Straßenumbenennungen bei der Oberzent-Fusion: In Rothenberg wird aus der Hirschhorner die Odenwälder Landstraße

So langsam geht’s in Sachen Fusion in die Vollen. Die letzten Feinheiten gilt es im kommenden Vierteljahr abzuklopfen. Dabei tauchen auch immer mal wieder Dinge auf, die vorher überhaupt nicht auf der Rechnung standen. Fast schon „Normalität“ sind jedoch die Umbenennungen von doppelt vorhandenen Straßennamen, die in allen vier Gemeinden vor sich gehen. Dabei wurden Vorfeld „die Bürger mit ins Boot geholt“, erläutert der Projektleiter Fusion beim Kommunalservice Oberzent (KSO), Christian Kehrer.

Er betont, dass diese Umbenennung notwendig ist, damit Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei, aber auch Paketdienste die richtige Adresse finden. Auf dem Gebiet der künftigen Stadt Oberzent gibt es seinen Worten zufolge „20 doppelte Straßenbezeichnungen, die zu ändern sind“. Als Kriterium fand eine Orientierung an der Anliegerzahl statt. Wer weniger als die Nachbarkommune hat, muss seinen Namen abgeben.

Ausnahme: die Friedhofstraße in Finkenbach. Eigentlich hätten die Kailbacher den Namen hergeben müssen, weil es dort weniger Einwohner gibt. Aber die Anwohner in Finkenbach schlossen sich kurz. Das Ergebnis heißt: Am Finkenberg. Die größte „Maßnahme“ in Rothenberg ist die Umbenennung von Hirschhorner und Odenwaldstraße. Aus beiden zusammen wird eins: die Odenwälder Landstraße.

Wie Kehrer daneben erklärt, werden nicht nur in der Höhengemeinde chaotische Hausnummern-Anordnungen vereinfacht, wenn dies von den Bürgern so gewünscht wurde. Auch in Falken-Gesäß gibt es etliche unklare Zuordnungen, die im Zuge der Fusion logischer aufgebaut werden. Allerdings bleibt in dieser Hinsicht noch viel zu tun, sagt er. Wenn nicht der direkte Hinweis kam, habe man das Thema aufgrund der zahlreichen anderen Aufgaben erst einmal zurückgestellt. Weiterer Punkt waren Stichstraßen, die wie mit „Am Wetterberg“ (bisher Teil der Wetterbergstraße) oder Talblick (bisher Hirschhorner Straße) nun eigene Namen erhalten.

Mit der Postleizahl 64760 (Oberzent) reicht laut Kehrer die neue Straßenbezeichnung zusammen mit Vor- und Zuname ab dem 1. Januar aus, damit die Post Sendungen richtig zuordnen. Allerdings könne auch der Stadtteil mit in die Adresse aufgenommen werden. Dieser hat dann direkt unter dem eigenen Namen an zweiter Stelle zu stehen. „Das schafft die lokale Identität in der neuen Stadt“, hebt er hervor.

Über ein Jahr lang wird dem KSO-Mitarbeiter zufolge die Zustellung auch mit alter Adresse durch die Post garantiert. „Wir haben die Umstellung von vier- auf fünfstellige Postleitzahlen geschafft, also packen wir auch das“, so Kehrer. Von der Verwaltung wurde schon Vorarbeit geleistet, damit die Bürger am 1. Januar nicht bei null anfangen müssen. Vorher, betont er, ist alles noch nicht gültig.

An verschiedene Behörden und Ämter sowie Krankenkassen ging bereits die Infos über neue PLZ und Stadtnamen. „Wir wollen den Einwohnern möglichst viel Arbeit abnehmen“, sagt der KSO-Mann. Und verhindern, dass etwa die Kassen im neuen Jahr mit Post überschwemmt werden. Die Bürger bekommen zeitnah noch eine Checkliste, was alles zu tun ist, kündigt er an.

Als „größtes Problem“ bezeichnet Kehrer die Umstellung der Navigationssysteme. Man sei bereits an die Hersteller herangetreten. „Aber wir haben keine Antwort bekommen.“ Vorrangig will sich der KSO darum kümmern, dass in Google Maps alles richtig eingepflegt wird. An den Rest sei die Veränderung „schwierig zu kommunizieren“.

15.000 Dokumente der künftigen Oberzent-Einwohner gilt es ab dem 1. Januar zu ändern. Dies geschehe bei Perso und Reisepass mittels eines Aufklebers. Angedacht ist Kehrer zufolge, die Bürger nach einer bestimmten Reihenfolge zur Änderung auf die jeweilige Kommune zu bitten, damit nicht alle auf einmal kommen. „Wer aber im Januar in die USA reisen will, sollte frühzeitig mit der Verwaltung Kontakt aufnehme“, empfiehlt er. Beim Fahrzeugschein gibt es eine Übergangsfrist von drei Jahren. „Wer also das Auto bald abmeldet oder wessen Leasingvertrag 2018 endet, muss nichts mehr ändern“, so Kehrer.

