A-Jugend des SV Sandhausen mit eindrucksvoller Leistung beim FC Finkenbachtal

Die U19 des SV Sandhausen war zu Gast bei Freunden: Zum wiederholten Male trafen sich die Teams von FC Finkenbachtal und SVS im schönen hessischen Odenwald für ein alljährliches Testspiel. Wieder einmal hatte der Profi-Nachwuchs zweistellig die Nase vorn: Dieses Mal mit 13:0 gegen den A-Ligisten. Möglich machten die Partie der sportliche Leiter des FC, Michael Kaufmann, und der Leiter des SVS-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), Joachim Stadler. Beide kennen sich auch privat sehr gut.

Bei besten Rahmenbedingungen wurde das Spiel um 16 Uhr angepfiffen. Nach 90 Spielminuten, in denen den Zuschauern von beiden Mannschaften leidenschaftlicher Fußball geboten wurde, endete die Partie 13:0 für die U19 des SVS. Die Tore für das neu formierte Team – in der sich der eine oder andere Spieler gute Hoffnungen auf eine Profilaufbahn machen kann – um Cheftrainer Frank Schwabe sowie die beiden Co-Trainer André Philipp und Hans-Jörg Daute erzielten Jassin Naainiaa, Roen Fordyce, Robin Mörmann, Filimon Gerezgiher, Andreas Schiler und Riccardo Rittersberger. Manche trugen sich dabei mehrfach in die Torschützenliste ein. Die Besucher erkannten neidlos an, dass beide Mannschaften bei großer Hitze eine engagierte Begegnung ablieferten.

In der Sandhäuser Mannschaft standen auch verschiedene Neuzugänge: Niklas Heeger (Torwart SV Waldhof Mannheim), Robin Mörmann (SV 08 Kuppenheim), David Reitarow (TSG 1899 Hoffenheim) und Adin Mujanovic (VfB Stuttgart). Letzterer ist im aktuellen Kader bei der bosnischen Nationalmannschaft. Stadler sagte zu den Neuen: „Wir konnten alle unsere Wunschspieler verpflichten. Alle Neuzugänge sowie die verbliebenen U19- und natürlich die aufgerückten U17-Spieler bilden eine geschlossene Einheit.“

Beim abschließenden gemeinsamen Essen der beiden Teams im FCF-Sportlerheim wurden Dankesworte von den Offiziellen ausgesprochen. Kaufmann und Stadler äußerten die Absicht, das Testspiel vor der kommenden Saison gerne wieder stattfinden zu lassen. „Wir fahren mit unserer U19-Truppe immer wieder gerne zu unseren Freunden nach Finkenbachtal“, meinte der SVS-Mann. Auch wenn das Ergebnis etwas hoch ausfiel, „ist es für unsere Jungs ein guter Test“. Zum Großteil spielte der SVS mit dem jüngeren Jahrgang, „für den ein Test gegen eine Aktivenmannschaft eine enorme Erfahrung bringt“.

 

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Am 10. und 11. August findet das Finki-Festival zum 36. Mal statt – Jubiläum 50 Jahre Guru Guru

Es ist zwar noch einen Monat hin bis zum „Finki“, dem legendären Krautrock-Festival im Odenwald Mitte August. Doch alle Fans der Traditionsveranstaltung können sich den Termin schon einmal dick im Kalender anstreichen. Denn das Line-up der 36. Auflage 42 Jahre nach dem ersten Festival steht fest. Zwei Unterbrechungen erklären die Zahlendifferenz. Noch eine Zahl, diesmal eine runde: Die Gründer von „Guru Guru“ um Mani Neumeier feiern dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Wenn das kein Grund für eine große Party ist.

Neun weitere Bands haben die Organisatoren für das Wochenende des 10. und 11. August zusammengetrommelt, die auf dem Festivalgelände beim Sportplatz des 450-Seelen-Dorfs zwei Tage lang für ausgelassene Stimmung und einen Hauch von Odenwald-Woodstock sorgen werden. Kraan, Jane, Birth Control, Amon Düül 2 und Epitaph sind alte Bekannte. Zusammen mit Faust und Embryo vervollständigen sie den Musik-Event. Mit Vibravoid und Marblewood ist das Line-Up für die beiden Tage komplett.

