Straßenumbenennungen bei der Oberzent-Fusion: In Rothenberg wird aus der Hirschhorner die Odenwälder Landstraße

So langsam geht’s in Sachen Fusion in die Vollen. Die letzten Feinheiten gilt es im kommenden Vierteljahr abzuklopfen. Dabei tauchen auch immer mal wieder Dinge auf, die vorher überhaupt nicht auf der Rechnung standen. Fast schon „Normalität“ sind jedoch die Umbenennungen von doppelt vorhandenen Straßennamen, die in allen vier Gemeinden vor sich gehen. Dabei wurden Vorfeld „die Bürger mit ins Boot geholt“, erläutert der Projektleiter Fusion beim Kommunalservice Oberzent (KSO), Christian Kehrer.

Er betont, dass diese Umbenennung notwendig ist, damit Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei, aber auch Paketdienste die richtige Adresse finden. Auf dem Gebiet der künftigen Stadt Oberzent gibt es seinen Worten zufolge „20 doppelte Straßenbezeichnungen, die zu ändern sind“. Als Kriterium fand eine Orientierung an der Anliegerzahl statt. Wer weniger als die Nachbarkommune hat, muss seinen Namen abgeben.

Ausnahme: die Friedhofstraße in Finkenbach. Eigentlich hätten die Kailbacher den Namen hergeben müssen, weil es dort weniger Einwohner gibt. Aber die Anwohner in Finkenbach schlossen sich kurz. Das Ergebnis heißt: Am Finkenberg. Die größte „Maßnahme“ in Rothenberg ist die Umbenennung von Hirschhorner und Odenwaldstraße. Aus beiden zusammen wird eins: die Odenwälder Landstraße.

Wie Kehrer daneben erklärt, werden nicht nur in der Höhengemeinde chaotische Hausnummern-Anordnungen vereinfacht, wenn dies von den Bürgern so gewünscht wurde. Auch in Falken-Gesäß gibt es etliche unklare Zuordnungen, die im Zuge der Fusion logischer aufgebaut werden. Allerdings bleibt in dieser Hinsicht noch viel zu tun, sagt er. Wenn nicht der direkte Hinweis kam, habe man das Thema aufgrund der zahlreichen anderen Aufgaben erst einmal zurückgestellt. Weiterer Punkt waren Stichstraßen, die wie mit „Am Wetterberg“ (bisher Teil der Wetterbergstraße) oder Talblick (bisher Hirschhorner Straße) nun eigene Namen erhalten.

Mit der Postleizahl 64760 (Oberzent) reicht laut Kehrer die neue Straßenbezeichnung zusammen mit Vor- und Zuname ab dem 1. Januar aus, damit die Post Sendungen richtig zuordnen. Allerdings könne auch der Stadtteil mit in die Adresse aufgenommen werden. Dieser hat dann direkt unter dem eigenen Namen an zweiter Stelle zu stehen. „Das schafft die lokale Identität in der neuen Stadt“, hebt er hervor.

Über ein Jahr lang wird dem KSO-Mitarbeiter zufolge die Zustellung auch mit alter Adresse durch die Post garantiert. „Wir haben die Umstellung von vier- auf fünfstellige Postleitzahlen geschafft, also packen wir auch das“, so Kehrer. Von der Verwaltung wurde schon Vorarbeit geleistet, damit die Bürger am 1. Januar nicht bei null anfangen müssen. Vorher, betont er, ist alles noch nicht gültig.

An verschiedene Behörden und Ämter sowie Krankenkassen ging bereits die Infos über neue PLZ und Stadtnamen. „Wir wollen den Einwohnern möglichst viel Arbeit abnehmen“, sagt der KSO-Mann. Und verhindern, dass etwa die Kassen im neuen Jahr mit Post überschwemmt werden. Die Bürger bekommen zeitnah noch eine Checkliste, was alles zu tun ist, kündigt er an.

Als „größtes Problem“ bezeichnet Kehrer die Umstellung der Navigationssysteme. Man sei bereits an die Hersteller herangetreten. „Aber wir haben keine Antwort bekommen.“ Vorrangig will sich der KSO darum kümmern, dass in Google Maps alles richtig eingepflegt wird. An den Rest sei die Veränderung „schwierig zu kommunizieren“.

15.000 Dokumente der künftigen Oberzent-Einwohner gilt es ab dem 1. Januar zu ändern. Dies geschehe bei Perso und Reisepass mittels eines Aufklebers. Angedacht ist Kehrer zufolge, die Bürger nach einer bestimmten Reihenfolge zur Änderung auf die jeweilige Kommune zu bitten, damit nicht alle auf einmal kommen. „Wer aber im Januar in die USA reisen will, sollte frühzeitig mit der Verwaltung Kontakt aufnehme“, empfiehlt er. Beim Fahrzeugschein gibt es eine Übergangsfrist von drei Jahren. „Wer also das Auto bald abmeldet oder wessen Leasingvertrag 2018 endet, muss nichts mehr ändern“, so Kehrer.

