A-Jugend des SV Sandhausen mit eindrucksvoller Leistung beim FC Finkenbachtal

Die U19 des SV Sandhausen war zu Gast bei Freunden: Zum wiederholten Male trafen sich die Teams von FC Finkenbachtal und SVS im schönen hessischen Odenwald für ein alljährliches Testspiel. Wieder einmal hatte der Profi-Nachwuchs zweistellig die Nase vorn: Dieses Mal mit 13:0 gegen den A-Ligisten. Möglich machten die Partie der sportliche Leiter des FC, Michael Kaufmann, und der Leiter des SVS-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), Joachim Stadler. Beide kennen sich auch privat sehr gut.

Bei besten Rahmenbedingungen wurde das Spiel um 16 Uhr angepfiffen. Nach 90 Spielminuten, in denen den Zuschauern von beiden Mannschaften leidenschaftlicher Fußball geboten wurde, endete die Partie 13:0 für die U19 des SVS. Die Tore für das neu formierte Team – in der sich der eine oder andere Spieler gute Hoffnungen auf eine Profilaufbahn machen kann – um Cheftrainer Frank Schwabe sowie die beiden Co-Trainer André Philipp und Hans-Jörg Daute erzielten Jassin Naainiaa, Roen Fordyce, Robin Mörmann, Filimon Gerezgiher, Andreas Schiler und Riccardo Rittersberger. Manche trugen sich dabei mehrfach in die Torschützenliste ein. Die Besucher erkannten neidlos an, dass beide Mannschaften bei großer Hitze eine engagierte Begegnung ablieferten.

In der Sandhäuser Mannschaft standen auch verschiedene Neuzugänge: Niklas Heeger (Torwart SV Waldhof Mannheim), Robin Mörmann (SV 08 Kuppenheim), David Reitarow (TSG 1899 Hoffenheim) und Adin Mujanovic (VfB Stuttgart). Letzterer ist im aktuellen Kader bei der bosnischen Nationalmannschaft. Stadler sagte zu den Neuen: „Wir konnten alle unsere Wunschspieler verpflichten. Alle Neuzugänge sowie die verbliebenen U19- und natürlich die aufgerückten U17-Spieler bilden eine geschlossene Einheit.“

Beim abschließenden gemeinsamen Essen der beiden Teams im FCF-Sportlerheim wurden Dankesworte von den Offiziellen ausgesprochen. Kaufmann und Stadler äußerten die Absicht, das Testspiel vor der kommenden Saison gerne wieder stattfinden zu lassen. „Wir fahren mit unserer U19-Truppe immer wieder gerne zu unseren Freunden nach Finkenbachtal“, meinte der SVS-Mann. Auch wenn das Ergebnis etwas hoch ausfiel, „ist es für unsere Jungs ein guter Test“. Zum Großteil spielte der SVS mit dem jüngeren Jahrgang, „für den ein Test gegen eine Aktivenmannschaft eine enorme Erfahrung bringt“.

 

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Am 10. und 11. August findet das Finki-Festival zum 36. Mal statt – Jubiläum 50 Jahre Guru Guru

Es ist zwar noch einen Monat hin bis zum „Finki“, dem legendären Krautrock-Festival im Odenwald Mitte August. Doch alle Fans der Traditionsveranstaltung können sich den Termin schon einmal dick im Kalender anstreichen. Denn das Line-up der 36. Auflage 42 Jahre nach dem ersten Festival steht fest. Zwei Unterbrechungen erklären die Zahlendifferenz. Noch eine Zahl, diesmal eine runde: Die Gründer von „Guru Guru“ um Mani Neumeier feiern dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Wenn das kein Grund für eine große Party ist.

