Dank an zwei kommunalpolitische Urgesteine

Unter-Sensbach. Mit Herbert Obenauer und Manfred Heiss wurden auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung zwei kommunalpolitische Urgesteine verabschiedet. Beide prägten seit den 1980er Jahren das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der früheren Gemeinde Sensbachtal mit. Ab 2006/2007 nahmen sie sich eine Auszeit, quasi eine Altersteilzeit, feierten aber mit der Fusion noch einmal ihr Comeback im damals neu geschaffenen Ortsbeirat.

Ortsvorsteher Tobias Kuhlmann ließ Manfred Heiss ein paar „Lorbeeren“ zukommen. Herbert Obenauer konnte bei der Würdigung nicht dabei sein. Er bekommt die Glückwünsche und sein Präsent privat übermittelt. Kuhlmann dankte im Namen des Ortsbeirats und auch persönlich für das langjährige Engagement. Als kommunalpolitischer Neuling wurde er „2018 selbst ins kalte Wasser geschmissen“, schmunzelte er. Da war es, zeigte er sich dankbar, „für mich immer hilfreich, dass das solch zwei erfahrene Mitglieder im Ortsbeirat waren“.

Manfred Heiss, weiß der gerade wiedergewählte Ortsvorsteher, hat enormes kommunalpolitisches, aber auch historisches Wissen von Sensbachtal. Das ist „von enormem Wert für uns alle und unbezahlbar“. Die kommunalpolitische Karriere des 75-Jährigen begann 1981 als Gemeindevertreter. In diesem Ehrenamt war er zwei Legislaturperioden lang tätig, bis er 1989, damals noch vom Parlament, zum Bürgermeister gewählt wurde.

Nach zweimaliger Bestätigung durch die Bürger ging Heiss 2007 in den kommunalpolitischen Ruhestand, blieb der Gemeinde aber auf vielen anderen Feldern erhalten: in verschiedenen Funktionen im Vorstand des TSV Sensbachtal, bei Sensbachtal Aktiv, als Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Unter-Sensbach und beim Heimat- und Geschichtsverein Beerfelden. 2007 wurde er daneben zum Ehrenbürgermeister ernannt und erhielt die Ehrenplakette des Odenwaldkreises in Bronze.

Herbert Obenauer war eine Legislaturperiode lang ab 1985 Gemeindevertreter. Nach der Wahl 1989 amtierte er als Erster Beigeordneter, von 1993 bis 1987 als Beigeordneter. 1997 bis 2006 war der 65-Jährige wieder Gemeindevertreter. Seit 1977 ist er darüber hinaus im Vorstand der Nabu-Ortsgruppe tätig. 2006 erfolgte die Ernennung zum Gemeindeältesten, 2007 erhielt er die Verdienstmedaille der Gemeinde in Bronze.