Oberzent will die badischen Windräder auf Abstand halten

Das Windkraft-Thema beherrscht derzeit die Diskussionen landauf, landab. Vor allem durch die geforderte Stellungnahme zum hessischen Regionalplan-Entwurf Erneuerbare Energien. Die vier Oberzent-Kommunen sind aber auch in südlicher Richtung gefragt. Denn direkt jenseits der Landesgrenze im Badischen plant die Stadt Eberbach die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplans (TFNP), der vier Vorranggebiete für Windräder vorsieht. Damit hatte sich die Stadtverordnetenversammlung Beerfelden im Zuge der Beteiligung der Nachbargemeinden zu befassen. Zusammen mit den anderen drei Oberzent-Kommunen will man eine gemeinsame Stellungnahme verfassen.

Drei von vier geplanten Standorten befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Gemarkungen „und berühren damit unsere Belange“, hieß es. Ins Gewicht fallen dabei die unterschiedlichen Kriterien, inwieweit ein Windpark an Siedlungen und Wohnbebauung heranrücken darf. Im Badischen sind 700 und 450 Meter erlaubt, laut dem noch in der Schwebe befindlichen Odenwaldkreis-FNP 1000 und 600 Meter.

Nimmt man dieses Planwerk zur Grundlage, dann ist die unterschiedliche Abstandsregelung ohne Belang. Anders sieht es mit den Abständen zwischen den einzelnen Windparks aus. Hier hatte man im Kreis 3000 bis 5000 Meter gewählt, um eine Überkonzentration zu verhindern. Die Standorte Augstel und Brombach-Nord wären unproblematisch, allerdings nicht die Hohe Warte. Die läge nämlich nur 1400 Meter von der Sensbacher Höhe entfernt, die sich im FNP wiederfindet – allerdings nicht im Regionalplan.

Da man sich bei der Stellungnahme auf den eigenen FNP referiert, wird darin gefordert, dass zwischen der Eberbacher Hohen Warte und der Sensbacher Höhe ein Mindestabstand von 3000 Meter gegeben sein sollte. Damit will man „einer Überbelastung des Landschafts- und Kulturraums“ vorbeugen. Gleichzeitig soll von der Burg Freienstein aus der südöstliche Blick in einem Teil ohne die Kulisse von Windrädern möglich sein.

Ganz anders sieht es aus, wenn der hessische Regionalplanentwurf zugrunde gelegt wird. Dann ergäbe sich „eine deutliche Überkonzentration und Umzingelung“ für Rothenberg. Neben dem Gebiet Flockenbusch auf Wald-Michelbacher Gemarkung sind dort zwei weitere Flächen in Rothenberger Richtung Beerfelden ausgewiesen. Plus eben Brombach- Nord und Hohe Warte im Badischen. Somit eine „massive Konzentration“ im Abstand zwischen einem und vier Kilometer. Weshalb man auf hessischer Seite die drei dortigen Gebiete vermeiden will.

Die „deutliche Überfrachtung“ des Landschaftsbildes hätte nach Meinung der Stadtverordneten „eine deutliche Umzingelungswirkung“ zur Folge. Mit 15 Ja- bei zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen wurde von den Mandatsträgern die Stellungnahme Richtung Verwaltungsgemeinschaft Eberbach-Schönbrunn beschlossen.

Die Stadt am Berge bekommt zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, teilte Bürgermeister Gottfried Görig mit. Diese sollen auf dem Parkplatz gegenüber der Alten Turnhalle voraussichtlich im Juli installiert werden. Die E-Steckdosen mit einer Leistung von 2 x 22 kW werden durch die Entega vorerst für fünf Jahre betrieben. Dafür zahlt die Stadt 2500 Euro netto. Sie können neben der Entega- auch mit vielen anderen Ladekarten und auch Paypal angezapft werden.

Wie Görig auf eine Frage von Walter Gerbig (CDU) sagte, werden die Züchter und Aussteller am Pferdemarkt-Montag um 9 Uhr begrüßt. Ein Rundgang mit den Ehrengästen schließt sich an. In den Vorjahren geschah der offizielle Teil erst nach deren Eintreffen, während somit die Tierschau schon in vollem Gange war. Aber den Züchtern sei das persönliche Gespräch wichtig, so Görig.

