Rothenberger Feuerwehren übten an der Sporthalle Hand in Hand mit dem DRK

„Alles lief soweit nach Plan“. Rothenbergs Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe war sehr zufrieden mit der Jahreshauptübung aller vier Gemeindewehren, zu der 58 Brandschützer an der Sporthalle zusammengekommen waren. Dort sah das Szenario vor, dass es in den Jugendfeuerwehrräumen beim Waffelbacken anlässlich Halloween zu einer Verpuffung gekommen war. Sechs vermisste bzw. verletzte Personen galt es neben der Brandbekämpfung aus dem Mannschaftsraum zu bergen.

Neben den Wehrleuten unter der Einsatzleitung des stellvertretenden GBI Oliver Fink war auch der benachbarte DRK-Ortsverband mit acht Personen unter der Leitung von Roland Heckmann mit an der Übung beteiligt. Fünf Sanitäter, zwei Rettungssanitäter und ein Rettungsassistent übernahmen die „Verletzten“ und kümmerten sich um sie. Von diesen waren sowieso nur drei „lebendig“ in Gestalt von geschminkten Mitgliedern des Jugendrotkreuzes dabei, bei den anderen drei handelte es sich um Dummys.

Die Rothenberger Wehr mit ihrem Katastrophen-Löschfahrzeug LF 10 KatS und dem Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 war logischerweise als erste vor Ort, da sich das Gerätehaus direkt neben der Sporthalle befindet. Deshalb kümmerten sich diese Wehrleute vorrangig um die Menschenrettung. Als weiteres rückte die Kortelshütter Wehr mit ihren Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) sowie dem Mannschaftstransportwagen (MTW) aus und war ebenfalls an der Bergung der Verletzten beteiligte.

Von beiden Wehren waren jeweils zwei Trupps à zwei Personen mit Atemschutz ausgerüstet und drangen ins Gebäude ein. Sowohl Bürgermeister Hans Heinz Keursten als auch der Beerfeldener Wehrführer Rolf Scheuermann, gleich stellvertretender Kreisbrandinspektor, überzeugten sich von der Schlagkraft der Rothenberger.

Mit Unterstützung des Gerätewagens Logistik (GW-l) der Rothenberger legten die Ober-Hainbrunner eine zusätzliche Wasserleitung von der Zisterne am alten Feuerwehrhaus etwa 600 Meter auf die Höhe. Damit, so Johe, sollte der Gefahr entgegengetreten werden, dass die wegen des Brandes gefährdete Zisterne an der Sporthalle möglicherweise ausfallen könnte. „Wir haben auf dem Berg wenig Wasser und wenig Druck auf der Leitung“, erläuterte er. Aufgrund der Größe des Objekts sei diese Vorsichtsmaßnahme angebracht.

20 Minuten dauerte die Leitungsverlegung. „Das ist okay“, meinte Johe mit Blick auf die Uhr. Die zusätzliche Reserve ist seinen Worten zufolge kein Muss, aber mit Blick auf die gute Personalsituation bei der Übung eine sinnvolle Maßnahme. In diesem Zug ließ der GBI auch noch die beiden Pumpen auf dieser Strecke testen. „Wenn wir gerade dabei sind“, schmunzelte er.

Die Finkenbacher wiederum bereiteten vom Hydrant im Gammelsbacher Weg her einen Löschangriff auf der Rückseite der Halle vor, „um sie gegen ein Übergreifen der Flammen zu schützen“. Lob heimste vom GBI der schnelle Einsatz des Lüfters ein. „Der drückt den ganzen Rauch hinten zum Fenster aus“, sagte er. Eine klare Sicht sei unverzichtbar, wenn es um die Bergung von Verletzten gehe.

Ins Szenario mit eingebaut wurde auch ein Atemschutznotfall. Danach bekam ein Feuerwehrmann keine Luft mehr, erlitt einen Kreislaufkollaps und musste gerettet werden. „In einem solchen Fall kommt die Mayday-Meldung von innen“, so der GBI. Die Bergung des Kameraden hat dann absolute Priorität vor der weiteren Brandbekämpfung. Als das Feuer „so weit gelöscht war“, folgte die Nachkontrolle in der angrenzenden Sporthalle, ob es doch noch Glutnester gibt oder irgendwo der Brand übergesprungen war.

Neben dem schnellen Lüftereinsatz stellte Johe auch noch das rasche Auffinden der Verletzten heraus. Auch das Schlauchmanagement funktionierte gut. Denn der Einsatzleiter muss das Objekt abschätzen, um zu wissen, wie viele Meter Schlauch benötigt werden – „um auch in die hinterste Ecke zu kommen“.