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Egon Scheuermann macht als Staatsbeauftragter ab dem 1. Januar die neue Stadt Oberzent fit für die Zukunft

Geschichte wiederholt sich doch. Irgendwie. Selbst die Namen der handelnden Personen stimmen teilweise überein. 1971, als aus Unter- und Ober-Sensbach sowie Hebstahl die Gemeinde Sensbachtal wurde, war Heinrich Scheuermann als Hebstahler Gemeindechef mit in die Gebietsreform eingebunden. Er wurde erster ehrenamtlicher Bürgermeister des fusionierten Ortes. 46 Jahre später ist Sohn Egon als Sensbachtaler Rathauschef ab 1. Januar 2018 zuständig dafür, dass die neue Stadt Oberzent den Kinderschuhen entwachsen kann.

„Beauftragter für die vorläufige Wahrnehmung der Aufgaben des Bürgermeisters in der neuen Stadt Oberzent“ ist dann der sperrige Titel des 57-Jährigen, seit zehn Jahren in Sensbachtal am Ruder. Scheuermann feiert mit Amtsübernahme am 1. Januar auf den Tag sein zehntes Dienstjubiläum. Er bekam diesen Posten angetragen, weil er noch bis Ende 2019 gewählt ist und damit die längste verbliebene Amtsdauer aller vier Oberzent-Bürgermeister hat. Stellvertreter, somit Erster Stadtrat, wird der jetzige Bürgermeister von Beerfelden, der 62-jährige Gottfried Görig. Dessen Amtszeit läuft Ende Juni 2018 ab.

Scheuermann und Görig eint, dass sie nicht das Bürgermeister-Amt in der neuen Stadt anstreben wollen. Der neue Chef der fusionierten Gemeinde wird am 29. April 2018 zusammen mit der Stadtverordneten-Versammlung und den Ortsbeiräten gewählt. Die Übergangslösung gilt, bis der neue Bürgermeister ins Amt eingeführt ist. Also etwa bis Jahresmitte.

„Ich will nicht bis 70 Bürgermeister sein“, macht Egon Scheuermann deutlich. Mit diesem Hintergedanken hätte er als neuer Oberzent-Rathauschef nur eine Amtsperiode von sechs Jahren. Was der Sensbachtaler aber als nicht zielführend empfindet. Ein potenzieller Nachfolger müsste dann noch einmal von vorn anfangen.

„Wir gehen mit einer neuen Stadt und neuen Strukturen in die Zukunft, stellen uns komplett neu auf“, beschreibt er die Fusion. Deshalb sollte seiner Meinung nach der neue Amtsinhaber mindestens zwei Wahlperioden am Ruder sein. Damit dieser auch langfristig etwas gestalten kann. So ganz ohne die Kommunalpolitik will Scheuermann aber nicht bleiben. Er kann sich gut vorstellen, als Ortsbeirat für seine bisherigen drei Orte tätig zu sein. „Alles andere lasse ich auf mich zukommen“, schmunzelt er.

Seine Hauptaufgabe als „Staatsbeauftragter“, wie der Job umgangssprachlich genannt wird, liegt im reinen Verwaltungshandeln, erläutert der 57-Jährige. „Gestalten ist da noch nicht angesagt.“ Während sich die Verwaltungen jetzt mit den Straßenumbenennungen beschäftigen, damit im neuen Jahr sowohl die Post richtig ankommt als auch die Häuser von Rettungs- und Paketdiensten gefunden werden können, geht es am Januar in die Vollen.

„Wir müssen mit einer Hauptsatzung handlungsfähig sein“, beschreibt Scheuermann mit die ersten Aktionen des gemeinsamen Magistrats in 2018. Dazu steht die Ausarbeitung von einheitlichen Gebühren und Steuern an. Und natürlich die Vorbereitung des Mammut-Wahltags vom 29. April, an dem neben dem Bürgermeister auch 37 Stadtverordnete und 79 Mitglieder der 13 Ortsbeiräte gewählt werden sollen. „Die Steuerbescheide gehen 2018 einen Monat später raus“, verdeutlicht der Projektleiter Fusion, Christian Kehrer, den hohen organisatorischen Aufwand.

Bevor die Arbeit losgeht, wird aber zuerst einmal um Mitternacht auf die neue Stadt angestoßen. „Das ist ein besonderer Tag“, so Scheuermann. Gleichzeitig ist der jedoch mit etwas Wehmut verbunden, wenn er an die Aufgabe der Sensbachtaler Eigenständigkeit denkt. Doch seine neue Aufgabe sieht er als „spannende Zeit und Herausforderung“ an. Denn in einem halben Jahr müssen die Oberzent-Strukturen aufgebaut sein.

