Alle wollen die Fusions-Tipps aus der Oberzent

Das Beispiel aus dem südlichen Odenwaldkreis macht in ganz Hessen Schule. Seitdem sich Beerfelden, Rothenberg, Hesseneck und Sensbachtal auf den Weg machten, einen freiwilligen Zusammenschluss auf die Beine zu stellen und dies auch erfolgreich durchzogen, finden sich immer mehr Nachahmer ein. Die greifen natürlich gerne auf das in der Oberzent gesammelte Wissen zurück. Denn die vier Kommunen müssen ja ziemlich viel richtig gemacht haben, wenn es erstmals seit der Gebietsreform wieder mit einer Fusion klappte. Im Leitfaden gibt’s Tipps fürs richtige und reibungslose Fusionieren.

„Aktuell haben wir gerade eine Anfrage aus Nordhessen“, berichtet Christian Kehrer, der als Fusionsprojektleiter des Kommunalservices Oberzent die Fäden mit in der Hand hielt. Wahlsburg und Oberweser ließen bereits eine Machbarkeitsstudie erstellen. Dritter im Boot ist der Flecken Bodenfelde, allerdings schon in Niedersachsen liegend. Länderübergreifend wird das schwierig, weiß Kehrer, weshalb erstmal die Hessen dran sind.

„Im März sind wir zu zwei Bürgerversammlungen eingeladen“, erläutert er. „Wir“, das sind Kehrer und Kommunalberater Thomas Fiedler von der hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, die auch in der Oberzent federführend waren. Fiedler war daneben bereits im Bereich Ulstertal/Rhön unterwegs. Mit Ehrenberg, Hilders und Tann könnte dort eine neue Gemeinde entstehen, die flächenmäßig größer als Oberzent ist. Und die ist ja schon in dieser Hinsicht die drittgrößte Stadt Hessens.

„Es braucht immer einen günstigen Zeitpunkt für eine Fusion“, ist laut Kehrer das richtige Timing mit entscheidend. „Wir konnten nicht bis ins Jahr 2019 oder 2020 warten“, weist er bei Oberzent auf das Auslaufen von zwei Bürgermeister-Amtszeiten Endes vergangenen Jahres hin. Die Neuwahl hätte man nur ein Jahr aussetzen dürfen. Ganz wichtig ist es auch, „dass die Bürgermeister untereinander können“. Ein paar Jahre Vorlaufzeit hält er deshalb für dringend nötig zum gegenseitigen Beschnuppern.

Elementar ist seinen Worten zufolge eine Fusion „auf Augenhöhe“ mit gegenseitigem Vertrauensverhältnis. „Es darf nicht so sein, dass einer den anderen auffrisst.“ Die Rothenberger hätten nie mitgemacht, wenn sie nach Beerfelden eingemeindet worden wären, weiß er. Diese Gleichbehandlung war laut Kehrer durch den gemeinsamen Zweckverband KSO ab 2008 gegeben. Es ging Verwaltungspersonal in allen vier Orten mit neutralem Blick an die Sache heran.

Es gibt andere Fallstricke: „Vor allem die Kommunalpolitik muss wollen“, so der Fusionsleiter. „Sonst wird es sehr schwer, die Bürger zu überzeugen.“ Die technische Seite muss ebenfalls stimmen. Ein einheitliches Finanzprogramm mit der gleichen Software ist nötig, „damit der Ersthund überall die gleiche Nummer hat“. Vor allem muss er auch überall das Gleiche kosten. „Es wäre ein Unding, wenn es in den verschiedenen Teilorten unterschiedliche Gebühren oder Steuern gibt“, betont Kehrer. Angelburg und Steffenberg im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind ein solches Negativbeispiel, wo die Fusion scheiterte.

Der Blick auf die Kleinigkeiten zählt. Das fängt bei den Notizen über die Stromzähler an. Die sind im einen Ort in Word gehalten, die andere Verwaltung pflegt sie in Excel, der dritte schreibt die Zahlen „auf einen Schmierzettel“. Ein großer Brocken ist die Datenzusammenführung. „Es gibt in den einzelnen Orten unterschiedliche Aktenpläne, wonach abgelegt wird“, sagt Kehrer. Ab April soll es in Oberzent ein neues Dokumentenmanagementsystem geben. Je früher fusionswillige Kommunen hier vorarbeiten, „desto einfacher wird es später“.

Ein Fusionsprozess „muss von unten erarbeitet werden“, hebt Kehrer hervor. Bürgerversammlungen, Workshops, feste Ansprechpartner sind wichtig. Er sieht mehr Vorteile, wenn dies vor allem verwaltungsintern geschieht und nur für bestimmte Module externe Fachleute herangezogen werden. Das fördere die Identifikation. Außerdem kosten externe Berater viel „und binden ebenso stark Verwaltungsressourcen“.