Neun weitere Bands haben die Organisatoren für das Wochenende des 10. und 11. August zusammengetrommelt, die auf dem Festivalgelände beim Sportplatz des 450-Seelen-Dorfs zwei Tage lang für ausgelassene Stimmung und einen Hauch von Odenwald-Woodstock sorgen werden. Kraan, Jane, Birth Control, Amon Düül 2 und Epitaph sind alte Bekannte. Zusammen mit Faust und Embryo vervollständigen sie den Musik-Event. Mit Vibravoid und Marblewood ist das Line-Up für die beiden Tage komplett.

Kraan ist eine der dienstältesten heute noch aktiven Krautrockbands. Es wird interessanter Jazzrock mit arabischen und progressiven Einflüssen gespielt. Die 1969 gegründete Formation Epitaph hat insbesondere in den Siebzigern Musikgeschichte geschrieben. Als erste deutsche Band tourten sie in den USA. Massenhafte eigene Headlinertouren und gemeinsame Touren mit Joe Cocker, den Scorpions, ZZ- Top oder auch Saga sowie unzählige Festivalauftritte machten sie zu einer der kultigsten deutschen Rockbands.

Amon Düül II ist eine deutsche Rockband, die sich im Zuge der Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre bildete und in verschiedenen Formationen bis in die Gegenwart besteht. Sie gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Krautrock. Marblewood ist ein Zürich beheimatetes Trio. Die Musiker verbinden in ihrer Klangkunst ausgedehnte Jams und freie Improvisationen mit vergleichsweise kurz zum Vorschein kommenden durchkomponierten Passagen.

Birth Control steht für exzellente progressive Rockmusik, die über Jahrzehnte die Fans im In- und Ausland vor allem bei den Live-Konzerten begeisterten. Die Band wird diesen Spirit im Sinne des verstorbenen Bernd Noske weiter leben lassen – und zwar mit Musikern, die schon in den vergangenen fünf Jahrzehnten den Sound mitgeprägt haben. Vibravoid spielen einen von den frühen Pink Floyd beeinflussten Psychedelic Rock. Embryo gelten als eine der bedeutendsten deutschen Krautrockbands der 1970er Jahre. Sie entwickelten sich vom jazzigen Krautrock zu einer Weltmusik-Band, die es versteht, verschiedenste Stile und Richtungen miteinander zu vereinen.

Faust entstand 1970 in Hamburg, als sich die Mitglieder zweier früherer Bands, Nukleus und Campylognatus Citelli, zusammenschlossen. Jane ist eine deutsche Rockband aus Hannover, ebenfalls 1970 gegründet. Bis heute konnte sie in ganz Europa, Neuseeland und Amerika an die zwei Millionen Schallplatten verkaufen. Seit einigen Monaten steht das aktuelle Werk „Traces“ in den Geschäften.

„Die Einmaligkeit dieser Veranstaltung“ und absolut positive Resonanz der Besucher ist laut Armin Löffler vom mitveranstaltenden FC Finkenbachtal die Motivation für alle Beteiligten, jedes Jahr das Festival wieder auf die Beine zu stellen. Nach dem Finki ist dabei schon vor dem Festival: Die Planungen für dieses Jahr starteten bereits rasch nach dem letztjährigen Event. Dazu setzten sich Löffler, der Vorstand des FC, Karl-Heinz Osche, der Booker von Guru Guru, und Mani Neumaier, Chef der Band, zusammen.

Wen verpflichtet Mani Neumaier fürs Finki? „Die Bands müssen mir gefallen“, erläutert er, musikalisch hochwertig sein, authentisch. „Keine Coverbands und keine Popsülze“ ist ein weiteres Kriterium. „Oft kenne ich sie persönlich, ich sehe mir Live-Auftritte oder Filme an“, erzählt er. Der besondere Reiz des Finki ist für ihn: „Ich kann echte Kultur machen, jenseits von kommerziellen Absichten.“ Zum 50. Guru-Jubiläum liegt der Schwerpunkt auf alten Bekannten.