Bei der Rothenberger Feuerwehrübung waren etwa 700 Meter B-Schläuche mit einem Durchmesser von 75 Millimetern in Gebrauch. Dazu noch einmal vier C-Rohre, zwei für innen und zwei für außen, mit zusammen etwa 150 bis 200 Metern. Sie haben einen Durchmesser von 42 bis 52 Millimetern.

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Erasmus-Projekt an der Oberzent-Schule Beerfelden: Jugendliche lernen über den eigenen Horizont hinaus zu schauen

Der internationale Schüleraustausch hat an der Oberzent-Schule eine lange Tradition. Seit über zehn Jahren beteiligt man die integrierte Gesamtschule am Erasmus-Projekt der Europäischen Union. Aktuell läuft – seit 2015 – die fünfte Fortsetzung mit einer Schule aus Polen und der Türkei. „Wir müssen jedes Mal ein sehr aufwändiges Konzept erstellen“, weiß Conny Frank, die seit Anfang an dabei ist. Vor vier Jahren kam ihre Kollegin Derya Özdemir mit ins Boot. Beide betreuen nun federführend das Programm.

„Es müssen immer drei Länder mit vertreten sein“, erläutert Frank die Voraussetzungen. Es sei gar nicht so einfach, „die passenden Partnerschulen zu finden.“ Ein roter Faden ist die Beteiligung der Schule aus dem polnischen Elblag. „Sie sind seit Beginn an mit dabei“, so Frank. Bei der Erstauflage waren außerdem noch Lehranstalten aus Portugal und Italien (Neapel) involviert. Später dann wieder Portugal, aber auch mal Irland (Dublin) und Venedig (Italien). Schon beim vorherigen Projekt und auch jetzt wieder ist mit der Partnerschule in Gemlik (Region Bursa) die Türkei vertreten.

„Dress to impress: A fashion kiss for peace“ lautet das derzeitige Motto. Das Projekt wurde für drei Jahre bei der EU beantragt und von dieser auch genehmigt, berichtet Conny Frank. Antragstellung, Konzepterarbeitung, Einreichung und regelmäßige Berichterstattung seien sehr viel Arbeit. Aber erfolgreich: „Wir haben 92 von 100 Punkten erreicht“, zeigt sie sich stolz. Die Partnerschulen nehmen bei Bewilligung automatisch teil. Für die Schüler heißt das dann, dass sie für die Reise nichts bezahlen müssen, weil die EU den Austausch finanziert.

Von diesem Auftakt vor eineinhalb Jahren ist Conny Frank vor allem noch die Fashion-Show vor dem Berliner Reichstag in besonderer Erinnerung. Mit viel Aufwand wurde dafür die Genehmigung erreicht. Die Schüler trugen die Friedensaktivitäten in die Hauptstadt, freut sie sich. Denn darum geht es: die Kinder für das Motto Frieden/Peace zu sensibilisieren. Dies geschieht über das Thema Mode, mit dem die 13- bis 16-jährigen Jugendlichen etwas anfangen können.

Nach dem Auftakttreffen im April 2016 in der Oberzent gab es bereits einen Gegenbesuch in Polen. 15 Schüler aus dem Beerfeldener Erasmus-Team, einem festen Bestandteil des Schullebens, reisten im April dieses Jahres nach Polen. Der geplante Gegenbesuch in die Türkei wird leider aufgrund der angespannten politischen Situation ausfallen, bedauert die Lehrerin. Dort war die ganze Schule an der Umsetzung beteiligt. „Wir wollen den Friedensgedanken weitertragen“, erläutert Frank die Motivation.

Das absolute Highlight war in Elblag/Nähe Danzig die Entwicklung einer gemeinsamen länderübergreifenden Fashionshow mit weißen Luftballons und Friedensbotschaften, die zuvor in diversen Workshops vorbereitet wurden. In der riesigen Sporthalle mit transparentem Dachgewölbe entstanden durch musikalische Untermalung eine Stimmung voller Begeisterung und ein fröhliches Miteinander.

In diesem Schuljahr wurde in Beerfelden ein neues Erasmus-Team gebildet, da viele bisher dort aktive Zehntklässler im Sommer die Oberzent-Schule verlassen hatten. Acht- bis Zehntklässler sind nun in ihm vertreten. Für Frank und Özdemir ist es „sehr spannend“, die Jugendlichen über den Modebegriff für die Völkerverständigung zu interessieren. „Wir machen ihnen auch klar, was der Frieden für uns bedeutet“, so die Lehrerin. Gerade in der aktuellen politischen Situation mit viel Unruhe auf der Welt sei das sehr wichtig.

„Es ist toll, dass die Schüler durch das Erasmus-Programm die Möglichkeit haben zu reisen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen“, betont Derya Özdemir. Sie bedauert, dass der Gegenbesuch in der Türkei nicht möglich ist. Eine Schülerreise dorthin werde vom Auswärtigen Amt nicht empfohlen. Deshalb findet der Abschluss in Beerfelden statt. Somit können die türkischen Schüler aus Gemlik leider nicht bei diesem Finale des dreijährigen Projekts dabei sein.