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Egon Scheuermann macht als Staatsbeauftragter ab dem 1. Januar die neue Stadt Oberzent fit für die Zukunft

Geschichte wiederholt sich doch. Irgendwie. Selbst die Namen der handelnden Personen stimmen teilweise überein. 1971, als aus Unter- und Ober-Sensbach sowie Hebstahl die Gemeinde Sensbachtal wurde, war Heinrich Scheuermann als Hebstahler Gemeindechef mit in die Gebietsreform eingebunden. Er wurde erster ehrenamtlicher Bürgermeister des fusionierten Ortes. 46 Jahre später ist Sohn Egon als Sensbachtaler Rathauschef ab 1. Januar 2018 zuständig dafür, dass die neue Stadt Oberzent den Kinderschuhen entwachsen kann.

„Beauftragter für die vorläufige Wahrnehmung der Aufgaben des Bürgermeisters in der neuen Stadt Oberzent“ ist dann der sperrige Titel des 57-Jährigen, seit zehn Jahren in Sensbachtal am Ruder. Scheuermann feiert mit Amtsübernahme am 1. Januar auf den Tag sein zehntes Dienstjubiläum. Er bekam diesen Posten angetragen, weil er noch bis Ende 2019 gewählt ist und damit die längste verbliebene Amtsdauer aller vier Oberzent-Bürgermeister hat. Stellvertreter, somit Erster Stadtrat, wird der jetzige Bürgermeister von Beerfelden, der 62-jährige Gottfried Görig. Dessen Amtszeit läuft Ende Juni 2018 ab.

Scheuermann und Görig eint, dass sie nicht das Bürgermeister-Amt in der neuen Stadt anstreben wollen. Der neue Chef der fusionierten Gemeinde wird am 29. April 2018 zusammen mit der Stadtverordneten-Versammlung und den Ortsbeiräten gewählt. Die Übergangslösung gilt, bis der neue Bürgermeister ins Amt eingeführt ist. Also etwa bis Jahresmitte.

„Ich will nicht bis 70 Bürgermeister sein“, macht Egon Scheuermann deutlich. Mit diesem Hintergedanken hätte er als neuer Oberzent-Rathauschef nur eine Amtsperiode von sechs Jahren. Was der Sensbachtaler aber als nicht zielführend empfindet. Ein potenzieller Nachfolger müsste dann noch einmal von vorn anfangen.

„Wir gehen mit einer neuen Stadt und neuen Strukturen in die Zukunft, stellen uns komplett neu auf“, beschreibt er die Fusion. Deshalb sollte seiner Meinung nach der neue Amtsinhaber mindestens zwei Wahlperioden am Ruder sein. Damit dieser auch langfristig etwas gestalten kann. So ganz ohne die Kommunalpolitik will Scheuermann aber nicht bleiben. Er kann sich gut vorstellen, als Ortsbeirat für seine bisherigen drei Orte tätig zu sein. „Alles andere lasse ich auf mich zukommen“, schmunzelt er.

Seine Hauptaufgabe als „Staatsbeauftragter“, wie der Job umgangssprachlich genannt wird, liegt im reinen Verwaltungshandeln, erläutert der 57-Jährige. „Gestalten ist da noch nicht angesagt.“ Während sich die Verwaltungen jetzt mit den Straßenumbenennungen beschäftigen, damit im neuen Jahr sowohl die Post richtig ankommt als auch die Häuser von Rettungs- und Paketdiensten gefunden werden können, geht es am Januar in die Vollen.

„Wir müssen mit einer Hauptsatzung handlungsfähig sein“, beschreibt Scheuermann mit die ersten Aktionen des gemeinsamen Magistrats in 2018. Dazu steht die Ausarbeitung von einheitlichen Gebühren und Steuern an. Und natürlich die Vorbereitung des Mammut-Wahltags vom 29. April, an dem neben dem Bürgermeister auch 37 Stadtverordnete und 79 Mitglieder der 13 Ortsbeiräte gewählt werden sollen. „Die Steuerbescheide gehen 2018 einen Monat später raus“, verdeutlicht der Projektleiter Fusion, Christian Kehrer, den hohen organisatorischen Aufwand.

Bevor die Arbeit losgeht, wird aber zuerst einmal um Mitternacht auf die neue Stadt angestoßen. „Das ist ein besonderer Tag“, so Scheuermann. Gleichzeitig ist der jedoch mit etwas Wehmut verbunden, wenn er an die Aufgabe der Sensbachtaler Eigenständigkeit denkt. Doch seine neue Aufgabe sieht er als „spannende Zeit und Herausforderung“ an. Denn in einem halben Jahr müssen die Oberzent-Strukturen aufgebaut sein.

