Überwältigende Hilfsbereitschaft nach Brand im Rothenberger Kindergarten

Andrea Koch ist noch ganz hin und weg von der überwältigenden Hilfsbereitschaft aus der gesamten Region. Seit Anfang vergangener Woche sind die Räume der Kindertagesstätte Himmelsauge wegen eines Brands im Verteilerkasten nicht mehr nutzbar. Rasend schnell wurde eine Übergangslösung gefunden, gab es zahlreiche Sachspenden, sodass nach einem Schließtag bereits der Interimsbetrieb angegangen werden konnte. Die Leiterin rechnet damit, dass die Kinder bis mindestens Ende Februar auf der Höhe betreut werden müssen, während weiter unten saniert wird.

Der Brand selbst lief glimpflich ab. „Zum Glück war eine Kollegin gerade mit einer Gruppe in der Turnhalle, während die Kleinen oben schliefen“, schildert Koch den Ablauf. Die Erzieherin bemerkte den Geruch des schmorenden Verteilerkastens. Alle gingen ruhig hoch und weckten die anderen, erzählt sie. Da eine Erzieherin in der Nähe wohnt, war sie dann die erste Anlaufstelle. „Alles lief sehr entspannt und geordnet ab“, so die Leiterin. „Das war echt toll.“

Feuerwehr und DRK waren noch an der Einsatzstelle, als schon die ersten Hilfsangebote kamen, zeigt sich Koch dankbar. Vom DRK-Vorstand wurde das Vereinsgebäude angeboten. Es wird jetzt für die Nachmittagsbetreuung der Grundschüler genutzt. Im Sporthalle-Vorraum sind die Kindergartengruppen untergebracht. Seine Nutzung war sofort vom Hallenwart offeriert worden.

Kleine Ursache, große Wirkung: „Was wie ein kleiner Schwelbrand aussah, wurde eine große Sache“, beschreibt Andrea Koch die Folgen. Denn: Alles in den Räumen wurde durch den Rauch kontaminiert und darf nicht mehr genutzt werden. Die im Stock darüber arbeitende Bauverwaltung konnte durch eine Strom-Notversorgung von außen inzwischen wieder ihre Tätigkeit aufnehmen.

Die Hilfsmaschinerie lief sofort auf vollen Touren. „Das gibt’s nur auf dem Dorf staunend“, meint Andrea Koch, dass die Bevölkerung bei solchen Ereignissen in dieser Art und Weise zusammenhält. Vom Bauhof wurden Teppiche für den Sporthallen-Fliesenboden organisiert und dort lagernde Kindergarten-Möbel wie Stühle und Tisch herbeigeschafft. Andere Oberzent-Kindergärten stellten Spielsachen zur Verfügung.

„Ich bin völlig geplättet von der Hilfsbereitschaft“, sagt die Kindergarten-Leiterin. In dem ganzen Chaos „war das eine tolle Erfahrung“. Spenden über 500 Euro, zum einen von der Rothenberger Theatergruppe, zum anderen von der Firma E-Concept, tragen dazu bei, dass es bereits einen Grundstock für Neuanschaffungen gibt. „Wir durften nichts mitnehmen“, so Koch. Was offen in den Räumen herumlag, „muss entsorgt werden“. Alle Kleider der Kinder kommen in die Reinigung.

Nach ein paar Übergangstagen läuft der Betrieb seit Montag „normal“, wenn man dieses Wort verwenden kann. Die Sporthalle ist weiterhin für die Grundschule und die Vereine nutzbar, betont sie. Der Rhythmus muss sich natürlich noch einspielen. Eigentlich wäre der Januar der „Koch-Monat“ für die Kinder gewesen, erläutert die Leiterin. Da die Finkenbacher „Traube“, von der sonst das Mittagessen geliefert wird, Betriebsferien hat, durften die Kleinen dann immer selbst zu Werke gehen.

