125 Jahre Evangelische Kirche Hirschhorn: Ausstellungseröffnung am 27. August im Langbein-Museum

Im Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation feiert auch die Evangelische Kirchengemeinde Hirschhorn das 125-jährige Bestehen ihrer Kirche. Zu diesem Anlass zeigt das Langbein-Museum eine Sonderausstellung: „125 Jahre Evangelische Kirche Hirschhorn“. Diese wird am Sonntag, 27. August, um 17 Uhr eröffnet. Mit Bildmaterial, Dokumenten und Gegenständen wird die Geschichte der Kirche lebendig erzählt. Dazu werden Persönlichkeiten vorgestellt, die eine aktive Rolle in der Geschichte gespielt haben. „Das historische Material ist umfassend und erzählt seine eigene Story“, verspricht Initiator Dr. Ulrich Spiegelberg.

Die Evangelische Kirche ist bis heute unverwechselbarer Teil des Hirschhorner Stadtbildes und eines ihrer Erkennungsmerkmale. Zu ihrer Einweihung am 7. November 1892 reiste eigens der Großherzog an, um dem feierlichen Festgottesdienst beizuwohnen. Es sollte sein einziger Besuch in Hirschhorn bleiben. Relativ früh hielten Luthers Gedanken in Hirschhorn Einzug, als sich die Ritter ab 1526 der Reformation zuwandten, diese auch in ihrem Herrschaftsbereich förderten und durchzusetzen suchten.

Nach einer wechselhaften Geschichte erlosch 1719 die evangelische Gemeinde in Hirschhorn. Für die letzten Gemeindeglieder war die Neckarsteinacher Kirche – zumindest vorübergehend – der nächstgelegene Ort, wo sie noch einen evangelischen Gottesdienst besuchen konnten. Knapp 100 Jahre später, mit dem Übergang nach Hessen im Jahr 1803, kamen wieder die ersten Protestanten ins damals rein katholische Hirschhorn: Es waren vor allem hessische Beamten – Landrat, Landgericht, Forst, Finanzverwaltung, später Polizei, Post, Bahn.

Die kleine evangelische Gemeinde war zunächst nach Neckarsteinach eingemeindet. Doch der Kirchenbesuch in Neckarsteinach war ihnen zu mühsam, so dass bald der Wunsch nach einem Gottesdienst und einer Kirche vor Ort entstand. Im Jahr 1854 ergab sich die Möglichkeit, einen evangelischen Gottesdienst im ehemaligen Rittersaal des Schlosses zu feiern. Hirschhorn wurde sozusagen zur Neckarsteinacher Filiale mit eigenem Pfarrverwalter, bis die Gemeinde, inzwischen auch durch Langenthal verstärkt, so gewachsen war, dass sie sich 1890 als eigenständig etablieren konnte.

Dies war zugleich der Startschuss für ein weiteres großes Vorhaben, den Kirchenbau. Der Bauplatz wurde am 12. Juli 1891 eingeweiht, die Grundsteinlegung fand am 12. August statt. Auf den Tag genau zwei Jahre später wurden Turmkreuz und Hahn aufgesetzt. Der Gesamtbau kostete damals rund 60.000 Mark. Turmuhr und Orgel folgten in weiteren Abschnitten, ebenso das Pfarrhaus. Ab diesem Zeitpunkt verfügte die junge evangelische Gemeinde über alle wichtigen Einrichtungen für ihr kirchliches Leben – bis heute.

Die Sonderausstellung 125 Jahre Evangelische Kirche in Hirschhorn erzählt die Geschichte einer Gemeinde, die heute fester Bestandteil Hirschhorns ist und seine Identität wesentlich mitprägt. Sie zeigt mit altem Bildmaterial so manch neue Perspektiven und lässt nachempfinden, wie es ist, eine eigene Kirchengemeinde zu gründen und ihr eine Kirche zu errichten.

Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) gastiert am 26. und 27. August in Speyer

Das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) gastiert erneut in Speyer. Am Wochenende des 26. und 27. August macht das mit bis zu 3000 Mitwirkenden größte reisende Mittelalter-Kulturfestival der Welt Halt im Domgarten. Auf der weitläufigen Veranstaltungsfläche erleben die Besucher die tollkühnen Recken der Fechtkampfgruppe Fictum, die ihre brachiale Kampfkunst mit Schwertern, Äxten und Morgensternen vorführen, während die Ritter hoch zu Ross ihre Fertigkeiten mit Wurfspieß, Schwert und Lanze demonstrieren. Für die Rittershow wurden die aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannten Stuntreiter von filmpferde.com verpflichtet.

Auf drei Livemusikbühnen präsentiert das MPS führende Bands der Mittelalter- und Folkszene: Saltatio Mortis, Versengold, Cultus Ferox, Cuélebre, MacCabe & Kanaka, Cesair, Nachtgeschrei, Rapalje, Saor Patrol und die Cobblestones. Für die jüngsten Gäste treten an der Kinderbühne der Zauberer Orlando von Godenhaven und der Kiepenkasper auf. Beliebt bei Jung und Alt ist auch der Falkner Achim mit seiner Greifvogelshow, der Medicus Dr. Bombastus mit seinem Gehilfen Leonardo, der Barrenkai, der Kraftjongleur Bagatelli, „Der Tod“ und der Bettler „Hässlicher Hans“.

Alle Gäste sind dazu eingeladen, in Gewandungen gleich welcher Epoche zu erscheinen. Einmal an jedem Tag werden die drei bestgewandeten Besucher vom anwesenden Publikum gekürt und von Bruder Rectus mit Gold überschüttet. Tausende Sitzplätze unter Sonnensegeln und an den Bühnen und Arenen laden zum Rasten und Entspannen ein. Zahlreiche Tavernen, Kaffeestände und Garküchen sorgen dafür, dass niemand hungern und dürsten muss. Der Sonntag ist Familientag – alle Gäste unter 16 Jahren und ab 66 Jahren zahlen keinen Eintritt. Öffnungszeiten sind: Samstag von 11 bis 24 Uhr, Sonntag von 11 bis 19.30 Uhr. Spielpläne und weitere Infos auf www.spectaculum.de

 

MPS – Mittelalterlich Phantasie Spectaculum

– Seit 1994 unterwegs

– Tour durch 21 Spielorte

– bis zu 3000 Mitwirkende, mehr als 2500 Tonnen Ausrüstung

– drei große Musikbühnen, Kinderbühne, Gaukler, Zauberer, Stelzentheater

– mehrmals täglich Ritterturniere auf zwei Kampfplätzen

– die angesagtesten Bands der Mittelalter- und Folkszene

– Bruchenballturnier

– Workshops: Tanzen, Dudelsack, Drehleier

 

 

Sommerkonzert der Kunstpflege Hirschhorn mit lateinamerikanischer Musik von Palito Aché

Lateinamerikanische Rhythmen am Neckar: Da muss doch Sommerfeeling aufkommen. Am Samstag, 19. August, findet um 19 Uhr das nächste Konzert der Kunstpflege Hirschhorn statt. Nach längerer Zeit sind wieder Musiker der Gruppe „Palito Aché“ zu Gast. Das Konzert steigt diesmal nicht wie gewohnt im Langenthaler Atelier von Enno Folkerts, sondern im Garten von Vereinsmitglied Jens Hafner in Ersheim, Brentanostraße 8 (direkt hinter der Neckartalschule).

Wer die Musik von Lorenzo Guillén (Gitarre Gesang), Neophytos Stephanou (Bass/Gesang) und Pablo Pellecer (Percussion) hört, kann den rhythmischen Wurzeln der lateinamerikanischen Kultur nachspüren. Die schiere Lebensfreude, welche diese Musik sogar in ruhigen Stücken zum Ausdruck bringt, animiert dazu, sich in Bewegung zu setzen, zu tanzen oder wenigstens mit den Füßen zu wippen.

Bei solchen Rhythmen an einem Sommerabend kann sich mit ein wenig Phantasie das Neckarufer in einen karibischen Strand verwandeln. Und man hat noch den Vorteil, dass man hier keine unliebsamen Begegnungen mit Schlangen, Skorpionen oder Haien zu befürchten braucht. Der Eintritt ist wie immer frei. Es geht der Hut für die Musiker herum.

