Lkw bei Darsberg von der Fahrbahn abgekommen – Vollsperrung wegen Bergungsarbeiten

Auf dem unbefestigten Randstreifen der Kreisstraße 36 zwischen Grein und Darsberg ist am heutigen Dienstag ein Sattelauflieger mit zwei leeren Cointainern in Schräglage geraten und kommt ohne Hilfe nicht mehr heraus. Der 55-jährige Fahrer aus Bayern blieb unverletzt. Nur mit einem Spezialkran kann der verunfallte Lastwagen wieder zurück auf die Straße gezogen werden. Die Polizei aus Hirschhorn sowie die Feuerwehren Neckarsteinach und Hirschhorn sind eingesetzt. Der Streckenabschnitt zwischen Grein und Darsberg ist bis mindestens 15.30 Uhr voll gesperrt. Eine Rundfunkwarnmeldung mit der Umleitungsempfehlung über Schönau  wurde an die Verkehrsteilnehmer herausgegeben.

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Schnelles Internet in Hirschhorn und Neckarsteinach startet am 11. Mai: Telekom bietet Info-Abende an

In Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Stadtteilen wird das schnelle Breitband-Internet mit bis zu 50 Mbit/s am 11. Mai in Betrieb genommen. Rund 1800 Haushalte können dann die neuen schnellen Anschlüsse buchen. Die Deutsche Telekom bietet dazu verschiedene Informationsveranstaltung für alle Bürger an.

Die Termine in Hirschhorn und Stadtteilen: Montag, 10. April, um 19 Uhr im Bürgersaal „Zum Naturalisten“ Hirschhorn; Dienstag, 11. April, um 19 Uhr in der Sängerhalle Igelsbach; Mittwoch, 12. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zur Krone“, Wald-Michelbacher Straße 29, Langenthal.

Die Termine in Neckarsteinach und den Stadtteilen: Dienstag, 18. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Neckarhausen, Schulweg 1; Mittwoch, 19. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grein, Im Bühl 2; Dienstag, 25. April, um 19 Uhr im Bürgerhaus „Zum Schwanen“, Neckarsteinach; Mittwoch, 26. April, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Darsberg, Greiner Straße 20.

Mitarbeiter der Telekom stellen dort jeweils die Möglichkeiten des neuen Netzes und die aktuellen Angebote der Telekom vor. Weiterhin hat jeder Besucher die Möglichkeit, alle Fragen rund um das neue Netz zu stellen und sich aus erster Hand beraten zu lassen.

Furcht vor immer mehr Windrädern auf den Odenwald-Hügeln gegenüber von Rothenberg

Die Windkraftnutzung auf den Odenwald-Hügeln sorgt für beständigen Zündstoff. Ortschaften, Straßenzüge, Familien streiten sich darüber, ob diese Form der erneuerbaren Energie die richtige ist, um fossile Brennstoffe abzulösen. Längst ist eine sachliche Diskussion aufgeheizten emotionalen Debatten gewichen. Rothenberg ist auf seinem Gemeindegebiet bisher noch von Windrädern verschont geblieben, aber anderswo wachsen Rotoren bereits in die Höhe. Die vier stählernen Masten auf dem gegenüberliegenden Hügel des Greiner Ecks zeugen von der nicht aufzuhaltenden, stürmischen Entwicklung.

„Das ist nicht prickelnd, wenn auf den Höhenzügen überall Windräder stehen“, meint Bürgermeister Hans Heinz Keursten. Die Konzentration auf eine Fläche kann er sich noch vorstellen, „aber nicht durchgehend“. Im Bereich Rothenberg will er Windkraftanlagen vermeiden. Vor diesem Hintergrund sei auch der gemeinsame Flächennutzungsplan des Odenwaldkreises aufgestellt worden.

Die Windräder am Greiner Eck „als Solitär“ sind für Thomas Wilcke „nicht das Problem“. Die Ausblicke von Kortelshütte und Rothenberg würden dadurch nicht stark beeinträchtigt. Der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVR) hat dann „extreme Probleme“, wenn auf den Odenwald-Hängen zusammen mit dem „Stillfüssel“ bei Siedelsbrunn eine Industrielandschaft entsteht. Sollte alles „zugespargelt“ werden, rechnet er auch unter touristischen Aspekten mit Nachteilen fürs Höhendorf.