Die Möglichkeit fehlt jetzt, aber Ersatz gab es schnell: Der „Gaucho-Grill“ aus Beerfelden liefert übergangsweise das Essen. Der Sauter-Schulbus fährt in der Interimszeit einfach mal schnell den Berg zur Sporthalle hoch, damit alle bei Winterwetter gut zu den provisorischen Räumen kommen. Eine solche Situation „schweißt absolut zusammen“, hat Andrea Koch beobachtet.

Montag vor einer Woche nahm die neue Krippengruppe ihren Betrieb auf, am Dienstag brannte es. „Schlechter könnte das Timing nicht sein“, meint die Leiterin. Für die Kleinsten wurden viele Dinge neu angeschafft, von denen sie hofft, dass nicht alle kontaminiert sind. Auf jeden Fall „sind alle Musikinstrumente kaputt“, bedauert sie. Drei Krippenkinder werden bereits seit vergangener Woche betreut, weitere kommen im Februar und März dazu. „Dann reicht der kleine Raum in der Sporthalle nicht mehr“, weiß Koch. Es muss wieder improvisiert werden.

In naher Zukunft hätte die Kita Himmelsauge sowieso innen und außen saniert werden müssen. Entsprechende Planungen gab es bereits. Aktuell werden 55 Kinder, 16 U3 und 39 Ü3, betreut. Die durch den Brand eh notwendigen Sanierungen führten im Magistrat aktuell zu Überlegungen, die Maßnahme vorzuziehen, wenn sowieso gearbeitet werden muss. „Wir erwägen die Sanierung, benötigen aber noch die Planung/Zeitschiene der Versicherung“, sagte Bürgermeister Christian Kehrer.

Info: Um Neuanschaffungen tätigen zu können, ist die Kita Himmelsauge für Geldspenden dankbar. Durch Sachspenden ist die aktuelle Interims-Ausstattung gesichert. Mehr Infos unter E-Mail kita-himmelsauge@stadt-oberzent.de

 

 

 

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Jochen Sauter ist neuer Wehrführer von Ober-Hainbrunn

Wechsel in der Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Hainbrunn. Nach 20 Jahren als Feuerwehrkommandant kandidierte Stefan Hofmann für dieses Amt nicht mehr. Auf der Jahreshauptversammlung wurde sein bisherige Stellvertreter Jochen Sauter zum Nachfolger gewählt. Stefan Hofmann ist der neue Stellvertreter. Erstmalig in der Geschichte der Hainbrunner Brandschützer gibt es einen dritten Wehrführer. Pascal Lähn übernahm dieses Amt und wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Hofmann berichtete zu Beginn über die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Übungen und Unterrichte rund um das neu angeschaffte TSF-W prägten den Plan. Mehrere Feuerwehrkameraden besuchten Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene. Dadurch konnte viel neues Fachwissen einfließen. Die zusätzliche Beladung mache dies auch erforderlich, betonte er.

Hofmann ermahnte die Wehrleute, weiter an ihrer Ausbildung zu arbeiten, da es stetig neue Anforderungen gebe. Glücklicherweise, sagte er, gab es in 2018 keine schlimmen Brände. Zu zwei Einsätzen in Nachbarorten wurde die Hainbrunner Einsatzabteilung alarmiert, musste aber aufgrund der schnellen Arbeit der jeweiligen Feuerwehren nur noch Nachschau betreiben. Sechs Hilfeleistungseinsätze nach Unwettern wurden jedoch verzeichnet. „Dies zeigt wieder einmal die geänderten Einsatzbedingungen“, betonte der scheidende Wehrführer.

Bei der Gestaltung des neuen Fahrzeuges zeigte sich aufs Neue die gute Zusammenarbeit der Stadtteilwehren, freute sich Hofmann. So konnten die Hainbrunner auf Pläne der Finkenbacher zurückgreifen, die ein baugleiches erhielten. Der Gerätewagen der Rothenberger Wehr wurde genutzt, um die Beladung zum Einbau zu bringen. Aktuell hat die Feuerwehr Hainbrunn 20 aktive und 78 passive Mitglieder, zehn Jugend-Feuerwehrleute sowie acht Mitglieder der Alter- und Ehrenabteilung, erläuterte der Kommandant.

