Der Sound schallt über Wald und See

Zelte über Zelte säumen die Wiesen oberhalb des Marbach-Stausees. Selbst Freitagnacht um 11 trudeln noch ein paar Besucher beim „Sound of the Forest“ ein, ausgestattet entweder rudimentär mit Schlafsack und Isomatte, oder etwas komfortabler mit Sackkarren und komplettem Hausstaat inklusive Getränkevorrat, der nach normalen Maßstäben eine Woche reichen dürfte. Sie alles wollen eines: feiern bis zum Abwinken. Schließlich gilt es ein Jahr nachzuholen, weil im vergangenen Jahr das Festival wegen Waldbrandgefahr abgesagt werden musste.

Mit 5000 Gästen rechnen die Veranstalter übers Wochenende. Die dürften bereits am Freitagabend alla da gewesen sein. Zwischen den Zelten war kein Millimeter mehr Platz. Aber akribisch wird die Markierung mit Flatterbändern eingehalten, die die Wege freihalten sollen. Was aber nichts daran ändert, dass beim Auftritt von „Amber Run“ die Strecke zur Waldbühne völlig verstopft ist. Kein Durchkommen mehr heißt es für die, die sich zu spät auf den (engen) Weg gemacht haben.

Die britische Indie-Rock-Band um Joshua „Joe“ Keogh, Tom Sperring und Henry Wyeth hat die neue Scheibe „For the moment, I was lost“ im Gepäck. Die leicht psychedelisch angehaucht, fließende, vor sich hin plätschernde Gute-Laune-Musik passt perfekt ins Ambiente des Marbachstausees und der umliegenden Wälder.

„Vom Alltag abschalten, barfuß rumlaufen, gechillte Atmosphäre, vier Tage die Seele baumeln lassen“: Die Antworten, warum Gäste das Festival im Auen-Odenwald besuchen, sind alle ähnlich. Die Zeit scheint stillzustehen hier im Nirgendwo, abseits der großen Städte. Das wissen sie alle zu schätzen, die aus den Großstädten ganz Deutschlands und der angrenzenden europäischen Länder in diese idyllische Region anreisen. Beim Alter ist die Grenze ziemlich deutlich. Alle Ü30 dürften sich wie Aliens gefühlt haben, es ist eine große Party der Jüngeren.

Auch wenn es an der Waldbühne zum Konzert knallevoll ist, so bleiben doch genug bei ihren Zelten und feiern in kleinerem oder größerem Kreis. „Country Roads“ macht als Parallelsong die Runde, wobei selbst die eingefleischten Hobby-Sänger wohl ehrlicherweise zugeben müssen, dass die Jungs oben auf der Bühne besser singen. Der Stuhlkreis Marke Camping feiert fröhliche Auferstehung, die Gitarre wird ausgepackt zu einer gekühlten Dose mit Inhalt je nach Geschmack.

Die Musik weiter oben ist manchmal nur die schönste Nebensache an einem Wochenende, bei dem es um nichts weniger geht als – Nichts(tun). Dass tagsüber der weiter unten liegende See frequentiert wird, machen diverse Fortbewegungsmittel deutlich: das fette Schlauchboot, die einfache Luftmatratze, aber auch das De-Luxe-Modell Marke Einhorn. Der See dient auch für andere Zwecke: sich selbst und Handtücher waschen, die dann dekorativ die Zelte verzieren.

Apropos Zelte: Der Unterschiedlichkeit sind keine Grenzen gesetzt. Die klassische Einzelunterkunft mit Stangen, die sich schon beim Anschauen verbiegen, bis zum fünf auf fünf Meter Profizelt, das keine Wünsche offenlässt – und dann womöglich noch mit Abdeckung Typ alter VW-Bulli: ein Fest für die Augen. Wie auch die Illumination an der Seebühne, wo es abwechselnd Programm gibt – oder einfach nur ein paar Beats für zu hören sind, denen mal nicht der Sinn nach lauter Beschallung steht.

Am Merch-Stand hängen derweilen Erinnerungen: etwa ein Plakat von 2009, als der Sound of the Forest nur zwei Tage dauert und die Zahl der Bands deutlich geringer war. Damals wie heute dabei: „Dr. Woggle and the Radio“. Die K-Rings sind eine schöne Erinnerung an vergangene Zeiten. „Von wegen Lisbeth“ ist dagegen hier, heute und heftig angesagt, wie der späte nächtliche Run hoch zur Waldbühne beweist.

