Alle wollen die Fusions-Tipps aus der Oberzent

Das Beispiel aus dem südlichen Odenwaldkreis macht in ganz Hessen Schule. Seitdem sich Beerfelden, Rothenberg, Hesseneck und Sensbachtal auf den Weg machten, einen freiwilligen Zusammenschluss auf die Beine zu stellen und dies auch erfolgreich durchzogen, finden sich immer mehr Nachahmer ein. Die greifen natürlich gerne auf das in der Oberzent gesammelte Wissen zurück. Denn die vier Kommunen müssen ja ziemlich viel richtig gemacht haben, wenn es erstmals seit der Gebietsreform wieder mit einer Fusion klappte. Im Leitfaden gibt’s Tipps fürs richtige und reibungslose Fusionieren.

„Aktuell haben wir gerade eine Anfrage aus Nordhessen“, berichtet Christian Kehrer, der als Fusionsprojektleiter des Kommunalservices Oberzent die Fäden mit in der Hand hielt. Wahlsburg und Oberweser ließen bereits eine Machbarkeitsstudie erstellen. Dritter im Boot ist der Flecken Bodenfelde, allerdings schon in Niedersachsen liegend. Länderübergreifend wird das schwierig, weiß Kehrer, weshalb erstmal die Hessen dran sind.

„Im März sind wir zu zwei Bürgerversammlungen eingeladen“, erläutert er. „Wir“, das sind Kehrer und Kommunalberater Thomas Fiedler von der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, die auch in der Oberzent federführend waren. Fiedler war daneben bereits im Bereich Ulstertal/Rhön unterwegs. Mit Ehrenberg, Hilders und Tann könnte dort eine neue Gemeinde entstehen, die flächenmäßig größer als Oberzent ist. Und die ist ja schon in dieser Hinsicht die drittgrößte Stadt Hessens.

„Es braucht immer einen günstigen Zeitpunkt für eine Fusion“, ist laut Kehrer das richtige Timing mit entscheidend. „Wir konnten nicht bis ins Jahr 2019 oder 2020 warten“, weist er bei Oberzent auf das Auslaufen von zwei Bürgermeister-Amtszeiten Endes vergangenen Jahres hin. Die Neuwahl hätte man nur ein Jahr aussetzen dürfen. Ganz wichtig ist es auch, „dass die Bürgermeister untereinander können“. Ein paar Jahre Vorlaufzeit hält er deshalb für dringend nötig zum gegenseitigen Beschnuppern.

Elementar ist seinen Worten zufolge eine Fusion „auf Augenhöhe“ mit gegenseitigem Vertrauensverhältnis. „Es darf nicht so sein, dass einer den anderen auffrisst.“ Die Rothenberger hätten nie mitgemacht, wenn sie nach Beerfelden eingemeindet worden wären, weiß er. Diese Gleichbehandlung war laut Kehrer durch den gemeinsamen Zweckverband KSO ab 2008 gegeben. Es ging Verwaltungspersonal in allen vier Orten mit neutralem Blick an die Sache heran.

Es gibt andere Fallstricke: „Vor allem die Kommunalpolitik muss wollen“, so der Fusionsleiter. „Sonst wird es sehr schwer, die Bürger zu überzeugen.“ Die technische Seite muss ebenfalls stimmen. Ein einheitliches Finanzprogramm mit der gleichen Software ist nötig, „damit der Ersthund überall die gleiche Nummer hat“. Vor allem muss er auch überall das Gleiche kosten. „Es wäre ein Unding, wenn es in den verschiedenen Teilorten unterschiedliche Gebühren oder Steuern gibt“, betont Kehrer. Angelburg und Steffenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind ein solches Negativbeispiel, wo die Fusion scheiterte.

Der Blick auf die Kleinigkeiten zählt. Das fängt bei den Notizen über die Stromzähler an. Die sind im einen Ort in Word gehalten, die andere Verwaltung pflegt sie in Excel, der dritte schreibt die Zahlen „auf einen Schmierzettel“. Ein großer Brocken ist die Datenzusammenführung. „Es gibt in den einzelnen Orten unterschiedliche Aktenpläne, wonach abgelegt wird“, sagt Kehrer. Ab April soll es in Oberzent ein neues Dokumentenmanagementsystem geben. Je früher fusionswillige Kommunen hier vorarbeiten, „desto einfacher wird es später“.

Ein Fusionsprozess „muss von unten erarbeitet werden“, hebt Kehrer hervor. Bürgerversammlungen, Workshops, feste Ansprechpartner sind wichtig. Er sieht mehr Vorteile, wenn dies vor allem verwaltungsintern geschieht und nur für bestimmte Module externe Fachleute herangezogen werden. Das fördere die Identifikation. Außerdem kosten externe Berater viel „und binden ebenso stark Verwaltungsressourcen“.