Weitere Infos

Zeitplan: Freitag, 10. August, 17 Uhr Einlass, 19 Uhr Epitaph, 21 Uhr Faust, 23 Uhr Amon Düül II, 1 Uhr Marblewood.  Samstag, 11. August, 13 Uhr Einlass, 15 Uhr Embryo, 17 Uhr Birth Control, 19 Uhr Kraan, 21 Uhr Guru Guru, 23 Uhr Jane, 1 Uhr Vibravoid.

Vorverkauf: Online bei www.reservix.de (Stichwort „Finki“ in der Suche eingeben), per E-Mail unter ticket@finki-festival.de, telefonisch unter 06235/491997. Hard-Tickets gibt es in: Mannheim (Come Back), Finkenbach (Mareikes Backshop), Würzburg (H2O Plattenladen), Aschaffenburg (Echobeat), Darmstadt (Come Back), Weitere Infos unter www.finki-festival.de

Hintergrund Finki-Festival

„Es war 1976, als ein Fest der Finkenbacher Feuerwehr zu scheitern drohte, weil die Kapelle kurzfristig absagte“, erzählt Armin Löffler vom FC Finkenbachtal die Entstehung. „Spontan boten vier Wahl-Finkenbacher ihre Hilfe an: Mani Neumeier und seine Band Guru Guru.“ Die für ein Feuerwehrfest recht ungewöhnlichen Klänge seien so gut angekommen, dass Mani und Wilhelm Hotz, der inzwischen verstorbene, damalige Feuerwehrchef, fürs nächste Jahr eine Fortsetzung planten. „Das Finkenbach-Festival war geboren.“ Und erhielt im Ort den Namen „Guru-Fescht“.

Als die Besucherzahlen die Grenze von 10.000 überschritten, „drohte das kleine Dorf zu kollabieren“, weiß Löffler. Deshalb sei 1984 das Festival eingestellt worden, um 1988 neu aufzuleben. Seit dieser Zeit ist auch der FCF mit im Boot und kümmert sich um die Verpflegung. Nach der zweiten Einstellung 2005 „aufgrund von massiven Polizeikontrollen und dementsprechendem Rückgang der Besucherzahlen“ erfolgte das Revival 2008. Seitdem läuft das Festival bis heute.

Auch in der Hochsaison gibt es im familiären Finkenbacher Freibad immer freie Plätze

Die hessischen Sommerferien haben begonnen, das Wetter ist super, das Wasser angenehm temperiert: Im Finkenbacher Freibad ist aktuell Hochsaison. Durch das weitläufige Gelände mit der zusätzlichen Liegewiese jenseits des Bachs gibt es aber nie Gedränge, können die Bahnen im derzeit 25 Grad warmen 25-Meter-Becken problemlos bestritten werden. Eltern von kleineren Kindern genießen den Schatten unter dem vier Mal vier Meter großen Sonnensegel, während die Kleinen im gerade knöchelhohen Wasser plantschen. Die schattigen Bänke am Eingang ziehen wiederum viele Gäste an, die einfach nur im Schwimmbad-Biergarten sitzen wollen.

An den Samstagnachmittagen und Sonntagen geht es im Finkenbachtal heiß her. Aber auch an einem Wochentag kommen zwischen 200 und 250 Gästen ins schnuckelige Freibad. Die schätzen die Übersichtlichkeit, das Familiäre, den neu gestalteten Spielplatz direkt am Eingang und den großen Parkplatz vor dem Freibad, durch den es keine weiten Wege in der Hitze zum kühlen Nass gibt.

Eine Attraktion ist in dieser Saison die samstägliche Spaß-Wassergymnastik um 11 Uhr mit Salvatore Caruso. Der singt zwar im Wasser keine Arien, hat aber immer einen Scherz auf den Lippen, sodass die Gymnastik manchmal fast in den Hintergrund tritt. „Ich mache das aus Spaß an der Sache“, sagt der Italiener. 30 bis 40 Gäste zählt er wöchentlich. „Das ist einfach eine Riesen-Gaudi“, meint ein Teilnehmer schmunzelnd.

