MGV-Grillfest am 1. Mai in Ober-Hainbrunn

 

Am 1. Mai findet in Ober-Hainbrunn wieder das beliebte Grillfest nach guter, alter Tradition für alle Maiwanderer, Biker und die ganze Familie statt. Der MGV Liederkranz serviert ab 11 Uhr an der Sporthalle den beliebten Hainbrunner Spießbraten und weitere leckere Spezialitäten vom großen Buchenholzgrill. Während sich die Eltern gerne auch bei Kaffee und Kuchen gemütlich zurücklehnen können, haben die Kinder rund um den Festplatz viel Platz zum Toben und Spielen. Zum Beispiel auf dem Fußballfeld oder dem angrenzenden Spielplatz. Auch bei Regen bietet die nahe Sporthalle das passende Ambiente für schöne Stunden am 1. Mai in Ober-Hainbrunn.

 

 

Landesstraße zwischen Hirschhorn und Hainbrunn wird wieder voll gesperrt

Am Dienstag, 2. Mai, beginnt Hessen Mobil mit den Bauarbeiten zur Herstellung eines Steinfangnetzes im Zuge der Landesstraße L 3119 zwischen Hirschhorn und Unter-Hainbrunn. Für die Durchführung ist laut Mitteilung eine Vollsperrung der Landesstraße im Bereich der Baustelle bis voraussichtlich Freitag, 5. Mai, erforderlich. Die weiteren Bauarbeiten können unter halbseitiger Sperrung mit Baustellenampel abgewickelt werden und sollen bis voraussichtlich Mittwoch, 10. Mai, andauern.

Während der Vollsperrung führt die ausgeschilderte Umleitung ab dem Brombacher Tal (Einmündung K 35) über die L 3410 über Rothenberg nach Beerfelden und umgekehrt.
Im Rahmen der Baumaßnahme werden auf einem rund 600 Meter langen Streckenabschnitt teilweise Steinfangnetze in der Straßenböschung befestigt. Die Arbeiten sind Teil der Böschungssicherungsmaßnahme, bei der bereits im vergangenen Jahr ein Steinfangzaun entlang der Landesstraße errichtet wurde.

Die Sicherungsmaßnahmen sind laut Hessen Mobil notwendig, da das Sandgestein der Straßenböschung große Zerklüftungen aufweist, die teilweise nur durch vorhandenen starken Bewuchs gehalten werden. Zudem steigt der Hang teilweise bis zu 80 Grad auf. Die Gefahr besteht, dass Steine auf die Fahrbahn fallen können. Diese Gefahr wird durch starke Rotwildwanderungen im betreffenden Gebiet verstärkt, das zusätzlich Steine lostreten kann.
Die Kosten belaufen sich auf rund 140.000 Euro.

Chöre aus dem Sängerkreis Neckartal treffen sich am 1. April zum Wertungssingen in Schönmattenwag

Das Kreiswertungssingen und der Liedergesellschaftsabend des Sängerkreises Neckartal finden am Samstag, 1. April, um 19 Uhr im Haus des Gastes statt. Ausrichter ist der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag. Der Eintritt ist frei. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich ein Bild vom vielfältigen Können der angeschlossenen Sängerkreis-Vereine zu verschaffen.

Teilnehmende Chöre sind: Cantante Cintura Kids sowie Frauen- und Männerchor des Gastgebers, MGV Eintracht Liederkranz Sensbachtal, Chorgemeinschaft Rothenberg/Kortelshütte, MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn, Frauen- und Gemischter Chor Eintracht Falken-Gesäß, Sängerkranz aus Schöllenbach, gemischter Chor Finkenbach und Liederkranz Gammelsbach. Weiterhin gibt es an diesem Abend Ehrungen durch den Sängerkreis.

Den Mitglieds-Chören soll mit dem Wertungssingen die Möglichkeit eines objektiven Feedbacks der eigenen musikalischen Leistung angeboten werden. Sie erhalten damit in ungezwungener Atmosphäre eine leistungsorientierte Rückmeldung zur Vorbereitung ihrer eigenen Wettbewerbsbesuche durch einen ausgewiesenen Fachmann der Chorszene und auch Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten.