Dass gleichzeitig mit der Stillfüssel-Genehmigung ein anderer Windpark im Taunus nicht genehmigt wurde, kann der VVR-Vorsitzende nicht nachvollziehen. Bedenken wegen der Auswirkungen auf Fauna, Flora und Trinkwasser hätten dort den Ausschlag gegeben: „Diese Argumente stimmen auch für den Odenwald“, sagt er. Allerdings „scheinen dort andere Leute zu wohnen als bei uns“, macht er seinem Unverständnis über unterschiedliche Maßstäbe Luft.

Armin Beisel vom Hotel Hirsch kann die Folgen der Windenergieanlagen auf Tourismus und Gastronomie im Ort noch nicht abschätzen. „Wir haben viele Reisegruppen“, meint er, bei denen fielen die Windräder vielleicht nicht so ins Gewicht. Anders sieht es mit den Individualtouristen aus. Bisher stehe der Odenwald für intakte Natur und ländliche Idylle. „Die heile Welt ist dahin“, befürchtet der Hotelier – vor allem, wenn noch mehr Windräder gebaut würden. „Dann ist es dem Fremdenverkehrs abträglich“, sagt er. Den Kosten-Nutzen-Effekt sieht Beisel sowieso kritisch.

Die Windräder am Greiner Eck beeinträchtigen das Landschaftsbild aktuell schon, meint der Rothenberger Marco Johe. Er rechnet aber damit, dass in ein paar Jahren die Anlagen zum Odenwald-Bild dazugehörten und sich „keiner mehr daran stört“. Jedoch würden die jetzt genehmigten Windräder am Stillfüssel das Gesamtbild stärker beeinflussen, betont er.

Ob allerdings sie bei den hiesigen Windstärken effizient und wirtschaftlich genug arbeiteten, „lässt sich dennoch bezweifeln“. Den Blick auf ein Kohle- oder Atomkraftwerk wolle aber sicher auch niemand haben, so Johe – von den Gefahren dieser Anlagen mal ganz abgesehen. Seiner Meinung nach wäre die beste Lösung der Bau einer Nord-Süd-Stromtrasse in Verbindung mit großen Windparks auf der Nordsee.

„Zwei Seelen wohnen in meiner Brust“, zitiert Monika Hofmann Goethes Faust mit Blick auf die Windkraft. Das Greiner Eck kann sie aus ihrem Fenster nicht sehen, „deshalb stören mich die dortigen Windräder nicht so sehr“. Sollten allerdings noch mehr hinzukommen wie es sich jetzt andeute, „haben wir die direkt vor der Nase“. Verspargelte Odenwald-Hänge gegenüber von Rothenberg könnten sich ihrer Meinung negativ auf den Tourismus auswirken. Allerdings stellt sich für Hofmann die Frage, „ob Urlauber die Windräder nicht sowieso schon von zuhause kennen“. Und damit an sie gewöhnt seien.

Überhaupt betrachtet sie diese Form der erneuerbaren Energien von zwei Seiten. Einerseits müsse man Alternativen zur Atomkraft suchen, andererseits gelte es auch, auf Effizienz und Windhöffigkeit zu achten und sorgfältig abzuwägen, wo was sinnvoll sei. „Nicht dass etwas gemacht wird, was wir in Zukunft bereuen“, meint sie. Deshalb sei die Politik gefordert, gründlich und mit Akribie zu planen.

Aktuell betrachten die Rothenberger den Windkraftwuchs im benachbarten Kreis Bergstraße noch einigermaßen entspannt. Aber seitdem einen Tag vor Jahresende mit dem „Stillfüssel“ bei Siedelsbrunn ein weiterer Windpark in Sichtweite genehmigt wurde, weicht die Entspannung latenter Sorge. Denn der Regionalplan Südhessen sieht noch etliche potenzielle Standorte im Überwald und damit in Sichtweite Rothenbergs vor. Unter anderem im Gebiet Flockenbusch zwischen Schönmattenwag und Brombach, was dann eine direkte Windrad-Linie vom Neckartal aufwärts bis zum Hardberg bedeuten würde.