Kraan ist eine der dienstältesten heute noch aktiven Krautrockbands. Es wird interessanter Jazzrock mit arabischen und progressiven Einflüssen gespielt. Die 1969 gegründete Formation Epitaph hat insbesondere in den Siebzigern Musikgeschichte geschrieben. Als erste deutsche Band tourten sie in den USA. Massenhafte eigene Headlinertouren und gemeinsame Touren mit Joe Cocker, den Scorpions, ZZ- Top oder auch Saga sowie unzählige Festivalauftritte machten sie zu einer der kultigsten deutschen Rockbands.

Amon Düül II ist eine deutsche Rockband, die sich im Zuge der Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre bildete und in verschiedenen Formationen bis in die Gegenwart besteht. Sie gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Krautrock. Marblewood ist ein Zürich beheimatetes Trio. Die Musiker verbinden in ihrer Klangkunst ausgedehnte Jams und freie Improvisationen mit vergleichsweise kurz zum Vorschein kommenden durchkomponierten Passagen.

Birth Control steht für exzellente progressive Rockmusik, die über Jahrzehnte die Fans im In- und Ausland vor allem bei den Live-Konzerten begeisterten. Die Band wird diesen Spirit im Sinne des verstorbenen Bernd Noske weiter leben lassen – und zwar mit Musikern, die schon in den vergangenen fünf Jahrzehnten den Sound mitgeprägt haben. Vibravoid spielen einen von den frühen Pink Floyd beeinflussten Psychedelic Rock. Embryo gelten als eine der bedeutendsten deutschen Krautrockbands der 1970er Jahre. Sie entwickelten sich vom jazzigen Krautrock zu einer Weltmusik-Band, die es versteht, verschiedenste Stile und Richtungen miteinander zu vereinen.

Faust entstand 1970 in Hamburg, als sich die Mitglieder zweier früherer Bands, Nukleus und Campylognatus Citelli, zusammenschlossen. Jane ist eine deutsche Rockband aus Hannover, ebenfalls 1970 gegründet. Bis heute konnte sie in ganz Europa, Neuseeland und Amerika an die zwei Millionen Schallplatten verkaufen. Seit einigen Monaten steht das aktuelle Werk „Traces“ in den Geschäften.

„Die Einmaligkeit dieser Veranstaltung“ und absolut positive Resonanz der Besucher ist laut Armin Löffler vom mitveranstaltenden FC Finkenbachtal die Motivation für alle Beteiligten, jedes Jahr das Festival wieder auf die Beine zu stellen. Nach dem Finki ist dabei schon vor dem Festival: Die Planungen für dieses Jahr starteten bereits rasch nach dem letztjährigen Event. Dazu setzten sich Löffler, der Vorstand des FC, Karl-Heinz Osche, der Booker von Guru Guru, und Mani Neumaier, Chef der Band, zusammen.

Wen verpflichtet Mani Neumaier fürs Finki? „Die Bands müssen mir gefallen“, erläutert er, musikalisch hochwertig sein, authentisch. „Keine Coverbands und keine Popsülze“ ist ein weiteres Kriterium. „Oft kenne ich sie persönlich, ich sehe mir Live-Auftritte oder Filme an“, erzählt er. Der besondere Reiz des Finki ist für ihn: „Ich kann echte Kultur machen, jenseits von kommerziellen Absichten.“ Zum 50. Guru-Jubiläum liegt der Schwerpunkt auf alten Bekannten.

Weitere Infos

Zeitplan: Freitag, 10. August, 17 Uhr Einlass, 19 Uhr Epitaph, 21 Uhr Faust, 23 Uhr Amon Düül II, 1 Uhr Marblewood.  Samstag, 11. August, 13 Uhr Einlass, 15 Uhr Embryo, 17 Uhr Birth Control, 19 Uhr Kraan, 21 Uhr Guru Guru, 23 Uhr Jane, 1 Uhr Vibravoid.

