Stolz, aber auch ein wenig enttäuscht: Stella Stegmann wurde bei Miss-Mermaid-Germany Zweite

„Ich bin stolz auf meine Leistung, aber jetzt trotzdem bisschen enttäuscht“, sagt Stella Stegmann über ihre Teilnahme am Miss-Mermaid-Germany-Wettbewerb im ägyptischen Hurghada. Die 21-Jährige aus Olfen, derzeit Studentin in München, rechnete mit ihrem Sieg bei der Meerjungfrauen-Entscheidung, wurde aber ihrem Eindruck nach auf der Cat-Walk-Zielgeraden von Paulina Pläger aus Frankfurt noch an der Schwanzflosse gepackt und an Land geworfen, sodass es nur zum zweiten Platz reichte.

„Ich habe überall eine super Performance an den Tag gelegt“, erzählt Stella selbstbewusst. Sie kann ihre Enttäuschung kaum verbergen, „da auch sehr viele Mädels mit meinem Sieg gerechnet haben“. Bekannt waren den Teilnehmerinnen jedoch zunächst nur die Punkte, die sogenannten „Mermaid-Parts“. Hier holte sie bei der Long-Distance-Competition und beim Unterwasser-Posing die volle Punktzahl.

Paulina, dieses Jahr dritte beim Miss-Hessen-Wettbewerb, war unter Wasser nicht besonders herausragend, meint die 21-Jährige. „Sie selbst hatte auch nicht mehr mit dem ersten Platz gerechnet.“ Bei der Jury sei die Frankfurterin jedoch beim Catwalk, dem „Miss-Part“, sehr gut angekommen. „Mir ist gleichzeitig klar: Das ist natürlich Typ-Sache und subjektiv“, weiß Stella. Dritte wurde Sarah Milka aus Kassel.

Die Olferin hatte anfangs „wirklich das Gefühl, dass es eher um sportliche Leistung geht“. Jetzt, im Rückblick, kommt ihr der Mermaid-Wettbewerb doch mehr wie eine „ganz normale“ Miss-Wahl vor. „Das finde ich schade und etwas enttäuschend“, sagt sie. Im Laufe der zwei Wochen wurden immer wieder Schärpen für bestimmte herausragende „Perfomances“ vergeben. „Ich hatte ich die Ehre, für die meisten nominiert zu werden“, freut sich die 21-Jährige: Die für „Best Behaviour“ gewann sie auch.

Eine tolle Erfahrung war die Teilnahme definitiv, betont Stella. „Ich habe alle Mermaids und das ganze Team sehr ins Herz geschlossen.“ Mit vielen wird sie weiterhin Kontakt pflegen und ist sich sicher, „dass ich sie irgendwann mal wieder treffen werde“. Die zwei Wochen im Hotel Baron Palace Sahl Hasheesh Hurghada waren für die junge Frau ein wertvolles Erlebnis. „Auch die Fotografen sind wertvolle Kontakte, wenn man sich im Modelbusiness ein kleines Netzwerk schaffen will“, hebt sie hervor. Denn sie fing bereits mit 13 Jahren an zu modeln.

Prinzipiell fiel ihr jede Disziplin nicht schwer, freut sich die Olfenerin. Am meisten Gedanken machte sich beim Mermaid-Part, „denn dort wollte ich definitiv glänzen“. Ihr war aber gleichzeitig klar, dass sie sich keine Sorgen machen musste. „Denn ich bin die geborene Meerjungfrau“, lächelt sie aufgrund ihrer Schwimmkünste, die sie die Long-Distance-Competition mit 75 Metern unter Wasser gewinnen ließen.

Auf der Bühne „kommt bei mir das Meiste ohne nachdenken ganz natürlich“, weiß die 21-Jährige: das Lächeln, das Laufen und dabei – sehr wichtig – selbstbewusst wirken. Stella machte sich ebenfalls sehr viele Gedanken über ihre Outfits, „denn darauf kommt es schließlich auch an“. Die drei Gewinnerinnen erhalten Preise wie etwa ein Kleid des indischen Designers Mohan. Außerdem werden die Mermaids für Veranstaltungen gebucht.

„Die Tage vergingen wie im Fluge“, schildert die junge Frau ihren Aufenthalt. Neben Tagesausflügen wie zur Makadi Water World, Quad fahren, Kamele reiten oder eine Bootstour gab es auch viele Fotoshootings. Es wurden für das Hotel Bilder gemacht, für Magictail mit der gesponserten Flosse und der Mermaid-Wear, für Mermaid Protector und für den indischen Designer.

