Nach der Wanderung zum Eutersee ein Liedchen auf den Lippen

Durch die herrliche Odenwald-Landschaft wandern und dabei ein fröhliches Liedchen auf den Lippen: Das ist schon fast ein Klischee. Aber für die Einheimischen genauso erstrebenswert wie für die Auswärtige. Als erste Aktion seit Gründung hatte jetzt der Oberzent-Verein „GO!“ zu einer solchen Veranstaltung eingeladen. Start der Tour war am Reußenkreuz, Endpunkt der Jugendzeltplatz am Eutersee. Über 20 Teilnehmer bedeuteten eine schöne Resonanz für diesen Auftakt.

„Wir wollen die Anregungen aus der Bevölkerung umsetzen“, betonte der zweite Vorsitzende Michael Hofmann. Nachdem bei der Gründungsversammlung Ideen gesammelt wurden, geht es jetzt darum, „den Worten Taten folgen zu lassen“. Der Verein „möchte Präsenz im öffentlichen Leben zeigen“, sagte er. Für den musikalischen Part hatte man sich Andreas Weinmann von der Musikschule Berg und Justin Ruf ins Boot geholt. Als Vorbereitung auf die spätere Gesangsstunde war unterwegs bereits bei einer kurzen Rast „California Dreaming“ von den Mamas und Papas angestimmt worden.

Am Jugendzeltplatz angekommen, stand nach der zweistündigen Tour zuerst die Stärkung im Vordergrund. Mit zuvor im Euterbach kaltgestellten Getränken sowie Stockwurst und Marshmellows für die Kinder waren schnell wieder die verwanderten Kalorien ersetzt. Am Feuer konnte daneben die eine oder andere neue Bekanntschaft geknüpft werden, denn die Wanderer kamen aus ganz Ober- und sogar Unterzent. Beerfelden, Airlenbach, Hetzbach, Schöllenbach oder Salmshütte lauteten die Herkunftsorte.

„Was liegt im Odenwald näher als rauszugehen“, verdeutlichte Hofmann die Motivation. Mit Andreas Weinmann war er sich schnell über die Unterstützung des Projekts einig. „Einfach die Ruhe in der Natur genießen“, empfand dieser als herrliche Abwechslung zum Alltagstrott. Zwischenzeitlich querten sogar ein paar Rehe den Weg der Wanderer. „Niemand muss musikalisch sein um mitzumachen“, beruhigte Weinmann die Teilnehmer. „Wer nicht singen kann, isst und hört einfach zu“, lachte er.

Damit es noch einfacher wurde, wurden die Texte des Songs ausgeteilt. Weinmann und Ruf übernahmen die erste Stimme, der Rest der Truppe die zweite. Als einfachere Aufgabe durfte, wer wollte, mit dem Refrain starten und sich dann auch an die Strophe wagen. Zur Auflockerung stimmten die beiden Musiker ein paar bekannte Songs an, etwa „Country Roads“, „Lady in Black“ oder „Sweet Child o’mine“. Damit sank die Mitsing-emmschwelle etwas.

Als nächste Aktion plant der Verein – in Absprache mit den Verantwortlichen – einen Besuch des Seniorenwohnheims Cordula I in Kortelshütte. In spe will man alle Häuser in Oberzent abklappern, die sich der Betreuung von älteren Mitmenschen widmen, und dabei mit Heimleitung, Bewohnern und Angehörigen ins Gespräch kommen. „Wir wollen zuhören und schauen, wo wir eventuell unterstützen können“, verdeutlichte Hofmann.

„Schön, dass es euch gibt ihr euch engagiert“: Diese Rückmeldung bekommen die GO!-Verantwortlichen seit Gründung immer wieder. Seit der Gründungsfeier vor einem Monat „zählen wir bereits 40 Mitglieder“, freute sich Hofmann. Damals wurden Arbeitsweise und Projekte vorgestellt. Auf einer Pinnwand wurden Ideen gesammelt. Die etwa 40 zusammengetragenen Anregungen werden nun nach und nach abgearbeitet.

Der zweite Vorsitzende machte deutlich, „dass wir das Rad nicht neu erfinden wollen“. Deshalb wird mit der Stadt und den anderen Vereinen eine gute Zusammenarbeit abgestrebt. „Wir schließen uns kurz und sehen, wo wir vielleicht unterstützen können“, sagte er. GO! betrachte sich als neue Gruppierung, „die man ansprechen kann, wenn Hilfe gebraucht wird“.

Info: Am Samstag, 10. November, liest um 18 Uhr auf Einladung des Vereins Generation Oberzent Prof. Alex Assmann im Rothenberger „Hirsch“ aus seiner Biografie über Gudrun Ensslin.

