Neue Aufgabe mit Motivation und Zuversicht

„Ich freue mich, hier zu sein“, sagt Marcel Fischer. Er ist seit kurzem neuer stellvertretender Schulleiter an der Oberzent-Schule und nimmt für seine Tätigkeit gerne einen längeren Anfahrtsweg auf sich. „Das ist es wert“, betont der Lorscher. Das erste Vorstellungsgespräch mit der erweiterten Schulleitung war für ihn „der Entscheidungsmoment für meine Bewerbung“.

Nach seinem Studium an der Kölner Universität zu Köln auf Lehramt arbeitete Fischer in Mönchengladbach und später im erweiterten Schulleitungsteam der Wilhelm-Leuschner-Schule Darmstadt. „Die Zusammenarbeit war sehr wertschätzend und konstruktiv“, erinnert er sich. Es folgte eine zweijährige Abordnung ans hessische Kultusministerium (2018 bis 2020).

Die neue verantwortungsvolle Aufgabe von seinem Vorgänger Dirk Konrad zu übernehmen und nun weiterzuführen, „ist mir eine Ehre“, sagt Fischer. „Ich gehe sie mit viel Motivation und Zuversicht an.“ Aus seiner alten Schule nimmt er mit, dass eine offene Tür für die Belange der Kollegen sehr wichtig ist. Damit sein Beitrag für eine gelingende Schule erfolgreich ist, „ist eine Basis von Verlässlichkeit und Vertrauen selbstverständlich“, hebt der stellvertretende Schulleiter hervor. Respekt, Wertschätzung und Empathie sind für ihn die Grundlagen einer gelungenen Kommunikation.

Seine Aufgabe sieht er darin, gemeinsam mit der Schulleitung, den Kollegen und den Schülern eine Wirkung zu erzielen sowie diese dann zu kommunizieren. „Es ist essenziell, ihnen zuzuhören, zu vertrauen, aber auch Vertrauen zu erlangen und insbesondere dem Wohle aller zu dienen“, betont Fischer.

Als stellvertretender Schulleiter zu arbeiten, heißt auch Beziehung – und Beziehung basiert auf Vertrauen (eine Mischung von Integrität, Offenheit und Kompetenz) und auf dem Glauben an eine gemeinsame Sache, erläutert er. Hierdurch entsteht eine starke Bindung innerhalb der Schulleitung und mit dem Kollegium. „Diese aufzubauen ist wichtig.“

Fischer möchte deshalb Kontinuität soweit wie möglich zu sichern. Dennoch, so sein Denken, gilt es weiter zu blicken und sich den heutigen Herausforderungen wie Digitalisierung oder pandemische Lage gemeinsam zu stellen und einen Weg zu finden, diese zu meistern. In jedem Augenblick „haben wir die Wahl, worauf wir uns konzentrieren oder unsere Aufmerksamkeit richten wollen“, meint der neue Kollege: auf Erfolg und Wachstum oder auf Mangel, Misserfolg, Schwächen und Krisen.

Diese Einstellungen, diese Gedanken sind für ihn „diejenigen, mit denen wir – erfolgreich – führen“. Da Menschen andere Menschen dauernd beobachten und diese sich mindestens genauso oft in ihrer Haltung ändern können, „wie wir Augenblicke haben, eine Wahl zu treffen“, heißt führen auch „vorleben“, ist Fischer überzeugt.

Schulleiter Bernd Siefert freut sich, jetzt endlich nicht mehr das „Küken“ im Schulleitungsteam zu sein, wie er schmunzelnd unter Bezug auf sein Alter meinte. „Loyal, lösungsorientiert, offen“, ist sein Eindruck des neuen Kollegen, mit dem er gut zusammenarbeitet. In seinem Bewerbungsgespräch berichtete Fischer davon, dass er auf seinem landwirtschaftlichen Hof in Lorsch Esel hält. „Da dachte ich, wenn er mit denen umgehen kann, wird er auch mit mir gut zusammenarbeiten können“, lacht Siefert.