Oberzent-Schule Beerfelden begrüßt 40 neue Fünftklässler

Die Oberzent-Schule hat 40 neue Fünftklässler. Mit einem Einführungsgottesdienst und einer kleinen Feier wurden sie an der Schule willkommen geheißen. Insgesamt besuchen derzeit etwa 400 Jugendliche die integrierte Gesamtschule. Den Gottesdienst in der Martinskirche, für alle Schüler offen, gestalteten Dennis Hemberger und Gabriele Maurer in Zusammenarbeit mit Pfarrer Roger Frohmuth und den Religionsgruppen. Iris Thierolf begleitete an der Orgel. Thema war „Im Meer der Zeit“. Pfarrer Frohmuth erklärte das Gleichnis von der „Sturmstillung“ nachdem es von Schülern erzählt worden war. Gemeinsam wurden die Lieder „Ein neuer Anfang“, „Im Meer der Zeit“, „Herr, gib uns Frieden“ und „Das wünsch ich sehr“ gesungen.

Zurück in der Schule, trafen sich die neuen Fünftklässler mit ihren Eltern in der Mensa, wo sie von der Fördervereinsvorsitzenden Johanna Käpernick-Krämer willkommen geheißen wurden. Sie überreichte jedem als Geschenk ein Geodreieck. Von den beiden Klassenlehrerinnen Angela Jöst und Tanja Daub gab es einen Apfel als Vorgeschmack darauf, dass beim kommenden Begrüßungsfest ein Apfelbaum gepflanzt wird. Danach begrüßte Schulleiter Bernd Siefert jeden Schüler und jede Schülerin persönlich.

Mit Spannung erwartet war die Patenfindung zwischen Fünft- und Zehnklässlern. Die Buspaten und Mediatoren stellten sich vor. Nach einem gemeinsamen Frühstück gingen die Zehntklässler mit den Neulingen die wichtigen Punkte der Schule ab, zeigten das Gebäude und markante Anlaufpunkte wie die Verwaltung. Dies dient dazu, den Fünftklässlern das Gefühl zu geben, gut angekommen zu sein und „dass sie bereits am ersten Tag dazugehören“, so Siefert. Das Schuleingangsprogramm der Oberzent-Schule war von Mareike Hufer ausgearbeitet worden.

Während zu Schuljahresbeginn ab Klasse 7 aufwärts nur ein Tag Klassenlehrerunterricht folgt, sind es bei der Klasse 6 zwei Tage und bei den Fünftklässlern die ersten drei. Nach der ersten Vorstellung durften die Eltern dann wieder nach Hause gehen, während in der Klasse Kennenlernspiele starteten. Anhand von Post- und Landkarten ging es darum, Ferienerlebnisse zu erzählen. Außerdem wurden die Namen der Mitschüler spielerisch geübt. Auch Steckbriefe, Aufgaben und Verantwortung verteilen oder Geburtstagskalender dienten dazu, dass sich die Kinder näher kamen.

Die Oberzent-Schule war für die „Neuen“ keine Unbekannte. Sie hatten die Schule bereits während des Schnuppertags im vergangenen Schuljahr besucht und kennengelernt. Heidi Domack als zuständige Stufenleiterin hatte die Schüler darüber hinaus zu einem Sporttag eingeladen und mit ihnen gekocht. Kein Wunder also, dass bei der Einführung die Stimmung sehr gut war. Die meisten Schüler kommen aus der Oberzent und umliegenden Gemeinden. Nur vereinzelt gehen auch Kinder aus der Unterzent in Beerfelden auf die Schule – meistens, wenn es dort auch Geschwister gibt.

 

 

125 Jahre Evangelische Kirche Hirschhorn: Ausstellungseröffnung am 27. August im Langbein-Museum

Im Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation feiert auch die Evangelische Kirchengemeinde Hirschhorn das 125-jährige Bestehen ihrer Kirche. Zu diesem Anlass zeigt das Langbein-Museum eine Sonderausstellung: „125 Jahre Evangelische Kirche Hirschhorn“. Diese wird am Sonntag, 27. August, um 17 Uhr eröffnet. Mit Bildmaterial, Dokumenten und Gegenständen wird die Geschichte der Kirche lebendig erzählt. Dazu werden Persönlichkeiten vorgestellt, die eine aktive Rolle in der Geschichte gespielt haben. „Das historische Material ist umfassend und erzählt seine eigene Story“, verspricht Initiator Dr. Ulrich Spiegelberg.