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Oberzent-Schule mit Modellcharakter in Hessen

„Die Gesamtschule hat Modellcharakter für ganz Hessen“, hieß es Anfang 1977 in einer örtlichen Tageszeitung. Da gab es die Oberzent-Schule auf der „Heumatte“ bereits seit fast zehn Jahren, als integrierte Gesamtschule (IGS) existierte sie seit 1970. 924 Schüler aus der gesamten Oberzent besuchten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in 32 Klassen die Lernanstalt. Eine Delegation von Schulamt und Regierungspräsidium besuchte damals die Schule und ließ sich über das Erreichte informieren, denn in der Oberzent entstand 1970 eine der ersten Schulen dieser Art in Hessen.

In Beerfelden waren die Verantwortlichen stolz über ihr Wirken. Ende der 60er Jahre erreichten nur 20 Prozent der Schüler einen mittleren Bildungsabschluss. Mitte der 70er Jahre waren es bereits 56 Prozent. „Der planmäßige Unterricht an der Gesamtschule wird fast zu 100 Prozent erfüllt“, erläuterte der damalige Direktor Karl Lebert. Dazu waren auch alle Stellen besetzt.

Die Idee eines horizontalen Schulsystems, in dem Haupt- und Realschule nebst Gymnasium nebeneinander existieren, hat seine Anfänge Ende der 60er Jahre. Mit ihm wollten die Initiatoren „vom Schulkindergarten bis zum Abitur die Ausbildung systematisch fördern“. Bildung könne nicht allein „auf die Heranzüchtung von Arbeitskräften“ beschränkt bleiben, sondern sollte die Menschen in die Lage versetzen, „ihr eigenes Leben selbstbewusst zu führen“. Deshalb wollte man im Zuge des Aufbruchs durch die 68er-Bewegung weg vom „starren und auf Auslese ausgelegten Prinzip der vertikalen Schularten“.

Der „Antrag auf Zulassung eines Schulversuchs mit integrierter Sekundarstufe ab dem siebten Schuljahr“, erstellt im Juni 1970 und bewilligt im Spätjahr, geht detailliert auf die soziostrukturellen Begebenheiten in der Oberzent ein. Er liefert den argumentativen Hintergrund für die Errichtung der integrierten Gesamtschule ab dem 1. August 1970.

Bezug genommen wird auf die schulische Situation Anfang der 1960er Jahre, als nur 18 Prozent der Grundschul-Kinder auf weiterführende Schulen wechselten, obwohl nach Ansicht der Lehrer 42 Prozent des Jahrgangs geeignet gewesen wären. Diesem Aspekt wurde 1968 durch die Gründung der Mittelpunktschule Rechnung getragen, die eine Hauptschule mit Förderstufe, ein Gymnasium für die Klassen 7 bis 10 und eine Sonderschule umfasste.

Der Beginn des Schuljahrs 1970/71 wurde als beste Gelegenheit gesehen, „die Schulverhältnisse in diesem Raum (Oberzent) so zu verbessern, dass allen Kindern optimale Bildungsverhältnisse angeboten werden können“. Denn im ländlichen Gebiet war für die Initiatoren des Projekts der gesellschaftspolitischen Forderung nach Durchsetzung einer echten Chancengleichheit „in besonders ausgeprägtem Maß“ dringend nachzukommen.

Bezug genommen wird auf die sozioökonomischen und -kulturellen Bedingungen: „Das Gebiet der Oberzent ist wirtschaftlich überwiegend agrarisch geprägt“, heißt es. Kleine und mittlere Industriebetriebe sind nur in Beerfelden vorhanden. Die Anstrengungen zur Verbesserung der Infrastruktur liefen, aber wegen der ungünstigen Verkehrslage und der relativ dünnen Besiedlung „kann für die nächste Zeit nur mit kleinen Fortschritten gerechnet werden“.

Zum Schuljahresbeginn 1968/69 war für die fünften Klassen die Förderstufe eingeführt worden, von 240 Schülern besucht. Im folgenden Schuljahr kamen noch einmal 180 Kinder dazu. „Die Gesichtspunkte der Koedukation, des Zusammenlebens konfessionell verschiedener Gruppen, der sozialen Streuung, der unterschiedlichen Begabung und Leistung „wurden weitgehend beachtet“, so der Antrag. Deshalb hätten die elf Klassen „annähernd gleiche Ausgangschancen“. Das Ziel, alle Kinder zu fördern, „kann als erreicht angesehen werden“, so das positive Fazit.

Der Erfolg des Kernunterrichts in der IGS wird herausgestellt, weil er dabei hilft, die soziale Integration zu verwirklichen. Damit wird die Fähigkeit der Schüler gefördert, in einer Gruppe zu arbeiten, die Kommunikation vorangetrieben und die Akzeptanz der Unterrichtsbeiträge aller gefördert. „Der Kernunterricht wirkt sich positiv auf die soziale Interaktion von Schülern verschiedener sozialer Schichten aus“, so die Erkenntnis. Lediglich zu große Klassen behinderten dieses Ziel (5. Schuljahr 36, 6. Schuljahr 39 Kinder).

