Ortsbeirat hat einen Blick auf die Straßen

Ober-Hainbrunn. Die Agenda ist reich gefüllt für den Ortsbeirat, wenn er nach der konstituierenden Sitzung erstmals in der neuen Legislaturperiode wieder gegen Ende des Monats zusammenkommt. Den Straßen gilt dabei viel Aufmerksamkeit, innerorts und außerorts. Aktuell wird gerade die L 3119 zwischen Ober-Hainbrunn und Finkenbach unter Vollsperrung komplett saniert. Das bringt für die Anwohner einige Erschwernisse mit sich, wenn sie ein Dorf weiter wollen.

Zwischenzeitlich konnte man noch innerörtlich über Post- und verlängerte Talstraße ein Stück weit die gesperrte Strecke umgehen. Doch das war nicht von längerer Dauer. Die reguläre Umleitung führt ab dem Brombacher Wasser über Rothenberg und dann oberhalb von Beerfelden am Deltaparcours wieder zurück ins Tal. Die Bauarbeiten von Hessen Mobil sollen bis in den Herbst hinein andauern. Nächstes Jahr geht es dann innerorts weiter.

In dem Zuge ist auch die Stadt gefordert, sich an die Überprüfung von Kanälen und Wasserleitungen zu machen, um sie dann gegebenenfalls in einem Aufwasch zu erneuern. Auf jeden Fall sind wieder größere Einschränkungen zu erwarten. Der Ortsbeirat will sich in dem Zuge der Straßensanierung auch um die Aufhübschung der Bushaltestellen kümmern, erläutert Ortsvorsteher Stefan Hofmann. Denn die sollen teilweise behindertengerecht ausgebaut werden und einen höheren Randstein erhalten. Und da könnte man, so die Idee, doch auch gleich was am Outfit machen.

Im Rahmen der Flurbereinigung ist daneben die Erneuerung von innerörtlichen Straßen geplant. Teilweise geschah dies schon in der verlängerten Poststraße. Noch in der Mache ist der Verbindungsweg vom Sägewerk Ihrig hoch nach Rothenberg und der Panoramaweg oberhalb des Ortes, der das Himmelreich mit der verlängerten Poststraße verbindet. „Das muss man gut begleiten“, weiß der Ortsvorsteher um die Langwierigkeit einer solchen Maßnahme. Er hofft auf eine Realisierung im kommenden Jahr.

Der gut angenommene Spielplatz bei der Sporthalle soll erweitert werden, informiert Hofmann. Beim Land wurde der Antrag auf Förderung eines Bodentrampolins gestellt, erzählt er. Auch diese Realisierung könnte aber in 2022 rutschen. Außerdem braucht der dortige Zaun eine Auffrischung. Durch die aktuell hohen Metallpreise verzögert sich ebenfalls die Realisierung. Man will die Preisentwicklung abwarten.

Der Freiwilligentag ist in Ober-Hainbrunn immer eine Erfolgsgeschichte. Selbst während der Corona-Pandemie werkelten vergangenen September zahlreiche Ehrenamtliche im Ort und kümmerten sich um die Instandsetzung. „Den wollen wir weiterführen“, bekräftigt Hofmann. Sein Wunsch ist außerdem eine eigene, stationäre Geschwindigkeitsmesstafel fürs Dorf. Denn gerade in der Neckarstraße wird oft und gerne gerast.

Die Vereine sind die Stütze des örtlichen Lebens und halten mit ihren Veranstaltungen die Geselligkeit hoch. Deshalb ist es dem Ortsbeirat ein Anliegen, sie bei ihren Aktivitäten zu unterstützen, kündigt Hofmann an. Und damit den Vereinen die Mitglieder nicht ausgehen, will man auf Zugezogene zugehen und sich um ihre bessere Integration ins Ortsleben kümmern. „Wir haben relativ viel Zuzug“, freut sich Hofmann. Man will „die Leute abholen“, damit sie sich im Ort engagieren. Als erster Schritt ist eine Neubürger-Broschüre angedacht.