Sängerkreis geht kurz vor dem 100. die Puste aus

Das 100. Jubiläum hat der Sängerkreis hessisches Neckartal „leider nicht mehr zu erreicht“, bedauert der zweite Vorsitzende Gert Menges vom Gemischten Chor Finkenbach. Zum Jahresende 2020 löste sich der Vereinszusammenschluss im 95. Jahr seines Bestehens auf. Hintergrund: Es wurden immer weniger Sänger und Vereine. Die anstehenden Aufgaben konnten somit auf immer weniger Köpfe verteilt werden.

Die sangesfreudigen Gründer hatten 1925 die Vereine in den Ortschaften im Blick, die am Neckar und an seinen Zuflüssen in Südhessen beheimatet waren. Die holten sie ins sprichwörtliche Boot. Am 8. November fand in Neckarsteinach die offizielle Gründung des kreis- und länderübergreifenden „Hessischen Neckartal-Sängergaues“ statt.

Es schlossen sich damals zwölf Vereine mit insgesamt 420 Sängern an: Frohsinn Brombach, Heimatland Darsberg, MGV Ober-Finkenbach, Liederkranz Gammelsbach, Liederkranz Ober-Hainbrunn, Eintracht Hirschhorn, Sängerbund Hirschhorn, MGV Kortelshütte, Frohsinn Langenthal, Sängerbund Neckarsteinach, Eintracht Rothenberg und Frohsinn Rothenberg.

Der Sitz der neu gegründeten Vereinigung war Neckarsteinach. Dort wurde auch am 29./30. Juni 1929 das Gaubanner eingeweiht, das bis zur Auflösung bei allen offiziellen Anlässen mitgeführt wurde. Die jährliche Abhaltung von Wertungssingen, die Teilnahme an Bundeschorfesten und die gegenseitige Unterstützung durch Besuche bei Nachbarvereinen waren die wesentlichen Aktivitäten der Sängervereinigung.

In Folge des Zweiten Weltkrieges kam die Arbeit des Sängerkreises 1945 zum Erliegen, wurde aber 1948 wieder aufgenommen. Im 50. Jubiläumsjahr 1975 gehörten ihm stolze 17 Vereine an mit 17 Männer- und zwei gemischten Chören, einem Jugendchor und drei Kinderchören an: insgesamt 740 Sängerinnen und Sängern. Eine solche wurde nie wieder erreicht. Geographisch erstreckte sich das Gebiet von Darsberg über Hirschhorn und Unter-Schönmattenwag bis nach Gammelsbach, Sensbachtal und an die bayrische Grenze mit Hesselbach.

Wesentlich geprägt wurde der Sängerkreis Neckartal auch immer von seinen Vorsitzenden. Ganz besonders hervorzuheben ist die Zeit ab 1979, als Friedel Sepp aus Schöllenbach mit seiner gewinnenden Art für großen Zusammenhalt im Inneren und auch für eine starke Präsenz des Chorgesangs nach außen sorgte, erläutert Gert Menges.

Das 75. Jubiläum wurde im Jahr 2000 mit noch 15 Kreisvereinen begangen. Hier zeichnete sich bereits eine Trendwende ab: Mangels männlichem Nachwuchs hatten sich mittlerweile einige Männerchöre für Frauen geöffnet und so zu gemischten Chören gewandelt. So hatte der Sängerkreis nun insgesamt 660 Stimmen. Die Ära Friedel Sepp endete 2001 nach 22 Jahren. Danach konnte man den jungen Udo Mayer aus Unter-Schönmattenwag für den Vorsitz gewinnen, der bis 2007 amtierte.

Um den Vorsitzenden zu entlasten, entschloss man sich damals zu einer Doppelspitze, die mit Jutta Ihrig (Schöllenbach) und Ingrid Reinschild (Gammelsbach) eine gute Besetzung fand. Seit Herbst 2012 wurde der Vorsitz bis zuletzt im jährlichen Turnus reihum von den jeweiligen Vorsitzenden der Mitgliedsvereine wahrgenommen, „was auch erstaunlich gut funktionierte“, erinnert sich Menges schmunzelnd.

Mitte 2019 verließ der größte bis dato im Sängerkreis beheimatete Verein, der Sängerbund Unter-Schönmattenwag, die Vereinigung und schloss sich dem Sängerkreis Weschnitztal-Überwald an. Als kurze Zeit darauf noch die Nachricht eintraf, der MGV Liederkranz 1898 Kortelshütte befände sich in Auflösung, sah man im Vorstand die Notwendigkeit gegeben, den Fortbestand des Sängerkreises Neckartal insgesamt zu hinterfragen.

Denn es gab dann nur noch neun angeschlossene Vereine: Eintracht 1912 Falken-Gesäß, Gemischter Chor Finkenbach, Liederkranz 1912 Gammelsbach, Eintracht/Sängerbund Hirschhorn (derzeit nicht aktiv), Sängerbund 1860 Neckarsteinach, MGV Liederkranz 1898 Ober-Hainbrunn, MGV 1911 Rothenberg, Sängerkranz Schöllenbach und MGV Eintracht-Liederkranz 1882 Sensbachtal.

Nach dieser Bestandsaufnahme wurde ab Herbst 2019 im Vorstand diskutiert, ob angesichts des Wegfalls dieser beiden Mitgliedsvereine und einer damit einhergehenden drastischen Reduzierung des belastbaren Personals (nicht zuletzt auch wegen der immer ungünstiger werdenden Altersstruktur) eine Wahrnehmung der Aufgaben im Sängerkreis überhaupt noch gewährleistet werden kann.

Angesichts der geringen Anzahl der verbliebenen Vereine und der Diversität ihrer Chorarbeit konnte zukünftig keine vereinsgerechte Förderung mehr angeboten werden, bedauert Menges. Auch die Ausrichtung von Veranstaltungen erwies sich als fast nicht mehr lösbare Aufgabe. So wurde die Auflösung zum 31. Dezember 2020 beschlossen.

Zum 1. Januar 2021 fanden vier Vereine im Sängerbund Odenwaldkreis (Falken-Gesäß, Finkenbach, Gammelsbach, Schöllenbach), drei im Sängerkreis Weschnitztal-Überwald (Sensbachtal, Rothenberg, Ober-Hainbrunn) und einer im Badischen Sängerbund (Neckarsteinach) eine neue Heimat. In Hirschhorn ruht derzeit der Betrieb.

Am 25. April vergangenen Jahres hätte es eine durch den MGV Sensbachtal organisierte Abschluss-Veranstaltung mit allen Vereinen geben sollen. Dabei wollte man auch zahlreiche Jubilare ehren. Pandemiebedingt wurden jedoch alle Planungen zunichte gemacht. So bleibt den Vereinen nun die Hoffnung, nach der Zeit der Gesangsabstinenz ein verspätetes Abschlussfest feiern zu können.

Lkw bei Darsberg von der Fahrbahn abgekommen – Vollsperrung wegen Bergungsarbeiten

Auf dem unbefestigten Randstreifen der Kreisstraße 36 zwischen Grein und Darsberg ist am heutigen Dienstag ein Sattelauflieger mit zwei leeren Cointainern in Schräglage geraten und kommt ohne Hilfe nicht mehr heraus. Der 55-jährige Fahrer aus Bayern blieb unverletzt. Nur mit einem Spezialkran kann der verunfallte Lastwagen wieder zurück auf die Straße gezogen werden. Die Polizei aus Hirschhorn sowie die Feuerwehren Neckarsteinach und Hirschhorn sind eingesetzt. Der Streckenabschnitt zwischen Grein und Darsberg ist bis mindestens 15.30 Uhr voll gesperrt. Eine Rundfunkwarnmeldung mit der Umleitungsempfehlung über Schönau  wurde an die Verkehrsteilnehmer herausgegeben.

Schnelles Internet in Hirschhorn und Neckarsteinach startet am 11. Mai: Telekom bietet Info-Abende an

In Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Stadtteilen wird das schnelle Breitband-Internet mit bis zu 50 Mbit/s am 11. Mai in Betrieb genommen. Rund 1800 Haushalte können dann die neuen schnellen Anschlüsse buchen. Die Deutsche Telekom bietet dazu verschiedene Informationsveranstaltung für alle Bürger an.

Die Termine in Hirschhorn und Stadtteilen: Montag, 10. April, um 19 Uhr im Bürgersaal „Zum Naturalisten“ Hirschhorn; Dienstag, 11. April, um 19 Uhr in der Sängerhalle Igelsbach; Mittwoch, 12. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Krone“, Wald-Michelbacher Straße 29, Langenthal.

Die Termine in Neckarsteinach und den Stadtteilen: Dienstag, 18. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Neckarhausen, Schulweg 1; Mittwoch, 19. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grein, Im Bühl 2; Dienstag, 25. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Zum Schwanen“, Neckarsteinach; Mittwoch, 26. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Darsberg, Greiner Straße 20.

Mitarbeiter der Telekom stellen dort jeweils die Möglichkeiten des neuen Netzes und die aktuellen Angebote der Telekom vor. Weiterhin hat jeder Besucher die Möglichkeit, alle Fragen rund um das neue Netz zu stellen und sich aus erster Hand beraten zu lassen.

