Feuerwehr Ober-Hainbrunn ist fahrzeugtechnisch auf dem neusten Stand

Die Stadtteilfeuerwehr ist jetzt in punkto Fahrzeuge auf dem neusten Stand. Das wurden die verschiedenen Redner nicht müde zu betonen, als es am Feuerwehrhaus um die Einweihung des neu angeschafften Mannschaftstransport- (MTF) und Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) ging. Besonders gewürdigt wurde das große finanzielle Engagement des Feuerwehrvereins, der eine erkleckliche Summe zum MTF beisteuerte.

Viele Delegationen von den Nachbarwehren waren zugegen, als Kommandant Stefan Hofmann die Anschaffungshistorie Revue passieren ließ. Vor einem Jahr stellte der Vorstand die ersten Überlegungen an, den bisherigen Mannschaftswagen zu ersetzen. Der alte war noch gut in Schuss. „Wir dachten, dass wir einen guten Preis dafür bekommen“, schmunzelte der Wehrführer. Die Verhandlungen mit der Güttersbacher Wehr über den Verkauf gestalteten sich erfolgreich. Denn deren Wagen war nochmal zehn Jahre älter. „Wir haben 3000 Euro dafür bekommen.“

Fertig lackiert, Neunsitzer, Dreitonner, Anhängerkupplung: Das waren die Vorgaben für das neue Fahrzeug, mit denen man Ende 2017 in Ellwangen fündig wurde. Der Diesel-T6, Zulassung 08/2016, mit 21.000 Kilometern, 102 PS und Euro 6 „hatte genau die benötigte Ausstattung“. Im Dezember investierten die Brandschützer 140 ehrenamtliche Stunden in den Umbau. Insgesamt wurden für Ankauf und Umbaumaterial 26.000 Euro an Vereinsmitteln eingebracht, so Hofmann. „Geld, das die Gemeinde gespart hat.“

Das alte TSF aus dem Baujahr 1990 hatte seine offizielle Lebensdauer von 25 Jahren bereits überschritten. Die Mängel wurden immer mehr, angefangen von Ölverlust über schlecht schließende Türen bis hin zu schlechten Lichter, erläuterte Hofmann. Dazu kam die schlechte Wasserversorgung gerade im Bereich Himmelreich, die die Anschaffung eines Fahrzeugs mit Tank sinnvoll machte.

Fahrgestell und Kabine wurden über ein Landesbeschaffungsprogramm organisiert. Im April 2017 kam der Zuschlag, ein Jahr später konnte man das TSF-W abholen. Der 6,5-Tonner verfügt über 180 PS mit Euro-6-Norm. Der 1000-Liter-Wassertank ist für die Versorgung der weiter oben liegenden Häuser in Ober-Hainbrunn ein Segen. Etwa 50.000 Euro mussten noch für Aufbau und Ausrüstung investiert werden.

Einen Teil der Beladung konnte man übernehmen. Stromerzeuger, Lichtmast und Elektrolüfter sind zusammen mit der Schleifkorbtrage weitere neue „Extras“, die für die Arbeit der Feuerwehrleute in Zukunft hilfreich sind. Das alte TSF wurde laut Hofmann im Auftrag der Stadt Oberzent verkauft. Es ging für 7500 Euro an einen Oldtimer-Liebhaber aus Berlin, der es zu einem Wohnmobil umbauen will. Dieses Geld floss in die Finanzierung des neuen Fahrzeugs.

Stadtrat Hans Heinz Keursten, in dessen Amtszeit als Rothenberger Bürgermeister die Beantragung fiel, freute sich, dass die Wehr ausrüstungstechnisch auf dem neuesten Stand ist. Den Brandschützern gebühre Dank, weil sie sich in diesem Maße dafür eingesetzt hätten. Die Neuanschaffungen „kommen der Sicherzeit der Bevölkerung zugute“, sagte er. Ähnlich äußerte sich auch der frühere Rothenberger Gemeindebrandinspektor Marco Johe. „Jetzt ist ein deutlich besserer Schutz gegeben“, sagte er. Es sei nicht selbstverständlich, dass ein Feuerwehrverein so viel Geld investiere, betonte Johe.

Für die Ortsvereine hatten Frank Flachs (SV) und Wilfried Friedrich (MGV) Umschläge dabei. Einen solchen gab es auch vom stellvertretenden Kreisbrandinspektor Rolf Scheuermann. Er bezeichnete die Anschaffung des MTF als „Meisterleistung des Feuerwehrvereins“. Dieses sei genauso wichtig wie das TSF, denn es diene unter anderem der Transport der Jugend. „Ohne die Jugend hat die Wehr keine Zukunft“, hob Scheuermann hervor.