Das Programm am Eröffnungsabend des Volksfestes am 7. Juli steht nun auch fest: Um 20 Uhr gibt es den Fassbieranstich mit Grußworten, umrahmt von der Feuerwehrkapelle. Das nachfolgende Programm ab 22 Uhr, durch den Hallenwirt organisiert, spricht dann eher ein junges Publikum an. Ab 23 Uhr treten Stefan Stürmer, Ina Colada und „Die Autohändler“ auf.

Beerfeldener Mandatsträger wollen den eigenen Windkraft-Flächennutzungsplan statt Regionalplan

Das Meinungsbild war eindeutig: Mit großer Mehrheit verabschiedete die Stadtverordneten-Versammlung die gemeinsame Stellungnahme aller Odenwaldkreis-Kommunen zum Windkraft-Regionalplanentwurf. Sie forderte klipp und klar die Rückkehr zum zusammen erarbeiteten Flächennutzungsplan (FNP), der aber vom Regierungspräsidium abgelehnt worden war. Manche Mandatsträger gingen noch weiter und lehnten wortreich Windkraft im Odenwald in Bausch und Bogen ab.

Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Erwin Körber (SPD), skizzierte die dortigen Beratungen. Im Regionalplan seien 21 Flächen für Windkraft ausgewiesen, was 3,9 Prozent der Kreisfläche bedeute. Im eigenen FNP waren es aber nur acht und 1,61 Prozent. Er kritisierte dessen Ablehnung durch das RP, obwohl es zuvor eine einvernehmliche Zusammenarbeit gegeben habe.

Wie Körber erläuterte, wolle man eine Konzentration der Windräder auf möglichst zusammenhängende Flächen erreichen. Er wies darauf hin, dass ohne den Regionalplan – und den Einspruch dagegen – das weitergehende Baugesetzbuch greife, was ein „Riesenproblem“ bedeute. „Dann sind wir die Dummen.“

In seiner Eigenschaft als SPD-Fraktionsvorsitzender sagte Kröber, dass es um rechtssichere Vorgaben gehe. Nicht um die Sinnhaftigkeit der Windenergie, „da hat jeder eigene Vorstellungen“. Dem Regionalplanentwurf „können wir überhaupt nicht zustimmen“, betonte er. Allerdings ist ihm bewusst, „dass es ganz ohne Windkraft nicht geht“.

So ganz glücklich war Körber nicht, dass mit dem Verweis auf den FNP auch die Sensbacher Höhe wieder mit Plan ist. „Aber der Regionalplan sieht vier zusätzliche Gebiete in der Oberzent vor“, sagte er. Wenn man sich 2015 dafür entschieden habe, „dann sollten wir uns auch dran halten“. Das Gebiet „Meisenberg“ auf Wald-Michelbacher Gemarkung lehne man ab, weil es zu nah an der projektierten Vorrangfläche bei Olfen sei.

Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) wies darauf hin, „dass der Bau von Windrädern kein Selbstzweck ist“. Es gehe nach wie vor darum, den Ausstieg aus der Atomenergie zu gestalten. Man habe den FNP immer als Kompromiss angesehen und halte daran fest. „Wir sind dafür, bestimmte Vorranggebiete auszuweisen und dort die Windkraftnutzung zu konzentrieren“, hob sie hervor.

Für die ÜWG betonte Klaus Seeh in einer Stellungnahme, dass „eine Überfrachtung mit Windrädern im Süden des Odenwaldkreises“ unbedingt verhindert werden müsse. „Die Höhenzüge sollen in ihrer Kulisse frei bleiben, ebenso die Umgebung von Denkmälern“. Insgesamt, sagte er, „halten wir die Windkraft im Odenwald für absolut überflüssig.“ Die Energiewende müsse im Gegenteil wesentlich innovativer und bürgerverträglicher gestaltet werden.