Info: Das Festival dauert noch bis Sonntagabend, mehr unter http://www.sound-of-the-forest.de

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Beim Ritterfest geht’s in Hirschhorn zurück ins Mittelalter

Die Neckarstadt steht am Samstag, 31. August, und Sonntag, 1. September, bereits zum 43. Mal ganz im Zeichen der Historie. Die Hirschhorner Ritter übernehmen das Regiment über die Stadt und laden zum Ritterfest ein. Zwei Tage lang heißt es rund um den Chateau-Landon- und Freien Platz am Rathaus „Hirschhorn lebt im Mittelalter“. Beginn ist an beiden Tagen um 11 Uhr. Das Fest startet auf dem Rathausvorplatz mit der offiziellen Markteröffnung durch die Hirschhorner Ritter und dem Böllerschuss.

Die bekannte Rittergruppe Fictum kommt auch 2019 gerne wieder an den Neckar. Die tapferen Recken aus Tschechien verstehen sich vortrefflich auf den Schaukampf in Rüstung mit historischen Waffen. Dabei außerdem: Nikodemaus, Kampfhus, Fabian le Corbeau, Fictum, Musica Canora und Irregang. Abends findet die große Feuershow mit „Chapeau Claque Rouge“ statt.

Die vier Musiker von Musica Canora haben mit ihren gotischen Dudelsäcken, Saiteninstrumenten, allerlei Pfeifen und Trommeln sofort die ungeteilte Aufmerksamkeit der Mittelalterfans. Beim abendlichen Tavernenspiel mit feurigem Spektakel erleben die Besucher noch einmal alle Akteure zusammen. Die jeweiligen Auftrittszeiten und -orte sind im Ritterfestflyer und auf der Homepage ersichtlich.

Ein Markenzeichen des Ritterfests ist immer das riesige Handwerkerdorf mit unzähligen Mitwirkenden, wo man das alte Brauchtum aus vergangenen Jahrhunderten live erleben kann. Dort lässt sich den zahlreichen Künstlern über die Schulter schauen und so manches über die alten Handwerke erfahren. Zu bestaunen sind beispielsweise Bogenbauer, Scherenschleifer, Quacksalber, Brillenmacher, Papierschöpfer, historische Färberei und vieles mehr.

In der Buchdruckerei von meint man, Guttenberg und Kessler stehen persönlich in der Werkstatt, verkörpert von Dieter Steiner. Auch einen Fellgerber kann man bei der Ausübung seines Handwerks beobachten und die von ihm gefertigten Produkte wie Hausschuhe, Westen oder Felle direkt erwerben. Die Glasmalerei ist eine traditionelle handwerkliche Technik mit einer über tausendjährigen Geschichte. Demonstriert wird sie von Martina Mechler-Flachs aus Eberbach.

Ausschließlich mit alten originalgetreuen Werkzeugen wird in der Goldschmiedewerkstatt gearbeitet. Gelötet wird auf Holzkohlenglut mit Mundblasrohr. Ein Meister seines Handwerks ist der Korbflechter. Er bietet seine handgeflochtenen Körbe feil, zeigt ihre Entstehung und bringt den Kindern das Korbflechten bei.

Auch das von vielen vergessene alte archaische Handwerk des Mollenhauers wird dargestellt. Dieser Ausdruck bezeichnet den Beruf, bei dem hölzerne Sautröge komplett aus einem Pappel-Baumstamm gearbeitet werden. Klangvoll wird’s woanders: Seit über zehn Jahren baut Drehleierbauer Fritz Hirsch Instrumente. Er hat sich ganz dem Holz gewidmet, dem die Töne des Mittelalters entlockt werden.

Der Silber- und Bronzeschmied zeigt altes Handwerk mit Vorführungen. Man findet von ihm selbst gefertigte Armspangen, Gewandfibeln, Halsreife und Ringe sowie Amulette und Ohrhänger. Ein Wetterfahnenmacher berichtet über seine Arbeit und fertigt individuelle Einzelstücke von unvergänglichem Wert. Die Liebe zum Bogenbau in der Familie Siebert begann mit Großvater Adolf, der bereits 1948 mit dem Handwerk in der damaligen Wagnerei begann.

Martin und Petra Bauer stellen den Beruf des Flachsbauers und -webers dar. Sie zeigen die Entstehung des Leinenstoffes von der grünen Flachspflanze bis zum fertigen Stoff. Eine 1000 Jahre alte Handwerkskunst lässt Johannes Ulrich Brenner wieder lebendig werden: die Drechselkunst. Auf einer nachgebauten Wippdrechselbank erlebt man eine Demonstration alten Handwerks, bei der man das Entstehen eines Werkstückes vom rohen Klotz bis zum fertigen Gegenstand mit verfolgen kann. Sogar Kinder können unter fachkundiger Anleitung auf Zugbank und Kinderdrechselbank selbst Hand und Fuß anlegen und sich ihr eigenes Hölzlein erarbeiten.