„Eine Jahreskarte haben wir sogar an einen Besucher aus München verkauft“, lacht Christian Niesen vom Heimat- und Verschönerungsverein (HVV). Er schmeißt mit seiner Frau Mareike auch den stark frequentierten Kiosk mit der Spezialität „Finki-Burger“. Die Gäste wissen die sehr moderaten Preise zu schätzen. Aber nicht nur fürs Essen und Trinken. 2,50 Euro kostet der Tageseintritt für Erwachsene, 30 Euro (wie in allen drei Oberzent-Freibädern) die Jahreskarte. „Wo zahle ich sonst nur 30 Euro quasi für einen Jahresurlaub“, meint ein Freibad-Besucher anerkennend.

Der Münchner Schwimmer ist natürlich ein Ausreißer, aber die Wasserratten kommen beileibe nicht nur aus der näheren Umgebung. Hirschhorn, Neckarsteinach, Schönmattenwag, sogar Neckargemünd und Bammental lauten die Herkunftsorte der Finki-Freibad-Fans. Durch eine Spende konnte das Spiel „Outdoor-Vier-gewinnt“ angeschafft werden, das auf dem Gelände zum Einsatz kommt. Stark frequentiert ist auch der gerade sanierte Spielplatz mit seiner neuen Doppelrutsche.

Ein wenig Baumaterial will ein Dreikäsehoch in seinem Spieleimer gerade mit ins Bad nehmen. „Der Sand bleibt im Sandkasten“, meint Christian Niesen strengen Blickes. Und prompt dreht der Junge wieder brav um. Seit Mareike und Christian Niesen vergangenes Jahr den Kiosk-Betrieb übernommen haben, gibt es von allen Seiten Lob. „Die beiden machen das echt super“, sagt Rothenbergs ehemaliger Bürgermeister Hans Heinz Keursten, selbst in Finkenbach wohnhaft. Auch er schaut gern mal ins Bad rein – nicht nur zum Schwimmen.

Info: Das Finkenbacher Freibad in der Beerfeldener Straße ist in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, Telefon 06068/478673,www.facebook.com/FreibadFinkenbach

Angefahrenes Rehkitz „Bambi“ wird in Kortelshütte wieder aufgepäppelt

„Bambi“ ist ihr Ein und Alles. Die achtjährige Jule kümmert sich gleich morgens nach dem Aufstehen um das etwa sechs Wochen alte Rehkitz, das ihre Eltern Melanie und Ralf auf dem heimischen Grundstück im Oberzent-Stadtteil aufpäppeln. Das Tier wurde vor kurzem gegen 11 Uhr mitten im Ort oberhalb von Dekodur in der Langenthaler Straße von Hirschhorn angefahren und einfach liegengelassen. Da Kabel Jagdmitpächter im Hirschhorner Dammberg-Stadtwald ist, ist er für solche Fälle zuständiger Ansprechpartner und folgerichtig läutete bei ihm das Telefon.

Ein aufmerksamer Anwohner hatte das Geschehen beobachtet und die Polizei alarmiert. Die erreichte Ralf Kabel an seiner Arbeitsstätte in Heidelberg. Der peste nach Hirschhorn. Vor Ort wurde erst einmal nach der Mutter gesucht. „Die war aber nicht zu finden“, so der 43-jährige Immobilienmakler. Aber selbst wenn, wäre das Rehkitz ohne „menschliche“ Hilfe wohl nicht durchgekommen. „Es ist mit der rechten Seite ans Auto geprallt, hat eine schwere Kopfverletzung und sich die ersten Tage überhaupt nicht bewegt“, schildert er.

Ein per Zufall vorbeikommender Rettungssanitäter schaute sich das Tier an. „Der geht davon aus, dass das Gehirn nicht verletzt wurde“, so Kabel. Allerdings war es längere Zeit kritisch, ob Bambi überhaupt überleben würde. „Die ersten Tage hat das Kitz stark nach seiner Mutter gefiept“, war träge, teilnahmslos, bewegte sich nicht, erläutert er. Plötzlich kam dann die Wende, das Tier begann zu fressen und sich zu bewegen.