Ein Durchschnitt von 1,6 Prozent der Kreisfläche sei zu hoch, „wenn diese überwiegend der Südkreis bereitstellen soll“. Noch höhere Flächenanteile, wie vom Gesetzgeber gefordert, „halten wir für völlig überzogen“. Für die CDU betonte Walter Gerbig, „der Flächennutzungsplan der Kreiskommunen hat für uns weiterhin Priorität“. Es behebe nicht das Problem, „den Kopf in den Sand zu stecken“ und keine Stellungnahme abzugeben.

Schwere Geschütze fuhr für die FDP Frank Leutz auf. Seine Fraktion gehörte zusammen mit je einem Vertreter und SPD und Grünen zu den sechs Ablehnenden der gemeinsamen Stellungnahme. Leutz sah jedes Windrad im Odenwald als „ein Verbrechen an Mensch und Natur“. Es zerstöre ohne Nutzen funktionierende, schützenswerte, ökologische Systeme. Er kritisierte, dass mit dem Verweis auf den FNP nun auch wieder die Sensbacher Höhe in den Fokus rücke.

Wie der Fraktionssprecher sagte, könne „eine ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung“ durch Windräder „nicht mehr mit altbewährter Arroganz negiert werden“. Er erwähnte in diesem Zusammenhang Luft-, Infra- und Körperschall. Der Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten ist seiner Meinung nach viel effektiver, um den Ausstoß des klimaschädlichen Gases zu verhindern. Leutz kündigte an, in Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen eine eigene Stellungnahme beim RP abzugeben.

 

Gemeinsame Stellungnahme

Die Kreiskommunen profitieren von der regionalen Wertschöpfung ihres Tourismus mit kulturlandgebundener Erholung. Sie lehnen daher den TPEE in der vorliegenden Gesamtflächenbilanz wegen überproportionaler Raumbelastung mit 3,9 Prozent der Odenwaldkreisfläche ab und fordern im Sinne des Gegenstromprinzips die Zurücknahme der Ausweisungsflächen für Windenergieanlagen im Odenwaldkreis auf die abgewogenen acht Flächen des gemeinsamen Flächennutzungsplan für den sachlichen Teilbereich Windenergie mit 1,61 Prozent der Kreisfläche.

 

Fördermittel von Bund und Land ermöglichen Sporthallen-Sanierung in Sensbachtal

Hinter zwei Arbeitsmappen mit dem Hessen-Wappen obendrauf verbarg sich eine erkleckliche Summe Geld: Förderbescheide in Höhe von 123.000 Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP) hatte Staatssekretär Thomas Metz mit nach Sensbachtal gebracht, um sie dort Bürgermeister Egon Scheuermann und der Ersten Beigeordneten Jutta Haas zu überreichen. Zugute kommt das Geld der sanierungsbedürftigen Sporthalle.

Die wurde laut Scheuermann Ende der 1960er Jahre mit viel Eigenleistung gebaut. Hauptnutzer ist der örtliche TSV, aber auch die Grundschule ist des Öfteren mit ihren Aktivitäten vertreten. Außerdem wird die Halle für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Denn sie ist der einzige Raum in der Gemeinde, der Platz für bis zu 200 Personen bietet. „Sonst haben wir in den Ortsteilen nur kleinere Kapazitäten“, sagte er.

Die Renovierung mit Hilfe von Zuschüssen war laut Scheuermann schon einmal in den Jahren 2009/10 angedacht. Doch die finanziellen Mittel reichten damals nicht aus, erläuterte er. Damals wurde dann ein Fahrstuhl ans Gemeindezentrum angebaut. Dessen Nutzung durch Vereine und die ältere Bevölkerung habe im Anschluss auch stark zugenommen, freute sich der Bürgermeister über die erfolgreiche Maßnahme.

Das aktuelle KIP-Programm kommt dem kleinen Ort mit seinen 950 Einwohnern und schmalem Geldbeutel „sehr gelegen“, um die Sanierung nun doch anzugehen. Denn trotz „nicht so üppiger Finanzmittel“ muss die Infrastruktur in Schuss gehalten werden. An der Sporthalle gibt es so einiges nach 50 Jahren auf Vordermann zu bringen. So ist sie noch mit Glasbausteinen ausgestattet, ist die Beleuchtung von anno dazumal oder die sanitäre Ausstattung auf dem Stand Ende der 60er. „Es gibt noch die Druckspender in den Toiletten“, schmunzelte der Bürgermeister.

