Ein Abend mit Literatur und Musik am 23. Juni beim Atelierkonzert in Langenthal

„Alles bleibt anders“ ist der Titel des 17. Atelierkonzerts der Kunstpflege Hirschhorn im Langenthaler Atelier von Enno Folkerts (Waldmichelbacher Straße 2). Diesmal wartet auf die Zuschauer am Freitag, 23. Juni, ab 19 Uhr ein „Double Feature“. Zuerst tritt die australische Singer-Songwriterin Kirbanu mit dem Gitarristen Markus Born auf. Ab 21 Uhr gibt es dann eine spanisch-musikalisch-literarische Nacht mit Jesus Ortega, Jesús Hernández und Heiko Plank.

Kirbanu ist das Pseudonym von Nicole Klein aus Taperoo bei Adelaide, South Australia. Das Wort stammt aus der mittelpersischen Sprache und bedeutet „eine Dame von Kraft, Stärke und Glück“. Die Musikerin hat ihren Lebensmittelpunkt in Heidelberg. Kirbanu sammelt Geschichten und verarbeitet diese in ergreifenden Liedern voller Herz und Seele: Musik, die die Seele berührt und den Zuhörer auf eine wundervolle Reise entführen kann.

Ihre Lieder erinnern an die großen amerikanischen Songwriter der 1960er, mitunter schimmern dezente Pop- oder Folk-Elemente durch. Kirbanu berührt mit tiefen Emotionen und zu Herzen gehenden Themen und verführt die Zuhörer mit einer starken Stimme. Ihre Live-Auftritte sind außergewöhnlich intim, die Künstlerin baut einen direkten Kontakt zu dem Publikum auf.

Im Rahmen des Literaturfestivals Heidelberg, das vom 21. bis 25. Juni stattfindet, werden international namhafte Autoren zu Gast sein, die ihre Sicht der Dinge mit ergreifenden, intimen Geschichten, mal heiter, mal traurig, lebendig werden lassen. Der Kortelshütter Musiker Heiko Plank hat während seiner Konzertreisen durch Spanien viele interessante Künstlerkollegen kennen und lieben gelernt, die teilweise aktuell Teil der eingangs erwähnten Literaturtage sind.

So wurde es ermöglich, den Autor Jesús Ortega und den Pianisten Jesús Hernandez nach Langenthal einzuladen. Was an diesem Abend passieren wird, ist nicht vorhersehbar, da diese einmalige Konstellation durch das Improvisationsvermögen aller Beteiligter zu einer neuen Form findet. Die drei werden nach dem Motto „Alles bleibt anders“ musikalisch und literarisch etwas bewegen.

Jesus Ortega wird auch folgende Kurzgeschichten lesen: „El paseante“, „Otros espejos“ und „Una hora y media“. Der Verein Kunstpflege wird versuchen für eine entsprechende Übersetzung zu sorgen. Ortega (geboren 1968) lebt in Granada und hält einen Abschluss in der hispanischen Philologie an der Universität.

Jesús Hernandez, 1967 in Granada geboren, begann zunächst klassische Musik zu studieren, widmete sich dann aber schnell anderen Musikstilen: Rock, Jazz, brasilianische Musik und Flamenco. Derzeit arbeitet er in an dem Projekt „Bojaira“, das bereits erfolgreich in Spanien, New York, Paris und Toulouse gestartet ist.

Die Plank, klein und handlich und atemberaubend klangvoll, ist den Gästen des Ateliers bereits seit der 1. Hirschhorner Gitarrennacht bekannt. Die Erschaffung und sein Spiel auf diesem gitarrenähnlichen Instrument führte Heiko Plank, Schüler von Wolfgang Lendle, mittlerweile nach Italien und Spanien sowie auf eine Konzertreise durch Rumänien und Ungarn.

Virtuose Hommage an Nat „King“ Cole: „Maurice Kühn Trio“ bestritt das erste Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn in diesem Jahr

 

Virtuose Klavierläufe, ein wummernder Kontrabass und filigrane Gitarrenarbeit: Das „Maurice Kühn Trio“ war auf Einladung der Kunstpflege Hirschhorn beim ersten Atelierkonzert in diesem Jahr zu Gast. Mit dem Programm „I tip my hat to Nat“ brachten die drei Musiker eine Hommage an Nat „King“ Cole auf die Bühne.