Die ständige Verfügbarkeit von Wasser durch das TSF-W bezeichnete er als sehr wichtig, denn es gebe praktisch keinen Einsatz mehr ohne Atemschutz. In diesem Sinne bat er darum, in punkto Lehrgänge bei diesem Thema „immer am Ball zu bleiben“. Ein gemütliches Beisammensein mit Besichtigung der beiden Fahrzeuge bei angeregten Gesprächen schloss sich an.

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Feuerwehr Ober-Hainbrunn ist jetzt top ausgestattet

„Das ist ein Quantensprung gegenüber dem bisherigen“, freut sich der stellvertretende Wehrführer Jochen Sauter über das neue Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W), das die Feuerwehr Ober-Hainbrunn jetzt in Dienst genommen hat. „Zwei Generationen weiter als das alte“, ergänzt Kommandant Stefan Hofmann. Der neue Sechssitzer TSF-W mit 1000-Liter-Wassertank, 180 PS, 6,5 (vorher 3,5) Tonnen und Euro-Norm 6 löst das alte TSF mit seinen 28 Jahren auf dem Buckel ab.

2016 wurde die Entscheidung für die Beschaffung getroffen, da Feuerwehrfahrzeuge eigentlich nur 25 Jahre in Betrieb sein sollen. Vor ziemlich genau einem Jahr kam der positive Bescheid vom Land Hessen. Fahrgestell und Kabine werden über das Landesbeschaffungsprogramm finanziert, den Aufbau zahlt die Kommune. Diese Kosten beliefen sich laut Hofmann auf 40.000 Euro. Vom alten Fahrzeug wurde alles, was noch verwendbar war, übernommen: Pumpe, Atemschutz, Schläuche oder Beleuchtungsvorrichtung.

Für etwa 10.000 Euro mussten Gerätschaften neu angeschafft werden. Dazu zählten Stromerzeugungs- oder Druckbelüftungsgerät. Kreis, Kommune und Feuerwehrförderverein sprangen hierfür in die finanzielle Bresche. Der große Wassertank ist für Hofmann ein unschlagbarer Vorteil, da manchmal der Wasserdruck in den Leitungen nicht ausreicht. „Jetzt fahren wir hin, legen den Hebel um und können sofort loslegen“, sagt er.

Neu angeschafft wurde auch ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF). Es löst den 19 Jahren alten MTW ab, der an die Güttersbacher Feuerwehr weiterverkauft wurde. Zwar ist das MTF nicht niegelnagelneu, „aber wir haben es für einen wirklich guten Preis bekommen“, freut sich Hofmann. Der neunsitzige Wagen wurde komplett aus Vereinsmitteln angeschafft. Außerdem hatte er schon die benötigte rote Farbe, sodass 2000 Euro für eine Umlackierung gespart wurden.

Aus- und Umbau geschahen in Eigenleistung. 180 Stunden leisteten die Brandschützer im gesamten Dezember dafür. Für Material wurden noch einmal 3000 Euro investiert, so Sauter. „Wir sind jetzt top aufgestellt“, ergänzt Hofmann. Also die beste Möglichkeit für Interessierte, den Weg zu den 20 Aktiven der Einsatzabteilung zu finden und die Truppe im kleinen Oberzent-Stadtteil zu verstärken.

Während es den MTW zur Weiternutzung in die nähere Umgebung verschlug, kommt der Käufer des alten TSF aus Berlin. Im Auftrag der Stadt bot man das Fahrzeug übers Internet an. Ein Liebhaber alter Feuerwehr-Vehikel meldete sich aus der Hauptstadt. Er will in den nächsten Tagen in den Odenwald kommen und sich den begehrten fahrbaren Untersatz abholen. Der Erlös geht an die Stadt und wird wieder für Feuerwehrzwecke verwendet.

Info: Die Feuerwehr Ober-Hainbrunn stellt den Bürgern die beiden neuen Fahrzeuge am Samstag, 26. Mai, bei einem kleinen Fest vor.

Hainbrunner Narren lassen es beim Rosenmontagsumzug krachen

Trockenes Wetter, noch erträgliche Temperaturen um den Gefrierpunkt und 32 ideenreiche Zugnummern bescherten der Narrhalla Ober-Hainbrunn wieder einen Riesenansturm zu ihrem Nachtumzug. Besonders am Moderationsstopp kurz vor der Abzweigung zur Sporthalle herrschte großer Betrieb, da die Narren dort auch eine Verpflegungsstation aufgebaut hatten. Dort hatte sich auch die Guggemusik Wiesenbach platziert und beschallte die Gäste. Der 14. Rosenmontagsabendumzug im 35. Jahr der Narrhalla wurde an allen Ecken und Enden mit einem lautstarken Helau begrüßt.