Metz bezeichnete die Ertüchtigung der Sporthalle als „klassische Maßnahme aus dem KIP“. Das Programm sei mit einer Milliarde Euro ausgestattet, erläuterte der Staatssekretär im hessischen Justizministerium. Ein Drittel davon seien Bundesmittel, das restliche Geld wurde vom Land aufgestockt. Hintergrund: Alle Gemeinden und Landkreis sollen davon profitieren.

Damit könne man eine relativ große Bandbreite von Maßnahmen abdecken, die von den Gemeinden vorgeschlagen werden, so Metz. Denn die Kommunen „wissen am besten, wo der Schuh drückt“. Wenn in Sensbachtal diese „zentrale Einrichtung des öffentlichen Lebens“ nicht saniert werde, „geht es nicht weiter“, betonte der Bensheimer.

Er hatte zwei Förderzusagen im Gepäck. Gleichzeitig, hob er lächelnd hervor, seien die Mittel durch die WI-Bank bereits freigegeben. Bei einer Gesamtinvestition von 196.000 Euro beläuft sich Metz zufolge die Förderung inklusive Tilgungsübernahme und Zuschüssen mit 123.000 Euro auf etwa zwei Drittel der Summe. Scheuermann hob hervor, dass ohne die Inanspruchnahme beider Programme die Maßnahme gar nicht möglich gewesen wäre. Während es bei den Landesmitteln vorrangig um die energetischen Maßnahmen ging, „wäre das Drumherum ohne den Bundeszuschuss nicht machbar“.

In diesem Jahr wird die Sanierung noch nicht anlaufen können, sagte der Bürgermeister. Wenn alles klappt, soll sie in den Sommerferien 2018 stattfinden. Zuerst will man ermitteln, welche technischen Möglichkeiten am sinnvollsten angewandt werden. Dann geht es laut Scheuermann darum, Ideen zu sammeln, inwieweit eine Sanierung zusammen mit Maßnahmen am Gemeindezentrum sinnvoll ist. Denn hierfür sollen Mittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm Verwendung finden.

Fürs südliche Dach der Sporthalle ist darüber hinaus eine Photovoltaikanlage im Gespräch. Da die Hallennutzung aber eher abends geschieht, will man schauen, ob damit der Strombedarf in der Gemeindeverwaltung abgedeckt werden könnte. Die Beleuchtung soll auf LED umgestellt werden. Zwecks Heizung schaut Sensbachtal nach Rothenberg, wo die Sporthalle eine Deckenstrahlerheizung erhielt. Diese Art der Wärmeerzeugung will man prüfen, ob sie gegenüber der traditionellen Heizmethode Vorzüge hat.

500 Vereinsmitglieder bei 950 Einwohnern: „Wir sind in punkto Vereinsleben sehr gut aufgestellt“, betonte Sensbachtals Bürgermeister Egon Scheuermann die Notwendigkeit einer zentralen Halle für deren Aktivitäten. Als Dachverband fungiert „Sensbachtal aktiv“. Dieser koordiniert alle Veranstaltungen und richtet den Weihnachtsmarkt aus. Dessen Erlös wird für gemeinschaftliche Anschaffungen verwendet. Wie etwa den Anbau an die Sporthalle, wo Bar und Bierbankgarnituren untergebracht sind, die allen Vereinen zur Verfügung stehen. Deren Jugendarbeit lobte der Rathauschef als „sehr engagiert“. Die Bindung ans örtliche Leben „ist auf dem Dorf nach wie vor gegeben“.

600 Jugendfeuerwehrleute des Odenwaldkreises kommen in Rothenberg zusammen

Vom Freitag, 30. Juni, bis zum Sonntag, 2. Juli, findet der Kreisjugendfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren des Odenwaldkreises in Rothenberg statt. Rund um die Sporthalle werden sich etwa 600 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern einfinden, um drei ereignisreiche und spannende Tage in einem großen Zeltlager zu verbringen.