Die Evangelische Kirche ist bis heute unverwechselbarer Teil des Hirschhorner Stadtbildes und eines ihrer Erkennungsmerkmale. Zu ihrer Einweihung am 7. November 1892 reiste eigens der Großherzog an, um dem feierlichen Festgottesdienst beizuwohnen. Es sollte sein einziger Besuch in Hirschhorn bleiben. Relativ früh hielten Luthers Gedanken in Hirschhorn Einzug, als sich die Ritter ab 1526 der Reformation zuwandten, diese auch in ihrem Herrschaftsbereich förderten und durchzusetzen suchten.

Nach einer wechselhaften Geschichte erlosch 1719 die evangelische Gemeinde in Hirschhorn. Für die letzten Gemeindeglieder war die Neckarsteinacher Kirche – zumindest vorübergehend – der nächstgelegene Ort, wo sie noch einen evangelischen Gottesdienst besuchen konnten. Knapp 100 Jahre später, mit dem Übergang nach Hessen im Jahr 1803, kamen wieder die ersten Protestanten ins damals rein katholische Hirschhorn: Es waren vor allem hessische Beamten – Landrat, Landgericht, Forst, Finanzverwaltung, später Polizei, Post, Bahn.

Die kleine evangelische Gemeinde war zunächst nach Neckarsteinach eingemeindet. Doch der Kirchenbesuch in Neckarsteinach war ihnen zu mühsam, so dass bald der Wunsch nach einem Gottesdienst und einer Kirche vor Ort entstand. Im Jahr 1854 ergab sich die Möglichkeit, einen evangelischen Gottesdienst im ehemaligen Rittersaal des Schlosses zu feiern. Hirschhorn wurde sozusagen zur Neckarsteinacher Filiale mit eigenem Pfarrverwalter, bis die Gemeinde, inzwischen auch durch Langenthal verstärkt, so gewachsen war, dass sie sich 1890 als eigenständig etablieren konnte.

Dies war zugleich der Startschuss für ein weiteres großes Vorhaben, den Kirchenbau. Der Bauplatz wurde am 12. Juli 1891 eingeweiht, die Grundsteinlegung fand am 12. August statt. Auf den Tag genau zwei Jahre später wurden Turmkreuz und Hahn aufgesetzt. Der Gesamtbau kostete damals rund 60.000 Mark. Turmuhr und Orgel folgten in weiteren Abschnitten, ebenso das Pfarrhaus. Ab diesem Zeitpunkt verfügte die junge evangelische Gemeinde über alle wichtigen Einrichtungen für ihr kirchliches Leben – bis heute.

Die Sonderausstellung 125 Jahre Evangelische Kirche in Hirschhorn erzählt die Geschichte einer Gemeinde, die heute fester Bestandteil Hirschhorns ist und seine Identität wesentlich mitprägt. Sie zeigt mit altem Bildmaterial so manch neue Perspektiven und lässt nachempfinden, wie es ist, eine eigene Kirchengemeinde zu gründen und ihr eine Kirche zu errichten.

Am 9. und 10. September findet der Garten- und Pflanzenmarkt zum 13. Mal auf Schloss Zwingenberg statt

Bereits um 13. Mal laden Prinz und Prinzessin Ludwig von Baden am 9. und 10. September in die märchenhaft-romantische Kulisse des Schlosses Zwingenberg zum Garten- und Pflanzenmarkt ein. Der persönlichen Leidenschaft für Pflanzen und Gärten der Schirmherrin Prinzessin Marianne von Baden ist es zu verdanken, dass aus einer Idee heraus, einen kleinen, aber exzellenten Gartenmarkt zu veranstalten, ein nun schon traditionelles Fest mit vielen begeisterten Besuchern  wurde.