Baumfeld zur Urnenbestattung auf dem Darsberger Friedhof eingeweiht

„In der allgemeinen Trauer- und Bestattungskultur hat sich ein tiefgreifender Wandel vollzogen“, sagte Bürgermeister Herold Pfeifer bei der Eröffnung des Baumfelds zur Urnenbestattung auf dem Darsberger Friedhof. Gemeinsam mit dem Ortsbeirat und besonders mit dessen ehemaligem Ortsvorsteher Ralf Edelmann wurde es unter Unterstützung der städtischen Gremien verwirklicht.

Der Projektchor Darsberg unter der Leitung von Anja Emmerich eröffnete die Veranstaltung mit dem Stück „Das Meer der Liebe“. Bürgermeister Pfeifer bezeichnete die Gründe der Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen als vielfältig: so die räumliche Zersplitterung traditioneller Familienverbände, aber auch die Auswirkungen des demografischen Wandels. Viele könnten aufgrund von Krankheit und hohem Alter oder wollten, aus welchen Gründen auch immer, die Grabstätten ihrer Angehörigen nicht mehr selbst pflegen.

Aus diesem Wunsch nach alternativen Bestattungsformen entstanden laut Pfeifer kommerzielle Friedwälder und Ruhehaine, die in kürzester Zeit einen enormen Zulauf erfahren hätten. „Da wir diesen Trend nicht aufhalten können, aber gleichzeitig für die Erhaltung der Friedhöfe verantwortlich sind, haben wir bereits mit der Errichtung von Urnenstelen auf dem Friedhof in Neckarhausen ein erstes Zeichen gesetzt“, so der Bürgermeister. Die Idee des Ortsbeirats Darsberg sei in den städtischen Gremien auf eine breite Zustimmung gestoßen.

Wie der ehemalige Ortsvorsteher Ralf Edelmann in seiner Projekterläuterung sagte, habe sich der Ortsbeirat bereits 2011 mit der Möglichkeit der Etablierung neuer Bestattungsformen beschäftigt. Der unterbreitete Vorschlag zur Umsetzung war Edelmann zufolge – „sowohl was die Funktionalität als auch die Anmut betrifft“ – durch eine Beschränkung auf das Wesentliche gekennzeichnet. Als Standort wurde der Grünsteifen entlang des Hauptweges gewählt.

Der vorhandene Baumbestand soll in die Gestaltung einbezogen sowie die bestehende Einzäunung zur inneren Abgrenzung in den Bereichen Wasserstelle als auch Abfallentsorgung ergänzt werden, sagte Edelmann. Das Baumfeld selbst bestehe aus zwei Grabfeldern und einem zentralen Bereich. Es biete Platz für die Bestattung von bis zu 110 Urnen. Die zur Aufstellung angedachte Sandsteinstele befinde sich bereits im Eigentum der Stadt und bedürfe nur der fachgerechten Aufarbeitung. Als Ort des Gedenkens soll eine Ablagemöglichkeit für Blumen geschaffen werden.

Die Kosten ließen sich laut Edelmann auf 4000 Euro begrenzen, da nicht allzu viel neu gestaltet werden musste. Das überschaubare Investitionsvolumen in Verbindung mit der Möglichkeit von zusätzlichen Einnahmen trägt seinen Worten zufolge maßgeblich zu einer Legitimation als auch Standortsicherheit des Friedhofes Darsberg bei.

Nach dem Gang zum Baumfeld und der Niederlegung der Schale brachte der Projektchor das Stück „Von guten Mächten“ dar. Es folgte die Entzündung des Friedenslichts durch Ortsvorsteher Holger Ludwig. Der geistliche Impuls kam von Pfarrer Norbert Feick, Diakon Dieter Klement und Vorsteher Heinz-Bernd Gramlich. Nach den Dankesworten von Bürgermeister Pfeifer an alle mit der Verwirklichung Beteiligten erfolgte der Ausklang durch Ortsvorsteher Ludwig.

Landrat Christian Engelhardt lobt auf seiner Sommertour das „hervorragende Potenzial“ Hirschhorns

Vier Tage nahm sich Landrat Christian Engelhardt Zeit, ein knappes Jahr nach seinem Amtsantritt auf einer Sommertour den verschiedenen Regionen des Landkreises Bergstraße einen Besuch abzustatten. Dabei ging es diesmal nicht ums Politische, sondern um touristische Aspekte. Daneben standen die Selbstvermarkter im Vordergrund. Letzte Station nach Ried, Bergstraße sowie Odenwald mit Weschnitztal und Überwald war das hessische Neckartal mit Hirschhorn und Neckarsteinach.

Nach dem Auftakt in der Kaffeemanufaktur Hirschhorn mit Geschäftsführerin Ulrike Schnetz und Investor Rolf van den Berg ging’s hoch zum Wahrzeichen der Neckartal-Perle, Schloss Hirschhorn. Hier waren die beiden Pächter Nadine Wagner und Andreas Schweitzer Gesprächspartner zur Stadtbild prägenden Burg, die vor etlichen Jahrhunderten durch die Ritter von Hirschhorn errichtet worden war.

Stadtführer Ludwig Heyer nahm dort den Landrat in Empfang, schaute mit ihm noch kurz in einen verwunschenen Raum hinein und erläuterte dem Gast dann auf dem Weg bergab die Geschichte der Stadt. Neben dem Kloster waren vor allem die engen Altstadt-Gassen mit ihren vielen Fachwerkhäusern und Zunftzeichen von besonderem Interesse.

„Kein Kreis weit und breit ist so vielfältig wie die Bergstraße“, betonte Engelhardt. Kultur, Natur und Freizeitangebote fänden sich hier dichtgedrängt. Man wolle seitens der Kreisverwaltung ganz gezielt für Urlaub in der eigenen Region werben, sagte er. Denn „in den Ferien bleiben viele zuhause“. Auf seiner Tour habe er deshalb ganz gezielt touristische Highlights wie das Schloss oder Direktvermarkter wie die Kaffeemanufaktur in Hirschhorn besucht.

Der Landrat erwähnte daneben den „fantastischen Boden“ im Ried, die Weine der Bergstraße, Kochkäse, Obstbrände oder naturbelassene Apfelsäfte im Odenwald. Wer im Landkreis urlaube, für den gehöre ein „interessantes gastronomisches Angebot dazu“, hob Engelhardt hervor. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung werde deshalb ein kleiner Prospekt mit einer Übersicht der Direktvermarkter aufgelegt.

Der Kreis-Chef nannte daneben das „hervorragende Potenzial“ Hirschhorns am Rand des Ballungsraums Rhein-Neckar mit einem S-Bahn-Anschluss direkt in die Städte. Allerdings brauche es ein Konzept für die Stadtentwicklung und Nutzung der Altstadt, war er sich mit van den Berg einig. Häuser müssten so umgestaltet werden, dass sie heutigen Erfordernissen genügten. Und: „Es reicht nicht, auf das eigene Angebot zu schauen“, sondern Vielfalt sei nötig. Durch eine abwechslungsreiche gastronomische Landschaft erreiche man viele Gäste, meinte Engelhardt.

Ludwig Heyer wies auf die zahlreichen Leerstände und den Investitionsstau in Hirschhorn hin. „Wir leben hier, wo andere Urlaub machen“, meinte er nicht nur mit Blick auf den Neckarsteig. Durch diesen habe es „einen immensen Zulauf an Touristen gegeben“. Heyer konnte sich den Seitenhieb nicht verkneifen, „dass es diese Wege schon viel früher gegeben hat“, aber eben die Vermarktung fehlte.

Richtige Vermarktung ist auch für den Landrat ein Schlüsselwort. Es gelte, Pakete zu schnüren, mit denen touristische und gastronomische Ziele zusammen gebucht werden könnten. Auch Incentives und Tagesangebote spielten eine wichtige Rolle, wenn die Region auf den Fachmessen für die Schönheiten der Region werbe. Weitere Stationen der Engelhardt‘schen Sommertour waren in Hirschhorn das Langbein-Museum und in Neckarsteinach der Hohe Darsberg.

Auch das hessische Neckartal surft bald auf der schnellen Datenautobahn

Die Internet-Zukunft fürs hessische Neckartal hat begonnen. An einem symbolträchtigen Ort, der Sängerhalle im zwischen Hessen und Baden-Württemberg geteilten Dorf Igelsbach, fand der Spatenstich fürs schnelle Breitbandnetz der Städte Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Ortsteilen statt. Ab Mai 2017 sollen rund 3300 Haushalte mit 30 Mbit/s und mehr surfen können. Dafür werden von der Telekom etwa 30 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Das geplante VDSL-Netz erlaubt aber nicht nur Surfen, sondern auch Telefonieren und Fernsehen. Die Telekom war aus einer öffentlichen Ausschreibung als Kooperationspartner hervorgegangen. Sie will nach den Worten von Simone Remdisch im August mit den Tiefbauarbeiten ebenfalls in Hirschhorn-Igelsbach und im Neckarsteinacher Stadtteil Darsberg beginnen. 18 sogenannte Multifunktionsgehäuse werden in Hirschhorn gestellt, 14 in Neckarsteinach. Bis zu diesen werden dann die Glasfaserleitungen gelegt, von dort bis ins Haus geht’s per Kupferkabel weiter.

Unterstützt von der Wirtschaftsförderung Bergstraße, die für ihre Aktivitäten von allen Seiten Lob bekam, akquirierten die beiden Städte Fördermittel aus Landes- und Bundestöpfen. Im Hirschhorner Fall ist dies mit 78.000 Euro ein eher kleinerer Betrag, weil die Wirtschaftlichkeitslücke kleiner ist. Neckarsteinach erhält die Maximalfördersumme von 500.000 Euro und wird selbst auch nochmal einen sechsstelligen Betrag in den Ausbau stecken.