Ihnen werden in diesen Tagen verschiedene Workshops und Turniere angeboten. Unter anderem finden neben Fußball- und XXL-Kicker-Turnier zahlreiche Workshops wie zum Beispiel Mountainbiken, Modellfliegen oder Geocaching statt. Ebenso messen sich die Jugendlichen beim jährlich stattfindenden Bundeswettbewerb in Schnelligkeits- und feuerwehrtechnischen Übungen, um den Kreissieger zu ermitteln.

Außerdem findet am Samstag, 1. Juli, ab 14 Uhr unter dem Motto „Old meets young“ das Veteranentreffen der Alterskameraden aus den Odenwälder Feuerwehren statt. Hierzu werden etwa 450 ehemalige Brandschützer der Ehren- und Altersabteilungen in der Sporthalle erwartet. In diesen drei Tagen kann es in der Umgebung des Zeltplatzgeländes rund um die Sporthalle etwas lauter werden, bitten die Rothenberger Wehrleute um das Verständnis der Anwohner.

Ab Donnerstag, 29. Juni, bis Sonntag, 2. Juli, gilt außerdem eine Einbahnstraßenregelung. Ab Höhe Landwehrstraße 25 bis zur Kreuzung Sonnenweg/Gammelsbacher Weg wird der Verkehr nur in eine Richtung möglich sein. Dies wird dementsprechend ausgeschildert. Zu diesem Festwochenende sind alle Mitbürger einladen, die Aktivitäten der Odenwälder Jugendfeuerwehren zu besuchen. Für das leibliche Wohl ist seitens der Rothenberger (Jugend-)Feuerwehr bestens gesorgt.

Mit Frauenstimmenpower geht’s bei der Odenwälder Band „Fools Crossing“ an die Rockklassiker

Auch wenn sie aus allen Ecken des Odenwalds kommen, vereint sie doch ein großes Ziel: die Rockmusik. Aber nicht nur solche, die es an jeder Ecke zu hören gibt, sondern Songs mit Schmackes, mit Power dahinter. „Fools Crossing“ widmet sich den alten Klassikern von ZZ Top, Deep Purple, Led Zeppelin, Metallica oder U.F.O. und bringt diese kraftvoll rüber. Viele Songs werden im Original von Männern gesungen. Der Reiz für die Band ist es auch, diese mit der kraftvollen Stimme von Steffi Schäfer zu performen.

Schlagzeuger Joachim Bork aus Sensbachtal und Gitarrist Klaus Wilka aus Hetzbach lernten sich vor 15 Jahren beim letzten Konzert des legendären „Beerfelden Blues Brojects“ auf dem Pferdemarkt kennen. Beide beschlossen, eine Rockband zu gründen. Ziel war es, einfach nur „geile Rocksongs“ zu spielen. Die Band erlebte seitdem etliche Besetzungswechsel, aber die beiden Urgesteine sind immer mit dabei.

In der aktuellen Besetzung ist Steffi Schäfer am Mikro. Sie ist eine Arbeitskollegin von Wilka bei der Volksbank Odenwald. Am Bass ist Oliver Hess zu hören, seit vielen Jahren aus diversen Sessions bekannt. Der Kontakt zu Rhythmus-Gitarrist Mike Müller kam über den Musikerstammtisch im „Tapas y Copas“ Beerfelden zustande. Hier stand man bei etlichen ausufernden Sessions gemeinsam auf der Bühne.

„Rockbands gibt es viele, aber nur wenige, die mit so viel Power und Spielfreude auftreten“, weiß Mike Müller. Gerade mit Frontfrau Steffi, die eben nicht nur die „typischen“ Frauen-Rocksongs singt, sondern sich bewusst auch an die normalerweise von Männern gesungenen Klassiker heranwagt, „hat unsere Band ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt er.

Schäfer wuchs im Höchster Ortsteil Hassenroth auf. Laut Aussage ihrer Eltern „sang sie bereits, bevor sie richtig sprechen konnte“. Ab dem Grundschulalter wurde die angehende Nachtigall in einer „Kinder-Band“ gefördert. Darauf folgten diverse a-cappella-Projekte rund um ihren Wohnort. Dennoch hat sie schon früh „ihr Leben der Rockmusik verschrieben“ und freut sich jedes Mal riesig, mit den Herren die Wände wackeln zu lassen.