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Oberzent-Grundschulen arbeiten schon immer eng zusammen

In den drei kleinen Grundschulen der neuen Stadt Oberzent blickt man gespannt auf die weitere Entwicklung. Die Lernanstalten in Rothenberg, Unter-Sensbach und als kleine Grundschule Hessens die in Gammelsbach gehen jedoch nicht von besonderen Änderungen durch die Fusion aus, da sie Schulen im Eigentum des Odenwaldkreises sind. „Ich erwarte keine größeren Auswirkungen für unsere schulische Arbeit“, sagt deshalb Rothenbergs Leiterin Angela Assmann. „Es wäre prima, wenn die Gründung der neuen Stadt einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung für unsere Region bringen würde“, meint sie.

Als kleine Dorfschule geht es in Rothenberg sehr familiär bei zu. „Wir kennen alle Kinder genau, können individuell auf Stärken und Schwächen eingehen, haben intensiven Elternkontakt“, betont die Rektorin. Daneben sind natürlich die Wege kurz. „Ich bin sehr froh, ein kompetentes, engagiertes Kollegium und eine engagierte Elternschaft zu haben.“ Das mache die Arbeit sehr angenehm. Es gibt zwar aktuell laut Statistik mit 48 Kindern ein historisches Tief bei den Schülerzahlen. Jedoch werden es laut Prognose in den nächsten Jahren nach und nach wieder mehr, so Assmann.

In der „musikalischen Grundschule“ als Landes-Programm wirken die entsprechenden Elemente in alle anderen Fächer und auch in das Schulleben hinein. Es gibt laut Assmann in ganz Hessen etwa 90 Schulen dieses Typs, die miteinander vernetzt sind. Motto sind die „vier M“: „Mehr Musik in mehr Fächern von mehr Lehrkräften zu mehr Gelegenheiten.“ Gleichzeitig finden Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen und Musikschulen, aber auch Konzerte und ähnliche Veranstaltungen statt.

„Wir haben natürlich durch den demografischen Wandel weniger Schüler“, sagt ebenso die Leiterin der Sensbachtaler Grundschule, Ellen Koch. Etwa drei Jahre bewegten sich die Zahlen nach unten. „Nun geht es aber wieder nach oben“, freut sie sich. Der örtliche Kindergarten hat derzeit mehr Anmeldungen als Plätze. „Wir haben in jedem Jahr Schüler durch Gestattungsanträge und Zuzug bekommen.“ Denn viele Eltern „schicken bewusst ihre Kinder hierher“, so Koch. Die kleinen Systeme sind für sie im Bildungswesen wahre Schätze und „die gilt es zu bewahren“.

Das Ganztagsangebot ist für die Eltern schon immer kostenlos, nur das Essen muss bezahlt werden, erläutert Ellen Koch. Die Rhythmisierung des Unterrichts sei weiter fortgeschritten. „Jedes Kind ist uns wichtig“, hebt sie hervor. Es werden ihren Worten nach individuelle Förderkonzepte erarbeitet, um den Kindern in ihrem Lernprozess gerecht zu werden und sie zu unterstützen.

Kontinuierlich wird an den Stärken der Schüler gearbeitet – nicht an den Defiziten. „Wir bauen vom ersten Tag an Beziehungen zu den Kindern auf, um ihnen ein verlässlicher Partner in ihrer persönlichen Entwicklung zu sein.“ Seitens der Schulgemeinde gebe es sehr gute Beziehungen zur Verwaltung, zu den Vereinen, zur Kirchengemeinde und natürlich zu den Eltern, „die wir als Bildungspartner verstehen“.

Rückmeldungen von den Eltern, deren Kinder auf weiterführende Schulen (Gymnasium Michelstadt, Gymnasium Eberbach, Oberzent-Schule Beerfelden) gehen, bestätigten, dass sie dort gut ankommen. Die neue große Stadt Oberzent „kann stolz darauf sein, vier gut aufgestellte Schulen zu haben“, so Koch. „Kurze Beine, kurze Wege“ heiße es für die Kleinen – und in jeder Schule gebe es ein tolles konzeptionelles Angebot.

18 Schüler besuchen aktuell die Reinhart-van-Gülpen-Schule in Gammelsbach. Drei Lehrer sind in der kleinsten Grundschule Hessens tätig: Nina Allmann als Leiterin und Lehrerin in Vollzeit sowie zwei Kollegen mit sieben und fünf Stunden. Der Standort Gammelsbach ist laut Allmann nicht in Gefahr, solange die Schülerzahlen stabil sind. Nach aktuellem Kenntnisstand ändert sich an den Schulbezirken nichts und bleiben auch die Schülerprognosen unverändert, sagt sie. „Die Zusammenarbeit zwischen allen Schulen der Oberzent ist unabhängig von der Fusion schon immer sehr eng und intensiv“, hebt die Rektorin hervor.

