Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Neckarsteinach mit sehr gutem Besuch – MdB Christine Lambrecht ehrte und referierte

So gut wie schon lange nicht mehr war der Besuch der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins. „Wir hatten offen eingeladen und ich bin froh, dass sich dieser Versuch gelohnt hat“, freute sich Neckarsteinachs SPD-Vorsitzende Sabine Wegehingel. Sogar einige Nicht-Mitglieder fanden den Weg ins Sportheim. MdB Christine Lambrecht war nicht ohne Grund in die Vierburgenstadt gekommen, gab es doch Anlass zu zahlreichen Ehrungen. Die zu Ehrenden berichteten lebendig und engagiert, wie sie ehemals zur SPD fanden.

Lambrecht überreichte Urkunden mit dankenden Worten für 40 Jahre an Karin Schindelbeck und Margot Hofherr. Seit kurzem zählt Prof. Dr. Walter Mühlhausen zum Ortsverein. Der geschäftsführende Direktor der Friedrich-Ebert-Stiftung in Heidelberg wohnt mittlerweile im hessischen Neckarsteinach. Er fand vor 40 Jahren in Nordhessen zur SPD. Geehrt wurde auch Bürgermeister Herold Pfeifer für 25 Jahre Mitgliedschaft. Sie alle hätten, so Lambrecht, an vielen Stellen für die Entwicklung der SPD gearbeitet und sich mit der Übernahme von Mandaten in der Kommunalpolitik Respekt und Anerkennung verschafft.

Groß war dann das Interesse am Bericht der Ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Unterbezirksvorsitzenden, lebhaft und engagiert die Diskussion nach ihrer Rede. „Wir haben sehr viele Themen, die uns als Sozialdemokraten wichtig sind, in langen und zähen Verhandlungen im Koalitionsvertrag durchsetzen können. Und Punkt für Punkt haben wir sie dann abgearbeitet – teilweise auch gegen den erbitterten Widerstand der Union“, zog Lambrecht Bilanz der vergangenen Regierungsjahre. Beispielhaft nannte sie die Erhöhung des Mindestlohns, die Rente ab 63 nach 45 Beitragsjahren und das Lohngerechtigkeitsgesetz zur Beseitigung der Lohnlücke zwischen Frauen und Männern.

Ein wichtiges Ziel für die SPD war es, so Lambrecht, dass die Kommunen in dieser Legislaturperiode erheblich entlastet wurden. „Nur finanziell handlungsfähige Kommunen können eine gute soziale Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Schwimmbäder bereitstellen.“ Deshalb habe man Städte und Gemeinden in Milliardenhöhe entlastet.

Bei den Sozialabgaben waren es jeweils eine Milliarde in den Jahren 2015 und 2016, dann 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2017 und 5 Milliarden ab 2018, erläuterte die Abgeordnete. Sie fügte hinzu: „Der Bund hat das Geld bereits gestellt. Es ist nun die Aufgabe der Länder, das Geld schnell weiterzugeben. Das könnte gerade in Hessen deutlich besser laufen“, sagte Lambrecht.

Mit Blick auf den anstehenden Wahlkampf verwies Lambrecht darauf, dass die SPD klare Forderungen habe. Im Bundestagswahlkampf geht es um viel. Das Thema soziale Gerechtigkeit stehe ganz eindeutig im Mittelpunkt, denn Gerechtigkeit ist die zentrale Voraussetzung für Zusammenhalt und Wohlstand. „Wir haben sehr klare Vorstellungen: Bildung ist die wichtigste Investition in unsere Zukunft und muss von der Kita bis zum Studium oder Meisterabschluss kostenlos sein. Ebenso müsse die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen verboten werden. Sie machte aber auch klar, dass zum Thema soziale Gerechtigkeit auch ein gerechtes Steuersystem gehöre, das kleinere und mittlere Einkommen entlaste.

In der folgenden lebendigen Diskussion gab es auch viele kritische Fragen, die von Christine Lambrecht geduldig angehört und ausführlich beantwortet wurden. Die Themen waren vielfältig: von der Vermögenssteuer über Erbschaftssteuer, Rente und Flüchtlinge bis zu Martin Schulz, Bundestagswahl und Europa wurde das weite Spektrum aktueller Politik berührt.