„Ab dem 1. Januar sind wir handlungsfähiger“, betont Kehrer. Dann gilt es die Verwaltung so zu strukturieren, „damit alles reibungslos klappt und die Bevölkerung wenig spürt“. Denn aktuell muss noch jede Gemeinde alles einzeln beschließen. Im ersten Halbjahr 2018 sind dann 57 Stadtverordnete und 18 Magistratsmitglieder dafür zuständig. Denn für die Übergangszeit werden alle Mitglieder der bisherigen Gremien übernommen.

Rund um die Fusion

Zusammenschluss früher und heute: Der Grenzänderungsvertrag Sensbachtal von 1971 hatte vier Seiten (auf Schreibmaschine) mit acht Paragrafen. Das Oberzent-Werk 2017 hat elf Seiten mit 29 Paragrafen. Gemeinsamkeit: Die damit verbundenen Kosten hat damals wie jetzt die jeweilige Kommune zu tragen.

1971 wurde mit dem Unter-Sensbacher Wilhelm Boxberger der dienstälteste Rathauschef Staatsbeauftragter, heute mit Scheuermann der mit der längsten verbliebenen Dienstzeit. Das Amt blieb damals über längere Zeit unter den drei Ortsbürgermeistern. 1975 folgte auf Heinrich Scheuermann der frühere Ober-Sensbacher Bürgermeister Willi Leiß, der später auch erster hauptamtlicher Rathauschef wurde.

Veranstaltung zur Gebietsreform früher und heute mit Innenminister Peter Beuth am 19. Dezember in der Alten Turnhalle Beerfelden.

Gründungsfeier mit Neujahrsempfang Mitte Januar 2018 in der Oberzenthalle Beerfelden.

Die neuen Stadtschilder werden in der ersten Januarwoche angebracht.

15.000 Personalweise und Reisepässe müssen ab dem 1. Januar geändert werden.

Die bisherigen Rathäuser sind weiterhin erste Anlaufstelle mit Bürgerbüros.

Neues Büro von Egon Scheuermann wird das bisherige Dienstzimmer von Gottfried Görig in Beerfelden sein.

Die Amtszeit von Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten, mit seinen 65 Jahren schon quasi Polit-Rentner, endet im Februar 2018. Hessenecks Rathauschef Thomas Ihrig (52) als jüngster des Quartetts hängt im Dezember noch einen Monat an seine reguläre Amtszeit dran. Ihm werden Ambitionen auf den Bürgermeister-Posten in der Stadt Oberzent nachgesagt.

 

ÜWO will in der Oberzent stärkste Fraktion werden: Wählergemeinschaften aus Beerfelden, Rothenberg und Sensbachtal schlossen sich zusammen

Die Überparteiliche Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO) ist gegründet. Und hält sich nicht mit Kleinigkeiten auf. „Wir wollen bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung 2018 stärkste Fraktion werden“, stellte Claus Weyrauch (WGR) den Anspruch der ÜWO klar. Neben den Regularien wurden auf der Gründungsversammlung auch Themen angesprochen, denen man sich in der kommenden Zeit mit Nachdruck widmen will. Dazu zählen Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ), Tourismus- und Gewerbeförderung sowie Standortmarketing.

Klaus Seeh (ÜWG Beerfelden) sprach in seinen einleitenden Worten davon, dass sich alle Wählergemeinschaften der Oberzent im Vorfeld trafen, „um den Weg der Fusion fortzuschreiben“, Es gehe darum, „dass im neuen Parlament mit einer Stimme gesprochen wird“, betonte er. Über 30 Interessierte aus Rothenberg, Sensbachtal und Beerfelden waren in den „Schwanen“ gekommen.

Sie verabschiedeten die Satzung einstimmig – wie auch die neuen Vorstandsmitglieder jeweils einhellig in ihre Ämter gewählt wurden. Seeh dankte allen, die den Zusammenschluss der Wählervereinigungen mit vorantrieben. Dieser verlief sehr sachlich. „Wir haben immer Lösungen gefunden“, sagte er. Es sei „toll, dass alles in dieser Form gelungen ist“, freute sich der Stadtverordnete.

Was auch Sensbachtals Bürgermeister Egon Scheuermann unterstrich. „Wir sind uns auf Augenhöhe begegnet.“ Gerade in seinem kleinen Ort habe dies den Beteiligten „ein gutes Gefühl gegeben“. Auch wenn so viele Interessierte zur Gründung kamen, „müssen wir als ÜWO weiterhin auf die Bürger zugehen und sie zur Mitwirkung an der Kommunalpolitik bewegen“. Unter Scheuermanns Leitung wurde Chris Poffo, bisher an der Spitze der Beerfeldener ÜWG, wird für drei Jahre Chef der ÜWO.