Vorverkauf: Online bei www.reservix.de (Stichwort „Finki“ in der Suche eingeben), per E-Mail unter ticket@finki-festival.de, telefonisch unter 06235/491997. Hard-Tickets gibt es in: Mannheim (Come Back), Finkenbach (Mareikes Backshop), Würzburg (H2O Plattenladen), Aschaffenburg (Echobeat), Darmstadt (Come Back), Weitere Infos unter www.finki-festival.de

Hintergrund Finki-Festival

„Es war 1976, als ein Fest der Finkenbacher Feuerwehr zu scheitern drohte, weil die Kapelle kurzfristig absagte“, erzählt Armin Löffler vom FC Finkenbachtal die Entstehung. „Spontan boten vier Wahl-Finkenbacher ihre Hilfe an: Mani Neumeier und seine Band Guru Guru.“ Die für ein Feuerwehrfest recht ungewöhnlichen Klänge seien so gut angekommen, dass Mani und Wilhelm Hotz, der inzwischen verstorbene, damalige Feuerwehrchef, fürs nächste Jahr eine Fortsetzung planten. „Das Finkenbach-Festival war geboren.“ Und erhielt im Ort den Namen „Guru-Fescht“.

Als die Besucherzahlen die Grenze von 10.000 überschritten, „drohte das kleine Dorf zu kollabieren“, weiß Löffler. Deshalb sei 1984 das Festival eingestellt worden, um 1988 neu aufzuleben. Seit dieser Zeit ist auch der FCF mit im Boot und kümmert sich um die Verpflegung. Nach der zweiten Einstellung 2005 „aufgrund von massiven Polizeikontrollen und dementsprechendem Rückgang der Besucherzahlen“ erfolgte das Revival 2008. Seitdem läuft das Festival bis heute.

Auch in der Hochsaison gibt es im familiären Finkenbacher Freibad immer freie Plätze

Die hessischen Sommerferien haben begonnen, das Wetter ist super, das Wasser angenehm temperiert: Im Finkenbacher Freibad ist aktuell Hochsaison. Durch das weitläufige Gelände mit der zusätzlichen Liegewiese jenseits des Bachs gibt es aber nie Gedränge, können die Bahnen im derzeit 25 Grad warmen 25-Meter-Becken problemlos bestritten werden. Eltern von kleineren Kindern genießen den Schatten unter dem vier Mal vier Meter großen Sonnensegel, während die Kleinen im gerade knöchelhohen Wasser plantschen. Die schattigen Bänke am Eingang ziehen wiederum viele Gäste an, die einfach nur im Schwimmbad-Biergarten sitzen wollen.

An den Samstagnachmittagen und Sonntagen geht es im Finkenbachtal heiß her. Aber auch an einem Wochentag kommen zwischen 200 und 250 Gästen ins schnuckelige Freibad. Die schätzen die Übersichtlichkeit, das Familiäre, den neu gestalteten Spielplatz direkt am Eingang und den großen Parkplatz vor dem Freibad, durch den es keine weiten Wege in der Hitze zum kühlen Nass gibt.

Eine Attraktion ist in dieser Saison die samstägliche Spaß-Wassergymnastik um 11 Uhr mit Salvatore Caruso. Der singt zwar im Wasser keine Arien, hat aber immer einen Scherz auf den Lippen, sodass die Gymnastik manchmal fast in den Hintergrund tritt. „Ich mache das aus Spaß an der Sache“, sagt der Italiener. 30 bis 40 Gäste zählt er wöchentlich. „Das ist einfach eine Riesen-Gaudi“, meint ein Teilnehmer schmunzelnd.