Für viele Menschen ist es zum Hobby, Ausgleich und Erlebnis geworden, den eigenen Garten noch gemütlicher und individueller zu gestalten. Leute mit einem Faible für das Besondere und Liebhaber ausgefallener Ideen finden sicher hier genau das Richtige. Das eine oder andere schöne Stück für Haus oder Garten, ein fachkundiger Tipp, charmante Accessoires wie Schmuck, Hüte oder Deko oder etwas für das leibliche Wohl nimmt jeder gerne mit nach Hause. Von den Besuchern Gekauftes wird mit dem Bringservice kostenlos vom Schloss bis zum Wagen transportiert.

Da das Bummeln, Stöbern und Entdecken bekanntlich Hunger macht, lädt das Prinzenpaar zum Verweilen auf der Schlossterrasse und im Schlossgarten ein. Von dort kann man den herrlichen Blick ins Neckartal genießen und die Seele baumeln lassen. Um etwas von der Geschichte des Ortes zu erfahren, werden historische Führungen und auch Kindererlebnisführungen angeboten.

Geöffnet ist am Samstag, 9., und Sonntag, 10. September, von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet fünf Euro, für Jugendliche von 13 bis 18 Jahren zwei Euro. Kinder bis zwölf Jahren sind kostenlos. Parkmöglichkeiten gibt es im Ort entlang der B 37 oder am Bahnhof in Zwingenberg. Der Weg zum Schloss erfolgt entweder zu Fuß oder stilvoll mit dem „Pferdekutschen-Shuttle“. Weiteres unter www.schloss-zwingenberg.de.

Beim Kortelshütter Kelterfest am 10. September werden wieder Wildschweine gegrillt

Wenn die Feuerwehrleute im Rothenberger Ortsteil ihr Kelterfest feiern, läuten bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken. Denn zwei von ihnen werden in bester gallischer Tradition erst gegrillt und dann vertilgt. Am Sonntag, 10. September, wird das um 10.30 Uhr im und um das Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte schon zum vierten Mal der Fall sein. Insgesamt findet das Kelterfest bereits zum 26. Mal statt.

Die zahlreichen Gäste lassen sich nicht nur ein mächtiges Wildschwein vom Spieß aus den heimischen Wäldern munden, sondern vertilgen in der Regel noch ein weiteres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet wurde. Diese Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bewährte sich bisher bestens und beschert den Brandschützern immer einen großen Andrang.

Natürlich muss die Sau auch schwimmen. Deshalb gibt es wieder leckeren, frisch gekelterten Süßmost von Kortelshütter Äpfeln und neuen Wein. Dazu reichen die Floriansjünger selbstgebackenen Zwiebelkuchen, Haxen, geräucherte Forellen und weitere leckere Spezialitäten. Wie schon in den vergangenen Jahren findet am Tag zuvor, Samstag, 9. September, ab 20 Uhr eine Bembelparty mit „DJ Firefighter“ statt.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und den Rothenberger Ortsteilen kommen gerne auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wissen. Etliche Zentner Äpfel von Wiesen auf der heimischen Gemarkung werden im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt, um daraus viele Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Am Grill steht immer in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburger. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlagen sich die Feuerwehrleute gern die Nacht um die Ohren. Insgesamt sind rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen werden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) gastiert am 26. und 27. August in Speyer

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) gastiert erneut in Speyer. Am Wochenende des 26. und 27. August macht das mit bis zu 3000 Mitwirkenden größte reisende Mittelalter-Kulturfestival der Welt Halt im Domgarten. Auf der weitläufigen Veranstaltungsfläche erleben die Besucher die tollkühnen Recken der Fechtkampfgruppe Fictum, die ihre brachiale Kampfkunst mit Schwertern, Äxten und Morgensternen vorführen, während die Ritter hoch zu Ross ihre Fertigkeiten mit Wurfspieß, Schwert und Lanze demonstrieren. Für die Rittershow wurden die aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannten Stuntreiter von filmpferde.com verpflichtet.

