Abwechslungsreiches und kurzweiliges Konzert von Hirschhorns katholischer Kirchenmusik

Ein gelungenes, abwechslungsreiches und kurzweiliges Kirchenkonzert bot die katholische Kirchenmusik (KKM) den Besuchern in der Hirschhorner Pfarrkirche. Begonnen wurde es von der Jugend unter Leitung von Katharina Weber mit „Siyahamba“, einem traditionellen Südafrikanischen Lied der Zulu-Bevölkerung, und dem Choral „Eine feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther. Dabei wurde deutlich, wie die gute Jugendarbeit Früchte trägt. Danach begrüßte der Vorsitzende Karl-Ludwig Motzer die Gäste.

Im Anschluss spielte das Orchester der KKM unter Leitung von Kerstin Obert die Musikstücke „A Festige Tribute“, ein Arrangement des Chorsatzes „Auf, schmetternde Töne der munter’n Trompeten“ von J. S. Bach, und das „Ave Maria“, ein Arrangement des Songs aus dem Film „Enrico IV“ von Astor Piazzolla. An der Solo-Trompete entlockte Alexander Hess seinem Instrument wahrlich die höchsten Töne.

Mit Anerkennung würdigte dann Bernhard Frey vom Diözesanverband im Bistum Mainz die Leistungen des Vereins und ehrte verdiente Mitglieder des Orchesters für ihre langjährige Treue: Karl-Ludwig Motzer, Bernhard Weber und Wolfgang Weber für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft sowie Heinrich Grad, der 60 Jahre aktiv in der KKM ist. Laut Frey ist dies im gesamten Diözesanverband einmalig.

Nach den Ehrungen trug das Klarinettenensemble, bestehend aus Alfons Flachs, Heinrich Grad, Heinz Hess und Bernhard Iberl, die Musikstücke „Moment Musical Nr.3, D.958“ von Franz Schubert und „Canzona Teruza“ von Giovanni Gabrieli vor. Nun kam das Orchester wieder zum Einsatz und präsentierte „Lenas Song“, ein Arrangement des Songs „Fly with me“ aus dem Film „Wie im Himmel“ von Stefan Nilsson, arrangiert von Thiemo Kraas.

Die Ballade „Candle in the Wind“ von Elton John erinnerte die Anwesenden an den Tod von Lady Diana. Peter I. Tschaikowsky steuerte im Anschluss seine „Romance op.5“ bei nach einer Bearbeitung von J.G. Mortimer bei. Die Musikstücke „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ und das „Hallelujah“ von Leonard Cohen rundeten das Konzert ab.

Nach dem Dankeschön durch Karl-Ludwig Motzer war natürlich noch nicht Schluss. Die Besucher wurden von Kerstin Obert aufgefordert, zusammen mit Jugendorchester und den „Großen“ nochmals das „Siyahamba“ erklingen zu lassen: ein spontanes Gemeinschaftswerk der Besucher und der Aktiven. Das letzte Zugabestück, „I will follow him“, rundete einen tollen Konzertabend ab.

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Zum 32. Mal findet auf dem Kirchplatz am ersten Adventssonntag der Heddesbacher Weihnachtsmarkt statt

Der 32. Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz beginnt am Sonntag, 3. Dezember, um 14 Uhr mit der Eröffnung durch Bürgermeister Hermann Roth. Veranstaltet wird er von der Gemeinde und den Ortsvereinen. Neben einer großen Tombola findet ein Verkauf von Basteleien und Leckereien der örtlichen Vereine statt. Um 16.30 Uhr kommt St. Nikolaus mit seinem Engel vorbei vorbei und bringt den Kindern süße Sachen.

Der romantische Weihnachtsmarkt in der kleinsten selbstständigen Gemeinde des Rhein-Neckar-Kreises ist einmalig in der Region, weil von den örtlichen Vereinen nur Selbsthergestelltes zum Verkauf angeboten wird. Darunter ist auch der Heddesbacher Dorfkalender. Gäste können hier nach Herzenslust bummeln, etwas Köstliches essen und trinken. Sie finden sicher unter den angebotenen Basteleien und Handarbeiten, Gebäck und Leckereien, Marmeladen und Getränken sowie Adventskränzen und -gestecken etwas Schönes für sich und ihre Lieben zum Advent und für das bevorstehende Weihnachtsfest.

