Gegenwind für die Projektierer

Oberzent lässt es drauf ankommen. Die Stadtverordneten verweigerten auf ihrer Sitzung dem Vertrag mit den Firmen Enercon IPP und NWind ihre Zustimmung. Die Windkraft-Projektierer möchten sieben Anlagen auf dem Finkenberg errichten. Dafür müssen sie Wege bauen und Leitungen verlegen. Nicht mit uns, sagten die Mandatsträger nun mit großer Mehrheit.

Sie folgten damit einer Grundsatzentscheidung in ähnlicher Zusammensetzung, die bereits im Frühjahr getroffen wurde. Darin sprachen sich die Stadtverordneten grundsätzlich gegen weitere Windkraftanlagen auf Oberzent-Gemarkung aus. Katharina Riesinger (ÜWO) berichtete aus dem Bauausschuss, dass es zu diesem polarisierenden Thema keine große Diskussion oder viel Beratungsbedarf mehr gab. Die Fronten sind klar.

14 Flurstücke wären für den geplanten Wegebau oberhalb von Falken-Gesäß notwendig. Die Strecke verläuft auf der Höhe zwischen Airlenbach und Olfen. Acht Grundstücke benötigen die Firmen für den Leitungsbau. Der soll Richtung Umspannwerk Falken-Gesäß führen. Über 10.000 Euro kämen jährlich für die Zuwegung in die Stadtkasse, eine ähnliche Summe einmalig für die Kabeltrasse. Denn die Kommune ist der jeweilige Eigentümer.

Um die Gewährung der Wegenutzung käme die Stadt wohl nicht herum, wenn es hart auf hart kommt. Hierzu gibt es schon ein entsprechendes Gerichturteil, weiß Bürgermeister Christian Kehrer. Anders sieht es bei der Kabeltrasse aus. „Da können wir uns noch wehren“, betont er. Bevor man sich in der Verwaltung weiter einen Kopf macht, will man erst einmal zuwarten, was von den beiden Firmen kommt.