Auf drei Livemusikbühnen präsentiert das MPS führende Bands der Mittelalter- und Folkszene: Saltatio Mortis, Versengold, Cultus Ferox, Cuélebre, MacCabe & Kanaka, Cesair, Nachtgeschrei, Rapalje, Saor Patrol und die Cobblestones. Für die jüngsten Gäste treten an der Kinderbühne der Zauberer Orlando von Godenhaven und der Kiepenkasper auf. Beliebt bei Jung und Alt ist auch der Falkner Achim mit seiner Greifvogelshow, der Medicus Dr. Bombastus mit seinem Gehilfen Leonardo, der Barrenkai, der Kraftjongleur Bagatelli, „Der Tod“ und der Bettler „Hässlicher Hans“.

Alle Gäste sind dazu eingeladen, in Gewandungen gleich welcher Epoche zu erscheinen. Einmal an jedem Tag werden die drei bestgewandeten Besucher vom anwesenden Publikum gekürt und von Bruder Rectus mit Gold überschüttet. Tausende Sitzplätze unter Sonnensegeln und an den Bühnen und Arenen laden zum Rasten und Entspannen ein. Zahlreiche Tavernen, Kaffeestände und Garküchen sorgen dafür, dass niemand hungern und dürsten muss. Der Sonntag ist Familientag – alle Gäste unter 16 Jahren und ab 66 Jahren zahlen keinen Eintritt. Öffnungszeiten sind: Samstag von 11 bis 24 Uhr, Sonntag von 11 bis 19.30 Uhr. Spielpläne und weitere Infos auf www.spectaculum.de

 

MPS – Mittelalterlich Phantasie Spectaculum

– Seit 1994 unterwegs

– Tour durch 21 Spielorte

– bis zu 3000 Mitwirkende, mehr als 2500 Tonnen Ausrüstung

– drei große Musikbühnen, Kinderbühne, Gaukler, Zauberer, Stelzentheater

– mehrmals täglich Ritterturniere auf zwei Kampfplätzen

– die angesagtesten Bands der Mittelalter- und Folkszene

– Bruchenballturnier

– Workshops: Tanzen, Dudelsack, Drehleier

 

 

Rothenberger Feuerwehren spenden zwei digitale Pager fürs Kriseninterventionsteam des Odenwaldkreises

Eine Hilfsorganisation hilft der anderen. Gemeinde und Feuerwehren von Rothenberg vereinbarten, dem Team der Notfallseelsorge und Krisenintervention des Odenwaldkreises zwei digitale Pager aus den Haushaltsmitteln der Feuerwehr im Wert von fast 1000 Euro kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Übergabe fand jetzt im Rahmen der monatlichen Schulung statt. Die fand in den neuen Feuerwehrräumen in der Rothenberger Sporthalle statt.

„Leider sind es bis jetzt erst drei Kreis-Kommunen, die dies so umsetzen wollen“, bedauerte Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe. „Wenn alle 15 Odenwälder Gemeinden zwei solcher Pager spenden würden, wäre das Team der Krisenintervention bestens versorgt und könnte so schnell und zielgerichtet alarmiert werden“, führte er aus. Denn die Ehrenamtlichen werden nicht staatlich gefördert und sind auf Spenden angewiesen. „In der Vergangenheit haben sie sich immer per Telefon irgendwie gegenseitig zu Einsätzen gerufen“, erläuterte der GBI.

Gerade vor kurzem habe es mehrere tödliche Unfälle gegeben, bei denen es den Helfern vor Ort eindringlich bewusst wurde, „wie sehr man Leute wie die Notfallseelsorger braucht“, um Angehörige und Freunde zu betreuen. Auch für die Feuerwehrleute sei es eine große seelische Belastung, an einen Unfallort zu kommen und dort unter den Opfern möglicherweise einen Bekannten zu finden. Es sei wichtig, „eine schnelle Aktivierung zu gewährleisten“.

Die Grundeinrichtung der Geräte ist laut Johe bereits geschehen. Die Bedienung ist denkbar einfach: „Die Menüführung funktioniert wie bei alten Nokia-Handys“, schmunzelte er. „Ich hoffe, die Pager müssen nicht so oft zum Einsatz kommen“, meinte der GBI. Wie Johe erläuterte, geschieht die Feuerwehr-Alarmierung seit Ende 2016 digital. Die Rothenberger hätten die Geräte Ende März eingeführt.