„Eine Jahreskarte haben wir sogar an einen Besucher aus München verkauft“, lacht Christian Niesen vom Heimat- und Verschönerungsverein (HVV). Er schmeißt mit seiner Frau Mareike auch den stark frequentierten Kiosk mit der Spezialität „Finki-Burger“. Die Gäste wissen die sehr moderaten Preise zu schätzen. Aber nicht nur fürs Essen und Trinken. 2,50 Euro kostet der Tageseintritt für Erwachsene, 30 Euro (wie in allen drei Oberzent-Freibädern) die Jahreskarte. „Wo zahle ich sonst nur 30 Euro quasi für einen Jahresurlaub“, meint ein Freibad-Besucher anerkennend.

Der Münchner Schwimmer ist natürlich ein Ausreißer, aber die Wasserratten kommen beileibe nicht nur aus der näheren Umgebung. Hirschhorn, Neckarsteinach, Schönmattenwag, sogar Neckargemünd und Bammental lauten die Herkunftsorte der Finki-Freibad-Fans. Durch eine Spende konnte das Spiel „Outdoor-Vier-gewinnt“ angeschafft werden, das auf dem Gelände zum Einsatz kommt. Stark frequentiert ist auch der gerade sanierte Spielplatz mit seiner neuen Doppelrutsche.

Ein wenig Baumaterial will ein Dreikäsehoch in seinem Spieleimer gerade mit ins Bad nehmen. „Der Sand bleibt im Sandkasten“, meint Christian Niesen strengen Blickes. Und prompt dreht der Junge wieder brav um. Seit Mareike und Christian Niesen vergangenes Jahr den Kiosk-Betrieb übernommen haben, gibt es von allen Seiten Lob. „Die beiden machen das echt super“, sagt Rothenbergs ehemaliger Bürgermeister Hans Heinz Keursten, selbst in Finkenbach wohnhaft. Auch er schaut gern mal ins Bad rein – nicht nur zum Schwimmen.

Info: Das Finkenbacher Freibad in der Beerfeldener Straße ist in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, Telefon 06068/478673,www.facebook.com/FreibadFinkenbach

Umgestalteter Spielplatz am Finkenbacher Freibad wurde eingeweiht

Merle, Elisa, Joshua und Amelie haben Spaß auf dem Rutschenturm. Der kleine Enno schaut etwas vorsichtig die rote der beiden Rutschen hinunter und entscheidet sich dann, doch noch oben zu bleiben. Die Kinder aus Finkenbach und Hainbrunn gehörten zu den ersten „offiziellen“ Nutzern des neu gestalteten Spielplatzes am Finkenbacher Freibad. Zum Baden war es zwar bei der Einweihung zu kalt, aber die Sonne schien kräftig genug, um die Spielgeräte auszuprobieren.

Im vergangenen Jahr entschied sich die damals noch selbständige Gemeinde Rothenberg, den gut frequentierten Spielplatz am Freibad-Eingang neu zu gestalten. Die Doppel-Schaukel, bisher etwas ab vom Schuss, wurde weiter zum Einlass hin verlagert. Federspiel und Sandkasten fanden dort ebenfalls ihren Platz. Die Gemeinde ließ sich die Anschaffungen 5000 Euro kosten, wovon der Doppelrutschenturm den Großteil ausmachte. Die Aufstellung und Anlegung des Schotter-Untergrunds geschah durch den Bauhof. Auch Altbürgermeister Hans Heinz Keursten ließ es sich nicht nehmen, mit Hand anzulegen. „Das war für mich eine Herzensangelegenheit“, sagte er.

„So haben die Eltern ihre Kinder besser im Blick“, erläuterte Keursten den Hintergrund. Denn die halten sich in der Regel im vorderen Bereich des Schwimmbads auf. Von ihnen kam auch die Anregung. Dort gibt es inzwischen sechs Bäume mit schönen Schatten spendenden Kronen, die bei heißen Temperaturen zum Verweilen einladen. Mit dem direkt davor liegenden Parkplatz gibt es nun kurze Wege, freute er sich.

Für den Kinderbereich sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen, jetzt sind die Erwachsenen dran, lachte Keursten. Es ist zum einen eine Tischtennisplatte geplant. Zum anderen soll das derzeit beim Feuerwehrhaus befindliche Open-Air-Schachspiel ans Schwimmbad wandern. Angedacht ist außerdem eine Boule-Bahn.

