Oberzent-Ausschüsse beschäftigen sich eingehend mit den Kindergarten-Satzungen

Die Kindertagesstätten in der der neuen Stadt sind ein weites Feld. Es gilt fünf Einrichtungen, vier städtische und eine der evangelischen Kirche, nach der Fusion zu vereinheitlichen. In einem ersten Schritt befasste sich die Stadtverordneten-Versammlung nun mit den Satzungen für Betreuung, Kosten sowie Bildung und Aufgaben von Elternversammlung und –beirat. Alle wurden einstimmig bei wenigen Enthaltungen verabschiedet.

Jedoch sind die Schriftstücke noch nicht der Weisheit letzter Schluss, wie Bürgermeister Christian Kehrer verdeutliche. Es ging jedoch darum, die Verwaltung handlungsfähig zu machen. Ergebnisse aus den kommenden Ausschussberatungen sollen noch mit eingearbeitet werden. Dass es noch Fragen offen sind, zeigte sich auch an den Wortmeldungen im Gremium. Änderungen sollen dann rückwirkend zum 1. August gelten.

Der Rathauschef freute sich, dass zehn Bewerbungen für Stellen in den Kindertagesstätten eingingen. Daran merke man, „dass die Stadt als Arbeitgeber attraktiv ist“, weil die Positionen unbefristet ausgeschrieben wurden. „Wir sind immer noch in der Findungsphase“, verdeutlichte der Bürgermeister die Herkulesaufgabe. Es gebe noch einigen Klärungsbedarf. An der einen oder anderen Stelle der jeweiligen Satzung müsse noch nachgebessert werden.

Es fehlt daneben noch an einem gemeinsamen Konzept, da auch die Leiterinnen nur ein begrenztes Zeitkontingent hätten. Außerdem „bekommen wir ein Gesamtkonzept nicht zum Nulltarif“, sagte er. Der Bürgermeister verdeutlichte den Handlungsbedarf bei den Platzkapazitäten. Außer in Unter-Sensbach, wo gerade eine zweite Gruppe eingerichtet wird, gibt es – in Rothenberg, Beerfelden und Kailbach – rechnerisch zu wenige Plätze. Für Rothenberg nannte der Rathauschef auch Sanierungsbedarf bei den Räumlichkeiten.

Kehrer wies gleichzeitig auf das enorme Haushaltsdefizit durch die Kindergärten hin. 1,1 Millionen Euro lässt sich die neue Stadt jedes Jahr die Betreuung der Kleinen kosten. Bei 209 Kindern müssten theoretisch zur Kostendeckung 440 Euro pro Monat und Kind verlangt werden. Ein utopischer Betrag, den man natürlich nicht ansetzen kann und will. Denn schließlich wird die Kinderbetreuung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen.

Für über Dreijährige wurde ein Stundensatz von 22,60 Euro beschlossen. Damit kommt man bei sechs Stunden genau auf 135,60 Euro, die vom Land Hessen ab dem dritten Lebensjahr den Eltern erstattet werden, womit der Kindergartenbesuch in dieser Zeit kostenfrei ist. Anders sieht es bei den unter Dreijährigen aus. Hier kostet die Stunde in Zukunft 30 Euro. Eine Erstattung durch das Land gibt es nicht.

Der Bürgermeister bat darum, die vorliegenden Satzungen zu verabschieden, auch wenn sie noch nachgebessert werden müssen. Es gehe darum, für die kommende Zeit handlungsfähig zu bleiben. „Wir wollen das Thema ernsthaft aufnehmen und in den Ausschüssen ausführlich diskutieren“, sagte er. Oliver von Falkenburg (CDU) hatte angeregt, alle drei Gremien einzubeziehen. Die Mandatsträger beschlossen letztendlich, dass unter Federführung des Haupt- und Finanz- auch der Sozialausschuss mitwirken soll.

Als Zeitrahmen wurde Ende September genannt. Eine solche Frist hatte sich Thomas Mergenthaler (ÜWO) gewünscht, „damit das Thema nicht ins Hintertreffen gerät“. Horst Kowarsch (Grüne) wünschte sich einen Rechtsanspruch auch über sechs Stunden hinaus. Das fließt in die Beratungen ein, kündigte Kehrer an. Auch wenn noch Etliches zu klären ist, „muss die Thematik ins Laufen kommen“, sagte Thomas Ihrig (SPD). Neben den städtischen Gremien sollten auch die Elternbeiräte mit in die Beratungen einbezogen werden.