Anna Lähn berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Im Mittelpunkt standen die Teilnahmen an Bundeswettbewerb und Leistungsspange. Beide waren von Erfolg gekrönt. Im Bundeswettbewerb gewann die gemischte Gruppe nach dem dritten Platz auf Kreisebene den Südhessenpokal. Sechs Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr legten ihre Leistungsspangenprüfung ab und dürfen somit die höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr ihr Eigen nennen.

Kassenwartin Heike Arnold legte Einnahmen und Ausgaben dar. Nach der einstimmigen Entlastung wurde der Vereinsvorstand neu gewählt: Vorsitzender bleibt Stefan Hofmann, Stellvertreter Jochen Sauter, Schriftführer Jörg Heckmann, Kassenwartin Heike Arnold. Ebenso wurden fünf Beisitzer gewählt: Horst Michel, Michael Ihrig, Manuel Krieger, Johannes Glücks und Thomas Scheuermann.

Der neue Wehrführer Jochen Sauter bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen. Die Wahl von Pascal Lähn zum dritten Wehrführer „ist eine Weichenstellung für die Zukunft“, sagte er. Bürgermeister Christian Kehrer lobte die vielfältige Arbeit der Feuerwehr. Er beförderte Anna Lähn zur Oberfeuerwehrfrau, Pascal Lähn zum Hauptfeuerwehrmann und Marcel Lähn zum Löschmeister. Stadtbrandinspektor Marco Johe hob die wichtige Zusammenarbeit aller Stadtteilwehren hervor, um im Bedarfsfall miteinander alle Herausforderungen lösen zu können. Weiterhin legte er die Teilnahme an Lehrgängen ans Herz.

Stadtverordneter Wilfried Friedrich sprach den Zusammenhalt der Ortsvereine an. Dieser zeige sich unter anderem in der Sanierung des ehemaligen Schulhauses durch ehrenamtliche Arbeit. Er freue sich, so Friedrich, dass er in einer solch aktiven Gemeinschaft leben dürfe. Hofmann erwähnte noch den neu eingeführten Ehrungstag der Feuerwehren am 11. Mai. Dann werden in einer Feierstunde alle Kameraden der Stadt Oberzent geehrt.

Das Foto zeigt von links: Marcel Lähn, Stefan Hofmann, Pascal Lähn, Jochen Sauter, Anna Lähn, Christian Kehrer, Marco Johe

Kindergarten Rothenberg muss umziehen: Durch Brand im Verteilerkasten gibt es keinen Strom

Ein Brand im Verteilerkasten der Kita Himmelsauge konnte durch das Eingreifen der Oberzent-Feuerwehren mit etwa 70 Brandschützern rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die 18 Kita-Kinder wurden schnell und unversehrt durch die Erzieherinnen in Sicherheit gebracht, denn die Brandmeldeanlage schlug laut an. Durch den Brand fiel aber die Stromversorgung im gesamten Gebäude inklusive der Verwaltung aus. Dort sind das Oberzent-Bauamt und der Bürgerservice für die ehemalige Gemeinde untergebracht.

Die Instandsetzung wird laut Stadt längere Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb kommt es im Bereich der Abteilungen Bürgerservice und Bauamt zu Einschränkungen. Die Kita Himmelsauge ist derzeit in die Sporthalle und in das Dr.-Roland-Krauhs-Heim in Rothenberg ausgewichen. Der Betrieb kann bis auf Weiteres von dort aus weiterbetrieben werden. Laut Stadtbrandinspektor Marco Johe wird mit einer höheren Schadenssumme gerechnet.