Mögliche Entwicklungen im Odenwaldkreis sind dabei noch komplett außen vor. Der einheitliche Flächennutzungsplan (FNP) hätte Wildwuchs auf den verschiedenen Gemarkungen verhindert, aber der wurde bekanntermaßen vom Regierungspräsidium Darmstadt abgelehnt. Dagegen legten der Kreis und die angeschlossenen Kommunen Klage ein. Der Regionalplan sieht auch hier auf Rothenberger Gemarkung zwei mögliche Windkraft-Flächen vor, in der Hinterbach/Raubach Richtung Olfen und auf der Rothenberger Höhe Richtung Beerfelden.

Die Stimmung in Rothenberg ist aktuell nicht meist entspannt. Das Greiner Eck wird nicht wirklich als störend fürs Gesamtbild angesehen, da es nicht im direkten Blickfeld ist. „So lange es nicht mehr werden“, lautet aber die Einschränkung. „Jeder möchte weg von Atomenergie“, aber andererseits kein Windrad „vor der Tür haben“, so eine weitere Meinung. Denn auf die elektrischen Geräte zuhause wolle auch niemand verzichten.

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Neckarsteinacher SPD-Ortsverein informierte sich am Greiner Eck

Der Windpark Greiner Eck bewegt nach wie vor heftig die Gemüter. Um sich vor Ort umfassend informieren zu lassen, führte die Herbstwanderung des SPD-Ortsvereins auf die Höhe. Bei herrlichem Wetter begrüßte Vorsitzende Sabine Wegehingel eine sehr große Zahl von Teilnehmern. Die kamen nicht nur aus der Vierburgenstadt selbst, sondern auch aus dem Nachbarort Hirschhorn. Dazu hatten sich noch einige interessierte Freunde eingefunden.

Der Projektleiter des Windparks, Planer Jürgen Simon von der Viernheimer Firma 3P Energieplan, war im Vorfeld für die Erläuterungen im Rahmen der Wanderung  gewonnen worden. Er begleitete die Gruppe auf die Baustelle WKA 1, wo derzeit gerade vier Windräder entstehen. Ein fünftes ist in der Genehmigungsphase. Simon erläuterte ausführlich Geschichte und aktuellen Stand des Projekts. Auch die bestens informierten SPD-Stadtverordneten konnten hier noch Neues erfahren. Auch die kritischen Fragen beantwortete der Planer nach dem Eindruck der Anwesenden zufriedenstellend. Simon bedauerte die Klage der Hirschhorner Teilnehmer, dass die Information der Bürger im Vorfeld dort nicht so gut gewesen sei wie in der Nachbarstadt Neckarsteinach.

Simon bezeichnete die Einsprüche der Windkraftgegner als meist unsinnig. Sie seien ermüdend und kosteten auch noch richtig viel Geld. Wenn ein seltenes Tier angeblich gesichtet worden sei, koste das in der Regel einen hohen fünfstelligen Betrag. Auch wurde laut Simon der Bau der fünften Anlage dadurch enorm verzögert.

Da es am zugigen Greiner Eck so langsam richtig kalt geworden war, ging es flott zurück. Abschluss war dann in der heimeligen Mannheimer Hütte, wo sich einige Unterhaltungen nicht nur über Windkraft anschlossen. Wegehingel dankte dort für die gute Beteiligung und Planer Simon für den fachkundigen Vortrag.

Hirschhorn investiert 370.000 Euro in Umbau und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses

„Was lange währt, wird endlich gut“, heißt es so schön. Zwar sind Anbau und Erweiterung des Hirschhorner Feuerwehrgerätehauses noch nicht fertig, aber auch der Spatenstich war ein Meilenstein für das schon lange Jahre geplante Projekt, um das es im Vorfeld einige Diskussionen gegeben hatte. Umso mehr freuten sich nun die Brandschützer und städtischen Vertreter, dass für die große Maßnahme die Schaufel geschwungen werden konnte.