Von den verschiedenen Rednern wurde die Wichtigkeit eines schnellen Internets für alle Lebensbereiche genannt. Das reiche vom Hausbesitzer, der den Wert seine Immobilie damit steigere, über die lokale Wirtschaft bis hin zu touristischen Aspekten. Denn, wie es der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt formulierte, „ein Leben ohne Internet ist nicht mehr denkbar“. Er wies darauf hin, dass beim Breitbandausbau Hessen bundesweit vorn liege, in Hessen wiederum der Kreis Bergstraße an führender Stelle.

Umso wichtiger ist es laut Engelhardt, mit dem hessischen Neckartal jetzt eine der letzten Lücken auf der schnellen Internet-Karte schließen zu können. Die Kollegen aus der badischen Nachbarschaft „schauen fast bisschen neidisch“, meinte er, was da auf der anderen Seite in Hessen passiere. Er wies darauf hin, dass im Zuge dieser Arbeiten auch der badische, zu Eberbach gehörende Teil von Igelsbach mit versorgt werde. „Wir erhoffen uns positive Effekte für Wohn- und Wirtschaftsstandort“, so der Landrat.

Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB), Matthias Zürker. Er verglich den Baustart mit der Einführung der S-Bahn im Neckartal vor 13 Jahren, mit der es heute ähnlich rasant in die Metropolregion gehe. Zusammen mit dem WLAN-Programm des Kreises beginne heute in Igelsbach „Gegenwart und Zukunft“ des Internets.

Georg Matzner vom hessischen Wirtschaftsministerium erläuterte, dass es „viel Druck“ gegeben habe, den südlichsten Zipfel Hessens am Neckar ans schnelle Internet anzuschließen. Das sei wiederum heute „unverzichtbar“. Das Vorhaben bezeichnete Matzner als „nicht einfach realisierbar“. Wie der Referatsleiter betonte, hätten „beide Städte bei der Fördermittelbeantragung alles richtig gemacht“.

Simone Remdisch von der Telekom sagte, die Zusammenarbeit mit den Kommunen „klappt hervorragend“. Ende April 2017 könnten die Kunden die neuen Pakete buchen. Bis zum Winter sollen die Tiefbauarbeiten in Ersheim, Langenthal, Hirschhorn und Igelsbach sowie Neckarsteinach, Darsberg, Grein und Neckarhausen laufen. Danach folge der Einbau der Systemtechnik. 95 Prozent der Haushalte erhielten danach 30 Mbit/s Download-Geschwindigkeit. Vor der Inbetriebnahme wird es Remdisch zufolge Info-Veranstaltungen geben.

Für die beiden hessischen Neckartalstädte hatten Stadträtin Ursula Lischer (Hirschhorn) und Bürgermeister Herold Pfeifer (Neckarsteinach) begrüßt. Lischer erinnerte fast wehmütig „ans gute alte Telefon“. Gut sind ihr die Anfänge des Internets im Gedächtnis. „Langsam war gestern, bald sind wir schnell auf der Datenautobahn unterwegs“, sagte sie. Pfeifer wies auf die sich mehrenden Anfragen nach schnellem Internet seit Beginn seiner Amtszeit vor vier Jahren hin.

Mit großer Unterstützung der WFB habe man das Projekt stemmen können, sagte der Bürgermeister. Er wertete den Spatenstich als „maßgebliche strukturpolitische Weichenstellung für das gesamte hessische Neckartal“. Die beiden Städte würden als Wohn- und Arbeitsort „noch attraktiver“. Zum offiziellen Baustart waren auch Wolfram Koch, Leiter des Breitbandbüros Hessen, Dagmar Cohrs, stellvertretende WFB-Geschäftsführerin und der regionale Breitbandberater Südhessen, Berthold Passlack, anwesend.

Zu den Lebensmitteln gibt’s gerne auch noch ein Schwätzchen dazu: Der „rollende Bauernmarkt“ von André Kruppa ist eine Besonderheit in der Region

André Kruppa ist viel mehr als nur Betreiber des „Rollenden Bauernmarkts“, mit dem er in der Oberzent, im Neckartal und am Katzenbuckel unterwegs ist. Schon dieses Geschäftsmodell ist in der heutigen Zeit etwas Besonders und gibt es – wenn überhaupt -nur noch sporadisch in der hiesigen Region. Denn die Hoch-Zeit der Bauernverkaufswagen war in den 70er Jahren. Heutzutage findet man diese über Land fahren Lebensmittel-Komplettanbieter eher noch in südlichen Ländern.

Nein, Kruppa ist in den kleinen und kleinsten Ortschaften und Weilern des Odenwalds auch Ansprechpartner für die kleinen täglichen Sorgen der Menschen, oftmals einziger sozialer Kontakt von alten, nicht mehr mobilen Senioren – und darüber hinaus Lebensretter. So erinnert er sich an einem Stammkunden, der dienstags nicht am Wagen auftauchte. Weil er aber dessen Zuverlässigkeit kannte, machte sich Kruppa Sorgen, forschte nach – und tatsächlich, der Senior war am Wochenende zuhause die Treppe hinunter gefallen und lag hilflos im Haus.

„Ich bin manchmal die einzige Bezugsperson der Älteren“, so Kruppa. Da heiße es natürlich auch, immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen zu haben. Die danken es ihm dann auch mal mit privaten Einladungen wie letztens zu einem Geburtstag in Hebstahl. Dieses Miteinander, dieses Geben und Nehmen, freut ihn sehr. Auf Wunsch bringt er auf seiner nächsten Tour immer auch gerne weitere Dinge des täglichen Bedarfs mit, die sich sonst erst Kilometer entfernt im Supermarkt finden: etwa die Tube Zahnpasta, Waschmittel oder andere Hygieneartikel abseits seines regulären Angebots.

Molkereiprodukte, Backwaren, Eier, Gemüse, Fleisch, Kartoffeln, Obst und auf Vorbestellung so etliches mehr hat Kruppa in seinem Transporter dabei. Mit dieser großen Produktpalette sieht er sich allein auf weiter Flur. Der 43-Jährige tourt von Montag bis Samstag durch den (kleinen) badischen und hessischen Odenwald. Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Renate und dem 16-jährigen Sohn.

„Reich wird man nicht, aber ich kann gut davon leben“, lächelt Kruppa. Dafür klotzt er aber auch ran: Von 8.30 bis etwa 19 Uhr ist er von Montag bis Freitag in den Orten des südlichen Odenwalds unterwegs, danach ist noch Organisation angesagt. Samstags geht’s auf den Neckargemünder Markt, sonn- und feiertags ist der Bauernladen auf diversen Festen wie jetzt in Beerfelden anzutreffen. Den dortigen Geschäftsleuten ist der Marktmann sowieso sehr dankbar für die vielen Tipps, die ihm beim Aufbau der eigenen Existenz halfen.

In den kleinen Ortschaften wieder  Hinterbach, Olfen, Schöllenbach oder Falken-Gesäß auf hessischer Seite wie auch dem badischen Grenzland mit Friedrichsdorf, Mülben oder Waldkatzenbach ist Kruppa oftmals die einzige Möglichkeit für die Ortsbevölkerung, sich mit dem Nötigsten für den täglichen Bedarf eindecken zu können, ohne gleich etliche Kilometer zum nächsten Supermarkt fahren zu müssen.

Dass er damit eine Marktlücke gefunden hat, beweisen André Kruppa die vielen neuen Stammkunden. 480 waren es noch 2013 unter dem alten Betreiber, inzwischen hat er die Zahl in nicht einmal eineinhalb Jahren auf über 800 gesteigert. Bis Ende des Jahres möchte er auf 1000 Stammkunden kommen. Fernziel sind ein zweiter Verkaufswagen und ein kleiner Laden mit seinen Produkten in Finkenbach.

Zu seinem „Tante-Emma-Laden auf vier Rädern“ kam der aus der ehemaligen DDR stammende Kruppa wie die Jungfrau zum Kinde. Denn eigentlich hatte er sich, zuvor drei Jahre arbeitssuchend, als Verkaufsfahrer beworben. „Heimgekommen bin ich mit einer Firma“, meint der 43-Jährige schmunzelnd. Mit dieser auf vier Rädern ist er jetzt seit eineinhalb Jahren auf Tour.

Der Anfang des rollenden Bauernmarkts vor 45 Jahren war mit dem Verkauf von Eiern. Passenderweise hieß der Eigentümer damals Heinrich Eiermann und hatte das Hühnergehe am Eberbacher Krankenhaus. Irgendwann lohnte es sich nicht mehr, nur mit Eiern auf Verkaufsfahrt zu gehen – und so kamen mit Nachfolgerin Monika Lenz die anderen Produkte hinzu. Sie, die 1984 einstieg, ist noch bis Ende des Jahres als Unterstützung mit im Boot.