„Ab dem 1. Januar sind wir handlungsfähiger“, betont Kehrer. Dann gilt es die Verwaltung so zu strukturieren, „damit alles reibungslos klappt und die Bevölkerung wenig spürt“. Denn aktuell muss noch jede Gemeinde alles einzeln beschließen. Im ersten Halbjahr 2018 sind dann 57 Stadtverordnete und 18 Magistratsmitglieder dafür zuständig. Denn für die Übergangszeit werden alle Mitglieder der bisherigen Gremien übernommen.

Rund um die Fusion

Zusammenschluss früher und heute: Der Grenzänderungsvertrag Sensbachtal von 1971 hatte vier Seiten (auf Schreibmaschine) mit acht Paragrafen. Das Oberzent-Werk 2017 hat elf Seiten mit 29 Paragrafen. Gemeinsamkeit: Die damit verbundenen Kosten hat damals wie jetzt die jeweilige Kommune zu tragen.

1971 wurde mit dem Unter-Sensbacher Wilhelm Boxberger der dienstälteste Rathauschef Staatsbeauftragter, heute mit Scheuermann der mit der längsten verbliebenen Dienstzeit. Das Amt blieb damals über längere Zeit unter den drei Ortsbürgermeistern. 1975 folgte auf Heinrich Scheuermann der frühere Ober-Sensbacher Bürgermeister Willi Leiß, der später auch erster hauptamtlicher Rathauschef wurde.

Veranstaltung zur Gebietsreform früher und heute mit Innenminister Peter Beuth am 19. Dezember in der Alten Turnhalle Beerfelden.

Gründungsfeier mit Neujahrsempfang Mitte Januar 2018 in der Oberzenthalle Beerfelden.

Die neuen Stadtschilder werden in der ersten Januarwoche angebracht.

15.000 Personalweise und Reisepässe müssen ab dem 1. Januar geändert werden.

Die bisherigen Rathäuser sind weiterhin erste Anlaufstelle mit Bürgerbüros.

Neues Büro von Egon Scheuermann wird das bisherige Dienstzimmer von Gottfried Görig in Beerfelden sein.

Die Amtszeit von Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten, mit seinen 65 Jahren schon quasi Polit-Rentner, endet im Februar 2018. Hessenecks Rathauschef Thomas Ihrig (52) als jüngster des Quartetts hängt im Dezember noch einen Monat an seine reguläre Amtszeit dran. Ihm werden Ambitionen auf den Bürgermeister-Posten in der Stadt Oberzent nachgesagt.

 

ÜWO will in der Oberzent stärkste Fraktion werden: Wählergemeinschaften aus Beerfelden, Rothenberg und Sensbachtal schlossen sich zusammen

Die Überparteiliche Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO) ist gegründet. Und hält sich nicht mit Kleinigkeiten auf. „Wir wollen bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung 2018 stärkste Fraktion werden“, stellte Claus Weyrauch (WGR) den Anspruch der ÜWO klar. Neben den Regularien wurden auf der Gründungsversammlung auch Themen angesprochen, denen man sich in der kommenden Zeit mit Nachdruck widmen will. Dazu zählen Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ), Tourismus- und Gewerbeförderung sowie Standortmarketing.

Klaus Seeh (ÜWG Beerfelden) sprach in seinen einleitenden Worten davon, dass sich alle Wählergemeinschaften der Oberzent im Vorfeld trafen, „um den Weg der Fusion fortzuschreiben“, Es gehe darum, „dass im neuen Parlament mit einer Stimme gesprochen wird“, betonte er. Über 30 Interessierte aus Rothenberg, Sensbachtal und Beerfelden waren in den „Schwanen“ gekommen.

Sie verabschiedeten die Satzung einstimmig – wie auch die neuen Vorstandsmitglieder jeweils einhellig in ihre Ämter gewählt wurden. Seeh dankte allen, die den Zusammenschluss der Wählervereinigungen mit vorantrieben. Dieser verlief sehr sachlich. „Wir haben immer Lösungen gefunden“, sagte er. Es sei „toll, dass alles in dieser Form gelungen ist“, freute sich der Stadtverordnete.

Was auch Sensbachtals Bürgermeister Egon Scheuermann unterstrich. „Wir sind uns auf Augenhöhe begegnet.“ Gerade in seinem kleinen Ort habe dies den Beteiligten „ein gutes Gefühl gegeben“. Auch wenn so viele Interessierte zur Gründung kamen, „müssen wir als ÜWO weiterhin auf die Bürger zugehen und sie zur Mitwirkung an der Kommunalpolitik bewegen“. Unter Scheuermanns Leitung wurde Chris Poffo, bisher an der Spitze der Beerfeldener ÜWG, wird für drei Jahre Chef der ÜWO.