Fürs Programm sind ausschließlich A-cappella-Werke zugelassen. Jeder Chor trägt drei Stücke freier Wahl vor. Auf eine stilistische und musikalische Vielfalt sollte Wert gelegt werden, heißt es in der Vorgabe. Werke aus dem Bereich Spiritual/Gospel/Pop sind ebenfalls zugelassen. Die einzelnen Stücke können auch in einer abweichenden Tonart vorgetragen werden.

Die teilnehmenden Chöre des Orientierungssingens erhalten nach ihrem Auftritt durch den Juror eine fachlich fundierte und konstruktive Beurteilung. Ziel ist es, Verbesserungspotential aufzuzeigen und den Leistungsstand festzustellen. Im Anschluss steht der Berater den Chören auch für weitere Fragen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Bewertung nach den Richtlinien des „Deutschen Chorwettbewerb“

Juror des Sängerkreis-Orientierungs-/Wertungssingens ist Matthias Schmitt. Er studierte Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Chorleitung an der Goethe-Universität Frankfurt, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und an der Hochschule für Musik in Würzburg. Schmitt ist Dirigent mehrerer Chöre und Ensembles in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis) und in angrenzenden Regionen. Er nimmt regelmäßig erfolgreich an nationalen Chorwettbewerben teil und wurde zuletzt Preisträger beim ersten deutschen Männerchorfestival in Limburg.

International konnte er mit seinem Männerkammerchor „DelicaTon“ einige Erfolge erzielen, zum Beispiel Sonderpreisträger beim International Choral Festival in Cork 2016 (Irland), er ist Gewinner zweier Goldmedaillen bei den World Choir Games in Riga 2014 (Lettland), Grand Prix Gewinner in Llangollen 2012 (Wales) und Dirigentenpreisträger beim Johannes Brahms-Wettbewerb in Wernigerode 2011. Teilnahmen an Wettbewerben und Festivals führten ihn zudem nach Estland, Norwegen, Österreich, England und Südkorea. Hauptberuflich arbeitet Schmitt als Kulturbeauftragter im Main-Kinzig-Kreis.

Vorstellung des Oberzent-Grenzänderungsvertrags in der Ober-Hainbrunner Sporthalle: Die Namensdiskussion kann keiner mehr hören

Als der erste das Wort „neuer Stadtname“ in den Mund nimmt, geht bei der Rothenberger Bürgerversammlung zuerst ein Raunen durch die Menge, gefolgt von deutlichen Unmutsäußerungen. Die 175 Besucher in der Ober-Hainbrunner Sporthalle wollten in der überdeutlichen Mehrheit das Thema einfach nicht mehr hören. Stattdessen ging es bei der Vorstellung des Grenzänderungsvertrags eher um die Ärzteversorgung in der Oberzent und um die weitere Zeitschiene.

Unter der Leitung des Gemeindevertreter-Vorsitzenden Dr. Horst Schwinn stellten Kommunalberater Thomas Fiedler und KSO-Fusionsprojektleiter Christian Kehrer nach Sensbachtal und Beerfelden zum dritten Mal die wichtigsten Bestandteile des Grenzänderungsvertrags vor. Fiedler machte deutlich, dass diese „noch nicht in Stein gemeißelt ist“. Bis zum 16. März könnten die Bürger beim Kommunalservice Oberzent noch Eingaben machen, sei es zum Namen oder zu anderen Inhalten.

Allerdings, so Fiedler, müssten bestimmte Punkte auch rechtlichen Erfordernissen Rechnung tragen. Und es gelte die Zeitschiene nicht zu vergessen, damit die Fusion wie im letztjährigen Bürgerentscheid beschlossen am 1. Januar 2018 über die Bühne gehen könne. Er erläuterte, dass es über den Grenzänderungsvertrag oder den neuen Namen „keinen Bürgerentscheid geben wird“. Denn die Thematik sei viel zu diffizil, „um sie nur mit Ja oder Nein zu beantworten“. Wer dagegen sei, müsse den Weg über ein Bürgerbegehren gehen.

Was denn passiert, „wenn in einer Gemeinde mangels Mehrheit der Jahresabschluss 2017 nicht verabschiedet wird“, wollte der Beerfelder Andreas Krauch wissen. „Nichts“, entgegnete Fiedler. Denn das positive Votum sei reine Kosmetik. Eine Ablehnung rein aus politischen Gründen habe keine Auswirkungen. Sollten sich Anhaltspunkte für Fehler ergeben, dann schalte sich sowieso die Kommunalaufsicht ein.

