchen. Das besteht aktuell aus neun Personen, einem weiteren Meister, einem Azubi und Zimmerergesellen. Zimmerer, Dachdecker, Schreiner sowie Azubiinteressenten (nur Zimmerer) sind willkommen. Holzrahmenbau, Aufstockungen und Anbauten führt die Zimmerei Sillak und Geier nicht nur in Oberzent, sondern auch im angrenzenden Rhein-Neckar-Kreis aus, vor kurzem sogar im nördlich gelegeneren Seligenstadt.

Benjamin Geier sieht die Siegel-Verleihung als „Bestätigung unseres eingeschlagenen Wegs“. Kompetente Beratung, verbunden mit einer hohen Qualität in der Ausführung, soll die Kunden überzeugen. Das beste Beispiel, dass dies funktioniert, gibt es aus Mannheim zu berichten. Was der Betrieb in vierter Generation bietet, weiß dort ein langjährig zufriedener Kunde zu schätzen. Den ersten Auftrag führte dort schon Viktor Sillak bei der Familie aus.

 

 

Damit ein Betrieb ein Meisterhaft-Siegel führen darf, muss er in Planung und Ausführung seiner Bauleistungen stets Meisterqualität abliefern, die höchsten Ansprüchen gerecht wird. Mit diesem Siegel wird ein Vertrauensanspruch ausgedrückt: Kompetenz und Sicherheit bei jedem Arbeitsschritt. Die Meisterhaft-Auszeichnung mit 4 Sternen führen Innungs-Fachbetriebe, die in besonderer Weise Leistungs- und Weiterbildungs-Standards bieten.