„Enemy Inside“ aus dem Aschaffenburger Raum ist mit dem Album „Phönix“ erfolgreich

„Mein größter Wunsch ist, mit der Musik, die ich liebe, erfolgreich zu werden“, sagt Dominik Stotzem. Der Dieburger ist mit der Metal-Band „Enemy Inside“ auf dem bestem Weg, dieses Ziel zu erreichen. „Das ist eine Gruppe mit unglaublichem Potenzial“, hat der 34-jährige Bassist festgestellt. „Mit der kann ich es mir gut vorstellen, durch die Welt zu touren.“ Bisherige Auftritte im deutschsprachigen Raum zeigen, dass die Band mit ihrer ersten Veröffentlichung „Phoenix“ in der Szene sehr gut ankommt.

Enemy Inside mit Mitgliedern aus dem Großraum Aschaffenburg formierte sich im Laufe des Jahres 2017. Als „Dark-Rock“ und „Modern-Metal“ bezeichnen die fünf Musiker ihr Genre. Da sich die Texte und die Story hinter dem Album wie ein roter Faden an den Themen „Scheitern und wieder aufstehen“ sowie „Den inneren Feind bekämpfen“ entlanghangeln, passt diese Einsortierung ganz gut, meint der Dieburger.

Sängerin Nastassja Giulia und Gitarrist Evan Koukoularis (auch bei Mystic Prophecy aktiv) lernten sich beim Studium an der Pop-Akademie in Mannheim kennen. Dort starteten sie das gemeinsame Songwriting. „Als sich erste brauchbare Kompositionen hören lassen konnten“, schmunzelt Stotzem, gründete sich das Projekt rund ums musikalische Geschehen.

Aus dem Projekt wurde eine Band, als David Hadarik (seit Jahrzehnten mit Giulia befreundet) für die Rhythmus-Gitarre gewonnen wurde, Stotzem für die tiefen Töne und Felix Keith an den Drums die Rhythmus-Sektion komplettierte. Hadarik und Keith sind in der Aschaffenburger Musikszene schwer aktiv. Somit gab es kein Casting, grinst der Bassist, „sondern die Band formte sich unter Freunden mit hohen musikalischen Ambitionen“.

„Jeder Musiker steht voll und ganz hinter dem Produkt“, hebt er hervor. „Zum Glück“ bringt jeder einen eigenen Stil mit ein, der sich harmonisch ins Gesamtkonzept einfügt. Das Songwriting übernehmen jedoch federführend Giulia und Koukoularis, damit der rote Faden beibehalten wird – „obgleich die Musik am Ende eine demokratische Entscheidung aller ist“. Ein namhafter Mischer kam dazu: kein geringerer als der Schwede Henrik Udd, 2017 mit dem Heavy Music Award ausgezeichnet, der bereits „The Architects“, „Hammerfall“ und „Delain“ im Studio hatte.

Seit Ende September ist die CD in den Regalen zu finden. Das Gefühl, nach einer monatelangen, sehr harten und kompromisslosen Arbeit das Ergebnis in den Händen zu halten, „ist kaum erklärbar oder vergleichbar“, beschreibt der Bassist das besondere Gefühl. Mit „ROAR“ (Rock of Angels Records) habe man einen kompetenten Partner gefunden, „der einen sehr guten Ruf genießt“.

Der gebürtige Frankfurter Stotzem verdiente sich ab 1999 die ersten musikalischen Sporen in der Schulband „Fall Out“ des dortigen Lessing-Gymnasiums. Später entwickelte sich die Gruppe zu einem professionellen Projekt namens „Beyond the Bridge“. Dabei lernte er auch Nastassja Giulia kennen. Die Band brachte 2012 das Album „The Old Man and the Spirit“ auf den Markt und erfreute Fans von Progressive Rock. Das renommierte ProgPower USA-Festival oder der Support von Künstlern wie Fates Warning, Haken oder Fish waren Stationen.