Diese Reminiszenz an einen der großartigsten und einflussreichsten Sänger und Pianisten des 20. Jahrhunderts wurde in Coles Lieblingsbesetzung gespielt – mit Klavier, Bass, Gitarre und Gesang. Die Zuhörer hörten bekannte Originalarrangements des Nat Cole Trios sowie eigene Bearbeitungen der schönsten Songs aus der „Golden Era of Songwriting“.

Die Zuschauer im Atelier von Enno Folkerts waren mehr als angetan vom frischen und unverstaubten Auftritt des Trios. Es entführte die Gäste so detailgetreu in die damalige Zeit, dass diese sich als Teil der Musik fühlten, als Jazz noch keine verschrobene Kopfmusik war. Ehrliche, handgemachte Musik und vor allem Swing.

Der aus Lindenfels stammende Maurice Kühn sang und spielte einen in Quinten anstatt wie sonst üblich in Quarten gestimmten Kontrabass. Dadurch entstand ein klarer, singender Ton. Diese Klangveränderung sowie die vielseitigeren Möglichkeiten der Stimmung wie Akkorde und der größere Tonumfang ergaben einen besonderen Sound. Dazu improvisierte mit Stimme und gestrichenem Bass – à la Slam Stewart und Major Holley.

Von Art Tatum und Bud Powell über Oscar Peterson bis Benny Green (und natürlich Nat Cole) hat Karsten von Lüpke alles aufgesogen. Die Läufe perlten nur so aus seinen Fingern heraus. Florian Hofmann spielte Jazzgitarre als beherzter Solist und sensibler Begleiter. Mit seiner großen Leidenschaft, dem Rhythmusgitarren-Spiel, dem richtigen Sound und Groove war er der Motor des Trios und machte das Schlagzeug überflüssig.

„Maurice Kühn Trio“ mit Hommage an Nat „King“ Cole beim Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn

Das erste Atelierkonzert der Kunstpflege Hirschhorn in diesem Jahr findet am Samstag, 29. April, um 20 Uhr statt. Es ist das inzwischen 16. in der Vereinsgeschichte und widmet sich dem Swing. Dieses Mal spielt im Atelier Enno Folkerts, Waldmichelbacher Straße 2 in Langenthal (Alte Pappenfabrik), das „Maurice Kühn Trio“. Der Eintritt ist frei, es wird wie immer am Ausgang um eine Spende gebeten.

Mit dem Programm „I tip my hat to Nat“ bringt das Maurice Kühn Trio seine Hommage an Nat „King“ Cole, einen der großartigsten und einflussreichsten Sänger und Pianisten des 20. Jahrhunderts, auf die Bühne. Gespielt in Coles Lieblingsbesetzung – mit Klavier, Bass, Gitarre und Gesang – erwarten die Zuhörer Originalarrangements des Nat Cole Trios sowie eigene Bearbeitungen der schönsten Songs aus der „Golden Era of Songwriting“.

Dabei spielt das Trio so frisch und unverstaubt auf, als wäre man mittendrin in der Zeit, als Musiker noch mit dem und für das Publikum spielten und Jazz noch keine verschrobene Kopfmusik war. Kein Gedudel oder Free-Irrfahrten, sondern ehrliche, handgemachte Musik, viel Kommunikation und vor allem: Swing.

Maurice Kühn singt und spielt Kontrabass. Dieser ist in Quinten gestimmt anstatt wie sonst üblich in Quarten. Dadurch entsteht ein klarer, singender Ton. Diese Klangveränderung sowie die vielseitigeren Möglichkeiten der Stimmung wie Akkorde und der größere Tonumfang ergeben einen Sound, den man so mit Sicherheit noch nicht gehört hat. Dazu singt er federleicht und improvisiert mit Stimme und gestrichenem Bass – à la Slam Stewart und Major Holley.

An Karsten von Lüpke kommt, wenn es um das Swing-Piano geht, niemand vorbei. Von Art Tatum und Bud Powell über Oscar Peterson bis Benny Green (und natürlich Nat Cole) hat er alles aufgesogen und nun dies perlt nur so aus seinen Fingern heraus.