„Ich hab richtig Lust darauf, mit euch zusammen loszulegen“, sagte der neu gewählte Vorsitzende. Es sei jetzt „richtig Schwung drin“. Poffo wies darauf hin, dass bei der Wahl am 29. April 2018 auch viele Ortsbeiräte gesucht würden. Unter anderem neun für Beerfelden, was scheinbar noch bei keinem wirklich auf der Rechnung sei. „Ich hoffe auf viele Mitwirkende“, sagte er.

Chris Poffo nannte zwei zentrale Themen, mit denen sich die ÜWO in der kommenden Zeit beschäftigten wird: GVZ und Tourismus-Förderung, verbunden mit Standortmarketing. Vor allem das Thema GVZ nahm breiten Raum in der Diskussion ein. Laut dem Vorsitzenden werden derzeit zwei Konzepte erarbeitet, eines von der Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) und eines vom Investorenpool Janowicz/Sparkasse.

Die EGO, deren Vorstandsmitglied Thomas Mergenthaler dabei war, will drei verschiedene Varianten an unterschiedlichen Orten planen und den Gremien vorstellen. Die neue Stadt Oberzent würde dann Mieter eines Ärztehauses und sich um die Untermieter kümmern. Die Ärztesuche läuft Poffo zufolge mit Unterstützung der ASD. Allerdings „sind die Ergebnisse bislang dürftig“, meinte er. Es gestalte sich schwierig, neue Ärzte an und aufs Land zu ziehen.

Wichtig ist seinen Worten zufolge, dass die Übergangslösung Breimer-Gebäude bald steht, um dort loslegen zu können. Die ÜWO hofft auf steigende Nachfrage, wenn das Konzept fertig ist. Das zweite Modell Janowicz/Sparkasse, das dann ebenfalls in die Gremien kommen soll, konzentriert sich auf das eigene Grundstück zwischen Oberzent-Schule und Haus Henneböhl. Die Klärung der Standortfrage bezeichnete Weyrauch (WGR) als nächsten Schritt. Das GVZ als „brisantes Thema“ werde schon zu lange vor sich her geschoben. Auch müsse man abklären, ob die Stadt als Mieter oder Investor auftrete.

Weyrauch beleuchte den Punkt Tourismus auch unter gastronomischen Vorzeichen. Es gebe aktuell noch 27 Betriebe in der Oberzent. „Vor drei Jahren waren es noch 14 mehr“, zeigte er den Ernst der Lange auf. „Der Negativtrend wird sich fortsetzen“, befürchtete er. „E-Biking“ bezeichnete Weyrauch als interessanten neuen Freizeitsport. Es gelte ein Radwegenetz in der Oberzent voranzubringen. Außerdem sollte die Sensbacher Höhe touristisch weiterentwickelt werden.

 

Vorstand Überparteiliche Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO)

Vorsitzender Chris Poffo (Beerfelden), zweiter Vorsitzender Klaus Bulling (Rothenberg), Kassenwart Heinrich Braner (Beerfelden), Schriftführer Meinolf Heptner (Sensbachtal), Beisitzer Wilfried Friedrich (Rothenberg), Achim Siefert (Sensbachtal), Klaus Seeh (Beerfelden), Kassenprüferinnen Christa Helm (Rothenberg), Katharina Riesinger (Beerfelden)

Flächenkonzept fürs Gesundheitsversorgungszentrum in Beerfelden soll her

Ins Thema Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) kommt Bewegung. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss auf ihrer vergangenen Sitzung, sowohl die Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) als auch den Verbund DAL Bautec, Sparkasse Odenwaldkreis und Therapiezentrum Janowicz mit der Erstellung von Flächenkonzepten zu beauftragen. Diese beiden Konzepte für das Gelände unterhalb der Oberzent-Schule sollen bis zum 13. Oktober vorliegen. Bis Jahresende erhofft man sich eine Entscheidung.

Im Sommer hatte es bereits ein Gespräch mit Gemeindevorständen und EGO gegeben, aus dem sich das aktuell vorliegende Leistungsangebot ergab. Hauptausschuss-Vorsitzender Erwin Körber skizzierte in der jetzigen Versammlung die Vorgeschichte des Projekts, wie sie auch im EGO-Schreiben thematisiert wurde. Demnach ist die Region Oberzent hausärztlich unterversorgt. Aktuell fehlen zwei Mediziner. Aufgrund der Altersstruktur wird damit gerechnet, dass auch die verbleibenden Ärzte in absehbarer Zeit Nachfolger suchen.

Dazu kommt, dass der Zugang zu Fachärzten – unabhängig von der Fachrichtung – von der Bevölkerung teilweise sehr schlecht beurteilt wird. Als sehr gut aufgestellt und zukunftsorientiert werden Physiotherapie und Rehaeinrichtungen beschrieben. Ebenso sind die Strukturen für ambulante und stationäre Pflege in Ordnung. Allerdings gilt es auch hier, haus- und fachärztliche Versorgung zu optimieren.