Mareike und Christian Niesen vom Heimat- und Verkehrsverein Finkenbach (HVV) als Kiosk-Pächter begrüßten ebenfalls die Umgestaltung – ein oft geäußerter Wunsch der Eltern. Die bisherige Schwimmbad-Saison begann sehr gut, so Niesen. Viele, auch auswärtige Gäste mit kleinen Kindern kamen bisher ins Finkenbachtal. Vorsitzender Keursten lobte die gute Ergänzung von Kiosk und Ladengeschäft in der Beerfeldener Straße. Beides komme bestens an.

Spielplatz am Finkenbacher Freibad wurde auf Vordermann gebracht

Der Kinderspielplatz am Freibad bekommt ein neues Gesicht. In dieser Woche werden durch den Bauhof die Umbauarbeiten abgeschlossen. Ganz neu kam ein Kletterturm mit Doppelrutsche hinzu, den im vergangenen Jahr noch die frühere Gemeinde Rothenberg für 5000 Euro angeschafft hatte. Vorausgegangen war ein „Brainstorming“ mit den Eltern, wie die Anlage verbessert werden konnte.

Umgesetzt wurde in diesem Zuge auch die Anregung der Finkenbacher Bürger, den Spielplatz näher an den Schwimmbadeingang zu ziehen. Dann haben die Eltern auf der Liegewiese ihre draußen herumtollenden Sprösslinge nämlich besser im Blick. Bis auf Wippe und Schaukel waren die bisherigen Spielgeräte nicht mehr verwendbar und wurden entfernt.

An der Schaukel als letztem Gerät Richtung Ort ist nun Schluss. Die bisherige Wippe wurde weiter nach vorn Richtung Tischtennisplatte gezogen. Als Abschluss der Maßnahme kümmerten sich die Bauhofmitarbeiter noch darum, dass Fallschutz und Untergrund von Turm und Rutschen angelegt wurden. Dann steht bei besten Wetteraussichten dem Rumtollen nichts mehr im Weg.

 

Spenden für die Finkenbacher Voraushelfer-Gruppe fließen

In kurzer Zeit hat sich viel getan. Es ist gerade ein paar Wochen her, dass Freiwillige Feuerwehr Finkenbach und DRK Rothenberg bekannt gaben, eine Voraushelfer-Gruppe einrichten zu wollen. Aber schon bis zum Grillfest waren die Spenden reichlich geflossen. Das Geld für den gewünschten Defibrillator mit einer Anschaffungssumme von 1800 Euro wurde bereits zugesagt, auch eine zusätzliche Helfer-Tasche mit Anschaffungskosten von 300 Euro ist gesichert. Dazu kommen weitere, kleinere Geldspenden.

Das traditionelle Grillfest am Feuerwehrhaus nutzten die Brandschützer, um über ihr Vorhaben eine breitere Öffentlichkeit zu informieren. Der offizielle Start wird laut dem stellvertretenden Wehrführer Wolfgang Buchert erst im Juni sein. Denn die Funkmeldeempfänger müssen noch für die Tätigkeit freigeschaltet sein. Das sind zwar die gleichen, die die Feuerwehr schon bisher nutzt, aber es muss eine zusätzliche Schleife aktiviert werden. Neben Christian Niesen und Marcel Steinmann, die bereits jetzt aktiv sind, können vier Feuerwehrleute sofort starten. Die anderen absolvieren noch den entsprechenden Lehrgang.

Ein tödlicher Motorradunfall vergangenen Sommer in der Raubach gab den Ausschlag: DRK-Mann Niesen wurde aus dem Schwimmbad per Piepser heraus als Ersthelfer alarmiert, die Finkenbacher Feuerwehr kam dann an die Unfallstelle hinzu. Aus dem späteren Gespräch heraus entstand die Idee, unter dem Dach des DRK eine Voraushelfer-Gruppe aufzubauen, die überwiegend mit Feuerwehrleuten „bestückt“ ist. Damit soll gewährleistet werden, dass tagsüber immer jemand in Notfällen greifbar ist.