Stadtverordneten-Vorsteher Harald Heiß sprach in deinen begrüßenden Worten gar von einem „historischen Moment“ und einem Zeichen, „auf das die Wehr viele Jahre lange hinarbeitete“. Lange Zeit habe man diskutiert und gestritten. 2015 wurden 240.000 Euro in den Haushalt eingestellt, im noch nicht genehmigten Etat 2016 folgen weitere 80.000 Euro. 50.000 Euro benötige man für die Wohnungsumgestaltung. Einen Zuschuss vom Land gibt es in Höhe von 67.000 Euro.

Wie der Stavo-Vorsteher weiter ausführte, entstünden neben dem jetzigen Feuerwehrhaus eine Garage mit 45 Quadratmetern und eine Lagerfläche in der gleichen Größe. Insgesamt 77 Quadratmeter bekommt die Jugendabteilung, darunter Jugendraum, Kleiderkammer und Umkleiden. Er hoffe, so Heiß, dass mit Erweiterung und Umbau „die Arbeit der Feuerwehrleute erleichtert wird“ und deren erfolgreiches Wirken fortgesetzt werden könne.

Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller meinte, es entstehe nun ein Bau, der den Erfordernissen einer modernen Wehr gerecht werde. „Es war wichtig, diesen Weg zu gehen“, sagte er. Denn im Laufe der Jahre seien immer neue Anforderungen zur Arbeit der Brandschützer hinzugekommen. „Das Aufgabenspektrum wandelte sich“, so Müller. Die Tätigkeit der Wehrleute sei „für die Stadt von unschätzbarem Wert“. Müller schloss mit den Worten: „Die Menschen können nicht in die Zukunft schauen, aber die Zukunft bauen.“

Architekt Heiko Stumpf vom Eberbacher Büro Moray erläuterte, dass in der Baugrube neben dem jetzigen Gebäude die Garage mit Obergeschoss entstehe. Im April habe man die Baugenehmigung erhalten. Aus der Ausschreibung sei als wirtschaftlichster Bieter im Juni die Firma Heinzmann hervorgegangen. Diese habe bereits vor wenigen Tagen mit den Erdarbeiten begonnen.

Stumpf rechnet damit, im August mit diesen durch zu sein, damit zum Hang hin die Spundwand errichtet werden könne. Dann starteten die Betonarbeiten, die bis in den Oktober laufen sollen. Für den November seien die Dacharbeiten geplant, im Dezember der Ausbau mit Fenster und Tor. Die Fertigstellung ist – auch unter Eigenleistung der Wehrleute – im Laufe des kommenden Jahres vorgesehen. 120 Kubikmeter Beton werden laut Stumpf verarbeitet, 11,5 Tonnen Stahl verwendet.

Jörg Heinzmann von der ausführenden Firma wünschte den Bauarbeiten wie auch Stadtrat Willi Dreher einen unfallfreien und guten Verlauf. Der Feuerwehr stehe dann beim Umbau der Wohnung noch einiges an Arbeit ins Haus, meinte dieser. Stadtbrandinspektor Marco Albert sprach den Entscheidungsträgern seinen Dank aus, das Projekt in die Wege geleitet zu haben. Er äußerte seine Zuversicht, das Bauvorhaben zu einem „hervorragenden Ergebnis“ zu führen.

Zu der Feierstunde waren auch Feuerwehrkameraden von den Nachbarwehren aus Langenthal, Neckarsteinach, Grein oder Heddesbach gekommen, mit denen die Hirschhorner eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen. Ehrenkommandant Heinz Albert hatte eine Festschrift im Gepäck, in denen die Anfänge des Feuerwehrhauses festgehalten waren. Seine Frau Ursula hatte es sich nicht nehmen lassen, etliche Schnittchen für die Festgäste vorzubereiten, die danach noch länger im Saal zusammensaßen. Zugleich bestand die Möglichkeit, das neue Katastrophenschutz-Fahrzeug LF10 KATS in Augenschein zu nehmen, das einen Tag vorher abgeholt worden war.