Beide Lehrerinnen freuen sich über die Möglichkeit, über Erasmus die Schüler „für eine gemeinsame Sache begeistern zu können“. Damit lernen die Jugendlichen, „über den eigenen Horizont der Oberzent hinauszuschauen“. Die 13- bis 16-Jährigen werden dadurch weltoffener und toleranter. „Vorurteile werden abgebaut“, betonen Frank und Özdemir. Genau diese Zielsetzung des Projekts habe sich schon oft erfüllt, beobachteten beide.

Straßenumbenennungen bei der Oberzent-Fusion: In Rothenberg wird aus der Hirschhorner die Odenwälder Landstraße

So langsam geht’s in Sachen Fusion in die Vollen. Die letzten Feinheiten gilt es im kommenden Vierteljahr abzuklopfen. Dabei tauchen auch immer mal wieder Dinge auf, die vorher überhaupt nicht auf der Rechnung standen. Fast schon „Normalität“ sind jedoch die Umbenennungen von doppelt vorhandenen Straßennamen, die in allen vier Gemeinden vor sich gehen. Dabei wurden Vorfeld „die Bürger mit ins Boot geholt“, erläutert der Projektleiter Fusion beim Kommunalservice Oberzent (KSO), Christian Kehrer.

Er betont, dass diese Umbenennung notwendig ist, damit Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei, aber auch Paketdienste die richtige Adresse finden. Auf dem Gebiet der künftigen Stadt Oberzent gibt es seinen Worten zufolge „20 doppelte Straßenbezeichnungen, die zu ändern sind“. Als Kriterium fand eine Orientierung an der Anliegerzahl statt. Wer weniger als die Nachbarkommune hat, muss seinen Namen abgeben.

Ausnahme: die Friedhofstraße in Finkenbach. Eigentlich hätten die Kailbacher den Namen hergeben müssen, weil es dort weniger Einwohner gibt. Aber die Anwohner in Finkenbach schlossen sich kurz. Das Ergebnis heißt: Am Finkenberg. Die größte „Maßnahme“ in Rothenberg ist die Umbenennung von Hirschhorner und Odenwaldstraße. Aus beiden zusammen wird eins: die Odenwälder Landstraße.

Wie Kehrer daneben erklärt, werden nicht nur in der Höhengemeinde chaotische Hausnummern-Anordnungen vereinfacht, wenn dies von den Bürgern so gewünscht wurde. Auch in Falken-Gesäß gibt es etliche unklare Zuordnungen, die im Zuge der Fusion logischer aufgebaut werden. Allerdings bleibt in dieser Hinsicht noch viel zu tun, sagt er. Wenn nicht der direkte Hinweis kam, habe man das Thema aufgrund der zahlreichen anderen Aufgaben erst einmal zurückgestellt. Weiterer Punkt waren Stichstraßen, die wie mit „Am Wetterberg“ (bisher Teil der Wetterbergstraße) oder Talblick (bisher Hirschhorner Straße) nun eigene Namen erhalten.

Mit der Postleizahl 64760 (Oberzent) reicht laut Kehrer die neue Straßenbezeichnung zusammen mit Vor- und Zuname ab dem 1. Januar aus, damit die Post Sendungen richtig zuordnen. Allerdings könne auch der Stadtteil mit in die Adresse aufgenommen werden. Dieser hat dann direkt unter dem eigenen Namen an zweiter Stelle zu stehen. „Das schafft die lokale Identität in der neuen Stadt“, hebt er hervor.

Über ein Jahr lang wird dem KSO-Mitarbeiter zufolge die Zustellung auch mit alter Adresse durch die Post garantiert. „Wir haben die Umstellung von vier- auf fünfstellige Postleitzahlen geschafft, also packen wir auch das“, so Kehrer. Von der Verwaltung wurde schon Vorarbeit geleistet, damit die Bürger am 1. Januar nicht bei null anfangen müssen. Vorher, betont er, ist alles noch nicht gültig.

An verschiedene Behörden und Ämter sowie Krankenkassen ging bereits die Infos über neue PLZ und Stadtnamen. „Wir wollen den Einwohnern möglichst viel Arbeit abnehmen“, sagt der KSO-Mann. Und verhindern, dass etwa die Kassen im neuen Jahr mit Post überschwemmt werden. Die Bürger bekommen zeitnah noch eine Checkliste, was alles zu tun ist, kündigt er an.

Als „größtes Problem“ bezeichnet Kehrer die Umstellung der Navigationssysteme. Man sei bereits an die Hersteller herangetreten. „Aber wir haben keine Antwort bekommen.“ Vorrangig will sich der KSO darum kümmern, dass in Google Maps alles richtig eingepflegt wird. An den Rest sei die Veränderung „schwierig zu kommunizieren“.