Advertisements

Claus Weyrauch führt die Stadtverordneten-Versammlung von Oberzent

Claus Weyrauch ist neuer Stadtverordnetenvorsitzender von Oberzent. In ihrer konstituierenden Sitzung wählten die Mandatsträger den ÜWO-Mann aus Rothenberg mit 24 Ja- bei vier Nein- und neun ungültigen Stimmen zu ihrem „Chef“. Der 50-jährige Mittelstandsberater hatte es als Bürgermeisterkandidat der Überparteilichen Wählervereinigung Oberzent zwar nicht in die Stichwahl geschafft. Bei der gleichzeitigen Stadtverordnetenwahl erhielt er aber mit 4181 die höchste Stimmenanzahl aller Bewerber.

Interims-Bürgermeister Egon Scheuermann eröffnete die Sitzung in der Alten Turnhalle. Er wies darauf hin, dass die vorläufige Stavo seit Jahresbeginn 57 Mitglieder hatte (alle Parlamentarier der bisherigen vier Gemeinden). Gleiches galt für den Magistrat mit 20 Stadträten. Jetzt hat sich diese Zahl durch die Wahlen vom 29. April auf 37 und neun verringert. Die verschiedenen Ortsbeiräte konstituieren sich am 20. Juni, sagte er.

Sein Dank galt neben den bisherigen, jetzt ausgeschiedenen, auch den gewählten Mandatsträgern. „Interessante und anspruchsvolle Aufgaben liegen vor Ihnen“, so Scheuermann. Also Beispiel nannte er das Tourismus-Konzept und die ärztliche Versorgung. Die Würdigung für das bisherige ehrenamtliche Engagement in den Gremien von Beerfelden, Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck soll im Spätjahr erfolgen. Dann ist auch die Verabschiedung der früheren Bürgermeister dieser Orte neben Verleihung von Auszeichnungen und Ehrenbezeichnungen geplant.

Zuvor steht am Freitag, 29. Juni, um 19.30 Uhr die Einführung des neuen Bürgermeisters Christian Kehrer in der Alten Turnhalle an, teilte Scheuermann mit. Dieses soll im Rahmen einer öffentlichen Stadtverordneten-Versammlung erfolgen. Er dankte den Fraktionen für die „konstruktive Zusammenarbeit“ in zwei vorbereitenden Gesprächen am 15. Mai und 5. Juni. Gleichzeitig wies der Interims-Rathauschef auf die „umfangreichen Vorarbeiten“ für die Wahlen und die konstituierende Sitzung hin, die vom Verwaltungsteam geleistet wurde.

Claus Weyrauch zeichnete in seinen einleitenden Worten das Bild vom Schiffsbau bis zur „MS Oberzent“ auf großer Fahrt. Es waren einmal vier Kapitäne, die mit ihren kleinen, tüchtigen Barkassen durch die Gewässer der Oberzent und des Odenwaldes schipperten“, begann er seine Rede. Die trauten es sich aufgrund des Alters und der mangelnden Größe ihrer Barkassen nicht recht zu, weiter hinaus in hessische oder gar bundesdeutsche Gewässer zu fahren, schmunzelte der Rothenberger.

Außerdem stellten sie vermehrt fest, dass auch die Gewässer in der Oberzent immer unruhiger wurden. „Was lag da näher, als sich zusammenzutun und miteinander ein großes, gemeinsames Schiff zu bauen.“ Als kluge Männer erkannten sie sofort, dass sie nur mit Hilfe von Mannschaften und Passagieren in der Lage waren, ein so großes Projekt zu realisieren.

Nach mehreren Jahren intensiver Bautätigkeit lief am 1. Januar das von der Fläche her drittgrößte Schiff Hessens und „das weltweit jüngste und somit modernste“, die MS Oberzent, vom Stapel. „Ein schönes, ein prachtvolles Schiff, das viele andere Barkassenkapitäne neidisch machen soll und wird“, spann Weyrauch seine Geschichte weiter.

Die ersten Aufgaben der neuen Crew sieht er darin, das Feintuning der Instrumente und die Motorenschmierung zu überprüfen. Dazu zählt er die Anpassung von Gebührensatzungen oder die Angleichung der Vereinsförderung. Als nächstes müsse der einzuschlagende Kurs bestimmt werden: „Wo wollen wir hin? Wie gehen wir Gesundheitsversorgung an? Wie betreiben wir positive Stadt- und Dorfentwicklung? Wie fördern wir Wirtschaft und Tourismus?“

Die Kursbestimmung „können wir nur selbst verantworten“, betonte er. Entscheidungen seien nicht delegierbar. Informationen von Spezialisten und Beratern könnten nur unterstützen. Mit verbindlichem Arbeiten, dass von einem fairen, sachlichen Miteinander geprägt sein müsse und das frei von parteipolitischer Polemik bleibe, „werden wir Kurs halten und unsere Ziele erreichen“, so Weyrauch.