Parallel zum Progressive-Metal „schlägt mein Herz seit meinem 14. Lebensjahr für den Classic Rock“, erzählt der Wahl-Dieburger. Led Zeppelin, Black Sabbath, Uriah Heep und nicht zuletzt Deep Purple und Rainbow brachten ihn dazu, seine musikalische Vorliebe bei der Tributeband „Purple Rising“ auszuleben. Mit starkem Fokus auf die unsterblichen Hits von Deep Purple tourt die Band bereits seit 2011. Sie gibt ihm auch die Chance, „oftmals vor mehreren tausend Fans zu spielen“.

Musikalische Vorbilder hat jeder, erzählt der 34-jährige gelernte Veranstaltungskaufmann, heute als Event-Manager aktiv. „Aber ich werde niemals auch nur einem dieser das Wasser reichen können.“ Und vielleicht auch nicht einmal die Hand, lacht er. Musik ist für Stotzem immer mit sämtlichen Gefühlen und Emotionen verbunden, „egal ob Liebe oder Hass, Freude oder Trauer, Wut oder Partystimmung“. All das lässt sich in einer Bühnenshow mit geschlossenen Augen vereinen, sagt er.

„Zur Musik kam ich wie jeder Bub mit diesem Musikgeschmack, selbstverständlich durch eine außerordentlich sortierte Plattensammlung im Elternhaus. Mein Vater nahm mich mit zarten 14 Jahren mit auf ein Konzert von Page & Plant (Led Zeppelin), da war es um mich geschehen: Konzertbesuche von Kiss, Deep Purple, Eagles, Jethro Tull, Meatloaf, Joe Cocker und Roger Waters folgten. Stets zusammen mit meinen besten Kumpels aus Zeiten meiner Schulband, die ähnliches erfuhren wie ich. Irgendwann bin ich dann bei Dream Theater hängen geblieben, einer Musik, die so unglaublich vielseitig, kreativ und emotional ist: Progressive-Rock. Dann folgten Expeditionen auf diverse Festivals wie Wacken. Heute kann ich behaupten, Gast auf mehr als 25 Festivals gewesen zu sein, davon alleine 13 Mal Wacken – in meinen Augen die Mutter aller Rockfestivals.“

Besetzung Enemy Inside: Nastassja Giulia (Gesang, Texte), Evan Koukoularis (Lead-Gitarre, Komposition, Produktion), David Hadarik (Rhythmus-Gitarre), Dominik Stotzem (Bass), Felix Keith (Schlagzeug). Mehr unter www.enemy-inside.com. Nächster Auftritt am Samstag, 20. Oktober, 21 Uhr, anlässlich des Jubiläums „Zehn Jahre Rockclub“ in der Halle 02 Heidelberg.

(Foto: Fabian Klein)

 

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93 Aussteller wecken beim Erbacher Bauernmarkt Lust auf regionale Produkte

Freitagmorgens geht es auf den Bauernmarkt noch gemächlich zu. Langsam trudeln die ersten Besucher ein, füllen sich die Markthallen und das Außengelände gemächlich. Gegen Mittag dann werden die Parkplätze sukzessive knapper. Für Liane Heist, die Vorsitzende der Odenwälder Direktvermarkter, ist das ein kleiner Vorgeschmack dessen, was die 93 Aussteller Samstag und Sonntag erwartet: Ein bis oben hin volles Gelände, auf dem sie angesichts des herrlichen Herbstwetters um die 30.000 Besucher auch aus dem Frankfurter, Mannheimer und Heilbronner Raum erwartet.

Unter den Ausstellern sind viele „Wiederholungstäter“, schmunzelt sie. Direktvermarkter vor allem aus dem Odenwaldkreis, die wissen, was sie am Werbeeffekt des Bauernmarktes haben. Das betont etwa Sylvia Schäfer am Stand der Molkerei Hüttenthal. Die gehört schon zu den „Urgesteinen“ und hat immer „eine sehr gute Resonanz“, freut sie sich. Viele Besucher „kommen danach auch in den Laden“, hat Schäfer festgestellt.