Frank Flachs sprach die Ärzteversorgung an. Ein Walldorfer Ärztehaus wie in der Präsentation als Beispiel zu nehmen, betrachtete er als „ambitioniert“, weil die SAP-Stadt ungleich mehr Geld habe. Er stelle es sich schwierig vor, in einem ehemaligen Bürogebäude in Beerfelden Ärzte ansiedeln zu wollen, meinte Flachs. „Wir streben eine Übergangslösung an, damit ein Anfang gemacht ist“, sagte Christian Kehrer. Man wolle sich darum kümmern, junge Allgemeinmediziner und Fachärzte in die Region zu bekommen. „Nichts zu tun ist auch keine Option“, meinte er unter dem Beifall der Bürger.

Krauch war es danach, der nochmal den kommenden Stadtnamen ansprach. Fiedler entgegnete, dass die „Geschäftsgrundlage“ beim Bürgerentscheid im vergangenen Jahr gewesen sei, dass ein neuer Name anstatt der vier bestehenden her solle. „Niemand ist von Oberzent absolut begeistert“, sagte er. Aber die mittelalterliche Bezeichnung des Gerichtsbezirks sah er als „am kompromissfähigsten“ an. Daneben sei der Begriff „Oberzent“ durch den Fusionsprozess schon zu Bekanntheit gelangt.

Aus der Bürgerrunde kam noch einmal der Vorschlag „Freienstein“, weil die Fusion der vier Orte „eine freie Entscheidung“ gewesen sei. Auch dieser Vorschlag werde Bestandteil der Anhörung sein, der seitens des Fusionsarbeitskreises Ende März anstehe. Danach befassen sich laut Fiedler noch einmal die Kommunalparlamente mit dem Thema. Dort könnten auch Anträge zu anderen Namen kommen. Allerdings „wird es problematisch, wenn es unterschiedliche Meinungen dazu in den vier Kommunen gibt“. Denn alle müssten sich auf eine Bezeichnung einigen.

Ins Gespräch kam noch einmal die Beibehaltung der alten Postleitzahlen. Gerd Menges brachte sie ins Spiel, um das große Gebiet besser zu strukturieren. Theoretisch möglich, sagte Fiedler, man habe aber eine einheitliche vorgeschlagen, um den Neuanfang auch hier zu dokumentieren. Selbst wenn man sie beibehalte, betonte er, „befreit das nicht davon, die Straßennamen zu vereinheitlichen“. Christian Kehrer ergänzte, dass die Bestrebungen dahin gingen, dass bei Eingabe des Namens „Oberzent“ ins Navi ein sinnvoller zentraler Punkt angezeigt werde.

Insgesamt, bilanzierte Gemeindevertreter-Vorsitzender Horst Schwinn zum Schluss der nur halbstündigen Diskussionsrunde unter dem Beifall der Besucher, „wird der Grenzänderungsänderungsvertrag im Großen und Ganzen angenommen“. Nach der Sitzung des Arbeitskreises im Laufe des März stehe Anfang Mai die Verabschiedung des Vertrags durch die vier Kommunalparlamente an. Dann stehe der Fusion am 1. Januar 2018 nichts mehr im Wege.

Info: Die Bürger von Beerfelden, Hesseneck, Rothenberg und Sensbachtal haben im Rahmen der Anhörung die Möglichkeit, Namensvorschläge für die neue Stadt sowie Stellungnahmen zum Grenzänderungsvertrag bis zum 16. März, 18 Uhr, beim gemeinsamen Zweckverband Kommunalservice Oberzent, Projektleitung, z. Hd. Herrn Christian Kehrer, Hauptstraße 32, 64759 Sensbachtal, einzureichen.

 

 

 

Die Präsi-Polonäse ist beim Kinderfasching des SV Narrhalla Ober-Hainbrunn der krönende Abschluss

Prinzessinnen in allen Farben und Formen. Ob in blau, rosa oder weiß, ob mit Krone, Diadem, Schleier oder Haarreif: Die Mädchen wussten eher was wollten. Auf dem Kinderfasching der Narrhalla Ober-Hainbrunn war die Präferenz bei den Jungs nicht ganz so deutlich auszumachen. Löwen, Cowboys, Indianer, Frösche oder Fußballer liefen da wild durcheinander. Sowieso herrschte ein buntes Gewusel in der Sporthalle, wo der SV Gäste aus der näheren Region willkommen hieß.