Hirschhorner Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende zwischen Rathaus und Marktplatz

Nach dem erfolgreichen Neustart des Hirschhorner Weihnachtsmarktes in 2015 und der gelungenen Fortsetzung im vergangenen Jahr gibt es am dritten Adventswochenende eine Neuauflage in der Hirschhorner Altstadt. Jeweils von 14 bis 21 Uhr sind am Samstag, 16., und Sonntag, 17. Dezember, 29 Aussteller und Geschäfte in der Hauptstraße zwischen dem Rathausvorplatz und dem Marktplatz zu finden, die allerlei Advent- und Weihnachtliches anbieten. Natürlich kommt auch das leibliche Wohl an verschiedenen Orten nicht zu kurz. Offizielle Eröffnung ist am Samstag um 15 Uhr.

„Der Hirschhorner Weihnachtsmarkt wurde von den Besuchern super angenommen“, bilanzierte nach der Wiederauflage Marianne Heisner, die damals wie heute zusammen mit Christian Grimm die Veranstaltung organisiert. „Alle waren begeistert.“ Nach 23 Jahren Pause gab es endlich wieder einen Adventsmarkt, der von den Einheimischen sehnlichst gewünscht worden war. „Die Straße war in beiden Jahren voll“, blickt Marianne Heisner zurück. Besucher kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus dem Odenwaldkreis, der Region Bergstraße sowie Heidelberg und Mannheim, beobachtete sie. „Wir waren jedes Mal rundum zufrieden.“

Die Teilnehmer in diesem Jahr kommen aus Eberbach, Waldbrunn, Neckargemünd, Rothenberg, Neckargerach, Bad König, Darmstadt, Neckarsteinach, Finkenbach, Wald-Michelbach, Brombach und natürlich zum Großteil aus Hirschhorn. Es werden selbstgefertigte Strickwaren und Kinderkleidung, Socken, hausgemachte Liköre, selbsthergestellte Weihnachtsdeko, Holzherzen, handgenähte Taschen, Schmuck und vieles mehr angeboten. Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt. Im Gewölbekeller der vorderen Hauptstraße gibt es bei Marianne Heisner Glühwein, Kinderpunsch, Kaffee mit Schuss, heißer Amaretto sowie kalte Getränke mit und ohne Alkohol.

Den Geschenkideen sind keine Grenzen gesetzt. Seien es nun Weihnachtsgestecke, selbst Gehäkeltes und Gestricktes, Laubsägearbeiten, Kerzen, Räucherwaren, feine Tropfen oder auch Marmeladen, Honig, Tee, Schmuck, Engelsfiguren oder Krippen: Das Angebot ist auf dem Hirschhorner Weihnachtsmarkt sehr vielseitig, sodass niemand ohne das passende „Last-Minute-Geschenk“ für die Verwandt- oder Bekanntschaft nach Hause gehen muss.

An beiden Tagen ist der Nikolaus wieder mit seinem Lebkuchenhaus in der Hauptstraße unterwegs. Die süßen Versuchungen klebt Christian Grimm auf einen überdimensionierten Bollerwagen, den der Mann im roten Mantel und mit Rauschebart jeweils um 15 und 17 Uhr durch die Straßen zieht.

 

Winterdienst ist bei der Straßenmeisterei in Beerfelden das ganze Jahr ein Thema

Der erste Wintereinbruch sorgte vor einer Woche bereits für weiße Strecken auf den Odenwald-Hügeln und die ersten Verkehrsbehinderungen. Das zweite Intermezzo von Väterchen Frost lässt nicht lange auf sich warten. Für die Straßenmeistereien ist das alle Jahre wieder „Business as usual“. Denn nach dem Winter bedeutet für die Mitarbeiter quasi direkt vor dem nächsten: Die Vorarbeiten starten nahtlos. Welche Vorbereitungen im Odenwaldkreis getroffen wurden, erläuterten jetzt die Verantwortlichen.