Beim DRK Rothenberg mit Bereitschaftsleiterin Anja Braner stieß man mit diesem Ansinnen auf offene Ohren. Die Rotkreuzhelfer engagierten sich stark beim Aufbau. 13 Personen gehören der Gruppe an. Die Aktiven sind auf Spenden für ihre ehrenamtliche Arbeit angewiesen. Entsprechende Dosen stehen auch in Mareikes Backshop oder im Finkenbacher Schwimmbad.

Die Mitgliedschaft bei den Brandschützern ist allerdings keine Bedingung, um bei der Voraushelfer-Gruppe mitzumachen, betont Vereinsvorsitzender Jens Schindler: „Interessierte Bürger können sich uns gerne anschließen.“ Denn alles steht unter einem wichtigen Ziel: „Die medizinisch nicht versorgte Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, soll möglichst gering gehalten werden.“ Je mehr Helfer verfügbar sind, desto größer ist die die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen greifbar ist. Die Koordination geschieht über die Leitstelle. Im Notfall muss weiterhin die 112 gewählt werden, betonen die Aktiven.

Die Voraushelfer leisten aber nicht nur medizinische Hilfe. Sie kümmern sich auch um Angehörige, bis deren Verwandte oder das Kriseninterventionsteam eingetroffen sind. „Uns kennt man im Ort“, hebt  Buchert hervor. Die Betroffenen sehen in einem Notfall bekannte Gesichter, denen sie sich anvertrauen. „Es muss in die Köpfe der Leute, dass es uns gibt“, sagt er.

Mit dem Besuch des Festes zeigten sich Buchert und Wehrführer Fabian Sauter sehr zufrieden. Zwischenzeitlich bildete sich eine Schlange am Grill, musste schnell Brötchen-Nachschub herbeigeschafft werden. Viele Wehren aus der Umgebung wie aus Hirschhorn, Langenthal, Rothenberg, Falken-Gesäß, Kortelshütte oder Ober-Hainbrunn schauten bei den Kameraden vorbei. Die Übertragung des Fußball-Pokal-Finales lockte ebenfalls.

Auch zu späterer Stunde wussten die Feuerwehrleute, wie die Gäste am Ball bleiben. Die Bar öffnete in der Halbzeitpause und hatte neben einer extra gemixten Himbeer-Bowle auch diverse Gin-Mischungen im Angebot. Wem es abends draußen etwas zu frisch wurde, konnte ins Feuerwehrhaus ausweichen.

Weitere Infos zur Voraushelfer-Gruppe bei Wolfgang Buchert unter E-Mail wolfgang.buchert@freenet.de. Spenden sind möglich auf das Konto des DRK Rothenberg-Finkenbach unter dem Verwendungszweck Voraushelfer Feuerwehr Finkenbach, IBAN DE16 5085 1952 0031 0000 60.

Voraushelfer von Feuerwehr und DRK leisten im Bereich Finkenbach unschätzbare Hilfe

Ein tödlicher Motorradunfall vergangenen Sommer in der Raubach gab den Ausschlag: DRK-Mann Christian Niesen wurde aus dem Schwimmbad per Piepser heraus als Ersthelfer alarmiert, die Finkenbacher Feuerwehr kam dann an die Unfallstelle hinzu. Aus dem späteren Gespräch heraus entstand die Idee, unter dem Dach des DRK eine Voraushelfer-Gruppe (früher: Helfer vor Ort) aufzubauen, die überwiegend mit Feuerwehrleuten „bestückt“ ist. Damit soll gewährleistet werden, dass tagsüber immer jemand in Notfällen greifbar ist.

Mit seinem Vorschlag stieß Niesen sofort auf Widerhall. „Da machen wir mit“, lautete die begeisterte Reaktion aus Feuerwehrkreisen. Man ging daran, die Voraushelfer als ständige Einrichtung zu etablieren. Beim DRK Rothenberg mit Bereitschaftsleiterin Anja Braner stieß man mit diesem Ansinnen auf offene Ohren. Die Rotkreuzhelfer engagierten sich stark beim Aufbau.