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Auch das hessische Neckartal surft bald auf der schnellen Datenautobahn

Die Internet-Zukunft fürs hessische Neckartal hat begonnen. An einem symbolträchtigen Ort, der Sängerhalle im zwischen Hessen und Baden-Württemberg geteilten Dorf Igelsbach, fand der Spatenstich fürs schnelle Breitbandnetz der Städte Hirschhorn und Neckarsteinach mit ihren Ortsteilen statt. Ab Mai 2017 sollen rund 3300 Haushalte mit 30 Mbit/s und mehr surfen können. Dafür werden von der Telekom etwa 30 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Das geplante VDSL-Netz erlaubt aber nicht nur Surfen, sondern auch Telefonieren und Fernsehen. Die Telekom war aus einer öffentlichen Ausschreibung als Kooperationspartner hervorgegangen. Sie will nach den Worten von Simone Remdisch im August mit den Tiefbauarbeiten ebenfalls in Hirschhorn-Igelsbach und im Neckarsteinacher Stadtteil Darsberg beginnen. 18 sogenannte Multifunktionsgehäuse werden in Hirschhorn gestellt, 14 in Neckarsteinach. Bis zu diesen werden dann die Glasfaserleitungen gelegt, von dort bis ins Haus geht’s per Kupferkabel weiter.

Unterstützt von der Wirtschaftsförderung Bergstraße, die für ihre Aktivitäten von allen Seiten Lob bekam, akquirierten die beiden Städte Fördermittel aus Landes- und Bundestöpfen. Im Hirschhorner Fall ist dies mit 78.000 Euro ein eher kleinerer Betrag, weil die Wirtschaftlichkeitslücke kleiner ist. Neckarsteinach erhält die Maximalfördersumme von 500.000 Euro und wird selbst auch nochmal einen sechsstelligen Betrag in den Ausbau stecken.

Von den verschiedenen Rednern wurde die Wichtigkeit eines schnellen Internets für alle Lebensbereiche genannt. Das reiche vom Hausbesitzer, der den Wert seine Immobilie damit steigere, über die lokale Wirtschaft bis hin zu touristischen Aspekten. Denn, wie es der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt formulierte, „ein Leben ohne Internet ist nicht mehr denkbar“. Er wies darauf hin, dass beim Breitbandausbau Hessen bundesweit vorn liege, in Hessen wiederum der Kreis Bergstraße an führender Stelle.

Umso wichtiger ist es laut Engelhardt, mit dem hessischen Neckartal jetzt eine der letzten Lücken auf der schnellen Internet-Karte schließen zu können. Die Kollegen aus der badischen Nachbarschaft „schauen fast bisschen neidisch“, meinte er, was da auf der anderen Seite in Hessen passiere. Er wies darauf hin, dass im Zuge dieser Arbeiten auch der badische, zu Eberbach gehörende Teil von Igelsbach mit versorgt werde. „Wir erhoffen uns positive Effekte für Wohn- und Wirtschaftsstandort“, so der Landrat.

Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bergstraße (WFB), Matthias Zürker. Er verglich den Baustart mit der Einführung der S-Bahn im Neckartal vor 13 Jahren, mit der es heute ähnlich rasant in die Metropolregion gehe. Zusammen mit dem WLAN-Programm des Kreises beginne heute in Igelsbach „Gegenwart und Zukunft“ des Internets.

Georg Matzner vom hessischen Wirtschaftsministerium erläuterte, dass es „viel Druck“ gegeben habe, den südlichsten Zipfel Hessens am Neckar ans schnelle Internet anzuschließen. Das sei wiederum heute „unverzichtbar“. Das Vorhaben bezeichnete Matzner als „nicht einfach realisierbar“. Wie der Referatsleiter betonte, hätten „beide Städte bei der Fördermittelbeantragung alles richtig gemacht“.

Simone Remdisch von der Telekom sagte, die Zusammenarbeit mit den Kommunen „klappt hervorragend“. Ende April 2017 könnten die Kunden die neuen Pakete buchen. Bis zum Winter sollen die Tiefbauarbeiten in Ersheim, Langenthal, Hirschhorn und Igelsbach sowie Neckarsteinach, Darsberg, Grein und Neckarhausen laufen. Danach folge der Einbau der Systemtechnik. 95 Prozent der Haushalte erhielten danach 30 Mbit/s Download-Geschwindigkeit. Vor der Inbetriebnahme wird es Remdisch zufolge Info-Veranstaltungen geben.