Jochen Vogel, Pressesprecher Hessen Mobil in Heppenheim, skizzierte das Prozedere auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, für die die Behörde zuständig ist. Vom Landratsamt des Odenwaldkreises war Volker Weyrauch zugegen, für die Erbacher Polizei Ralf Löring. Hausherr in Beerfelden ist Harald Körner, in Bad König Werner Riesinger. Beide Straßenmeistereien teilen sich die Zuständigkeit im Odenwaldkreis.

Ein harter Winter ist nicht unbedingt einer, in dem es viel schneit, sagten die Fachleute. Sondern einer „mit wechselhaftem Wetter“, tagsüber mit Plus-Temperaturen, nachts mit Frost. Denn dann muss quasi nonstop gestreut werden, erläuterte Mitarbeiter Bernd Bechtold von der Beerfelder Straßenmeisterei. Da eine Tonne Salz 90 Euro kostet, geht dies dann kräftig ins Geld.

Polizeihauptkommissar Löring appellierte an die „Teamarbeit“ von Räumdienst und Autofahrern bei winterlichen Straßenverhältnissen. Zum einen sei Vorsicht in Waldgebieten geboten, weil das Salz Tiere an den Straßenrand ziehe. Zum anderen solle immer die Fahrgasse für die mit vier Meter überbreiten und mit 23 Tonnen ganz schön schweren Räumfahrzeuge freigelassen werden. „Bitte nicht überholen und die Geduld aufbringen, dahinter zu bleiben“, wünschte er sich.

Neben der Rücksichtnahme nannte Löring als wichtiges Kriterium auch vorausschauendes Fahren. In Höhenlagen müsse man auf offenen Flächen mit Eisbildung rechnen, sagte er. Ein noch so guter Winterdienst „kann keine sommerlichen Verkehrsverhältnisse schaffen“, ergänzte Riesinger. Am schwierigsten sei die Lage, „wenn es im Berufsverkehr anfängt zu schneien“, meinte Vogel. Dann seien auch eine Stunde zuvor geräumte Straßen rasch wieder zu.

Auf Autobahnen nonstop und auf den anderen Straßen von 6 bis 22 Uhr: So stellt sich der Schichtdienst in den Straßenmeistereien dar. Wobei um 6 Uhr zum Berufsverkehr die Strecken schon frei sein sollen. Deshalb beginnt der Dienst für die Mitarbeiter bereits im 1.30 Uhr nachts mit den Vorbereitungen Dann wird per Computer die Lage auf den Straßen überprüft.

„Winterdienst ist das ganze Jahr ein Thema“, verdeutlichte Vogel. Im Frühjahr gibt es Reparaturen, Ausschreibungen und Neuanschaffungen, im Sommer wird das Salz bezogen, im Herbst werden die Dienstpläne für die kalte Jahreszeit gemacht. Danach geht es schon auf die Strecken, um Schneenetze und -stangen zu stellen. „Ende Oktober sind die Vorbereitungen abgeschlossen.“

Neben dem Rückgriff auf die Wetterdienste helfen laut Jochen Vogel auch die jahrzehntelangen Erfahrungen der Hessen-Mobil-Leute, um zu wissen, „wo es an Brücken oder Waldpassagen glatt werden kann“. Ist Schnee gemeldet wie es derzeit fast jeden Tag vorkommen kann, „wird die Rufbereitschaft ausgelöst“, so der Pressesprecher. Jeder Fahrer hat eine vorgegebene Route, die etwa drei bis vier Stunden dauert.

Verwendet wird dabei eine Mischung aus 70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Lauge, die in der Straßenmeisterei hergestellt wird. Das Ganze nennt sich Feuchtsalz FS 30. „Dann haftet das besser auf dem Asphalt“, weiß Körner. Es wird nicht so schnell verweht, setzt den Auftauprozess schneller in Gang und hält die Straßen länger eisfrei. Laut Vogel testet man auf der Autobahn bei wechselhafter Witterung bereits FS 100, womit sich der Salzverbrauch um 30 Prozent reduzieren lässt. Sollten die 3300 im Odenwaldkreis gelagerten Tonnen Salz doch mal knapp werden, „füllen wir die Hallen unverzüglich wieder auf“, versichert er. Nur in den schneereichen Wintern 2010 und 2012 wurde es einmal knapp.