„14 Tage mit 40 Mädels zu organisieren ist nicht einfach“, lacht sie. Alle Unternehmungen waren mit enormen Wartezeiten verbunden, was auch mit der Mentalität vor Ort zusammenhing. „Freizeit, in der man wirklich das tun kann, wozu man gerade Lust hat, gab es nur wenig“, bedauert sie. Zurück in Deutschland, „geht der Alltag bei Siemens weiter“, wo sie ein Studium in Business Administration absolviert.

Fotograf: Christian Zink | www.lichtfang-foto.de

Werbeanzeigen

Depeche Mode als Lebensgefühl

In Sachen Depeche Mode macht Hermann Rang keiner so schnell etwas vor. Der Sänger aus dem Brombachtaler Ortsteil Birkert ist ein eingeschworener Fan der britischen Synthie-Rock- und Pop-Gruppe, eine der erfolgreichsten Bands der Welt. Im Odenwald hat Rang ein paar Gleichgesinnte gefunden, die mit ihm als „Depeche Reload“ die Musik von Dave Gahan, Martin Gore und Andrew Fletcher perfekt bis ins Detail inszenieren.

Mit seinem Faible für Depeche Mode wurde Hermann Rang mehrere Male bei ihm vorstellig, erinnert sich Marco Müller. Die Wege sind kurz, denn auch er wohnt im 250-Seelen-Dorf Birkert. „Hermann ist, seit ich ihn kenne, absoluter Hardcore-Fan“, schmunzelt der Schlagzeuger. 2001 kam er dann selbst in den Genuss eines Live-Erlebnisses und „war schwer begeistert von der Umsetzung der Elektrodrums durch ein akustisches Drumset“. Müller dachte sich: „So einen Job würde ich auch gerne mal machen.“ Es sollte aber noch ein paar Jahre dauern. 2006 war der Zeitpunkt da: „Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Band mehr und wir sind zusammen das Projekt angegangen.“

„Die Band ist fesselnd“, sagt nicht nur Marco Müller über Depeche Mode. „Im Publikum stehen Leute von 20 bis 70 Jahre“, beobachtet er – was der Musiker sonst so nicht kennt. Je mehr man sich mit den Liedern befasst, „desto interessanter werden sie“, erläutert er. Die anderen Bandmitglieder haben zwar ihre musikalische Heimat teilweise ganz woanders, sind aber nicht eingefahren. Alles wird gerne gehört, so lange es gut gespielt und umgesetzt wird, erklärt der Mann aus Birkert. Das reicht von Klassik über Pop, Rock, Metal, Jazz, Funk und Soul bis hin zum „einfachen“ Gesangschor.

Außer Hermann Rang, für den es nur Depeche Reload und sonst nichts gibt, haben die anderen noch weitere Standbeine. Keyboarder Axel „Aji“ Imhof aus Weiten-Gesäß ist in etlichen regionalen Bands mit dabei wie Another Livetime, die Hausband des Hüttenwerks, Stargate oder Blasser Bertram. Der Erbacher Sven Kuhl (Gitarre/Keyboard) zupft die Saiten bei Simple Live, Jumping Jack und Bitter Sweet.

Bassist Markus Kosch aus Linsengericht (bei Gelnhausen), auch am Keyboard aktiv, spielt alles von Rock bis Lederhose. Und Marco Müller nennt als weitere Betätigungsfelder Simple Live, Mindweb, Leaving Paradise, Reckoning und Meloy Valley. Im Durchschnitt, so Müller, „macht jeder von uns schon seit 30 Jahren Musik“.

Der Titel als „Hessens beste Tribute Band“ aus dem Jahr 2009 zeigt, dass hier Profis am Werk sind, die ihre Sache beherrschen. Dass die Bandmitglieder aus dem Odenwald kommen, verschafft ihnen einen unübersehbaren Heimvorteil. Aber auch ohne die Wurzeln in der Region machen der authentische Sound, das Bühnenbild und das Outfit des Quintetts deutlich, dass hinter der Sache mehr steckt als nur reine Covermusik.

Schon bei den ersten Songs, etwa „Policy of Truth“ oder „Strange Love“, sind die Fans kräftig dabei. Das ändert sich auch im Verlauf eines dreistündigen Konzerts nicht. Im Gegenteil. Wenn die Klassiker wie „Personal Jesus“, „Just Can’t Get Enough“, „Enjoy The Silence“, „People are people“ oder „Master and Servant“ angespielt werden, gibt es kein Halten mehr. Erst nach 30 und mehr Songs werden die Musiker von der Bühne gelassen.

Wenn Depeche Reload irgendwo auftritt, sind die Zuschauer begeistert. Oft sind die Locations wie vor kurzem das Rex in Bensheim oder der Colos-Saal in Aschaffenburg mit mehreren hundert Leuten ausverkauft. Marco Müller zeigt sich davon total begeistert. „Weil wir eine echte Live-Band sind, begeistern wir sogar Leute, die eigentlich ‚nur‘ AC/DC hören“, freut er sich.