Allerlei Händler preisen ihre Waren an. Die weiblichen Besucher erfreuen sich an Kränzen aus Getreide und Blumen, mittelalterlichen Gewändern, Taschen, Tüchern, individuellem Schmuck, Kopfschmuck, edlen Steinen, Seifen, Körperölen und Düften, während die Herren sich für Zinnfiguren, Fahnen, Schwerter, Äxte, Rüstungsteile und Helme interessieren. Auch allerhand Nahrhaftes wie Honig, Konfitüren, Marmeladen und Gelees, Gewürze, Kerniges aus der Räucherkammer und Flüssiges vom Metbrauer, Kräuterweine, Frucht- und Sahneliköre werden feilgeboten.

 

Info: 43. Hirschhorner Ritterfest am Samstag, 31. August, und Sonntag, 1. September, jeweils ab 11 Uhr. Der ganztägige „Wegezoll“ beträgt 7 Euro, für das Zweitagesticket 10 Euro. Kinder unter „Schwertmaß“ haben freien Durchlass. Der Eintritt für Gewandete beträgt 4/6 Euro. Weiteres unter http://www.hirschhorner-ritter.de

800 Stunden am alten Schulhaus gewerkelt

Auf stolze 800 ehrenamtliche Stunden haben es die Hainbrunner bisher beim Umbau des alten Schulhauses gebracht, rechnete Ortsvorsteher Stefan Hofmann nach. Er gab auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung einen Sachstandsbericht. Denn das Gebäude soll in spe der Ortsbevölkerung als Versammlungsort dienen. Am 14. September ist im Rahmen des Odenwaldkreis-Freiwilligentages die Einweihung plus Helferfest geplant.

Bis auf Fliesen und Verputz wurde alles in Eigenregie erledigt, zeigt sich Hofmann stolz über die handwerklichen Fähigkeiten der Bürger. Decken, Böden und Leitungen wurden erneuert, die blinden Fenster geputzt. Vor kurzem kam die Küche rein, jetzt fehlen nur noch Abschlussarbeiten wie etwa die Schließtür oder die Bestuhlung. Vor fast genau einem Jahr, auch am Freiwilligentag, hatten die Ehrenamtlichen das erste Mal in die Hände gespuckt.

Zur Straßenerneuerung gab es für Hofmann nicht viel zu berichten. Denn die meisten Maßnahmen laufen über die Flurbereinigung und sind ein wenig ins Stocken geraten. Mitte August soll bei der Stadt Oberzent, auf deren Gemarkung um die zehn Projekte anhängig sind, ein Behördengespräch stattfinden, von dem man sich dann weitere Infos über den Fortgang erhofft.

Die Raserei in der Ortsdurchfahrt ist laut Hofmanns Beobachtung etwas zurückgegangen. Denn Messungen des Stadtpolizisten hatten im Frühjahr ergeben, dass in Ober-Hainbrunn besonders gerne schnell gefahren wurde. Der Ortsvorsteher führt die ausbremsten Raser auch darauf zurück, dass vermehrt auf der Durchgangsstraße links und rechts geparkt wird, was automatisch den Verkehr verlangsamt. Die Überlegung im Ortsbeirat geht dahin, „offizielle“ Parkplätze in der Neckarstraße auszuweisen, was aber noch der Abstimmung bedarf. „Das Ordnungsamt ist dran“, weiß Hofmann.

Der Spielplatz an der Sporthalle bekam durch den Bauhof eine Auffrischung, teilte Hofmann darüber hinaus dem Gremium und den Bürgern mit. „Der ist jetzt schön geworden und macht was her.“ Rutsche, Schaukel, Karussell und Federwippe wurden erneuert, der Fallschutz darunter mit feinkörnigem Kies neu angelegt. Ein Spielgerät wird noch dazukommen. Auch Bänke und Tische erstrahlen in neuem Glanz. Schaukel und Rutsche sind außerdem kleinkindgerecht aufgebaut.

Mit seinem Budget von 1322 Euro will der Ortsbeirat etwas Praktisches anschaffen, informierte der Ortsvorsteher. Zwei reflektierende „Street-Buddys“ sollen dabei helfen, die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer im Ort zu senken. Zwei Waldsofas, geschwungene Liegen, will man am Kinderspielplatz und am Panoramawag platzieren, damit es sich Gäste dort gemütlich machen können.