Die Straßenmeisterei Beerfelden mit ihrem Chef Harald Körner betreut 215 Straßenkilometer im südlichen Odenwaldkreis, dazu im benachbarten Kreis Bergstraße das hessische Neckartal und den Überwald rund um Wald-Michlebach bin hin nach Birkenau und ins Gorxheimertal. Daneben werden ein paar dazwischenliegende badische Straßen wie etwa durch Heddesbach oder Richtung Eberbach abgefahren. In der Oberzent-Stadt lagern etwa 1000 Tonnen Salz.

Die Straßenmeisterei Bad König mit Werner Riesinger an der Spitze ist für 285 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im nördlichen Kreisgebiet zuständig. Das neue Silo fasst 2000 Tonnen Salz. In Beerfelden sind sieben Schneeräumer im Einsatz, davon fünf eigene, die im Drei-Schicht-Betrieb von 18 Mitarbeitern gefahren werden. In Bad König sind es acht Fahrzeuge, davon vier eigene mit 15 Angestellten. Alle zusammen kümmern sich um die 500 Kilometer Strecke im Odenwaldkreis.

Weitere kleinere Salzlager gibt es in Hirschhorn und Wald-Michelbach. Insgesamt hält Hessen Mobil im Odenwaldkreis 3300 Tonnen Salz vor, was für einen durchschnittlichen Winter ausreicht. Sollte es einmal den ganzen Tag heftig durchschneien, werden pro Tag und Meisterei etwa 150 Tonnen benötigt.

v.l. Werner Riesinger und Harald Körner, Leiter der Straßenmeistereien Bad König und Beerfelden

Narrhalla Ober-Hainbrunn setzt auf die „Fastnacht mit Herz“: Kampagneneröffnung in der Narren-Hochburg

Die fünfte Jahreszeit hat in der Narrenhochburg des Finkenbachtals begonnen. Die Fastnachter des SV Narrhalla starteten bestimmt 100 Mann und Frau hoch in die neue, kurze Kampagne 2017/2018. Unterstützt wurden sie dabei von einer Abordnung des MGV/TSV Sensbachtal, die kurzerhand ihren närrischen Auftakt in die Saison zwei Odenwald-Täler weiter verlegte und bei den SV-Narren mit diesem Ansinnen auf offene Ohren stieß. Von SV-Präsident Frank Flachs wurden Motto, Orden und neue Gesichter der aktuellen Kampagne vorgestellt.

Neu im Vereinsheim, der Sporthalle, ist auch eine „Narrhalla-Hall of Fame“. Sophia Blutbacher und Paula Manschitz stellten zahlreiche Bilder aus den vergangenen Jahren zusammen, soweit sie sich auftreiben ließen. Alle Tanzmariechen, Gruppen, Büttenredner, Elferräte und (Sitzungs-)Präsidenten, die es in 34 Jahren jemals gab, sind dort an die Wand gepinnt.

„Aus Ägypten, China und Japan sind unsere Vorstandsmitglieder extra zur Kampagneneröffnung eingeflogen“, scherzte Flachs. Er selbst landete um 16.30 Uhr am Frankfurter Flughafen, um direkt nach Ober-Hainbrunn zu brausen. Der Präsident lachte immer noch über die Blicke der Umstehenden, als er mittags in der ägyptischen Hotellobby angerufen wurde und der Narrhalla-Marsch als Klingelton losging. „Am 11.11. um 11.11 Uhr stellt der sich automatisch ein und bleibt dann bis Aschermittwoch so“, erklärte er.

Flachs begrüßte traditionell die Feierwütigen zu Beginn in der eigens dafür schön geschmückten Sporthalle. Er stellte dann das neue Motto vor, das sich der Fastnachtsausschuss in langen Sitzungen ausgedacht hatte. Danach wurde der Blick von ihm auf den Orden gelenkt. Der wurde in einer Auflage von 300 Stück gepresst. An diesem Abend gab es aber nur ein einziges Exemplar, das das neue Funkenmariechen Kim Weyrauch in Händen hielt.