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Thomas Väth kandidiert für die Grünen als neuer Oberzent-Bürgermeister

Wie die Vorstandsmitglieder der Grünen Oberzent, Elisabeth Bühler-Kowarsch (Beerfelden) und Walter Braner (Finkenbach) mitteilen, schlagen diese nach Gesprächen mit möglichen Kandidaten dem Stadtverband vor, den Sprecher der Grünen in der Stadt Oberzent, Thomas Väth (Gebhardshütte), als Bürgermeisterkandidat zu nominieren. Am 29. April werden in der neuen Stadt Oberzent, die am 1. Januar aus den früheren Gemeinden Beerfelden, Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck hervorgegangen ist, Stadtverordnetenversammlung, Ortsbeiräte und Bürgermeister gewählt.

Väth ist verheiratet, Geschäftsführer der Schaaf & Väth OHG und lebt seit einigen Jahren in der Stadt. Das schnelle Internet im Odenwaldkreis machte es ihm möglich, von Groß-Zimmern hierher zu ziehen und in der Region zu leben und zu arbeiten. Die Grünen erhoffen sich mit einer neuen Person in der neuen Stadt frische Impulse in der Kommunalpolitik. Thomas Väth ist selbstständig und seit der Gründung im Juli 2017 Sprecher des Stadtverbandes. Außerdem leitet er den Arbeitskreis Naturschutz der Grünen Odenwald.

Der künftige Bürgermeister darf weder Sachbearbeiter noch Verwalter des Status quo sein, sondern muss die Stadt aktiv gestalten, die verschiedenen Stadtteile und die Bürger zu einem starken Wir-Gefühl führen, so die Grünen. Die Themen Stadterneuerung auch unter Berücksichtigung von Fragen und Fördermöglichkeiten des Denkmalschutzes statt Zerfallsduldung, Förderung des Tourismus, Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, verbesserter Internet Auftritt der Stadt, Bewerbung der Gewerbegebiete und die weitere Verbesserung des Angebots in den Kindertagesstätten sind laut den Grünen Schwerpunkte, die der neue Bürgermeister angehen muss.

Ansonsten erwartet die Öko-Partei, dass im ersten Quartal endlich „Nägel mit Köpfen“ in der unendlichen Debatte „Ärztehaus“ gemacht werden. Was dringend fehlt, sind nach wie vor Hausarztpraxen. Die Fördergelder des Landes für eine zukunftweisende Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sind der Mitteilung zufolge bald verbraucht, aber am grundsätzlichen Problem des Ärztemangels habe sich für die Bürger nichts geändert. „Nach den vielen Konzepten müssen jetzt konkrete Entscheidungen folgen“, fordern sie.

Trotz jahrelanger intensiver Diskussion und unzähligen Veranstaltungen um das geplante Ärztehaus sind laut Braner kaum Fortschritte zu erkennen. Seit vielen Jahren versuchten die Oberzent-Kommunen vergeblich neue Hausärzte für die Region zu gewinnen. Bisher ohne vorzeigbares Ergebnis. Sehr positiv zu bewerten sei, so Horst Kowarsch, dass das Modellprojekt „Garantiert mobil“ angelaufen ist und die Bahnverbindungen sich zum Fahrplanwechsel 2017/2018 in den Abend- und Nachtstunden wesentlich verbesserten.

Nunmehr bietet der RMV zum Fahrplanwechsel freitags, samstags und an Werktagen vor Feiertagen zusätzliche Verbindungen an. Mittelfristiges Ziel der Grünen ist, dass an allen Tagen diese Abend- und Nachtverbindungen angeboten werden, so Kowarsch. Nach den Worten von Elisabeth Bühler-Kowarsch geht man davon aus, dass die neue Stelle bei der OREG für die Wirtschaftsförderung in der Oberzent dazu beitragen wird, positive Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region zu setzen. Wie bekannt, erhält die neue Stadt einen höheren Anteil am kommunalen Finanzausgleich des Landes Hessen und davon profitiert auch der Odenwaldkreis.

Von der Oberzent lernen heißt fusionieren lernen: Leitfaden für künftige Zusammenschlüsse

. Die Oberzent-Fusion als Blaupause für weitere freiwillige Zusammenschlüsse von hessischen Kommunen: Was im Vorfeld immer wieder wohlmeinend zur Sprache kam, wird nun auch in Dokument gegossen. Der bisherige Fusions-Projektleiter Christian Kehrer erstellt aus den Erfahrungen von Beerfelden, Rothenberg, Hesseneck und Sensbachtal bis zur Jahresmitte einen Leitfaden, der anderen Gemeinden an die Hand gegeben wird. Das erfolgreiche Prozedere im südlichen Odenwaldkreis soll so landesweit Nachahmer finden.