Weitere Wahlen

Stellvertreter des Stadtverordneten-Vorstehers: Thomas Ihrig (SPD), Oliver von Falkenburg (CDU), Frank Leutz (FDP), Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne)

Schriftführerin: Sonja Eckert zur Schriftführerin, Stellvertreterinnen:  Heike Petersik, Karina Roßnagel, Ilona Bachert

Stadträte: Gerhard Rebscher (1. Stadtrat), Rainer Flick, Meinolf Heptner (ÜWO), Erik Sauer, Ellen Koch (SPD), Bernd Bergmann (CDU), Gerald Schwinn (FDP),  Walter Braner (Grüne)

Haupt- und Finanzausschuss: Chris Poffo, Achim Schäffler, Claus Weyrauch (ÜWO), Marcel Gerling, Dr. Michael Reuter (SPD), Oliver von Falkenburg (CDU), André Bechtold (FDP), Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne)

Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschuss: Wilfried Friedrich, Katharina Riesinger, Thomas Mergenthaler (ÜWO), Brigitte Heckmann, Andrea Heß-Kraus (SPD), Walter Gerbig (CDU), Alexander Beck (FDP), Thomas Väth (Grüne)

Sozial-, Kultur- und Gesundheitsausschuss: Klaus Bulling, Bettina Schwöbel, Alexander Ihrig (ÜWO),  Pia Mester, Dirk Daniel Zucht (SPD), Johannes Barth (CDU), Frank Leutz (FDP), Horst Kowarsch (Grüne)

Jetzt fehlt nur noch der Pächter für den Schöllenbacher Dorfladen mit Café

Die Schöllenbacher wollen ihren Dorfladen zurück. Und am liebsten gleich noch ein Dorfcafé dazu. Damit die Sache ins Laufen kommen kann, braucht es aber einen Pächter. Für diesen wurde bereits der Weg bereitet: 20.000 Euro stehen für den Umbau der Räume des ehemaligen Kolonialwarenladens Vay in der Oberen Siegfriedstraße zur Verfügung. „Und über die Pacht lassen wird mit uns reden“, schmunzelt IKEK-Projektlotse Rudolf Brandel.

Vor etwa zwei Jahren wurde des integrierte kommunale Entwicklungskonzeptes (IKEK) in den ehemaligen Orten Sensbachtal und Hesseneck ins Leben gerufen. Für sechs bis acht Projekte bildeten sich Arbeitsgruppen. Im früheren Hesseneck mit seinen Ortsteilen Schöllen-, Kail- und Hesselbach geht es unter anderem um den Bau einer Mehrzweckhalle am Spielplatz oder die Anlegung von anonymen Grabfeldern auf dem Friedhof. Und eben Dorfladen mit –café, um den sich Brandel ehrenamtlich kümmert.

Den von Konrad Vay eröffneten Laden gab es bereits seit den 30er- und 40er Jahren bis 2004 schon einmal, weiß er. . Später übernahm die Schwiegertochter das Geschäft, heute gehört das Anwesen Harald Vay. Früher standen samstags lange Schlangen auf dem Gehweg. Brandel schwärmt davon, wie er als Kind dort Eis und Rollenschokolade kaufte „Wir wollen wieder Leben ins Dorf bringen“, sagt der ehemalige Gemeindevertreter-Vorsitzende.

Denn das droht immer mehr auszusterben. „Das sind alles Rentner“, schmunzelt Brandel und deutet auf seine Nachbarn. Café und Laden sollen Durchreisende und Ausflügler dazu bringen, einen Stopp auf der Strecke über den Krähberg oder zum Neckar einzulegen. Wanderer können Halt machen auf ihrer Tour über den Nibelungensteig. Gerade von diesen wurde eine Einkehrmöglichkeit bisher schmerzlich vermisst, denn der nächste Stopp zur Erfrischung ist erst wieder in Hesselbach.

Die Nahversorgung im 260-Seelen-Dorf wird immer dünner. Früher gab’s im Krämerladen freitags auch immer Fleisch, nebenan hatte der Bäcker offen. Heute sind beide Geschäfte zu. Der Getränkevertrieb aus Ober-Hainbrunn kommt jetzt auch nicht mehr. Nur der Bäcker aus Beerfelden macht Donnerstag und Samstag Halt in Schöllenbach. „Das ist alles an Lebensmitteln“, weiß Brandel. Wer an anderen Tagen Backwaren möchte, fährt nach Kailbach. „Der Laden dort läuft gut.“

Die Idee für das Projekt reifte in zehn Sitzungen. Dann wurde der Antrag im Rahmen des IKEK-Programms gestellt, die Sanierung der Räume zu fördern – und bewilligt. Ein potenzieller Pächter wäre in seinem Sortiment frei, betont Brandel. Früher gab’s dort Nachthemden, Tintenpatronen, Tücher, Dosen, Reinigungsmittel, Kiddlscherz, Essbares und eben alles, was Schöllenbach brauchte.