 

Info: Bei seinen Produkten setzt Kruppa ganz auf die Region. Die Backwaren bezieht er täglich frisch von den Bäckereien Riesinger in Gammelsbach und Beerfelden. Käse kommt von der Hofkäserei in Gammelsbach und der Molkerei Hüttenthal. Fleisch und Wurst steuert neben Beisel & Jehle in Rothenberg die Landmetzerei Sattler in Beerfelden bei, die Eier kommen von der Erzeuergemeinschaft Trunk und Möhler in Schloßau. Frisches Obst und Gemüse bezieht er von der Firma Keil aus Erbach. Das „Nudel-Lager“ stellt die Firma Heist in Rehbach. Kräuter, Grießklößchen, Säfte, Wein, Zucker und Mehl gehören daneben zum Standardsortiment.

Montags führt die Tour des rollenden Bauernmarkts von Rothenberg über Kortelshütte, Hainbrunn, Finkenbach und Hinterbach bis nach Falken-Gesäß. Dienstags werden zuerst Olfen und Airlenbach, dann Beerfelden, Hetzbach, Sensbachtal, Friedrichsodrf, Kailbach und Schöllenbach angefahren. Mittwochs ist die Ecke Neckarsteinach, Mückenloch und Dilsberg dran, donnerstags neben den Eberbacher Stadtteilen auch Langenthal und Heddesbach. Freitags schließlich geht‘s auf die Tour rund um den Katzenbuckel mit Abschluss in Gammelsbach. Infos zu den jeweiligen Standorten unter Telefon 0175-2815817.

Hirschhorner belegten den dritten Platz beim Jugendfeuerwehr-Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal

Doppelsieg für die Überwälder: Mit fünf Jugendteams war die frisch fusionierte Schönmattenwager Wehr beim Wettkampf des Löschbezirks 3 in Langenthal angetreten und räumte gleich kräftig ab. Auf Platz 3 kam die eine Hirschhorner Mannschaft, auf Platz 11 die andere. Die erste Mannschaft aus Schimmeldewog durfte den von Wald-Michelbachs Gemeindebrandinspektor Erwin Hartmann gestifteten Wanderpokal in Empfang nehmen. Die Veranstaltung fand zum 40-jährigen Bestehen der Jugendwehr im Hirschhorner Stadtteil statt.

Das Ergebnis freute natürlich Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter, gleichzeitig Schönmattenwager Wehrführer, sehr. Er war zusammen mit der Langenthaler Jugendfeuerwehrwartin Lisa Morr und dem dortigen Wehrführer Michael Siefert sowie deren Team federführend an der Organisation beteiligt und den ganzen Tag auf Achse. Neckarsteinach I wurde 12., die zweite Mannschaft nahm aus Konkurrenz teil. Darsberg kam auf Platz 10. Rothenberg kam mit zwei Teams auf Platz 9 und 13, Hainbrunn auf 8.

17 Jugendteams zwischen zehn und 17 Jahren aus dem hessischen Neckartal und vor allem aus dem Überwald, aber auch dem benachbarten Heddesbach sowie dem angrenzenden Odenwaldkreis nahmen an diesem Wettbewerb teil, der jedes Jahr in einem anderen Ort des Löschbezirks 3 stattfindet. 2015 richtete ihn Unter-Abtsteinach aus, damals gewannen die Langenthaler Jugendlichen. Die traten dieses Mal nicht an.

Neckarsteinach, Darsberg, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach, Hirschhorn, Kreidach, Schönmattenwag sowie Heddesbach, Hainbrunn und Rothenberg waren teilweise mit mehreren Teams (davon fünf aus Schimmeldewog) am Start. Acht Disziplinen waren beim Wettkampf zu bewältigen. Darunter vier Feuerwehrdisziplinen mit Aufbauen einer Saugleitung, Schnelligkeitsübung, allgemeine Theorie sowie Feuerwehrknoten und Stiche. Davon sind mit der Theorie und der Saugleitung zwei vorgegeben, die anderen beiden könne der Ausrichter wählen, so Siefert. Weiterhin gab es vier Spiele: Stelzenlauf, Schätz-, Wasserbomben- und Dachrinnenspiel.

Die Kreidacher Mannschaft an der Knoten-Station nahm außer Konkurrenz teil. Denn das siebenköpfige Team gibt es noch nicht so lange wieder. Es nutzte den Wettbewerb unter der Leitung von Jugendwart und Wehrführer Björn Kist zum „Reinschnuppern“. Schiedsrichter an dieser Station war Wald-Michelbachs Wehrführer Peter Capuani, der – manchmal ein wenig frotzelnd – so einige Tipps für den richtigen Knoten parat hatte.

Um die 150 Teilnehmer mit ihren Betreuern waren im ganzen Ort unterwegs, um zu den acht Stationen zu gelangen. Natürlich sind das im Hirschhorner Stadtteil mit seinen 320 Einwohnern keine weiten Wege. Die Wertungsrichter kamen zum einem von der ausrichtenden Langenthaler Wehr, zum anderen aus dem ganzen Löschbezirk 3. Unter ihnen waren Jan Hofmann aus Birkenau, Klaus Sieber von Affolterbach, Lukas Hofmann aus Unter-Abtsteinach, Joe Beisel von Hirschhorn, Sven Seib aus Darsberg oder mit Georg Korfant der ehemalige Stabführer des Löschbezirks 3.

Den Wettbewerb für die Jugendfeuerwehren gibt es seit über 25 Jahren, erläuterte Tobias Walter. Früher einmal wurde er immer dort ausgerichtet, wo die Sieger des Vorjahres herkamen. Inzwischen orientiere man sich an besonderen Ereignissen. Und das hatte die Langenthaler Jugendwehr an diesem Tag: Sie feierte ihren 40. Geburtstag. 1976 als 75. Nachwuchsorganisation im Kreis Bergstraße gegründet, gehören ihr heute vier Mädchen und acht Jungen an.

Natürlich gehe es vorrangig um die Ausbildung, so Walter. Aber man wolle auch durch den Wettkampfgedanken die Kenntnisse „mit Spaß an der Sache vermitteln“. Außerdem könnten so die Jugendlichen ihr bisher Gelerntes unter Beweis stellen. Von den Jugendfeuerwehrleuten aus Schimmeldewog weiß Tobias Walter, dass diese kräftig im Vorfeld üben, sobald die Übungen eine Woche vorher bekannt sind. „Die motivieren sich gegenseitig und sind dann ganz heiß auf den Wettkampf“, schmunzelte er. Mit Erfolg, wie sich am Ergebnis zeigte.

Das Zusammensetzen einer Saugleitung diene zur Simulation der Wasserentnahme aus einem offenen Gewässer, erläuterte Walter. Diese Übung sei identisch mit der, die auch die Erwachsenen absolvieren müssten. Somit seinen Worten zufolge ein gutes Training für die spätere Tätigkeit in der Einsatzabteilung, wenn die Jugendlichen 18 würden und weiter dabei bleiben.

Beim Schnelligkeitswettbewerb ging es darum, vier C-Schläuche mit je 15 Metern so zusammenzusetzen, dass keine Windungen drin sind. Das Schätzspiel beinhaltete Fragen nach der Zahl der Berufsfeuerwehren in Deutschland (107) oder dem gemeinsamen Gewicht von B- und C-Schlauch (14 Kilo).

Am Schluss der Veranstaltung gab’s Lob von allen Seiten. Tobias Walter freute sich über die perfekte Organisation und den reibungslosen Verlauf. Für die Langenthaler Organisatoren war Lisa Morr ebenso zufrieden. Denn schließlich wurde der Wettbewerb schon seit August von einem siebenköpfigen Orga-Team vorbereitet. Die heiße Phase lief seit einem Monat. Am Tag selbst brachten sich neben den 38 Mitgliedern der Einsatzabteilung noch einmal über zehn Ortsbürger ein, damit der Ablauf reibungslos klappte. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1154756184568529.1073741923.100001024761983&type=1&l=7735908953

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Feuerrad in Heddesbach: Weithin lodernde Flammen sorgen für mystisches Spektakel

Die alte Tradition des Feuerrad-Rollens zum Abschluss der Fastnachtszeit – der Winter soll vertrieben werden – hat schon etwas Mystisches. Wenn dann auch wie jetzt in Heddesbach der Wind sein Spiel mit dem Feuer treibt, lässt sich erahnen, warum dieses als eines der vier Naturelemente in früheren Zeiten als so Ehrfurcht gebietend betrachtet wurde. Heute halten die örtliche Feuerwehr, der MGV und die Theatergruppe dieses grandiose Spektakel hoch, das im Ort schon seit der Zeit zwischen den Weltkriegen belegt ist.

Die Form des Winteraustreibens – damals als Scheibenschlagen – findet sich vor fast 1000 Jahren erstmals in der Chronik des Klosters Lorsch. Am 21. März 1090 vernichtete ein Feuer große Teile des Klostergebäudes, hervorgerufen durch eine brennende Holzscheibe, die als Volksbrauch zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche in die Luft geschleudert wurde. Heutzutage findet sich der Feuerrad-Brauch nur noch ganz selten in Deutschland. Ein Schwerpunkt ist der südliche Odenwald mit – neben Heddesbach – dem benachbarten Langenthal und Darsberg.

Dieser Brauch wird schon seit vielen Jahren vom Männergesangverein gepflegt. Bereits ein paar Tage vorher wird das Gitterrad mit Stroh gestopft. Es hat einen Durchmesser von 2,50 und eine Breite von 1,50 Metern. Ein Traktor transportiert es den Dammberg hinauf und bringt es in Position. Dann wird das die Sonne symbolisierende Feuerrad an Stangen den Berg hinab auf den hoch lodernden Fastnachtshaufen im Tal, bestehend aus ausrangierten Christbäumen und Grünschnitt, geführt. Die lange Brandspur verkörpert dabei die Erwärmung der Fluren durch den nahenden Frühling.