Das vielseitige Werk entspringt dem im Vorfeld aufgestellten Projektplan, was im Zuge der Fusions-Vorbereitungen alles zu erledigen ist. Dabei ging es auch darum, welche Fördermöglichkeiten die vier Gemeinden beim Land akquirieren können. Dass sich nun Kehrer und Kommunalberater Thomas Fiedler an die Zusammenstellung machen, bedeutet für die neue Stadt einen geldwerten Vorteil: Denn die Landesregierung kam Oberzent dadurch bei der Entschuldungshilfe entgegen.

Fiedler von der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung kümmert sich um den geschichtlichen Teil und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Kehrer steuert den praktischen Teil bei, in dem es um die Umsetzung und die dabei möglicherweise auftretenden Fallstricke geht. Inhaltsverzeichnis, diverse Informationen und Checklisten stehen schon. „Inzwischen haben wir bereits 60 Seiten“, sagt Kehrer.

Zu den Checklisten gehört unter anderem die, was die neue Stadt als Arbeitgeber beachten muss. (Umsatz-)Steuer-, Zusatzversorgungskassen- oder Arbeitgeberbetriebsnummer, neue Bankverbindung sowie Regionalschlüssel lauten die Schlagworte, die bei Erledigung abgehakt werden können. Es geht aber auch um die neuen Anschriften für Feuerwehren oder Bauhöfe sowie die Klärung mit der Post, wenn sich Postleitzahl und/oder Straßennamen ändern.

„Wir empfehlen, ganz früh mit allem anzufangen“, berichtet Kehrer aus der eigenen Erfahrung. Sofort wenn der Bürger zugestimmt habe, sollte man loslegen. Denn erfahrungsgemäß wird es zum Ende hin sehr eng, weil immer wieder ein paar Punkte auftauchen könnten, die man im Vorfeld gar nicht auf der Rechnung hatte. „Zum Schluss war es bei uns sehr sportlich“, schmunzelt er im Nachhinein über die Hektik zum Jahresende. Die neuen Verwaltungsstrukturen und –aufgaben sollten ebenfalls sehr frühzeitig definiert werden.

Vor allem anderen muss seinen Erfahrungen nach sowieso das gemeinsame Beschnuppern stehen. „Bürgermeister und Parlamentarier müssen zusammen können“, sagt er. Schert einer der Beteiligten aus, ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Sollte es bisher noch keine interkommunale Zusammenarbeit geben, empfiehlt Kehrer als erste Maßnahme einen Gemeindeverwaltungsverband. „Der ist zwar bürokratischer, aber man lernt sich kennen und weiß, wie der anderen tickt.“ Im Oberzent-Fall war es der zehn Jahre bestehende Kommunalservice KSO, der der jüngsten Stadt Hessens auf die Beine half.

Ein gemeinsames Mitteilungsblatt als andere Konstante ist für Kehrer unverzichtbar. „Wer das nicht hat, braucht gar nicht erst anzufangen.“ Darüber lasse sich einheitlich berichten und gebe es die Möglichkeit, den Fusionsprozess für alle Bürger gleich transparent darzustellen. „Ohne ‚Oberzent aktuell‘ hätte die Fusion nicht geklappt“, misst der Projektleiter dem seit 1995 existierenden Blättchen eine zentrale Bedeutung zu.

Vom Grenzänderungsvertrag werden seinen Worten zufolge viele weitere hessische Gemeinden profitieren. „Der geht schon stark in die Tiefe“, betont Kehrer. „Andere müssen nichts mehr neu erfinden.“ Daneben geht es aber auch darum den Bürgern zu verdeutlichen, „dass etwas effektiver bearbeitet werden kann“. Kehrer macht das etwa an der Wasserablesung fest. Die dauerte vorher in alter Form eine Woche, der KSO schaffte es, bis heute auf einen Tag runterzukommen. „Das funktioniert aber auch nur bei einer größeren Einheit.“ Die Bürgerbeteiligung, wie sie in der Oberzent mustergültig vorgelebt wurde, ist für ihn „das A und O“.

Christian Kehrer beziffert sich Oberzent-Fusionskosten auf etwa eine halbe Million Euro. Allerdings verbirgt sich hinter dieser Summe auch eine Vielzahl von Maßnahmen, die in den kommenden Jahren sowieso hätte angegangen werden müssen. Ein Stichwort ist zum Beispiel das „E-government“. Auch ein neues Datenmanagementsystem mit Stichwortsuche für die bisherigen Aktenpläne ist nötig. 20.000 Euro kostet eine Software, die der Hersteller extra fürs neue Einwohnermeldeamt schreibt, um die bisherigen Daten zusammenzuführen. Davon profitieren die nächsten fusionswilligen Gemeinden. Das neue Wappen kommt auf 7000 Euro, Ärmelabzeichen für die Feuerwehr auf 2200 Euro, die neuen Beschriftungen für 46 Feuerwehr- und sechs Bauhoffahrzeuge kosten 4000 Euro – um nur einige kleine Summen zu nennen. Der Fusionsprojektleiter weist im gleichen Atemzug aber auch darauf hin, dass das Land der neuen Stadt 4,5 Millionen Euro an Altschulden abnimmt – ursprünglich waren 3,8 Millionen angedacht.