Im Rahmen der Odenwaldkreis-Strategie soll das GVZ Oberzent Modellcharakter haben und damit ein „Leuchtturmprojekt“ werden. Verschiedene Standorte und Konzepte, ob jetzt Neu- oder Umbau, wurden bereits abgeprüft. Ein Grundstück in Stadtrandlage bei Oberzent-Schule und Seniorenresidenz Hedwig Henneböhl, das sich im Eigentum des Therapiezentrums Janowicz befindet, wird als am besten geeignet angesehen. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Erschließung des GVZ. Aus dem Gremium gab es die Anregung, eine Anbindung über die B45 zu erreichen, damit der Krähberger Weg entlastet wird.

Die Krux bei der der Geschichte: Interessierte private Interessenten beginnen erst mit dem Bau, wenn 70 Prozent der Flächen fest vermietet sind. Allerdings erschweren die lange Wartezeit und zeitliche Unsicherheiten die Akquise von Ärzten. Deshalb war diese Vorgabe bisher immer ein Hemmschuh. Die EGO hat deshalb einen Vorschlag entwickelt, um aus diesem „Teufelskreis“ herauszukommen. Dieser sieht eine Risikoteilung zwischen Investor und Kommune vor, um auch ohne die benötigte Belegung mit dem Bau beginnen zu können.

Als Zwischenlösung gibt es den vorübergehenden Standort im Breimer-Anwesen in der Mümlingtalstraße (hinter Penny). Dort stehen interimsweise 550 Quadratmeter zu Verfügung. Die Vorbereitungen laufen, allerdings müssen die Räume noch ertüchtigt werden. Die Stadt machte für diese Maßnahme 45.000 Euro locker. Damit können sich die schon vorhandenen Ärzte und Praxen dort ansiedeln und später in die neue Immobilie wechselt. Das neue GVZ soll dann von der EGO als Investor erstellt und langfristig an die neue Stadt Oberzent vermietet werden. Diese kümmert sich dann um die Untervermietung.

Vor der Verabschiedung – die bei zwei Enthaltungen einstimmig geschah – hatte Chris Poffo (ÜWG) noch rechtliche Bedenken geäußert, ob die Stadt neben der EGO auch das Therapiezentrum mit einer Flächenkonzeption beauftragen könne. Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) forderte, „heute zu einer Entscheidung zu kommen“. Wie auch Rüdiger Holschuh (SPD), der sich für beide Aufträge aussprach, war sie sich aber ebenfalls nicht ganz sicher in der Formulierung. Nachdem der Beschlussvorschlag aber von Stadtverordneten-Vorsteher Hans-Jürgen Löw etwas abgeändert worden war, konnten die Stadtverordneten diesen mittragen.

Zu Beginn der Sitzung hatte es etwas Unmut im Gremium über die Informationsweitergabe durch die Verwaltung gegeben. Die bezog sich zwar auf ein nicht in Frage kommendes Objekt für das GVZ. Die Mandatsträger wünschten sich aber trotzdem, bei diesem sensiblen Thema immer auf dem Laufenden gehalten zu werden und nicht über Dritte davon zu erfahren. Das sagte Bürgermeister Görig für die Zukunft zu.

 

Das Gesundheitsversorgungszentrum in der EGO-Variante sieht ein Flächenkonzept für einen Raumbedarf von 750 bis 2200 Quadratmeter vor, das nach Erstkonzeption eine modulare Erweiterungsmöglichkeit zulässt.

Haushalt bewegt sich im Schutzschirm-Rahmen – Euterbachbrücke in Schöllenbach muss erneuert werden

Einstimmigkeit war Trumpf bei der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung. Die Beschlüsse über Haushaltsplan 2017, Haushaltssicherungskonzept und Investitionsprogramm fielen nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss jeweils einstimmig. Das Revisionsamt des Kreises erteilte der Jahresrechnung 2013 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Auch dies nahmen die Mandatsträger einhellig zur Kenntnis.

Das Defizit im ordentlichen Ergebnis des Hessenecker Haushalts geht kontinuierlich nach unten. Waren es 2015 im Plan noch 120.000 Euro Miese (und im Ergebnis minus 96.000 Euro), so sank diese Zahl 2016 schon auf 85.000 Euro. Der Haushaltsplan für 2017 sieht noch eine Unterdeckung von knapp 58.000 Euro vor.

Der ausgewiesene Fehlbetrag liegt noch im Rahmen des im Schutzschirmvertrag vereinbarten Abbaupfades. Dieser lässt für 2017 ein Defizit von knapp 60.000 Euro zu. 850.000 Euro sind als Höchstbetrag der Kassenkredite eingeplant. Der Gesamtbetrag der Kredite für Investitionen wurde auf etwa 138.000 Euro festgesetzt. Davon sind 63.660 Euro für Darlehen im Rahmen des kommunalen Investitionsprogrammes (KIP) gedacht.