Das rechte Auge scheint durch den Unfall erblindet zu sein. Augentropfen halfen nicht. Das Kitz war durch die Verletzung zuerst stark gehandicapt und „ist überall dagegen gestoßen“, erzählt Jule. Dann aber gewöhnte es sich immer mehr daran und läuft jetzt zwar noch staksig, aber zielstrebig übers Gelände. Seine Heimat hat das Tier vorerst auf dem eingezäunten Spielgelände der Kabels gefunden. Das wird jetzt noch einmal mit Maschendrahtzaun verstärkt, um unliebsame vierbeinige Eindringlinge fern zu halten.

„Eine Auswilderung ist leider nicht mehr machbar“, bedauert Ralf Kabel. Denn das Tier hat sich viel zu stark an die Menschen gewöhnt. Auch ist es seinen Worten zufolge schwierig, weibliche Rehe im Wildgehege unterzubringen, weil sie ziemlich spezielles Futter fressen. Deshalb wird Bambi quasi sein eigenes Grundstück bekommen. Oberhalb des Kabel-Hauses gibt es ein 600 Quadratmeter großes, verwildertes Gelände, das entsprechend hergerichtet wird.

Pferde und Hasen gehören ebenfalls noch zum Kabel’schen Haushalt. Schon einmal wurde ein Vierbeiner aufgepäppelt: Wildschwein „Willi“ kam als Frischling nach Kortelshütte und entwickelte sich dann zu einem 60-Kilo-Keiler. Der hörte zwar auf seinen Namen, „aber war nicht mehr zu halten und büxte laufend aus“, lacht Kabel. Deshalb kam Willi dann zu seinen Artgenossen in den Tierpark Schwarzach.

Ab und zu frisst Bambi ein bisschen Gras, Löwenzahn und Klee, aber der Großteil der Nahrung besteht aus Schafsmilch. „Ich habe einen Sack voll davon gekauft“, schmunzelt Ralf Kabel. „Alle drei Stunden gibt’s die Schoppenflasche“, ergänzt seine Frau Melanie. Am Anfang trank das Tier nicht richtig, aber nach ein paar Tagen wurde es immer mehr. Abends gibt es derzeit um 22.30 Uhr 150 Milliliter. Das reicht dann bis um 7.30 Uhr.

Dann darf Jule ran. Sie geht morgens gleich mit runter und hebt beim Füttern den Kopf des Tieres. Die Achtjährige freut sich, dass es Bambi „jetzt wieder besser geht“ und das Kitz über den Berg ist. Sie hat nun in den Sommerferien jeden Tag eine Beschäftigung, lacht Mutter Melanie. Denn Ralf Kabel brachte das Tier genau am ersten Ferientag mit nach Hause.

 

Rothenberger DRK-Heim trägt jetzt den Namen von Dr. Krauhs

Das DRK-Heim auf der Hirschhorner Höhe trägt nun den Namen des vor zwei Jahren plötzlich verstorbenen Vorsitzenden Dr. Roland Krauhs. Im Rahmen des Seniorentreffs fand ein Grillfest statt, bei dem das Gebäude seine neue Bezeichnung erhielt. Die Gäste würdigten die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes und vor allem die von Dr. Krauhs, der dem Ortsverein und Kreisverband lange Jahre vorstand.

Birgit Kirchner, die im Trio mit Claudia Naas und Hildegard Krauhs den DRK-Ortsverein derzeit führt, begrüßte die Besucher. Nach dem Tod von Krauhs wurde das 2016 geplante Grillfest abgesagt, erläuterte sie. Auch 2017 „fühlte sich der DRK-Ortsverein noch nicht in der Lage ein Fest zu feiern“. Vorstand und Bereitschaft mussten mit der ungeplanten Umstrukturierung und der Trauer fertig werden, schilderte die Co-Vorsitzende.

