Langfristig eine Perspektive für Fußball bieten

„Wir wollen den Kindern und Jugendlichen langfristig eine Perspektive für den Fußball bieten“, hat sich der Jugendförderverein (JFV) Oberzent auf die Fahnen geschrieben. Aus der Taufe gehoben wurde er bereits während des letztjährigen Pferdemarkts, die Vereinsgründung erfolgte erst 2020 – wie es auch im Namen zum Ausdruck kommt. Ab der neuen Saison wird der JFV erstmals am Spielbetrieb teilnehmen.

Die erfolgreiche Kooperation der Oberzent-Vereine in den vergangenen Jahren durch Jugendspielgemeinschaften oder Erteilung von Zweitspielrechten wird mit dem neuen Verein bestätigt und gefestigt, betont der Vorsitzende Sebastian Siefert. Schwerpunkt des JFV ist der Jugendfußball. „Damit die Jugendarbeit im Spannungsfeld zwischen sportlichem Anspruchsdenken und sozialer Integrationsaufgabe fortgeführt werden kann, haben wir ein Jugendfußballkonzept erarbeitet“, erläutert Siefert.

Dieses hat Richtlinienkompetenz und stellt den roten Faden für die Akteure im Bereich des Jugendfußballs von den G-Junioren bis A-Junioren dar. Gleichzeitig bildet es den organisatorischen und sportlichen Rahmen für die Vereinsarbeit, ergänzt der Vorsitzende. „Sport ist ein wesentlicher Teil der Kultur.“ Er trägt für Siefert zur Lebensqualität und Lebensfreude bei. Das Konzept „stellt den Konsens zwischen Anspruch und Realität dar“, betont er.

Die Verantwortlichen verstehen es als den ersten Schritt einer Jugendarbeit, die sowohl dem Leistungs- als auch dem Breitensport gerecht wird. Es gilt als oberstes Ziel, die Kinder – auf ihre Altersklassen abgestimmt – gleichermaßen zu fördern und eine Gemeinschaft auf dem Fußballplatz zu schaffen. Das Konzept wird seinen Worten zufolge einer fortwährenden Überprüfung und Weiterentwicklung unterworfen. Berücksichtigt werden gesellschaftliche und vereinsinterne Entwicklungen, die zu Anpassungen führen können.

„Wir wollen dem Anspruch im Kinderfußball gerecht werden“, hebt er hervor. Kinder wollen spielen, Freude haben und sich wohlfühlen, weiß Siefert. Sie wollen auch trainieren, Leistung bringen und Erfolge feiern – „trotzdem muss Ergebnisorientierung hintenanstehen“, betont er. Leistung ist wichtig, seinen Worten nach aber nicht mit Erfolg gleichzusetzen und muss definiert werden. Es wird in Kleingruppen mit entsprechenden Schwerpunkten und Reizen trainiert, kündigt Siefert an.

Der JFV hat sich zum Ziel gesetzt, den Kindern und Jugendlichen langfristig eine Perspektive für den Fußballsport zu bieten. Alle Altersklassen sollen mit Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Daneben will man auch die individuelle Ausbildung forcieren. Die Trainer sollen altersgerechte Trainingsziele verfolgen und -methoden anwenden. Ziel ist es, so Siefert, „eine konzeptionell ausgerichtete sportliche Leistungsentwicklung im Juniorenbereich zu erreichen“.

Zusammengeschlossen haben sich im JFV die Fußballvereine TV Hetzbach, SV Beerfelden, TSV Sensbachtal, SV Gammelsbach, FC Finkenbach, Türkspor Beerfelden und SG Rothenberg. Die „Grundsteinlegung“ erfolgte bereits vor zwei Jahren, als Steffen Ulrich, Marcel Daub, Hartmut Beisel und Sebastian Siefert das Projekt für einen Jugendförderverein in der Oberzent zu realisieren begannen. „Das ist bis heute im Odenwaldkreis einmalig“, hebt der Vorsitzende hervor.

Vorstand JFV Oberzent: Vorsitzender Sebastian Siefert, zweiter Vorsitzender Helmut Beisel, Kassenwartin Dominique Deutsch, Jugendkoordinatoren Marcel Daub, Yannik Hartmann (G/F/E), Kerstin Schwinn (D/C/B/A), Presse/Homepage Patrick Grohmann, Passwesen/Vereinswechsel Birgit Johe, Organisation/Veranstaltungen Myriam Siefert, Heike Gebhardt.

Weitere Infos unter E-Mail jfv-oberzent@gmx.de oder beim Vorsitzenden Sebastian Siefert, Telefon 0151/16586204. Ab August steht die Homepage www.jfv-oberzent.de. Am 15. August findet in Beerfelden (Sportplatz Stried) ein Schnuppertag für alle Nachwuchskicker des Jahrgangs 2013, 2014 und 2015 statt.