„Ich hab richtig Lust darauf, mit euch zusammen loszulegen“, sagte der neu gewählte Vorsitzende. Es sei jetzt „richtig Schwung drin“. Poffo wies darauf hin, dass bei der Wahl am 29. April 2018 auch viele Ortsbeiräte gesucht würden. Unter anderem neun für Beerfelden, was scheinbar noch bei keinem wirklich auf der Rechnung sei. „Ich hoffe auf viele Mitwirkende“, sagte er.

Chris Poffo nannte zwei zentrale Themen, mit denen sich die ÜWO in der kommenden Zeit beschäftigten wird: GVZ und Tourismus-Förderung, verbunden mit Standortmarketing. Vor allem das Thema GVZ nahm breiten Raum in der Diskussion ein. Laut dem Vorsitzenden werden derzeit zwei Konzepte erarbeitet, eines von der Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) und eines vom Investorenpool Janowicz/Sparkasse.

Die EGO, deren Vorstandsmitglied Thomas Mergenthaler dabei war, will drei verschiedene Varianten an unterschiedlichen Orten planen und den Gremien vorstellen. Die neue Stadt Oberzent würde dann Mieter eines Ärztehauses und sich um die Untermieter kümmern. Die Ärztesuche läuft Poffo zufolge mit Unterstützung der ASD. Allerdings „sind die Ergebnisse bislang dürftig“, meinte er. Es gestalte sich schwierig, neue Ärzte an und aufs Land zu ziehen.

Wichtig ist seinen Worten zufolge, dass die Übergangslösung Breimer-Gebäude bald steht, um dort loslegen zu können. Die ÜWO hofft auf steigende Nachfrage, wenn das Konzept fertig ist. Das zweite Modell Janowicz/Sparkasse, das dann ebenfalls in die Gremien kommen soll, konzentriert sich auf das eigene Grundstück zwischen Oberzent-Schule und Haus Henneböhl. Die Klärung der Standortfrage bezeichnete Weyrauch (WGR) als nächsten Schritt. Das GVZ als „brisantes Thema“ werde schon zu lange vor sich her geschoben. Auch müsse man abklären, ob die Stadt als Mieter oder Investor auftrete.

Weyrauch beleuchte den Punkt Tourismus auch unter gastronomischen Vorzeichen. Es gebe aktuell noch 27 Betriebe in der Oberzent. „Vor drei Jahren waren es noch 14 mehr“, zeigte er den Ernst der Lange auf. „Der Negativtrend wird sich fortsetzen“, befürchtete er. „E-Biking“ bezeichnete Weyrauch als interessanten neuen Freizeitsport. Es gelte ein Radwegenetz in der Oberzent voranzubringen. Außerdem sollte die Sensbacher Höhe touristisch weiterentwickelt werden.

 

Vorstand Überparteiliche Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO)

Vorsitzender Chris Poffo (Beerfelden), zweiter Vorsitzender Klaus Bulling (Rothenberg), Kassenwart Heinrich Braner (Beerfelden), Schriftführer Meinolf Heptner (Sensbachtal), Beisitzer Wilfried Friedrich (Rothenberg), Achim Siefert (Sensbachtal), Klaus Seeh (Beerfelden), Kassenprüferinnen Christa Helm (Rothenberg), Katharina Riesinger (Beerfelden)

Nach 150 Jahren finden die Fuhrs aus den USA und dem Odenwald in Beerfelden wieder zusammen

Ein Schwarz-Weiß-Bild aus dem 19. Jahrhundert war der Auslöser. Es ist knapp 150 Jahre alt und fand sich sowohl in den USA als auch in einem Odenwälder Familiennachlass. Darauf unter anderem zu sehen: Johann Jacob und Friedrich Wilhelm Fuhr. Der erste wanderte 1881 in die USA aus, der andere blieb der Heimat verbunden und begründete in Mümling-Grumbach die Odenwälder Saft-Fuhr-Familie. Jetzt gab es ein großes Hallo beim Wiedersehen der Nachkommen in Beerfelden. Das gemeinsame Familienfoto auf der Treppe des Oberzent-Museums bekommt nun einen Platz gleich neben dem alten Familienbild.

Auf deutscher Seite hatten sich Wolfgang Kumpf aus Weinheim, aber auch aus Beerfelden stammend, und Manfred Heiss vom Heimat- und Geschichtsverein in der Oberzent-Stadt um den organisatorischen Part gekümmert. Denn die Besucher aus den USA wollten im Museum gerne besichtigten, wie damals ihre (Ur-)Urgroßeltern lebten. Begrüßt wurden sie vom Ersten Stadtrat Horst Kowarsch. Inge Groß vom Heimatverein, deren „Baby“ das Museum ist, führte die Gruppe dann durch die verschiedenen Räume.