Die Oberzent-Fusion ist Thema der Kampagne 2017/2018 und wurde auf der Plakette verewigt. „Gemeinde Rothenberg“ wird auf dem Ortsschild in Rot durchgestrichen, dafür steht oben drauf nun Stadt Oberzent. „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“, heißt das Motto der aktuellen Kampagne. Seit Jahrzehnten „pflegen wir die Fastnacht mit Herz“, so Flachs. Auch in der „großen Stadt“ will sich die Narrhalla die eigene Hainbrunner Identität auf die Fahnen schreiben.

Es wurden von Flachs zwei neue Elferratsmitglieder aus dem badischen Nachbardorf Brombach vorgestellt. Dennis Weber konnte nicht vorbeikommen. Markus Michel, auch bei den Hainbrunner Dartfreunden aktiv, ist das zweite neue Gesicht. „Ich hatte schon länger vor mitzumachen“, sagte er. Denn der Brombacher ist ein Fastnachter durch und durch, hat in seinem Dorf die Faschingsgruppe „Wilde 13“ mitbegründet und fährt mit seiner Frau gerne zum Kölner Karneval. „Da wären wir heute auch gewesen“, meinte er schmunzelnd – aber Ober-Hainbrunn hatte Priorität.

Frank Flachs ging aber auch aufs Organisatorische ein. „2018 stellt uns alle vor Herausforderungen“, sagte er. Denn der Verein braucht nach drei Jahren Vakanz wieder einen zweiten Vorsitzenden. „Der muss theoretisch nicht viel machen“, grinste er. Denn „es ging auch längere Zeit ohne“. Die Kampagne ist drei Wochen kürzer als im vergangenen Jahr, deshalb muss alles schneller als sonst ablaufen. Am 7. Januar ist bereits die Generalprobe, die Prunksitzungen finden am 13., 19. und 20. Januar statt.

Das neue Funkenmariechen, die 20-jährige Kim Weyrauch, ist wie ihre Vorgängerin Janna Schwinn ein Eigengewächs der Narrhalla. Sie tanzt derzeit in der großen Garde mit, den SV-Funken. Daneben ist sie auch Vorstandsmitglied. Ebenfalls wurde das neue Tanzquartett den Gästen vorgestellt. Marie-Luise Koch, Sina Koch, Alica Stadler und Trajana Heckmann sind die vier jungen Tänzerinnen. „Das schönste, was die Narrhalla zu bieten hat“, meinte Flachs zu den fünf Mädels. Ein dreifach donnerndes Helau beschloss die Vorstellung.

Zwei hohe karnevalistische Ehrungen gibt es für zwei Narrhalla-Mitglieder. Die hessischen Ober-Hainbrunner sind ja bekanntermaßen Mitglied im badisch-pfälzischen Karnevalsverband. Der verlieh den Goldenen Löwen als seine höchste Auszeichnung an Diana Kasper für 22 Jahre ununterbrochene fastnachtliche Aktivitäten. Frank Flachs ist 19 Jahre närrisch aktiv und bekam den großen Verdienstorden zugesprochen. Die Überreichung der Auszeichnungen soll dann während der Prunksitzung erfolgen.

Info: Narrhalla-Prunksitzungen 2018 unter dem Motto „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“ am Samstag, 13., Freitag, 19., und Samstag, 20. Januar, jeweils 19.31 Uhr in der Sporthalle Ober-Hainbrunn. Karten unter der bewährten Hotline 06275-586 bei Hildegard Werner.

 

Kinder brachten den Senioren im Kortelshütter Haus Cordula beim Martinsumzug viel Freude

Aufgeregte Kinder, stolze Eltern und lachende Senioren: Der Rothenberger Kindergarten „Himmelsauge“ startete seinen Martinsumzug in diesem Jahr erstmals am Haus „Cordula“ in der Waldstraße. Wobei das Starten bedeutete, dass die Kinder zu Beginn die älteren Bewohner im Aufenthaltsraum und ihren Zimmern besuchten und mit den Liedern viel gute Laune mitbrachten. Martinsbrezeln und Gummibärchen waren der verdiente Lohn für die große Schar.