Die Wehren wurden zu einer unklaren Rauchentwicklung im Kindergarten Rothenberg alarmiert. Auf der Anfahrt wurde von der Leitstelle schon mitgeteilt, dass sich keine Personen mehr im Kindergarten aufhalten würden, so die Nachricht der Feuerwehr. Beim Eintreffen des Großaufgebots quoll schwarzer Rauch aus den Kellerfenstern und die Rauchmelder ertönten laut. Zwei Trupps der Rothenberger Brandschützer gingen unter schwerem Atemschutz zur Erkundung vor.

Die Feuerwehr Beerfelden stellte drei Atemschutztrupps in Reserve, welche im weiteren Verlauf nicht mehr gebraucht wurden. Die zwei vorgehenden Trupps konnten den Brand schnell löschen und mittels Lüfter des TLF wurde das Gebäude entraucht. Nachdem dies erledigt war, rückte Beerfelden ab. Die Rothenberger Kameraden blieben mit Unterstützung von Kortelshütte, Ober-Hainbrunn und Finkenbach an der Einsatzstelle, schalteten das Gebäude stromfrei und saugten das Löschwasser mittels Nasssauger auf.

Info: Weiteres auf http://www.stadt-oberzent.de oder über die Hotline 06068/7590-900. Der Bürgerservice in den Verwaltungsstandorte Beerfelden, Schöllenbach und Unter-Sensbach ist zu den jeweiligen Öffnungszeiten verfügbar.

Der „Stoiner“ holt den Turniersieg beim Dart-Turnier in Ober-Hainbrunn

Die Vorjahressieger hatten dieses Mal nichts zu melden. Serafettin (Sahap) Ayar, Norbert „Indio“ Schulte und Kara Musa vom DC Mosbach kamen bei den 3. Hainbrunn-Open der Dartfreunde „Double-Trouble“ nicht unter die ersten Drei. Den Sieg holte sich ein absoluter Profi, den es per Zufall nach Oberzent verschlagen hatte: Sascha „Stoiner“ Stein aus Birkenau, 2015 WM-Teilnehmer. Auf dem zweiten Platz landete Simon Schmidt aus Walldorf vor dem Odenwälder Mathias Beermann und dem Lokalmatador Daniel Kölbl.

Gibt’s denn einen Trick, wie es man als Dart-Neuling schnell lernt, die Triple-20 zu treffen? Oder den roten Kreis in der Mitte, der 50 Punkte bedeutet? Uwe Kölbl lacht. „Nein. Die Devise heißt Übung, Übung, Übung“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der Dartfreunde. Als Hauptpreis des Turniers darf bis zum nächsten Turnier der Wanderpokal mitgenommen werden. 37 Dartspieler gingen an den Start. Wenn „Double Trouble“ ruft, kommen die Spieler aus der gesamten Region angefahren. Eberbach, Beerfelden, Birkenau, Walldorf, Hirschhorn und Mosbach lauten die Adressen.

Große Unterschiede gibt es bei der Wurfpraxis. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass ein Fuß an den Abwurfbalken muss. Ob aber spitz, schräg oder waagrecht, ist egal. „Schulter und Arm sollen in eine Richtung zeigen“, erläutert Kölbl. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es gibt verschiedene Arten zu werfen. Wie es eben für einen am besten passt.“ Manche wie Sahap „werfen sogar von oben runter“. Mit Erfolg. Die ersten 180 warf Musa, der dafür eine Flasche Whiskey erhielt.

„Die Richtung halten ist das A und O“, mahnt der Abteilungsleiter. Viel zu oft verlieren Spieler die Balance „und schießen den Pfeil an die falsche Stelle“. Ein weitverbreiteter Irrtum ist seinen Worten zufolge, dass der rote Punkt in der Mitte die meisten Punkte bringt. Zwar gibt es dafür 50 Zähler, aber die „Triple 20“ im roten, mittigen Kreis genauso wie Triple 19, 18 und 17 bedeuten mehr. Immerhin taugt der Mittelpunkt dazu, das Spiel beenden zu können. Das ist sonst nur mit den außen liegenden Doppelfeldern im Ring möglich.