 

Holzmarkt ist „auf einem extrem hohen Niveau“: Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Südlicher Odenwald

Für die guten Nachrichten war auf der Versammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Südlicher Odenwald der stellvertretende Beerfeldener Forstamtschef Ronny Kolb zuständig. Er sprach von einem Holzmarkt, der sich in den vergangenen drei bis vier Jahren mit Preisen „auf einem extrem hohen Niveau“ stabilisiert habe. Für die Fichte ließen sich teilweise über 90 Euro pro Festmeter erzielen.

Kolb erläuterte, dass mit den großen Holzverarbeitungsfirmen Ganzjahresverträge abgeschlossen werden konnten, wo sonst sechs Monate die Regel seien. Der Vorteil: „Es gibt eine absolute Stabilität bei den Holzpreisen auch für das zweite Halbjahr.“ Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Holz boomt. „Bei Buche und Eiche können wir sie kaum befriedigen“, sagte er. „Wir segeln in sehr ruhigem Wasser und auf hohem Niveau“, freute sich Kolb.

Von den Ergebnissen der Nadelholzsubmission in Eberbach waren die Forstleute besonders angetan. Nicht nur, dass man dort generell sehr gute Preise erzielte. Der höchstdotierte Stamm kam außerdem noch aus dem Forstamt Beerfelden. Es handelte sich um eine Lärche aus dem Gemeindewald Rothenberg „mit ein paar tausend Euro“ Erlös.

Auf diesen Baum war der Rothenberger Revierförster Reiner Grünberg besonders stolz: Elf Meter war der verwertbare Teil lang, hatte mehr als 80 Zentimeter durchschnittliche Dicke und war damit ein Prachtstück. Kolb mahnte aber, dass sich das Blatt schnell wenden könne. Nach ein paar extrem warmen Tagen „müssen wir aufpassen, dass sich der Borkenkäfer nicht ausbreitet“.

Gudrun Kranhold vom Forstamt trug den FBG-Geschäftsbericht vor. 734 Betriebe bzw. Privatpersonen waren Ende 2016 Mitglied, zu denen jetzt drei neue hinzukamen. Die größte Fläche haben die neun angeschlossenen Kommunen mit 5500 Hektar, gefolgt von den fünf großen Privatwaldbesitzern mit 2300 Hektar und den 719 kleinen Privatwaldeigentümern mit 3700 Hektar.

Das FBG-Konto weist laut Kranhold zum Ende des Jahres 2016 ein schönes Plus auf. Ein „hervorragender, ordentlicher Zustand der Kasse“ wurde ihr von Kassenprüfer Jens Schnur bestätigt, der die Zahlen zusammen mit Egon Scheuermann in Augenschein genommen hatte. Die Entlastung des Vorstands war somit nur noch Formsache.

In punkto Holzverkauf sagte Kranhold, dass dieser gegenüber 2015 leicht zurückgegangen sei. Das habe aber damit zu tun, dass es 2016 die neuen Verträge mit erhöhten Gebühren für die Privatwaldbesitzer gab. Von diesen hätten noch nicht alle unterzeichnet bzw. warteten noch etwas ab. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr über 52.000 Festmeter eingeschlagen, davon fast 38.000 fm in den Kommunalwäldern. Am meisten in Beerfelden mit über und Wald-Michelbach mit knapp unter 10.000 Festmetern.

Die Forstamtsmitarbeiterin wies auf die Wichtigkeit des PEFC-Zertifikats für die heimischen Wälder hin. Diese Zertifizierung werde auch von den Verarbeitungsbetrieben nachgefragt. Die Waldbesitzer sollten deshalb mit Akribie darauf schauen, dass die entsprechenden Vorgaben erfüllt werden. PEFC garantiert, dass Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Letztlich bedeute das Zertifikat in der Vermarktung auch bares Geld, so Kranhold.

Hildegard von Bingen mit allen Sinnen: Erwachsenenbildungskreis der katholischen Kirchengemeinde Neckartal hatte eingeladen

Der Erwachsenenbildungskreis der katholischen Kirchengemeinde Neckartal hatte eingeladen, in ökumenischer Runde einen Abend über Hildegard von Bingen zu erleben – zusammen mit einem köstlichen Fünf-Gänge-Menü. Ursula Ebert begrüßte im Bonifatiushaus die 24 Teilnehmer. Nach einstimmender Harfenmusik durch Christina Lechner gab es von Marlis Flachs einen interessanten und auch lustigen Vortrag über die verschiedenen Kräuter sowie ihre Herkunft und deren Einsatz in der Küche von Hildegard von Bingen. Danach lauschte man gern wieder den mittelalterlichen und irischen Harfenklängen.