Denn die meisten Depeche-Mode-Coverbands lassen sehr viel im Hintergrund aus der Konserve laufen, erläutert er. Der eigene Anspruch ist jedoch sehr hoch. „Wir spielen die Musik komplett live“, betont Müller. Quasi „liver“ als das Original selbst. In dieser Band zu spielen, ist, wie wenn man ein anderes Instrument neu lernt, ohne seines zu wechseln, erzählt der Drummer. Und das alles nur nebenbei. Jedes Bandmitglied hat seinen festen Job, zwei sind sogar selbstständig.

Info: Depeche Reload tritt am Freitag, 5. April, im Forum Friedrichsdorf (Hochtaunus) auf, am Samstag, 4. Mai, im Rind Rüsselsheim. Mehr unter http://www.depeche-reload.de

„Miss Mermaid Odenwald“ taucht in Hurghada am weitesten

„Schon am Flughafen sah ich ein paar Mädels mit der Meerjungfrauenflosse rumlaufen“, lacht Stella Stegmann. Die 21-Jährige aus dem Oberzent-Stadtteil Olfen und derzeitige Wahl-Münchnerin hat sich für den „Miss-Mermaid-Germany“-Wettbewerb qualifiziert, der aktuell in Hurghada stattfindet. „Nach ein paar Sätzen ist mir sofort klar, dass das eine tolle Zeit in Ägypten wird“, erzählt sie. Mit dem „Mermaid-Bus“ ging es dort in das Hotel Baron Palace Sahl Hasheesh, natürlich mit Polizeieskorte – das ist in Hurghada so üblich für Touristen.

Am ersten Abend stellten sich die jungen Frauen gegenseitig vor. Aus aller Welt kommen die Teilnehmerinnen an der Miss Mermaid Competition. Zwölf von ihnen konkurrieren um den Titel der Miss Mermaid Germany, etwa 30 um die internationale Krone. Jedes Mädchen bekam seine eigene Schärpe. „Ich darf mich jetzt mit Stolz ‚Miss Mermaid Odenwald‘ nennen“, schmunzelt Stella.

Das Zimmer teilen sich immer zwei Bewerberinnen miteinander. Mitbewohnerin der jungen Olfenerin ist Lara-Chiara Behr, Miss Mermaid Germany-Gewinnerin des vergangenen Jahres. Dieses Jahr nimmt sie an der internationalen Wahl teil. „Mit ihr habe ich eine Spezialistin erwischt, die mir mit Rat und Tat zur Seite steht“, freut sich die 21-Jährige.

Am ersten Tag geht das Programm sofort los. „Rein in unsere Mermaid Protector Anzüge und in den kalten Pool, um Unterwasser-Posing zu üben.“ Vorher gibt es noch ein paar Atemübungen. Nacheinander wird von jeder Mermaid ein paar Probefotos gemacht. Unterwasserfotograf Christian Zink ist Spezialist und war schon vor einem Jahr bei der Miss Mermaid-Wahl dabei. Unter Wasser muss dann in wenigen Sekunden alles stimmen. Die Pose, die Haare und am allerwichtigsten: ein entspanntes Gesicht, erzählt sie.

Am Nachmittag machen sich dann die Mermaids fertig für ein Fotoshooting mit gestylten Haaren, Make-up und dem selbst-designten Bikini-Top. Diese Fotos werden sowohl für die Webseite als auch für die Bewertung verwendet. 100 Punkte sind für jede Disziplin zu vergeben. „Pausen gibt es nur wenige“, weiß Stella Stegmann. Die sogenannte Long-Distance-Competition steht nämlich schon am zweiten Tag an und die meisten Mädels wollen davor definitiv noch einmal trainieren.

„Ich versuche meine Kräfte so gut wie möglich zu einzuteilen“, meint die Bachelor-Studentin. Denn in Deutschland hat sie bereits eifrig trainiert habe und kann die 60 Meter unter Wasser schaffen. Diese Strecke ist nötig, um 100 Punkte zu holen. „Warum findet denn die Long-Distance-Competition jetzt schon statt?“, fragen sich viele Mermaids. Die meisten sind nervös, beobachtet Stella. „Ich freue mich eigentlich darüber, da ich mich nach dieser Disziplin höchstwahrscheinlich viel besser entspannen kann“, denkt sie.

Als zweite Starterin versucht Stella Stegmann sich bestmöglichst zu entspannen und auf ihre Atmung zu achten. Mit der von Magictail zur Verfügung gestellten Flosse geht es los: „Ich fühlte mich so frei unter Wasser wie ein richtiges Wasserwesen.“ Ohne Taucherbrille sind die Markierungen nur schwer zu erkennen, merkt sie, „aber ich versuche meine Richtung beizubehalten“. Mit Erfolg.

