Gemeinsam feiert es sich in Ober-Hainbrunn am schönsten

Es ist eine schöne Tradition, dass sich die Mitglieder der Vereine aus dem Rothenberger Ortsteil kurz vor Weihnachten gemeinsam zu einer Feier in der Sporthalle treffen. Denn in großem Rahmen macht es einfach mehr Spaß, außerdem gibt es dann in der mit Feiern dichtgedrängten vorweihnachtlichen Zeit nur einen statt drei Termine. MGV, Sportverein und Feuerwehr hatten eingeladen. Ebenso Tradition ist es, dass Essen und Getränke für die Gäste kostenlos sind, weil sämtliche Kosten von den Organisationen übernommen werden.

Über 100 Gäste hatten sich in der Halle eingefunden, um zusammen auf 2017 zurückzublicken. Kerwe, Schleppertreffen oder Fastnacht sind die Highlights im Jahreskalender des kleinen Ortsteils, die man im Gespräch noch einmal Revue passieren ließ. Beim Schätzspiel gab für die Besucher Gans, Pute oder Schwartenmagen zu gewinnen. Es galt, die Länge eines Papierbands in einem Sack zu erraten. Auch das abschließende Bingo lockte mit schönen Preisen.

Das Buzzerquiz bestritten Heike Arnold von der Feuerwehr, Carsten Werner vom MGV und Frank Flachs vom SVH. Letzterer hatte auch die Gäste begrüßt. Die drei hatten 25 Fragen zu Vereinen und zum Ort zu beantworten. Daneben war Allgemeinwissen aus dem abgelaufenen Jahr gefragt. Man musste schnell buzzern und dann richtig antworten. Klarer Sieger war Frank Flachs.

Der SV zählt aktuell um die 200 Mitglieder, die Feuerwehr etwa 120 und der MGV um die 100. Da aber viele Hainbrunner in allen dreien Mitglied sind, platzt die Sporthalle bei einer Feier somit nicht aus allen Nähten. Einen musikalischen Beitrag steuerte der MGV unter Leitung von Mario Freidel bei. Unter anderem wurde „Stille Nacht, heilige Nacht“ gemeinsam gesungen.

 

 

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Die vier Rothenberger Wehren sind sehr gut aufgestellt: Hervorragende Jugendarbeit zeigt zahlenmäßige Früchte

Das Jahresende bedeutet eine gewaltige Zäsur für die Feuerwehren aus Kortelshütte, Finkenbach, Ober-Hainbrunn und Rothenberg. Dann gehen sie zusammen mit der Fusion in der neuen Oberzent-Wehr auf. Deshalb klang auch eine gehörige Portion Wehmut in den Reden durch, als in den Jahresberichten 2016 und 2017 auf die letzten beiden eigenständigen Jahre zurückgeblickt wurde. Um die 200 Brandschützer mit Gästen hatten sich dazu in der neu sanierten Sporthalle zusammengefunden.

Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe stellte in seinen Berichten sowohl die Aktivitäten des Vereins als auch der Einsatzabteilung heraus. Es wurde deutlich, dass die vier Vereine einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Gesamtgemeinde beitragen. Lärmfeuer, Grillnacht, Kikeriki-Theater, Handkäs- und Kelterfest oder Fasching sind da nur einige Beispiele.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Zahlreiche Besuche von Fortbildungen, Lehrgängen oder die Teilnahme an Leistungsübungen sorgten dafür, dass die Brandschützer feuerwehrtechnisch immer up-to-date waren. Dieses Wissen kommt natürlich bei den Einsätzen zum Tragen. Davon gab es 2016 zwölf Stück neben 29 Hilfeleistungen. In diesem Jahr zählte man bisher sieben Brandeinsätze und 44 Hilfeleistungen. „Ohne eine stetige Fortentwicklung des Ausbildungsstandes würden wir stillstehen“, meinte Johe. Und: „Stillstand bedeutet Rückschritt“, sagte er.

In den vergangenen sechs Jahren, verdeutlichte Johe, verzeichnete die Rothenberger Gesamtwehr einen bemerkenswerten Aufschwung. Waren es 2011 noch 35 Jugendfeuerwehrleute, 115 Angehörige der Einsatzabteilung und 25 Mitglieder der Altes- und Ehrenabteilung, so stieg diese Zahl bis jetzt auf 66 Jugendliche, 136 „Senioren“-Brandschützer und 32 Alterskameraden. „Das ist sehr positiv und entgegen dem Trend“, verdeutlichte Johe.

