Liegend die schöne Oberzent genießen

Eigentlich sollten die aus dem Budget von verschiedenen Ortsbeiräten angeschafften Waldsofas bereits früher im Jahr mit ehrenamtlichen Kräften an besonders schönen Plätzen aufgestellt werden. Doch Corona machte diesem Ansinnen einen Strich durch die Rechnung. Seitdem die Auflagen gelockert wurden, können die Ortsbeiräte nun zu Werke gehen. Das Ergebnis wird bereits gerne liegend genutzt.

„Wir haben unsere beiden Waldsofas endlich aufgestellt“, freut sich Sensbachtals Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann. „Unglaublich, wie viele Leute sie  am Wochenende schon genutzt haben“, beobachtete er. Der Ortsbeirat baute die Ruheliegen an zwei Stellen entlang des Panoramawegs auf: an der Talblickhütte in Ober-Sensbach und an der „Hermetze“ in Unter-Sensbach.

„Beide Plätze haben eine wunderschöne Aussicht und liegen direkt am zertifizierten Premium-Wanderweg“, weiß Kuhlmann aus eigener Anschauung. Der Ortsbeirat von Sensbachtal finanzierte – wie auch die Gremien in den anderen Oberzent-Stadtteilen – die Waldsofas aus seinem Budget.

Bänke entlang des Panoramawegs wurden nochmals vom früheren Bürgermeister Manfred Heiss freigemäht. Der Ortsbeirat hat auch fürs kommende Jahr nochmals zehn Sitzbänke über den Geo-Naturpark bestellt. Der Verein „Sensbachtal Aktiv“ übernimmt dafür die Kosten.

Es wurden aber auch schon einige Bänke von Privatpersonen bezahlt, freut sich Kuhlmann über die Verbundenheit der Bürger mit ihrem Dorf. Die Feuerwehr Unter-Sensbach kümmert sich regelmäßig um das Streichen und gegebenenfalls Reparaturen. Die Revierförsterei Unter-Sensbach unterstützt bei Planung und Umsetzung.

In Sensbachtal packen immer alle mit an. Ralf Beisel war bei Lagerung und Logistik der Waldsofas sehr hilfreich, hebt der Ortsvorsteher hervor. Der NABU Sensbachtal kümmert sich daneben um diverse Aussichtspunkte und „Rastplätze“ entlang des Panoramawegs. Die Talblickhütte wurde kürzlich von Herbert Wagner komplett neu gestrichen. Er führte auch Dachreparaturen an der Adam-Schwinn-Hütte durch. Der Ortsbeirat plant, die anderen Schutzhütten ebenso zu renovieren.

Aus Ober-Hainbrunn stammt die Idee der Waldsofas, die dann die Oberzent-Runde machte. Auch dort nutzten die Mitglieder des Ortsbeirats das schöne Wetter, um die beiden Bänke aufzustellen. Wegen Corona geschah dies zu zweit mit einem kleinen Kran. „Sie werden sehr gut angekommen“, hat Ortsvorsteher Stefan Hofmann erfahren. „Es gab auch schon mehrere Anfragen, woher die sind.“ Beide Ruheliegen sind komplett aus Holz gefertigt: Füße und Liegefläche aus Akazie, der Unterbau aus Douglasie.

In Olfen lässt sich ebenfalls die Aussicht genießen. Eine Bank steht an der Bergwiesenhütte und eine unterhalb am Waldrand, teilt Horst Schnur mit. Die Hütte erreicht man entweder von der ersten großen Kurve von Airlenbach kommend links ab und 300 Meter über einen asphaltierten Weg. Oder vom Dorf aus mit Navi Bergwiesenweg, erläutert er. Von der Hütte am Waldrand abwärts kommt man zur zweiten Bank.

„Aufgrund von Corona steht die Bank noch nicht, da wir das zusammen erledigen wollen“, bedauert Ortsvorsteher Jürgen Sauer. Angepeilt ist für die Aktion derzeit Anfang Juni. Beerfelden war da schneller. Ortsvorsteher Christian Zimmermann beobachtet jeden Tag Leute darauf. „Eine Beschwerde gab es: Die Bank hätte am Galgen nix zu suchen“, schmunzelt er. Eine weitere steht im Güttersbacher Weg, am Abzweig nach Etzean.

Zwei Waldsofas gibt es auch in Gammelsbach. Eines befindet sich auf der Straße an der Burg vorbei Richtung Wald. Dann geht’s den ersten Weg links und 300 Meter Richtung Eberbach. Der Blick auf die Sensbacher Höhe und das Gammelsbacher Mitteldorf ist ein besonderer. „Die Resonanz ist wegen der Aussicht durchweg positiv“, hat Ortsvorsteher Konrad Helm deshalb viel positives Feedback erreicht. Die zweite Liege wird noch bei der Schmidtshütte mit Blick auf die Burg installiert.