Das Führungstrio wird in Abstimmung mit dem Kreisverband bis zur nächsten regulären Wahl so beibehalten. Im diesem Jahr sollte das frühere Sommerfest wieder in die Aktivitäten aufgenommen werden: als Grillfest unter dem Motto „Der Seniorentreff feiert mit ganz Rothenberg“. 1992 wurde Dr. Roland Krauhs zum Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins gewählt, so Kirchner. Unter dessen Federführung und mit viel Engagement wurde das Haus 1996/1997 erbaut.

„Es war sein ganzer Stolz und er verbrachte hier viele Stunden mit Sitzungen, der Bereitschaft und dem Jugendrotkreuz“, sagte die Co-Vorsitzende. „Deshalb haben wir uns entschlossen, diesem Haus in Erinnerung an Dr. Krauhs seinen Namen zu geben.“ Diese posthume Anerkennung habe er sich mit seiner jahrelangen aufopferungsvollen Arbeit für den DRK-Ortsverein verdient. Dies soll nun eine kleine Anerkennung seiner Tätigkeit für das Wohl seines Vereins und die Rothenberger Bevölkerung sein.

Krauhs Nachfolger an der Spitze des Kreisverbands, Georg Kaciala, nannte als eine der Säulen der Rotkreuzarbeit das Ehrenamt und das daraus resultierende Engagement der Mitglieder. „Dieses Engagement spiegelt sich im Ortsverein Rothenberg in herausragender Weise wieder.“ Neben den Ehrenamtlichen bedürfe es Persönlichkeiten, „die mit Willen und Wirken und dem daraus resultierenden Antrieb vorangehen und Beispiel geben“, betonte er. Dazu zählte Roland Krauhs.

Dieser gehörte laut Kaciala zu den Menschen, „die zu helfen bereit waren, das Handwerk des Hilfeleistens verstanden und in der Lage waren, Hilfe zu organisieren.“ 30 Jahre lang war der Rothenberger Mitglied im DRK, dazu Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes seit 1993, zunächst als stellvertretender Vorsitzender und seit Ende 2012 bis zu seinem Tod als Vorsitzender. Sein besonderes Engagement im Ortsverein als Bereitschaftsarzt, Bereitschaftsleiter und Vorsitzender „ist ihnen allen bestens bekannt“. Krauhs habe in teils sehr unruhigen und schwierigen Zeiten Verantwortung in der Odenwälder Rotkreuz-Organisation übernommen.

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Vorstand, erläuterte der Vorsitzende, wurden viele wichtige Entscheidungen getroffen, die zum Ausbau sozialer Angebote, der Konsolidierung der Finanzen sowie der Schaffung und dem Erhalt der zahlreichen Einrichtungen dienten. „Ein schönes Beispiel hierfür ist auch die noch im Bau befindliche Rettungswache in Beerfelden“, sagte er. Krauhs habe sich engagiert dafür eingesetzt, durch die Verlegung des Wachen-Standortes die Hilfsfristen für die im südlichen Kreisgebiet wohnenden Menschen zu verbessern.

Der frühere Vorsitzende habe seine Aufgabe mit Pflichtgefühl, Engagement, vor allem aber auch mit dem Herzen erfüllt. Gerade deshalb habe er im Roten Kreuz und in der Bevölkerung hohes Ansehen genossen. Dr. Krauhs war Kaciala zufolge „sehr beliebt und respektiert“, weil er sich immer wohlwollend und verständnisvoll um seine Mitmenschen kümmerte und sich dabei persönlich, auch was seine eigene Gesundheit betraf, hinten anstellte. Dass sein Wirken mit der Namensgebung als Dr. Roland Krauhs-Heim gewürdigte werde, sei sehr zu begrüßen.