Frisch gepresster Apfelsaft ist einfach der Renner. Bei Familie Michel aus Seeheim kommen die Mitarbeiter mit dem Pressen kaum nach, so schnell wird ihnen der leckere Trank aus den Händen gerissen. Getrockneten Tee oder auch frischen zum sofort Probieren gibt es dieses Jahr ebenfalls. Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fisch und Fleisch: Es sind ja nicht nur 93 Aussteller, sondern eine Vielzahl an Produkten und Vorführungen, die sie mitgebracht haben. „Die Aussteller sind immer sehr zufrieden“, weiß Heist.

Das Wetter hat nur einen untergeordneten Einfluss auf den Andrang, sagt die Vorsitzende, die selbst mit dem Crumbacher Bauernlädchen vor Ort ist. Regionale, selbst hergestellte Produkte, bei denen der Verbraucher genau weiß, wo sie herkommen, wie sie verarbeitet werden und welchen Weg sie bis zum Verkauf haben, ziehen eben. Zehn Mitarbeiter sind bei ihr übers Wochenende im Einsatz, die Sonntagabend „ziemlich platt“ sein werden.

„Langsam, aber stetig“ gehen laut ihrer Beobachtung die Besucherzahlen des Bauernmarkts jedes Jahr nach oben. Das deckt sich mit der Wahrnehmung von Willy Baumann von der gleichnamigen Odenwälder Lebkuchenbäckerei. Den Betrieb gibt es bereits in der elften Generation. Die Baumanns sind schon von Beginn an im „Aufgebot“ der Bauernmarkt-Beschicker. „Wir produzieren alles frisch“, betont er. Am Montag „ist das Lager komplett leer“, sagt der Seniorchef. Dienstags wird dann wieder losgelegt und für den nächsten Termin gebacken.

Frischgebackenes Brot gab es an etlichen Ständen: Das ging überall weg wie warme Semmeln. Die Herstellung direkt vor Ort im Holzofen einer historischen „Zuckerbäckerei“ zog viele Schaulustige an. Vom herrlichen Duft ganz zu schweigen. Die Anbieter schätzen darüber hinaus die Möglichkeit, mit den Kunden ins Gespräch zu kommen. „Die Leute sind sehr interessiert“, meinte etwa Monica Gehrig-Himmel aus Litzelbach, die das dritte Mal mit den „Odenwälder Feinen Bränden“ dabei war. Alle Schnäpse und Liköre werden in der Brennerei auf dem eigenen Dreiseithof selbst hergestellt.

Neben den Erzeugnissen aus Hof, Keller und Küche ist es auch immer wieder das Rahmenprogramm, das die Besucher anspricht. Etwa die Ausstellung von alten und neuen Landfahrzeugen, Traktoren und Dreschmaschinen, die Tierschau, der Auftritt der Jagdhornbläser oder die Vorführung der Rettungshundestaffel Bergstraße-Odenwald (am Sonntag).

„Wir wollen die hiesige Landwirtschaft und die Regionalität der Produkte den Verbrauchern nahe bringen“, verdeutlicht Liane Heist die Idee. „Der Odenwald bietet alles“, sagt sie. „Wir brauchen keine Erdbeeren aus China.“ Immer neue Vorschriften und Auflagen machen den Direktvermarktern aber das Leben schwer, beklagt die Vorsitzende. „Die sind auf die großen Betriebe ausgerichtet, die kleinen hat man nicht im Blick“, sieht sie die Bauernhöfe vor immer mehr Schwierigkeiten gestellt, allem nachzukommen. Sie wünscht sich eine größere Differenzierung.

Info: Der Erbacher Bauernmarkt am Wiesenmarkt-Gelände ist Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Tipp von Liane Heist von den Odenwälder Direktvermarktern: Wer den Menschenmassen etwas aus dem Weg gehen möchte, sollte heute Vormittag vor 11 Uhr oder nachmittags ab 16 Uhr zum Besuch vorbeikommen.