Im Ortsbeirat „kann man sich einmischen“: Manuel Schwinn aus Falken-Gesäß über die Möglichkeit, sich fürs eigene Dorf zu engagieren

„Wer etwas bewegen will, muss sich einbringen“. Für Manuel Schwinn ist die Sache klar: Nur drüber reden gilt nicht, sondern Engagement für den Ort ist gefragt. Der 28-Jährige war seit der vergangenen Kommunalwahl bis zur Fusion Ortsvorsteher im Stadtteil Falken-Gesäß. Das Gremium ist für ihn unverzichtbar, um im kleinen Dorf etwas bewegen zu können und in der großen Stadt auf dessen Belange aufmerksam zu machen. Am 29. April werden zusammen mit der Stadtverordneten-Versammlung und dem neuen Bürgermeister für Oberzent auch die Ortsbeiräte gewählt.

Schwinn, der sowieso auf der SPD-Liste für die Stadtverordneten-Wahl 2016 stand, wurde von Willi Maurer gefragt, ob er nicht auch für den Ortsbeirat Falken-Gesäß kandidieren würde. Denn sein Vorgänger hörte auf und suchte Nachfolger. Gesagt, getan. „Ich bin sowieso im Vorstand von Feuerwehr und Sportverein aktiv“, sagte er sich. „Das passt zusammen“, so Schwinn. Es war für ihn naheliegend sich einzusetzen. „Ich habe gesehen, dass die vier Vereine gut zusammenarbeiten“, hebt er hevor, und wollte seinen Teil dazu beitragen, dass es auch weiterhin in dieser Weise funktioniert.

Diese Fokussierung auf den Ortsteil bewog ihn unter anderem dazu, sein Mandat in der Stadtverordneten-Versammlung nach kurzer Zeit wieder abzugeben. Denn in Falken-Gesäß geht es seinen Worten nach „direkt um die Themen, die den Bürger unmittelbar betreffen“. Auch sei es zeitlich doch eine Herausforderung, allem gerecht zu werden.

Als Kandidat „dachte ich, dass es schnell Ergebnisse gibt“, schmunzelt Schwinn. Einmal gewählt und dann zum Vorsitzenden des fünfköpfigen Gremiums bestimmt, bewahrheitete sich das, was ihm sein Vorgänger Maurer mit auf den Weg gegeben hatte: Es braucht Geduld für alles. „Das wurde mir gleich gesagt“, lacht er. Die Mühlen mahlen langsam. Im Ortsbeirat gibt es viele Ideen, „aber es darf nichts kosten“. Denn dem Gremium fehlen die eigenen finanziellen Mittel.

Manuel Schwinn wünscht sich deshalb, dass die Ortsbeiräte der neuen Stadt Oberzent ein eigenes Budget erhalten. „Das ist sinnvoll, weil wir genau wissen, was die Bevölkerung vor Ort möchte“, betont er. Die Gelder fließen direkt in die entsprechenden Maßnahmen. Um abzufragen, wo Bedarf ist und was den Leuten am Herzen liegt, stellt er sich eine direkte Beteiligung per Fragebogen vor. „Damit bekommen wir einen Gesamteindruck, was wo benötigt wird.“

Die angedachten Dinge sind in der Regel zwar nur Kleinigkeiten, „die aber helfen, eine dörfliche Identität zu schaffen“. Auch könne man mit eigenen Mitteln Vereine unterstützen, die sich für die Belange des Dorfs einsetzen. Der Ortsvorsteher nennt in diesem Zusammenhang etwa die Gruppierung „Mach Mit“, die einen Bauwagen herrichtete.

Manuel Schwinn verspricht sich vom neuen Gremium der Ortsvorsteher, das direkt dem Bürgermeister zugeordnet sein wird, einen direkten Kanal „nach oben“. Denn die Vorschläge, Themen und Anregungen, die an die Verwaltung weitergegeben werden, sollten ernst genommen werden, erhofft er sich. In der Regel bestehe Handlungsbedarf, wenn Bürger vorstellig werden. Man dürfe sich nicht davon täuschen lassen, dass manches etwas abgemildert weitergereicht werde.

Während Ortsbeiräte in den früheren Stadtteilen von Beerfelden schon Usus waren, muss sich Rothenberg erst (wieder) daran gewöhnen. Schwinn kann nur jedem empfehlen sich einzubringen. „Der Ortsbeirat ist die beste Möglichkeit, etwas zu verändern, wenn man mit bestimmten Dingen im Dorf nicht zufrieden ist. Man kann sich einmischen.“ Außerdem lohnt es sich, diese Zeit für seine Heimat aufzubringen.