Florian Hofmann spielt Jazzgitarre, so wie es sein soll: als beherzter Solist und sensibler Begleiter. Seine große Leidenschaft ist – wonach man bei den meisten Gitarristen vergeblich sucht – das Rhythmusgitarrenspiel. Mit dem richtigen Sound und Groove ist er der Motor des Trios und macht das Schlagzeug überflüssig.

Schnelles Internet in Hirschhorn und Neckarsteinach startet am 11. Mai: Telekom bietet Info-Abende an

In Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Stadtteilen wird das schnelle Breitband-Internet mit bis zu 50 Mbit/s am 11. Mai in Betrieb genommen. Rund 1800 Haushalte können dann die neuen schnellen Anschlüsse buchen. Die Deutsche Telekom bietet dazu verschiedene Informationsveranstaltung für alle Bürger an.

Die Termine in Hirschhorn und Stadtteilen: Montag, 10. April, um 19 Uhr im Bürgersaal „Zum Naturalisten“ Hirschhorn; Dienstag, 11. April, um 19 Uhr in der Sängerhalle Igelsbach; Mittwoch, 12. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Krone“, Wald-Michelbacher Straße 29, Langenthal.

Die Termine in Neckarsteinach und den Stadtteilen: Dienstag, 18. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Neckarhausen, Schulweg 1; Mittwoch, 19. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grein, Im Bühl 2; Dienstag, 25. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Zum Schwanen“, Neckarsteinach; Mittwoch, 26. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Darsberg, Greiner Straße 20.

Mitarbeiter der Telekom stellen dort jeweils die Möglichkeiten des neuen Netzes und die aktuellen Angebote der Telekom vor. Weiterhin hat jeder Besucher die Möglichkeit, alle Fragen rund um das neue Netz zu stellen und sich aus erster Hand beraten zu lassen.

Breitband-Start ist in Hirschhorn für den 11. Mai geplant – Sparkasse will deutlich höhere Gebühren von der Stadt

Die aktuellen Negativzinsen der Banken und die Lust an Gebührenerhöhungen erwischen auch die Stadt Hirschhorn. Wie Bürgermeister Oliver Berthold auf der vergangenen Stadtverordneten-Versammlung erläuterte, informierte der Kundenberater der Sparkasse Starkenburg die Stadt über die zu erwartenden Kontoführungsgebühren, Buchungskosten und die Guthaben-Negativverzinsung zum 1. April. Diese greife ab einer Summe von 250.000 Euro. Auch wenn Hirschhorn „kein Geld hat“, meinte er, könne etwa beim Eingang der Gebühren und Steuern alle Vierteljahre eine solche Summe zusammenkommen.

„Nach ersten Schätzungen sind für die Stadt Hirschhorn Gesamtkosten von mindestens 4000 Euro im Jahr zu erwarten“, so Berthold. Diese geplante, enorme Kostensteigerung sei noch nicht endgültig, betonte Berthold. Es werde Gespräche in der Bürgermeister-Versammlung des Kreises geben. „Damit kommen die nicht so einfach durch“, sagte er. Im Haushalt 2017 habe man deshalb noch keine Kosten veranschlagt. In der Stadtverordneten-Runde sorgte die Ankündigung des Kreditinstituts für einige Unruhe und kaum verhohlenen Ärger.

Beim Besuch von Staatsminister Axel Wintermeyer in der Neckarstadt wurden laut dem Bürgermeister einige Themen angesprochen. So die finanzielle Situation der Stadt in Bezug auf den Schutzschirm und die besonderen finanziellen Herausforderungen, bedingt durch die Lage Hirschhorns. Dann ging es um den Ausbau des Wasser-Hochbehälters am Schloss und die Chance für das Land, das dortige Löschwasserproblem über eine finanzielle Beteiligung zu beseitigen.

Außerdem wurde die Problematik der fehlenden Polizeikräfte außerhalb der normalen Dienstzeiten thematisiert, wenn erst eine Steife aus Wald-Michelbach anfahren müsse. Und schließlich ging es um die Planungen von weiteren Windkraftanlagen im Odenwald und die Probleme, die sich daraus für die betroffenen Kommunen ergeben.