Das alte, undatierte Bild zeigt die beiden Fuhr-Söhne, die den Odenwälder und den amerikanischen Familien-Zweig begründeten. In der Mitte sitzt Mutter Anna Katharina Sattler, geborene Maurer, mit Stiefvater Georg Adam Sattler. Den hatte sie geheiratet, nachdem ihr Mann, Schwanenwirt und Ururgroßvater der Besucher, schon früh mit 30 Jahren verstorben war. Beide führten dann zusammen den „Schwanen“ fort. Weitere Kinder auf dem Bild sind Stiefgeschwister der beiden Fuhr-Brüder aus der zweiten Ehe ihrer Mutter mit Georg Sattler. Dessen Nachfahre Otto Heinrich Sattler, ehemaliger Schwanen-Wirt, war auch beim Treffen dabei.

Auf dem alten Motiv ist der 1881 mit 25 Jahren nach Amerika ausgewanderte Johann Jacob Fuhr (1856-1937) zu sehen, der Urgroßvater von Cindy Decker, geborene Fuhr, und Holly DeLong. Daneben sein Bruder Friedrich Wilhelm Fuhr, der die Odenwälder Saft-Fuhr-Familie begründete. Somit eine klassische „Patchwork-Familie“ des 19. Jahrhundert – aus anderen Gründen als heute.

Friedrichs Urenkel Eberhard Fuhr und Edith Hubert aus Höchst, geborene Fuhr, begrüßten die amerikanischen Verwandten. Bei beiden hatte sich das Bild als Familien-Erinnerung erhalten, denn die Fuhr-Söhne hatten es mit an den neuen Wohnort genommen. Das Treffen führte somit die beiden Linien nach 150 Jahren wieder zusammen.

Der Kontakt mit den USA kam über Wolfgang Kumpf zustande. Der hat mit Barbara Walker in Wyoming eine Kontaktperson, die eine Datenbank speziell für die Auswanderer aus Beerfelden pflegt. An sie kam die Anfrage der inzwischen in Indiana und Kalifornien lebenden Nachfahren. Johann Jacob Fuhr machte bei seiner Auswanderung in Buffalo/NY sein Glück. Er heiratete dort – mit Maria Lang eine Auswanderin ebenfalls aus Beerfelden.

Die Gäste aus den USA waren begeistert vom herzlichen Empfang, beobachtete Wolfgang Kump (auch er aus Beerfelden stammend). Sie wollten erfahren, wie damals die Lebensbedingungen und die wirtschaftlichen Umstände waren und was die Menschen dazu brachte, ihr Heimatland zu verlassen. Dazu nutzten sie eine Europareise, um auch in der Oberzent Station zu machen. Vor dem Museumsbesuch gab es ein Mittagessen im „Grünen Baum“. Ein Besuch in der Martinskirche schloss sich an.

Was durch die wirtschaftliche Not im 19. Jahrhundert auseinander gerissen wurde, führte nun das Internet wieder zusammen. Denn auch die Beerfelder Kumpfs hier und dort fanden sich übers weltweite Netz, weil der gesammelte Stammbaum im Internet zu finden ist. Von beiden Familien-Teilen, aus den USA und aus dem Odenwald, landeten die Bilder bei den schlussendlichen Organisatoren des Treffens. „Mehr haben wir nicht“, hieß es von den Fuhr-Nachfahren. Ihnen konnte geholfen werden.

Ahnenforschung in der Martinskirche: Der Heimat- und Gesichtsverein hat in mühevoller Arbeit der vergangenen Jahre das Kirchenbuch der Stadt digitalisiert. Die Einträge dort sind nach Familien festgehalten. Nun lässt sich anhand der Daten eine gesammelte Ahnentafel erstellen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Pfarrer Roland Bahre schauten sich die Besucher im Archiv zunächst gemeinsam die Original-Kirchenbücher von 1855 bis 1861 an.

Dann gab es eine Kirchenführung durch Ute Löb, die ins Englische gedolmetscht wurde. Im Anschluss bestiegen die Gäste den Turm und bestaunten die Kumpf-Glocke, die ein sichtbares Zeichen der Verbindung zwischen Beerfelden und den USA ist: eine Glocke, die von einem ehemaligen „Beerfellemer“ gestiftet wurde, der seinerzeit in die Staaten auswanderte und dort Bürgermeister in Kansas City wurde. „Es war schön und inspirierend, mit Nachkommen von Beerfeldenern in Kontakt zu kommen“, sagte der Pfarrer. „Wir hoffen, diesen aufrechterhalten zu können.“

Flächenkonzept fürs Gesundheitsversorgungszentrum in Beerfelden soll her

Ins Thema Gesundheitsversorgungszentrum (GVZ) kommt Bewegung. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss auf ihrer vergangenen Sitzung, sowohl die Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) als auch den Verbund DAL Bautec, Sparkasse Odenwaldkreis und Therapiezentrum Janowicz mit der Erstellung von Flächenkonzepten zu beauftragen. Diese beiden Konzepte für das Gelände unterhalb der Oberzent-Schule sollen bis zum 13. Oktober vorliegen. Bis Jahresende erhofft man sich eine Entscheidung.