Bevor das Hauptgericht serviert wurde, trugen Anneliese Denner, Ursula Ebert, Gudrun Kalke und Ursula Suermann Stationen aus dem Leben der Hildegard von Bingen vor, einer der bedeutendsten Frauen ihrer Zeit: Heilige, Visionärin, Mystikerin, Benediktinerin, Klostergründerin, Ärztin, Naturforscherin, Künstlerin, Prophetin, Autorin und Kirchenlehrerin. Sie verstarb 1179 und wurde 2012 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen sowie als Kirchenlehrerin für die Gesamtkirche erhoben, nachdem man sie schon über die Jahrhunderte in Deutschland als solche verehrt hatte.

Anschließend gab es eine tolle Zaubershow, die alle Zuschauer verblüffte und auch zum fröhlichen Lachen animierte. Anhaltender Applaus dankte Zauberer Seppl Denner. Beim Nachtisch klang der schöne Abend mit angeregten Gesprächen aus. Anneliese Denner überreichte abschließend im Namen des gesamten Teams Geschenke. Das Fazit der Gäste: „Es war ein schöner Abend – wirklich für alle Sinne.“

Neckarsteinacher Osterbrunnen ist bis Anfang Mai zu bewundern

Auch in diesem Jahr ist wieder aus dem Kirchenbrunnen in der Neckarsteinacher Kirchenstraße ein Osterbrunnen geworden. Das Wasser des Brunnens ist ein Zeichen des Lebens, denn ohne Wasser können wir Menschen nicht leben. Die immergrünen Zweige symbolisieren den andauernden Kreislauf des Wassers in der Natur. Die Schmuckeier an dem saftigen Grün sind Sinnbilder für die Entstehung des Lebens. Mit anderen Worten ist der Osterbrunnen gerade in der christlichen Zeit von Tod und Auferstehung Jesu Christi ein Bild für das Leben, so Diakon Dieter Klement. Der Osterbrunnen ist bis etwa 2. Mai zu sehen. In Neckarsteinach wird schon seit einigen Jahren der Kirchenbrunnen als Osterbrunnen geschmückt. Diese Tradition kommt aus der fränkischen Gegend. Der Neckarsteinacher Osterbrunnen ist mit ausgeblasenen und bemalten Eiern geschmückt. Viele Eier sind mit verschiedenen Motiven angemalt. Die Eier sind nicht aus Plastik. Sie sind sehr zerbrechlich. Trotz vielen Arbeit hat der Aufbau wieder viel Freude bereitet. Die Pfadfinder hoffen, dass er den Besuchern auch Freude bereitet.

Neckarsteinach: Ausschuss soll Einsicht in Schwanengarten-Akten nehmen – Kontrollen im nächtlichen 30er-Bereich auf der B37?

Rund um die Verpachtung des städtischen „Schwanengartens“ soll es einen Akteneinsichtsausschuss geben. Ein gleichlautender Antrag von CDU- und FWG-Fraktion wurde jetzt von der Stadtverordneten-Versammlung einstimmig befürwortet. Einsicht in Verträge und Pachtzahlungen wolle man damit erhalten, erläuterte für die CDU Gerhard Funck. Dieter Jooß (FWG) ergänzte, es gehe um Infos, seit wann es Rückstände bei der Pachtzahlung gebe, ob Mahnungen verschickt wurden oder es bereits Verjährungen gibt und wer über die Außenstände informiert war.

Marcus Augsburger (SPD) regte an, doch erst einmal die formalen Voraussetzungen für die Einsetzung des Ausschusses nach Paragraf 50, Absatz 2, der hessischen Gemeindeordnung zu prüfen. Denn er wollte nicht etwas zustimmen, was sich im Nachhinein als nicht haltbar erweise. Stadtverordneten-Vorsteherin Eva Schückler (FWG) machte aber klar, dass sie abstimmen lassen wollte, da sie davon ausgehe, dass das Verfahren in Ordnung sei. So geschah es auch, mit genanntem Ergebnis.

Gutes Ansinnen, aber falsche Zuständigkeit: So entgegnete Bürgermeister Herold Pfeifer den gemeinsamen Antrag von FWG und CDU, auf der B 37 im Bereich der nächtlichen 30-Kilometer-Beschränkung eine Verkehrsüberwachung einzurichten. Pfeifer freute sich, dass vom Gremium seine Anregungen aus dem vergangenen Jahr aufgegriffen werden, mehr gegen die Raser zu tun. Doch sei nicht der Magistrat Ansprechpartner, sondern der gemeinsame Ordnungsamtsbezirk „Hessisches Neckartal“ mit Hirschhorn.

