Dem Risiko Hochwasser begegnen

An einem Tag im Frühjahr 2018 lag Hetzbach nicht mehr an, sondern in der Mümling: Ein Starkregen hatte den eigentlich beschaulichen Bach zu einem reißenden Strom verwandelt, der vor nichts und niemandem Halt machte. Die B 45 war eine große braune Suppe. Die Grünen wollen nun Vorsorge treffen. Auf ihre Anregung hin beschloss die Stadtverordneten-Versammlung, die Aufnahme des Dorfes in den Hochwasserrisikomanagementplan Mümling anzustreben.

Gastanks wurden abgerissen, Menschen in Autos eingeschlossen, hatte Thomas Väth das Szenario Ende April 2018 im Vorfeld geschildert. Nur mit viel Glück passierte nichts Schlimmeres. In den zwei Jahren seitdem „hat sich leider nichts beim Hochwasserschutz getan“. Im Gegenteil: Am Krähberg wurden große Waldflächen gerodet. Für die Anwohner bedeutet das damalige Schadensereignis, dass sie keine Hochwasser-Versicherungen mehr für ihre Gebäude abschließen können. Was damals alles noch schlimmer machte: Das Feuerwehrhaus war ebenfalls von den Fluten eingeschlossen.

Unter Einbeziehung des Wasserverbands Mittlere Mümling soll nun beim Regierungspräsidium Darmstadt die Einbeziehung Hetzbachs beantragt werden. Denn bisher ist der Ort beim „Hochwasserrisikomanagementplan für das Gewässersystem Mümling“ außen vor. Der beginnt erst an der Erbacher Gemarkungsgrenze. Erweitert wurde der einstimmig gefasste Beschluss um den Satz, dass sich der Magistrat generell mit den Themen Hochwasser und Starkregenereignisse in Oberzent befassen soll.