32 Fußgruppen, Garden und Motivwagen zogen vom Alten Schulhaus aus über die gesperrte Landesstraße durch den Ort. Danach stieg in der Sporthalle die große Piraten-Party im Trockenen und Warmen. Die meisten Zuschauer versammelten sich rund um den Dorfbrunnen an der Abzweigung zum Himmelreichweg, wo sie die Feuerwehr mit Speisen und wärmenden Getränken versorgte. Zugmoderator Wilfried Friedrich kündigte dort auch in seiner ganz eigenen Art die jeweiligen Gruppen und Zugnummern an. Feuerwehr und DRK umrahmten den Narrenwurm.

Die Gäste sparten nicht mit aufmunternden Fastnachts-Rufen für die über 250 Aktiven, ähnlich viele wie im vergangenen Jahr. Erste Auflage des Umzugs war bereits im Jahr 2005 anlässlich des 22. SV-Jubiläums. Eine feste Größe ist inzwischen schon die Guggemusik des Fanfarenzugs Wiesenbach. Für die war nach dem Umzug noch nach lange nicht Schluss. In der Sporthalle spielten die Musiker kräftig auf und heizten den Narren ein.

Danach waren beim Umzug die Veranstalter vom SV dran, die mehr als die Hälfte der Gruppen stellten. So etwa Dancing Starlets, Minigarde, Next Generation, Happy Feet, SV-Funken,  „Bembelsänger“ mit „Narren, Gaukler, Mummenschanz“ oder „Rhythm Attack“ mit der Tour nach Las Vegas. Die Dorf- und Jungspatzen zwitscherten im „Spatzencamp“ gerne einen und machten das Dorf unsicher, „No Limits“ kannten keine Fastnachts-Grenzen, die „Crazy Girls“ schickten die Götter zur Hainbrunner Fastnacht, das Männerballett unternahm einen Ausflug nach Malle.

Tanzfieber-Garde, Tanzquartett, das Oberzent-Prinzenpaar Trudi und Jupp sowie Funkenmariechen Kim Weyrauch beschlossen die große Demonstration fastnachtlicher Macht aus dem Oberzent-Ortsteil. Die „Hainbrunner Kerwemaries“ als Smileys hatten immer ein Lächeln im Gesicht. Aus Hirschhorn war das Lachsbachperlen-Kinderprinzenpaar Coralie I. und Kian I mit Funkenmariechen Yaren dabei.

Dicke Luft herrschte beim Äppelwoiteam Heddesbach, das im 11-Jahre-Jubiläumswagen mit heißer Musik und tanzwütigen Insassen Hainbrunn zum Beben brachte. Die „Wilde 13“ aus Brombach ließ allerlei Schneemänner aufmarschieren. Auch die Sensbachtaler Fastnachtsfreunde von TSV und MGV waren mit Elferrat und Garden auf Tour. Der Wohnwagen Rothenberg hatte mal wieder einen Hingucker gebaut. „Harry Potter und die Heiligtümer der Oberzent“ hieß es in „Hagrids Hütte“.

Die Hirschhorner Ritter waren mit Prinzengarde und dem aktuellen Prinzenpaar Sandra I. und Manuel I. vertreten. Auch die Fastnachtsfreunde Kortelshütte mit ihrem „Fünfer-Rat“ waren wie die Neckargemünder Karnevalisten mit Stadtprinzessin Dania I. aktiv. Alle zusammen liefen sie dann in die Sporthalle ein. Einlaufen war dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Party stand ganz unter dem Motto „Piraten“. Das Aufbauteam des SV Narrhalla hatte ganze Arbeit geleistet. Vor Anker gegangen war ein kompletter Dreimaster, der im Vorfeld von den SV-Mitgliedern aus 30 Paletten zusammengebaut worden war. Länge, wie sollte es anders sein: 11,11 Meter.

In der Bartheke der Black Pearl standen verführerische Piratinnen, vereinzelte Piraten und andere Schreckgestalten bereit, um mit karibischen Cocktails, aber auch fastnachtlichen Standardgetränken den Durst der Narren zu stillen. Auf Deck, pardon der Bühne, gab es etliche Sitzgelegenheiten – und auch gleich eine massive Reling, damit die Narren nicht in die Tiefe stürzen konnten.