Umgestalteter Spielplatz am Finkenbacher Freibad wurde eingeweiht

Merle, Elisa, Joshua und Amelie haben Spaß auf dem Rutschenturm. Der kleine Enno schaut etwas vorsichtig die rote der beiden Rutschen hinunter und entscheidet sich dann, doch noch oben zu bleiben. Die Kinder aus Finkenbach und Hainbrunn gehörten zu den ersten „offiziellen“ Nutzern des neu gestalteten Spielplatzes am Finkenbacher Freibad. Zum Baden war es zwar bei der Einweihung zu kalt, aber die Sonne schien kräftig genug, um die Spielgeräte auszuprobieren.

Im vergangenen Jahr entschied sich die damals noch selbständige Gemeinde Rothenberg, den gut frequentierten Spielplatz am Freibad-Eingang neu zu gestalten. Die Doppel-Schaukel, bisher etwas ab vom Schuss, wurde weiter zum Einlass hin verlagert. Federspiel und Sandkasten fanden dort ebenfalls ihren Platz. Die Gemeinde ließ sich die Anschaffungen 5000 Euro kosten, wovon der Doppelrutschenturm den Großteil ausmachte. Die Aufstellung und Anlegung des Schotter-Untergrunds geschah durch den Bauhof. Auch Altbürgermeister Hans Heinz Keursten ließ es sich nicht nehmen, mit Hand anzulegen. „Das war für mich eine Herzensangelegenheit“, sagte er.

„So haben die Eltern ihre Kinder besser im Blick“, erläuterte Keursten den Hintergrund. Denn die halten sich in der Regel im vorderen Bereich des Schwimmbads auf. Von ihnen kam auch die Anregung. Dort gibt es inzwischen sechs Bäume mit schönen Schatten spendenden Kronen, die bei heißen Temperaturen zum Verweilen einladen. Mit dem direkt davor liegenden Parkplatz gibt es nun kurze Wege, freute er sich.

Für den Kinderbereich sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen, jetzt sind die Erwachsenen dran, lachte Keursten. Es ist zum einen eine Tischtennisplatte geplant. Zum anderen soll das derzeit beim Feuerwehrhaus befindliche Open-Air-Schachspiel ans Schwimmbad wandern. Angedacht ist außerdem eine Boule-Bahn.

Mareike und Christian Niesen vom Heimat- und Verkehrsverein Finkenbach (HVV) als Kiosk-Pächter begrüßten ebenfalls die Umgestaltung – ein oft geäußerter Wunsch der Eltern. Die bisherige Schwimmbad-Saison begann sehr gut, so Niesen. Viele, auch auswärtige Gäste mit kleinen Kindern kamen bisher ins Finkenbachtal. Vorsitzender Keursten lobte die gute Ergänzung von Kiosk und Ladengeschäft in der Beerfeldener Straße. Beides komme bestens an.

Gemeinschaftsgefühl bei den Jugendlichen schaffen: Kreisjugendfeuerwehrtag in Beerfelden mit fast 600 Teilnehmern

600 Teilnehmer aus elf von zwölf Orten des Odenwaldkreises, 65 Zelte rund um Oberzent-Halle und Sportgelände, 14 teilnehmende Teams am Wettbewerb, davon acht aus Oberzent. Insgesamt 48 Jugendgruppen, darunter auch THW Michelstadt und Jugendfeuerwehr Mömlingen (Landkreis Miltenberg): Der Kreisjugendfeuerwehrtag ist immer eine Veranstaltung der Superlative. Es war die fünfte derartige Veranstaltung in Beerfelden, die 16. auf dem Gebiet der neuen Stadt Oberzent.