15.000 Dokumente der künftigen Oberzent-Einwohner gilt es ab dem 1. Januar zu ändern. Dies geschehe bei Perso und Reisepass mittels eines Aufklebers. Angedacht ist Kehrer zufolge, die Bürger nach einer bestimmten Reihenfolge zur Änderung auf die jeweilige Kommune zu bitten, damit nicht alle auf einmal kommen. „Wer aber im Januar in die USA reisen will, sollte frühzeitig mit der Verwaltung Kontakt aufnehme“, empfiehlt er. Beim Fahrzeugschein gibt es eine Übergangsfrist von drei Jahren. „Wer also das Auto bald abmeldet oder wessen Leasingvertrag 2018 endet, muss nichts mehr ändern“, so Kehrer.

Kritik in der Rothenberger Gemeindevertretung: Das Oberzent-Gesundheitskonzept krankt an der Umsetzung

Das Thema „Erstellung von Flächenkonzepten für ein Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) Oberzent“ nutzte in der Gemeindevertretung Claus Weyrauch (WGR) für eine Generalabrechnung mit den bisherigen Bemühungen. Bei seinen Kollegen traf er damit genau ins Schwarze, was das beifällige Klopfen und die Äußerungen bewiesen. Der Beschlussvorschlag wurde deshalb auf Vorschlag von Frank Knecht (CDU/BuLiRo) auch auf einen Satz eingedampft, um sich nicht in seinen Augen gefährliches (Haftungs-)Fahrwasser zu begeben.

„Außer ordnerfüllenden Konzeptansätzen ist noch nicht wirklich viel Greifbares passiert“, kritisierte Weyrauch. Die Provisoriums-Immobilie „Breimer“ sei bis heute nicht bezogen worden, sagte er. Für die Standortfrage müssten weitere Konzepte beauftragt werden. Bis August wurden seinen Worten nach nur etwa 45 Prozent der Landesfördermittel abgerufen. Die Suche nach Investoren, die auch das Vermietungsrisiko übernehmen, war bisher wie auch die nach ansiedlungswilligen Hausärzten erfolglos, beklagte der WGR-Mann.

Der jetzt vorliegende Lösungsansatz ist laut Weyrauch mit finanziellen Risiken behaftet. Denn die Stadt Oberzent gehe damit ins volle Vermietungsrisiko. Der Betrag von zehn Euro, zu dem seitens der Gemeinde angemietet werden solle, liege deutlich über dem Mietspiegel. Damit „droht entweder die Nicht-Vermietbarkeit oder es verbleibt dauerhaft der Differenzbetrag als Belastung für die Kommune“.

Die WGR fordert deshalb nach den Worten des Sprechers weitere Überlegungen für den Entscheidungsprozess. Es müsse ein städteplanerischer Gesamtansatz zum Tragen kommen (Belebung Innenstadt, Auswirkungen auf verbleibende Geschäftslokale, Vermeidung/Reduzierung Leerstände, Verkehrsströme).

Daneben sei noch vor der Standortfrage zu klären, ob die Stadt tatsächlich als Mieter und Vermieter oder vielleicht besser als Eigentümer und Vermieter auftrete, meinte er. Dafür sollte man sich in Bezug auf öffentliche Fördermitteln schlau machen. Mögliches „Private-Sponsoring“ werde nur als Bauherr sinnvoll möglich sein. Natürlich, gestand Weyrauch ein, werde den Mandatsträgern wegen „Wichtigkeit und Brisanz des Themas“ einiges an Risikobereitschaft abverlangt. Doch müsse man das Risiko minimieren „und die Belastung für die Bürger so gering wie möglich halten“.

Bei Frank Knecht rannte die WGR mit dieser Stellungnahme offene Türen ein. Dieser attestierte dem bisherigen Verfahren, „eine so dilettantische Projektentwicklung im Gesundheitswesen selten erlebt zu haben“. Als jemand, „der den Job schon lange macht“, könne er das beurteilen. Knecht hatte sich auch gegen den ursprünglichen Beschlussvorschlag gewandt. „Warum soll ich den Fortgang für toll befinden“, sagte er. Er wolle nicht mittragen, dass durch eine Zustimmung „eventuell finanzielle Risiken für Jahrzehnte geschaffen werden“, meinte er.

Die Ablehnung des Odenwälder Windkraft-Flächennutzungsplans durch das Verwaltungsgericht Darmstadt führte in der Gemeindevertretung zu Nachfragen. Vor allem den Hinterbachern ging es um das sogenannte „harte“ Kriterium eines 1000-Meter-Abstands zur Wohnbebauung. Auch in der Bürgerfragestunde war das Thema schon aufgekommen. Da die Hinterbach als Weiler und nicht als geschlossene Ortschaft firmiert, würden in ihrem Fall die „weicheren“ Kriterien zum Tragen kommen, die eine größere Nähe der Windräder zu den Häusern ermöglichen.