Meilensteine in der Entwicklung der Oberzent-Schule

1968 Bau der Schulgebäude und Turnhalle „Auf der Heumatte“

1969 „Schulzentrum Oberzent – Volks- und Realschule Beerfelden“, 5. Klassen kommen aus den umliegenden Volksschulen in die Förderstufe

1970 Integrierte Gesamtschule (IGS)

1971 „Gesamtschule des Landkreises Erbach“, Neubau des Hallenbads

1974 Neubau des C-Baus

1982 Neubau der Pausenhalle, Musikräume, Schülerarbeitsräume (SAR), Lehrerzimmer

1983 Neuer Name „Oberzent-Schule“

2006 Sanierung und Erweiterung alter Gebäude zur Mensa

2009 Bushaltestellen werden neu angelegt, Erweiterung des Lehrerzimmers

2014 Neubau des Hallenbads

Gelungener Brückenschlag in Schöllenbach

Der Brückenschlag von Hessen nach Baden ist mit Hilfe der Flurbereinigung gelungen. Knappe drei Monate war die Euterbachbrücke zwischen Hessisch- und Badisch-Schöllenbach gesperrt, jetzt ist die wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Ihre wichtige Funktion als West-Ost-Verbindung wurde schon bei der Einweihung deutlich, als sie der Pkw-Verkehr eifrig nutzte. Zwei Drittel der notwendigen Mittel wurden im Rahmen der Flurbereinigung durch das Amt für Bodenmanagement (AfB) Heppenheim zur Verfügung gestellt.

Ob badische oder hessische Beteiligte: Alle waren früh darüber, dass die seit 2014 provisorisch gestützte und zwischenzeitlich für den Schwerlastverkehr gesperrte Verbindung jetzt wieder frei befahrbar ist. Ohne die Flurbereinigung wäre es für die beiden beteiligten Städte schwierig geworden, die Gesamtkosten von 260.000 Euro zu stemmen.

Verfahrensleiter Thomas Fabian vom AfB erläuterte, dass die Brückensanierung im 2011 genehmigten Wege- und Gewässerplan zurückgestellt wurde, weil die Erneuerung der benachbarten Friedhofsmauer Priorität hatte. „Die war in einem katastrophalen Zustand“, sagte er. Jedoch „zickte“ 2014 auch die Brücke. Mit Stahlspriesen wurde sie provisorisch befestigt, jedoch bestand Handlungsbedarf. „In Einzelgenehmigungen haben wir das Projekt noch durchgebracht“, beschrieb er den kleinteiligen Weg.

Eigentlich sollte der Beginn der Maßnahme bereits 2017 sein, doch durch die verzögerte Hangsanierung der Verbindungsstraße zwischen Kailbach und Schöllenbach verschob sich der Termin. Somit wurde die Brücke erst Anfang April voll gesperrt, um sie dann in knapp drei Monaten zu erneuern. Das ging so schnell, erläuterte Heiko Stumpf vom Eberbacher Planungsbüro Moray, weil drei Stahlbeton-Fertigbausteile verwendet wurden.

„Die Finanzierung lief für beide Städte recht günstig“, betonte Fabian. In den sechs Vorbesprechungen „haben wir uns locker auf die jeweiligen Sätze geeinigt“. Angesichts der Gesamtkosten nur jeweils mit 40.000 Euro beteiligt zu sein, nannte er „eine schöne Sache für die Kommunen“. Die Planungskosten werden vom AfB getragen.

Stumpf widmete sich der Historie: Demnach gründete die Grenzbrücke auf alten Sandsteinklötzen, die auf Fels errichtet wurden. Die Ertüchtigung 1966 geschah nur bis für eine Last bis zu 18 Tonnen, allerdings seien heutige Lkw viel schwerer. Mit der jetzigen Ausführung „ist die Achslast von 30-Tonnern berücksichtigt“, sagte er.

AfB-Leiter Thomas Knöll wies darauf hin, „dass ohne die Kommunen die Finanzierung nicht möglich wäre“. Die Hälfte der ausgeschütteten Fördermittel komme von der EU, erläuterte er. Landrat-Stellvertreter Franz Löchner freute sich als alter Hesselbacher, dass nun die Verbindungsstraße wieder offen ist. „Früher bin ich hier zum Einkaufen oder zur Bahn oft drübergelaufen“, sagte er. Er wies auf die große Bedeutung des Bauwerks zwischen Hessen und Baden-Württemberg, Oberzent und Eberbach hin.

„Was gibt es Schöneres als Brücken zu schlagen“, meinte Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert, der seine Freude über die Erneuerung äußerte. Die Flurbereinigung bietet seinen Worten zufolge gerade „im ländlichen Raum zahlreiche Möglichkeiten“. Er dankte den Anwohnern, „dass sie so lange mit der Baustelle lebten“. Oberzent-Kollege Christian Kehrer sagte trocken, „der Verkehr ist schon da“, als nacheinander ein Schweizer und ein Frankfurter Auto die Brücke querten. „Für uns als Kommune ist es sehr wichtig“, dass die Flurbereinigung „jede Menge Geld in die Hand nimmt“, betonte er.