Für die beiden hessischen Neckartalstädte hatten Stadträtin Ursula Lischer (Hirschhorn) und Bürgermeister Herold Pfeifer (Neckarsteinach) begrüßt. Lischer erinnerte fast wehmütig „ans gute alte Telefon“. Gut sind ihr die Anfänge des Internets im Gedächtnis. „Langsam war gestern, bald sind wir schnell auf der Datenautobahn unterwegs“, sagte sie. Pfeifer wies auf die sich mehrenden Anfragen nach schnellem Internet seit Beginn seiner Amtszeit vor vier Jahren hin.

Mit großer Unterstützung der WFB habe man das Projekt stemmen können, sagte der Bürgermeister. Er wertete den Spatenstich als „maßgebliche strukturpolitische Weichenstellung für das gesamte hessische Neckartal“. Die beiden Städte würden als Wohn- und Arbeitsort „noch attraktiver“. Zum offiziellen Baustart waren auch Wolfram Koch, Leiter des Breitbandbüros Hessen, Dagmar Cohrs, stellvertretende WFB-Geschäftsführerin und der regionale Breitbandberater Südhessen, Berthold Passlack, anwesend.

Freiwillige Feuerwehr Neckarsteinach freut sich über große Resonanz auf ihren Tag der offenen Tür

Vollauf zufrieden ist die Freiwillige Feuerwehr mit dem Verlauf ihres Tags der offenen Tür. „Wir hatten mehr Besucher als im vergangenen Jahr“, freute sich der stellvertretende Wehrführer-Mitte, Björn Kronauer. Das hatte bestimmt auch mit den ungewissen April-Wetter zu tun, bei dem die Besucher der gegenüber stattfindenden Gewerbeschau gerne die trockene Fahrzeughalle und das Zelt davor aufsuchten. Auf jeden Fall brachten die Gäste viel Hunger und Durst mit: Am Ende des Tages waren „alle Vorräte aufgebraucht“.

Seitdem es das neue Feuerwehrhaus am Ortsausgang Richtung Hirschhorn gibt, öffnen die Floriansjünger parallel mit den Frühlingstagen des Gewerbevereins ihre Pforten. Guten Anklang fand auch die am Tag zuvor durchgeführte Feuerlöscherprüfung. Sie wurde von Marco Albert, dem Hirschhorner Stadtbrandinspektor, mit seiner Firma angeboten. Denn alle zwei Jahre müssen sich im Haushalt oder Betrieb verwendete Feuerlöscher einer Prüfung auf Funktionsfähigkeit „unterziehen“.

Auch für die Kinder gab es ein unterhaltsames Programm. Sie durften die Feuerwehrfahrzeuge auf dem Hof in Augenschein und auch mal auf dem Fahrersitz Platz nehmen, später gab’s dann noch Rundfahrten mit den Autos durch die Stadt. Hüpfburg, Wasserspiele, Malecke und Seifenblasenvorführung ließen keine Langeweile aufkommen.

Die „Älteren“ waren eher an der Technik oder am Gebäude interessiert. Es kamen Nachfragen zum Feuerwehrhaus, das inzwischen seit über fünf Jahren in Betrieb ist. Die Brandschützer boten Führungen an und zeigten auch einen Werbefilm über den Einsatzverlauf. Ebenso stieß das im vergangenen Jahr angeschaffte Staffellöschfahrzeug (STLF 25) auf Interesse. Dieses ist speziell zur Waldbrandbekämpfung mit einem 3000-Liter-Wassertank – abweichend zur Namensbezeichnung 25 – ausgerüstet.

Den ganzen Tag über herrschte ein stetes Kommen und Gehen. Viele befreundete Wehrleute statteten – neben den Neckarsteinacher Ortsteilwehren – dem Tag der offenen Tür einen Besuch ab. Unter anderem begrüßte man Abordnungen aus Hirschhorn und Langenthal, Bammental und Schönau. Nicht nur diese halfen mit, dass keine Reste übrig blieben und räumten nachmittags auch das Kuchenbüffet bis aufs letzte Stück leer. Im Einsatz für die Gäste war der „harte Kern“ der Helfer aus Einsatz- und Jugendabteilung.

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