Bestimmt mehr als 200 Eltern, Großeltern, Verwandte und Bekannte waren es, die mit den Kindern zusammen ein paar lustige Stunden bei hohem Geräuschpegel verlebten. Für die Bewirtung sorgte die Happy-Feet-Garde, dazu kamen noch ein paar Eltern in der Küche und zwei oder drei Helfer in der Technik, sodass alles passte. Um die 20 ehrenamtliche Aktive kamen so für den Nachmittag zusammen, die für Frohsinn und Heiterkeit sorgten.

Der Kinderfasching hat im Finkenbachtal schon eine lange Tradition. Kleine Pimpfe, die in den Anfangsjahren dabei waren, haben schon längst eigenen Nachwuchs und kommen mit diesem Jahr für Jahr gerne wieder. Denn sie erwarten neben ein paar Spielen auch Aufführungen einiger Gruppen. Dieses Mal waren es die Minigarde des SV und die Formation „Next Generation“, die aus der SV-Fastnachtshochburg im Rothenberger Ortsteil ihr Können zeigten.

Aus Heddesbach war die Showtanzgrupe vorbeigekommen. Die bekam mit ihrer Darbietung „Boxen“, dem Rocky-Musical angelehnt und durch den Hit „Eye of the Tiger“ von Survivor untermalt, begeisterten Beifall. Denn es wurden neben dem Tanz auch verschiedene Boxszenen oder das Training im Ring nachgespielt. Nicht nur aus den verschiedenen Rothenberger Ortsteilen, sondern auch aus dem benachbarten Hirschhorn oder Brombach kamen die kleinen und großen Besucher.

Das Herrichten der Halle ist nach dem Rosenmontagsumzug und der folgenden Party ein Kraftakt für die Aktiven. Früh morgens rücken alle ein, um sie aufzuräumen, einen Teil der Bühne ab- sowie Tische und Stühle aufzubauen. Auch die Piratentheke muss weg. Amelie Ihrig und Trajana Heckmann leiteten dann die verschiedenen Spiele, zu denen auch Sackhüpfen und Eierlaufen gehörte. Da hatten Bayern, Marienkäfer, Piraten, diverse Feen, Schmetterlinge, Bienen und Schildkröten allerhand zu tun. Zum Schluss durfte natürlich die Polonäse mit dem Präsi Frank Flachs nicht fehlen.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1423998350977643.1073742005.100001024761983&type=1&l=fd13063a28

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Ober-Hainbrunner Narren beim Rosenmontagsabendumzug mit einem guten Draht nach oben

Sehr angenehme Temperaturen, trockenes Wetter und 30 Zugnummern bescherten der Narrhalla Ober-Hainbrunn einen Riesenansturm zu ihrem Nachtumzug. Besonders am Moderationsstopp kurz vor der Abzweigung zur Sporthalle herrschte großer Betrieb, da die Narren dort auch eine Verpflegungsstation aufgebaut hatten. Der 13. Rosenmontagsabendumzug im 34. Jahr der Narrhalla wurde an allen Ecken und Enden mit einem lautstarken Helau begrüßt.

30 Fußgruppen, Garden und Motivwagen zogen vom Alten Schulhaus aus über die gesperrte Landesstraße durch den Ort bis zur Sporthalle, wo danach die große Piraten-Party im Trockenen und Warmen stieg. Die meisten Zuschauer versammelten sich rund um den Dorfbrunnen an der Abzweigung zum Himmelreichweg, wo die Feuerwehr die Gäste mit Speisen und wärmenden Getränken versorgte. Zugmoderator Wilfried Friedrich kündigte dort auch in seiner ganz eigenen charmanten Art die jeweiligen Gruppen bzw. Zugnummern an.