Hessenecks Ortsvorsteher Martin Pollack, der ebenso wie sein badischer Kollege aus Friedrichsdorf, Harald Friedrich, dabei war, dankte dem früheren Hessenecker Bürgermeister Thomas Ihrig für die ständige Baubegleitung auch über das Ende seiner Amtszeit hinaus. Pfarrerin Claudia Borck segnete danach das Bauwerk, ehe es für die Gäste einen Kuchen mit den Wappen beider Städte gab.

 

  • Die Euterbachbrücke verbindet das hessische Oberzent-Schöllenbach mit dem badischen Eberbach-Schöllenbach. Sie liegt zu 90 Prozent auf Oberzent-Gemarkung.
  • Ursprünglich für Pferdefuhrwerke errichtet, erfolgte in den 1960er Jahren eine Ertüchtigung für Autos und Holztransporter.
  • 2014 wurde die marode Brücke mit Stahlpriesen unterstützt und für die Holzabfuhr gesperrt
  • Beginn der Baumaßnahme im Zuge des Flurbereinigungsverfahren Kailbach-Schöllenbach Ende März 2018
  • Fertigstellung der Euterbachbrücke Ende Juni, Bauabnahme 20. August, offizielle Einweihung 21. August
  • Gesamtkosten 260.000 Euro, Bezuschussung durch das Amt für Bodenmanagement in Höhe von 65 Prozent
  • Eigenanteil für die Städte Oberzent und Eberbach 35 Prozent, jeweils etwa 40.000 Euro
  • Für die Erneuerung der Brücke wurde zunächst der alte Überbau komplett abgerissen. Im Anschluss wurden die vorhandenen Widerlager verstärkt, danach der neue Überbau hergestellt. Dieser besteht aus drei Fertigteilen aus Stahlbeton. Mit dem neuen Überbau erfolgte gleichzeitig eine Fahrbahnaufweitung entlang des Euterbaches.

Die Planungen für eine „Bezirksschule Oberzent“ begannen bereits vor 65 Jahren

Viele ehemalige Pennäler werden erstaunt schauen: Seit 50 Jahren gibt es schon ihre ehemalige Schule. „Bin ich wirklich so alt?“, mögen sich viele fragen. Sie sind es. Die Oberzent-Schule auf der „Heumatte“ prägte schon Generationen von Kindern aus der neuen Stadt Oberzent, die früher aus den selbständigen Beerfelden, Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck kamen – und vor der Gebietsreform aus noch mehr Kommunen im südlichen Odenwaldkreis. Fünf Jahrzehnte: Das will gefeiert werden. Am 14. September darf, wer will, den ganzen Tag dafür einplanen.

50 Jahre täuschen aber darüber hinweg, dass die ersten Planungen für eine „Bezirksschule Oberzent“, mit der der Name der fusionierten Stadt lange vor ihrer Gründung vorweggenommen wurde, bereits vor 65 Jahren starteten. Im Jahr 1953/54 werden in alten Zeitungsartikeln erstmals solche Überlegungen genannt. Damals hatte sich die hessische Landesregierung auf die Fahnen geschrieben, die schulischen Verhältnisse auf dem Land „wesentlich zu verbessern“.

1961 kam das Projekt durch das Bestreben des Odenwaldkreises wieder ins Rollen. Der hatte zwei Mittelpunktschulen in Höchst und Sandbach auf den Weg gebracht und wollte nun auch im Bereich Beerfelden eine Bezirksschule für die Oberzent errichten. Bis zum vierten Schuljahr sollten die Kinder möglichst am Wohnort die Grundschule besuchen und dann nach Beerfelden wechseln. Damit der Weg dorthin einfacher wurde, übernahm das Land die Transportkosten. Die Schüler wurden mit dem Omnibus abgeholt und wieder nach Hause gefahren.

Immer wieder ist die Rede davon, dass den Kindern „die Tore für eine bessere Zukunft“ offen stehen sollen, indem sie eine bessere Schulbildung erhalten. Volksschule, Mittelpunktzug und Höhere Schule waren im neuen Schulzentrum angedacht. Zwei Förderklassen ab dem fünften Schuljahr sollten sie in die verschiedenen Schultypen hineinwachsen lassen. „Eine Schule, in der alle Kinder die gleichen Startmöglichkeiten haben, eine Schule aber auch, in der jedes Talent zum Durchbruch kommen kann“, wollten die Gründungsväter, durchdrungen von hehren Idealen, schaffen. Träger sollte der Schulzweckverband „Oberzent“ sein.