Mehr Bilder hier:

Zum Bericht geht's hier: https://hirschhorner.wordpress.com/2018/02/13/hainbrunner-narren-lassen-es-beim-rosenmontagsumzug-krachen/SV Narrhalla HainbrunnNarrhalla Hainbrunn

Posted by Thomas Wilken on Tuesday, February 13, 2018

Die Narrhalla rüstet sich in Ober-Hainbrunn für den großen Faschingsendspurt

Ausnahmezustand in der Faschingshochburg des Finkenbachtals. Bevor am Abend des Aschermittwochs wieder Ruhe einkehrt, lässt es der SV Narrhalla noch drei Mal heftig krachen. Ein Klassiker ist bereits der abendliche Rosenmontagsumzug vom Ende der Neckarstraße bis zur Sporthalle, der aktuell schon 31 Zugnummern zählt. Anmeldungen sind noch möglich. Erstmals findet in diesem Jahr am Aschermittwoch die Geldbeutelwäsche mit anschließendem Heringsessen statt.

Die Hainbrunner Fastnacht befindet sich im Endspurt, aber es ist noch lange kein Ende in Sicht. Denn wie jedes Jahr steigt am Rosenmontag, 12. Februar, um 18.33 Uhr der legendäre Nachtumzug. Die Moderation am Brunnen geschieht durch Wilfried Friedrich. Ab sofort besteht die Möglichkeit zur Anmeldung, um mit den Narren im Gaudiwurm bei Fackelschein und toll beleuchteten Wagen durch Ober-Hainbrunn zu ziehen. Anmeldungen sind möglich unter E-Mail umzug@ober-hainbrunn.de oder bei Alexander Ihrig und Frank Flachs. Alle SV-Mitglieder sind aufgerufen, die Sporthalle in eine Piraten-Location allererster Güte zu verwandeln. Das Einräumen beginnt am Samstag, 10. Februar, um 10 Uhr. Traditionell ist hier auch ab 11 Uhr die Ausgabe des Wurfmaterials.

Für das Partyvolk steigt danach ab 19.01 Uhr die Narrhalla-Party unter dem Motto „Pirates of the caribbean“. Rund um die 11,11 Meter lange „Flamed Pearl“ mit Captain Bones am Steuerrad geht es rund. An der legendären Piratenbar gibt es alle Cocktails für drei Euro. In der Halle wird wieder bei geselligen Spielen der Rosenmontagscup ausgespielt. Titelverteidiger ist hier die „Wilde 13 Brombach“.

Am Fastnachtsdienstag, 13. Februar, findet in der Sporthalle Ober-Hainbrunn ab 14.31 Uhr die Kinderfastnacht statt. Alle Helfer treffen sich um 10 Uhr, um die Halle in Schuss zu bringen. Öffnung ist um 14 Uhr. Auch in diesem Jahr wird das bewährte Team mit Anja, Amelie, Trajana und Präsi Frank den kleinen Narren ein buntes Programm bieten. Vom Gardetanz bis zur Suche nach der goldenen Banane ist alles dabei. Auch von befreundeten Vereinen wird die eine oder andere Überraschung erwartet. Der Eintritt ist wie immer frei. Kuchenspenden sind willkommen und können ab 13.30 Uhr in der Halle abgegeben werden.

Neu am Aschermittwoch ist der Faschingsausklang. Um 18.33 Uhr trifft sich die betrübte SV-Meute mit Gästen am Brunnen in der Neckarstraße, um die Fastnacht 2018 zu Grabe zu tragen. Der Präsident der Narrhalla, Frank Flachs, wird sich mit einem Nachruf zu Wort melden. Da die Geldbeutel nach den tollen Tagen alle leer sind, besteht anschließend die Möglichkeit der Geldbeutelwäsche.

Neueste närrische Untersuchungen und Wasserproben haben ergeben, dass das Geld mit Sicherheit bis zum 11.11. wieder nachwächst, betonen die Fastnachter. Danach ziehen die Teilnehmer im Gedenken und in aller Stille zur Sporthalle, wo Hering und Quark gereicht werden. Dazu gibt‘s Pellkartoffeln. Eine Voranmeldung fürs Essen bei Präsident Frank Flachs, E-Mail frankflachs@web.de, ist notwendig.

Narrhallas Narren boten in Ober-Hainbrunn eine wunderbare Nonsens-Show

„Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“: Natürlich musste sich die Oberzent-Fusion im diesjährigen Kampagnen-Motto der Narrhalla wiederfinden. Die bewies wieder einmal, mit welch närrischem Potenzial das kleine Odenwalddorf gesegnet ist. Dass es um den Nachwuchs nicht bange sein muss, zeigte sich von der Minigarde über die „Dancing Starlets“ und „Next Generation“ bis hin zu den „Happy Feet“. Fesche Pimpfe bis hin zu (jungen) Mädchen, denen das Tanzen im Blut liegt. Mit erst vier Jahren schmetterten die Kleinen unbekümmert ein Helau in den Saal wie die Großen.