Im Sommer hatte es bereits ein Gespräch mit Gemeindevorständen und EGO gegeben, aus dem sich das aktuell vorliegende Leistungsangebot ergab. Hauptausschuss-Vorsitzender Erwin Körber skizzierte in der jetzigen Versammlung die Vorgeschichte des Projekts, wie sie auch im EGO-Schreiben thematisiert wurde. Demnach ist die Region Oberzent hausärztlich unterversorgt. Aktuell fehlen zwei Mediziner. Aufgrund der Altersstruktur wird damit gerechnet, dass auch die verbleibenden Ärzte in absehbarer Zeit Nachfolger suchen.

Dazu kommt, dass der Zugang zu Fachärzten – unabhängig von der Fachrichtung – von der Bevölkerung teilweise sehr schlecht beurteilt wird. Als sehr gut aufgestellt und zukunftsorientiert werden Physiotherapie und Rehaeinrichtungen beschrieben. Ebenso sind die Strukturen für ambulante und stationäre Pflege in Ordnung. Allerdings gilt es auch hier, haus- und fachärztliche Versorgung zu optimieren.

Im Rahmen der Odenwaldkreis-Strategie soll das GVZ Oberzent Modellcharakter haben und damit ein „Leuchtturmprojekt“ werden. Verschiedene Standorte und Konzepte, ob jetzt Neu- oder Umbau, wurden bereits abgeprüft. Ein Grundstück in Stadtrandlage bei Oberzent-Schule und Seniorenresidenz Hedwig Henneböhl, das sich im Eigentum des Therapiezentrums Janowicz befindet, wird als am besten geeignet angesehen. In diesem Zusammenhang ging es auch um die Erschließung des GVZ. Aus dem Gremium gab es die Anregung, eine Anbindung über die B45 zu erreichen, damit der Krähberger Weg entlastet wird.

Die Krux bei der der Geschichte: Interessierte private Interessenten beginnen erst mit dem Bau, wenn 70 Prozent der Flächen fest vermietet sind. Allerdings erschweren die lange Wartezeit und zeitliche Unsicherheiten die Akquise von Ärzten. Deshalb war diese Vorgabe bisher immer ein Hemmschuh. Die EGO hat deshalb einen Vorschlag entwickelt, um aus diesem „Teufelskreis“ herauszukommen. Dieser sieht eine Risikoteilung zwischen Investor und Kommune vor, um auch ohne die benötigte Belegung mit dem Bau beginnen zu können.

Als Zwischenlösung gibt es den vorübergehenden Standort im Breimer-Anwesen in der Mümlingtalstraße (hinter Penny). Dort stehen interimsweise 550 Quadratmeter zu Verfügung. Die Vorbereitungen laufen, allerdings müssen die Räume noch ertüchtigt werden. Die Stadt machte für diese Maßnahme 45.000 Euro locker. Damit können sich die schon vorhandenen Ärzte und Praxen dort ansiedeln und später in die neue Immobilie wechselt. Das neue GVZ soll dann von der EGO als Investor erstellt und langfristig an die neue Stadt Oberzent vermietet werden. Diese kümmert sich dann um die Untervermietung.

Vor der Verabschiedung – die bei zwei Enthaltungen einstimmig geschah – hatte Chris Poffo (ÜWG) noch rechtliche Bedenken geäußert, ob die Stadt neben der EGO auch das Therapiezentrum mit einer Flächenkonzeption beauftragen könne. Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) forderte, „heute zu einer Entscheidung zu kommen“. Wie auch Rüdiger Holschuh (SPD), der sich für beide Aufträge aussprach, war sie sich aber ebenfalls nicht ganz sicher in der Formulierung. Nachdem der Beschlussvorschlag aber von Stadtverordneten-Vorsteher Hans-Jürgen Löw etwas abgeändert worden war, konnten die Stadtverordneten diesen mittragen.

Zu Beginn der Sitzung hatte es etwas Unmut im Gremium über die Informationsweitergabe durch die Verwaltung gegeben. Die bezog sich zwar auf ein nicht in Frage kommendes Objekt für das GVZ. Die Mandatsträger wünschten sich aber trotzdem, bei diesem sensiblen Thema immer auf dem Laufenden gehalten zu werden und nicht über Dritte davon zu erfahren. Das sagte Bürgermeister Görig für die Zukunft zu.