Klaus Wilka an der Lead-Gitarre, im wahren Leben Bereichsleiter bei der Volksbank Odenwald, spielt auch bei den „Redhouse Ramblers“ und „Dr. Soul & Mr. Blues“ mit. Er genoss zu Beginn der 1990er Jahre eine Ausbildung zum Studiogitarristen an der Rocksound Music School in Aschaffenburg. Seit dem 14. Lebensjahr ist der Hetzbacher vom Gitarrenvirus befallen. „Schuld daran waren die 1980 erschienen Alben „Back in Black“ von AC/DC und „Ace of Spades“ von Motörhead“, lacht er.

Joachim Bork spielt seit über 30 Jahren Schlagzeug. Bevor er nach Hessen kam, war er lange Jahre bei „Schroeder“ in Nordrhein-Westfalen aktiv. Bei „Fools Crossing“ hört man ihn auch als Lead- und Backgroundstimme. Er kümmert sich daneben um die Technik der Band. Dabei kommt ihm zupass, dass der PA-Verleih Schall & Rauch Show-Service in Sensbachtal betreibt.

Rhythmus-Gitarrist Martin „Mike“ Müller aus Kortelshütte unternahm erste Gehversuche an der mit zwölf Jahren, mit 14 gründete er die erste Band. Neben seinen rein gesanglichen Aktivitäten wie beim Jungen Chor Hirschhorn oder beim MGV Kortelshütte ist er hauptsächlich in der Irish-Folk-Band „Heebie Jeebies“ aktiv.

Anfang des Jahres absolvierte Müller den Abschluss zum staatlich zertifizierten Audio-Engineer und betreibt in Kortelshütte nun ein „kleines, aber feines“ Tonstudio, in dem er neben Musikproduktionen (etwa für SWR2) auch Workshops und Lehrgänge anbietet. Oliver Hess aus Reinheim ist in Sachen Bass-Gitarre ein alter Hase und spielte schon in etlichen Bands rund um Groß-Umstadt. Seine andere musikalische Heimat ist die Gruppe „Agathe Bauer“.

Die Songs von „Fools Crossing“ werden als Liedvorschlag von jedem in die Probe mitgebracht und einfach mal ausprobiert. „Wenn wir das Gefühl haben, es klingt gut und macht Laune zu spielen, werden sie ins Programm aufgenommen“, so Müller. Zwar machen es die jeweiligen Jobs den Fünfen nicht leicht, wöchentlich zu proben. „Aber da wir aber gut aufeinander eingespielt sind, sind neue Stücke schnell im Kasten.“

Info: http://www.fools-x-ing.de

Songauswahl: Somebody to Love, All Right now, La grange, Vertigo, Nobodys wife, Boys of Summer, Rockin in a free world, Doctor Doctor, Like the way i do, I Love Rock’n’Roll, Nothing Else matters, Big in Japan, Hush, You Shook me, Rock you like a hurricane, Whole Lotta Love, Black Night

Sensbachtaler Sporthalle soll mit KIP-Mitteln eine energetische Sanierung erhalten

Die Anlage eines Friedparks auf dem Sensbacher Friedhof war Thema in der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung. Bürgermeister Egon Scheuermann stellte mit Bildern verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten vor. Eine davon sieht etwa vor, dass nur ein Stein platziert wird, auf dem dann die diversen Namensschilder angebracht werden. Eine andere schlägt verschiedene Steine mit Schildern darauf vor, womit eine Banksituation geschaffen wird.

Die unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten wurden von den Mandatsträgern diskutiert und bewertet. Als weiteres Vorgehen wurde vereinbart, dass auf Grundlage der ausgewählten zweiten Variante mit mehreren Steinen Angebote eingeholt werden sollen. Auch soll geprüft werden, in welcher Form ein Friedpark auf dem Hebstahler Friedhof möglich sein könnte.