Hatte sich kurz vor Beginn noch der bange Blick von Erzieherinnen und Eltern nach oben gerichtet, so schloss der Himmel pünktlich zum Start seine Schleusen. Damit konnte der Zug im Anschluss trockenen Fußes den mit Fackeln beleuchteten Weg hoch zum Sportplatz antreten, wo bereits die Kortelshütter Feuerwehr auf die Kleinen wartete. Ein Martinsfeuer, warme Getränke und natürlich auch etwas zum Essen bildeten eine gelungene Abrundung des Abends.

Knapp 50 Kinder zwischen einem und sechs Jahren besuchen aktuell den kommunalen Kindergarten. Ein Viertel davon gehört zu den unter Dreijährigen. Das Basteln der Laternen begann bereits direkt nach den Sommerferien, weiß Leiterin Andrea Koch, die zusammen mit ihren Kolleginnen Stefanie Schindler, Marion Honnen, Katja Seip, Jana Johann und Ruth Diener vor Ort war. Die zwei männlichen Kollegen waren bedauerlicherweise krank.

Zwei Wochen vor dem Martinsumzug ging es dann „in die Vollen“. Es wurden Bücher über das Leben des Bischof von Tours gelesen, Bilder aus der Geschichte des Heiligen gezeigt und die Geschichte erzählt, warum er solch eine Bedeutung hat und wieso es den Martinsumzug mit seiner jahrhundertealten Tradition gibt. Natürlich übten die Kinder auch die vielen Martinslieder ein, mit denen sie die Senioren, aber auch ihre Eltern unterhielten. Wand- und Fensterbilder sowie Mandalas entstanden neben den Laternen durch fleißige Kinderhände.

„Hoch über uns die Sterne“, „Kinder zieht euch warm an“ oder der „Lichterkinder-Rap“ waren ebenso dabei das klassische „Ich geh mit meiner Laterne“. Für die Umrahmung sorgten bei letzterem Lied die sechs Jungbläser des Rothenberger Posaunenchors, mit dem sich die Kleinen abwechselten. Die jugendlichen Musiker durften gleich nochmal ran, als sich die bunte Schar vom Foyer hinein ins Gebäude bewegte.

Der Kindergarten wählt sich jedes Jahr einen anderen Ortsteil aus, in dem der Martinszug stattfindet. Letztes Jahr war dies Ober-Hainbrunn, davor die Hinterbach. „Wir brauchen immer einen zentralen Platz“, sagt Marion Honnen, da neben den Kleinsten auch viele Eltern und Verwandte mit dabei sind. Da kommen dann wie jetzt locker 60 bis 70 Personen zusammen. Und das trotz des schlechten Wetters.

Wenn auch zum ersten Mal in Kortelshütte, hat die Zusammenarbeit mit dem Rothenberger Cordula-Haus bereits Tradition. Da bringt der Kindergarten Kuchen zum Muttertag vorbei oder gestaltet die Adventsfeier mit. Hausleiter Jörg Wehrle freute sich über den Besuch und die Unterhaltung für die 75 Bewohner des Seniorenzentrums. Er wie auch Andrea Koch begrüßten die großen und kleinen Besucher. „Sie bringen den älteren Menschen Freude“, sagte er. „Das Wetter ist fast wie früher vor 1700 Jahren bei St. Martin“, so Koch.

Während sich die Laternenträger über die Martinsbrezeln und andere Süßigkeiten freuten, die ihnen die Senioren mit leuchtenden Augen zusteckten, gab es für die Kindergartenleitung auch eine schöne Überraschung: Das Hinterbacher Köhlerteam hatte einen Scheck über 500 Euro im Gepäck, den Hiltrud Kwiatkista, Thomas Frisch und Nadine Frisch an Andrea Koch überreichten.

Schon seit Jahren besuchen die Kinder immer den Kohlenmeiler, um dort das alte Handwerk zu bestaunen. Nur dieses Jahr musste die Wanderung von Rothenberg in die Hinterbach ausfallen, weil schon Sommerferien waren. Die Zuwendung an den Kindergarten aus dem Erlös der zweijährlichen Veranstaltung hat bereits eine schöne Tradition.