Diese Gelder werden für verschiedene Maßnahmen verwendet: etwa den Austausch der Ölheizung mit Baujahr 1986 im Sporthaus Kailbach durch eine Öl-Brennwertheizung sowie der vorhandenen Öltanks aus 1972. Gleiches geschieht mit der Ölheizung im Dorfgemeinschaftshaus Hesselbach. Die Pflasterung der bisher asphaltierten brüchigen Hoffläche vor dem Feuerwehrgerätehaus Kailbach und die Erweiterung zur Verbesserung der Standplatzsituation sind bereits erfolgt.

Die Erträge und Aufwendungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs (KFA) haben sich positiv entwickelt. Hier ergibt sich gegenüber den Ansätzen des Vorjahres eine Verbesserung von etwa 40.000 Euro. Grund hierfür ist unter anderem eine erneute Steigerung bei der Schlüsselzuweisung um 15.000 Euro. Aber auch die anderen Steuer- und Umlageeinnahmen stiegen. Allerdings erhöhten sich ebenso die Umlagen um 28.000 Euro. Im Saldo verbleibt somit aus dem KFA ein Plus von rund 12.000 Euro.

In seinen Mitteilungen ging Bürgermeister Thomas Ihrig darauf ein, dass es bei der Hessen Mobil-Baustelle an der L3108 eine weitere Verzögerung gebe. Die Vollsperrung für den Bau der Stützmauer in Schöllenbach wurde zwischenzeitlich bis zum 30. Juli verlängert. Bis dahin erfolgt auch die Neuverlegung der gemeindlichen Wasserleitung, die der Baumaßnahme zwischenzeitlich im Weg lag und beschädigt wurde.

Gerade aktuell stand der Submissionstermin bei der Flurbereinigungsbehörde Heppenheim für den Neubau der Euterbach-Brücke in Schöllenbach an, sagte er. Dieser soll im Herbst erfolgen. Es handelt laut Ihrig um eine Maßnahme im Rahmen des Flurbereinigungsverfahren Kailbach-Schöllenbach, das maßgeblich mit Zuschüssen finanziert wird. Die Restkosten teilen sich die beiden Kommunen Eberbach (wegen Badisch-Schöllenbach) und Hesseneck wegen der innerörtlichen Verbindung nach Hesselbach. Wenn die Erneuerung startet, wird es dem Bürgermeister zufolge zu einer zeitweisen Vollsperrung mit Ersatzweg über eine Fußgängerbrücke führen.

Wie der Rathauschef daneben erläuterte, habe der Gemeindevorstand den Jahresabschluss 2015 festgestellt. Dieser bewege sich im Rahmen des mit dem Land Hessen abgeschlossenen Schutzschirmvertrags. Er werde nun dem Revisionsamt des Odenwaldkreises zur Prüfung vorgelegt. Bis Ende 2017 ist seinen Worten zufolge auch mit der Aufstellung des Jahresabschlusses 2016 zu rechnen. Damit habe man innerhalb der vergangenen zwei bis drei Jahre den Aufstellungsrückstand aufgrund der guten Arbeit des Kommunalservice Oberzent beheben können.

 

Hessenecker Haushaltsplan 2017

Ergebnishaushalt: Gesamtbetrag der Erträge 1,4 Millionen, Aufwendungen 1,46 Millionen, Fehlbetrag ca. 58.000 Euro.

Finanzhaushalt: Saldo Einzahlungen und Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit minus 15.700 Euro, Zahlungsmittelbedarf 88.700 Euro.

Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer: 380 v. H.

Oberzent-Fusion ist durch: Bürgerbegehrens-Frist ist abgelaufen

Einen Sachstand zum Verlauf der Oberzent-Fusionsanstrengungen gab Bürgermeister Thomas Ihrig auf der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung. Die Frist zur Einreichung eines Bürgerbegehrens (acht Wochen seit dem Beschluss über den Grenzänderungsvertrag) sei zwischenzeitlich ohne eine solche abgelaufen, sagte er. Damit ist auch der Zeitraum verstrichen, in dem Namensgegner noch hätten agieren können. „Die Genehmigung des Vertrags durch die Regierungspräsidentin in Darmstadt wird in Kürze erwartet“, freute er sich.

Die Arbeit an der Umsetzung des Projekts läuft laut Ihrig. Dabei gelte es viele Details zu berücksichtigen. Er wies auf weitere Entscheidungen rund um das Thema hin, die die vier Kommunen ebenfalls berührten. So habe der Odenwälder Kreistag beschlossen, dem Verein „Metropolregion Rhein-Neckar“ beizutreten. Gerade für die Oberzent mit ihrer Nähe zum badischen Neckartal sei dieser zukunftsträchtige Schritt sehr wichtig.