Auf Anfrage des Stadtverordneten Thomas Wilken gab Oliver Berthold Sachstandberichte zu zwei Themen: Breitbandversorgung und Anbau Feuerwehrgerätehaus. Er erläuterte, dass in der Hainbrunner Straße noch zwei Verteilerkästen fehlen, auf dem Marktplatz bei der katholischen Kirche einer. Durch die niedrigen Temperaturen über einige Wochen hinweg habe sich eine kleine Verzögerung ergeben. Vor Inbetriebnahme am 11. Mai werde es eine Veranstaltung der Telekom im Bürgersaal geben. Berthold wies darauf hin, dass man die verbesserte Breitband-Versorgung extra beantragen müsse, bestehende Verträge würden nicht umgestellt.

Zum Feuerwehrhaus-Anbau sagte der Rathauschef, dass die Bodenplatte und ein Teil der Wände fertig seien. Aktuell werde die Decke des Erdgeschosses gegossen. Man rechne mit einer Fertigstellung des Rohbaus bis Ende März. Die komplette Fertigstellung des Anbaus ist laut dem Bürgermeister für den Spätsommer/Herbst geplant.

Aus der Stadtverordneten-Versammlung: Keine Bushaltestelle am Hirschhorner Campingplatz

Am Campingplatz in der Langenthaler Straße wird es keine Bushaltestelle in der Sommersaison geben. Bürgermeister Oliver Berthold beantwortete auf der vergangenen Stadtverordneten-Sitzung eine Anfrage des SPD-Mandatsträgers Thomas Wilken von Ende Juli dementsprechend. Dieser hatte mit Blick auf die Camper als touristische Zielgruppe angeregt, diesen eine gefahrlose und schnelle Möglichkeit zu geben, in die Stadtmitte zu kommen. Angedacht war dies für die Buslinie 685 zwischen Wald-Michelbach und Hirschhorn-Ersheim.

Berthold erläuterte mit Blick auf einen Ortstermin, dass die Verkehrsbehörde beim Kreis einer Einrichtung von Haltestellen im Bereich der Landesstraße 3105 auf Höhe des Campingplatzes Hirschhorn nicht zustimme. Die Stellungnahme werde voll inhaltlich vom Verkehrssachbearbeiter der Polizeidirektion Bergstraße geteilt. Beim Ortstermin wurde daneben laut Bürgermeister mitgeteilt, dass hinsichtlich der Notwendigkeit zur Einrichtung der Bushaltestellen kein Nachweis vorliege. Weder vom Betreiber des Campingplatzes noch von dem der Buslinie gebe es entsprechende Anträge.

Zudem seien im Stadteingangsbereich von Hirschhorn zwei in Gegenlage vorhandene Bushaltestellen eingerichtet. Diese lägen in zumutbarer Entfernung zum Campingplatz und seien über den bereits vorhandenen Gehweg gut zu erreichen. Eine Bushaltestelle im Außerortsbereich ist Berthold zufolge nicht unproblematisch, da die Fußgänger auf freier Strecke die Fahrbahn überqueren müssten und die Querungsstellen nicht gesichert seien. Daher könne bei Abwägung der Sachlage in Hinblick auf die Sicherheit des Verkehrsablaufes, insbesondere der Sicherheit der Fußgänger, zum jetzigen Zeitpunkt keine andere Entscheidung erfolgen.

Mit Blick auf den eigentlichen Wortlaut der Anfrage teilte Rathauschef mit, dass der Bus nicht die Zu- und Abfahrt zum Campingplatz nutzen und dann unterhalb der Straße gefahrlos halten könne. Denn wenn die Schranke vor der Platzeinfahrt unten sei, könnten davor haltende Fahrzeuge den Busverkehr behindern.

Ebenfalls auf eine Anregung des SPD-Parlamentariers Wilken geht ein Antrag der Sozialdemokraten zurück, der in leicht modifizierter Form von der Stadtverordneten-Versammlung einstimmig verabschiedet wurde. Demnach soll der Empfängerkreis der E-Mail-Adresse stavo@hirschhorn.de ausgeweitet werden. Die SPD sieht sie als wichtiges Instrument der Kommunikation zwischen Bürgern und Mandatsträgern. Die Fraktion wollte vermeiden, dass es mit dem Stadtverordneten-Vorsteher eine zentrale Stelle gibt, die über eine Weiterleitung der einzelnen E-Mails an die Parlamentarier allein entscheidet.