 

Das Gesundheitsversorgungszentrum in der EGO-Variante sieht ein Flächenkonzept für einen Raumbedarf von 750 bis 2200 Quadratmeter vor, das nach Erstkonzeption eine modulare Erweiterungsmöglichkeit zulässt.

Sensbachtaler Firma Walz Natursteine ist seit 50 Jahren im Denkmalschutz aktiv – Tag der offenen Tür in Gaimühle

Hier atmet jeder Stein, jede Pore, jahrhundertealte Geschichte. Auf dem Werksgelände der Sensbachtaler Firma Walz Natursteine im badischen Gaimühle lagern die Sandsteine in allen Forme und Variationen, dass es eine wahre Pracht ist. Anlässlich des 160-jährigen Bestehens der Firma, verbunden mit den 50-jährigen Aktivitäten im Bereich Denkmalschutz, konnten jetzt Interessierte die Werkstätten in Augenschein nehmen.

Sechs Steinmetze sind im Betrieb tätig, erläutert Betriebsmeister Veselin Pusic, der sich mit zwei Technikern ums tägliche Geschäft kümmert. Eigentümer ist Dr. Michael Schön. Steinmetz ist allerdings „leider ein vom Aussterben bedrohter Beruf“, bedauert Pusic, da er in Zeiten von Smartphone und Computer „zu ungemütlich“ ist. Aber einer mit mehr als guten Zukunftsaussichten, da das Handwerk nach wie vor goldenen Boiden hat. „Wer einen guten Ausbildungsplatz findet, hat ausgesorgt“, schmunzelt Pusic. Denn fähige Leute werden überall gesucht.

Den Denkmalschutz, mit dem sich die Firma in den vergangenen 50 Jahren im ganzen Südwesten einen Namen machte, „gab es als Arbeitsweise eigentlich schon viel früher“. Denn seit Bestehen des Betriebs wurde eigentlich nie anders zu Werke gegangen. Die Materialien waren früher wie heute die gleichen. Mörtel auf Kalkbasis, regionale Sande und natürlich der passende Sandstein, wie er damals an den verschiedenen Bauten zum Einsatz kam.

Schmiedearbeiten sind weiterhin gefragt, denn Eisen härtet in den unterschiedlichen Steinarten immer unterschiedlich aus. „Ein Schmied in früheren Jahrzehnten hat das noch gelernt“, weiß Pusic. Deshalb ist für die Firma der Kontakt zum örtlichen Handwerker, dem man seit 50 Jahren verbunden ist, auch heute noch Gold wert.

Das Geheimnis des Erfolgs war vor 50 Jahren eben dieses Festhalten an den alten Traditionen. „Deshalb waren wir damals gut aufgestellt“, betont Pusic. Das Heidelberger Schloss und Burg Breuberg zählten zu den ersten größeren Objekten, die auch noch fünf Jahrzehnte später beackert werden. Aber auch die anderen Wirkungsstätten lesen sich wie ein „Who’s who“ der regionalen Kulturdenkmäler: Kloster Lorsch, Schloss Hirschhorn, Erbacher Schlossplatz oder Niederwalddenkmal Rüdesheim. Ganz zu schweigen von den unzähligen Burgen an der Bergstraße oder auch Limes-Arbeiten.

Grundsätzlich gilt es seinen Worten zufolge, „die Original-Substanz zu erhalten, wenn sie kaputt zu gehen droht“. Da sich die Firma auch um Mauerwerk-Sanierung kümmert, ist sie nicht nur mit den „kleineren“ Sanierungsarbeiten, sondern auch mit großflächigen Maßnahmen wie an der Außenanlage von Burg Lindenfels beschäftigt.

Für Betriebsmeister Pusic sind die alten Stadtvillen in Heidelberg und Mannheim ein ganz besonderes Schmankerl in seiner vielfältigen Arbeit. Die stammen oft aus Gründerzeit, Klassizismus oder Jugendstil – letztere mit einem sehr verspielten Interieur. „Wenn es um die Statik geht, ist das für einen Baumeister eine ganz besondere Herausforderung“, betont er. Wappen oder Krönungen an Burgen und Schlössern wiegen oftmals zwei oder drei Tonnen. Da ist dann eine ganz andere Herangehensweise gefragt.

Für Pusic ist es faszinierend, in verschiedenen Bauepochen zu arbeiten. „Ich komme hin und muss mich erst einmal in die jeweilige Zeit einarbeiten“, meint er. Es gebe kein Patentrezept für die Vorgehensweise. Die Fragestellung heißt vielmehr: „Was hat der sich damals dabei gedacht, als er das baute?“ Die „Zeitreise durch die Baugeschichte“ ist für ihn das absolut Spannende am Job.