Dieses Jahr war alles ein klein wenig anders. Zum Glück wurde es wenigstens rechtzeitig trocken. Der Wind pfiff aber allen Beteiligten heftig um die Ohren und sorgte bei der Sportanlage im Tal für meterlange Rauchschwaden des zuvor angezündeten Christbaumfeuers. Das war schon fast heruntergebrannt, als zehn kräftige Männer von Feuerwehr und MGV das Feuerrad den Dammberg hinab führten. Sie mussten sich wegen der Windböen besonders schützen, denn beeindruckende Flammenspiele loderten zur Seite hin auf.

Wenn auch der Regen eine halbe Stunde vorher aufgehört hatte, so waren die Außenbedingungen dennoch etwas ungemütlich. So kam es, dass weniger Besucher als sonst zur Hütte an den Ulfenbach gekommen war. Der plätscherte, voll mit Wasser, schon knapp unterhalb des Randes. Drinnen wurde fröhlich weitergefeiert mit Alt-Bier aus Düsseldorf, Kräuter- und Williams-Schnaps. Und natürlich kamen die bekannten „Harfenburger“ auf den Teller, aber auch Fisch- und Lachsbrötchen. Der Glühwein half gegen die aufkommende Kälte.

Die Veranstaltung in Heddesbach hat eine lange Tradition. Schon zwischen den beiden Weltkriegen wurde das Feuerrad schon zu Tal gerollt. Selbst während des Krieges hielten die Bewohner des kleinen badischen Dorfs daran fest. Heutzutage ist sie ein beliebter Treffpunkt für Gäste aus nah und fern. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1100213260022822.1073741907.100001024761983&type=1&l=53b71b4c7b 

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2000 Aktive lassen in 93 Gruppen beim Hirschhorner Umzug den Fasching hochleben

Was für ein Gaudiwurm. 93 teilnehmende Gruppen mit 2000 Aktiven machten Hirschhorn am Sonntag zur unangefochtenen Fastnachtshochburg im unteren Neckartal. Eineinhalb Stunden lang dröhnten die verschiedenen Narrenrufe durch die Hirschhorner Altstadt zwischen Schleusenbrücke und Bahnhof. Tausende von Schaulustigen wohnten an den Straßenrändern dieser prallen Demonstration fastnachtlichen Lebens bei.

Aus der näheren und weiteren Umgebung, aus Eberbach, Ober-Hainbrunn, Rothenberg, aber auch Neckargemünd und Wiesenbach und sogar Heidelberg und Heilbronn waren zahlreiche befreundete Gruppen angereist, um zusammen mit den Hirschhorner Rittern als Veranstalter Stimmung unters Volk zu bringen. Das ließ sich auch nicht lange bitten. Unter dem Regen von Popcorn, Bonbons oder Lutschern schallten die Helau-, Ahoi- und Hajo-Rufe genauso stimmgewaltig wieder zurück wie sie ausgesprochen wurden.

Alle Bilder gibt’s hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1098634830180665.1073741903.100001024761983&type=1&l=b987f5f91a

„Hoch die Hände – Stadt am Ende“ hieß das Motto des diesjährigen Fastnachtsumzugs. Dass die Ritter einen guten Draht nach oben haben, bewies das (fast) trockene Wetter – entgegen aller Vorhersagen. Die Umzugsleitung hatten Präsident Klaus-Jürgen Ehret sowie die beiden Vizepräsidenten Peter Layer und Axel Leippe. Geplant hatten ihn Zugmarschall Richard Rucktäschel und Generalfeldmarschall Matthias Denner. Am Freien Platz wurden die Teilnehmer von Doris Heckmann und Hans-Jürgen Waibel vorgestellt.

Eingerahmt wurden die Mitmarschierenden von den beiden Hirschhorner Fastnachtsvereinen. Neun Gruppen des HCV zu Beginn und stolze 13 zum krönenden Abschluss von den Rittern machten deutlich, dass sich Hirschhorn zu Recht eine Faschingshochburg nennen darf. Die badischen Fahnen hielten die KG Kuckuck und der Fanfarenzug aus Eberbach oder die Rockenauer Eulenspiegel hoch. Auch aus Brombach, Wimmersbach oder Pleutersbach waren Gruppen dabei.

Vor allem die mit viel Liebe und Arbeit gestalteten, verschiedenen Motivwagen zogen immer wieder die Blicke der Besucher auf sich. Dem Streit um die Windkraft-Anlage auf dem Greiner Eck hatte sich der Stammtisch Ewiger Jugend und Glückseligkeit angenommen. Deftig kam die Meinung rüber, dass man von Windenergie nicht allzu viel hielt.

Ganz in Grün präsentierte sich die Eberbacher Rasselbande als „Irische Kobolde“. Sie hatten den Goldtopf am Ende des Regenbogens gleich mit dabei. Allein acht Musikgruppen, Guggemusiken oder Bands sorgten dafür, dass der Schallpegel nie unter ein gewisses Niveau fiel. Eine Augenweide waren „Die Wilde 13“ aus Brombach als Römer, der Wohnwagen Rothenberg mit dem „Abgasskandal“, die Wilden ausm Ittertal mit einem „Best of 11 Jahre“, die Steinachtaler Flaschenkinder im „Steinach Forrest“ oder die Freunde Schönau als „Odenwälder Party ZOO“.

Die Fastnachts-Freunde Eberbach ließen als „Piraten des Neckartals“ gleich eine komplette Black Pearl durch Hirschhorn, die Perle des Neckartals, rollen. „Hafenlos“ durch die Stadt rollte die Bootsfahr-Gruppe, Hexenjäger hatte der KC Querschläger dabei, an den Pol ging’s mit Äppelwoiteam Heddesbach und als Hippies ließen die Faschingsfreunde Brombach die 70er Jahren wieder aufleben. Die Wimmersbacher Ratze tanzten als Aliens durch die Straßen. Dem Umzug schloss sich noch eine rauschende Party vor dem Rathaus an, bei der bis abends kräftig weitergefeiert wurde.

Hier alle Details mit Teilnehmern und Motto zum Hirschhorner Umzug 2016:

1 Polizei Aufsichtswagen    
2 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Zugleitungswagen Zugmarschall
Sitzungmoderator
Richard Rucktäschel
Horst Kern
3 SFZ-Big Band Waibstadt Abteilungsleiter:
Stabführer:
Alexander Fritsch
Michael Lutz
4 HCV „Lachsbachperle“ e. V. HCV- Funken Betreuerinnen: Isabelle Grimm
Tatjana Gruneberg
5 HCV „Lachsbachperle“ e. V. Kinderprinzenpaar                                            Angelina I. und Levin I. Betreuerinnen: Isabelle Grimm
Tatjana Gruneberg      Franziska Pätzold
6 HCV „Lachsbachperle“ e. V. Funkenmariechen                               Marina Davidovic Betreuerinnen: Sinem Tepeli
Laura Gruneberg
7 HCV „Lachsbachperle“ e. V. HCV-Lachsbachperlen Betreuerinnen: Franziska Abelshauser
Gülcen Isik
HCV „Lachsbachperle“ e. V. HCV-Lachsbachgarde Betreuerinnen: Lena Abelshauser
Nina Beisel                                    Christin Dietz
8 HCV „Lachsbachperle“ e. V. HCV-Garde Betreuerinnen: Britta Bärwolf-Ihrig
HCV „Lachsbachperle“ e. V. Sternchen Betreuerinnen: Sabrina Liebig                           Susanne Debo
Yvonne Ginthum
9 HCV „Lachsbachperle“ e. V. Dance Akademy
„Zirkus, Zirkus !“
Betreuerinnen: Sabrina Liebig
Carina Knab
10 HCV „Lachsbachperle“ e. V. Frigadellos
„Junggesellenabschied“
Betreuerinnen: Carolin Thöne
11 Fanfarenzug Wiesenbach e.V. Verantwort.:                                 Stabführer: Jochen Barié
Gregory Riffel           
12 Faschingsfreunde Wakaba “ Katzen und Mäuse“                                           Fußgruppe Verantwortl.: Diana Tamm
13 Die Wilde 13 Brombach  e.V. „Römer“           Motivwagen/Fußgruppe Verantwortl.: Stefan Sauter
14 Wohnwagen Rothenberg “ Abgasskandal“                                           Motivwagen Verantwortl.: Daniel Kabel
15 Die Wilden ausm Ittertaler „Best of 11 Jahre – Ittertaler“                                              Motivwagen Verantwortl.: Lutz Friedrich
16 Steinachtaler Flaschenkinder „Steinach Forrest“                                              Motivwagen Verantwortl.: Andreas Hasselbring
17 Horrorgruppe „Horrorwelt“                         Fußgruppe Verantwortl.: Daniel Backfisch
18 Freunde Schönau „Odenwälder Party ZOO“                                              Motivwagen Verantwortl.: Robin Ehrhard
19 Club Eulenspiegel Eberbach -Rockenau e.V. Eulenfunken Verantwortl.: Ronja Wäsch
Tanzmariechen   Laura Blank
Eulensterne Verantwortl.: Mona Krawczyk
20 Club Eulenspiegel Eberbach -Rockenau e.V. „Komiteewagen“
Motivwagen
Verantwortl.:
Vize-Präsident:

Präsident:

D.Redder – Präsident
Rolf Dietz -Vizepräsident
R.Krawczyk – Ehrenpräsident
Detlef Liesenfeld
21 Club Eulenspiegel Eberbach -Rockenau e.V. „Showgruppe Flames “                                                    Fußgruppe Verantwortl.: Corinna Köhler
22 Katholische Kirchenmusik Hirschhorn Verantwort.:                                  Dirigentin: Uwe Weber                   Kerstin Obert    
23 Verriggde Feierveggl „Fantasie-Vögel“                         Fußgruppe Verantwortl.: Helga Leibfried
24 Die Linnischer „Apres Ski Party“
Fußgruppe
Verantwortl.: Nico Helm
25 Neckargemünder Karneval-Gesellschaft 1926 e.V. Elsenzhexen Org. Leitung: Angelika Platt
26 Neckargemünder Karneval-Gesellschaft 1926 e.V. Symbolfigur Till   Anke Scheid
27 Neckargemünder Karneval-Gesellschaft 1926 e.V.
-Tanzgarden und Tanzmariechen-
 Minigarde Trainerinnen: Jessica Petrik
Laura Buchwald
Minitanzmariechen
Angelika Funk
Trainerin: Stefanie Streib
Juniorsternchen

 

Aktiventanzmariechen

Jessika Petrik

Trainerinnen: Lea Litfin
Dania Milatz

Stefanie Streib

Regina Ernst

Neckarsternchen Trainerinnen: Regina Ernst
Anja Zühlke
28 Neckargemünder Karneval-Gesellschaft 1926 e.V. Stadtprinzessin
„Madeleine die 1.“
  Madleine Seidl
29 Neckargemünder Karneval-Gesellschaft 1926 e.V. Narrenschiff mit Elferräten und Vorstand Leitung: Susi Konrad
Ralf Buchwald                                   Thomas Muley
30 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
-Tanzgarden
Minigarde
Garde
Trainerinnen: Alicia Bulling
Sophia Blutbacher
Next Generation
“ Weltall“
Trainerinnen: Tatjana Michel
Manuela Ihrig
Happy Feet
Garde
Trainerin: Maria Lähn
31 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
Bembelsänger
“ Fastnachtsschutzengel“
Betreuer: Alexander Ihrig
32 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
Rhythm Attack                                          90-Jahre Trainerin: Natalie Koch
33 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
Männerballett – Die Biergorgler
„Die 8 Kostbarkeiten“
Trainerinnen: Daniele Peters
Janina Sauter
34 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
Hainbrunner Dorfspatzen
“ Bachwatch- Rettungsschwimmer“
Betreuer: Jürgen Reichert
35 SV „Narrhalla“                                   Ober-Hainbrunn

-Tanzgarden,Tanzgruppen und Tanzmariechen-

No Limits
„Heiligen Girls“
Trainerin: Diana Friedrich
Crazy-Girls
„Piraten“
Trainerin: Sonja Schreyer
Tanzfieber
Garde
Trainerinnen: Stefanie Völker
Diana Friedrich                            Paula Manschitz
Tanzquartett Trainerin: Kim Weyrauch
u.andere
SV-Funken
Garde
Trainerinnen: Sophia Blutbacher
Funkenmariechen
Sophia Blutbacher
Trainerinnen: Kim Weyrauch
J&S.Schreyer
36 SV „Narrhalla“
Ober-Hainbrunn
 Elferrat Verantwortl.: Präsident Frank Flachs
37 Odewäller Fastnachtsfreunde „Verrückte Gorillaz“
Fußgruppe
Verantwortl.: Eva Walter
Jenny Kolb
38 Neggergärdischer Häxe e.V. Hexengruppe Verantwortl.: Susanne Kern
39 Fanfarencorps Meimsheim 2000 e.V Musikzug Verantwort.:                                Dirigent: Katja Nagy-Mattis
Wilhelm Schmid
40 MGV 1950 Igelsbach e.V. „Schäfer sucht Schäfchen“                               Motivwagen Verantwortl.: Karl-Heinz Walter
41 Gymnastikclub Igelsbach „Schäfchen Chantall“
Fußgruppe
Verantwortl.: Elke Walter                        Rebecca Wehrle
42 Bauwagen Rothenberg “ Apres Ski “                                           Motivwagen Verantwortl.: Benjamin Götz
43 Junge Union Hirschhorn-Abteilung Fußball „American Football- Super Bowl 50“                          Motivwagen Verantwortl.: Florian Beisel
44 Skiclub Hirschhorn e.V. “ Venizianischer Karneval“
Motivwagen/Fußgruppe
Verantwortl.: Christian Alles
45 Kerweborscht Mückenloch „Mückenlocher Eiersammler“                              Motivwagen Verantwortl.: Florian Wilhelm
46 Vierburgenhoheiten der Stadt Neckarsteinach Vierburgenköningin Sophia I. und Burgfräulein Maren Verantwortl.: Sophia

Steigleder

47 FFW Neckarsteinach „Bürgerinitiative Märchenwald“                              Motivwagen Verantwortl.: Kurt Weber
48 Darsberger Hexen „Feuerrad-Hexen“                                                    Fußgruppe Verantwortl.: Klaus Eberle
49 Musikzug
„Götz v. Berlichingen“
Heilbronn-Böckingen Verantwortl.:                             Stabführer: Holger Fischer
Horst Müller
50 KC Querschläger „Hexenjäger“                                  Fußgruppe/Motivwagen Verantwortl.: Tobias Wann
51 Faschingsfreunde Kortelshütte „70-Jahre“
Fußgruppe
Verantwortl.: Katharina Götz
52 Äppelwoiteam Heddesbach „Am Pol“
Motivwagen
Verantwortl.: Marwin Schneider
53 Faschingsfreunde Brombach „Hippies“                                                               Motivwagen Verantwortl.: Alexa Xenia Scholl
Laura Tillich
54 Wimmersbacher Ratze „Wimmersbacher Aliens“                                    Fußgruppe Verantwortl.: Torsten Schmidt
55 Pleutersbach & Friends „RITTERBURG“                                                         Motivwagen Verantwortl.: Andreas Schäfer
56 Die Schauspieler „2CV“
Motivwagen
Verantwortl.: Achim Berger
57 Die Schauspieler „Im Wagen vor mir“                                Fußgruppe Verantwortl.: Achim Berger
58 Wiesenbacher Carnevalclub           „Die Schisslhocker“ WC-Entchen Verantwortl.: Stefanie Hensch – Sitzungspräsidentin
Mia Lange – 1.Vors.
WC-Teufel
WC-Wirbel
Showwirbel
Elwedritsche
Elferrat
Motivwagen
59 Bootsfahr-Gruppe „Hafenlos“
Motivwagen
Verantwortl.: Matthias Predikant
60 Caipis „Süße Früchtchen“
Fußgruppe
Verantwortl.: S.Schreyer
61 Houlärsch-Langenthal „BOB und der Bauretter“
Fußgruppe
Verantwortl.: Claudia Menges

Bettina Gärtner

62 Stammtisch Ewiger Jugend und Glückseligkeit „WINDKRAFT – Nein Danke“                          Motivwagen Verantwortl.: Patrick Hattemer
63 Märchen-„Perlen“ vom Neckartal „Märchenwald“

Fußgruppe

Verantwortl.: Alex und Marcella Walter
64 Abiturjahrgang 2016 HSG Eberbach „Winnetou und ABIhatschi“
Motivwagen
Verantwortl.: Marc Mölle
65 Fastnachts-Freunde Eberbach „Piraten des Neckartals“
Motivwagen/Fußgruppe
Verantwortl.: Björn Bermich
66 Handballgesellschaft  Eberbach 1925 e.V. „90 Jahre HGE-Handball hält fit“                                           Motivwagen Verantwortl.: Philipp Walter
Christian Hildenbrand
67 Eberbacher Rasselbande „Irische Kobolde“
Fußgruppe
Verantwortl.: Friedrich Seibert
68 Fanfarenzug der Stadt Eberbach Verantwortl. und Stabführer:  

Jochen Benkwitz

69 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach Büttel Verantwortl.: Wolfgang W.Roederer
Ranzengarde /Juniorenranzengarde                        Fußgruppe Verantwortl.: Benjamin Müller                    Dirk Müller
70 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach Kuckucksgarde Verantwortl.:  
71 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach Nesthocker
„Rückblick“
Verantwortl.: Petra Hildenbrand
72 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach Prinzengarde                                                          Motivwagen Verantwortl.: Jens Müller
73 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach  Prinzessin Yvette I. und Prinz Florian I.    
74 KG „Kuckuck“ e. V. 1861  Eberbach Elferrat                                                          Motivwagen Verantwortl.: Udo Geilsdörfer
75 Karnevalfreunde Haidebow e.V. „Haidebow völlig losgelöst“                                           Motivwagen Verantwortl.: Joachim Banschbach
76 La Familia „WhatsApp“                                    Fußgruppe Verantwortl.: Axel Leippe
77 Guggemusik „Agilastra Spiriti e.V.“ Verantwort und Musik. Leiterin:  