Hirschwirts Sommerfest am 6. August in Rothenberg mit Taufe des XXL-Smokers

ANZEIGE – ANZEIGE- ANZEIGE – ANZEIGE – ANZEIGE- ANZEIGE:

„Hirschwirts Sommerfest“ mit der Taufe des XXL-Smokers findet am Sonntag, 6. August, beim Hotel-Restaurant Hirsch in Rothenberg statt. Die Gäste können von 12 bis 19 Uhr ihren Gaumen mit „rauchigen“ BBQ-Spezialitäten verwöhnen. Zu probieren gibt es verschiedene Leckereien wie Pulled Pork & Beef, Lachs aus dem Holzschiffchen mit Zitronenpfeffer, Holzfällersteaks, flambierte Champignons mit hausgemachter Aioli oder Chipotle Mayonnaise und vieles mehr. Das Catering erfolgt aus dem XXL-Smoker. Der lässt sich auch für die nächste Feier gleich vor Ort buchen. Weitere Infos unter http://www.hirsch-hotel.de oder Telefon 06275 91300.

ANZEIGE – ANZEIGE- ANZEIGE – ANZEIGE – ANZEIGE- ANZEIGE -ANZEIGE – ANZEIGE- ANZEIGE

Beste Stimmung und Unterhaltung sind bei der Ersheimer Kerwe garantiert

Wenn die DLRG zur Ersheimer Kerwe ruft, dann ist Hochbetrieb. Denn beste Stimmung und Unterhaltung sind garantiert. Dazu stimmte bis Montagabend auch fast immer das Wetter. Die schwülwarme Luft ließ aber und zu ein paar (viele) Tropfen auf den Boden fallen. Ein Großteil des Geländes ist sowieso überdacht. So können die Gäste im Trockenen ungestört weiterfeiern, sollte einmal der Himmel seine Pforten öffnen.

DLRG-Vorsitzender Thomas Uhrig zeigte sich sehr erfreut darüber, „dass die traditionelle Kerwe so gut von der Bevölkerung angenommen wird“. Den Fassanstich zur Eröffnung am Samstagabend nahm Bürgermeister Oliver Berthold vor. Mit zwei gezielten Schlägen war der Hahn im Fass und der Gerstensaft konnte aus dem 30-Liter-Fass fließen. Danach konnten die Besucher im Biergarten die nette Atmosphäre, das DLRG-Stammessen vom Buchenholzgrill und die Gastfreundschaft der Helfer genießen.

Uhrig dankte für die breite Unterstützung bei der Kerwe-Durchführung. An den drei Tagen seien zwischen 60 und 70 Helfer im Einsatz, darunter auch die „Mallorca-Unterbrecher“, die sich einen Abstecher nach Hirschhorn nicht nehmen ließen. Seit weit über 20 Jahren wirkt die DLRG an der Organisation mit, erst als Mitveranstalter, dann ab 1998 in Alleinregie. Die genauen Anfänge der Kerwe hätten sich bisher noch nicht rekonstruieren lassen, so Uhrig.

Neben den Firmen und Betrieben, die traditionell montags zum Mittagessen vorbeikommen, gibt es auch andere Organisationen, die übers Wochenende gerne einen Abstecher machen – etwa die Feuerwehren. „Man besucht sich gegenseitig“, machte Uhrig die Verbundenheit deutlich. Dutzende Helfer tragen dazu bei, dass bei keinem so schnell Hunger oder Durst aufkommen muss.

Für die kleinen Gäste gab es am Sonntag und Montag einen vielseitigen und kostenlosen Themenpark. Neben einem Bastelzelt wurde auch Kinder-Schminken angeboten. Am Nachmittag stand das Mehrzweckrettungsboot für Rundfahrten auf dem Neckar zur Verfügung. Das wurde wie jedes Jahr sehr gut angenommen. Neben dem Stammessen (Gyros, Spießbraten, halbes Hähnchen mit Pommes) gab es eine reichhaltige Auswahl an Speisen und Getränken.