Mitunter erfordern die Herausforderungen auch neue Gerätschaften. Um ein Duplikat der Figur eines Keltenfürsten herzustellen, deren Original nicht berührt werden durfte, schufen die findigen Tüftler ein Laserpunktiergerät, das Seinesgleichen sucht. Auch das Entsalzungsbecken ist in dieser Größe einmalig. Mit ihm werden den Steinen die Salze entzogen, die sonst auskristallisieren. Aktuell lagern in den Räumen auch zwei Skulpturen vom Stuttgarter Hauptbahnhof, die im Zuge von „Stuttgart 21“ weichen mussten. Nach ihrer Auffrischung und Fertigstellung der Baustelle kommen sie wieder zurück.

Als Peter Walz 1857 seinen Steinmetz- und Maurerbetrieb gründete, konnte er nicht ahnen, welches Renommee dieser einst erlangen würde. Und das einfach nur deshalb, weil man nicht mit der Zeit ging, sondern das Alte bewahrte. Der rote Bundstandstein, der seine Farbe vom eingeschlossenen Eisenoxid erhält, wurde für Brücken, Bahnhöfe, Schulen und Rathäuser verwendet.

Die Firma Walz Natursteine beschäftigt derzeit 35 Mitarbeiter, davon sechs Steinmetze und 19 Maurer. Mitarbeiter werden in allen Bereichen immer gesucht. Kontakt: Fa. Peter Walz Nachfolger Natursteine, E-Mail: m.schoen@walz-natursteine.de, Telefon 06068/93065, http://www.walz-natursteine.de

 

Die drei Oberzent-Wählervereinigungen schließen sich zu einer zusammen

Aus drei wird eins: Die Überparteiliche Wählergemeinschaft Beerfelden (ÜWG), die Gemeinschaft Freier Wähler/Überparteiliche Wählervereinigung Sensbachtal (GFW/ÜWS) und die Wählervereinigung Gemeinde Rothenberg (WGR) folgen den Fusionsentscheidungen der Gremien in ihren Kommunen – und somit dem Bürgerwillen. Die bisherigen Einzelfraktionen in den drei Orten schließen sich zur Überparteilichen Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO) zusammen und werden somit bei den ersten Wahlen der neuen Stadt Oberzent Ende April 2018 einen gemeinsamen Wahlvorschlag einreichen.

Die Freien Wähler sehen ihre Verpflichtung darin, die vorhandene Infrastruktur zu stärken und zu erhalten. „Durch gezielte Förderung und Unterstützung streben wir eine maßvolle Weiterentwicklung von Handel, Gewerbe und Industrie in der Oberzent an“, so Chris Poffo, der ÜWG-Fraktionsvorsitzende aus Beerfelden. Der demografische Wandel ist ein großes Problem für die Oberzent. Nicht nur neue Gewerbebetriebe, sondern auch junge Familien sollen für die Region gewonnen werden.

„Deshalb wollen wir das soziale Miteinander in unserer Heimat pflegen, zum Beispiel durch Vereinsförderung und Unterstützung sozialer Einrichtungen“, ergänzt Wilfried Friedrich aus Ober-Hainbrunn, Fraktionschef der WGR im Rothenberger Parlament. Nicht zuletzt möchte die neue ÜWO für ökologische Aspekte stehen. Heiko Holschuh, Fraktionsvorsitzender der GFW/ÜWS Sensbachtal, betont: „Wir wollen eine lebenswerte Umwelt für die heutige Bevölkerung und künftige Generationen sichern.“

Mit der Oberzent-Fusion sieht man bei den Freien Wählern erheblich verbesserte Chancen, die Zukunft positiv zu gestalten. Bei den anstehenden Entscheidungen mitzuwirken und Verantwortung für das Wohl der Region im Südkreis und ihrer Bürger zu übernehmen ist eine Aufgabe, „für die wir uns eine breitere Bürgerbasis wünschen“, so Poffo.

Die ÜWO möchte die Belange und Interessen aller künftigen Oberzentstadtteile gleichmäßig vertreten und sich deshalb in der neuen Stadtverordnetenversammlung und allen zu bildenden Ortsbeiräten engagieren. Dafür werden auch noch Mitstreiter gesucht. Betont wird von den Vertrertern, dass man bei der überparteilichen Wählergemeinschaft ausschließlich seine eigene Meinung vertritt und diese „frei“ einbringen kann. Es besteht kein Fraktionszwang, was die ÜWO von anderen Fraktionen abhebt.

Info: Politisch interessierte und engagierte Mitbürger, die sich beteiligen wollen, können wie folgt Kontakt aufnehmen: Claus Weyrauch, E-Mail info@management-leben.de, Egon Scheuermann, E-Mail egon.scheuermann@gmx.de oder Chris Poffo, E-Mail chris.poffo@t-online.de