Bürgermeister Hans Heinz Keursten sagte, vor einer genauen Bewertung müsse man das schriftliche Urteil abwarten. Seinem Eindruck nach habe der Richter die 1000 Meter als hartes Kriterium aufgefasst, auch wenn die Klage als Ganzes abgelehnt worden sei. „Wir sollten uns nochmal über die gelben Ortsschilder für die Hinterbach unterhalten“, lautete deshalb der Vorschlag aus dem Gremium. Denn dann wäre das Thema Entfernung sowieso obsolet.

Seine Freude äußerte Bürgermeister Hans Heinz Keursten über den Beitritt des Odenwaldkreises zur Metropolregion Rhein-Neckar. Der ist für 1. Januar 2018 geplant. Das sei auch wichtig, um die beiden Verkehrsverbünde VRN und RMV in der Grenzregion besser zu verzahnen. Über den Kreis soll seinen Worten zufolge eine Stelle für Wirtschaftsförderung geschaffen werden. Diese wäre dann in der Oberzent angesiedelt.

Kinderkulturfestival des Kreises in Beerfelden: Kleine Artisten trafen auf Maler und Schauspieler

Es war toll“, meinte die sechsjährige Abby am Schluss. In dem Urteil wollten ihre Spielkameraden nicht nachstehen. Auch Hannah fand es „super“, was sie beim Kinderkulturfestival in der Alten Turnhalle erlebte. „Klasse“, sagte Liam (8). Drei begeisterte Aussagen von 26 Kids im Alter zwischen sechs und elf Jahren aus dem gesamten Odenwaldkreis, die auf Einladung der Kinder- und Jugendförderung einen aufregenden Tag hatten. So kurzweilig, dass es nach dem Mittagessen die ersten traurigen Nachfragen ob, ob denn der Workshop schon vorbei sei.

Drei Themen hatten die Kinder im Vorfeld zur Auswahl: Artistik, Theater und Kunst. Die Ergebnisse des dritten Workshops ließen sich gleich beim Betreten des Foyers in Augenschein nehmen. Unter der Leitung von Olga Malkovskaja aus Reichelsheim ging es darum, ein Bild von sich selbst zu malen. „Sehr vertieft waren die angehenden Künstler am Werk“, lautete das Fazit. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und wurden von den stolzen Eltern am Nachmittag ausgiebig in Augenschein genommen.

So zufrieden wie die Betreuer waren auch die jungen Teilnehmer selbst. Für ihren Workshop vergaben sie allesamt die Note 1 in der abschließenden Wertung. Als „sehr interessiert und motiviert“ empfand Tanja Hauck von der Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises die Kinder. Beim Artistik-Workshop von Felix Hauke „wollten die gar keine Pause machen“. Und beim Theaterangebot unter der Leitung von Alexander Kaffenberger aus Erbach „waren ständig neue Rollen gefragt“.

Dem siebenjährigen Dominique gefiel es denn auch besonders, Theater spielen gelernt zu haben. „Den Teller auf dem Stock balancieren“ lautete eine weitere Rückmeldung aus Kindermund, was besonders gefiel. Oder generell die Artistik inklusive Bälle jonglieren. Chantal (10) fand einfach alles gut, was am Tag geboten wurde. Dass alle zum Abschluss mit ihren Eltern das Figurentheater „Der Froschkönig“ vom Maren Kaun Theater aus Mannheim anschauen durften, machte den Kids viel Freude.

Fürs nächste Jahr, in dem das Festival dann in Brensbach stattfindet, bekamen die Organisatoren schon haufenweise Anregungen. Dustin (7) würde gerne Fußball spielen. Der neunjährige Fabian wünschte sich einen einen Workshop mit Technikbausätzen. Denn das macht ihm riesigen Spaß. Reiten auf der Wiese, Schwertkampf, Klettern, Spielen, Schwimmen, Baggern, Basketball, Kamera-Bedienung und und und: An Ideen herrschte kein Mangel. Roman (9) möchte gern Kochen und Backen lernen. Die knapp sechsjährige Kassia erntete einen Lacher mit der Aussage, sie würde gern noch einmal zu Mittag essen.

Spielend wurden beim Theater-Workshop fantastische Geschichten und Abenteuer auf die kleine Werkstattbühne gebracht. Dabei standen die eigenen Ideen der Kinder im Mittelpunkt. Vom Sams bis zu Schneewittchen oder Sindbad, von Pinocchio bis zur Prinzessin oder Pippi Langstrumpf durften sich die Kinder in allen Rollen einbringen. Auf der Laufkugel und auf Stelzen wuchsen die kleinen Teilnehmer über sich hinaus. Beim Jonglieren lernten sie Diabolo, Tücher und Bälle kennen.