Nachdem sich das Gremium mit 14 Gemeinden konstituiert hatte und die Grundstücke mit einer Fläche von 2,2 Hektar zur Verfügung standen, ging es Ende 1964 an den Architektenwettbewerb. Der erste Spatenstich ging dann ziemlich genau 53 Jahre vor dem heutigen Jubiläumsfest, am 16. September 1965, über die Bühne. Der damalige Beerfeldener Bürgermeister Hermann Ackermann nannte diesen „einen historischen Augenblick“.

Von den damaligen Schülerzahlen können heutige Schulleiter nur leise träumen. Rund 800 Kinder aus Beerfelden, Airlenbach, Falken-Gesäß, Gammelsbach, Finkenbach, Güttersbach, Hebstahl, Ober- und Unter-Sensbach, Olfen, Hetzbach, Raubach, Rothenberg und Etzean sollten die Schule besuchen, lautete die Prognose. Für den Realschulzug waren 140 Schüler vorgesehen. Auch beim Raumprogramm gab es andere Dimensionen: Von 17 Normal- und vier Großklassen war die Rede. Dazu kamen noch Räume für die selbstständige Sonderschule.

So viel Gebäude kostet Geld: Die Baukosten wurden auf 5,2 Millionen Mark beziffert, wozu unter anderem das Land 3,8 Millionen und der Kreis 150.000 Mark zusteuerten. 570.000 Mark kostete die Inneneinrichtung, die unter anderem mit einer Landesbeihilfe von 396.000 Mark und einem Kreiszuschuss von 25.000 Mark bestritten wurde.

Die Inbetriebnahme, zuerst für 1967, dann im Februar 1968 vorgesehen, erfolgte schließlich Anfang März 1968. „Aus den 18 Verbandsgemeinden der Oberzent besuchen zur Zeit 690 Schüler diese neue Schule“, hieß es. Erste Schulleiter waren Rektor Heinrich Berger und Studiendirektor Willi Allmann. Anfang Juni gab es eine große Feierstunde. Bei der Einweihung zeigten sich die Beteiligten froh über die „glückliche Lösung“, dass Haupt-, Real- und Sonderschule nebst Gymnasium unter einem Dach die Weiterentwicklung zur Gesamtschule ermöglichten – was dann 1970 erfolgen sollte.

Info: Das Jubiläum 50 Jahre Oberzehnt-Schule wird am Freitag, 14. September, groß gefeiert. Um 13.30 Uhr geht es mit dem Schulfest los. „Oberzent-Schule erleben, Vergangenes entdecken und Neues kennenlernen“, heißt es auf dem Schulgelände bis 15.30 Uhr. Eine akademische Feier schließt sich um 16 Uhr an. Ein Treffen und der Austausch mit alten Weggefährten stehen dann ab 18 Uhr in der Alten Turnhalle Beerfelden an, wenn als Umrahmung Musikalisches aus fünf Jahrzehnten Schule geboten wird.

Oberzent-Ausschüsse beschäftigen sich eingehend mit den Kindergarten-Satzungen

Die Kindertagesstätten in der der neuen Stadt sind ein weites Feld. Es gilt fünf Einrichtungen, vier städtische und eine der evangelischen Kirche, nach der Fusion zu vereinheitlichen. In einem ersten Schritt befasste sich die Stadtverordneten-Versammlung nun mit den Satzungen für Betreuung, Kosten sowie Bildung und Aufgaben von Elternversammlung und –beirat. Alle wurden einstimmig bei wenigen Enthaltungen verabschiedet.

Jedoch sind die Schriftstücke noch nicht der Weisheit letzter Schluss, wie Bürgermeister Christian Kehrer verdeutliche. Es ging jedoch darum, die Verwaltung handlungsfähig zu machen. Ergebnisse aus den kommenden Ausschussberatungen sollen noch mit eingearbeitet werden. Dass es noch Fragen offen sind, zeigte sich auch an den Wortmeldungen im Gremium. Änderungen sollen dann rückwirkend zum 1. August gelten.

Der Rathauschef freute sich, dass zehn Bewerbungen für Stellen in den Kindertagesstätten eingingen. Daran merke man, „dass die Stadt als Arbeitgeber attraktiv ist“, weil die Positionen unbefristet ausgeschrieben wurden. „Wir sind immer noch in der Findungsphase“, verdeutlichte der Bürgermeister die Herkulesaufgabe. Es gebe noch einigen Klärungsbedarf. An der einen oder anderen Stelle der jeweiligen Satzung müsse noch nachgebessert werden.

Es fehlt daneben noch an einem gemeinsamen Konzept, da auch die Leiterinnen nur ein begrenztes Zeitkontingent hätten. Außerdem „bekommen wir ein Gesamtkonzept nicht zum Nulltarif“, sagte er. Der Bürgermeister verdeutlichte den Handlungsbedarf bei den Platzkapazitäten. Außer in Unter-Sensbach, wo gerade eine zweite Gruppe eingerichtet wird, gibt es – in Rothenberg, Beerfelden und Kailbach – rechnerisch zu wenige Plätze. Für Rothenberg nannte der Rathauschef auch Sanierungsbedarf bei den Räumlichkeiten.