Der Klimaschutzmanager des Odenwaldkreises, Eric Maercker, schlug laut Mitteilung des Bürgermeisters vor, in Abstimmung mit der Energiegenossenschaft Odenwald (EGO) auf dem Dach der Sporthalle eine Photovoltaikanlage zu errichten. Der südliche Teil des Daches würde sich hierfür anbieten. Eine Statik-Prüfung ergab keine Bedenken. Eventuell, so der Bürgermeister, könne diese Maßnahme mit den Sanierungsarbeiten im Rahmen des kommunalen Investitionsprogramms (KIP) verknüpft werden.

Eine detaillierte Vorstellung mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgt durch Maercker in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung. Bei Wirtschaftlichkeit „bestehen keine grundsätzlichen Bedenken“, sagte Scheuermann. Danach soll über die tatsächliche Umsetzung beraten und beschlossen werden. Der Vorteil für die Gemeinde wäre, dass „wir den dort gewonnenen Strom vergünstigt beziehen könnten“. Die EGO tritt als Bauherr und Betreiber auf.

Scheuermann rechnet mit der Genehmigung der beantragten KIP-Maßnahmen für die Sporthalle, sagte er. Denn in der aktuellen Förderliste des Hessischen Finanzministeriums mit Stand 22. Mai 2017 seien sie aufgeführt. Steffi Holschuh vom Beerfelder Architekturbüro erläuterte den Gemeindevertretern die vorgesehenen Arbeiten. Festzulegen sei noch, wann und in welcher Reihenfolge die einzelnen Gewerke geplant und ausgeschrieben werden. Wie Holschuh sagte, sei aktuell die Auftragslage in den Betrieben sehr gut und führe gegebenenfalls zu sehr hohen Preisen.

Ihren Worten zufolge ist die Nutzung der Halle für den Sportbetrieb des TSV und der Grundschule sowie für Veranstaltungen zu berücksichtigen. Als wichtigstes Gewerk werden zunächst Heizung und Warmwasser aufgegriffen. Hier sollen laut der Architektin seitens eines Fachbüros Möglichkeiten der Umgestaltung aufgezeigt und vorgeschlagen werden. Dabei sei die Gesamtsituation Sporthalle und Gemeindezentrum zu beachten. Die Vorschläge werden in einer der nächsten Sitzungen der Gemeindevertretung vorgestellt und erläutert.

Die Umsetzung der Maßnahmen soll möglichst kompakt erfolgen, damit die Nutzungs-Einschränkungen so gering wie möglich gehalten bleiben, sagte sie. Die Ausschreibung sei für Herbst/Winter 2017/2018 vorgesehen. Die Ausführung könnte dann in den Sommerferien 2018 (25. Juni bis 3. August) erfolgen. Im diesjährigen Haushalt sind knapp über 70.000 Euro an Krediten für diese Arbeiten im energetischen und Sanitärbereich eingeplant – die einzige Darlehensaufnahme in diesem Jahr.

Freude über den kleinen Überschuss im Haushalt 2017 von Sensbachtal

Knapp 23.000 Euro beträgt der Überschuss im Sensbachtaler Ergebnishaushalt 2017, den die Gemeindevertretung jetzt als Satzung mit Sicherungskonzept einstimmig verabschiedete. Gegenüber einem Fehlbetrag von 4500 Euro im Jahr 2016 bedeute dies eine Verbesserung von fast 27.000 Euro, freute sich Bürgermeister Egon Scheuermann.

Fraktionsvorsitzender Heiko Holschuh, gleichzeitig auch Chef des Haupt- und Finanzausschusses, wies darauf hin, dass der Etatentwurf im Gremium unter Anwesenheit aller Gemeindevertreter ausführlich vorberaten wurde. Er begrüßte den positiven Abschluss, obwohl sogar alle angedachten Investitionsvorhaben eingepflegt worden seien. „Es sieht gut aus“, so sein Fazit – wenn die Konjunktur weiterhin so schnurrt wie bisher.

Die Verbesserungen bei den Steuern und Zuweisungen ergaben sich laut Bürgermeister vorwiegend aus dem kommunalen Finanzausgleich (KFA). Hier habe man gegenüber den Ansätzen des Vorjahres eine Verbesserung von etwa 60.000 Euro. Da sich auch die Umlagen erhöhten, verbleibt unterm Strich ein Plus von rund 35.000 Euro. Die Aufwendungen insgesamt, sagte Scheuermann, wurden im Haushalt „auf den notwendigen Umfang beschränkt“.