Die Sitzungen sind einzige große Sause. Fünf Stunden lang prunkte sich die Narrhalla durch den Abend. Als dann weit nach Mitternacht das schweißtreibende Programm schloss, bedeutete das noch lange nicht das Ende. Bis in den frühen Morgen feierten die Narren in der Sporthalle unermüdlich weiter. Immer die eigene Hymne auf Hainbrunn auf den Lippen, die das kleine Odenwalddorf in Sachen Ausgelassenheit sogar noch vor der Hochburg Mainz rangieren lässt.

Die Begeisterung kannte keine Grenzen während des närrischen Feuerwerks. Die Fastnachter aus dem Rothenberger Ortsteil hatten alles aufgeboten, was sich an Talenten in den eigenen Reihen verbirgt. Denn das komplette Programm wurde mit einheimischen Kräften gestemmt, die dann oftmals in drei oder vier Rollen glänzten oder die Tanzbeine schwangen. 120 Aktive stehen bei den drei Prunksitzungen auf der Bühne. Zusammen mit den 40 Helfern in der Sporthalle kommt so schon fast halb Hainbrunn zusammen.

Mehr als 300 Zuschauer zählen die Fastnachter pro Prunksitzung – an den drei Terminen sind so an die 1000 Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung zu Besuch. Auf sie wartet ein buntes Programm mit Garden, Tänzen, Sketchen und Büttenreden, bei dem der SV Narrhalla aus dem Vollen schöpfen kann.

Nach dem Einzug von Elferrat und Garden ergriff Narrhalla-Präsident Frank Flachs das Wort und begrüßte die zahlreichen Gäste. Alexander Friedrich und Jochen Sauter als Sitzungspräsidenten führen ironisch, scharfzüngig und aufschlussreich durch die Sitzung mit ihren 25 Programmpunkten. Aktive wie Karl-Heinz Werner oder Ralph Volk als „Schakeline“ stehen schon seit den Anfangsjahren der Hainbrunner Fastnacht vor 35 Jahren auf der Bühne. Werner als „Herr Kall“ hatte viele Geschichten, die das Leben schrieb, parat.

Zum ersten Mal auf der Narrhalla-Bühne, aber mit der Rothenberger Theatergruppe schon alte Hasen auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Dominik Seip und Tanja Schmidt als Jupp und Trudi, das erste Prinzenpaar aus Oberzent. Allerdings ein Proll-Pärchen, das nur mit der Kneifzange angefasst wird. Beide mischten mit ihren Klagen die Bude auf und machten auch nicht vor sich selbst halt, als es darum ging, anderen kräftig einzuschenken.

„Auf der Suche nach der goldenen Banane“ waren die „Dancing Starlets“ zu Melodien aus Indiana Jones, König der Löwen oder dem Dschungelbuch, während es „Irish Folk“ mit der Tanzfieber-Garde gab oder man den „Crazy Girls“ als Götter auf der Fastnacht in Hainbrunn zuschauen konnte. Urgestein Seppel Denner mit seinem Loblied auf die Spezies Mann musste in der Bütt erkennen, dass jetzt eine andere die Hosen anhat. Ihm blieben da nur die schönen Erinnerungen an Zeiten, „als es noch richtige Männer gab“. Sein Fazit: „Es gibt auch ein Leben unterm Schlabbe.“ Denn das, erkannte er, „ist der Lauf der Welt“.

Lacher ohne Ende produzierte Bauchredner Carsten Werner. Die hatte sich mit Malte und Simon zwei Opfer auserkoren, die er mit Mundmasken ausstaffierte. Bewegungen und Wörter kamen von ihm, die Bewegungen steuerten die beiden immer passend zu – eine Riesengaudi. Zu tapferen Rittern und schönen Prinzessinnen ging es mit den „Bembelsängern“, die das Mittelalter kräftig auf die Schippe nahmen. Ob es der „Herr der Zwiebelringe“ mit seinen Ausdünstungen war oder der arme Ritter Kunibert, der anschaulich auf dem Schlachtfeld seinen Kopf verlor, die Zuschauer hatten einen Heidenspaß.

Mitwirkende

Minigarde: Emma Mia Hippe, Patricia Freidel, Vivien Melzer, Carla Marie Geier, Lenja Stöcklin, Mara Seip, Luisa Flick, Mia Spatz, Maria Fink und Sidney Neff, Trainerinnen Janna Schwinn und Sophia Blutbacher.

Schautanz Dancing Starlets: Alina Heckmann, Sophia Schmitt, Lea Jungblut, Lena Koch, Tabea Heckmann, Nicole Reichert, Mia Krämer, Marie Gajek, Jule Kabel, Alicia Freidel und Lenia Freidel, Trainerinnen Alicia Bulling und Sophia Blutbacher.

