Ehrenamtliche haben einen guten Job gemacht

Die Arbeiten der ehrenamtlichen Helfer bei der Sanierung der Sporthalle Unter-Sensbach sind so gut wie abgeschlossen, teilte Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann mit. Er nutzte die letzte Sitzung des Ortsbeirats in der zu Ende gehenden Legislaturperiode, um den Aktiven aus dem Ort für ihr Engagement zu danken. Jetzt übernehmen beauftragte Firmen und teilweise der Oberzent-Bauhof.

Beim Abriss kam so etliches Unvorhergesehenes zutage. So stellte man einen Wasserschaden an der Decke fest. Die vorgesetzte Schallschutzwand an der Außenmauer befand sich lose vor den sogenannten Sauerkrautplatten. Die Verankerungen waren nicht in die Ziegelsteine eingebaut – und damit die komplette Konstruktion instabil. Deshalb rief man den Bauhof zu Hilfe, der alles abtrug.

Die Ehrenamtlichen wurden beim Rückbau eingesetzt, erläuterte Kuhlmann. Sprich: Holz- und Zwischenwände abreißen, Tore, Türen und Fliesen ausbauen, Diverses ausräumen und einlagern. Neuinstallationen lässt die Stadt von Fachfirmen durchführen – unter anderem eine Sache der Gewährleistung.

In der 1968 erbauten Halle herrschte Sanierungsstau. Bereits 2017 stand eine Förderung in Höhe von 145.000 Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm KIP im Raum. Hier ging es um die energetische Sanierung. Ende 2017 entschied die damalige Gemeindevertretung Sensbachtal dann, die Halle komplett in die Hand zu nehmen und in allen Teilen auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen. Denn auch Heizungs- und Elektroanlage sind sanierungsbedürftig.

Isolierung von Giebel- und Außenwänden sowie des Hallenbodens lauteten weitere Punkte, die den Gesamtbetrag auf (damals) 577.000 Euro anwachsen ließen. Parallel dazu tat sich die Möglichkeit einer Förderung über die Hessenkasse mit knapp 250.000 Euro auf. Sportland Hessen steuert weitere 50.000 Euro zu. Allerdings wollten die Ausgaben da auch nicht zurückstehen. Inzwischen kommt man auf fast eine Million, von der knapp die Hälfte über Fördermittel zurückkommen soll.

Der Ortsvorsteher wies darauf hin, dass die Halle vor über 50 Jahren mit viel Eigenleistung gebaut wurde. Deshalb ist es für ihn schon fast normal, bei einer Sanierung auf ein paar unvorhergesehene Dinge zu stoßen. Er lobte die aktuell gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Vereinen, Helfern und Ortsbeirat. Kuhlmann betonte daneben, dass sich die Arbeiten coronakonform nach einem bewilligten Hygienekonzept durchgeführt wurden.

In diesem Jahr fließt sehr viel Geld ins Sensbachtal. Nicht nur für die Sporthalle, sondern auch für die Sanierung der Kläranlage Hebstahl und die Regenwasserbehandlung. Hier kommen 70.000 Euro zusammen. Kurzfristig kam noch ein weiterer Punkt auf die Tagesordnung: die mögliche Neu-Verlegung einer Wasserleitung vom Wasserhäuschen Richtung Ober-Sensbach unter dem Gehweg der Durchgangsstraße hindurch bis kurz vor dem Bürgerzentrum.

Hintergrund: Die bisherige Leitung führt durchs Tal, unter anderem auch über mehrere Privatgrundstücke, so Kuhlmann. Und genau dort, in fünf Metern Tiefe, ziemlich unzugänglich, gab es einen Wasserrohrbruch des in die Jahre gekommenen Uralt-Stücks. Die Reparatur würde 50.000 Euro kosten. Da weitere Brüche nicht ausgeschlossen werden können, überlegt die Stadt, gleich eine Neuverlegung für 250.000 Euro durchzuführen. Dann ist für die kommenden Jahre Ruhe.

Der Ortsbeirat war im vergangenen Jahr sparsam, informierte Kuhlmann. Vom Budget über 2000 Euro wurden nur 370 ausgegeben, sagte er. „Wir bleiben ganz bewusst unter unseren Möglichkeiten“, schmunzelte der Ortsvorsteher. Zum einen ließ die Corona-Pandemie nicht viel mehr Aktivitäten zu, zum anderen wollte man dem klammen Haushalt der Stadt, auch wenn es nur ein kleiner Beitrag ist, etwas Gutes tun.

Dem Schlachthaus in Hebstahl hat nun endgültig das letzte Stündlein geschlagen. Es wird schon seit längerer Zeit nur noch sporadisch genutzt und sollte schon vergangenes Jahr zugunsten der Nutzung durch die Feuerwehr eingemottet werden. Da sich die vorgesehenen Ausbaumaßnahmen aber verschoben, erteilte die Stadt eine letzte Ausnahmegenehmigung für zwei Ortsbürger, hier über den Winter ihre Hausschlachtungen durchführen zu können.

In spe werden die Räume von der Hebstahler Feuerwehr genutzt, die im gleichen Gebäude untergebracht ist. Am FFW-Haus soll kommendes Jahr eine Leichtbauhalle für ein Fahrzeug angebaut werden. Die bestehende Fahrzeughalle wird dann zur Umkleide.