Teamleiterin Annette Herrmann-Winter zeigte sich sehr dankbar über die Spende. Für weitere Pager-Anschaffungen habe man bereits Rücklagen gebildet, sagte sie. „Denn wir wissen, dass es ein Thema ist.“ Dem Ehrenamtlichen-Kreis gehören derzeit 43 Personen an, davon drei aus Rothenberg.

Diese dort ehrenamtlich engagierten Menschen leisten Betroffenen in schweren Notsituationen seelischen Beistand und helfen, schreckliche Erlebnisse besser zu verarbeiten. Auch Feuerwehren werden bei schweren Schadensereignissen von ihnen unterstützt, um die eventuell erlebten traumatischen Einsätze besser verarbeiten zu können.

Die Helfer waren von Bürgermeister Hans Heinz Keursten als erste Nutzer des neu gebauten Feuerwehr-Mehrzweckraums begrüßt worden. „Viel Schweiß“ sei in die Räume geflossen, betonte der Rathauschef. Denn dieser wie auch die Sporthalle wurde mit viel Eigenleistung gebaut. „Wo findet man einen Raum mit einem solchen Ausblick“, meinte Keursten mit Hinweis auf den Blick aus dem Fenster auf die Odenwaldhügel. „Die Aufgaben des Teams sind schon etwas Besonderes“, sagte er verbunden mit einem Dank für die geleistete Hilfe.

Ansprechpartner der Notfallseelsorge des Odenwaldkreises

Leiterin Pfarrerin Annette Herrmann-Winter ist seit 2004 Supervisorin und Ausbilderin für die Mitarbeit im aktiven Team. „Ich bilde mit Begeisterung Ehrenamtliche für diesen Dienst aus. Mir ist die Qualität der Vorbereitung wichtig und ich habe großen Respekt vor ihrem engagierten und kompetenten Dienst“, sagt sie: E-Mail: AHerrmann-Winter@t-online.de. Stellvertreter ist Rothenbergs Pfarrer Reinhold Hoffmann, ebenfalls seit 2004, wirkt seit 1999 im Team mit. „Die Beteiligung der Ehrenamtlichen im Team ist mir ein Hoffnungszeichen. Es tut mir gut zu sehen, dass Menschen bereit sind in außergewöhnlichen und oft erschreckenden Ereignissen Unbekannten zur Seite zu stehen. Jeder darf, aber niemand muss mit schwierigen Eindrücken alleine sein. Ich habe Hochachtung davor, dass diese Ehrenamtlichen bereit sind, sich auf fremde Wertvorstellungen und Lebensgestaltungen einzulassen, ohne zu werten.“. E-Mail: kgm@rothenberg-evangelisch.de

Die kleinste Schule Hessens in Gammelsbach ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt

Ihren ersten Schultag wird die kleine Lilly nicht so schnell vergessen. Denn welche ABC-Schützin kann von sich schon behaupten, dass zu ihrer Einschulung der hessische Kultusminister zu Besuch war. Und nicht nur der: In der kleinsten Schule Hessens versammelten sich neben Prof. Alexander Lorz auch der Leiter des Staatlichen Schulamts in Heppenheim, Rainer Kilian, Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis und der Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh (SPD). Sie alle waren sich einig in dem Bestreben, die kleinen Schulen im ländlichen Raum zu erhalten.

Lilly, die einzige Erstklässlerin in ihrem Jahrgang, war durch die Schultüte in Regenbogenfarben mit Eule und dem Schulranzen mit Rehmotiv unschwer auszumachen. Ihre Mitschüler lernte sie bereits am Schnuppertag kennen, sagte Schulleiterin Nina Allmann. Da gefiel es ihr so gut, dass sie gleich noch zum Sportunterricht bleib. Allmann ging auf die vielfältigen Anstrengungen auch unter ihrer Vorgängerin ein, „die kleinste und schönste Schule des Kreises“ zu erhalten. Umso mehr freute es sie, den Kultusminister begrüßen zu dürfen.