Eine eigene Postleitzahl für 25 Bürger: Unter-Hainbrunn behält die Rothenberger 64757

Wird es die Postleitzahl 64757 für Gesamt-Rothenberg nach der Oberzent-Fusion nicht mehr geben? Die Antwort klingt ein wenig wie Radio Eriwan: „Im Prinzip ja, aber.“ Denn für Ober-Hainbrunn, das ja zu Rothenberg im Odenwaldkreis gehört, gilt wie für alle anderen Ortsteile ab dem 1. Januar 2018 die neue PLZ 64760. Doch die 64757 überlebt, wenn auch in kleinem Rahmen: im direkt angrenzenden Unter-Hainbrunn, das zum benachbarten Hirschhorn und damit zum Kreis Bergstraße gehört. Es war bisher postalisch und telefonisch dem „Ober“-Nachbarn angeschlossen.

Damit dürfte der aus drei Höfen und sechs Häusern bestehende Stadtteil, der kleinste der „Perle des Neckartals“, wohl auch der kleinste Ort in Deutschland mit eigener Postleitzahl sein. Zumindest ist Unter-Hainbrunn das kleinste Dorf Hessens. Denn es leben gerade mal 25 Leute hier. Wie Hirschhorns Bürgermeister Oliver Berthold sagte, sei er im Rahmen seiner Stadtteilgespräche darauf angesprochen worden, was denn mit PLZ und Telefonvorwahl in Unter-Hainbrunn passiere, wenn das benachbarte Ober-Hainbrunn in der Oberzent-Stadt aufgehe.

Nach Abklärung mit Fusions-Projektleiter Christian Kehrer stellte sich heraus, dass alles beim Alten bleiben kann. Telekom und Post äußerten sich laut Berthold positiv zur Beibehaltung. Neben der Postleitzahl besteht auch die Telefonvorwahl 06275 weiter, die ebenso an den Hauptort Rothenberg angegliedert ist. Diese wird aber dort ebenso weiter bestehen. Der Nachbarort Finkenbach wiederum hat die Beerfeldener 06068.

„Hirschhorn bleibt damit eine Stadt mit drei PLZ und drei Telefonvorwahlen“, meinte Berthold schmunzelnd. Denn der Stadtteil Igelsbach ist in beiden Punkten dem badischen Eberbach mit der 69412 und der 06271 angegliedert, während sich die Kernstadt wiederum beides mit dem badischen Heddesbach teilt (69434 und 06272). Was mitunter zu einigen Verwirrungen führt.

Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten zeigte sich überrascht vom Postleitzahlen-Alleingang des kleinen Odenwälder Nachbar-Dorfs. „Ich dachte, es wird mit der 64760 die gleiche wie bei der Oberzent-Stadt sein“, meinte er. Das Kuriosum erhält einen kleinen Beigeschmack dadurch, dass es im Höhendorf und auch in Beerfelden im Vorfeld der Fusionsgespräche immer wieder Anfragen gegeben hatte, ob man nicht für alle vier Orte die alten PLZ beibehalten könne. Mit Blick auf den gewünschten Neustart war aber eine neue, einheitliche Postkennung festgeschrieben worden.

Der früheste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis belegt das Bestehen des Ortes Himbrunne seit dem Jahr 1390. Die Namensform Undernheimbronn ist seit 1560 nachgewiesen. Andere Namen sind Hunbrunne, Hunbrunn, Hunebronne, Hunbrune und Himbrun. Die Siedlung wurde auch als Haimbronner Höfe bezeichnet und gehörte zum Amt Hirschhorn, das 1803 infolge des Reichsdeputationshauptschlusses von Kurmainz zu Hessen kam. In der Statistik des Großherzogtums Hessen wird der Ort 1863 als Höfe von Hirschhorn mit acht Häusern und 53 Einwohnern geführt.

Auf die DLRG kann man immer bauen: Hirschhorner Ortsgruppe feierte das 40-jährige Bestehen

Ohne das Ehrenamt geht nichts: Deshalb stand die Würdigung der freiwilligen Leistungen im Dienste der Mitmenschen auch bei den Reden zum 40. Jubiläum der DLRG-Ortsgruppe Hirschhorn im Mittelpunkt, das im Rahmen des Ersheimer Kerwe am Gebäude der Bereitschaft gefeiert wurde. Vorsitzender Thomas Uhrig nutzte die Gelegenheit, einen Blick zurück auf vier Jahrzehnte lebensrettender Tätigkeit im hessischen Neckartal zu werfen.