Zum Grundschul-Quartett in der Oberzent gehört auch die in der Stried Beerfelden als größte der vier Bildungsstätten in der neuen Stadt Oberzent. Um die 200 Schüler aus Beerfelden und Ortsteilen sowie aus Hesseneck, Falken-Gesäß und Etzean werden in zehn Klassen unterrichtet (Stand 2014). Täglich nutzen bis zu 60 Kinder das für die Eltern kostenlose Ganztagesangebot.

 

Wechsel vom Familienbetrieb in größere Firma: Sensbachtal blickt vor der Oberzent-Fusion auf das Geleistete zurück

Das war’s mit der eigenständigen Gemeinde Sensbachtal, die in diesem Form gar nicht so lange Bestand hatte: nämlich erst seit der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre. Gemeindevertreter-Vorsitzende Karin Scior schellte die letzte Sitzung der Mandatsträger kurz vor dem Jahresende und damit der Oberzent-Fusion aus und lud danach noch zum gemütlichen Beisammensein in die „Krone“ ein, wo die Mandatsträger die Zeit in „Unabhängigkeit“ in trauter Runde Revue passieren ließen.

„Wir haben noch alle wesentlichen Dinge angestoßen, die für unsere drei Orte in den kommenden Jahren wichtig sind“, betonte Bürgermeister Egon Scheuermann. Er nannte vor allem die grundhafte Sanierung der Sporthalle. Diese ist eine „ganz, ganz wichtige Einrichtung“ für die Gemeinde und werde an jedem Tag durch Vereine und Gruppen stark genutzt. Weiterer Punkt ist die Dorfentwicklung, um das Gemeindezentrum auf Vordermann zu bringen. Das Geld soll auch in die Spielplätze in Ober- und Unter-Sensbach sowie Hebstahl fließen, um diese zu erneuern. Außerdem steht die Schaffung eines Dorfmittelpunkts in Ober-Sensbach an. Hier ist die Fläche des alten Löschweihers im Gespräch.

Scheuermann sprach von einer sehr erfreulichen Entwicklung im kommunalen Kindergarten Unter-Sensbach. Besuchten diesen zu Jahresanfang nur zwölf Kinder, so sind es aktuell 18. „Mit dieser Konstellation ist die gemischte Gruppe ausgelastet“, sagte er. Es könnten derzeit keine weiteren Kinder aufgenommen werden. Anfragen für Januar und Februar lägen aber bereits vor. Jedoch lassen es laut Rathauschef die Räumlichkeiten zu, „dass wir wieder einen zweigruppigen Kindergarten einrichten könnten“. Allerdings muss man dafür auch Erzieher auf einem leergefegten Arbeitsmarkt finden.

In der Diskussion ist dem Bürgermeister zufolge ebenfalls die Ausweitung auf einen Ganztags-Kindergarten. Die grundsätzliche Frage sei, „wie schnell können wir in der Oberzent weitere Plätze schaffen und was ist dafür notwendig“. Dies werde Thema einer der ersten Magistratssitzungen im neuen Jahr sein. Mit den Mitteln aus der Hessenkasse könnte es Scheuermann zufolge auch möglich sein, Maßnahmen wie das Ärztehaus besser zu stemmen.

Auf den Tag genau ist Scheuermann zehn Jahre im Bürgermeister-Amt, wenn am 1. Januar die Fusion steigt. „Das war eine nicht immer einfache Zeit“, meinte er, „aber wir haben es ganz gut über die Bühne gebracht“. Er bezeichnete den Zusammenschluss aus Sensbachtaler Sicht als interessante Perspektive: wie wenn man „aus einem kleinen Familienbetrieb in eine größere Firma überwechselt“. Deshalb freut sich der Bürgermeister auch auf seine Aufgabe als Staatsbeauftragter.

Fürs erste halbe Jahr, in dem er als De-fakto-Stadtoberhaupt „regiert“, nannte er Themen wie die Gesundheitsversorgung oder die Förderung des Tourismus als wichtige Aufgaben einer neuen gemeinsamen Stadtverordneten-Versammlung. In der will er sich dafür einsetzen, „dass die Dinge so bewährt weiterlaufen wie bisher“. Scheuermann dankte der Gemeindevertetung für eine „sehr konstruktive und aufs Gemeinwohl ausgerichtete Zusammenarbeit“.

Den hessischen Verdienstorden am Bande, mit dem er vor kurzem neben den drei anderen Oberzent-Bürgermeistern ausgezeichnet wurde, habe er nur erhalten, „weil die Mandatsträger in der Vergangenheit so klug und weitsichtig entschieden haben“. Es gelte immer in die Zukunft zu blicken: „Wer kein Risiko eingeht, wird nicht vorankommen“, sagte Scheuermann. Deshalb ist der Orden „für uns alle gedacht“.