Die Gäste sparten nicht mit aufmunternden Fastnachts-Rufen für die über 250 Aktiven, deutlich mehr als im vergangenen Jahr, das vom Wetter nicht so verwöhnt war. Erste Auflage des Umzugs war bereits im Jahr 2005 anlässlich des 22. SV-Jubiläums. Eine feste Größe ist inzwischen schon die Guggemusik des Fanfarenzugs Wiesenbach. Für die war nach dem Umzug noch nach lange nicht Schluss. In der Sporthalle spielten die Musiker ebenfalls nochmals kräftig auf und heizten den Narren ein.

Danach waren beim Umzug die Veranstalter vom SV dran, die die Hälfte der Gruppen stellten. So etwa die Minigarde, Next Generation, die Happy-Feet-Garde, die „Bembelsänger“ oder „Rhythm Attack“. Als Cowboys war das Männerballett unterwegs, die Dorfspatzen zwitscherten gerne einen und machten das Dorf unsicher, „No Limits“ kannten keine Grenzen, die „Crazy Girls“ machten die Zuschauer ganz verrückt.

Tanzfieber-Garde, Tanzquartett , SV-Funken, Funkenmariechen Janna Schwinn, Vize-Prinz Michi I.  und der Elferrat um Präsident Frank Flachs beschlossen die große Demonstration fastnachtlicher Macht aus dem Rothenberger Ortsteil. Die „Hainbrunner Kerwemaries“ als Sonnenblumen wünschten sich den Frühling herbei, während die Neckargemünder Karneval-Gesellschaft Stadtprinzessin Sabrina I. mit närrischem Gefolge in den Odenwald geschickt hatte.

Dicke Luft herrschte im Saloon des Äppelwoiteams Heddesbach, der mit heißer Musik und tanzwüttigen Insassen Hainbrunn zum Beben brachte. Aus dem Gemeinde-Töfftöff heraus, einer roten Ape, machten Sandro und der Bürgermeister (Hans Heinz Keursten) süße Werbung für die Oberzent-Fusion und verteilte massenweise Mohrenköpfe an Menge.

Die „Wilde 13“ aus Brombach ließ allerlei Plüsch-Tierfiguren im Finkenbachtal aufmarschieren, das Kinderprinzenpaar der Hirschhorner Lachsbachperlen, Celine I. und Phil I., grüßte zusammen mit ihrem Funkenmariechen aus dem Cabrio heraus. Auch die Sensbachtaler Fastnachtsfreunde von TSV und MGV waren mit auf Tour. Der Wohnwagen Rothenberg brachte „Peace-Feeling“ in die Menge, die Hirschhorner Ritter waren mit Prinzengarde und dem aktuellen Jubiläumsprinzenpaar Tina I. und Lothar II. vertreten. Auch die Urmel Neckarwimmersbach und die Fastnachtsfreunde Korttelshütte waren mit im Boot.

Alle zusammen liefen sie dann in die Sporthalle ein. Einlaufen war dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Party stand ganz unter dem Motto „Piraten“. Das Aufbauteam des SV Narrhalla hatte ganze Arbeit geleistet. Vor Anker gegangen war ein kompletter Dreimaster, der im Vorfeld von den SV-Mitgliedern aus 30 Paletten zusammengebaut worden war. Länge, wie sollte es anders sein: 11,11 Meter.

In der Bartheke standen verführerische Piratinnen, vereinzelte Piraten und andere Schreckgestalten bereit, um mit karibischen Cocktails, aber auch fastnachtlichen Standardgetränken den Durst der Narren zu stillen. Auf Deck, pardon der Bühne, gab es etliche Sitzgelegenheiten – und auch gleich eine massive Reling, damit die Narren nicht in die Tiefe stürzen konnten.   Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1423705794340232.1073742003.100001024761983&type=1&l=b9c7291b8a

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Indonesisches Tischtennis-Talent ist für den SV Ober-Hainbrunn am Ball

Bernd Diemer ist begeistert vom jüngsten Neuzugang der der SV-Tischtennisabteilung. „Der ist interessiert, offen, freundlich“, sagt der Abteilungsleiter über den 18-jährigen Wahid Habibie. Das indonesische Talent am kleinen runden Ball verstärkt das Bezirksliga-Team aus dem Rothenberger Ortsteil für drei Monate in der Rückrunde, weil Diemer verletzt pausieren muss.

