Dem Ortsbeirat stinkt das marode WC-Häuschen

Die Sache stinkt im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel. Dem Beerfeldener Ortsbeirat ist der Zustand der öffentlichen Toiletten auf dem Parkplatz neben dem Oberzent-Museum ein Dorn im Auge. Schon Anfang des Jahres hatte man eine tägliche Reinigung des prominent gelegenen WC-Häuschens gefordert. Das ist inzwischen dauerhaft geschlossen, da der Zustand nicht mehr haltbar ist und eine regelmäßige Reinigung nicht möglich.

Eigentlich war man im Gremium davon ausgegangen, dass anderweitig nicht benötigte Mittel aus dem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) für eine Sanierung umgeschichtet werden können. „Aber das ist wohl doch jetzt nicht mehr der Fall“, zeigt sich Ralf Fiedler enttäuscht. Das Toilettenhäuschen ist für ihn „nicht mehr zeitgemäß“. Gerade vor dem Hintergrund des boomenden Inlands-Tourismus „ist das kein Aushängeschild für den Ort“, beklagt er.

Über IKEK hatte sich der Ortsbeirat eine 90-prozentige Förderung der Maßnahme erhofft. Das Gremium würde außerdem einen Großteil seines Budgets zur Verfügung stellte, betont Ortsvorsteher Christian Zimmermann. Der sieht ebenfalls „unmögliche Zustände“: Der Parkplatz als Ausgangspunkt für Stadtführungen hat seinen Worten zufolge Besseres verdient. „Andere Kommunen zeigen, wie so etwas geht“, ergänzte Fiedler.

Die nächste öffentliche Toilette befindet sich am Rathaus, erläutert er. Leider gibt es mangels Café auch nicht die Möglichkeit, in der Nähe ein solches aufzusuchen, einen Kaffee zu trinken und das dortige WC zu nutzen. Fiedler bringt eine Bezahlmethode ins Spiel, wie sie schon öfters in Städten zu sehen ist. Für dieses Jahr ist der Zug zwar schon abgefahren, aber zumindest mit Blick auf die kommende Saison sollte man ein schöneres Bild abgeben.