Die Kunst beim „501 Double out“ ist denn auch nicht nur, möglichst viele Punkte zu holen. Klar sind die nützlich, um von 501 Richtung 0 zu kommen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Akteur keinen einzigen Zähler mehr hat. Doch beendet werden muss die Partie zielgenau. „Wer zum Schluss einen Punkt hat, kann nicht beenden“, so Kölbl.

Welches Training hinter den Erfolgen der echten Profis steckt, erfuhr Kölbl beim Besuch von Max Hopp vor zwei Jahren. Den Meisterspieler und WM-Teilnehmer hatten die Dartfreunde als Stargast eingeladen. „Der trainiert fünf Stunden jeden Tag“, meint der Hobbyspieler andächtig. „Sogar acht, wenn es auf einen Wettkampf zugeht.“ Serafettin (Sahap) Ayar vom 1. DC Mosbach, der dieses Mal als Titelverteidiger an den Start ging, bringt es auf zwei Stunden. Zeiten, von denen die Cracks im Finkenbachtal nur träumen können.

Der Abteilungsleiter freut sich, dass aus dem ehemaligen Kneipen- ein Hochleistungssport geworden ist. In Ober-Hainbrunn kommen die pfeilschnellen Akteure einmal in der Woche donnerstags in der SV-Sporthalle „just for fun“ zusammen. „Dart-Ligen gibt es erst wieder im Bereich Walldorf oder Darmstadt“, erläutert Kölbl. Das ist dann doch etwas zu weit.

Während im Umkreis eher E-Dart (Automatendart) gespielt wird, setzen die Hainbrunner auf die traditionelle Variante mit Stahlpfeilen, Steeldart genannt. „Das ist der Klassiker wie früher in den Kneipen“, schwört Kölbl auf die ursprüngliche Spielweise. Aber es gibt auch einen ganz profanen finanziellen Grund. Eine Steeldart-Scheibe kostet 45 Euro. Ein Automat, bei dem die Darts eine Spitze aus Kunststoff haben müssen und höchstens 18 Gramm wiegen dürfen, kostet 800 Euro. „Zu viel für einen kleinen Verein wie den unsrigen“, sagt er.

Info: Dart-Begeisterte aus Ober-Hainbrunn und den angrenzenden Orten trafen sich das erste Mal bereits im März 2015, um ihrer Leidenschaft für den pfeilschnellen Sport zu frönen. Im Juni 2016 wurden die Dartfreunde als vierte Abteilung in den SV Ober-Hainbrunn aufgenommen. „Als ehemaliger aktiver Spieler ist mir nicht entgangen, wie diese Sportart in den letzten Jahren boomt“, so SV-Vorsitzender Frank Flachs. 40 Interessierte kamen am Anfang zum Schnuppern, von denen knapp 20 übrig blieben. Die trainieren immer donnerstags ab 19.30 Uhr in der SV-Sporthalle (Neckarstraße, Ober-Hainbrunn). Abteilungsleiter ist Uwe Kölbl. Infos unter E-Mail dartfreunde-hainbrunn@web.de oder http://www.dartfreunde-oberhainbrunn.de.

 

Nach Weihnachten gibt’s in der Kita Himmelsauge einen neuen Krippenraum

Ab Januar gibt es Zuwachs in der Kindertagesstätte Rothenberg. Dann ist der Raum für die neue Krippengruppe fertig umgebaut und wird nach und nach von zehn Pimpfen unter drei Jahren bezogen. „Wir haben gemerkt, dass der Bedarf steigt“, erläutert Leiterin Andrea Koch den Handlungsbedarf. Sie freut sich über die Unterstützung der kommunalen Gremien: Magistrat und Stadtverordnete „sind sehr hinterher“, dass die Betreuung im Vorschulbereich möglichst optimal ist.