1977 wurde die Ortsgruppe in der Mark-Twain-Stube des damaligen Hirschhorner Bürgerhauses gegründet. Ein Jahr später konnte man durch die Unterstützung der Volksbank bereits das erste Einsatzfahrzeug anschaffen. Während all der Zeit wurde immer ein Schwerpunkt auf die Fortbildung gelegt, betonte Uhrig. Fünf Jahre nach Gründung dann ein Meilenstein: Die DLRG-Station in der Ersheimer Straße wurde eingeweiht.

1992 gründete man zusammen mit dem DRK eine Sanitätsgruppe, 1993 waren die Lebensretter auf dem Wasser selbst betroffen vom Jahrhunderthochwasser des Neckars, das die eigenen Räume 30 Zentimeter hoch überflutete. 1997 wurde laut Uhrig ein Taucheinsatzfahrzeug angeschafft. Und dann in Hirschhorn das erste Hochwasserboot fürs hessische Neckartal stationiert.

2002 war die DLRG mit der Gründung einer First Responder Gruppe als Unterstützung des DRK Vorreiter in diesem Bereich. 2004 gab’s die Hochwassermedaille des Landes. Seit 2013 ist Hirschhorn mit Thomas Uhrig im Kreisvorstand vertreten. Seit 2016 ist er auch organisatorischer Leiter Rettungsdienst im hessischen Neckartal. In diesem Jahr ging man die Renovierung des vor 35 Jahren gebauten Vereinsheims an.

75 Kinder seien derzeit in der Schwimmausbildung im Eberbacher Schwimmbad, weshalb sich die DLRG stark für dessen Erhalt einsetze, sagte der Vorsitzende. Er zeigte sich stolz über die Jugendgruppe. Jugendarbeit generell bezeichnete er als „sehr wichtig“. Man strebe an, in diesem Bereich immer auf dem aktuellen Stand zu sein.

Harald Blum, der vor 40 Jahren die Ortsgruppe mitgründete und zwischenzeitlich als DLRG-Vorsitzender auf Landesebene gewirkt hatte (jetzt ist er Ehrenpräsident), wies auf den Verein als „größte freiwillige Wasserrettungsgesellschaft der Welt“ hin. Von 1950 bis 2015 wurden seinen Worten zufolge 22 Millionen Schwimmprüfungen abgenommen. Den Bau der Station bezeichnete er als sehr wichtig für den Fortbestand der Ortsgruppe. Er forderte mehr Wertschätzung für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer. Diese seien auch ins kulturelle Leben einer Stadt eingebunden.

Der Vorsitzende des Bergsträßer Kreisverbands, Matthias Denner, wies auf die nicht alltägliche First-Responder-Arbeit hin. Die Vereinsmitglieder opferten viel Zeit für ihre Mitmenschen, betonte er. Mit der Berufung Blums in den Landesvorstand wurden die Hirschhorner Fähigkeiten auch überregional anerkannt, freute er sich.

„Es ist bemerkenswert, was hier aufgebaut wurde“, sagte Bürgermeister Oliver Berthold. Er zeigte sich beindruckend vom Geleisteten. „Nur wenige kennen das vielfältige Aufgabenspektrum“, meinte er. Er würdigte die Arbeit der Verantwortlichen vor Ort als immer verlässliche Partner, die sich um unkomplizierte Lösungen bemühten. „Man kann auf die die DLRG bauen“, so Berthold.

Das kann nicht nur die Stadt, das können auch die Bürger, wie sich direkt im Anschluss zeigte. Kaum war die Feierstunde vorbei, brach plötzlich Hektik aus. Schnell sprangen ein paar Helfer in zwei Fahrzeuge, um mit Blaulicht nach Neckarhausen zu düsen. Dort war ein Traktor von der dortigen Fähre in den Neckar gestürzt. Zum Glück ohne Folgen für die Fahrerin, die nur nass wurde. Das Gefährt aber versank in den Fluten.