13 Personen gehören der Gruppe an, die Feuerwehr und DRK Rothenberg zusammen auf die Beine stellen, erläutert der stellvertretende Wehrführer Wolfgang Buchert. Der Startschuss soll bei der Grillnacht am 19. Mai am Feuerwehrhaus fallen, zu der die Brandschützer heute schon einladen. Dann gibt es Infos aus erster Hand über dieses Hilfsprojekt. Denn die Aktiven sind auf Spenden für ihre ehrenamtliche Arbeit angewiesen. Entsprechende Dosen stehen auch in Mareikes Backshop oder im Schwimmbad.

Material, Bekleidung oder Erste-Hilfe-Tasche gehen ins Geld. Zwischen 350 und 400 Euro dürfte eine Komplettausstattung für einen Helfer kosten. Feuerwehr und DRK stiften je einen Satz, bleiben aber immer noch elf, die finanziert werden müssen. In spe soll auch ein Defibrillator angeschafft werden, sagt Niesen. Er deckte bisher lange Jahr allein den Bereich Finken-, Rau- und Hinterbach ab, bis er durch Zuzug einen Kollegen bekam. Da beide aber auswärts arbeiten, stehen sie tagsüber bei einem Alarm nicht zur Verfügung.

Bei den Feuerwehrleuten fand Niesen mit seinem Ansinnen offene Ohren. Ein paar von ihnen besuchten im vergangenen Jahr sowieso den Sanitäterlehrgang in Kassel. Wer ihn noch nicht absolviert hat, holt ihn noch nach. Die Mitgliedschaft bei den Brandschützern ist allerdings keine Bedingung, um bei der Voraushelfer-Gruppe mitzumachen, betont Vereinsvorsitzender Jens Schindler: „Interessierte Bürger können sich uns gerne anschließen.“

Denn alles steht unter einem wichtigen Ziel: „Die medizinisch nicht versorgte Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, soll möglichst gering gehalten werden.“ Je mehr Helfer verfügbar sind, desto größer ist die die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen greifbar ist. Die Koordination geschieht über die Leitstelle. Im Notfall muss weiterhin die 112 gewählt werden, betonen die Aktiven. Der Disponent entscheidet dann über den Einsatz. „In der Regel bin ich fünf Minuten schneller vor Ort, da die Anfahrtswege kürzer sind“, sagt Niesen. 14 Mal wurde er in 2017 alarmiert.

Die Voraushelfer leisten aber nicht nur medizinische Hilfe. Sie kümmern sich auch um Angehörige, bis deren Verwandte oder das Kriseninterventionsteam eingetroffen sind. „Uns kennt man im Ort“, hebt  Buchert hervor. Die Betroffenen sehen in einem Notfall bekannte Gesichter, denen sie sich anvertrauen. „Es muss in die Köpfe der Leute, dass es uns gibt“, sagt er.

Ihr Rüstzeug erhalten die Voraushelfer durch den DRK-Kreisverband. Da geht es im Lehrgang neben der Ausbildung auch um den nötigen organisatorischen Background wie versicherungstechnische Fragen oder Kleidung. „Für uns gilt die Straßenverkehrsordnung“, betont Niesen. Auch sind die Helfer in zivil unterwegs. Sie haben immer eine gepackte Tasche mit Verbandsmaterial, Blutdruckmessgerät, Absaugbeutel oder Diagnostikleuchte dabei. Bei ihren Einsätzen sind die Helfer über das DRK versichert.

Weitere Infos bei Wolfgang Buchert unter E-Mail wolfgang.buchert@freenet.de. Spenden sind möglich auf das Konto des DRK Rothenberg-Finkenbach unter dem Verwendungszweck Voraushelfer Feuerwehr Finkenbach, IBAN DE16 5085 1952 0031 0000 60.