Karin Scior dankte den Mandatsträgern für deren Arbeit in der vergangenen Zeit. Sie wünschte sich, dass alle offen für neue Herausforderungen sind. Denn notwendige Veränderungen brauchten Zeit, betonte sie. Sicherlich werde die Fusion nicht für jeden das „Nonplusultra“ sein. Von Jutta Haas gab es zum Schluss noch ein Präsent von Gemeindevorstand, -vertretung und Verwaltungsmitarbeitern für den Bürgermeister – im Vorgriff auf das zehnte Jubiläum in seinem Amt zum Jahreswechsel.

Unter-Sensbacher Sporthallensanierung soll in Ruhe angegangen werden

Die Gemeinde will sich bei der Sporthallensanierung nicht hetzen lassen. Deshalb ließen die Gemeindevertreter auch ein Angebot der Groß-Umstadter Firma Frenger verstreichen, bereits jetzt die Deckenstrahler-Heizung mit integrierter LED-Beleuchtung zu beauftragen. Zwar hätte man voraussichtlich dadurch etwas Geld eingespart (was jedoch hinterfragt wurde, ob es wirklich so sei), allerdings war den Mandatsträgern der zeitliche Druck zu groß: Um in den Genuss der Prozente zu kommen, müsste die Anlage bis 31. März 2019 montiert sein. Bei allem, was auf einer Baustelle passieren kann, zu knapp getaktet, meinte die Runde.

„Die Firma rechnet im kommenden Jahr mit mindestens fünf Prozent höheren Materialpreisen“, erläuterte Bürgermeister Egon Scheuermann. Wenn die Gemeinde deshalb noch in diesem Jahr die Maßnahme beauftrage, könnte man mindestens 4000 Euro einsparen, rechnete er vor. Das Angebot für Sensbachtal kommt auf 81.000 Euro brutto.

Ein solches Heizmodell wurde bereits bei der Sanierung der Rothenberger Halle eingebaut. Darüber kamen die Sensbachtaler auch auf die Idee, es für ihre Hallensanierung vorzusehen, nachdem man es in der anderen Oberzent-Kommune in Augenschein genommen hatte. „Es gibt keine andere Firma, die ein vergleichbares System anbietet“, sagte der Bürgermeister. Deshalb mache eine Ausschreibung keinen Sinn.

Denn der Groß-Umstadter Betrieb kombiniert die Deckenstrahler-Heizung mit den entsprechenden Panelen zur Schalldämmung und dimmbarer LED. Scheuermann verdeutlichte, dass noch keine Entscheidung über die Heiz-Art gefallen sei. Ob Gas, Öl oder ein Verbund mit dem Gemeindezentrum: Es ist noch alles offen. Die vorhandene Installation lasse sich in dieses neuartige Modell integrieren, sagte er.

„Unser Beschluss ist für die Stadt Oberzent bindend“, betonte Scheuermann auf Nachfrage aus dem Gremium. Die entsprechenden Mittel müssten Eingang in den gemeinsamen 2018er-Haushalt finden. Die Sensbachtaler Gemeindevertretung habe darüber hinaus die komplette Sporthallensanierung mit Kosten von knapp 400.000 Euro bereits in einer früheren Sitzung unter Dach und Fach gebracht. Ein Teil davon wird über Mittel aus dem kommunalen Investitionsprogramm finanziert, ein anderer Teil ist von der Kommune aufzubringen – ab kommenden Jahr dann Stadt Oberzent.

Gemeindevorstand Meinolf Heptner hatte so seine Zweifel, ob sich eine Beauftragung schon jetzt endgültig beschließen lasse. Einer Absichtserklärung hätte er zugestimmt. Da allerdings noch keine Haushaltsmittel für die Maßnahme eingestellt sind und darüber hinaus noch keine Gesamtplanung vorliegt, wollte er das Risiko eines fixen Beschlusses lieber nicht eingehen.

Er habe „Bauchschmerzen“ mit dem Fixdatum, sagte Scheuermann. Man könne die große Maßnahme nur über die Sommerferien mit daran anschließenden Wochen durchführen. Sollte es 2018 nicht oder nicht komplett klappen, sei Sommer 2019 die Alternative – aber dann ist der März schon vorbei und das festgelegte Einbaudatum überschritten. „Am System habe ich überhaupt keine Zweifel“, betonte der Bürgermeister. „Es ist die ideale Form.“ Dagegen regte sich auch kein Widerspruch aus dem Gremium, das jedoch keinen Beschluss übers Angebot fällte.