Die fünf Leitungen der vier kommunalen und des einen evangelischen Kindergartens machten sich bereits vor zwei Jahren gemeinsam auf den Weg, „um eine gemeinsame Zielrichtung zu erarbeiten“. Es geht laut Koch darum, vieles zu vereinheitlichen, „damit sich die Eltern einen Überblick verschaffen können“. Die Leiterin verdeutlichte, „dass viele der fünf Einrichtungen an ihre Kapazitäten stoßen“. So richteten die kommunale und konfessionelle Kita in Beerfelden jeweils bereits eine neue Krippengruppe ein.

In Rothenberg wird gerade der bisherige Experimentierraum umgebaut, für den ein Ersatz im darüber liegenden ehemaligen Rathaus gefunden wurde. Da die Fläche aber nicht so groß wie ein „regulärer“ Gruppenraum ist, dürfen hier nur maximal zwölf Kinder unter drei Jahren betreut werden. Die kommen dann ab Januar „nach und nach zu uns“. Angeschlossen ist ein kleiner Schlafraum mit Stockbetten. Eine Auffrischung des Außengeländes und eine energetische Sanierung des mehr als 30 Jahre alten Gebäudes sollen in der Zukunft auch angepackt werden.

Wenn es Arbeit gibt, kann das Erzieherinnenteam auf die Unterstützung der Eltern bauen. „Die sind total engagiert“, freut sich Koch. Auf ein Rundschreiben, wer bei der Raumentkernung helfen würde, meldete sich ein Vater, der die Arbeiten mitsamt seiner Firma unentgeltlich übernahm. Auch bei anderen Dingen sind die Eltern immer sofort bereit sich einzubringen, sagt sie. Vierteljährlich gibt es eine Kita-Zeitschrift, wöchentlich wird ein gemeinsames Frühstück organisiert.

Es ist nicht nur der Trend, dass immer mehr jüngere Kinder unter Drei in die Kita gebracht werden, der für Platzmangel sorgt, erläutert Koch. Das trifft mehr oder weniger auf alle Einrichtungen in Oberzent zu. Im Rothenberger Fall kommt noch das große Neubaugebiet hinzu, wo sich nach und nach vor allem junge Familien ansiedeln werden. Bei 42 Bauplätzen, die sukzessive bebaut werden, rechnet die Leiterin für längere Zeit mit einem „Ansturm“.

Für sie ist klar: „Auch auf dem Land wissen junge Mutter eine gute Betreuung zu schätzen.“ In vielen Familien arbeiteten beide Elternteile. Die Großfamilie, in der früher die Großeltern aushalfen, gibt es immer weniger. Koch stellt „gefühlsmäßig“ eine Umkehrung des Landflucht-Trends fest. „Es gibt inzwischen mehr Zu- als Wegzüge.“ Die jungen Familien kehren nach Oberzent zurück, „weil sie die Wohn- und Lebensqualität zu schätzen wissen“. Lieber werden längere Fahrtwege zur Arbeit in Kauf genommen.

Andrea Koch betont, „dass jede Stadt gut beraten ist, diesen Trend zu unterstützen“, und ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung stellt. Dazu gibt es in der Stadt sehr viele Vereine, die bei der Förderung jüngerer Kinder rührig sind. „Ich bin begeistert“, sagt sie. „Das ist der richtige Weg.“ Sie weist auf die „ganz andere Arbeit“ mit den Jüngsten hin. Es geht nicht nur ums Spielen, sondern auch ums Erziehen. Die Qualität hängt „auch mit der personellen Ausstattung zusammen“, macht sie deutlich.