Kehrer wies gleichzeitig auf das enorme Haushaltsdefizit durch die Kindergärten hin. 1,1 Millionen Euro lässt sich die neue Stadt jedes Jahr die Betreuung der Kleinen kosten. Bei 209 Kindern müssten theoretisch zur Kostendeckung 440 Euro pro Monat und Kind verlangt werden. Ein utopischer Betrag, den man natürlich nicht ansetzen kann und will. Denn schließlich wird die Kinderbetreuung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe angesehen.

Für über Dreijährige wurde ein Stundensatz von 22,60 Euro beschlossen. Damit kommt man bei sechs Stunden genau auf 135,60 Euro, die vom Land Hessen ab dem dritten Lebensjahr den Eltern erstattet werden, womit der Kindergartenbesuch in dieser Zeit kostenfrei ist. Anders sieht es bei den unter Dreijährigen aus. Hier kostet die Stunde in Zukunft 30 Euro. Eine Erstattung durch das Land gibt es nicht.

Der Bürgermeister bat darum, die vorliegenden Satzungen zu verabschieden, auch wenn sie noch nachgebessert werden müssen. Es gehe darum, für die kommende Zeit handlungsfähig zu bleiben. „Wir wollen das Thema ernsthaft aufnehmen und in den Ausschüssen ausführlich diskutieren“, sagte er. Oliver von Falkenburg (CDU) hatte angeregt, alle drei Gremien einzubeziehen. Die Mandatsträger beschlossen letztendlich, dass unter Federführung des Haupt- und Finanz- auch der Sozialausschuss mitwirken soll.

Als Zeitrahmen wurde Ende September genannt. Eine solche Frist hatte sich Thomas Mergenthaler (ÜWO) gewünscht, „damit das Thema nicht ins Hintertreffen gerät“. Horst Kowarsch (Grüne) wünschte sich einen Rechtsanspruch auch über sechs Stunden hinaus. Das fließt in die Beratungen ein, kündigte Kehrer an. Auch wenn noch Etliches zu klären ist, „muss die Thematik ins Laufen kommen“, sagte Thomas Ihrig (SPD). Neben den städtischen Gremien sollten auch die Elternbeiräte mit in die Beratungen einbezogen werden.

Claus Weyrauch führt die Stadtverordneten-Versammlung von Oberzent

Claus Weyrauch ist neuer Stadtverordnetenvorsitzender von Oberzent. In ihrer konstituierenden Sitzung wählten die Mandatsträger den ÜWO-Mann aus Rothenberg mit 24 Ja- bei vier Nein- und neun ungültigen Stimmen zu ihrem „Chef“. Der 50-jährige Mittelstandsberater hatte es als Bürgermeisterkandidat der Überparteilichen Wählervereinigung Oberzent zwar nicht in die Stichwahl geschafft. Bei der gleichzeitigen Stadtverordnetenwahl erhielt er aber mit 4181 die höchste Stimmenanzahl aller Bewerber.

Interims-Bürgermeister Egon Scheuermann eröffnete die Sitzung in der Alten Turnhalle. Er wies darauf hin, dass die vorläufige Stavo seit Jahresbeginn 57 Mitglieder hatte (alle Parlamentarier der bisherigen vier Gemeinden). Gleiches galt für den Magistrat mit 20 Stadträten. Jetzt hat sich diese Zahl durch die Wahlen vom 29. April auf 37 und neun verringert. Die verschiedenen Ortsbeiräte konstituieren sich am 20. Juni, sagte er.

Sein Dank galt neben den bisherigen, jetzt ausgeschiedenen, auch den gewählten Mandatsträgern. „Interessante und anspruchsvolle Aufgaben liegen vor Ihnen“, so Scheuermann. Also Beispiel nannte er das Tourismus-Konzept und die ärztliche Versorgung. Die Würdigung für das bisherige ehrenamtliche Engagement in den Gremien von Beerfelden, Rothenberg, Sensbachtal und Hesseneck soll im Spätjahr erfolgen. Dann ist auch die Verabschiedung der früheren Bürgermeister dieser Orte neben Verleihung von Auszeichnungen und Ehrenbezeichnungen geplant.

Zuvor steht am Freitag, 29. Juni, um 19.30 Uhr die Einführung des neuen Bürgermeisters Christian Kehrer in der Alten Turnhalle an, teilte Scheuermann mit. Dieses soll im Rahmen einer öffentlichen Stadtverordneten-Versammlung erfolgen. Er dankte den Fraktionen für die „konstruktive Zusammenarbeit“ in zwei vorbereitenden Gesprächen am 15. Mai und 5. Juni. Gleichzeitig wies der Interims-Rathauschef auf die „umfangreichen Vorarbeiten“ für die Wahlen und die konstituierende Sitzung hin, die vom Verwaltungsteam geleistet wurde.