„Das Konzept wurde 2016 entwickelt“, erläuterte Hauck die Idee hinter der Sache. Die große Resonanz der Erstveranstaltung in Bad König führte dazu, dass es eine Fortführung gab. Die soll es auch im kommenden Jahr unter dem Motto „Freundschaft“ geben, denn die Nachfrage war wieder sehr groß. Nicht nur aus der Oberzent, sondern auch von Bad König, Erbach und Reichelsheim kamen die Kinder nach Beerfelden.

Vorschläge der jungen Teilnehmer wurden gerne aufgegriffen. So etwa der Wunsch, den anderen beim Theater präsentieren zu dürfen, was erarbeitet wurde. Ganz demokratisch wurde darüber abgestimmt, ob das auch alle wollten. Natürlich wollten sie es. Von der elfjährigen Arjeta kam zusätzlich die Anregung, das gelernte Stück auch den Eltern zu präsentieren. Was jetzt fürs kommende Jahr aufgegriffen werden soll. „Wir schauen bei der Auswertung immer, was mit aufgenommen oder verbessert werden kann“, so Hauck.

Info: Die Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises bietet ein breitgefächertes Jahresprogramm an. Mehr unter E-Mail kijufoe@odenwaldkreis.de oder www.odenwaldkreis.de.

Egon Scheuermann macht als Staatsbeauftragter ab dem 1. Januar die neue Stadt Oberzent fit für die Zukunft

Geschichte wiederholt sich doch. Irgendwie. Selbst die Namen der handelnden Personen stimmen teilweise überein. 1971, als aus Unter- und Ober-Sensbach sowie Hebstahl die Gemeinde Sensbachtal wurde, war Heinrich Scheuermann als Hebstahler Gemeindechef mit in die Gebietsreform eingebunden. Er wurde erster ehrenamtlicher Bürgermeister des fusionierten Ortes. 46 Jahre später ist Sohn Egon als Sensbachtaler Rathauschef ab 1. Januar 2018 zuständig dafür, dass die neue Stadt Oberzent den Kinderschuhen entwachsen kann.

„Beauftragter für die vorläufige Wahrnehmung der Aufgaben des Bürgermeisters in der neuen Stadt Oberzent“ ist dann der sperrige Titel des 57-Jährigen, seit zehn Jahren in Sensbachtal am Ruder. Scheuermann feiert mit Amtsübernahme am 1. Januar auf den Tag sein zehntes Dienstjubiläum. Er bekam diesen Posten angetragen, weil er noch bis Ende 2019 gewählt ist und damit die längste verbliebene Amtsdauer aller vier Oberzent-Bürgermeister hat. Stellvertreter, somit Erster Stadtrat, wird der jetzige Bürgermeister von Beerfelden, der 62-jährige Gottfried Görig. Dessen Amtszeit läuft Ende Juni 2018 ab.

Scheuermann und Görig eint, dass sie nicht das Bürgermeister-Amt in der neuen Stadt anstreben wollen. Der neue Chef der fusionierten Gemeinde wird am 29. April 2018 zusammen mit der Stadtverordneten-Versammlung und den Ortsbeiräten gewählt. Die Übergangslösung gilt, bis der neue Bürgermeister ins Amt eingeführt ist. Also etwa bis Jahresmitte.

„Ich will nicht bis 70 Bürgermeister sein“, macht Egon Scheuermann deutlich. Mit diesem Hintergedanken hätte er als neuer Oberzent-Rathauschef nur eine Amtsperiode von sechs Jahren. Was der Sensbachtaler aber als nicht zielführend empfindet. Ein potenzieller Nachfolger müsste dann noch einmal von vorn anfangen.

„Wir gehen mit einer neuen Stadt und neuen Strukturen in die Zukunft, stellen uns komplett neu auf“, beschreibt er die Fusion. Deshalb sollte seiner Meinung nach der neue Amtsinhaber mindestens zwei Wahlperioden am Ruder sein. Damit dieser auch langfristig etwas gestalten kann. So ganz ohne die Kommunalpolitik will Scheuermann aber nicht bleiben. Er kann sich gut vorstellen, als Ortsbeirat für seine bisherigen drei Orte tätig zu sein. „Alles andere lasse ich auf mich zukommen“, schmunzelt er.

Seine Hauptaufgabe als „Staatsbeauftragter“, wie der Job umgangssprachlich genannt wird, liegt im reinen Verwaltungshandeln, erläutert der 57-Jährige. „Gestalten ist da noch nicht angesagt.“ Während sich die Verwaltungen jetzt mit den Straßenumbenennungen beschäftigen, damit im neuen Jahr sowohl die Post richtig ankommt als auch die Häuser von Rettungs- und Paketdiensten gefunden werden können, geht es am Januar in die Vollen.