Jedoch seien insbesondere im Bereich Verbrauchsstoffe und Energie die Kosten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, erläuterte er. Hier sei seitens der Gemeinde nur ein sehr begrenzter Einfluss möglich. Daneben nimmt laut Bürgermeister der Aufwand für Instandhaltung und Unterhaltung jährlich zu. Dies hänge unmittelbar damit zusammen, dass die Fahrzeuge, Anlagen und Gebäude älter und damit störungsanfälliger sowie instandhaltungsaufwendiger würden.

Der Bereich Kinderbetreuung/Kindergarten stellt sich Scheuermann zufolge insgesamt etwas schlechter dar als 2016. Hier liege der Zuschussbedarf 2017 um 3000 Euro höher bei rund 90.000. „Aber Kindergarten und Grundschule sind für Sensbachtal ein unerlässlicher Standortfaktor.“ Die Betreuung von Heranwachsenden zwischen einem und zehn Jahren im Ort „muss deshalb unbedingt weiter sichergestellt werden“. Derzeit würden 17 Kinder, darunter vier Unter-Dreijährige, in einer altersgemischten Kiga-Gruppe betreut.

Eine wesentliche Ausgabe in diesem Jahr ist dem Bürgermeister zufolge die Anschaffung der Pager für die Freiwillige Feuerwehr. Dafür sind rund 23.000 Euro vorgesehen. Zur Ersatzbeschaffung des Feuerwehr-Fahrzeugs in Unter-Sensbach sei die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 180.000 Euro vorgesehen. Dieses wurde aber bisher noch nicht in Anspruch genommen.

Die Investitionen für die nächsten Jahre stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem kommunalen Investitionsprogramm (KIP), führte Scheuermann aus. In diesem Zusammenhang sollen insbesondere die weitere energetische Sanierung der Sporthalle, die Verbesserung der sanitären Anlagen und die Sanierung des Gemeindezentrums angegangen werden. In diesem Jahr steht dafür eine Kreditaufnahme von 71.600 Euro im Haushalt – gleichzeitig das einzige Darlehen 2017.

Die Fusion ist für Sensbachtal „die einzige Möglichkeit, eine Verwaltung zu schaffen, die leistungsfähig und effizient aufgestellt ist“, so der Rathauschef. Gemeindliche Steuern und Gebühren könnten in einer Größenordnung gehalten werden, die für die Einwohnerschaft noch verkraftbar sind. Denn sie seien zusammen mit guter Kinderbetreuung „für eine ländliche Kommune Standortfaktoren, welche andere Nachteile ausgleichen können“. Ein wesentliches Ziel sei aber insbesondere auch die Attraktivität der Oberzent als Wohn- und Geschäftsstandort zu stärken. Damit könnte der Rückgang der Einwohnerzahl eventuell gestoppt werden.

Der kumulierte Fehlbetrag von Sensbachtal, der sich zum 31. Dezember auf voraussichtlich 365.000 Euro beläuft, kann laut Scheuermann mit dem Eigenkapital verrechnet werden kann. So sieht es der Grenzänderungsvertrag vor. Damit werde die neue Stadt in ihren künftigen Haushalten keine Fehlbeträge ausgleichen müssen. Bei den kommunalen Steuern sowie den Gebühren für Wasser und Abwasser „besteht bereits eine weitgehende Einheitlichkeit“, sagte er.

Ergebnishaushalt: Gesamtbetrag der Erträge 1,943 Millionen Euro, Aufwendungen 1,921 Millionen Euro, Überschuss ca. 22.300 Euro

Finanzhaushalt: Saldo aus den Einzahlungen und Auszahlungen laufende Verwaltungstätigkeit 88.000 Euro, Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 156.500 Euro, Auszahlungen 323.000 Euro, Saldo minus 166.675 Euro, Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit 71.600 Euro, Auszahlungen 42.000 Euro, Saldo knapp 30.000, Zahlungsmittelfehlbedarf 49.000 Euro

Gesamtbetrag der Kredite 71.600 Euro, Höchstbetrag der Kassenkredite 300.000 Euro.