Claus Weyrauch zeichnete in seinen einleitenden Worten das Bild vom Schiffsbau bis zur „MS Oberzent“ auf großer Fahrt. Es waren einmal vier Kapitäne, die mit ihren kleinen, tüchtigen Barkassen durch die Gewässer der Oberzent und des Odenwaldes schipperten“, begann er seine Rede. Die trauten es sich aufgrund des Alters und der mangelnden Größe ihrer Barkassen nicht recht zu, weiter hinaus in hessische oder gar bundesdeutsche Gewässer zu fahren, schmunzelte der Rothenberger.

Außerdem stellten sie vermehrt fest, dass auch die Gewässer in der Oberzent immer unruhiger wurden. „Was lag da näher, als sich zusammenzutun und miteinander ein großes, gemeinsames Schiff zu bauen.“ Als kluge Männer erkannten sie sofort, dass sie nur mit Hilfe von Mannschaften und Passagieren in der Lage waren, ein so großes Projekt zu realisieren.

Nach mehreren Jahren intensiver Bautätigkeit lief am 1. Januar das von der Fläche her drittgrößte Schiff Hessens und „das weltweit jüngste und somit modernste“, die MS Oberzent, vom Stapel. „Ein schönes, ein prachtvolles Schiff, das viele andere Barkassenkapitäne neidisch machen soll und wird“, spann Weyrauch seine Geschichte weiter.

Die ersten Aufgaben der neuen Crew sieht er darin, das Feintuning der Instrumente und die Motorenschmierung zu überprüfen. Dazu zählt er die Anpassung von Gebührensatzungen oder die Angleichung der Vereinsförderung. Als nächstes müsse der einzuschlagende Kurs bestimmt werden: „Wo wollen wir hin? Wie gehen wir Gesundheitsversorgung an? Wie betreiben wir positive Stadt- und Dorfentwicklung? Wie fördern wir Wirtschaft und Tourismus?“

Die Kursbestimmung „können wir nur selbst verantworten“, betonte er. Entscheidungen seien nicht delegierbar. Informationen von Spezialisten und Beratern könnten nur unterstützen. Mit verbindlichem Arbeiten, dass von einem fairen, sachlichen Miteinander geprägt sein müsse und das frei von parteipolitischer Polemik bleibe, „werden wir Kurs halten und unsere Ziele erreichen“, so Weyrauch.

Weitere Wahlen

Stellvertreter des Stadtverordneten-Vorstehers: Thomas Ihrig (SPD), Oliver von Falkenburg (CDU), Frank Leutz (FDP), Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne)

Schriftführerin: Sonja Eckert zur Schriftführerin, Stellvertreterinnen:  Heike Petersik, Karina Roßnagel, Ilona Bachert

Stadträte: Gerhard Rebscher (1. Stadtrat), Rainer Flick, Meinolf Heptner (ÜWO), Erik Sauer, Ellen Koch (SPD), Bernd Bergmann (CDU), Gerald Schwinn (FDP),  Walter Braner (Grüne)

Haupt- und Finanzausschuss: Chris Poffo, Achim Schäffler, Claus Weyrauch (ÜWO), Marcel Gerling, Dr. Michael Reuter (SPD), Oliver von Falkenburg (CDU), André Bechtold (FDP), Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne)

Bau-, Umwelt- und Infrastrukturausschuss: Wilfried Friedrich, Katharina Riesinger, Thomas Mergenthaler (ÜWO), Brigitte Heckmann, Andrea Heß-Kraus (SPD), Walter Gerbig (CDU), Alexander Beck (FDP), Thomas Väth (Grüne)

Sozial-, Kultur- und Gesundheitsausschuss: Klaus Bulling, Bettina Schwöbel, Alexander Ihrig (ÜWO),  Pia Mester, Dirk Daniel Zucht (SPD), Johannes Barth (CDU), Frank Leutz (FDP), Horst Kowarsch (Grüne)

Jetzt fehlt nur noch der Pächter für den Schöllenbacher Dorfladen mit Café

Die Schöllenbacher wollen ihren Dorfladen zurück. Und am liebsten gleich noch ein Dorfcafé dazu. Damit die Sache ins Laufen kommen kann, braucht es aber einen Pächter. Für diesen wurde bereits der Weg bereitet: 20.000 Euro stehen für den Umbau der Räume des ehemaligen Kolonialwarenladens Vay in der Oberen Siegfriedstraße zur Verfügung. „Und über die Pacht lassen wird mit uns reden“, schmunzelt IKEK-Projektlotse Rudolf Brandel.