Ladenfläche und Lager haben ungefähr 36 Quadratmeter, für das Café stehen 26 qm zur Verfügung, die Küche hat 18 qm. Auch eine Toilette ist vorhanden. „Es muss nichts an- oder umgebaut werden“, hebt der Projektlotse hervor. Die Küche ist noch intakt, fürs Lager sind auch noch die Regale da. Vor dem Gebäude gibt es die Möglichkeit zur Außenbewirtschaftung am gurgelnden Bächlein, das das Haus vom Gehweg trennt.

Die Renovierungssumme wurde bereits durch einen Architekten in dieser Höhe geschätzt. Diesen Fachmann hat Brandel auch an der Hand, wenn ein potenzieller Pächter anläutet. Diese Variante ist für die Projektgruppe die Wunschlösung. Sollte sich aber niemand finden, könnte man auch über eine Genossenschaft nachdenken. Auf jeden Fall sind solche Dorfläden wieder schwer im Kommen: Hüttenthal, Hiltersklingen und Finkenbach haben schon einen, für Unter-Sensbach ist er in der Vorbereitung.

Bevor die IKEK-Gruppe ans Projekt ging, gab es eine Abfrage unter der Bevölkerung. Das Ergebnis war eindeutig: 82 Prozent wollen ihren Dorfladen zurück. Vor allem Getränke, Haushaltswaren und Zeitschriften stehen auf der Wunschliste. Neben dem Nutzen für die Einheimischen verspricht er sich auch einen Mehrwert für den Tourismus. Durchreisende „sind enttäuscht, dass es im Dorf keine Einkehrmöglichkeit gibt“, sagt Brandel.

Info: Interessierte Pächter können sich an den IKEK-Projektlosten Rudolf Brandel, Telefon 06276/473, E-Mail brandel.rudolf@gmail.com, wenden.

IKEK: Ziel der hessischen Dorfentwicklung ist, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten sowie durch eine eigenständige Entwicklung die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort zu mobilisieren. Die kommunale Gesamtstrategie auf der Grundlage eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) muss sich auf alle Stadt-/Ortsteile erstrecken und Aussagen darüber treffen, wie Nahversorgung und Infrastruktur längerfristig gesichert werden können.

Überparteiliche werden bei der Stadtverordnetenwahl in Oberzent stärkste Fraktion vor der SPD

Die Stadtverordnetenwahl ist ausgezählt und hat zu interessanten Ergebnissen geführt. Die Überparteilichen stellen mit 35 Prozent und 13 Sitzen die mit Abstand stärkste Fraktion. Die SPD, bisher im früheren Beerfelden stark, muss sich mit Platz 2 begnügen. Die FDP kann sich in der neuen Stadt Oberzent wie schon in Beerfelden wieder gut positionieren. Die CDU ist mit neuen Köpfen und frischem Wind im kräftigen Aufwärtstrend. Die Grünen behaupten sich auf der kompletten Gemarkung.

„Hellauf begeistert“ zeigte sich der Spitzenkandidat der Überparteilichen Wählervereinigung Oberzent (ÜWO), Claus Weyrauch, von den 35 Prozent bei der Wahl. „Mit Abstand“ habe man das Ziel erreicht, stärkste Fraktion im neuen Parlament werden zu wollen. Wenn er auch als Bürgermeister-Kandidat mit seinem Ergebnis „frustriert“ war, weil politische Inhalte scheinbar nicht zählten, so sah sich nun bestätigt, „dass die Wähler dies doch für die Gremien durchaus zu schätzen wissen“.

In den kommenden Gesprächen wird die Fraktion „die generelle politische Richtung definieren“, sagte Weyrauch. Dazu zählte er unter anderem die Themen Ortsbeiratsbudget und Präambel der Geschäftsordnung. Ganz wichtig ist es ihm, dass die großen Probleme, „die lange vor sich her geschoben wurden“, angegangen werden. Als wichtigen Meilenstein nannte Weyrauch den Tourismuskonzept-Beschluss in der vergangenen Stadtverordneten-Versammlung, der nun umgesetzt werden soll.

Ein bis zwei Sitze mehr in der neuen Stadtverordneten-Versammlung hätte sich SPD-Spitzenkandidat Thomas Ihrig gewünscht. „30 Prozent der Stimmen wären schön gewesen“, meinte er mit Blick auf das Wahlergebnis von knapp 28. Aber: „Es ist so, wie es ist.“ Die SPD-Themen aus dem Wahlkampf will die neue Fraktion im Parlament mit Nachdruck angehen.