Bereits am Nachmittag hatten die Hinterbacher Hobbyköhler einen weiteren Teil ihres Erlöses aus dem zehntägigen Event gespendet: Erwin Hotz und Schatzmeisterin Hiltrud Kwiatkista übergaben noch einmal 500 Euro an die Hospizgruppe Südlicher Odenwald aus Rothenberg, für die Leiterin Gisela Ritter mit Dankesworten den Scheck entgegennahm.

Freiwillige Badehelfer aus Finkenbach waren in Hirschhorn mit Ritter Friedrich auf Tour

Viele helfende Hände werden benötigt, um den Badebetrieb im Freibad Finkenbach von Mai bis September zu ermöglichen und den Aufenthalt für die Gäste angenehm und attraktiv zu gestalten. Die freiwilligen Badehelfer treffen sich seit einigen Jahren im Sommer nicht nur einmal monatlich zur Planung, sondern nach Abschluss der Saison auch zu einer großen geselligen Runde. Angeregt durch Hirschhorner Freibad-Fans, fand das Treffen erstmals in der Nachbargemeinde statt. Nach einem ausgedehnten Frühstück stellte Stadtführer Hans Jürgen Waibel alias der letzte Ritter Friedrich sein Städtchen vor und ließ die Gäste samt dem scheidenden Bürgermeister Rothenbergs, Hans Heinz Keursten, das Vertraute aus teilweise ganz neuer Sicht erleben.

Die Liste der Aktiven fängt an bei den Mitarbeitern des Bauhofs und der Gemeindeverwaltung, die zuständig sind für Pflege und Administration des Bads mit seiner großen Liege- und Freifläche mit viel Baumbestand sowie dem Bach, der sich durch das Gelände schlängelt. Eine ganz wichtige Person ist auch der Kiosk-Pächter. Das war in diesem Jahr erstmals Mareike Niesen, die tatkräftig und ideenreich ihre Gäste bewirtete und für die Sauberkeit der Einrichtung sorgte.

Der große Stammtisch unter dem schattenspendenden Laubwerk am Eingang des Schwimmbads steht nicht nur den Badegästen zur Verfügung, sondern lockt viele andere Besucher an und ist in den Sommermonaten ein wahrer Kommunikationstreffpunkt in Finkenbach. Unterstützt wird Mareike Niesen von ihrem Ehemann Christian sowie etlichen Familienmitgliedern und Freunden. Zu nennen ist besonders Lilo Fischer, die schon seit vielen Jahren im Schwimmbad mithilft und sich selbst zum Inventar zählt. Bei vielen kleinen und großen Gästen ist sie bekannt als die „Frau vom Schwimmbad in Finkenbach“.

Doch alle diese Helfer reichen noch nicht aus, um den Besuchern aus der Oberzent, aber auch aus dem angrenzenden Neckartal und Überwald den Sprung ins erfrischende Nass zu ermöglichen. Es packen auch die Mitglieder des Heimat-, Verkehrs- und Verschönerungsvereins mit an, der sich bei der Ausstattung und Instandhaltung der Schwimmbadeinrichtung engagiert. In dieser Saison wurde vom Verein eine Hütte für die Unterbringung von Sonnenschirmen und Liegestühlen errichtet, die von den Dauergästen gerne genutzt wird. Auch bei den Schwimmbadfesten ist der Verein mit von der Partie.

Weiterhin gibt es die Freiwilligen, die bei entsprechendem Wetter von 10 bis 19 Uhr als Badeaufsicht das Schwimmbecken und die Schwimmer im Blick behalten. Aus allen Ortsteilen der Gemeinde Rothenberg kommen diese Engagierten und werden dabei sogar noch von außerhalb verstärkt. Beim Freiwilligentag kümmerten sich daneben einige Finkenbacher Bürger um die unmittelbare Umgebung: so das Beachvolleyball-Feld, den Kinder- und den Ballspielplatz. All dies vervollständigt das Angebot der Einrichtung und trägt zu ihrer Attraktivität bei.