Kreisjugendfeuerwehrwart Dominic Groh zog eine mehr als positive Bilanz: „Die JFW Beerfelden hat einen würdigen Tag anlässlich ihres 50. Geburtstags organisiert.“ Das Orgateam habe sich „richtig ins Zeug gelegt“. Für jeden und alle Altersgruppen wurde etwas geboten. Es gab mit Unterstützung anderer Vereine 13 verschiedene Workshops. Auch drumherum – von Verpflegung bis Infrastruktur –passte alles, so Groh. Deshalb: „Ein dickes Lob an die Ausrichter für ihre Arbeit.“

Auch den teilnehmenden Jugendlichen gefiel es: Jan aus Lützelbach freute sich, immer wieder neue Leute auf dem Zeltplatz kennenzulernen. „Der Workshop Geocaching war sehr gut und das Feuerwehrtauziehen am Sonntagmorgen hat auch Spaß gemacht“, sagte er. Lara aus Rothenberg fand die Stimmung am Lagerfeuer toll. Der Zusammenhalt steht ganz oben: Nämlich, „dass wir uns bei den Wettbewerben und Turnieren immer gegenseitig anfeuern.“

Fynn aus Mümling-Grumbach und Bedirhan aus Höchst haben jedes Jahr viel Spaß dabei, mit den Freunden zusammen im Zelt zu übernachten. „Die Gemeinschaft in unserer Gruppe ist super, es gibt immer was zu lachen“, betonten die beiden. Dass sie in der Küche beim Geschirrspülen helfen müssen, „ist nicht schlimm und gehört beim Zeltlager dazu“, lachte Fynn. Bei einer solchen Veranstaltung merkt man, „wie wichtig Zusammenhalt in der Gruppe ist“, meinte Bedirhan.

Einfaches Spiel hatte beim Bundeswettbewerb die Rothenberger Mädchen-Gruppe. Da sie als einziges weibliches Team angetreten war, machte ihr niemand den Sieg streitig. Beim Wettbewerb der Jungen-Staffeln nutzte Beerfelden den Heimvorteil und gewann. Zweiter wurde Hainstadt vor Kortelshütte. Stark präsentierte sich Oberzent als teilnehmerstärkster Einzelort auch bei der Jungen-Gruppe. Hinter Brombachtal landeten Rothenberg und Ober-Hainbrunn auf den Rängen zwei und drei.

Der erste Tag war dem Offiziellen gewidmet. Viele Bürgermeister aus dem Odenwaldkreis waren bei der Eröffnung zugegen. Grußworte sprachen Oberzent-Interimsbürgermeister Egon Scheuermann, der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis, Kreistagsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Rüdiger Holschuh sowie Kreisbrandinspektor Horst Friedrich. Ihr Tenor: Ohne Förderung der Jugendfeuerwehr gibt es später auch keine schlagkräftige Einsatzabteilung.

Dass mit Heinrich Breimer der erste Kreisjugendfeuerwehrwart des Kreises zugegen war, freute die Versammelten besonders. „Der wohnt gerade zwei Straßen weiter und schaut den Tag über immer mal wieder vorbei“, betonte Groh die Verbundenheit des JFW-Mitbegründers aus Beerfelden.

Die folgende Nacht war in der Stadt am Berge ziemlich frisch. Umso mehr wurde dann der aufwärmende Bundeswettkampf zügig angegangen. Der Klassiker Nudeln mit Hackfleisch stärkte über den Mittag. Für die Bewirtung wie auch die Vorbereitung und Organisation zeichnete die heimische Jugendwehr verantwortlich. Feuerwehrtauziehen und Workshops bildeten weitere Attraktionen. „Da haben sich die Beerfellmer wirklich viel Mühe gemacht“, lobte der Kreiswart.

Tauchen im Hetzbacher Schwimmbad, Pferde pflegen gleich nebenan mit dem Reit- und Fahrverein, Downhill-Mountainbike oder Holzbearbeitung im Werkraum der Grundschule waren nur vier der vielen Angebote. Sie alle stärkten das Gemeinschaftsgefühl unter den Jugendlichen. „Viele lernen sich hier das erste Mal kennen und begegnen sich dann später immer wieder“, wies Groh auf das übergreifende Ziel hin, eine Verbundenheit unter dem Feuerwehr-Nachwuchs zu schaffen. „Ziel erreicht“, lautete sein sehr positives Fazit angesichts der super Stimmung auf dem Gelände.