Dazu zählt er Stadtentwicklung und Gesundheitsversorgung („das Thema muss in zwei bis drei Jahren umgesetzt sein“), Vereinsförderrichtlinien und auch die Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten. Definition der Aufgaben und Budget stehen hier für Ihrig an allererster Stelle. Die Ortsbeiräte kommen auch ins Spiel, wenn es um die Repräsentation mancher Dörfer in der neuen Stadt geht, die nicht über die Stadtverordneten-Versammlung vertreten sind. „Die dürfen sich nicht abgehängt fühlen.“

Der Neuauftritt der CDU Oberzent „ist absolut gelungen“, äußerte Spitzenkandidat Oliver von Falkenburg seine Freude über das Ergebnis. Wenn man die Stärke der Partei mit dem Ergebnis fürs frühere Stadtparlament Beerfelden vergleiche, sei es ein enormer Aufwärtstrend. „Wir wollen für die neue Stadt Verantwortung übernehmen“, kündigte er an.

Die Zusammensetzung der künftigen Stadtverordneten-Versammlung bezeichnete er als „erheblichen Kurswechsel“. Die Bürger wollen, dass neue Leute ans Ruder kommen. Die CDU will sich nun für eine bürgerliche Mehrheit zusammen mit ÜWO und FDP einsetzen. „Wir haben durch den aktiven Wahlkampf ein Stück weit CDU-Identität bei der Wählerschaft zurückgewonnen“, betonte er.

Die Grünen sind mit ihrem Ergebnis zufrieden, sagte Spitzenkandidatin Elisabeth Bühler-Kowarsch. Dies vor dem Hintergrund, „dass wir bisher hauptsächlich in der Kernstadt Beerfelden vertreten waren“. Es handle sich um ein Ergebnis, auf dem man aufbauen und die Aktivitäten in den anderen Stadtteilen ausbauen könne. „Die neue Fraktion wird kritisch und konstruktiv im Parlament arbeiten und eigene Akzente setzen“, kündigte sie an.

Erfreulich sei, dass die Wähler die hervorragende Präsentation von Bürgermeisterkandidat Thomas Väth bei der Stadtverordnetenwahl honoriert hätten und er mit Abstand die meisten Grünen-Stimmen auf der Liste erhielt. Man werde noch diskutieren, ob es eine Empfehlung für die Bürgermeister-Stichwahl gebe.

Das Wahlergebnis zur Stadtverordnetenversammlung freut die FDP Fraktion sehr. „Wir schauen positiv auf die uns erwartenden Aufgaben“, so Spitzenkandidat Frank Leutz. Breiter aufgestellt habe man verstanden, „dass es nicht nur um das Thema Windkraft gehen darf“, sondern die Themen Gesundheit und Wirtschaft von der Bevölkerung gewünscht auch zu den Schwerpunkten zählen müssen. Dieser Wunsch der Bürger ist durch das Wahlergebnis deutlich geworden und „dieser Herausforderung wollen wir uns auch gerne und mit voller Motivation stellen“. Sein persönliches Ergebnis „übertrifft alle Erwartungen“, wofür er sehr dankbar sei, sagte Leutz. (Foto: bei der Auszählung)

Der Eutersee bei Schöllenbach soll wieder in altem Glanz erstrahlen

Der Aufruf zeigte Wirkung: 15 Freiwillige kamen trotz Schneeniesel, matschigem Boden und Temperaturen um den Gefrierpunkt am Eutersee zusammen, um dort in einem ersten Arbeitseinsatz das idyllische Kleinod von zu viel Ästen, Sträuchern, Bäumen und Gebüsch zu befreien. Projektlotsin Anneli Hieronymus zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf das Vortreffen Ende Januar. Die Helfergruppe will nach und nach das Naherholungsziel nördlich des Eberbacher/Oberzenter Stadtteils wieder aufhübschen.

Die ehrenamtlich Engagierten brachten nicht nur Muskelschmalz mit, sondern teilweise auch ihre eigenen Gerätschaften inklusive des Traktors, um Schwereres zu transportieren. Von der Stadt war ein Bauhof-Mitarbeiter samt seinem Equipment dabei, um mit dem professionellen Material zu unterstützen. Der Gehölzschnitt wurde vor allem an Ein- und Auslauf vorgenommen. Entlang des Wegs am westlichen Ufer gingen die Helfer ebenfalls kräftig zu Werke. Der war in der Vergangenheit heftig zugewuchert und ist jetzt wieder frei begehbar.

Alles geschah natürlich im Einklang mit den Vorgaben der Naturschutzbehörde. Deshalb werden Hecken, Sträucher und Bäume auch nicht in einem Rutsch zurückgeschnitten, sondern nach und nach. Ein zweiter Teil soll nach der Vegetationsperiode im Oktober erfolgen. Hieronymus freute sich sehr über die positiven Rückmeldungen in der Bevölkerung. „Ich wurde mehrfach angesprochen“, sagte sie. Die Bürger fänden es sehr gut, „dass wieder etwas passiert“.