Der Einstand gegen den Tabellenführer TTC Heppenheim verlief noch durchwachsen. Habibie gewann ein Spiel und verlor eines, der Spieltag ging mit 9:2 an die Bergsträßer. „Ihm fehlt eindeutig noch die Praxis“, beobachtete Diemer. „Von der Technik her ist er sehr gut.“ Außerdem sei Habibie das Spiel mit dem Zelluloid-Ball noch nicht gewohnt, er kenne bisher nur die Plastik-Variante.

Für den aus dem Regierungsbezirk Berau stammenden (Provinz Kalimantan Timur auf der Insel Borneo) mit dem TTR-Wert 2162 ist Deutschland die zweite Station im Rahmen seiner Tischtennis-Karriere. Zuvor war er drei Monate in China, weiß Diemer. Jetzt ist Habibie an der Tischtennis-Schule von Thomas Keinath in Hanau zu Gast. Über diesen, der in der Vergangenheit schon die Ober-Hainbrunner trainierte, kam auch der Kontakt zustande.

Denn der Indonesier soll Spielpraxis sammeln, weiß Diemer. „In seiner Heimat hat er bisher nur Turniere gespielt, ist in keiner Liga aktiv“, fehlt Wahid die Erfahrung aus den Rundenspielen. Neben Keinath steht ihm als Trainingspartner ab und zu auch Weltklasse-Tischtenniscrack Timo Boll zur Seite. „Jeden Tag vier Stunden Training und zehn Kilometer Laufen“ ist in Keinaths Tischtennisschule angesagt. Der trainiert dort etliche ausländische Talente aus der ganzen Welt.

Die Spielgenehmigung für den SV Ober-Hainbrunn war laut Bernd Diemer kein Probleme. „Das läuft als internationaler Wechsel“, erläuterte er. Beim deutschen Tischtennisbund beantragt, war die Erlaubnis innerhalb von zwei Tagen da. Durch den Aufenthalt in Deutschland soll der 18-Jährige mit Unterstützung des indonesischen Verbands in seinen Fähigkeiten aufgebaut werden. Sein Besuch der Tischtennisschule wird von einer Firma des südostasiatischen Landes gesponsert.

Die Konversation läuft auf Englisch, so Bernd Diemer. Dabei sei Wahid sehr pfiffig und gebe die ihm unbekannten Worte in ein Übersetzungsprogramm auf dem Handy ein. Allerdings ist er das hiesige Klima nicht gewöhnt. „Ich fror heftig, als ich in Deutschland aus dem Flugzeug stieg“, sagt der 18-Jährige. Denn in seiner Heimat fallen die Temperaturen selten mal unter 25 Grad.

Odenwälder und Indonesier lernten auf der Fahrt von Hanau in den südlichen Odenwald viel voneinander. Wahid erzählte, dass sein Land nicht nur aus der Insel Bali besteht, sondern aus vielen anderen, größeren, so etwa auch Java mit der Hauptstadt Jakarta. Er ist wie die meisten seiner Landsleute Moslem. Vor dem Hintergrund seiner Religion „war ich sehr erstaunt und überrascht, dass es in Hirschhorn eine Moschee gibt“, meinte Habibie.

Auch Heidelberg hatte es dem Tischtennisspieler angetan. „Mit dem Wort ‚Castle‘ konnte er erst einmal nichts anfangen“, lächelte der Abteilungsleiter. Die Alte Brücke wiederum ist in Asien sehr bekannt. Wie sich der 18-Jährige überhaupt bei der Fahrt durch die kurpfälzische Stadt sehr interessiert zeigte. Nicht nur daran, sondern allgemein an den Gepflogenheiten seines Gastlandes für die kommenden drei Monate, freute sich Diemer.

Für den SV kam die Verstärkung wie gerufen. Derzeit rangieren die Aktiven an der grünen Platte nämlich auf Platz 10 von zwölf Bezirksliga-Teams. Weswegen es Diemer zufolge vorrangiges Ziel ist nicht abzusteigen. Durch die zwischenzeitliche Faschingsbelegung der Sporthalle ist man noch etwas mit den Spielen im Rückstand und will nun Boden gutmachen. Allerdings ist die Abteilung mit Spielern nicht allzu reich gesegnet. Um die 30 Mitglieder habe man derzeit, erläuterte der Abteilungsleiter.