 

Rothenberger Feuerwehrleute laufen zum deutschen Meistertitel

Die Feuerwehrleute aus dem Höhendorf sind nicht nur beim Brandlöschen spitze, sondern auch beim Langstreckenlauf ganz vorn: Zwei von ihnen, Stefan Pahl und Maria Edelmann, wurden bei der Zehn-Kilometer-Feuerwehr-Straßenlaufmeisterschaft deutscher Meister. Die Veranstaltung fand beim SV Friesenheim-Ludwigshafen statt. Fast 200 Läufer gingen an den am Start.

Maria Edelmann wurde in der Zeit von 50:39 Minuten neue deutsche Meisterin und lief damit etwa fünf Minuten schneller als die bisherige Seriensiegerin Birgit Kill aus Essen. Die Rothenbergerin startete bisher nur bei einem Fun-Lauf in Frankfurt. Sie bezieht ihre Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer aus dem Tanzsporttraining beim SV Narrhalla Ober-Hainbrunn. Dort ist die 30-Jährige seit 16 Jahren tanzend aktiv. Sie ist ein enormes Lauftalent, da nur wenige Trainingsläufe und eine harte Schlüsseleinheit zu der sehr beachtlichen Zeit reichten, sagt Mentor Stefan Pahl.

Sascha Hafner lief in 50:16 Minuten auf den vierten Platz in der Altersklasse männlich 30-40 Jahre. Er begleitete Maria bei ihrem Lauf ein Stück weit und motivierte sie. Als sein Mobiltelefon kurz vor der Siegerehrung klingelte, dachte Pahl schon, der 30-Jährige müsse nun mit „Sondersignal“ in den Kreißsaal gefahren werden. Denn das Ehepaar erwartet sein zweites Kind. Seine Frau wollte sich aber nur vergewissern, dass ihr Mann den Lauf gut überstanden hat, schmunzelte er.

Stefan Pahl wiederholte in 46:05 Minuten seinen Vorjahreserfolg und wurde in der Altersklasse männlich 50-60 Jahre erneut deutscher Meister. „Vor zwölf Jahren sprang ich bei einem Marathon-Team der Feuerwehr Mannheim, weil ein Läufer erkrankt war“, erinnert sich der 52-Jährige an die Lauf-Anfänge. In Mannheim war er 25 Jahre Feuerwehr-Mitglied als Löschmeister. Ein Jahr später kam ein Halbmarathon dazu, zwischenzeitlich absolvierte er einige Marathons in Berlin, Frankfurt, Roth und Mannheim. 2013 durfte er in Mannheim die Deutsche Feuerwehrmeisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßenlauf, Halbmarathon und Marathon mitorganisieren.

Bei Laufseminaren mit dem Triathleten Timo Bracht und dem Langstreckenläufer Dieter Baumann sammelte Pahl Erfahrung. Bei Helfereinsätzen an der Strecke, so bei etwa zehn Triathlon- und Laufveranstaltungen pro Jahr in Frankfurt, Heidelberg, Ludwigshafen, Ladenburg, Viernheim und Mannheim, schaut er den Weltklassesportlern und ambitionierten Freizeitathleten „auf die Beine“ und nimmt Motivation mit.

Vergangenes Jahr wechselte Stefan Pahl in seinen Wohnort in die aktive Wehr und versucht seitdem, weitere Feuerwehrangehörige für den Laufsport zu begeistern. Eine überdurchschnittlich gute körperliche Leistungsfähigkeit ist im Einsatz wichtig, weiß er. Diese sorgt mit einem richtigen Laufstil und systematischem Training für ein positives Lebensgefühl.

„Es hat mir unglaublich viel Freude bereitet, ein Teil meiner Lauferfahrung an Maria und Sascha zu vermitteln“, sagt er. Mit der Vorbereitung durch Trainingspläne und bei einem gemeinsamen Trainingslauf konnte er beiden zu einem guten Ergebnis zu verhelfen, freut sich der Rothenberger. „Toll wäre es“, betont er, „wenn wir durch unseren Erfolg bei dieser Meisterschaft weitere Läufer aus den Wehren begeistern könnten“. Dann wäre es möglich, im nächsten Jahr mit einem noch größeren Team die Feuerwehr Oberzent bei der deutschen Feuerwehrmeisterschaft zu vertreten.