Sabine Michel

78 Hirschhorner Hexen 1976 Allemanische Fastnacht Verantwortl.: Joachim Weis
Tom Schreyer
Timon Heckmann
79 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V.  Herolde Betreuer: Peter Tamberg
80 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Fahnenschwinger

Trommlergruppe

Betreuer:
Trommelcoach:
Peter Tamberg
Hort Kern
81 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Wonneproppen
„Unter dem Meer“
Trainerinnen:

Betreuerin:

Kristina &Patricia Predikant
Nathalie Raule
Melanie Salerno
82 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Minigarde
„Gardetanz“
Trainerinnen:
Betreuerin:
Corinna Denner
Yasmin Feller
Birgit Feller
83 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Showblock
„Die Schlümpfe“
Trainerinnen: Nadine Bichler
Stefanie Mölle                   Leonie Außenhofer
84 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Rasselbande                                         „Gardetanz“ Trainerinnen: Miriam Wann                  Stefanie Koch                     Julia Feller
85 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Solisten                                       „Tanzmariechen und Tanzpaar“ Trainerin:
Co-Trainerin:
Betreuerin:
Madeleine Schmidt,
Lea Holzschuh, Luisa Seib
Melanie Salerno
86 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Millenniums
„Die Welt des Tanzes“
Trainerin: Sonja Schreyer
87 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Ex-trem
“ Candy- exterm süß“
Verantwortl.: Corinna Denner
88 Guggemusik  Ratz-Fatz Gugga
Heidelberg
Verantwortl. und Stabführer:  

Morreale Mario         

89 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Prinzengarde Trainerinnen: Madeleine Schmidt
Patricia Predikant
90 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Funkenmariechen
Patricia Predikant
Trainerinnen: Corinna Denner
Madeleine Schmidt
91 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Monika II. und Heiko I.
vom Michelberg
  Monika und Heiko Wagner
92 C.G.“Hirschhorner Ritter“ 1967 e.V. Komiteewagen Verantwortl.: Klaus -Jürgen Ehret
93 DLRG Ortsgruppe Hirschhorn Absicherung  

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Am 9. Februar rollt abends in Langenthal das Feuerrad zu Tal

Mit dem Feuerrad-Rollen sollen am Fastnachtsdienstag, 9. Februar, in Langenthal die bösen Geister verbannt und der Winter ausgetrieben werden. Veranstalter des Events ist die örtliche Freiwillige Feuerwehr. Um 14 Uhr beginnt das traditionelle Fastnachtsrad-Binden „Am Eichbrunnen“ in Richtung „Klapperquelle“. Besonders für die Kinder ist dies immer ein riesiger Spaß. Fürs leibliche Wohl ist dort gesorgt.

Am Abend treffen sich alle interessierten Kinder, die am Fackellauf teilnehmen möchten, um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus (Mütter oder Väter sind zur Unterstützung willkommen). Um 20 Uhr werden die Männer der Langenthaler Feuerwehr – nach dem Fackeltragen der Kinder und dem Schwingen der Bienenkörbe – das Feuerrad zu Tal bringen. Gäste aus nah und fern sind zu dieser feurig-schönen Brauchtumspflege eingeladen. An der Einfahrt der Firma Mayr in Langenthal gibt es kalte und warme Getränke sowie Bratwürste.

Das Feuerrad wird in Langenthal (wieder) seit 1962 durchgeführt. Eigentlich gibt es diese Tradition im Hirschhorner Ortsteil aber schon im 19. Jahrhundert, wie alte Postkarten belegen. Zuerst wurde es von den „jungen Dorfburschen“ organisiert. Die waren aber damals schon überwiegend in der Feuerwehr als Ehrenamtliche tätig. Später wird dann der Feuerwehrverein als Organisator genannt, der es auch bis heute durchführt. Beim „Strohtrippeln“ (Stroh weich treten für das Binden) sind bis heute um die 15 bis 20 Kinder anwesend, eine ähnliche Anzahl beim Fackellauf.

Beim Feuerrad sind hauptsächlich die Aktiven der Feuerwehr beteiligt. Um die 40 davon zählt die Langenthaler Wehr, davon elf Frauen. Die Alters- und Ehrenabteilung beteiligt sich auch jedes Jahr beim Binden und unterstützt die Verpflegung der zahlreichen Besucher. Die Bienenkörbe (heute Stahlkörbe) sind nur zur Schau, zumindest wurde nichts schriftlich überliefert.

Langenthal ist einer der wenigen Orte in Deutschland, in denen dieser alte germanische Brauch wieder gepflegt wird. Während in Süddeutschland das Feuerrad zu Beginn der Fastenzeit am Ende der Fastnacht zu Tal gebracht wird, hat sich im Norden und Osten die Tradition erhalten, diese Brauchtumspflege am Ostersonntag zu zelebrieren. Heddesbach, Darsberg, Neckarkatzenbach, Schönau und Wilhelmsfeld, alle im Odenwald gelegen, sind ebenso wie Dühren und Steinsfurt im Kraichgau hiesige Veranstaltungsorte.

Den ersten schriftlichen Beleg für einen Feuerbrauch dieses Typs in Deutschland bietet die Chronik des Klosters Lorsch. Am 21. März 1090 vernichtete ein Feuer große Teile des Klostergebäudes, hervorgerufen durch eine brennende Holzscheibe, die als Volksbrauch zur Frühlingstagundnachtgleiche in die Luft geschleudert wurde. Ein solcher Brauch ist auch heute noch als Scheibenschlagen bekannt und wird am gleichen Tag um 19 Uhr in Neckarsteinachs Ortsteil Darsberg gepflegt.

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Vertragsunterzeichnung mit Telekom: Das schnelle Internet im hessischen Neckartal kann jetzt kommen

Die Verträge für die Datenautobahn im hessischen Neckartal sind unterzeichnet. Jetzt muss das Projekt nur noch Fahrt aufnehmen, damit das Internet bis Mai 2017 sowohl in Hirschhorn als auch in Neckarsteinach mit allen Stadtteilen in Zukunft Breitband-Qualität mit bis zu 50 Mbit/s Download hat. Denn bisher ist es an vielen Stellen eher auf der Kriechspur unterwegs. Im Neckarsteinacher Rathaus kamen die Beteiligten nun zur symbolischen Unterschrift zusammen.

Dabei äußerten die Bürgermeister der Neckartal-Städte, Herold Pfeifer und Rainer Sens, ihre Freude darüber, dass das schnelle Internet nun auch im südlichsten Zipfel des Kreises Bergstraße ankommen werde. Breitband sei inzwischen ein wichtiger Standortfaktor, betonten sie unisono, und ebenso für private Haushalte unerlässlich. Den Zuschlag für den Internet-Ausbau erhielt die Deutsche Telekom.

Wie Gerd Schäfer vom rosa Riesen erläuterte, werde man in Hirschhorn 15 Kilometer Glasfaser-Kabel neu verlegen und 20 Verteiler aufstellen, in Neckarsteinach seien es 14 km und 16 Kästen. Das Netz werde dann so leistungsstark sein, „dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind“. 95 Prozent der 3300 Haushalte in beiden Städten sollen laut Schäfer Geschwindigkeiten von über 30 Mbit/s nutzen können – abhängig von der Entfernung zum Verteilerkasten. Denn die letzten Meter von dort bis zum Haus liefen über Kupferleitungen.

„Wir gehen jetzt in die Planungen für die Trassen rein“, so Schäfer. Danach folgten die Ausschreibungen für den Tiefbau und die Einholung der Genehmigungen. Kurz vor Inbetriebnahme wolle man die Bürger der beiden Städte umfassend über das Angebot informieren. Angestrebt werde möglichst eine frühere Fertigstellung als der offizielle Termin, sagte er. Der Entschluss im Neckartal zur Investition in Breitband ist laut Wolfram Koch von der Hessen Trade & Invest, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Landes, wichtig, „um die Attraktivität der Region zu erhalten und zu fördern“.

Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB), verglich das Breitband-Projekt mit dem S-Bahn-Anschluss des hessischen Neckartals. Der habe zu einer Attraktivitätssteigerung für die jeweiligen Städte geführt. Durch die Auffahrt auf die „digitale Autobahn“ werde sowohl für Bürger als auch für Gewerbe ein wichtiger Standortfaktor geschaffen. Der Schulterschluss von beiden Städten, WFB, Land und Bund sei vorbildlich.

Hirschhorns Bürgermeister Rainer Sens hob die gute Zusammenarbeit mit der WFB hervor. Als kleine Kommunen hätte man sich diese Fachkompetenz gar nicht leisten können, sagte er. Er betrachte Breitband als „Teil der kommunalen Daseinsvorsorge“, so der Bürgermeister. Eine Datenautobahn sei umso wichtiger, wenn es wie im Neckartal keine für den Verkehr gebe.

Weil die Telekom in ihrer Berechnung eine „Wirtschaftlichkeitslücke“ feststellte, müssen die beiden Städte finanziell einspringen. Allerdings werden die jeweiligen Summen mit Bundes- und Landesfördermitteln bezuschusst. Im Hirschhorner Fall kommen zu den benötigten 120.000 Euro 78.000 Euro Zuschuss, Neckarsteinach erhält bei einer Wirtschaftlichkeitslücke von 963.748 Euro den Maximalzuschuss von 500.000 Euro. Insgesamt kostet der Ausbau drei Millionen Euro.