„Wir müssen mit einer Hauptsatzung handlungsfähig sein“, beschreibt Scheuermann mit die ersten Aktionen des gemeinsamen Magistrats in 2018. Dazu steht die Ausarbeitung von einheitlichen Gebühren und Steuern an. Und natürlich die Vorbereitung des Mammut-Wahltags vom 29. April, an dem neben dem Bürgermeister auch 37 Stadtverordnete und 79 Mitglieder der 13 Ortsbeiräte gewählt werden sollen. „Die Steuerbescheide gehen 2018 einen Monat später raus“, verdeutlicht der Projektleiter Fusion, Christian Kehrer, den hohen organisatorischen Aufwand.

Bevor die Arbeit losgeht, wird aber zuerst einmal um Mitternacht auf die neue Stadt angestoßen. „Das ist ein besonderer Tag“, so Scheuermann. Gleichzeitig ist der jedoch mit etwas Wehmut verbunden, wenn er an die Aufgabe der Sensbachtaler Eigenständigkeit denkt. Doch seine neue Aufgabe sieht er als „spannende Zeit und Herausforderung“ an. Denn in einem halben Jahr müssen die Oberzent-Strukturen aufgebaut sein.

„Ab dem 1. Januar sind wir handlungsfähiger“, betont Kehrer. Dann gilt es die Verwaltung so zu strukturieren, „damit alles reibungslos klappt und die Bevölkerung wenig spürt“. Denn aktuell muss noch jede Gemeinde alles einzeln beschließen. Im ersten Halbjahr 2018 sind dann 57 Stadtverordnete und 18 Magistratsmitglieder dafür zuständig. Denn für die Übergangszeit werden alle Mitglieder der bisherigen Gremien übernommen.

Rund um die Fusion

Zusammenschluss früher und heute: Der Grenzänderungsvertrag Sensbachtal von 1971 hatte vier Seiten (auf Schreibmaschine) mit acht Paragrafen. Das Oberzent-Werk 2017 hat elf Seiten mit 29 Paragrafen. Gemeinsamkeit: Die damit verbundenen Kosten hat damals wie jetzt die jeweilige Kommune zu tragen.

1971 wurde mit dem Unter-Sensbacher Wilhelm Boxberger der dienstälteste Rathauschef Staatsbeauftragter, heute mit Scheuermann der mit der längsten verbliebenen Dienstzeit. Das Amt blieb damals über längere Zeit unter den drei Ortsbürgermeistern. 1975 folgte auf Heinrich Scheuermann der frühere Ober-Sensbacher Bürgermeister Willi Leiß, der später auch erster hauptamtlicher Rathauschef wurde.

Veranstaltung zur Gebietsreform früher und heute mit Innenminister Peter Beuth am 19. Dezember in der Alten Turnhalle Beerfelden.

Gründungsfeier mit Neujahrsempfang Mitte Januar 2018 in der Oberzenthalle Beerfelden.

Die neuen Stadtschilder werden in der ersten Januarwoche angebracht.

15.000 Personalweise und Reisepässe müssen ab dem 1. Januar geändert werden.

Die bisherigen Rathäuser sind weiterhin erste Anlaufstelle mit Bürgerbüros.

Neues Büro von Egon Scheuermann wird das bisherige Dienstzimmer von Gottfried Görig in Beerfelden sein.

Die Amtszeit von Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten, mit seinen 65 Jahren schon quasi Polit-Rentner, endet im Februar 2018. Hessenecks Rathauschef Thomas Ihrig (52) als jüngster des Quartetts hängt im Dezember noch einen Monat an seine reguläre Amtszeit dran. Ihm werden Ambitionen auf den Bürgermeister-Posten in der Stadt Oberzent nachgesagt.

 

Großer Andrang bei der zwölften Zeltkerwe-Auflage in Beerfelden

Strahlende Gesichter beim Kerweverein: Nach etwas gemächlichem Beginn am Freitagabend brummte die Bude an den beiden folgenden Tagen. Am Samstag machte es sich bewährt, dass zuvor die Hand- und Fußballspiele stattfanden und die Aktiven danach im Festzelt in der Stried einliefen. Am Abend gab es kaum noch ein Durchkommen. Erfreut registrierte man auch viele Jugendliche unter den Besuchern. Der Sonntag ist seit jeher eine Bank, wenn die Feuerwehrkapelle mittags aufspielt und es Freibier gibt. Die 25 Frauen und Männer sind schon seit Jahren ein fester Bestandteil.

Schon der morgendliche Gottesdienst mit Pfarrer Roland Bahre war sehr gut besucht. Bei schönem Wetter fand er Open-Air statt. Die Bänke waren dabei alle besetzt. Danach zog es die Feierwilligen aber wieder nach drinnen, dann es wartete das traditionelle Mittagessen auf sie. Zuerst spielte die Kapelle mit ein paar schmissigen Weisen auf, ehe Dirigent Dirk Bondes zur Tat schreiten musste. Er war dieses Jahr herausgedeutet worden, um den Fassbieranstich vorzunehmen.