In Rothenberg gibt es nur den Ganztags-Kindergarten bis 15 Uhr und nicht einzelne Zeitblöcke. Die Eltern sind dadurch flexibel, so Koch. Sie können ihre Sprösslinge auch früher abholen, aber ebenso auf berufliche Erfordernisse schnell reagieren und die volle Betreuungszeit nutzen, ohne eine Änderung vornehmen zu müssen. „Das bedeutet für uns weniger Verwaltungsaufwand“, hebt Koch hervor. Das Mittagessen wird von der Finkenbacher Traube geliefert. Nachmittags findet derzeit noch die Betreuung der Rothenberger Grundschüler in der Kita statt.

Finkenbacher Voraushelfer sind im Notfall am schnellsten vor Ort

Die ersten Einsätze haben die Voraushelfer bereits hinter sich. Dem stellvertretenden Feuerwehr-Kommandanten Wolfgang Buchert ist gut in Erinnerung, wie er kürzlich zu einem Schlaganfall gerufen wurde. „Das war heftig.“ Zum Glück war sein anderer Einsatz „harmloser“. Die elf Aktiven überbrücken in Finken-, Hinter- und Raubach die Zeit, bis der Rettungsdienst vor Ort ist. Das kann gerade nachts, wenn die Beerfelder Rettungswache nicht besetzt ist, etwas dauern.

Die Ehrenamtlichen aus den Reihen von Feuerwehr und DRK sind jetzt voll einsatzbereit. Die Lehrgänge sind absolviert, Taschen und Material beschafft. Ebenso wie der Defibrillator, dessen Kauf durch eine Spende der Jagdgenossenschaft Finkenbach Ost und West ermöglicht wurde. In kurzer Zeit hat sich viel getan. Über den Sommer flossen finanzielle Mittel aus der Bevölkerung und von Geschäftsleuten reichlich. Insgesamt kamen so über 4000 Euro zusammen.

Alle Ehrenamtlichen konnten dadurch mit dem entsprechenden Equipment ausgestattet werden, das pro Person um die 500 Euro kostet. Die Aktiven sind aber weiterhin auf Spenden angewiesen, denn Zuschüsse gibt es keine, wie mehrfach kritisiert wurde. „Das habe ich schon an Politik weitergeben“, erläutert Buchert. Unter anderem fehlen noch Jacken mit Wiedererkennungswert, damit man die Helfer gleich zuordnen kann. Auch muss das Verbrauchsmaterial aus eigenen Mitteln nachgekauft werden, so der Feuerwehr-Mann. Entsprechende Dosen stehen unter anderen in Mareikes Backshop.

Die Voraushelfer freuten sich, dass die Jagdgenossen die benötigten 1700 Euro für den Defi zur Verfügung stellten. Zur Übergabe waren Jagdpächter Stefan Hoock mit seiner Partnerin Birgit Manganaro, Vorsitzender Heinrich Hotz und Wolfgang Weimar ins Feuerwehrhaus gekommen. „Für uns war das selbstverständlich“, sagt Hotz. Es kann immer etwas passieren, ergänzt Hoock. „Dann ist man froh, wenn jemand hilft.“

Die Mitgliedschaft bei den Brandschützern ist keine Bedingung, um bei der Voraushelfer-Gruppe mitzumachen, betont Vereinsvorsitzender Jens Schindler: „Interessierte Bürger können sich uns gerne anschließen.“ Denn alles steht unter einem wichtigen Ziel: „Die medizinisch nicht versorgte Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, soll möglichst gering gehalten werden.“ Je mehr Helfer verfügbar sind, desto größer ist die die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen greifbar ist. Die Koordination geschieht über die Leitstelle. Im Notfall muss weiterhin die 112 gewählt werden.

Die Voraushelfer leisten aber nicht nur medizinische Hilfe. Sie kümmern sich auch um Angehörige, bis deren Verwandte oder das Kriseninterventionsteam eingetroffen sind. „Uns kennt man im Ort“, hebt  Buchert hervor. Die Betroffenen sehen in einem Notfall bekannte Gesichter, denen sie sich anvertrauen. „Es muss in die Köpfe der Leute, dass es uns gibt“, sagt er.