Zwar sagt ihr Körper langsam, dass er eigentlich wieder Luft will. Auch die Beine werden müde. Der Kopf sagt aber, „dass ich noch mehr schaffen kann“. Stimmt. Die Olfenerin taucht als beste deutsche Kandidatin bei 75 Metern auf. „Mehr als 100 Punkte gibt es natürlich trotzdem nicht“, lächelt sie. Aber: „Stolz bin ich definitiv auf meine Leistung.“ Die 21-Jährige freut sich, bei dieser Disziplin einen Vorsprung zu ihren Mitstreiterinnen, die inzwischen schon zu meinen Freundinnen geworden sind, erschwommen zu haben.

Das Unterwasser-Shooting sollte gleich am nächsten Tag stattfinden, wurde dann aber wegen ungünstiger Wasser- und Wetterkonditionen auf später verschoben. „Etwas Entspannung tut uns allen aber auch mal gut“, meint sie. Die Mädels freuten sich auf das „Vergnügungsprogramm“, wie beispielsweise einen Tag in der Makadi Water World oder eine Safari.

Der Video-Link zur Long-Distance-Competition von Stella Stegmann: www.instagram.com/p/Bvwmy_XhRKu/?utm_source=ig_web_button_share_sheet. Weitere Infos zum Miss-Mermaid-Wettbewerb auf www.facebook.com/missmermaidoffiziell/

Sebastian Weinmanns Erstlingsfilm „Versus“ stößt im Erbacher Kino auf riesiges Interesse

10.000 Euro steckte Sebastian Weinmann in seinen ersten eigenen Film mit dem Titel „Versus“. Dessen Erstaufführung in den Erbacher Lichtspielen dürfte für den gebürtigen Hetzbacher eine Riesen-Genugtuung sein. Denn der große Saal mit seinen 180 Plätzen platzte aus allen Nähten, sodass der 55-minütige Streifen parallel auch im kleineren Kino gezeigt wurde. Der 33-Jährige bekam sehr viel Feedback für sein „Kind“, mit dem er sich in den vergangenen Jahren beschäftigte.

Gefühlt halb Oberzent war bei der Premiere dabei. Ob er die Hälfte der Besucher kennt? Sebastian Weinmann lacht. „Nein, alle“, meint er trocken. In sechs Tagen drehte der 33-Jährige den Film ab. Darunter war auch ein Tag in Ober-Sensbach, als die Sänger des MGV Eintracht-Liederkranz Sensbachtal hoch über dem Dorf das Lied „Heimat“ schmetterten. Zwei Tage wurde geschnitten.

Der Filmemacher freut sich über „die tolle Unterstützung von allen Seiten“. Sein Werk, so Weinmann, „wirft Fragen auf“. Er war stolz darüber, „dass ich nicht alle beantworten kann“, sagt er schmunzelnd. Denn genau so ist der Film auch gedacht: „Jeder soll für sich einen eigenen Eindruck mitnehmen.“ Jeder Zuschauer soll dadurch etwas nachdenklich werden. Der Oberzenter in Berlin freut sich über das gemischte Publikum jeden Alters, denn genau so sieht er auch „Versus“: für die Region gedacht.

„Beeindruckt, baff, überwältigt vom Andrang und der Neugier der Leute“ zeigt sich der Autor, Regisseur und Produzent in Personalunion. „Ich habe alles selbst geschrieben, jede Textzeile“, erläutert er. Und auch den Sprinter mit dem Kamera-Equipment gefahren. „Ich war nervös, wie es ankommt“, gestand der 33-Jährige. Gut, wie die Frage- und Antwort-Runde zeigte.

Moderiert wurde die von Bruder Andreas Weinmann, Lehrer an der Oberzent-Schule. Die natürlich Sebastian als Kind der Oberzent auch besuchte. „Es gibt verschiedene Geschmäcker“, weiß der Filmemacher. Deshalb „hatte ich auch keine Angst vor dem Versagen“. Dann merkt er, „dass ich den ganzen Tag vor Aufregung nur eine Cola getrunken habe“.

Viele ehemalige Weggefährten sind da: die ehemalige Grundschullehrerin Angelika Knapp-Rademacher, von der seine Mutter Grüße ausrichtete. Oder die frühere Deutschlehrerin an der OZS, Johanna Käpernik-Krämer. „Das hast du gut gemacht“, raunt ihm sein Vater Ferdinand anerkennend ins Ohr. „Ganz schön harter Tobak“, meint seine Mutter Gisela. „Alles andere dann am Küchentisch“, entgegnet der Sohn lächelnd. „Ich arbeite derzeit am Vertrieb und kann sagen, dass der Film im Herbst in die Kinos kommt“, teilt er mit.