Der 28-Jährige will für den kommenden Urnengang noch ein paar junge Leute ansprechen, damit die Bürger am 29. April eine Wahl haben. „Fünf Kandidaten haben wir auch auf jeden Fall“, sagt er. „Zehn wären optimal.“ Frische Ideen sind im Gremium immer willkommen. „Neue Mitglieder brauchen keine Anlaufzeit“, betont er. Die können sofort voll einsteigen. Nur bis Ergebnisse zu sehen sind, könnte es – wie beschrieben – etwas dauern.

Anstehende Vorhaben in Falken-Gesäß

  • Im Rahmen des IKEK-Programms soll der ehemalige Vorstandsraum im Dorfgemeinschaftshaus umgebaut werden. Nach Schließung der „Traube“ vor knapp zwei Jahren gibt es keine Gastwirtschaft im Ort mehr. Ein Manko, weil nun ein Raum für Vereinsversammlungen fehlt und es keinen Treffpunkt für die Ortsbevölkerung mehr gibt. Das sogenannte „Käffchen“ im DGH soll in die Bresche springen und auch gastronomisch nutzbar sein.
  • Im Rahmen der Flurbereinigung soll möglichst schnell die „total verschlammte“ Aufwegung zum Friedhof saniert werden
  • Hoffentlich schon im Frühjahr (Schwinn) soll die Parkfläche beim Sportplatz neu angelegt werden.

Oberzent-Grundschulen arbeiten schon immer eng zusammen

In den drei kleinen Grundschulen der neuen Stadt Oberzent blickt man gespannt auf die weitere Entwicklung. Die Lernanstalten in Rothenberg, Unter-Sensbach und als kleine Grundschule Hessens die in Gammelsbach gehen jedoch nicht von besonderen Änderungen durch die Fusion aus, da sie Schulen im Eigentum des Odenwaldkreises sind. „Ich erwarte keine größeren Auswirkungen für unsere schulische Arbeit“, sagt deshalb Rothenbergs Leiterin Angela Assmann. „Es wäre prima, wenn die Gründung der neuen Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung für unsere Region bringen würde“, meint sie.

Als kleine Dorfschule geht es in Rothenberg sehr familiär bei zu. „Wir kennen alle Kinder genau, können individuell auf Stärken und Schwächen eingehen, haben intensiven Elternkontakt“, betont die Rektorin. Daneben sind natürlich die Wege kurz. „Ich bin sehr froh, ein kompetentes, engagiertes Kollegium und eine engagierte Elternschaft zu haben.“ Das mache die Arbeit sehr angenehm. Es gibt zwar aktuell laut Statistik mit 48 Kindern ein historisches Tief bei den Schülerzahlen. Jedoch werden es laut Prognose in den nächsten Jahren nach und nach wieder mehr, so Assmann.

In der „musikalischen Grundschule“ als Landes-Programm wirken die entsprechenden Elemente in alle anderen Fächer und auch in das Schulleben hinein. Es gibt laut Assmann in ganz Hessen etwa 90 Schulen dieses Typs, die miteinander vernetzt sind. Motto sind die „vier M“: „Mehr Musik in mehr Fächern von mehr Lehrkräften zu mehr Gelegenheiten.“ Gleichzeitig finden Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen und Musikschulen, aber auch Konzerte und ähnliche Veranstaltungen statt.

„Wir haben natürlich durch den demografischen Wandel weniger Schüler“, sagt ebenso die Leiterin der Sensbachtaler Grundschule, Ellen Koch. Etwa drei Jahre bewegten sich die Zahlen nach unten. „Nun geht es aber wieder nach oben“, freut sie sich. Der örtliche Kindergarten hat derzeit mehr Anmeldungen als Plätze. „Wir haben in jedem Jahr Schüler durch Gestattungsanträge und Zuzug bekommen.“ Denn viele Eltern „schicken bewusst ihre Kinder hierher“, so Koch. Die kleinen Systeme sind für sie im Bildungswesen wahre Schätze und „die gilt es zu bewahren“.

Das Ganztagsangebot ist für die Eltern schon immer kostenlos, nur das Essen muss bezahlt werden, erläutert Ellen Koch. Die Rhythmisierung des Unterrichts sei weiter fortgeschritten. „Jedes Kind ist uns wichtig“, hebt sie hervor. Es werden ihren Worten nach individuelle Förderkonzepte erarbeitet, um den Kindern in ihrem Lernprozess gerecht zu werden und sie zu unterstützen.