Meto feierte in Hirschhorn gleich zwei Jubiläen

Die Firma Meto hatte allen Grund zum Feiern. Das Traditionsunternehmen, weltweit für seine Lösungen zur Aus- und Kennzeichnung im Handel bekannt ist, feierte in familiärer Atmosphäre sein 100. Markenjubiläum. Zu den Gästen gehörten die rund 170 Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden. Es war eine Feier, die zwei runden Geburtstagen würdig war. Denn zusätzlich wurde das 50-jährige Bestehen der Etikettenproduktion begangen. Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste in der „Meto-Challenge“ ihr Geschick unter Beweis stellen.

Zum Auftakt wandte sich Geschäftsführer Peter Sperl an die Gäste, um sich bei ihnen für ihr Kommen zu bedanken. Und weil zu einem Geburtstag nicht nur Gratulanten, sondern auch zumeist Geschenke gehören, hatte er eine besondere Bitte. „Wir wollen in dieser Stunde an die Schwächsten unserer Gesellschaft denken“, betonte Sperl. „Deshalb bitten wir unsere Gäste, von Geschenken abzusehen und stattdessen an das Kinder-Palliativteam Rhein-Neckar zu spenden.“

In einem Jahrhundert passiert eine Menge. So führte im Anschluss Marketing-Manager Klaus-Jürgen Ehret in einer kurzweiligen, informativen und emotionalen Rede durch die 100-jährige Geschichte. Seine Ansprache vermittelte einen interessanten Überblick über die Meilensteine des Unternehmens und war gespickt mit historischen Informationen zur allgemeinen Zeitgeschichte. Ehret brachte außerdem persönliche Erinnerungen und die nötige Prise Humor mit ein.

Die Kantine des Unternehmens hatte sich für das Fest in eine Mischung aus Museum und Messe verwandelt. Die Gäste konnten an Ständen Networking betreiben sowie sich über Neuheiten informieren und austauschen. Zudem hatten die Veranstalter die Geschichte des Konzerns in einer kleinen Ausstellung aufbereitet. In Vitrinen machten Sammelstücke die Geschichte greifbar.

Weil Meto nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch ein Wirtschaftsmotor der Region ist, gratulierte auch der Hirschhorner Bürgermeister Oliver Berthold. Er hatte nicht nur zwei Handauszeichner aus der Meto-Geschichte dabei, sondern überreichte Peter Sperl auch zwei Flaschen Wein.

Danach waren die Gäste gefragt. In verschiedenen Disziplinen konnten Interessierte ihr Können unter Beweis stellen. Dazu gehörten Seifenkisten-Rennen, Hau-den-Lukas und Golf. Selbstverständlich durfte auch ein Geschicklichkeitstest in Form von Etikettieren mit dem Handauszeichner nicht fehlen. Für jede durchlaufene Station konnte man ein Etikett auf einer Sammelkarte erhalten, welche im Anschluss gegen einen Preis getauscht wurde.

Meto-Info

Die Firma Meto International ist ein weltweit führender Anbieter von Aus- und Kennzeichnungslösungen für den Handel und dessen Lieferkette. Meto entwickelt, produziert und vertreibt eine Vielzahl an Etikettenlösungen. Ergänzend bietet das Unternehmen kosteneffiziente Lösungen zur Frischwarenauszeichnung, Befestigungslösungen zur elektronischen Preisauszeichnung sowie Verkaufsförderungslösungen an. Viele der entwickelten Auszeichnungs- und Absatzförderungslösungen gehören heute zum Standard im Handel. Dazu zählen der erste Handauszeichner (1959), das Wellenrandetikett mit Sicherheitsschnitt (1968) sowie verschiedener Preiskassetten und -displays.

Der Betrieb wurde 1918 von Adolf Metzger und Oskar Kind in Köln gegründet. Seit 2016 gehört Meto zu CCL Industries Inc., ein Marktführer für Etiketten- und Verpackungslösungen für Unternehmen und Verbraucher, und wird dort als eigenständige Gesellschaft in der CCL-Sparte Avery geführt. Sitz der europäischen Meto-Zentrale, Produktion und Lager ist Hirschhorn.