Gerhard Funck hatte sich dafür stark gemacht, ein mobiles Überwachungsgerät anzuschaffen, um die Reduzierung auf Tempo 30 in der Stadtmitte zwischen 22 und 6 Uhr überprüfen zu können. Seit Einrichtung habe es bereits einige Beschwerden von Anwohnern gegeben, dass wiederholt zu schnell gefahren werde und sie sich in der Nachtruhe gestört fühlten. Funck ergänzte, dass dies vorerst auf Mietbasis erfolgen solle, um die Stadtkasse nicht zu sehr zu belasten.

Von Rainer Engelhardt (FWG) kam entgegen dem Fraktionsantrag die Anregung, doch erst einmal die Geschwindigkeits-Hinweistafeln zu reaktivieren und die Anschaffung zurückzustellen. Während Günter Resnikschek (Grüne) mit dem CDU/FWG-Vorschlag konform ging, fand Marcus Augsburger den von Engelhardt gut. Denn ihn würde interessieren, ob tatsächlich und wie viel zu schnell gefahren werde, was sich mit diesen Tafeln herausfinden lasse.

Pfeifer sagte, dass die Geschwindigkeitskontrollen in die Zuständigkeit des Bürgermeisters als Ortspolizeibehörde fielen. Er werde sie mit in den Beirat des Ordnungsamtsbezirks als zuständiges Gremium nehmen. „Dann werden wir Vorschläge unterbreiten.“ Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es allein mit der Aufstellung einer mobilen Anlage nicht getan sei. Dafür gebe es ganz genaue Vorschriften, auch im Hinblick auf ihre Betreuung. Bei vier Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie elf Enthaltungen wurde der Antrag angenommen.

Mit Günter Resnikschek und Matthias Meßmer (SPD) wurden zwei langjährige Stadtverordnete zum Schluss der Sitzung verabschiedet. Beide begründeten ihren Rückzug mit privaten Gründen und dankten den Kollegen für die gemeinsame Arbeit in der vergangenen Zeit.

Lkw bei Darsberg von der Fahrbahn abgekommen – Vollsperrung wegen Bergungsarbeiten

Auf dem unbefestigten Randstreifen der Kreisstraße 36 zwischen Grein und Darsberg ist am heutigen Dienstag ein Sattelauflieger mit zwei leeren Cointainern in Schräglage geraten und kommt ohne Hilfe nicht mehr heraus. Der 55-jährige Fahrer aus Bayern blieb unverletzt. Nur mit einem Spezialkran kann der verunfallte Lastwagen wieder zurück auf die Straße gezogen werden. Die Polizei aus Hirschhorn sowie die Feuerwehren Neckarsteinach und Hirschhorn sind eingesetzt. Der Streckenabschnitt zwischen Grein und Darsberg ist bis mindestens 15.30 Uhr voll gesperrt. Eine Rundfunkwarnmeldung mit der Umleitungsempfehlung über Schönau  wurde an die Verkehrsteilnehmer herausgegeben.

Schnelles Internet in Hirschhorn und Neckarsteinach startet am 11. Mai: Telekom bietet Info-Abende an

In Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Stadtteilen wird das schnelle Breitband-Internet mit bis zu 50 Mbit/s am 11. Mai in Betrieb genommen. Rund 1800 Haushalte können dann die neuen schnellen Anschlüsse buchen. Die Deutsche Telekom bietet dazu verschiedene Informationsveranstaltung für alle Bürger an.

Die Termine in Hirschhorn und Stadtteilen: Montag, 10. April, um 19 Uhr im Bürgersaal „Zum Naturalisten“ Hirschhorn; Dienstag, 11. April, um 19 Uhr in der Sängerhalle Igelsbach; Mittwoch, 12. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Krone“, Wald-Michelbacher Straße 29, Langenthal.

Die Termine in Neckarsteinach und den Stadtteilen: Dienstag, 18. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Neckarhausen, Schulweg 1; Mittwoch, 19. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grein, Im Bühl 2; Dienstag, 25. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Zum Schwanen“, Neckarsteinach; Mittwoch, 26. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Darsberg, Greiner Straße 20.

Mitarbeiter der Telekom stellen dort jeweils die Möglichkeiten des neuen Netzes und die aktuellen Angebote der Telekom vor. Weiterhin hat jeder Besucher die Möglichkeit, alle Fragen rund um das neue Netz zu stellen und sich aus erster Hand beraten zu lassen.