Etliche andere Bekannte gratulieren zur Fertigstellung seiner Herzensangelegenheit. Bruder Andreas ist stolz darüber, „dass Sebastian einen Film gemacht hat, der in Erbach aufgeführt wurde“. Denn jeder, der in der Oberzent aufwuchs, „geht hier das erste Mal ins Kino“. Es sei ein Vertrauensbeweis für seine Arbeit, „dass so viele gekommen sind“. Gelobt wurde von mehreren Gästen die Musik von Fred Prest. Der „durfte machen, was er wollte“, schmunzelt der Regisseur. Ohne zu wissen, „was im Film passiert“.

Marcel Schäfer, bei den Dreharbeiten als MGV-Sänger dabei, war beeindruckt vom großen Kontrast in den einzelnen Szenen. Er wurde nachdenklich beim in der Metzgerei spielenden Ausschnitt, als die beiden Protagonisten in Konflikt gerieten, was wiederum von einer sehr ruhigen Szene abgelöst wurde. „Sehr speziell, mit einigen Absurditäten“, so Oliver von Falkenburg. Er erwähnte unter anderem den Kontrast der Schaufensterauslagen zwischen rohem Fleisch und Gemüse. „Da braucht man zwei oder drei Tage zum Verdauen“, ergänzte Gerald Schwinn. Überhaupt nicht kommerziell, „jenseits des Mainstreams“, bezeichnete er den Streifen.

Auch Christina Obenauer, die wie etliche Besucher „Sebastian von früher kennt“, betonte wie andere Zuschauer: „Der Film regt zum Nachdenken an.“ Es ist keiner, den man gleich wieder vergisst. „Der bleibt im Gedächtnis.“ Da Weinmanns Erstling zum Teil in Oberzent gedreht wurde, „habe ich natürlich auch überlegt, wo die einzelnen Passagen entstanden sind“, so die Apothekerin.

„Versus“ erzählt vom Drang und dem Aufbruch in die eigene Welt. Dohensa (Dennis Habermehl) versucht seinen Weg zu finden und wird dabei mit Fragen konfrontiert, die nicht nur sein, sondern unser aller Leben betrifft. Unterstützt von Rica (Kristin Becker) erlebt das Publikum, wie er in der Lage ist, aus alten und neuen Kulturen herauszukommen und sich all dem zu stellen. Der Film arbeitet mit besonderer Sprache und geht tief an die Wurzeln des Alltags und der Umgebung, die uns beeinflusst. „Wir werden mit unserem Inneren konfrontiert“, so der Regisseur.

Regie, Buch, Produktion, Schnitt: Sebastian Weinmann

Schauspieler: Dennis Habermehl, Kristin Becker, Axel Perenz, Sebastian M. Weißbach, Martin Maier, MGV Eintracht-Liederkranz Sensbachtal

Musik Fred Prest, Kamera Oliver Moron, Setbau Ferdinand Weinmann, Maske Carlotta C. Whan, Ton Nils Weber

Rückkehr der Wölfe ist eine gesellschaftliche Herausforderung

Der Wolf ist wieder da. Von den einen begrüßt, weil mit Meister Isegrim ein Stück heimische Mythologie und Identität zurückkommt, wird er von anderen mit Furcht betrachtet, da der „böse Wolf“ über lange Jahre hinweg eine Angstfigur war. Nutztierhalter beobachten darüber hinaus den Anstieg der Population mit großer Sorge. Im Hirschhorner Langbein-Museum versuchte nun Kulturgeograph Sebastian Ehret von der Christian-Albrechts-Universität Kiel unter dem Titel „Unsere neuen alten Nachbarn – Erfahrungen und Positionen im Zusammenleben zwischen Menschen und Wölfen in Deutschland“ etwas Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen.

Bereits gegen 1780 war der Wolf im Odenwald ausgerottet. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es plötzlich noch einmal große Aufregung über Rückkehrer. 1866 wurde der letzte Wolf im Odenwald getötet und auf dem Marktplatz in Eberbach ausgestellt. Noch heute steht das Tier ausgestopft im Museum der Stadt. Von Zwingenberg/Neckar führt die Wolfsschlucht hoch bis zum Wolfsstein, der die Stelle markiert, wo ihn der Schollbrunner Ratsschreiber Vincenz Diemer im Eberbacher Stadtwald erlegte.

„Die Rückkehr der Wölfe stellt uns als Gesellschaft vor eine Herausforderung“, betonte Ehret vor einem zahlreichen Publikum. Er ist überzeugt davon, dass es nur dann einen gleichberechtigten Dialog um Lösungsansätze geben kann, „wenn wir versuchen, die Position unseres Gegenübers zu verstehen – gerade wenn wir sie persönlich nicht teilen“. Der Geograph bezeichnete das Zusammenleben von Menschen und Wölfen als vielschichtig.