Für den Freiwilligentag planen die Ortsbürger wieder einige Aktionen. Der wiederaufgebaute „Hain-Brunnen“ an der Einmündung von Himmelreichweg und Neckarstraße ist 20 Jahre alt und müsste etwas aufgefrischt werden. Diesen will man ebenso angehen wie auch die Bereiche um die Brücke ins Badische, den Sportplatz und den Bereich Hommerich, wo Mähaktionen vorgesehen sind.

„Palito Aché“ bringt Latin an den Neckar

Weil es vor zwei Jahren so schön war, bietet die Kunstpflege Hirschhorn am Sonntag, 28. Juli, um 17 Uhr beim Sommerfest im Garten des Ateliers von Jens Hafner wieder Latinmusik. Pablo Pellecer Flores und Marcos Gutierrez von „Palito Aché“ spielen in der Brentanostraße 8, Hirschhorn, auf. Palito Aché ist bekannt dafür, dem Erbe der kubanischen Musikkultur gerecht zu werden und nicht nur eine Partyband zu sein. Die Gruppe versteht sich gerne als ein Ausdruck dieser Vielfältigkeit.

Das musikalische Fundament der kubanischen Musik sind die Wurzeln, die tief im kulturellen und religiösen Leben des Landes verwurzelt sind. Vermischt wurden diese Klänge mit der Musik der spanischen Kolonialherren. Ess entstanden verschiedene populäre Stilarten kubanischer Folkloremusik wie Yambu, Columbia, Guaguanco, Sucu-Sucu oder Changüí. Weitere aktuelle Stile sind Son, Songo, Timba, Salsa oder Merengue. Es darf also getanzt werden.

Bombshells heizen beim Rock im Klosterhof ein

Der Rock im Klosterhof gehört einfach dazu. Er ist schon seit langen Jahren aus dem städtischen Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken, bringt all jene wieder zusammen, die sich das ganze Jahr über kaum über den Weg laufen. Der Termin im altehrwürdigen Innenhof des Karmeliterklosters über der Stadt ist gesetzt. Dieses Jahr unterhielten dort bei der inzwischen 27. Auflage „Traffic Jam“ und die „Bombshells“.

Wenn die Katholische Kirchenmusik als Veranstalter ruft, kommen sie alle. Musik wird dann manchmal fast zur Nebensache, wenn einem der lange nicht mehr gesehene Bekannte über den Weg läuft und man sich über das austauscht, was in der Neckarstadt gerade passiert. Doch der Klosterrock ist beleibe nicht nur auf die Hirschhorner beschränkt, auch viele Auswärtige finden an diesem Abend den Weg dorthin.

Zu Beginn bleiben doch einige Plätze auf der Tanzfläche frei, trauten sich die meisten noch nicht so recht. Vielleicht könnten es auch ein paar Besucher weniger als die vergangenen Jahre gewesen sein. Die kamen aber im Laufe des Abends so richtig in Fahrt. Spätestens im zweiten Set der fünfköpfigen Bombshells aus der Landauer und Mannheimer Ecke geht die Post ab. Kein Wunder, rockt die Band dann so richtig los, dass die Klostermauern beben.

Sängerin Dani hat eindeutig das Heft in der Hand. „Rhythm of the Night“ von Corona oder „Walking on Sunshine“ von Katrina and the Waves sind mit Queens „The show must go on“ oder einem Mischmasch aus „Let it be“ und „No Woman, no cry“ die beste Melange für einen unterhaltsamen Abend.

Die Fanfaren aus Europes „Finale Countdown“ bilden den passenden Auftakt nach der Pause und wirken wie ein Weckruf die müden Beine. Denn das Publikum ist bunt gemischt. Viele sind dabei, die beim ersten Klosterrock noch gar nicht auf der Welt waren, aber bestimmt genauso viele, die schon im Erwachsenenalter die erste Veranstaltung vor 26 Jahren mitmachten.

„We built this City“ von Starship bedient dann eher letzteres Klientel, während „Shut up and dance“ jüngeren Datums ist, aber genauso die etwas angegrauteren Tänzer zu begeistern weiß. Müde werden sie alle nicht, denn die Nacht ist noch jung und innerhalb der Klostermauern sehr angenehm. Die Balustrade ist zuerst stärker bevölkert, weil etwas frischer, aber nach und nach füllt sich später auch der Schlosshof, als die Temperaturen fallen. Bis weit nach Mitternacht geht die Post ab.