Bütt Seppl Denner

Gardetanz Next Generation: Marah Volk, Hanna Koch, Lara Sophie Flick, Mia Sophie Kraft, Pauline Wagner, Johanna Wagner, Leonie Braun, Leni May Ebner, Katharina Feller, Leonie Hartmann und Lill Kim Marie Ihrig, Trainerinnen Manuela Gärtner und Tatjana Bär.

Jörg Heckmann: Vollpfosten Iggi

Gardetanz Happy Feet: Amelie Ihrig, Jana Kumpf, Alica Stadler, Lara Köhler, Selina Helm, Leonie Kaupa, Trajana Heckmann, Chantal Freidel und Leonie Friedrich, Trainerin Maria Lähn.

Vortrag Carsten Werner

Liedvortrag Hainbrunner Bemebelsänger: Dennis Weber, Jan Berger, Dirk Heckmann, Markus Michel, Alexander Ihrig, Andreas Georg, ,Nicolai Kaupa, Justin Ruf und Christian Kasper, Begleitmusik Markus Michel, Trajana Heckmann, Justin Ruf, Christian Kasper und Alexander Ihrig.

Tanzmariechen Kim Weyrauch, Trainerinnen Jenny Schreier, Sophia Blutbacher, Nele Weyrauch

Bütt Anna Lähn

Schautanz der Crazy Girls: Natasha Wietzel, Corina Ihrig, Diana Kasper, Maria Edelmann, Jochen Roland, Claudia Kabel, Annette Koch, Lena Krämer, Marleen Friedrich, Gaby Volk, als Zeus Sabine Michel, als Hera Nicole Ihrig, als Antonia Paula Manschitz und als Südtiroler Nele Weyrauch und Sophia Blutbacher, Trainerin Sonja Schreier

Söhne Hainbrunns: Christian Kasper, Alexander Ihrig, Alexander Friedrich, Justin Ruf, Jan Berger

Tanzquartett Latino: Trajana Heckmann, Marie Luise Koch, Sina Koch, Alicia Stadler, Trainerinnen Kassandra Henke, Nele Weyrauch, Natalie Siefert und Diana Kasper

Bütt Schakeline: Ralph Volk.

No Limits „Karneval überall“: Sophia Blutbacher, Jessica Hafner, Lena Köhler, Diana Kasper, Bianca Sillak Riesinger, Jenny Fath, Lea Günther, Marleen Friedrich, Kim Weyrauch, Nicole Weber, Anika Volk, Simone Flick, Paula Manschitz, Jana Morr und Maria Edelmann, Trainerinnen Diana Kasper und Jana Morr

Prinzenpaar Jupp & Trudi: Tanja Schmidt und Dominik Seip

Tanzfieber „Irish Folk“: Charlotte Manschitz, Maria Volk, Nina Köhler, Sophia Rotsch, Laura Volk, Sophia Braun, Celline Bulling, Sina Koch, Anne Ihrig, Jana Dinnebier, Kassandra Henke, und Marie Luise Koch, Trainerinnen Paula Manschitz und Diana Kasper.

Bütt Herr Kall: Karl-Heinz Werner

Große Garde SV Funken: Alicia Hörr, Alessa Wieder, Sophia Blutbacher, Katharina Klein, Lara-Sophie Schumacher, Nele Weyrauch, Janna Schwinn, Paula Manschitz, Kim Weyrauch, Trainerin Sophia Blutbacher.

Spatzen „Das total verrückte Spatzencamp“: Rekruten Nils Volk, Gabriel Blutbacher, Maria Volk, Janis Fink, Laura Volk, Camp-Koch Hartmut „Haddl“ Seib, Camp Radio Alexander Ihrig, Ausbilder Alexander Friedrich, Fachcoach und Experten Ralph Volk und Thomas Michel

Rhythm Attack „Las Vegas“: Monique Walther, Tatjana Bär, Anna Lähn, Janna Schwinn, Sabrina Morr, Fabienne Buchert, Manuela Gärtner, Liesa Pawlitzki, Maria Groh, Jennifer Reinl, Janina Sauter, Caroline Stöcklin, Trainerinnen Natalie Siefert, Maria Groh und Tatjana Bär.

Männerballett Biergorgler: Marco Bundai, Dirk Heckmann, Jörg Heckmann, Frank Flachs, Ricky Stöcklin, Julian Schwinn, Horst Michel, Michael Lähn, Trainerinnen Daniele Peters, Janina Sauter

Sitzungspräsidenten: Alexander Friedrich und Jochen Sauter. Bühnenbild: Christa Friedrich, Ina Schwinn und Janna Schwinn. Bühnencrew: Michael Grabowski, Thomas Klein, Angelo Helm, Jörg Heckmann und Nikolai Kaupa. Licht und Tontechnik: Christian Kasper, Sascha Reichert, Pascal Lähn, Marcel Lähn und Lucas Michel. Narrhalla-Filmteam: Lucas Michel, Pascal Lähn und Marcel Lähn.