In der vergangenen Zeit wurde bereits einiges in die fast 100 Jahre alte Reinhart-van-Gülpen-Schule investiert, erläuterte sie. So erhielt das Gebäude eine neue Küche und einen Laptopwagen. Daneben wurden zahlreiche Ausbesserungen vorgenommen. Mit denen wird es auch weitergehen. So steht eine Erneuerung der Toiletten auf der Agenda. „Wir sind es wert“, betonte Allmann. Die Schülerzahlen seien in den kommenden Jahren stabil, hob sie hervor.

„Die Schule ist eine kleine Oase“, sagte Allmann. Der ländliche Raum werde durch ihre Existenz gestärkt. Viele tragen ihren Worten zufolge zum Gelingen bei. Ein großer Aktivposten ist die sehr engagierte Elternschaft. Die Leiterin bezeichnete die Lehranstalt deshalb auch als „Schatz, den es zu bewahren gilt“. Das Kindermoderatorenteam Melike und Mika, das durch die Feier führte, kündigte danach den Kultusminister an.

„Dieses Aufgebot am ersten Schultag hat nicht jedes Kind“, meinte dieser scherzhaft an Lilly gewandt. Lorz wies darauf hin, dass die zwei kleinsten hessischen Schulen im Odenwaldkreis liegen: neben Gammelsbach noch Sensbachtal. Hinter dem Besuch stehe auch die Botschaft, „dass sich das Land zum Erhalt kleiner Schulen bekennt“.

Lorz betonte wie auch die anderen Redner die Bedeutung dieser Lehranstalten für einen Ort wie Gammelsbach. Der Erhalt funktioniere aber nur mit Unterstützung des Schulträgers. Und der hat sich, wie der Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis sagte, diese ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Die Grenze für den Erhalt einer Grundschule sei in Hessen mit 13 ganz niedrig festgesetzt, so Lorz. Das Starterpaket, eigentlich nur für die Erstklässler gedacht, gab es angesichts der weniger Kinder gleich für alle.

Kilian freute sich über die Unterstützung des Landes, die auch dem Schulamt seine Arbeit erleichtere. „Feiert den Tag schön“, meinte er an die Kinder gewandt. Mit Rüdiger Holschuh ist ein ehemaliger Gammelsbacher Grundschüler jetzt Landtagsabgeordneter. „Damals waren wir 19 Erstklässler“, machte dieser den demografischen Wandelt deutlich. Gerade im Grenzgebiet nach Baden-Württemberg sei ein breites Schulangebot wichtig, betonte Holschuh. „Ihr seid in einer tollen Schule“, attestierte er den Kindern.

Für den Schulträger ist es „das Schönste überhaupt“, den Worten der Vorredner zu lauschen. Signalisierten diese doch die vollste Unterstützung für den Standort, meinte Grobeis. Die „Nestwärme“ sei in den kleinen Orten und Schulen wichtig, betonte er. Ihre Schüler zeichneten sich durch eine hohe Sozialkompetenz aus. Auch weiterhin werde man unter dem Slogan „Kurze Wege für kurze Beine“ investieren. Gerade in der neuen Stadt Oberzent mit ihren dann vier Grundschulen sei aufgrund der großen Entfernungen deren Erhalt von Bedeutung.

Reinhart-van-Gülpen-Schule Gammelsbach

  • Umrahmung der Feier mit dem Schulfestlied „Unsere Schule hat keine Segel“, dem Schullied und einem Sommer-Gedicht von drei Zweitklässlern. Zum Abschluss Überreichung eines von den Schülern gestalteten Warhol-Bilds an Prof. Lorz sowie einer Schulbrezel an Lilly und Lorz.
  • Kollegium: Leiterin Nina Allmann und zwei Lehrer mit fünf bzw. sieben Stunden Deputat
  • derzeit 17 Schüler in den Klassen 1 bis 4
  • Fritz Reinhart-van Gülpen war ein Unternehmer, der den Gammelsbachern 1924 ein Schulgebäude „spendiert“ hat. Geboren 1869 in Worms, starb er 1947 in Bensheim.