Kontinuierlich wird an den Stärken der Schüler gearbeitet – nicht an den Defiziten. „Wir bauen vom ersten Tag an Beziehungen zu den Kindern auf, um ihnen ein verlässlicher Partner in ihrer persönlichen Entwicklung zu sein.“ Seitens der Schulgemeinde gebe es sehr gute Beziehungen zur Verwaltung, zu den Vereinen, zur Kirchengemeinde und natürlich zu den Eltern, „die wir als Bildungspartner verstehen“.

Rückmeldungen von den Eltern, deren Kinder auf weiterführende Schulen (Gymnasium Michelstadt, Gymnasium Eberbach, Oberzent-Schule Beerfelden) gehen, bestätigten, dass sie dort gut ankommen. Die neue große Stadt Oberzent „kann stolz darauf sein, vier gut aufgestellte Schulen zu haben“, so Koch. „Kurze Beine, kurze Wege“ heiße es für die Kleinen – und in jeder Schule gebe es ein tolles konzeptionelles Angebot.

18 Schüler besuchen aktuell die Reinhart-van-Gülpen-Schule in Gammelsbach. Drei Lehrer sind in der kleinsten Grundschule Hessens tätig: Nina Allmann als Leiterin und Lehrerin in Vollzeit sowie zwei Kollegen mit sieben und fünf Stunden. Der Standort Gammelsbach ist laut Allmann nicht in Gefahr, solange die Schülerzahlen stabil sind. Nach aktuellem Kenntnisstand ändert sich an den Schulbezirken nichts und bleiben auch die Schülerprognosen unverändert, sagt sie. „Die Zusammenarbeit zwischen allen Schulen der Oberzent ist unabhängig von der Fusion schon immer sehr eng und intensiv“, hebt die Rektorin hervor.

Zum Grundschul-Quartett in der Oberzent gehört auch die in der Stried Beerfelden als größte der vier Bildungsstätten in der neuen Stadt Oberzent. Um die 200 Schüler aus Beerfelden und Ortsteilen sowie aus Hesseneck, Falken-Gesäß und Etzean werden in zehn Klassen unterrichtet (Stand 2014). Täglich nutzen bis zu 60 Kinder das für die Eltern kostenlose Ganztagesangebot.

 

Mehr als 500 Fans feierten mit „Snow“ beim TV Hetzbach bis spät in die Nacht

Zehn Mal große Party rund um Weihnachten und kein Ende in Sicht. Das „X-Mas-Konzert“ der TV-Fußballer ist für die Jugend und die jung Gebliebenen eine feste Größe im Veranstaltungskalender. Das dritte Mal war jetzt die Coverband „Snow“ am Start. Sehr zufriedene Veranstalter, klasse Stimmung, volle Halle sowie eine begeisterte und begeisternde Band: Es lief alles perfekt. „Wir setzen auf Bewährtes“ ist das Geheimrezept des TV. Denn die Besucher wollen immer gern jedes Jahr die gleiche Party-Mucke hören und dabei kräftig feiern.

Bis weit nach 2 Uhr in der Früh unterhielt „Snow“ knapp über 500 Fans mit ihren Versionen von bekannten Schlager-, Rock- und Popsongs. Perfekter Sound, professionelle Animation und ein überzeugender Auftritt bescherte der Gruppe einen Riesenapplaus und etliche Zugabe-Rufe. „Es lief alles super“, äußerte sich Mitorganisator Michael Daub vom TV „sehr glücklich“ über den Verlauf. Den Gästen gefällt einfach die große Party – „vielleicht sogar unabhängig von der Band“, lachte er.

Am Anfang war das Publikum fast naturgemäß noch etwas zurückhaltend, stellte er fest. Als die Band erst nach 22 Uhr auf die Bühne kam, hatte sich die Halle jedoch schon zu zwei Dritteln gefüllt. Ganz nach vorn trauten sich zu Beginn aber die wenigsten. Das dauerte dann bis zur Mitte des zweiten Sets. Danach und dann nonstop bis zum Schluss „war die Stimmung am Kochen“ – auch weil die Temperaturen immer höher stiegen.

Bis zum Ende, beobachtete der TV-Mann, „war die Halle voll“. Nur wenige machten schon vorher „schlapp“. Für Daub ist schon klar, dass es auch im kommenden Jahr die „X-Mas-Party“ geben wird. „Snow“ habe bereits Interesse bekundet wiederzukommen. Nach dem „Super-Feedback“ im vergangenen Jahr, als die Band mit Wurzeln rund um Heilbronn und im Odenwald die Halle bereits zum zweiten Mal kräftig gerockt hatte, ging es diesmal auch gleich mit Beginn wieder sofort in die Vollen.