Die Oberzent-Fusion: Wahrhaft historisch

„Willkommen Oberzent“: Nicht mehr lange hin, und es entsteht im südlichsten Zipfel Hessens eine neue Stadt durch den Zusammenschluss von vier Kommunen. Die erste freiwillige Fusion seit der Gebietsreform vor über 40 Jahren, eine Pionierleistung, ein historischer Moment: Mit Superlativen wurde beim Festakt der hessischen Landesregierung in der Alten Turnhalle nicht gegeizt. Gemeindevertreter, Verwaltungsmitarbeiter, Abgeordneter und Vereinsvertreter waren dazu eingeladen. Festredner war Innenminister Peter Beuth.

Die Fusion zum 1. Januar bezeichnete der Staatsminister als „wahrhaft historisch“. Es geschehe etwas Neues für ganz Hessen. Den Festakt für die Geburt der neuen Stadt Oberzent betrachtete er als eine Art Hochzeitsfeier, „in deren Mittelpunkt die Brautleute stehen“, die neben Glückwünschen auch Geschenken erhalten.

Ein solches, erhofftes und erwartetes, hatte er wie vom kommenden Staatsbeauftragen Egon Scheuermann angedeutet im Gepäck: eine Entschuldungshilfe des Landes für die neue Stadt von 4,5 Millionen Euro. Damit verbleiben bei Oberzent noch 4,3 Millionen an Krediten. Die Pro-Kopf-Verschuldung reduziert sich laut Beuth durch diesen Schuldenschnitt von 840 auf 420 Euro. Beste Startbedingungen, um zu gestalten anstatt nur zu verwalten – ein Wunsch, der an diesem Abend mehrfach geäußert wurde.

Ohne dass jemand dahinter steht, die Entwicklung vorantreibt, in schwierigen Momenten nicht nachlässt und weiter am Ball bleibt, könnte aber eine solche Entwicklung nicht gelingen, hob der Innenminister hervor. Und hier kommen die vier langjährigen Bürgermeister von Beerfelden, Rothenberg, Hesseneck und Sensbachtal ins Spiel.

„Sie haben es von Anfang bis Ende durchgestanden“, meinte Beuth mit Augenzwinkern. Die „herausragende Pionierarbeit“ wollte er in besonderer Form würdigen: durch den hessischen Verdienstorden am Bande, den der Staatsminister Gottfried Görig, Egon Scheuermann, Thomas Ihrig und Hans Heinz Keursten ans Revers heftete. Die vier hätten „wirklich Großartiges geleistet“, meinte er in seiner Laudatio.

Die Fusion betrachtete Beuth als „deutlich mehr als eine Vernunftehe“. Ob sie letztendlich eine Liebesheirat sein werde, wollte er den Bürgern überlassen. Denn die müssten die neue Stadt mit Leben erfüllen. Der Innenminister zeichnete den Weg vom Grenzveränderungsvertrag als Ergebnis monatelanger Beratungen bis hin zum kommenden Zusammenschluss mit den vielen auf dem Weg liegenden Aufgaben wie Wappen, Postleitzahl, Straßennamen oder Ortsrecht nach.

Damit es überhaupt zu einer Fusion kommen konnte, schuf die Landesregierung in den vergangenen Jahren einige rechtliche Voraussetzungen, beleuchtete der Staatsminister. Im Vorfeld der Namensfindung habe es „einen beispiellosen Beteiligungsprozess“ gegeben, lobte er. Inklusive mancher doch recht unkonventioneller Vorschläge. Beuth wies darauf hin, dass sich der Name Oberzent schon früh abgezeichnet habe und bereits heute in vielen Formen existiere – bei Schule, Geschichtsverein und Mitteilungsblatt. Ein neuer Stadtname musste her, sonst wäre es keine Fusion auf Augenhöhe gewesen.

Richtung Landrat Frank Matiaske meinte er, dass der Odenwaldkreis damit nur noch zwölf statt bisher 15 Kommunen zähle. Seit der Jahrtausendwende habe sich immer drängender die Frage gestellt, wie die Entwicklung im ländlichen Raum weitergehen kann. Ein „Weiter so“ hätte es in der Oberzent nicht geben können. Denn die Gemeinden hatten immer weniger eigene Mittel zum Gestalten.

Mit dem Zusammenschluss fanden die vier Kommunen darauf eine Antwort. Diese sei „ein eindrucksvoller Beleg, dass gut vorbereitete Fusionsbestrebungen durch die Bürgerschaft mitgetragen werden“, wies er auf die hohe Zustimmung beim Bürgerentscheid hin. Jetzt könne man beruhigter in die Zukunft blicken, weil sich neue Chancen durch eine bessere finanzielle Ausstattung ergeben.

Lob für Christian Kehrer vom Innenminister. Weil der Projektleiter Fusion beim Kommunalservice Oberzent einen Leitfaden für die freiwillige Fusion von Gemeinden in Hessen erstellt, leistet er laut Innenminister Peter Beuth „Pionierarbeit“. Davon werden in Zukunft viele profitieren. Den Gästen war das einen lang anhalten Applaus wert.