Mehr Bilder hier:

Zum Bericht geht es hier: https://hirschhorner.wordpress.com/2018/01/21/narrhallas-narren-boten-in-ober-hainbrunn-eine-wunderbare-nonsens-show/SV Narrhalla HainbrunnNarrhalla Hainbrunn

Posted by Thomas Wilken on Sunday, January 21, 2018

Gemeinsam feiert es sich in Ober-Hainbrunn am schönsten

Es ist eine schöne Tradition, dass sich die Mitglieder der Vereine aus dem Rothenberger Ortsteil kurz vor Weihnachten gemeinsam zu einer Feier in der Sporthalle treffen. Denn in großem Rahmen macht es einfach mehr Spaß, außerdem gibt es dann in der mit Feiern dichtgedrängten vorweihnachtlichen Zeit nur einen statt drei Termine. MGV, Sportverein und Feuerwehr hatten eingeladen. Ebenso Tradition ist es, dass Essen und Getränke für die Gäste kostenlos sind, weil sämtliche Kosten von den Organisationen übernommen werden.

Über 100 Gäste hatten sich in der Halle eingefunden, um zusammen auf 2017 zurückzublicken. Kerwe, Schleppertreffen oder Fastnacht sind die Highlights im Jahreskalender des kleinen Ortsteils, die man im Gespräch noch einmal Revue passieren ließ. Beim Schätzspiel gab für die Besucher Gans, Pute oder Schwartenmagen zu gewinnen. Es galt, die Länge eines Papierbands in einem Sack zu erraten. Auch das abschließende Bingo lockte mit schönen Preisen.

Das Buzzerquiz bestritten Heike Arnold von der Feuerwehr, Carsten Werner vom MGV und Frank Flachs vom SVH. Letzterer hatte auch die Gäste begrüßt. Die drei hatten 25 Fragen zu Vereinen und zum Ort zu beantworten. Daneben war Allgemeinwissen aus dem abgelaufenen Jahr gefragt. Man musste schnell buzzern und dann richtig antworten. Klarer Sieger war Frank Flachs.

Der SV zählt aktuell um die 200 Mitglieder, die Feuerwehr etwa 120 und der MGV um die 100. Da aber viele Hainbrunner in allen dreien Mitglied sind, platzt die Sporthalle bei einer Feier somit nicht aus allen Nähten. Einen musikalischen Beitrag steuerte der MGV unter Leitung von Mario Freidel bei. Unter anderem wurde „Stille Nacht, heilige Nacht“ gemeinsam gesungen.

 

 

Die vier Rothenberger Wehren sind sehr gut aufgestellt: Hervorragende Jugendarbeit zeigt zahlenmäßige Früchte

Das Jahresende bedeutet eine gewaltige Zäsur für die Feuerwehren aus Kortelshütte, Finkenbach, Ober-Hainbrunn und Rothenberg. Dann gehen sie zusammen mit der Fusion in der neuen Oberzent-Wehr auf. Deshalb klang auch eine gehörige Portion Wehmut in den Reden durch, als in den Jahresberichten 2016 und 2017 auf die letzten beiden eigenständigen Jahre zurückgeblickt wurde. Um die 200 Brandschützer mit Gästen hatten sich dazu in der neu sanierten Sporthalle zusammengefunden.

Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe stellte in seinen Berichten sowohl die Aktivitäten des Vereins als auch der Einsatzabteilung heraus. Es wurde deutlich, dass die vier Vereine einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Gesamtgemeinde beitragen. Lärmfeuer, Grillnacht, Kikeriki-Theater, Handkäs- und Kelterfest oder Fasching sind da nur einige Beispiele.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Zahlreiche Besuche von Fortbildungen, Lehrgängen oder die Teilnahme an Leistungsübungen sorgten dafür, dass die Brandschützer feuerwehrtechnisch immer up-to-date waren. Dieses Wissen kommt natürlich bei den Einsätzen zum Tragen. Davon gab es 2016 zwölf Stück neben 29 Hilfeleistungen. In diesem Jahr zählte man bisher sieben Brandeinsätze und 44 Hilfeleistungen. „Ohne eine stetige Fortentwicklung des Ausbildungsstandes würden wir stillstehen“, meinte Johe. Und: „Stillstand bedeutet Rückschritt“, sagte er.