Ein tödlicher Motorradunfall im Sommer 2017 in der Raubach gab den Ausschlag: DRK-Mann Christian Niesen wurde aus dem Schwimmbad per Piepser heraus als Ersthelfer alarmiert, die Finkenbacher Feuerwehr kam dann an die Unfallstelle hinzu. Aus dem späteren Gespräch heraus entstand die Idee, unter dem Dach des DRK eine Voraushelfer-Gruppe aufzubauen, die überwiegend mit Feuerwehrleuten „bestückt“ ist. Damit soll gewährleistet werden, dass immer jemand vor Ort in Notfällen greifbar ist.

Beim DRK Rothenberg-Finkenbach mit Bereitschaftsleiterin Anja Braner stieß man mit diesem Ansinnen auf offene Ohren. Die Rotkreuzhelfer engagierten sich stark beim Aufbau. „Die Zusammenarbeit ist im Kreis einmalig“, hebt sie hervor. Aktive Feuerwehr-Mitglieder traten ins DRK ein, um so auch den entsprechenden Versicherungsschutz zu haben.

78 Stunden dauerte der zu absolvierende Sanitätskurs, erläutert Niesen. Eine Zeit, die ehrenamtlich an vier Wochenenden aufgebracht wurde. Die Helfer treffen sich in regelmäßigen Abständen zum Auffrischen. Alle zwei Jahre gibt es eine Fortbildung. Mit den elf Aktiven erreichen die Voraushelfer in ihrem Gebiet eine 1:50 Betreuung, also ein Helfer pro 50 Einwohner. „Eine sauguter Schnitt“, freut sich Niesen.

 

Voraushelfer-Gruppe Rothenberg-Finkenbach: 11 Aktive aus Feuerwehr und DRK

Im Notfall weiterhin die 112 wählen

Weitere Infos bei Wolfgang Buchert unter E-Mail wolfgang.buchert@freenet.de

Treffen nach Absprache im Feuerwehrhaus Finkenbach. Termine können unter Telefon 0171/3490339 bei Wolfgang Buchert angefragt werden.

Spenden sind möglich auf das Konto des DRK Rothenberg-Finkenbach unter dem Verwendungszweck Voraushelfer Feuerwehr Finkenbach, IBAN DE16 5085 1952 0031 0000 60.

Seeweihnacht mitten im Odenwald

Eine Seeweihnacht zwischen Odenwald-Hügeln? Das geht. Matthias Bartmann veranstaltete nach dem Auftakt im vergangenen Jahr heuer die zweite Auflage an der Forellenteichanlage im Finkenbachtal. Was 2017 aus „Jux und Dollerei“ entstand und schon damals als Geheimtipp auf viel Widerhall stieß, lockte in jetzigen Ausführung noch ein paar Gäste mehr an. Das Ambiente zwischen den einzelnen Fischteichen bietet sich dafür mehr als an, um im Kreise Gleichgesinnter ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Bartmann zeigte sich vollauf zufrieden mit dem Verlauf. „Das passt alles“, schmunzelte er. Bekannte und Freunde halfen bei der Bewirtung mit, während er selbst den Holzgrill überwachte, auf dem die Lachsforellen brutzelten. Die gab’s dann als Alternative zu den üblichen Weihnachtsmarkt-Speisen (Bratwurst, Waffeln, Crepes) lecker angemacht auf dem Brötchen frisch zum Verzehr. An Nachschub herrschte ja kein Mangel.

Der Rothenberger im Finkenbachtal freute sich über den sehr guten Besuch nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch von Anglerkundschaft aus Heidelberg und Worms. „Wir haben damals zusammen gesessen und überlegt, einen kleinen Weihnachtsmarkt zu machen“, blickte er aufs letzte Jahr zurück. Daraus wurde eine vom Besuch her doch etwas „größere Ausführung“. Eine Wiederholung ist deshalb bereits für kommendes Jahr angedacht.