Bevor es dann rund um den und im See weitergeht, müssen erst einmal Fördergelder her. Darum will sich die Helfergruppe zusammen mit den Verantwortlichen der neuen Stadt Oberzent kümmern. So geht es unter anderem darum, einen Teil des angeschwemmten Sandes auf die Insel zu verbringen. Was einen positiven Effekt hätte: Im See wäre er raus, auf der Insel macht er das Liegen angenehmer. „Sponsoren sind jederzeit willkommen“, meint die Projektlotsin deshalb augenzwinkernd.

Auch ohne Fremdmittel gehen die Ehrenamtlichen im Sommer aufs Neue zu Werke. Dann nehmen sie sich die Hütte zur Brust. Diese soll gereinigt und gestrichen werden. Denn die letzte Aktion dieser Art ist schon einige Zeit her. Dementsprechend sieht es auch aus. Im Sommer soll es dann rund um den Aufenthaltsbereich mit Grillstelle und Bänken eine Mähaktion geben. Daneben kam der Wunsch auf, die frühere Liegewiese wieder herzurichten. An die erinnern sich nur noch die Älteren, schmunzelte Hieronymus.

Früher war von der „Adria des Odenwalds“ die Rede, wenn die Sprache auf den Eutersee kam. Da zählten die Schöllenbacher an einem Tag schon mal 3000 Besucher. Das war aber in den 70er Jahren, der Marbachstausee damals noch nicht gebaut. Auch in späteren Zeiten war das Gewässer, wildromantisch im Tal von Schöllenbach Richtung Bullau gelegen, Ziel vieler Ausflügler aus der gesamten Region.

Idyllisch murmelt der Euterbach ins Tal hinunter, eine Holzbrücke führt übers gurgelnde Gewässer, der See gewinnt nur langsam an Tiefe, auf einem unbefestigten Weg lässt er sich gemütlich umrunden: beste Bedingungen, um hier ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen. Das genossen schon vor 30 oder 40 Jahren Ausflügler aus dem hohen (badischen) Odenwald mitsamt den Hessen. Doch die Natur hat sich in der Zwischenzeit das Gelände wieder zurückgeholt.

Damit es wieder hoch hergehen kann, muss erst das Umfeld stimmen. Eine feste Zuwegung, die nötige Infrastruktur und einen Shuttleservice aufgrund begrenzter Parkplatzzahl nennt Hieronymus als Grundvoraussetzungen. Auf einer Wunschliste wurde beim ersten Treffen das zusammengetragen, was spontan in den Sinn kam. Dazu zählen ein Steg im See, Befestigung der Wege, eine Spielinsel für Kinder, Erhalt der Schutzhütte und Sitzgelegenheiten rund um den See. Eine Toilettenanlage und die Erweiterung des Pflasters rund um die Hütte sind ebenfalls angedacht.

Info: Interessierte und Förderer können sich bei Anneli Hieronymus unter Telefon 06276/554 oder E-Mail anneli.hieronymus@web.de melden.

Großer Andrang aufs Bürgermeister-Amt: Schon sechs Kandidaten für den Oberzent-Chefsessel

Der Job in der neuen Stadt muss sehr attraktiv sein. Denn wie sonst lässt es sich erklären, dass (mindestens) sechs Bewerber am 29. April Bürgermeister von Oberzent werden wollen. Am kommenden Montag läuft um 18 Uhr die Bewerbungsfrist ab. Im Gespräch ist derzeit noch ein siebter Kandidat von auswärts, der aber erst jetzt die entsprechenden Formulare abgeholt hat. Somit könnte es knapp werden, die 74 Unterstützer-Unterschriften zusammenzubekommen.

Die jüngste Stadt Deutschlands, flächenmäßig die drittgrößte Hessen, aber nur mit 10.200 Einwohnern, kann mit einigen Pfunden wuchern. Geht es um die Natur, ist es der enorme Waldreichtum im Süden des Odenwaldkreises. Geht es um die Finanzen, steht das Fusionsergebnis aus Rothenberg, Hesseneck, Sensbachtal und Beerfelden glänzend da.

Durch die zusätzlichen Mittel aus dem kommunalen Finanzausgleich, die Teilschulden-Übernahme durchs Land und drei eingesparte Bürgermeister-Gehälter eröffnen sich kommunalpolitische Spielräume, die in den vergangenen Jahren schmerzlich vermisst wurden. Es besteht jedoch auch dringender Handlungsbedarf, damit die ländliche Region im Dreieck zwischen Hessen, Baden-Württemberg und Bayern mit den Städten mithalten kann.

Kein Wunder, dass sich alle Bewerber mehr oder weniger auf die gleichen Themen fixieren. Ganz vorn steht das Gesundheitszentrum, um die ärztliche Haus- und Facharztversorgung in der Stadt sicherzustellen. Genauso geht es aber auch um den Erhalt der Infrastruktur, die Belebung der Tourismus, den ÖPNV und die Förderung der Wirtschaftskraft. Die Windkraftnutzung sehen praktisch alle sehr kritisch oder lehnen sie gleich in Bausch und Bogen ab.