Nacht der offenen Kirchen am 29. September in Hirschhorn

Mit einem neuen Konzept startet die dritte ökumenische „Nacht der offenen Kirchen“ am Samstag, 29. September, in Hirschhorn. Die Teilnehmer werden auf eine kleine Rundreise mitgenommen. Die zeitlich aufeinander abgestimmten Programmpunkte machen es möglich. Als Motto wählten die Organisatoren, zu denen die evangelische und katholische Kirchengemeinde Hirschhorns gehören, „Wie im Himmel so auf Erden“ aus. Es geht um das Vaterunser. Die acht Bitten des Vaterunsers werden musikalisch und mit Texten auf verschiedene Stationen aufgeteilt.

Den Anfang macht um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Ersheimer Kapelle. Die erste Station „Vater – Unser Abba“ ist um 18.40 Uhr vor der Kapelle, die zweite, „Geheiligt werde dein Name“, um 19.10 Uhr auf dem Park-/Spielplatz in der Ersheimer Straße und die dritte, „Dein Reich komme“, um 19.40 Uhr am Schiffermast bei der Neckarbrücke.

Danach geht es hoch in die Klosterkirche auf der anderen Neckarseite. „Dein Wille geschehe“ wird dort ab 20.20 Uhr umrahmt mit den schönen Stimmen von Jugendchors und Band. Danach geht es wieder den Berg hinunter zur fünften Station, „Unser tägliches Brot gib uns heute“, die um 21.20 Uhr am Kreuz vor der Pfarrkirche gestaltet wird. Die Gläubigen gehen dann durch die Hauptstraße zur evangelischen Kirche. Dort beginnt um 22 Uhr die sechste Station „Und vergib uns unsere Schuld“.

Danach trifft man sich wieder vor der katholischen Pfarrkirche, im Hause des „Vaters“ angekommen. „Und führe uns nicht in Versuchung“ sowie „Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“ sind die siebte und achte Station. Zu den Klängen der katholischen Kirchenmusik wird hier um 23 Uhr ein Herz aus vielen brennenden Kerzen gelegt. Es soll ausdrücken, dass viele Hoffnungslichter ein strahlendes Licht ergeben.

Auch wird an dieser Stelle eine kleine Stärkung angeboten, bis es dann zum Abschluss in die katholische Pfarrkirche geht. Zur Erholung gibt es dort ab 23.45 Uhr erst einmal was zum Lachen. Allerdings ist danach um 0.20 Uhr „Gänsehaut“ angesagt, denn es folgt das Mysterienspiel „Totentanz“. Das Spiel will zeigen, dass alle – ob reich oder arm – letztendlich den gleichen Weg gehen müssen. Zum Schluss sind die Teilnehmer um 1 Uhr mit dem Segen zur Nacht zum Brotbrechen und zu einem Glas Wein eingeladen.

Info: Interessierte können den ganzen Meditationsweg mitgehen, haben aber auch die Möglichkeit, nur bei einzelnen Stationen des Vaterunsers mitzumachen. Flyer mit dem gesamten Programmablauf und dem Meditationsweg liegen in den Kirchen und an verschiedenen anderen Stellen der Stadt aus. Gut wäre es, eine Taschenlampe mitzubringen. Sollte es regnen, werden die Außentermine in Ersheim in die Kapelle verlegt, die vor der Pfarrkirche in diese selbst. Ein schönes Kinderproramm wird ab 18.30 in der katholischen Pfarrkirche angeboten. Außerdem erwartet die Gäste eine interessante Ausstellung zum Vaterunser.

Altstadtfreunde boten zum Tag des offenen Denkmals eine Burgführung auf dem Hirschhorner Schloss an

Am diesjährigen Tag des offenen Denkmals beteiligten sich auch wieder die Freunde der Hirschhorner Altstadt, diesmal mit einer Burgführung. Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich über 60 interessierte Teilnehmer ein, um den spannenden und unterhaltsamen Ausführungen von Richard Köhler zu folgen. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass neben Hirschhorner Bürgern ebenso etliche Besucher aus den Nachbarstädten und von weiter her der Einladung folgten. Aber auch Feriengäste fanden sich unter den Teilnehmern.