Bei der symbolischen Vertragsunterzeichnung waren auch Berthold Passlack, der regionale Breitbandberater Südhessen, und Dagmar Cohrs, die Leiterin der WFB-Fachbereichs Kommunalbetreuung, zugegen. Für die Telekom nahm darüber hinaus die kommunale Vertriebsmanagerin Simone Remdisch teil.

 

Darsberger laden ein zum Weihnachtsmarkt am 6. Dezember

Der Darsberger Weihnachtsmarkt findet am Sonntag, 6. Dezember, statt. Die in der Interessengemeinschaft Darsberg (IGD) vertretenen Kirchen und Vereine freuen sich, die Gäste ab 16 Uhr zu einem vorweihnachtlichen Beisammensein auf dem Dorfplatz begrüßen zu dürfen. Offiziell eröffnet wird der Weihnachtsmarkt um 16.30 Uhr durch die Neckarsteinacher Vierburgenhoheiten Sophia I. und Maren I. sowie mit einem Liedbeitrag des Projektchors Darsberger Weihnachtsmarkt.

Für alle Kinder hält um 17.15 Uhr der Nikolaus eine Überraschung bereit. Da in diesem Jahr der zweite Advent zugleich der Nikolaus-Tag ist, gibt es um 18 Uhr das passende Konzert zum Darsberger Weihnachtsmarkt. Maren Hamm, Renate Engel und Annette Ibanez werden mit Flötenklängen zum Zuhören und Mitsingen auf die bevorstehenden Festtage einstimmen. Die Darsberger Kapelle bietet hierzu den passenden Rahmen. Der Eintritt ist frei.

Vielleicht fehlt dem einen oder der anderen noch ein kleines Geschenk zu Weihnachten? Der Weihnachtsmarkt bietet Abhilfe in Form liebevoller Bastelarbeiten und sonstiger kunsthandwerklicher Erzeugnisse. Auch für das leibliche Wohl ist von süß bis deftig bestens gesorgt. Zur veranstaltenden IGD gehören Evangelische Kirchengemeinde, Freiwillige Feuerwehr, Neuapostolische Kirchengemeinde und SV Darsberg. Alles Weitere auch unter http://www.darsberg.com.

Viel Betrieb beim Weinfest der Darsberger Feuerwehr

In Darsberg bleibt während des Weinfests der Freiwilligen Feuerwehr die Küche kalt: Denn die hausgemachte Verpflegung, großteils in Eigenarbeit von Familie Müller hergestellt, ist bekannt (gut). Ob Zwiebelkuchen, Krautstrudel oder eine Hausmacherplatte: Die Gäste im Feuerwehrhaus haben eine reichhaltige Auswahl – natürlich neben ein paar guten Weinen und dem ganz frischen, „Neuen“.

Das traditionelle Weinfest, das nach einer längeren Pause seit dem Jahr 2000 in neuer Auflage begangen wird, musste im vergangenen Jahr wegen der Arbeiten am Feuerwehrhaus-Anbau ausfallen, so Kommandant Ingo Müller. In diesem Jahr machte man aus der Not eine Tugend: Erst- und vielleicht auch einmalig fand eine Baustellenparty mit eigener Bar in dem von den Feuerwehrleuten in Eigenleistung erstellen Anbau statt, während in der Halle „ganz normal“ gefeiert werden durfte.

Am späteren Abend füllten sich die Tische und Bänke wie in dem jedem Jahr immer mehr. Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr waren mit viel Engagement bei der Sache, um die Gäste mit den Spezialitäten zu verwöhnen.

8. Schlepper- und Oldtimertreffen in Ober-Hainbrunn: Ein Schmuckstück glänzt mit dem anderen um die Wette

In der Sonne blitzendes Chrom, soweit das Auge reicht. Hier ein Vier-Zylinder-Dieselporsche-Traktor, dort ein Alfa-Romeo-Cabrio oder ein Rolls Royce, die aussehen wie neu: Beim 8. Schlepper- und Oldtimertreffen in Hainbrunn glänzt ein Schmuckstück mit dem anderen um die Wette. Weit mehr als 100 Fahrzeuge aus der näheren und weiteren Umgebung mit ihren Lenkern begrüßte der Männergesangverein als Veranstalter auf dem Festplatz.

Das schöne Wetter tat ein Übriges zum sehr guten Besuch sowohl von Ausstellern als auch Besuchern. Wilfried Friedrich vom MGV ist vollauf zufrieden. „Das sind mehr als im vergangenen Jahr“, meint er mit Blick auf den vollen Platz. Die gute Witterung komme natürlich vor den Cabrio-Lenkern zupass, die sonst ihr Gefährt vielleicht in der Garage lassen würden.

Ein „Wiederholungstäter“ ist Werner Wieder. Der Oldtimer-Liebhaber ist schon zum vierten Mal in Ober-Hainbrunn dabei. „Jedes Mal mit einem anderen Fahrzeug“, macht er seine Sammelleidenschaft deutlich. Letztes Jahr war es ein 79er Trans-Am-Stockcar, dieses Mal kommt der Mosbacher mit einem „straßentauglichen“ Gefährt vorbei: einem alten weißen Peugeot-Cabrio. „Ich fahre des Öfteren auf Oldtimer-Treffen“, so Wieder. Und weil er davon nicht genug bekommen kann, veranstalte er ab und zu auch selbst solche Events wie vor kurzem am Flugplatz Lohrbach.

„Zu uns kommen sie aus einem großem Umkreis“, ist Friedrich stolz auf die Anziehungskraft der Veranstaltung. Aus dem Kleinen Odenwald mit Schwanheim sind Aussteller ebenso vertreten wie aus Darsberg, Hirschhorn, Buchen oder als Neuling Dieburg. Nicht nur Autos oder Traktoren sind zu finden, sondern auch historische Motorräder oder ein Messerschmidt Kabinenroller.

„Eine Augenweide“ ist laut Friedrich die „Porsche-Parade“ von Karl-Heinz Hocker aus Hirschhorn. Vier über 50 Jahre alte Traktoren dieser Marke stehen nebeneinander rot-metallisch glänzend auf dem Feld. Vom Ein- bis Vier-Zylinder ist alles dabei. „Pro Zylinder 8000 Euro mehr“, meint der MGV-Vorsitzende lächelnd, auf den Wert angesprochen. Hochgerechnet auf den kompletten Festplatz steht hier an diesem Sonntag bestimmt eine Million Euro an Fahrzeugen.

Denn alte Traktoren und Schlepper als Geldanlage erlebten in den vergangenen Jahren eine große Wertsteigerung. „Schrott“ zum Herumschrauben bekommt man für vielleicht 500 Euro. Ein Porsche-Traktor geht bei 15.000 Euro los. Und ein Lanz-Bulldog als das Maß aller Dinge kann bis zu 100.000 Euro kosten. Überhaupt die Markennamen: Die schwirren nur so durch die Luft, unterbrochen nur von technischen Feinheiten und Gesprächen über die beste Instandhaltung. Deutz, Kramer, MAN, Lanz oder eben Porsche sind die bekanntesten Traktoren-Marken.

Die PS-Zahlen können sich dabei durchaus mit denen von hubraumstarken Autos messen. 125 Pferdestärken bringt etwa ein Sechs-Zylinder-Schlüter. „Der hat sogar Schiebetüren“, meint Friedrich andächtig. Auf die gleiche Anzahl bringt es auch ein Deutz-Traktor. Erwartet wird am Nachmittag noch der Besitzer eines Lanz aus dem Nachbarort Finkenbach als eines der ältesten Teilnehmer-Fahrzeuge. „Von 1936 oder 1938“, sagt Friedrich ehrfürchtig. Einen seltenen Geräteträger hatte Bernd Müller aus Darsberg nach Hainbrunn gefahren.

Für die Organisation bekommt der MGV viel Zuspruch. Wilfried Friedrich bekommt von vorbeilaufenden Gästen immer wieder Lob gezollt. „Das habt ihr schön gemacht“, heißt es. Oder: „Ganz toll“. Für viele Auto- und Traktorenbesitzer ist es auch eine gute Gelegenheit, mit anderen Oldtimer-Liebhabern ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und vielleicht den einen oder anderen Tipp fürs „Rumschrauben“ zu holen.

„Die Leute sollen sich wohlfühlen“, sei die Maxime des Treffens, das in die Ober-Hainbrunner Kerwe eingebettet ist. Dazu trage auch das nicht alltägliche Speiseangebot bei, betont der MGV-Chef. Traditionell wird ein althergebrachtes Hochzeitsessen, nämlich Rindfleisch mit Meerrettich und Salzkartoffeln, angeboten. Daneben bereichern der Hainbrunner Holzfäller-Rollbraten vom Buchenholzgrill oder das herzhafte Wildschweingulasch aus dem Kupferkessel die vielfältige Speisekarte. Etliche aus der Umgebung kommen auch extra deshalb in den Rothenberger Ortsteil.

„Entstanden ist das Treffen aus einem historischen Bauernmarkt“, erzählt Friedrich. Inzwischen sei „der ganze Verein im Einsatz“, um die ankommenden Oldtimer-Besitzer einzuweisen und sich um das Wohl der zahlreichen Gäste zu kümmern, die am sonnigen Sonntag die viele Bierbänke besetzen. Die Teilnehmer werden das Treffen lange in Erinnerung behalten: Denn ihre Anwesenheit wird mit einem Erinnerungsfoto, Verzehrbons und dem beliebten Sammelbutton belohnt.

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