Ein „Boys of Summer“ zeigte gleich, wohin die Reise gehen würde. Und selbst die Schlagerstücke erhielten durch die druckvolle Rhythmus-Sektion mit Bass, Schlagzeug und Keyboard einen kräftigen Groove. Mit drei Sängern war die Partyband für alle Songs gerüstet. Damian Steuer und Patrick Haberbosch für den männlichen Part sowie Sarah Fox für die weiblichen Stimmen sorgten dafür, dass mit rasanten Outfitwechseln die gesamte Bandbreite der Party-Hits abgedeckt werden konnte – egal ob das jetzt aktuelle Dance-Charts waren, Rock- und Pop-Stücke oder Heavy-Metal-Songs.

Die „Chöre“ von Mark Forster oder ein „Kompliment“ der Sportfreunde Stiller hatten deshalb ebenso ihre Berechtigung wie ein Backstreet-Boys- oder Disco-Medley, Songs von den Ärzten, Matthias Reim oder Nena. Zusammen mit Stücken von Queen („I want it all“), Oasis („Wonderwall“), oder Andreas Gabalier („Hulapalu“) der beste Mix, um die Gäste bis in den frühen Morgen bei Laune zu halten.

Das abwechslungsreiche Programm der jungen Musiker war kombiniert mit einer aufwändigen Bühnen- und Lichtshow. Eine XXL-LED-Leinwand sorgte für stetige visuelle Bescherung. Neu war eine Lasershow. Gespielt wurde alles, was Spaß machte. So folgte auf ein Schlagermedley mit „Wahnsinn“, „Über den Wolken“ oder „Joana“ ein knalliges „Don’t stop believin‘“ von Journey oder „Walking on sunshine“ von Katrina and the Waves.

Alpenrock- und Festzelt-Songs sind aktuell besonders angesagt, weiß die Band, bei der Gitarrist Josh Theobold und Keyboarder Giuseppe Celentano für den richtigen Sound sorgten. Bei „Snow“ haben sich Musiker aus bekannten Bands Nero, NoSpeech, 8-Alive, Stadtaffen und der offiziellen Jan Delay- Coverband „Jam Delay“ zusammengefunden. Die Zuschauer kamen aus dem gesamten Odenwaldkreis, registrierte Daub. Und darüber hinaus auch aus dem Überwald, weil Bassist Alex Fiedel seine Wurzeln in Siedelsbrunn hat.

Für die Fußballabteilung des TV bedeutete das „X-Mas-Konzert“ einen Großeinsatz. „Fast alle Spieler helfen mit“, sagte Michael Daub. Inklusive Vorstand waren so an diesem Abend um die 50 Leute im Einsatz, Auf- und Abbau am Vortag nicht mit eingerechnet. Dazu kamen noch zwei Helfer, die am nächsten Morgen bei der Hallenreinigung halfen.

Denn wenn die letzten Helfer um 6 Uhr morgens nach Hause gehen, soll das Gröbste schon geschafft sein. Eine Gemeinschaftsleistung, die nur durch den guten Zusammenhalt im Verein möglich wird. „Wir haben nie Probleme Helfer zu finden“, freute sich Daub über die ungebrochene Hilfsbereitschaft. Denn das Konzert ist eine feste Einnahmequelle für die Vereinskasse. Ab Januar/Februar läuft die Bandakquise, im September starten dann die weiteren Vorbereitungen.

In den vergangenen neun Jahren hat man beim TV nur gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn natürlich ein paar Security-Leute am Eingang stehen, „lief immer alles friedlich ab“, beobachtete Daub – wie auch dieses Jahr. So hatten die Verantwortlichen keine Probleme, die geduldig Wartenden in der langen Schlange nach und nach abzufertigen. Er führt das auch darauf zurück, dass die Sicherheitskräfte Vereinsmitglieder sind und ihre Leute kennen.

Zum Eventdatum einen Tag vor Weihnachten und zur X-Mas-Party selbst kam es laut Daub eher zufällig. Dieses Konzert ließ sich so gut an, dass der Ruf nach einer Wiederholung laut wurde. Und die gab es jetzt schon neun Mal in Folge. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn der Zuspruch der Altersgruppe zwischen 20 und 30 ist ungebrochen. Mit dem „Muttizettel“ sind auch etliche zwischen 16 und 18 Jahren dabei, hat Daub beobachtet. Die über 30 Jahre „kann man an einer Hand abzählen“, weiß er.

Zum Bericht geht's hier:…

Posted by Thomas Wilken on Monday, December 25, 2017

Oberzent-Schule Beerfelden prägt Generationen von Kindern

Die Oberzent-Schule ist als Bildungsstätte für die gesamte Region unverzichtbar. Seit 50 Jahren vermittelt sie den Schülern aus Beerfelden, Rothenberg, Hesseneck und Sensbachtal das Wissen für ihre spätere berufliche Laufbahn und das Leben als solches. Wenn es am 1. Januar zur Fusion kommt, dann trägt die neue Stadt den Namen der Lernanstalt, die schon seit jeher als Bindeglied für die vier Orte fungierte und bereits drei Generationen von Kindern eine gemeinsame Identität vermittelte.