Vor etwa zwei Jahren wurde des integrierte kommunale Entwicklungskonzeptes (IKEK) in den ehemaligen Orten Sensbachtal und Hesseneck ins Leben gerufen. Für sechs bis acht Projekte bildeten sich Arbeitsgruppen. Im früheren Hesseneck mit seinen Ortsteilen Schöllen-, Kail- und Hesselbach geht es unter anderem um den Bau einer Mehrzweckhalle am Spielplatz oder die Anlegung von anonymen Grabfeldern auf dem Friedhof. Und eben Dorfladen mit –café, um den sich Brandel ehrenamtlich kümmert.

Den von Konrad Vay eröffneten Laden gab es bereits seit den 30er- und 40er Jahren bis 2004 schon einmal, weiß er. . Später übernahm die Schwiegertochter das Geschäft, heute gehört das Anwesen Harald Vay. Früher standen samstags lange Schlangen auf dem Gehweg. Brandel schwärmt davon, wie er als Kind dort Eis und Rollenschokolade kaufte „Wir wollen wieder Leben ins Dorf bringen“, sagt der ehemalige Gemeindevertreter-Vorsitzende.

Denn das droht immer mehr auszusterben. „Das sind alles Rentner“, schmunzelt Brandel und deutet auf seine Nachbarn. Café und Laden sollen Durchreisende und Ausflügler dazu bringen, einen Stopp auf der Strecke über den Krähberg oder zum Neckar einzulegen. Wanderer können Halt machen auf ihrer Tour über den Nibelungensteig. Gerade von diesen wurde eine Einkehrmöglichkeit bisher schmerzlich vermisst, denn der nächste Stopp zur Erfrischung ist erst wieder in Hesselbach.

Die Nahversorgung im 260-Seelen-Dorf wird immer dünner. Früher gab’s im Krämerladen freitags auch immer Fleisch, nebenan hatte der Bäcker offen. Heute sind beide Geschäfte zu. Der Getränkevertrieb aus Ober-Hainbrunn kommt jetzt auch nicht mehr. Nur der Bäcker aus Beerfelden macht Donnerstag und Samstag Halt in Schöllenbach. „Das ist alles an Lebensmitteln“, weiß Brandel. Wer an anderen Tagen Backwaren möchte, fährt nach Kailbach. „Der Laden dort läuft gut.“

Die Idee für das Projekt reifte in zehn Sitzungen. Dann wurde der Antrag im Rahmen des IKEK-Programms gestellt, die Sanierung der Räume zu fördern – und bewilligt. Ein potenzieller Pächter wäre in seinem Sortiment frei, betont Brandel. Früher gab’s dort Nachthemden, Tintenpatronen, Tücher, Dosen, Reinigungsmittel, Kiddlscherz, Essbares und eben alles, was Schöllenbach brauchte.

Ladenfläche und Lager haben ungefähr 36 Quadratmeter, für das Café stehen 26 qm zur Verfügung, die Küche hat 18 qm. Auch eine Toilette ist vorhanden. „Es muss nichts an- oder umgebaut werden“, hebt der Projektlotse hervor. Die Küche ist noch intakt, fürs Lager sind auch noch die Regale da. Vor dem Gebäude gibt es die Möglichkeit zur Außenbewirtschaftung am gurgelnden Bächlein, das das Haus vom Gehweg trennt.

Die Renovierungssumme wurde bereits durch einen Architekten in dieser Höhe geschätzt. Diesen Fachmann hat Brandel auch an der Hand, wenn ein potenzieller Pächter anläutet. Diese Variante ist für die Projektgruppe die Wunschlösung. Sollte sich aber niemand finden, könnte man auch über eine Genossenschaft nachdenken. Auf jeden Fall sind solche Dorfläden wieder schwer im Kommen: Hüttenthal, Hiltersklingen und Finkenbach haben schon einen, für Unter-Sensbach ist er in der Vorbereitung.

Bevor die IKEK-Gruppe ans Projekt ging, gab es eine Abfrage unter der Bevölkerung. Das Ergebnis war eindeutig: 82 Prozent wollen ihren Dorfladen zurück. Vor allem Getränke, Haushaltswaren und Zeitschriften stehen auf der Wunschliste. Neben dem Nutzen für die Einheimischen verspricht er sich auch einen Mehrwert für den Tourismus. Durchreisende „sind enttäuscht, dass es im Dorf keine Einkehrmöglichkeit gibt“, sagt Brandel.

Info: Interessierte Pächter können sich an den IKEK-Projektlosten Rudolf Brandel, Telefon 06276/473, E-Mail brandel.rudolf@gmail.com, wenden.

IKEK: Ziel der hessischen Dorfentwicklung ist, die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten sowie durch eine eigenständige Entwicklung die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort zu mobilisieren. Die kommunale Gesamtstrategie auf der Grundlage eines integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) muss sich auf alle Stadt-/Ortsteile erstrecken und Aussagen darüber treffen, wie Nahversorgung und Infrastruktur längerfristig gesichert werden können.