Hintergrund des Antrags war die Erkenntnis, dass Bürger mit dem Versenden an diese E-Mail-Adresse bereits voraussetzen, dass ihre Nachricht automatisch bei allen Stadtverordneten landet. Ein Kompromiss-Vorschlag der Fraktion Profil Hirschhorn fand dann einhellige Akzeptanz: Demnach werden E-Mails automatisch an Stavo-Vorsteher, Hauptamt und die Fraktionsvorsitzenden weitergeleitet. Wer außerdem noch die Nachrichten direkt und ohne Umwege bekommen möchte, kann sich in die Verteilerliste eintragen lassen.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine intensive, engagierte und emotionale Diskussion. In der wurde wieder deutlich, dass die tiefen Gräben zwischen SPD und CDU nach der Kommunalwahl und dem Bürgermeister-Abwahlverfahren noch längst nicht zugeschüttet sind. Gegenseitiges Misstrauen und Vorwürfe beherrschten zum Gutteil die Szenerie.

(Bild: Odenwald-Campingpark)

Gesellige Stunden für die Hirschhorner Senioren bei der Adventsfeier

Einige gesellige Stunden verlebten die Senioren aus der Kernstadt und den Ortsteilen bei angenehmer Unterhaltung im Bürgerhaus. Bewirtet von vielen Helfern war ein ansprechendes weihnachtliches Programm für sie zusammengestellt worden, bei dem sie sängerisch auch selbst aktiv werden durften. Eine Blech- und Holzbläsergruppe Hirschhorner Musikanten spielte für die ältere Mitbürger bekannte Weisen auf.

„Zu Weihnachten steht die Zeit ein wenig still, und wir haben Muße für andere Gedanken“, meinte Bürgermeister Oliver Berthold in seiner Begrüßung. Man solle sich jetzt Zeit nehmen für Dinge, „für die wir sonst viel zu wenig Zeit haben“. Jetzt sei die Möglichkeit jemanden anzurufen, „von dem wir schon lange nichts mehr gehört haben“ oder jemandem zu schreiben, „dem wir schon lange einmal schreiben wollten“.

All die fleißigen Helfern aus der Stadt hätten sich die Zeit genommen, „damit wir an diesem Nachmittag die Möglichkeit haben, etwas zur Besinnung zu kommen und den hektischen Alltag zu vergessen“, sagte der Bürgermeister. Deshalb dankte er allen, die zum Gelingen dieser Feier beigetragen haben. „Sie sehen also, dass es viele Menschen gibt, denen wir nicht egal sind.“

Wenn man die Adventszeit nutze und auf andere zugehe, „dann können wir die Welt um uns herum ein kleines Stückchen besser machen“ und ndafür sorgen, dass sich die Mitmenschen geborgener und wohler fühle, so Berthold. Mit Bezug auf Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“ meinte er, dass man gerade in der Vorweihnachtszeit die schützende Hand dieser „guten Mächte“ ganz besonders spüre. „Zeigen Sie Ihren Mitmenschen, dass sie Ihnen nicht egal sind – sorgen Sie dafür, dass sie sich geborgen fühlen“, forderte er die Gäste auf.

Viel Beifall erhielten die Kinder der Kita Hirschhorn, die in die Weihnachtsbäckerei entführten und auch sonst einige Adventslieder im Gepäck hatten. Grußworte der Kirchengemeinden durch Pater Joshy und Pfarrer Jörg Awischus leiteten über zur Hausmusik der Gruppe um Heinz Hess (der krankheitsbedingt leider selbst nicht dabei sein konnte), die zum Mitsingen anregte.

Dafür waren extra Textblätter mit „Alle Jahre wieder“, „ Leise rieselt der Schnee“ und „O Tannenbaum“ ausgelegt worden. Levin Gruneberg las im Anschluss die Geschichte „Ein tolles Geschenk“ vor, dann kam Konrad Flachs mit der Mundharmonika vorbei und anschließend lasen noch einmal Levin und Stella Franzisko die Weihnachtsgeschichte „Das silberne Glöckchen“.