Köhler stellte bei seinen Ausführungen die bauliche Entwicklung der Burg bis hin zu einem repräsentativen Schloss in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Stand zunächst die Wehrhaftigkeit im Vordergrund der Architektur – mit beschaulichen und spartanisch ausgestatteten Wohnbereichen -, änderte sich das im Laufe der Jahrhunderte hin zu mehr Komfort.

Besonders die mehrfache Ummauerung im hinteren Bereich machte die Burg zu einer fast nicht einnehmbaren Festung. Allerdings wurde diese in der Ritterzeit wenig gefordert. Dies war erst im Rahmen der deutschen Revolution der Jahre 1848/49 der Fall, als sich Hanauer Truppen in der Burg verschanzten und gegen die Belagerung der Bundestruppen heftig wehrten.

Aus dieser Zeit stammt auch der Wedekindstein, der an die irrtümliche Erschießung des Leutnants Wedekind erinnert. Das Besondere dabei ist, dass es sich um eine von insgesamt nur drei „Gedenkstätten“ der 1848/49er Revolution in Süddeutschland handelt. Die bekannteste ist sicherlich das Hambacher Schloss.

Nach gut einer Stunde mit sehr interessanten Informationen, die auch für „alte“ Hirschhorner viel Neues beinhalteten, bedankte sich der Vorsitzende Reiner Lange bei Köhler für die Unterstützung an diesem Tage und bei den Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit. Dank des „Food-Trucks“ von Peppe konnten viele noch bei einem kleinen Snack und erfrischenden Getränken den Sonntag gemütlich ausklingen lassen. Auch im kommenden Jahr will der Verein am Tag des offenen Denkmals eine Veranstaltung anbieten.

 

Hirschhorner Firma Meto wurde vor 100 Jahren gegründet

Ein Unternehmen – zwei runde Geburtstage. Am Neckar gibt es allen Grund zu feiern. Meto begeht in diesem Jahr sein 100. Markenjubiläum. Zeitgleich wird die Etikettenproduktion 50 Jahre alt. Das Traditionsunternehmen ist für seine Lösungen zur Aus- und Kennzeichnung für den Handel bekannt. Der Erfinder von Handauszeichner und Wellenrand-Etikett feiert den runden Geburtstag am 21. September.

„100 Jahre nach der Gründung ist Meto als Qualitätsanbieter gut für die Zukunft gerüstet und in der globalen Handelslandschaft der Inbegriff für Qualität und Bedienkomfort in den Bereichen Auszeichnung, Kennzeichnung und Absatzförderung“, so Geschäftsführer Peter Sperl. Rund 170 Mitarbeiter sind aktuell bei der Firma beschäftigt.

Am 16. Februar 1918 beginnt die Erfolgsgeschichte: Der Betrieb wird von Adolf Metzger und Oskar Kind in Köln gegründet. Der Firmenname setzt sich aus den Namen der Gründer entsprechend ihrer Anteile zusammen. Metzger, dem 75 Prozent gehörten, verlässt das Unternehmen 1920. Oskar Kind wird alleiniger Gesellschafter. Etiketten und Handauszeichnungslösungen, für die METO heutzutage im Handel bekannt ist und die den Erfolg bestimmen, spielen in den Anfangsjahren noch keine Rolle: Die Meto-Schnürungs GmbH produziert Verpackungsapparate mit Drahtbindetechnik sowie Heftapparate für Kartons.

Ab 1921 beliefert Meto die Deutsche Reichspost. Den Zuschlag erhält der Betrieb dank einer Vorrichtung, die bei Metallflachbändern die Kanten umbiegt, was für mehr Stabilität sorgt, aber vor allem die Verletzungsgefahr reduziert. 1937 wird das Unternehmen sogar um eine Spielefabrikation erweitert (bis 1959). Damals bietet Meto das heute noch bekannte Tischfußballspiel „Tip-Kick“ an.