Vom verstärkten Blick und von der Netzwerkpflege in Richtung Süden „profitiert insbesondere unsere Region“, so Ihrig. Vielfältige Verknüpfungen und Beziehungen in die Metropolregion müssten aktiviert und gepflegt werden. Außerdem solle eine Konzeption zur Einrichtung einer Servicestelle der Wirtschaftsförderung bei der OREG insbesondere für die neue Stadt erstellt werden, erläuterte er.

Der Rathauschef informierte weiter, dass das Mobilitätskonzept „Garantiert mobil“ des Odenwaldkreises am 8. September starten solle. Die Oberzent-Kommune(n) beteilige(n) sich finanziell während der Einführungsphase bis Ende 2019. Dies geschieht Ihrig zufolge durch Übernahme eines Teils der Kosten der sogenannten „TaxOMobil-Fahrten“ (Fahrten, für die es keine regulären Verbindungen und Mitnahmeangebote gibt). Denn diese sind eigentlich mit einem kräftigen Zuschlag versehen. „Hierdurch soll die Akzeptanz des neuen Angebots erhöht werden“, betonte der Bürgermeister.

Wie er weiterhin erläuterte, seien die gemeinsamen Auftragsvergaben aller vier Orte zur Gebührenkalkulation 2018 erfolgt. Denn zum Jahresbeginn 2018 „müssen einheitliche Wasser- und Abwasser-Satzungen vorliegen“. Vorrangig gehe es darum, Beitrage und Gebühren für Wasser und Abwasser zu ermitteln. In einem zweiten Schritt folgen Friedhofs- und Kindergartengebühren.

Im zweiten Halbjahr werden nach den Worten von Ihrig die Themen nicht ausgehen. So stehe, jetzt schon kurz angerissen, die Diskussion über Konzepte für Bau und Unterhaltung der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung und der Straßen an. Diese bilde eine wichtige Grundlage für künftige Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen nach Dringlichkeit. Hier sah er den „Bedarf an weiteren gemeinsamen Sitzungen zur Abstimmung des Vorgehens“.

Einstimmig beschloss das Gremium die neuen Gebühren für die Nutzung des Schlacht- und Kühlhauses im Dorfgemeinschaftshaus Hesselbach. Hintergrund waren steigende Kosten bei stark zurückgehenden Nutzerzahlen der – dort ausschließlich zugelassenen privaten – Schlachtungen. 83 waren es noch 1998, nur 20 im vergangenen Jahr. Weiterhin ist laut dem Rathauschef festzustellen, dass sich in den letzten Jahren die Entsorgungskosten für das Konfiskat (Schlachtabfälle) „deutlich erhöht haben“.

Hinzu komme, dass die Entsorgungskosten des Festabscheiders und die Wartungskosten des Kühlaggregats mit rund 500 bis 600 Euro brutto im Jahr zu Buche schlagen. Dies bedeute bei nur noch 20 Schlachtungen im Jahr einen Aufwand von jeweils rund 25 bis 30 Euro. Somit fallen laut dem Bürgermeister derzeit laufende Kosten (ohne sonstige Reparaturen, Bauhofeinsatz, Abrechnungen, Rindermeldungen, Abschreibungen) je Schlachtung bei Rindern über 66 Euro und bei Schweinen über 61 Euro an.

Im Jahr 2007/08 lagen Ihrig zufolge die vergleichbaren Kosten bei Rindern noch bei etwa 26 Euro und bei Schweinen bei 24 Euro je Schlachtung. Die seit 2008 erhobene Grundgebühr liege bei 30 Euro je Schlachtung. „Sie deckt somit bei weitem die anfallenden Kosten nicht mehr ab.“

Neue Schlachtgebühren in Hesselbach

Die Grundgebühr für die Schlachtung von Schwein/Kalb/Schaf beläuft sich auf 65 Euro pro Nutzung, für Rind/Pferd auf 70 Euro. Strom wird mit 30 Cent pro kWh abgerechnet, Heißwasser mit einem Cent pro Liter.

„Gute Laune bei schlechtem Wetter“ war das Motto beim Jugendfeuerwehrtag der Odenwaldkreis-Wehren

Zum Schluss hin war die Nässe dann doch in die Knochen gekrochen. Etwas früher als geplant gab es den Abpfiff für den Kreisjugendfeuerwehrtag auf der Rothenberger Höhe. Denn nach sonnigem Beginn hatte der Regen am Tag danach ganze Arbeit geleistet und alles durchweicht. Die Stimmung bei den über 600 Jugendlichen aus dem gesamten Odenwaldkreis war trotzdem super. Sie erlebten drei tolle Tage unter Gleichgesinnten.

„Die Organisation und Vorbereitung durch die Feuerwehr Rothenberg war wieder wie gewohnt super“, lobte Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh. Das Team um Benjamin Götz, Marco Johe, Jochen Weinthäter und Janis Heckmann wisse, worauf es bei der Organisation einer solchen Veranstaltung ankomme. „Deshalb macht es immer wieder besonders Spaß, nach Rothenberg zu kommen.“ Alles, was die Helfer beeinflussen konnten, lief seinen Worten zufolge super ab. Weshalb er den lokalen Brandschützern einen ganz großen Dank abstattete.