„Oft vergessen wir, dass die Rückkehr der Wölfe in den unterschiedlichsten Bereichen diskutiert wird“, sagte er. In Biologie, Recht, Moral, Politik, Psychologie oder Praxis gelten jedoch unterschiedliche Logiken. Das könne zu Konflikten führen. Statistisch sei es zwar richtig, dass es in den letzten 20 Jahren keinen Angriff von Wölfen auf Menschen in Deutschland gab. Trotzdem hätten einige Angst vor Wölfen. „Wissenschaftliche Analysen und psychologische Emotionen funktionieren eben nicht nach derselben Logik“, so Ehret.

Angst ist laut Ehret in den meisten Fällen also nicht das Ergebnis persönlicher Erfahrungen – „direkt betroffene Nutztierhalter mal ausgenommen“. Er erkannte vielmehr „eine Angst vor dem Unbekannten und vor dem unbekannt Bleibenden“. Möglicherweise, so seine Vermutung, sei dies auch ein Grund dafür, warum Menschen in der Beschreibung ihrer Angst häufig auf kulturgeschichtliche Bilder und Symboliken zurückgreifen.

„Ein Grund, warum die Debatte um die Rückkehr der Wölfe so emotional geführt wird, liegt an ihrer moralischen Ebene“, erläuterte Ehret. Verschiedene moralische Auffassungen geben seiner Meinung nach unterschiedliche Antworten auf die Frage, ob nun die Bedürfnisse von Menschen oder die von Wölfen bei Konflikten schwerer wiegen.

Nutztiere gehören Ehret zufolge nur mit einem sehr geringen Prozentsatz zur Wolfsnahrung. „Nun sollte man diese Zahl aber richtig einordnen“, betonte er. Dass es aber ein Missverhältnis zwischen Nahrung und viel mehr gerissenem Tieren gibt, das sogenannte „Surplus killing“ (Überschuss-Töten), führte der Referent auf zwei Ursachen zurück. Im Gegensatz zu Wildtieren hätten ihre „domestizierten“ Artgenossen keine Schutzstrategien mehr, die sie reaktiveren können. Außerdem könnten sie durch die Haltung in Gehegen nicht flüchten und sich auch nicht wehren.

Bei Wölfen wiederum „wird der typische Ablauf einer Jagd durch die Präsenz der Nutztiere gestört und immer wieder von vorne gestartet“. Pro Angriff werden dann mehrere Tiere gerissen. So geschehen Ende 2017 in Kailbach (Oberzent). Erst vor eineinhalb Monaten wurde wieder ein Tier bei Neckargerach beobachtet – interessanterweise nicht weit weg von der Stelle, wo 1866 der letzte Odenwald-Wolf erschossen wurde.

Die mediale Debatte um das Zusammenleben von Menschen und Wölfen verläuft also derart umfangreich, laut und kontrovers, „dass es nicht mehr möglich ist, ihr zur Gänze zu folgen“, sagte Ehret. Mittlerweile handle es sich um ein gesamtgesellschaftliches Thema. Verschiedenste Interessensvertretungen und Verbände versuchten ihren Positionen Gehör zu verschaffen. Alle großen Parteien hätten eigene Positionen zu dem Thema entwickelt. „Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir lernen, uns gegenseitig besser zu verstehen und aufeinander zuzubewegen“, so Ehret abschließend.

 

Sebastian Ehret, aus Wilhelmsfeld (bei Heidelberg) stammend, lebt seit zehn Jahren in Kiel und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der dortigen Universität.

„Bounce“ lässt Bon Jovi in den Odenwald kommen

Nur zwei Mal sind die Rock-Giganten von Bon Jovi in diesem Jahr in Deutschland zu sehen, allerdings weit entfernt vom Odenwald. Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist die Truppe um den gleichnamigen Sänger damit auf ihrer „This House Is Not For Sale-Tour“ wieder live in Europa unterwegs. Da trifft es sich gut, dass es eine Coverband wie „Bounce“ gibt, die seit 18 Jahren dem Original bis auf den Ton genau nacheifert. Die Qualität des Quintetts hat sich herumgesprochen: Das Hüttenwerk platzte aus allen Nähten. So voll sieht man den Club sonst sehr selten. Selbst Lokalmatadoren schaffen es kaum, diese eng im Saal zu erzeugen.

Die restlos begeisterten Fans konnten nicht genug bekommen. Zugabe um Zugabe schallte es nach Ende des regulären Sets gen Bühne. Von so viel Feedback mehr als angetan, ließ sich der Fünfer gerne bitten. Allen voran Sänger Oliver Henrich, der sich ab und zu auch die zweite Gitarre schnappt. Er beherrscht charismatisch die Bühne, animiert die nur zu gerne zu begeisternden Gäste und verausgabt sich so total, dass er zum Schluss schweißgebadet, mit klatschnassen Haaren, die Klamotten am Leib klebend, die Welthits einen nach dem anderen rausschreit.