In den vergangenen sechs Jahren, verdeutlichte Johe, verzeichnete die Rothenberger Gesamtwehr einen bemerkenswerten Aufschwung. Waren es 2011 noch 35 Jugendfeuerwehrleute, 115 Angehörige der Einsatzabteilung und 25 Mitglieder der Altes- und Ehrenabteilung, so stieg diese Zahl bis jetzt auf 66 Jugendliche, 136 „Senioren“-Brandschützer und 32 Alterskameraden. „Das ist sehr positiv und entgegen dem Trend“, verdeutlichte Johe.

Fast folgerichtig wird von den diesen Einsatzkräften auch viel geleistet. 2016 waren 8000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, bis zum Tag der Versammlung in diesem Jahr schon wieder 7100. Eine Zahl, die nicht nur Dienstherr Bürgermeister Hans Heinz Keursten viel Respekt und Dank abverlangte, sondern ebenso den anderen Ehrengästen. Unter diesen war auch der Kreisbeigeordnete Torsten-Tankmar Hopp, der den Einsatz der Wehr und die Tätigkeit der Floriansjünger „beseelt von dem Wunsch, Menschen zu helfen“, würdigte.

Kreisbrandinspektor Horst Friedrich meinte an die Wehr gewandt: „Ihr seid gut aufgestellt.“ Er lobte die hervorragende Jugendarbeit, die sich nicht nur zahlenmäßig festmachen lässt, sondern auch an den zahlreichen Erfolgen der Jugendlichen bei Wettkämpfen auf Kreis-, Regions- und Landesebene. „Die wissen jetzt alle, wo Rothenberg liegt“, meinte Johe schmunzelnd. Friedrich forderte die Kameraden dazu auf, „das, was ihr aufgebaut habt, mitzunehmen in das, was jetzt in der Oberzent geschaffen wird“.

Über die Aktivitäten der Jugendwehr berichtete Malte Hinrichs. Er sprach von 2017 als einem „grandiosen Jahr für die Jugendfeuerwehr“. Hinrichs bezog sich dabei auf die vielen Erfolge bei den diversen Wettbewerben und die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs in Rothenberg. Auch das restliche und vorherige Jahr waren mit etlichen Unternehmungen gespickt, die keine Langeweile bei den Nachwuchskräften aufkommen ließ.

„Ab 2018 gehen auch unsere vier Feuerwehren in Stadt Oberzent über“, sagte Johe abschließend. Bis zur Wahl eines neuen Stadtbrandinspektors werde er das Amt im Zuständigkeitsbereich der dann ehemaligen Gemeinde Rothenberg kommissarisch weiterführen. „Es wird einiges Neues auf alle und somit auch auf unsere vier Feuerwehren zukommen“, so Johe. Der gesamte Fusionsprozess war, ist und bleibt sicher noch einige Zeit ein spannendes Projekt, hob der GBI hervor.

Wie stark die Wehren in den Ortschaften verwurzelt sind, zeigte sich daneben an den zahlreichen Ehrungen für langjährige Tätigkeit. Viele Mitbürger machen sich bereits seit Jahrzehnten verdient um den Schutz ihrer Mitmenschen.

Ehrungen, Auszeichnungen, Prämien, Beförderungen

Bronzenes Brandschutzverdienstzeichen am Bande für Verdienste um das Feuerwehrwesen: Rüdiger Seip; Ehrenzeichen des BFV Hessen Darmstadt in Silber für besondere Verdienste: Christian Kehrer und Jürgen Bartmann; Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande (40 Jahre): Jürgen Bartmann und Reiner Koch; Silbernes Brandschutzehrenzeichen (25 Jahre): Timm Bartmann, an Corina Ihrig wurde es bereits durch die Feuerwehr Hirschhorn verliehen

Ehrenmedaille Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis: Anna Lähn, Malte Hinrichs, Maurice Fink, Janna Kabel, René Seip, Fabienne Buchert, Janis Heckmann, Jan Johe, Alicia Leske, Patrick Bartmann

Floriansmedaille in Silber der hessischen Jugendfeuerwehr: Maria Groh

Anerkennungsprämie: zehn Jahre Natalie Koch, Sybille Schumacher, Fabian Sauter, Alexander Volk, Lukas Beisel, Julian Beisel, Sebastian Braun; 20 Jahre Matthias Heiß; 30 Jahre Johannes Glücks, Dirk Heckmann, Klaus Kleinhans, Thomas Frisch; 40 Jahre Jürgen Bartmann

Beförderungen: Pascal Lähn (Oberfeuerwehrmann), André Foshag (OFM), Fabian Ludebühl (OFM), Janine Setzer (Oberfeuerwehrfrau), Luisa Sauer (OFF), Angelo Helm (Löschmeister), Malte Hinrichs (LM), Maurice Fink (LM), Sascha Hafner (Oberlöschmeister), Jochen Weinthäter (Brandmeister), Marco Johe (Oberbrandmeister)