„Wir wirken als Schule weit in die Region hinein“, freut sich Direktor Bernd Siefert. Das kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass traditi9onell zwei Drittel der Grundschüler auf die OZS als integrierte Gesamtschule wechseln. Der Schnitt ist eher die Hälfte. Siefert macht allerdings auch klar, „dass wir alle Schüler brauchen“. Denn vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sind stabile Zahlen wichtig, um weiterhin das Lernangebot aufrechterhalten zu können.

Mit den vier Grundschulen der Gemeinden gibt es bereits die AG „Übergang“, um den angehenden Fünftklässlern den Wechsel möglichst einfach zu gestalten. Die Kooperation geht aber auch in die andere Richtung. Beim beruflichen Zentrum des Odenwaldkreises (BSO) war die OZS bereits für einen pädagogischen Tag zu Gast. Auch mit dem allgemeinen Gymnasium in Michelstadt gibt es Gespräche. Von dort erhielt Siefert die positive Rückmeldung, „dass unsere Schüler gut vorbereitet ankommen“. Gemeinsam wird überlegt, wo man Synergieeffekte schaffen kann.

Sehr oft besuchen die Oberzent-Kinder die gleichnamige Schule, obwohl sie eine Empfehlung fürs Gymnasium haben, freut sich der Direktor. „Das ist unsere Stärke“, weiß er. „Wir prägen die guten sozial und stellen sie methodisch gut auf.“ Es gab sogar schon Jahrgänge mit 100 Prozent Übergangsquote einzelner Klassen und Schulen, blickt Siefert etwas wehmütig in die Vergangenheit. In Zeiten zurückgehender Kinderzahlen ist genau eine solche Quote aber wieder notwendig. Der Schulleiter hebt hervor, dass es an OZS weiterhin den Zug Richtung Gymnasium gibt.

Im kommenden Schuljahr sind es nur noch 51 Viertklässler, die in die fünfte Klasse kommen. Das reicht dieses Mal voraussichtlich nur für zwei Klassen. „Ein starker Rückgang gegenüber früher“, bedauert Siefert, und geschuldet dem „brutalen demographischen Wandel“. 2019/20 und 2020/21 werden es wieder mehr Grundschul-Abgänger sein, danach ist aufs Neue ein Rückgang zu erwarten.

Der Direktor führt die hohe Übergangsquote auf die große Identifikation der Region mit der Schule zurück. „Viele Eltern, teilweise sogar Großeltern besuchten schon die OZS.“ Da ist es dann klar, dass auch die Kinder auf den Berg gehen. „Die Schule bildet die Region ab“, hebt er hervor. „Wir sind wir“, fasst er es zusammen. Es gibt eine starke Verbundenheit und lokale Verwurzelung, unter anderem durch etliche Aktion der OZS im städtischen Leben.

Nicht nur bei den Eltern, auch bei den Lehrern gibt es eine hohe „Rückkehrerquote“. Bernd Siefert ist selbst das beste Beispiel. Er drückte selbst früher die IGS-Schulbank, kehrte dorthin dann vor 15 Jahren als Lehrer zurück und ist seit vergangenem Jahr Schulleiter. „Das ist in dieser Form eher außergewöhnlich“, weiß er.

Genauso stark ist ebenfalls die Verbundenheit der Ehemaligen mit ihrer Penne. Sie schauen auch nach Jahren immer wieder vorbei und geben eine Rückmeldung, wie es ihnen ergangen ist. Siefert führt das auf den sehr familiären Charakter zurück, der sich in den vergangenen 50 Jahren erhalten hat. „Wir haben in der Vergangenheit vieles richtig gemacht“, meint er.

Vielleicht auch das: „Wir schauen hin“, betont Siefert. Gerade eine kleinere Schule könne viel mehr in die Tiefe gehen. Mit Erfolg: „Die Kinder haben an der OZS das Lernen gelernt“ und sind optimal vorbereitet für den weiteren Lebensweg. Die Abschlussfeiern kennzeichnet er als „sehr emotional“. Den Entwicklungsprozess zu begleiten, wie aus den Kindern nach der Pubertät „ganz andere Menschen“ werden, nennt der Direktor „schon cool“.

 

 

Die Oberzent-Schule Beerfelden feiert im Jahr 2018 ihr 50-jähriges Bestehen. Sie wird derzeit von 383 Schülern vor allem aus den vier Oberzent-Orten besucht. Ein paar wenige kommen aus Mossautal, Eberbach und Hirschhorn. Von den 34 Lehrern und zwei Schulsozialarbeitern stammen etwa die Hälfte aus der Oberzent, die anderen aus Erbach, Mümlingtal und Eberbach.