Schreien trifft es ein wenig: Henrich, der in vergangenen Jahren das Original fast an die Wand sang, hatte dieses Mal seine Probleme, die höchsten Töne zu erreichen und beim einen oder anderen Song stimmlich durchzuhalten. Das hörte man schon besser vom Shouter. Entweder die 65 Konzerte im Jahr mit „Bounce“ schlauchen auf die Dauer doch oder er war an diesem Abend gesundheitlich etwas angeschlagen. Denn auch mit Ansagen – außer den üblichen Mitsing-Animationen gen Publikum – hielt er sich zurück.

All das tat aber der überschäumenden Stimmung keinen Abbruch. Schon bei „Have a nice day“ gehen alle Hände in die Höhe, was sich bei den folgenden Mitgröl-Songs fortsetzt. Wie Henrich dabei die Zuschauer im Griff hat, die gesamte Breite der Bühne für seine Darstellung nutzt, raumfüllend mit vollem Körpereinsatz agiert, das ist schon einsame Klasse. Der Sound war bisschen Bass- und Bassdrum-lastig, aber zum Glück Stimme und Gitarre gut vernehmbar.

Nichts ist bei der Coverband von den weichgespülten Rockern bemerkbar, als die sich die Originale manchmal geben. Es fetzt, es knallt, es rockt, es hämmert, die Lieder werden so schnell angespielt, dass auch die Balladen richtig Drive bekommen. Das macht sich vor allem im zweiten Set bemerkbar, als „Bounce“ nach einem eher „gemäßigten“ Start wie entfesselt aufspielt.

Ein absoluter Knaller ist das unvermeidliche „Runaway“, das inzwischen mehr als 35 Jahre auf dem Buckel hat und der Startschuss für die beispiellose Karriere war. Kaum hat Keyboarder Johannes E. Brunn die ersten charakteristischen Töne angestimmt, geht ein Jubel durch die Menge, gibt es kein Halten mehr. „Raise your hands“ hatte im ersten Set bereits die Fans in Ekstase versetzt.

„In these Arms“, „Dry county“, „Bad Medicine“, „You give love a bad name“ oder „Born to be my baby“ wiederum sind Songs, bei denen sich die Band so richtig austoben kann. Gitarrist Jens Rösel spielt ein ums andere Mal (Ex-Gitarrist) Richie Sambora den Rang ab, während Tommylare am Bass und Olav Quick am Schlagzeug die homogene Rhythm-Section bilden. Weitere Kracher aus früheren Zeiten, die ebenfalls von der überschäumenden Stimmung getragen werden, sind „Keep the Faith“, „Always“ oder „Bed of Roses“.

„Livin on a prayer“ und „Wild in the Streets“ sollten den Abend eigentlich beschließen, aber so schnell lässt die Meute keinen gehen. Eine kurze Bandabsprache und schon rockt „I’ll be there for you“ los. Das wird bis zur Erschöpfung exzessiv zelebriert, unter Einsatz der letzten Kräfte, mit Einbindung des lauthals mitsingenden Publikums, und bildet einen grandiosen Abschluss der Rocksause.

Info: „Bounce“ tritt in der Region wieder beim Open-Air der Schmucker-Brauerei Mossautal am Freitag, 28. Juni, auf. Zuvor ist die Band unter anderem in der Scheuer Idstein am Freitag, 12. April, zu sehen. Mehr unter www.bonjovitribute.de.

Ernsttaler Bier für die durstigen Schöllen- und Kailbacher

Lokalgeschichte zieht: Der Gastraum des „Grünen Baums“ platzte aus allen Nähten, als Thomas Müller vom Verein Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach zu einer historischen Reise in die Vergangenheit einlud. Er entführte die Zuhörer in den nahe gelegenen kleinen Weiler Ernsttal (früher Neubrunn) nahe dem Dreiländereck Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Der Hobby- Historiker untermalte sein Referat mit etwa 250 alten Bildern und hatte die passenden Sagen, Geschichten und Anekdoten parat.

„Halb Ernsttal ist hier“, nahm Müller schmunzelnd Bezug darauf, dass der Weiler heutzutage noch sieben Einwohner (gegenüber früher 70) hat, von denen drei nach Hesselbach gekommen waren. Über die Jahre hinweg hat der 50-Jährige an die 6000 alte Bilder eingescannt, davon 1500 Postkarten, berichtete er. Gerade von Ernsttal gibt es etliche davon, weil es eine Poststation hatte. Früher, weiß er, führte nur die Straße von Schloßau nach Breitenbach durch den Ort, von der es auch eine Abzweigung nach Amorbach gab. „Die Kreuzung existiert noch heute“, erläutert er.

