Sonnenenergie unterhalb des Zieglersfelds

Photovoltaik ja, aber dosiert. So lässt sich die Beratung im Oberzent-Bau- und Umweltausschuss zusammenfassen, als es um die geplante Anlage unterhalb des Gewerbegebiets Zieglersfeld ging. Hierzu hatte es nach einer ersten Beratung Ende August im September einen Vor-Ort-Termin gegeben. Jetzt empfahlen die Mandatsträger der Stadtverordneten-Versammlung einstimmig die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans.

Ausschuss-Vorsitzende Katharina Riesinger (ÜWO) sprach sich für eine Einzelfall-Entscheidung aus. Sie nicht pauschal für oder gegen Photovoltaik-Anlagen auf Stadtgebiet abstimmen. Das komme immer auf die jeweilige Lage an. Sie sei kein Freund davon, „alles mit Photovoltaik zuzupflastern“. Das gehe auch zu Lasten der landwirtschaftlichen Flächen.

Stadtbaumeister Peter Bauer hakte dahingehend ein, dass man die jetzt angefragten Kollektoren auf dem großen Grundstück genehmigen kann. Von oben her ist das Gelände bereits erschlossen, erläuterte er. Die weitere gewerbliche Nutzung des Zieglersfelds wird dadurch nicht beeinträchtigt, entgegnete Bauer auf Frage von Walter Gerbig (CDU). Denn die ist nur links und rechts der jetzigen Fläche geplant. Unterhalb wird es mit der Entwässerung ganz schwierig. Er  fügte noch an, dass die Stadtverordneten in die Pläne ganz genaue Anforderungen an die Anlage reinschreiben können.

Laut Thomas Mergenthaler (ÜWO) ist es unwahrscheinlich, dass das angefragte Gebiet für eine Erweiterung der Gewerbeflächen in Frage kommt. Deshalb konnte er sich mit dem Antrag anfreunden. Auch von Thomas Väth (Grüne) kamen positive Signale zur Umwandlung des Maisackers. Die Förderung erneuerbaren Energie sei immer positiv zu sehen. Er sprach die Möglichkeit der Beweidung durch Schafe an.

Brigitte Heckmann (SPD) reihte sich in den Kreis der Befürworter ein. Sie machte die Zustimmung ebenfalls an der Lage fest. Woanders „müssen wir vorsichtig sein“. Denn eine „Umzingelung“ mit Photovoltaikanlagen wünschte sie genauso wenig wie eine mit Windrädern. Bürgermeister Christian Kehrer ergänzte, dass sich derzeit Anfragen nach Flächen für die Nutzung der Sonnenenergie häufen. Es seien schon verschiedene Firmen auf die Stadt deswegen zugekommen, aber konkrete Planungen gibt es nicht. Ihm ist bekannt, dass die EGO die Anlage am Eisenweg erweitern möchte, berichtete er.