Launige Unterhaltung, komische Elemente, ein paar Scherze, dazu aber auch handfeste Aussagen – und natürlich zum Schluss ein reich gedecktes Büffet: Der Festakt zur Oberzent-Fusion in der alten Turnhalle war bei allen Reden doch kurzweilig gehalten. Dafür sorgten Moderator Johannes Scherer mit seiner flapsigen Art, der dem Abend eine lockere Atmosphäre gab, und „Bürgermeister-Kandidatin“ Herta Wacker (Marlene Schwarz), die etliche Lacher auf ihrer Seite hatte, als sie den Wahlkampf durch den Kakao zog.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Blaskapelle Gammelsbach unter der Leitung von Horst Pertersik mit schmissigen Weisen. Sängerin Nora Wieprecht gab den verschiedenen Stücken ein ganz besonderes musikalisches Aussehen. Er hätte sich nicht träumen lassen, „Zeitzeuge bei der Geburt einer neuen Stadt zu sein“, meinte Scherer. Der Moderator schmückte seine einleitenden Worte mit einigen Details zum neuen Gebilde, das am 1. Januar aus der Taufe gehoben wird.

Es entsteht an der Grenze zu Baden-Württemberg die flächenmäßig drittgrößte Stadt Hessens mit nur 10.125 Einwohnern. Sie habe sogar schon einen Wikipedia-Eintrag mit Bürgermeister, obwohl der erst am 29. April gewählt werde, flachste Scherer. Nämlich Egon Scheuermann, der jedoch „nur“ als Staatsbeauftragter die Geschäfte führt. Der Genannte freute sich über den Besuch von Innenminister Peter Beuth, da dieser nie mit leeren Händen komme.

Scheuermann blickte fünf Jahre zurück, als die ersten Gespräche mit der Landesregierung stattfanden. 2013 habe man dann ein Strategiepapier in die kommunalen Gremien eingebracht und damit „die Diskussion über die Veränderungen angestoßen“. Es folgten Machbarkeitsstudie (2015) und Bürgerentscheid (2016). Dieser brachte mit 82,6 Prozent Zustimmung zu Fusion ein „sehr beeindruckendes Ergebnis“. Mit dem Grenzänderungsvertrag und seiner Genehmigung im September nannte er weitere wichtige Eckpunkte.

In diesem Zusammenhang wertete es Scheuermann als wesentlich, dass die involvierten Kommunalpolitiker „nicht nur auf den Augenblick schauten, sondern in die Zukunft blickten“. Die am Prozess Beteiligten „waren nicht auf den eigenen Vorteil bedacht, sondern wollten das Beste für alle“. Die Oberzent habe viele Stärken und Qualitäten. Diese Vorteile gelte es nun durch die sich bietenden Chancen zu nutzen.

„Das Ziel der Fusion ist nicht die Personaleinsparung“, betonte Scheuermann nachdrücklich. Vielmehr soll eine qualitativ und quantitativ gut aufgestellte Verwaltung geschaffen werden. „Unsere Mitarbeiter arbeiten aktiv an den Veränderungen mit“, sagte er. Durch Veränderungen werde es möglich, Bestehendes zu bewahren, hob der Staatsbeauftragte hervor. Stillstand sei Rückschritt. „Wir müssen uns verändern, um Akzente für die Zukunft setzen zu können“, sagte er. Durch die bessere finanzielle Ausstattung „können wir wieder gestalten statt nur die verwalten“.

Scherer war es dann, der sich süffisant über den Namen und die Bezeichnung seiner Bürger ausließ (Oberzenter oder Oberzentner – Oberzentler waren es später bei Landrat Frank Matiaske). Der griff auch gerne Scherers saloppe Formulierung des Gebietszuschnitts als „Kochkässchnitzel“ auf, um die große Ausdehnung zu verdeutlichen. Matiaske bezeichnete es als Herausforderung für die künftigen Gremien und die Bürger, sich mit der neuen Stadt Gehör zu verschaffen.

Der Landrat wies auf den neuen Zukunftsreport 2018 hin. Darin heiße es, dass sich der Zustrom in die Ballungsräume bald umkehren werde. Somit könnte es in den nächsten Jahren eine Renaissance des ländlichen Raums geben. Die Oberzent sei durch die Fusion „fit für die Zukunft“. Die Stadt darf seinen Worten zufolge dann nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müsse auch im Herzen der Menschen wachsen. Einen Fortschritt „können wir alle nur gemeinsam erreichen“. Deshalb wünschte sich der Kreispolitiker eine Begleitung des neuen kommunalen Gebildes von der Geburt über Kindergarten und Schule bis ins Erwachsenenalter.