Wäre der Krähbergtunnel zwischen Hetzbach und Schöllenbach vielleicht nicht gebaut worden, wenn es mit einer Bahnstrecke zwischen Amorbach und Eberbach geklappt hätte? Denn um 1880 herum war die Tunnelplanung für die Main-Neckar-Verbindung unterm Bergmassiv an dieser Stelle in groben Zügen schon fertig, als Fürst Ernst zu Leiningen sie torpedierte, erläuterte der Hobby-Historiker.

Bei Kailbach wäre die Bahn wieder ans Tageslicht gekommen und hätte danach an Friedrichsdorf und Gaimühle entlang den gleichen Verlauf wie die jetzige Odenwaldbahn genommen. Doch der Fürst wollte keine Dampflokomotiven in der Nähe seines Tierparks vorbeifahren sehen, erklärte Müller. Außerdem war Schloss Waldleiningen gerade fertiggestellt und sollte ebenfalls nicht eingenebelt werden. Das Land Hessen verwirklichte in dieser Zeit die Main-Neckar-Verbindung über die Erbacher Schiene. In deren Verlauf entstand dann auch mit dem Krähbergtunnel die längste einspurige Röhre Deutschland mit 3100 Metern.

In früheren Jahren erwies sich das Fürstenhaus als sehr geschäftstüchtig, wenn es um die Vermarktung seines Gerstensaftes ging, informierte Müller. So entstand in Ernsttal ums Jahr 1840/41 das Gasthaus zur Post mit einer Pferdewechselstation, im gleichen Zeitraum wurde auch der bisherige Pfad zwischen dem Weiler und der Wegscheide an der Seitzenbuche ausgebaut. Denn dieser Sattel verbindet auch heute noch Itter- und Gabelbachtal und bildet quasi das Eingangstor zum früheren Hesseneck und den Ausläufern des badischen Eberbachs.

Der Fürst zu Leiningen hatte nämlich zuerst überlegt, eine Brauerei in der Main-Gegend zu bauen, so Müller. Da gab es aber zu viel Konkurrenz. Da scheinbar die Bevölkerung in Richtung Kail- und Schöllenbach sowie im Badischen biermäßig unterversorgt war, orientierte er sich in diese Richtung. In Ernsttal entstanden daneben auch ein Rentamt, wo der Zehnte eingetrieben wurde, die Ökonomie des Fürstenhauses sowie die Zuchtstation.

Das dunkle Ernsttaler Bier wurde dort bis 1923 gebraut. Die Weltwirtschaftskrise bedeutete das Ende der Brauerei und damit auch der Siedlung. Es gab keine Arbeit mehr, die Menschen zogen nach und nach weg, da sie in dieser Gegend auch keinen Landbesitz mehr hatten.

In einem ersten Teil hatte der Referent über die Entwicklung des Dorfnamens von Nuwenbrunnen über Neubrunn bis Ernstt(h)al gesprochen. Er informierte über die Dorfgröße sowie Schwankungen der Bevölkerungszahlen im Vergleich zu den Nachbardörfern. Er zeigte außerdem spannend die Zeit des Zweiten Weltkrieges auf, als zehn – später gefallene – Soldaten das Dorf verteidigen wollten. Der Hobby-Historiker berichtete zudem vom „Jahr ohne Sommer“ aufgrund eines Vulkanausbruches in Indonesien. Dies führte zu Missernten ab 1816, durch die die Bevölkerung verarmte und ab 1830 viele Gehöfte an die Standesherrschaft Leiningen verkaufen musste. Es folgten die Agrarunruhen  1848.

Thomas Müller (50) beschäftigt sich seit 25 Jahren hobbymäßig mit der Geschichte seiner Odenwaldregion im Dreiländereck. Hauptberuflich ist er in Amorbach im Qualitätsmanagement tätig. „Die Geschichte ist ein schöner Ausgleich zu meiner Arbeit“, sagt er. Der 50-Jährige ist gerne in der Natur unterwegs und „will wissen, wie es früher hier ausgesehen hat“. 2002 wurde der Heimatverein Örtliche Geschichte Schloßau/Waldauerbach gegründet, dessen Vorsitzender Müller vier Jahre lang war. Derzeit ist er dessen Schriftführer und Archivar.

Die vielen besonderen Details im Rückblick auf vergangenen Jahrhunderte sind für ihn die Motivation, sich damit zu beschäftigen. Er möchte die Historie für folgende Generation bewahren und die Erinnerung daran wach halten: „Damit die Leute wissen, wie es früher hier zuging.“ Der Verein besitzt ein großes Archiv, unter anderem aus dem Bestand eines verstorbenen Historikers, der 50 Jahre lang Wissenswertes aus seiner Heimat sammelte.