Das wechselhafte, zum Teil schlechte Wetter tat nach den Beobachtungen von Groh der ganzen Stimmung im Großen und Ganzen keinen Abbruch. „Gute Laune bei schlechtem Wetter“ war das Motto beim Großteil der jugendlichen Teilnehmer. Besonders freute ihn, dass in diesem Jahr „seit Langem mal wieder alle 15 Kommunen aus dem Odenwaldkreis vertreten waren“.

Der Rothenberger Jugendwart Janis Heckmann war mit dem Verlauf angesichts des Wetters zufrieden. „Leider mussten wir einige wenige Workshops absagen“, bedauerte er – der Regen hatte ganze Arbeit geleistet. Mit dem Modellfliegen war darunter eine besonders stark nachgefragte Veranstaltung. Aber auch der zweite Durchgang des Mountainbike-Downhills konnte nicht stattfinden. Jedoch: „Alles, was nicht wetterabhängig war, lief super“, freute er sich.

Dazu zählte auch „Jumping Fitness“ in der ausgeräumten Feuerwehr-Fahrzeughalle. Nach schwachem Anmeldebeginn gingen die Teilnehmerzahlen plötzlich rapide in die Höhe. Nämlich dann, als sich alle etwas darunter vorstellen konnten und dass die Sache riesigen Spaß machen würde. Geocaching, Schmieden, Bogenschieße und Erste Hilfe waren weitere Angebote für die Jugendlichen. Dazu gab „just for fun“ ein Fußballturnier, Tauziehen, Kistenturmbauen und eine Cocktailparty.

„Alles hat super funktioniert“, so Heckmann. „Wir haben auch lange genug im Vorfeld geplant“, sagte er. In der Woche vor dem Start waren die Rothenberger quasi nonstop im Einsatz. Den JFW-Tag bezeichnete er als „Highlight des gesamten Jahres“. Wenn er vorbei sei, freuen sich viele schon auf die kommende Veranstaltung. Denn bei diesem Event kommen Jugendliche zusammen, „die man sonst das Jahr über nicht sieht“. Es sei immer schön, Angehörige anderer Kreiswehren zu treffen.

Das gefielt auch der 14-jährigen Lara aus Beerfelden: „Ich freue mich, dass ich meine Freunde hier wieder sehe“, sagte sie. Sie bedauerte wie die anderen Jugendlichen auch das schlechte Wetter. Aber ansonsten „war das Zeltlager gut“. Von den Angeboten gefiel ihr Jumping Fitness besonders gut. Auch die Cocktailbar „war super“.

Der Workshop Geocaching und das abendliche Grillen am Lagerfeuer hatte es Leon (12) und Luis (13 Jahre) aus Weiten-Gesäß am meisten angetan. „Alles war gut organisiert“, freuten sie sich. Leon hatte noch mehr Grund zur Freude: „Schön, dass mein Handy wieder gefunden wurde, das ich verloren hatte.“ Dem 14-jährigen Jonas aus Lützelbach sagte die Gemeinschaft in der Gruppe „mit meinen Freunden beim Zeltlager“ sehr zu. Er lobte auch das von der Rothenberger Feuerwehr zubereitete Essen.

Während sich draußen die Jungen austobten, saßen in der frisch sanierten Sporthalle die Veteranen der Kreiswehren gemütlich beisammen. Über 400 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen aus allen Ecken und Enden des Odenwaldkreises tauschten Erinnerungen von früher aus. Die ältesten zählten dabei schon 90 Lenze und stellten sich über 70 Jahre bei der Wehr in den Dienst der Allgemeinheit. Für die passende musikalische Umrahmung sorgte die Feuerwehrkapelle Beerfelden unter Leitung von Wolfgang Hörr.

Kreisentscheid Bundeswettbewerb

14 Mannschaften aus dem Odenwaldkreis nahmen teil, davon vier Staffeln und zehn Gruppen, unter diesen wiederum zwei reine Mädchenmannschaften. Wertung gemischte Gruppen: 1. Brombachtal (1403), 2. Rothenberg (1400), 3. Ober-Hainbrunn (1385), 4. Höchst-West (1363,9), 5. Beerfelden (1359), 6. Finkenbach (1347), 7. Höchst/Mümling-Grumbach (1116), 8. Reichelsheim (698,9). Wertung Mädchen Gruppen: 1. Rothenberg (1399,9), 2. Beerfelden (1379). Wertung Gemischte Staffeln: 1. Nieder-Kainsbach (1377), 2. Kortelshütte (1357), 3. Brombachtal (1295), 4. Hainstadt (1285). Die Erstplatzierten qualifizierten sich für den Landesentscheid am 27. August in Alsfeld.