Zwei Sondermarken der Deutschen Post würdigen die Oberzent-Fusion

Die neue Stadt Oberzent wird auch auf zwei Briefmarken verewigt. In einer Erstauflage von je 500 Stück gibt’s das Porto sowohl für die Postkarte (45 Cent) als auch für einen regulären Standardbrief (70 Cent). Der regionale Post-Politikbeauftragte Friedhelm Schlitt war von Bad Hersfeld aus extra in den südlichsten Zipfel seines Zuständigkeitsgebiets zum Rothenberger Rathaus gereist, um die 1000 selbstklebenden Postwertzeichen rechtzeitig vor dem Jahreswechsel in den Odenwaldkreis zu bringen.

Die „individuelle Briefmarke“ wird von der Post in begrenzter Anzahl für einen bestimmten Anlass hergestellt. Im Oberzent-Fall ist es quasi ein Geschenk des Unternehmens aus Anlass des ersten freiwilligen Gemeindezusammenschluss nach der Gebietsreform Anfang der 1970er Jahre. Staatsbeauftragter Egon Scheuermann nahm die Briefmarken zusammen mit Fusions-Projektleiter Christian Kehrer vom Kommunalservice Oberzent (KSO) entgegen. Von der KSO war auch die Idee ausgegangen, das Ereignis in dieser bleibenden Form zu würdigen.

Auf der 70er-Cent-Marke steht zu lesen: „1. Januar 2018: Gründung der Stadt Oberzent Odenwaldkreis“. In der Mitte ist dann das neue Wappen zu sehen. Auf der 45er-Marke heißt es „Stadt Oberzent im Odenwaldkreis“. Diese ziert das nicht auf den ersten Blick zu erkennende Himbächel-Viadukt der Odenwaldbahn. Es sollte bewusst nicht ein einzelner Stadtteil herausgegriffen werden, so Kehrer, sondern mit diesem Wahrzeichen der deutschen Ingenieurskunst ein über die Regionsgrenzen hinaus bekanntes Identifikationsmerkmal.

Schlitt hob die lange, aufwändige Vorarbeit zwischen KSO und Post hervor, um das Thema neue Postleitzahl sowie geänderte Straßennamen und Hausnummern zu beackern, sodass zum Jahreswechsel alles steht. Er dankte Kehrer für das sehr vertrauensvolle Zusammenwirken. Dieser betonte, dass die Änderungen notwendig seien, damit es keine doppelten Straßennamen gibt und in Zukunft Rettungsdienste die richtige Adresse finden.

„Natürlich ist es nicht nur mit der Briefmarke allein getan“, meinte Egon Scheuermann. Damit ab dem neuen Jahr alles reibungslos funktioniert, bedarf es viel mehr Vorarbeit. Die Umbenennungen gingen seinen Worten zufolge fast immer problemlos über die Bühne. In Sensbachtal, wo der Staatsbeauftragte aktuell noch Bürgermeister ist, kamen die meisten Vorschläge für neue Straßennamen von den Anwohnern selbst.

„Der Sammlerwert der Marken ist sicher hoch anzusetzen“, betonte Schlitt. Deshalb liege die Entscheidung über die Ausgabe auch bei der Stadt, sagte er. Auf jeden Fall könne man damit Postkarte und Standardbrief freimachen. Wie Kehrer sagte, sollen Schreiben der Oberzent-Verwaltung an die Bürger ab dem kommenden Jahr mit der 70-Cent-Marke freigemacht werden. Er hob den Einsatz der Verantwortlichen bei der Post vor Ort und in der Zentrale hervor. „Auch die Briefträger haben uns sehr unterstützt“, sagte er. Die seien losgegangen und hätten die Veränderungen gegengeprüft.

„Wir sind in Hessen bekannt durch unsere Arbeit“, freute sich Scheuermann. Dass die Fusion nun durch eine Sondermarke gewürdigt wird, nannte er „eine tolle Sache“. Auf die Stadt kommen dadurch keine Kosten zu. Die Briefmarken sind von der Post „gesponsert“, um das bedeutsame Ereignis zu würdigen. Die 70-Cent-Marke soll voraussichtlich in den freien Verkauf gehen und ab dem 8. Januar in den Verwaltungen erhältlich sein. Die Verkaufsstellen werden noch bekannt gegeben.

SPD Oberzent nominierte Thomas Ihrig als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in der neuen Stadt am 29. April

Thomas Ihrig ist der Bürgermeister-Kandidat der SPD Oberzent für die Wahlen in der neuen Stadt am 29. April. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung hob den 52-Jährigen mit übergroßer Mehrheit aufs Schild. Der scheidende Hessenecker Rathauschef erhielt nur eine Gegenstimme bei drei Enthaltungen. 35 der 40 anwesenden Genossen stimmten für seine Kandidatur (eine Stimme wurde nicht abgegeben). Ihrig hatte zuvor seine Ziele für die neue, fusionierte Stadt erläutert.