Erst 2021 geht’s auf dem Schloss wieder los

Schlossbesucher müssen sich noch eineinhalb Jahre gedulden. Nach Mitteilung des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen soll der Hotel- und Gaststättenbetrieb auf Schloss Hirschhorn erst zum Jahresbeginn 2021 wieder starten. Bis dahin soll das Areal trotz der Bauzeit für die Öffentlichkeit so weit möglich erreichbar bleiben. Deshalb steht für Ausflugsgäste auch ein Food-Truck bereit, der von der Pizzeria „Bei Peppe“ betrieben wird. Er ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils ab 11 Uhr geöffnet.

Im Inneren von Schloss Hirschhorn haben die Arbeiter schon große Fortschritte gemacht, teilt Projektleiter Hermann Felleisen mit. Jetzt geht es auch an Dach und Fassade richtig los: In wenigen Tagen beginnen die Handwerker mit dem Aufbau des Gerüsts am Schlossgebäude. Dann wird die Dacheindeckung erneuert und die Fassade saniert. Schloss Hirschhorn gehört dem Land Hessen.

Im Inneren sind der Mitteilung zufolge die Heizungsbauarbeiten so gut wie geschafft. Auch alle weiteren Arbeiten im Gebäude sollen nach jetziger Planung voraussichtlich bis Ende dieses Jahres vorüber sein, so Felleisen. „Im Sommer sollen außerdem die Zwingermauern am Parkplatz eingerüstet werden, bevor dort ebenfalls die Handwerker mit der Sanierung beginnen“, blickt er nach vorn.

Im kommenden Jahr stehen dann noch verschiedene Sanierungsmaßnahmen an, etwa am Palas und an der Terrasse. Abschließend ist die Sanierung der Zufahrtsstraße zum Schloss geplant, lautet die Planung des Landesbetriebs. Insgesamt investiert das Land Hessen rund 2,8 Millionen Euro in das Schloss Hirschhorn. Nach jetziger Planung soll der Hotel- und Gaststättenbetrieb mit einer neuen Verpachtung ab Jahresanfang 2021 wieder anlaufen.

 

Info: In diesem Sommer finden im Rahmen der Reihe „Konzerte am Neckar“ insgesamt acht musikalische Termine im Schlosshof statt. Weitere Informationen zu den Schlosshof-Konzerten unter www.konzerte-am-neckar.net/blog. Höhepunkt ist das Schlossfest in Hirschhorn, organisiert von „Bei Peppe“, am 20. und 21. Juli, http://www.bei-peppe-hirschhorn.de

„Bombshells“ rocken den Hirschhorner Klosterhof

Beim diesjährigen „Rock im Klosterhof“ am Samstag, 28. Juni, freut sich die Katholische Kirchenmusik auf den Auftritt der „Bombshells“ aus Landau und Mannheim. Die Band ist aufgrund ihrer Songauswahl und hohen musikalischen Qualität eine „Allzweckwaffe“ für diesen Event. Seit nunmehr achteinhalb Jahren begeistert die Gruppe ihr Publikum – ein Ohrenschmaus, den sich kein Fan von „Rock im Klosterhof“ entgehen lassen sollte, denn musikalisch haben die Vollblutmusiker ihren ganz eigenen Stil gefunden. Weg von den Allerweltscovern haben sie sich den alten und neuen Ohrwürmern aus Rock und Pop zugewandt.

Sängerin Dani überzeugt die Zuhörer mit ihrer gewaltigen Stimme und mitreißenden Animation, Gitarrist Christoph rockt seit 20 Jahren und verkörpert quasi die Liebe zur Rockmusik. Der diplomierte Bassist Luca kennt alle Stilrichtungen des Pop und Rock aus seiner Bühnenerfahrung und Schlagzeuger Bene stand schon mit 20 Jahren mit den Goblins auf den größten Bühnen der Region. Unterstützt werden die vier Musiker regelmäßig von Keyboarder Thorsten Schäfer.

Vorgruppe ist „Traffic Jam“. Diese britisch-deutsche Band kann man nicht wirklich musikalisch einordnen. Sie sind sowohl Singer/Songwriter als auch Akustik-Rocker, die mal ruhige, einfühlsame Fingerpicking-Stücke spielen oder aber auch eingängige Rocksongs, perfekt gesungen, von sich geben. Unterstützt werden die beiden ehemaligen Hirschhorner Chis Tucker und Rober Mueller, die jetzt in Frankfurt leben, von musikalischen Weggefährten, die ebenfalls schon jahrelang an Bord sind.

Info: Karten gibt es in Hirschhorn im Service-Point am Bahnhof und im Sportlerheim „Beim Ätsche“, bei der Buchhandlung Greif in Eberbach sowie bei den Musikern der KKM. Einlass 19 Uhr, Beginn 19:30 Uhr. Veranstaltungsort ist der Innenhof des Karmeliterklosters über der Altstadt.