Türkspor will auf Kunstrasen kicken

Der Türkspor-Platz in Beerfelden ist in einem bemitleidenswerten Zustand. Davon konnten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses anhand der Präsentation von Bürgermeister Christian Kehrer ein Bild machen. Der rührige Verein will in Zukunft nicht mehr auf einem Schlaglochfeld kicken, sondern auf Kunstrasen. Deshalb wurde auch die Stadt wegen eines Zuschusses angefragt.

Der Platz wurde im Vorfeld der Sitzung auch besichtigt, erläuterte Kehrer. Bei Türkspor handelt es um einen der ältesten türkischen Vereine in Deutschland, sagte er. Die 70 Mitglieder unterhalten ein eigenes Vereinsheim. Wie das Stadtoberhaupt erklärte, bringen sich die Fußballer vielfältig ins örtliche Leben ein. Es gibt eine Vielzahl von Sponsoren, die bei einer Sanierung mit im Boot sind.

Dass Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten. Denn der jetzige Acker ist in einem schlechten Zustand, „der Seinesgleichen sucht“, machte der Bürgermeister klar, dass der Ball kaum noch gerade rollt. Mit einer Flutlichtanlage soll das neue Fußball-Feld 420.000 Euro kosten. Zuschüsse soll es in Höhe von 82.000 Euro geben. Die Stadt wäre zusätzlich mit 60.000 Euro dabei. Dazu kommt eine Eigenkapitalbindung von 50.000 Euro.

Weitere 200.000 Euro sind als Darlehen eingeplant. Mit dem Mehrwertsteuerausgleich soll dann die Komplettsumme erreicht werden.  Eine „lohnenswerte und tolle Sache“ ist laut Magistrat das Vorhaben, berichtete Kehrer. Deshalb plädierte er für eine Aufhebung des entsprechenden Sperrvermerks im Haushalt. Geld wird erst fließen, wenn die Bank grünes Licht gibt.

Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) wollte wissen, ob der Platz zukunftsfähig ist. Das bejahte der Bürgermeister. Es werden beim Kunstrasen keine Kunststoffteile, sondern Kork verwendet, erklärte er. Das entspricht den aktuellen Vorschriften. Walter Gerbig (CDU) gab den Tipp, dass sich die Kommune ihre Förderung eventuell über Sportland Hessen bezuschussen lassen kann. Er bezeichnete es als toll, dass sich der Verein so engagiert und einbringt.

Der Rathauschef versicherte, dass man bereits mit den entsprechenden Stellen in Kontakt steht und „das Höchstmögliche an Fördermitteln rausholen wird“. Die Ausschussmitglieder sprachen sich im Anschluss für die Aufhebung des Sperrvermerks auf.