Von unruhigen Zeiten sprach der Ortsvereinsvorsitzende Danny Zucht in seiner Begrüßung. Nationalismus keime allerorten auf. Deshalb sei es umso notwendiger, um Geschlossenheit zu werben und „Respekt vorzuleben“. Die SPD stehe derzeit am Scheideweg zwischen Opposition und Regierungsverantwortung, sagte er. „Egal welcher Weg eingeschlagen wird, wird dieser auch die kommende Kommunalwahl beeinflussen.“

Zucht forderte die Mitglieder auf, sich „im jüngsten SPD-Ortsverein Deutschlands“, der gleichzeitig der mitgliederstärkste im Odenwaldkreis sei, einzubringen. Mit dem entsprechenden Engagement „wird auch die Stadt Oberzent wahrgenommen“. Er wies auf die vielen verschiedenen Anforderungen eines neuen Bürgermeisters hin. Und schlug den Bogen zu Ihrig: „Ich vertraue ihm, er kann das.“

Ähnlich äußerte sich auch Landrat Frank Matiaske. Der SPD-Mann Ihrig kandidiere für den Posten in einem Zusammenschluss von vier Kommunen, „die immer wieder bewiesen haben, dass sie ihre Aufgabe erfüllen können“. In einem vorbildlichen Prozess, „der in Hessen bisher in dieser Form nicht stattfand“, erlebe man nun die erste freiwillige Fusion überhaupt. „Vier Mal eins ist mehr als vier“, betonte Matiaske.

Der Landrat bezeichnete das Thema Demografie als große Herausforderung für die Zukunft. Daneben thematisierte er die Ärzteversorgung auf dem Land. Matiaske nannte aber auch die großen Chancen der Stadt Oberzent in ihrer „Sandwich-Position“ zwischen den Ballungsräumen Rhein-Main, Rhein-Neckar und Heilbronn. Es sei für die Zukunft wertvoll, „die wichtigen Schritte gemeinsam zu gehen“. Dafür sei Ihrig der richtige Mann. Als „ruhig, kompetent, sachlich versiert“, bezeichnete ihn der Landrat.

Thomas Ihrig, seit 24 Jahren Hessenecker Rathauschef, nannte die Fusion die richtige Antwort auf die demografischen Entwicklungen der letzten Jahre. Mit den verbesserten finanziellen Rahmenbedingungen ab dem kommenden Jahr „haben wir uns etwas Luft verschafft, um an manchen uns wichtigen Stellen freier agieren zu können“. Der Bürgermeister-Kandidat ist seit fast 28 Jahren SPD-Mitglied und seit 1995 Vorsitzender des Ortsverbands in der bis dato kleinsten selbstständigen hessischen Gemeinde.

Er bezeichnete es als sein Ziel, „eine Verwaltung nach modernen Gesichtspunkte und mit moderner Technik aufzubauen, um für die immer größeren Anforderungen gewappnet zu sein“. Trotz aller Änderungen bleibe vieles in der neuen Stadt Oberzent erhalten. Hier nannte Ihrig die 19 eigenständigen Ortschaften von der Raubach bis zur Kernstadt Beerfelden. Eine flächendeckende Einführung von Ortsbeiräten ist seinen Worten zufolge eine Basis für den Erhalt dieser Identität.

Die neue Stadt kann dem SPD-Mann zufolge auf dem aufbauen, was die vier Kommunen in den vergangenen Jahrzenten an Infrastruktur geschaffen haben. Exemplarisch führte er die vier Kindertagesstätten plus die evangelische Einrichtung an, mit denen man einen „gewaltigen, wichtigen Bildungs- und Erziehungsauftrag im vorschulischen Bereich“ leiste.

Allerdings werden laut Ihrig auch aktuelle Themen mitgenommen. Der Kandidat erwähnte die Gesundheitsversorgung, wo Anfang 2018 weitreichende Entscheidungen in punkto Ärztehaus anstehen. Die Fortführung der Dorfentwicklungen und Flurbereinigungsverfahren ist ein weiterer Punkt. Dazu kommt der Aufreger Windkraft, bei dem sich Ihrig ganz klar gegen weitere Rotoren positionierte, und das Thema ÖPNV/Mobilität.

Große Freude bei der SPD Oberzent: Der scheidende Hessenecker Rathauschef Thomas Ihrig (2.v.r.) wurde von den Sozialdemokraten als Kandidat für den Bürgermeisterposten in der neuen Stadt nominiert. Glückwünsche gab es von (v.l.) dem Ortsvereinsvorsitzenden Danny Zucht, dem Landtagsabgeordneten Rüdiger Holschuh und Landrat Frank Matiaske.