Von Finkenbach bis zur Gebhardshütte, von Falken-Gesäß bis nach Schöllenbach, von Rothenberg bis nach Unter-Sensbach: Die sechs Kandidaten bilden die gesamte Breite und Länge der neuen Stadt mit ihren 19 Ortsteilen und 165 Quadratkilometern Fläche ab. Sie alle kommen damit aus der Gemarkung von Oberzent. Ein Auswärtiger wagte sich (bisher) nicht in den Kreis der Einheimischen. Das könnte sich kurzfristig jetzt noch ändern.

Unterschiedlich gesät ist die bisherige Verwaltungs- und kommunalpolitische Erfahrung der Kandidaten. Mit dem vorherigen Hessenecker Bürgermeister Thomas Ihrig hob die SPD einen sehr erfahrenen Verwaltungsmann auf den Schild, der zuvor 24 Jahre lang die Geschicke in der damals kleinsten selbständigen Gemeinde Hessens lenkte. Der 52-jährige Ihrig ist mit Sicherheit ein politisches Schwergewicht auf der Bewerber-Bühne.

In dieser Hinsicht dürfte ihm am ehesten Christian Kehrer Paroli bieten können. Der Finkenbacher tritt als unabhängiger und parteiloser Kandidat an. Seine späte Kandidatur, die er erst vor wenigen Tagen bekannt gab, wirbelte das bisherige Fünfer-Feld kräftig auf. Denn der 42-jährige Kehrer ist als vorheriger Leiter des Kommunalservice Oberzent und des Fusionsprojekts sowie jetziger Chef der Stabsstelle im Rathaus bestens mit der Materie in allen vier ehemaligen Orten vertraut.

Für die Grünen tritt Thomas Väth aus dem Weiler Gebhardshütte an. Der 52-jährige Sprecher des Stadtverbands Oberzent kommt aus der freien Wirtschaft und betreibt gemeinsam mit seiner Frau die Schaaf & Väth OHG, die sich mit der Herstellung von „Flowerpads“ beschäftigt. FDP-Kandidat Andreas Krauch leitet den Falkenhof in Falken-Gesäß. Der jetzige FDP-Stadtverordnete hat bereits Wahlkampf-Erfahrung: Der 59-jährige kandidierte vor einigen Jahren schon einmal in Beerfelden, damals gegen Gottfried Görig.

Ebenfalls im städtischen Übergangsparlament sitzt Claus Weyrauch. Der Rothenberger geht für die ÜWO ins Rennen und war zuvor als Mitglied der WGR seit 2016 im Parlament des Höhendorfs. Als Mittelstandsberater hat der 50-Jährige unter anderem einen genauen fachmännischen Blick auf Tourismus und Wirtschaft. Oliver von Falkenburg arbeitet bei der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Bergstraße. Der 32-jährige gebürtige Niederbayer, wohnhaft in Unter-Sensbach, geht für die CDU ins Rennen.

Die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Oberzent endet am Montag, 19. Februar, 18 Uhr. Bis dahin müssen die Unterlagen im Rathaus bei Wahlleiter Helmut Ulrich abgegeben sein. Der Urnengang findet am Sonntag, 29. April, parallel mit der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung und zu den Ortsbeiräten statt.

Der Finkenbacher Christian Kehrer will am 29. April Bürgermeister in Oberzent werden

Kurz vor knapp wirft noch ein aussichtsreicher Kandidat seinen Hut in den Ring des Bürgermeister-Wahlkampfs. Christian Kehrer will Rathaus-Chef in Oberzent werden. Der 42-Jährige tritt als unabhängiger Kandidat an. Die notwendigen 74 Unterstützer-Unterschriften bekam er rasend schnell zusammen. „Inzwischen sind es weit über 100“, freut sich der Finkenbacher. Seit 2008 Leiter des Kommunalservice Oberzent (KSO) und seit 2016 Projektleiter für die Fusion im südlichen Odenwaldkreis, kennt Kehrer, quasi „Geburtshelfer“ für die neue Stadt, diese und ihre Strukturen aus dem Effeff.

Die Resonanz auf seine Kandidatur hat den Finkenbacher schwer beeindruckt. Seitdem er seine Entscheidung öffentlich machte, gab es Zuspruch von vielen Seiten und aus den verschiedenen Stadtteilen. „Ich bin im Beerfelden vor dem Rewe angesprochen worden“, freut sich Kehrer. Als er bei der Sensbacher Feuerwehr im Bürgerhaus zu Gast war, kamen aus dem anderen Raum ein paar Mitglieder des Schützenvereins vorbei und fragten, ob er noch Unterschriften brauche. Dazu gab es viele Zuschriften auf Facebook oder WhatsApp.