Seit 1944 besteht der Firmensitz im südhessischen Hirschhorn. Vom Rhein an den Neckar zog es Oskar Kind, nachdem die Produktionsanlagen in Köln-Rodenkirchen im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Geschichte von Meto spiegelt auch die Entwicklung des deutschen Einzelhandels wider. Anfang der 1950er Jahre beginnt das Unternehmen mit der Produktion von halbautomatischen Spendgeräten für Verpackungsklebestreifen.

1959 folgt der vielleicht größte Meilenstein der Firmengeschichte: Oskar Kind erfindet den weltweit ersten Handauszeichner. Die Idee, die Preisauszeichnung zu automatisieren, bringt der Unternehmer von einer Amerika-Reise mit. Der „Jedermann“ revolutioniert im Einzelhandel die Preisauszeichnung: Mit Einzug des Selbstbedienungsprinzips steigen die Anforderungen, jeden einzelnen Artikel mit Preisen auszuzeichnen. METO ermöglicht fortan für „jedermann“ das Bedrucken und Spenden der Etiketten in einem Arbeitsschritt – und zwar direkt am Ort der Ware.

Entsprechend überwältigend ist die Nachfrage. Etwa 450.000 Jedermann-Geräte wurden bereits bis 1970 produziert und über die Grenzen hinweg verkauft. Gesetzliche Verordnungen oder auch die doppelte Preisauszeichnung bei der Euro-Einführung bringen der Handpreisauszeichnung im Handel weiteren Schub. Bis heute produziert der Betrieb seine Handauszeichnungsgeräte in Hirschhorn.

Beflügelt vom Erfolg des Handauszeichners beginnt Meto im Februar 1968 mit der Produktion von Etiketten, die bis dahin zugekauft worden sind. Auch das bekannte Wellenrandetikett, eines der auffälligsten Kennzeichen im Einzelhandel, stammt von der Firma. Seine wellenartige Form verdankt das Etikett dabei einem praktischen Grund: So kann der Platz auf den Papierbahnen bestmöglich genutzt werden.

Bis heute sind Etiketten ein wichtiges Unternehmensstandbein. Das Portfolio ist gewaltig: Neben Preisetiketten bietet Meto auch Siegel-, Produkt- und Marketing-, Warensicherungs- und Schmucketiketten an, die individuell nach Kundenwünschen gestaltet werden können. Über 150.000 Vordruckklischees lagern in Hirschhorn. Mit einer Jahresproduktion an Etiketten könnte man die dreifache Fläche vom Fürstentum Monaco bekleben. Seit 2017 hat der Spezialist auch Thermoetiketten wieder im Portfolio.

Ergänzt wird das Portfolio zur Aus- und Kennzeichnung seit 1969 um Verkaufsförderungslösungen. Den Anfang machte ein Schreibsystem, um Angebote und Verkaufsbotschaften wirkungsvoll in Szene zu setzen. Meto bietet heute Preiskassetten, Displays und Systeme zur Befestigung von elektronischer Preisauszeichnung sowie zur Regaloptimierung und Lösungen zum Warteschlangenmanagement an. „Unsere Lösungen sollen Einzelhändlern dabei helfen, den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Einzelhandelslandschaft gerecht zu werden und sich weiterhin zukunftsfähig aufzustellen“, erklärt Peter Sperl.

Nachdem Meto 17 Jahre zum Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems gehörte, folgte 2016 die Übernahme durch die kanadische CCL Industries, innerhalb derer die Firma als eigenständige Gesellschaft zur Avery-Division gehört. Sitz der europäischen Meto-Zentrale, Produktion und Lager ist Hirschhorn. Viele der entwickelten Auszeichnungs- und Absatzförderungslösungen gehören heute zum Standard im Handel. Dazu zählen der erste Handauszeichner (1959), das Wellenrandetikett mit Sicherheitsschnitt (1968) sowie verschiedene Preiskassetten und -displays. Weiteres unter www.meto.com

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