Unter den kritischen Augen von Andreas Schmucker, dessen Brauerei das Freibierfass gestiftet hatte, sowie dem Vereinsvorstand um Marc Gärtner und Manuel Kaufmann schritt er erst etwas zaghaft zur Tat, schwang dann aber so kräftiger den Hammer, sodass ein gereichtes Glas zu Bruch ging. Der Spott der versammelten Kerweburschen und -mädchen war ihm gewiss. Gärtner hatte zuvor zur zwölften Kerwe im Stried begrüßt.

160 Portionen Kassler aus dem Smoker mit Kartoffelbreit und Sauerkraut fanden im Anschluss als Stammessen einen reißenden Absatz. Wozu sicherlich auch der Nachtisch in Form von Apple Crumble mit Schokomousse beitrug. Wer zu spät kam, musste hungrig bleiben, denn viele lassen am Sonntag die Küche kalt. „Um 14 Uhr ist alles ausverkauft“, so Gärtner. Schon seit dem ersten Jahr der Zeltkerwe wird das Gericht am Sonntag stets von den Vereinsmitgliedern selbst zubereitet.

Renner an den drei Kerwetagen war dieses Jahr aber der Pulled-Pork-Burger. Das Fleisch dampfte im eigenen Smoker zehn Stunden lang vor sich hin. Im speziell dafür entworfenen Brötchen der Bäckerei Schott ging der Burger dann weg wie warme Semmeln. „Über 30 Kilo wurden ruckzuck vertilgt“, freute sich Gärtner.

Einen schönen Zuspruch gab’s bei gutem Wetter für den samstäglichen Kerwebaum-Marsch von der Kirche zur Stried. Viele Gäste schlossen sich gleich an und drängten sich dann ins Zelt. Von 15 Mann wurde das Nadelholz der alten Tradition folgend getragen und am Ziel nur mit Manneskraft (von Unverheirateten) aufgestellt. Den Richtspruch hielt Kerwebub Jochen Neff. Eine Hüpfburg stand für die Kinder bereit. Zum Glück startete der Regen erst, als alle schon im Trockenen saßen und dann ausgelassen feierten.

Die folgende Nacht war für die Helfer aus dem Kerweverein sehr kurz. Denn mit „Stefan und Jey“ konnte bis 3 Uhr nachts getanzt werden. Schlager, Discofox und Popstücke von Andreas Gabalier, Münchner Freiheit oder Pur ließen die Tanzwütigen ein ums andere Mal die Bühne entern. Um 8 Uhr ging’s aber amSonntagmorgen schon weiter, das Zelt musste für den Sonntag vorbereitet werden. Der Nachmittag gehörte dem Volkskunstkreis. Schon ab den Mittagsstunden füllte sich die Kuchentheke durch Spenden beständig, sodass die Mitglieder dann später kräftig auffuhren. Zwischendurch gab es auch ein paar Darbietungen vom Kindertanzring.

Wehe dem, der sich im vergangenen Jahr in Beerfelden etwas zu Schulden kommen ließ. Ina Bottelberger und Sebastian Lang von der Kerweschar nahmen die Verfehlungen ihrer Mitbürger in der Kerweredd treffend aufs Korn. Die Verbrennung des Kerwebobbe „Beerige Berta“ mit Anklängen auf die Oberzent-Fusion leitete das Ende der Kerwe ein.

Losgelegt hatte der Kerweverein bereits am Freitagabend. DJ Timo ließ die 90er Jahre wieder lebendig werden. Aber nicht nur Besucher mit Geburtsjahr in den 90ern, sondern auch etliche jüngere tanzten auf die Klänge der Backstreet Boys, Scooter oder N’Snyc bis 3 Uhr früh ab. „Da wir eine Brauchtumsveranstaltung sind, dürfen auch 14-Jährige schon rein“, freute sich Vereinsvorsitzender Marc Gärtner. Das Zelt war gut gefüllt.

Die zwölfte Auflage der beliebten Beerfelder Zeltkerwe bewies, dass das Konzept des Vereins aufging und man aufs Neue ein breites Publikum erreichte. Laut Gärtner waren ungefähr 75 Helfer im Einsatz. Inzwischen hat der Kerweverein 160 Mitglieder, die sich um Erhaltung, Pflege und Förderung der Beerfelder Kerwe kümmern. Für ihn ist der wachsende Zuspruch der beste Beweis dafür, dass der 2010 gegründete Verein seinen Satzungszweck aufs Beste erfüllt: nämlich Brauchtum und Mundart durch die Ausrichtung am Leben zu erhalten.