„Das zeigt mir, dass meine Entscheidung richtig war“, sagt der 42-Jährige. Denn leicht tat er sich damit nicht. Bereits im Oktober, als sich das Kandidaten-Karussell zu drehen begann, machte er sich die ersten Gedanken. „Ich habe lange hin und her überlegt, wie ich der Stadt am sinnvollsten helfen kann“, erläutert Kehrer. Denn die neue, fusionierte Stadt nach vorn zu bringen, ist kein Zuckerschlecken. Viele Ansätze sind da, vieles in die Wege geleitet, jetzt geht es in den kommenden Jahren um die Ausgestaltung.

Der Stabsstellen-Leiter geht als parteiloser und unabhängiger Kandidat ins Rennen, um Neutralität an der Stadtspitze zu gewährleisten, betont er. „Ich komme mit jeder Partei oder Wählervereinigung in Oberzent gut aus“, hebt Kehrer hervor. „Mir geht es um die Sache und nicht um die Parteipolitik.“ Nicht nur aus der ehemaligen Gemeinde Rothenberg, sondern auch aus dem ehemaligen Beerfelden, Sensbachtal und Hesseneck habe ihn die Rückmeldung erreicht: „Jetzt wissen wir, wen wir wählen können“, schmunzelt er.

Die neue Stadt hat seinen Worten zufolge neben ein paar Schwächen aber „jede Menge Stärken“. Diese müsse man allerdings transparenter machen und besser herausstellen. Allein die 125 Vereine und renommierte Firmen sind laut Kehrer eine feste Bank. Dem ehrenamtlichen Engagement will er große Aufmerksamkeit schenken. „Durch die Vereine pulsiert das Leben in den einzelnen Orten“, weiß er aus eigener Erfahrung.

Den mit der Fusion eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu beschreiten, „wird nach wie vor ein großer Kraftakt sein“, sagt Kehrer. Er will ihn kontinuierlich weitergehen, macht aber auch klar, „dass man nicht von jetzt auf nachher den Schalter umlegen kann und alles ist super“. Was in den vergangenen Jahren liegengeblieben sei, „kann man nicht innerhalb eines Monats aufarbeiten“. Ihm geht es darum, die Fusions-Euphorie mitzunehmen und zu kanalisieren, andererseits aber auch „realistisch zu bleiben“.

Die wirtschaftliche Weiterentwicklung („nur mit Attraktivitätssteigerung kommt Zuzug“), Tourismus, ÖPNV, Verwaltungsmodernisierung, Erhalt der Infrastruktur („die Kernstadt Beerfelden braucht eine Revitalisierung“), Kindertagesstätten und Ärztehaus („zwingend notwendig, da Marktversagen“) nennt Kehrer als Schlagworte für die kommende Zeit. „Wir sind auf einem guten Weg und müssen weiter dran bleiben“, fordert der Stabsstellen-Mitarbeiter. Die Kinderzahlen in Oberzent gehen seinen Worten zufolge nach oben, was er positives Signal wertet.

Zur Windkraft sagt Kehrer lapidar: „Jetzt ist auch mal gut.“ Die Bürger zahlten die Zeche für ein nicht ausgegorenes Konzept. Der Bürgermeister-Kandidat beschreibt seine Stärken in der beruflichen Erfahrung sowohl in der freien Wirtschaft als auch in der Kommunalverwaltung. Durch die Mitarbeit in den Fusionsvorbereitungen „kenne ich die vier Gemeinden durch und durch“.

Der 42-jährige Christian Kehrer ist ein waschechter Finkenbacher. Nach einem kurzen Fußball-C-Jugend-Abstecher hielt er fast 30 Jahre der Feuerwehr die Treue, bis er wegen des Arbeitsaufwands rund um die Oberzent-Fusion seine ehrenamtliche Betätigung zurückfahren musste. 1999 bis 2005 war Kehrer Kreisjugendfeuerwehrwart, 2005 bis 2015 Rothenberger Gemeindebrandinspektor. Von 2000 bis 2004 saß er als Parteiloser auf dem SPD-Ticket im Kreistag, leitete zwei Jahre den Kreisjugendring. Nach seinem Realschulabschluss an der Oberzent-Schule war Christian Kehrer von 1992 bis 2001 als Steuerfachangestellter in der freien Wirtschaft tätig. 2001 wechselte er als Kassenverwalter nach Rothenberg, 2008 als Verwaltungsleiter zum KSO, den er in den Folgejahren mit aufbaute. 2016 wurde der 42-Jährige Projektleiter für die Fusion, seit Januar leitet er die beim Bürgermeister angesiedelte Stabsstelle der Stadt.