Fast folgerichtig wird von den diesen Einsatzkräften auch viel geleistet. 2016 waren 8000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, bis zum Tag der Versammlung in diesem Jahr schon wieder 7100. Eine Zahl, die nicht nur Dienstherr Bürgermeister Hans Heinz Keursten viel Respekt und Dank abverlangte, sondern ebenso den anderen Ehrengästen. Unter diesen war auch der Kreisbeigeordnete Torsten-Tankmar Hopp, der den Einsatz der Wehr und die Tätigkeit der Floriansjünger „beseelt von dem Wunsch, Menschen zu helfen“, würdigte.

Kreisbrandinspektor Horst Friedrich meinte an die Wehr gewandt: „Ihr seid gut aufgestellt.“ Er lobte die hervorragende Jugendarbeit, die sich nicht nur zahlenmäßig festmachen lässt, sondern auch an den zahlreichen Erfolgen der Jugendlichen bei Wettkämpfen auf Kreis-, Regions- und Landesebene. „Die wissen jetzt alle, wo Rothenberg liegt“, meinte Johe schmunzelnd. Friedrich forderte die Kameraden dazu auf, „das, was ihr aufgebaut habt, mitzunehmen in das, was jetzt in der Oberzent geschaffen wird“.

Über die Aktivitäten der Jugendwehr berichtete Malte Hinrichs. Er sprach von 2017 als einem „grandiosen Jahr für die Jugendfeuerwehr“. Hinrichs bezog sich dabei auf die vielen Erfolge bei den diversen Wettbewerben und die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs in Rothenberg. Auch das restliche und vorherige Jahr waren mit etlichen Unternehmungen gespickt, die keine Langeweile bei den Nachwuchskräften aufkommen ließ.

„Ab 2018 gehen auch unsere vier Feuerwehren in Stadt Oberzent über“, sagte Johe abschließend. Bis zur Wahl eines neuen Stadtbrandinspektors werde er das Amt im Zuständigkeitsbereich der dann ehemaligen Gemeinde Rothenberg kommissarisch weiterführen. „Es wird einiges Neues auf alle und somit auch auf unsere vier Feuerwehren zukommen“, so Johe. Der gesamte Fusionsprozess war, ist und bleibt sicher noch einige Zeit ein spannendes Projekt, hob der GBI hervor.

Wie stark die Wehren in den Ortschaften verwurzelt sind, zeigte sich daneben an den zahlreichen Ehrungen für langjährige Tätigkeit. Viele Mitbürger machen sich bereits seit Jahrzehnten verdient um den Schutz ihrer Mitmenschen.

Ehrungen, Auszeichnungen, Prämien, Beförderungen

Bronzenes Brandschutzverdienstzeichen am Bande für Verdienste um das Feuerwehrwesen: Rüdiger Seip; Ehrenzeichen des BFV Hessen Darmstadt in Silber für besondere Verdienste: Christian Kehrer und Jürgen Bartmann; Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande (40 Jahre): Jürgen Bartmann und Reiner Koch; Silbernes Brandschutzehrenzeichen (25 Jahre): Timm Bartmann, an Corina Ihrig wurde es bereits durch die Feuerwehr Hirschhorn verliehen

Ehrenmedaille Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis: Anna Lähn, Malte Hinrichs, Maurice Fink, Janna Kabel, René Seip, Fabienne Buchert, Janis Heckmann, Jan Johe, Alicia Leske, Patrick Bartmann

Floriansmedaille in Silber der hessischen Jugendfeuerwehr: Maria Groh

Anerkennungsprämie: zehn Jahre Natalie Koch, Sybille Schumacher, Fabian Sauter, Alexander Volk, Lukas Beisel, Julian Beisel, Sebastian Braun; 20 Jahre Matthias Heiß; 30 Jahre Johannes Glücks, Dirk Heckmann, Klaus Kleinhans, Thomas Frisch; 40 Jahre Jürgen Bartmann

Beförderungen: Pascal Lähn (Oberfeuerwehrmann), André Foshag (OFM), Fabian Ludebühl (OFM), Janine Setzer (Oberfeuerwehrfrau), Luisa Sauer (OFF), Angelo Helm (Löschmeister), Malte Hinrichs (LM), Maurice Fink (LM), Sascha Hafner (Oberlöschmeister), Jochen Weinthäter (Brandmeister), Marco Johe (Oberbrandmeister)

Narrhalla Ober-Hainbrunn setzt auf die „Fastnacht mit Herz“: Kampagneneröffnung in der Narren-Hochburg

Die fünfte Jahreszeit hat in der Narrenhochburg des Finkenbachtals begonnen. Die Fastnachter des SV Narrhalla starteten bestimmt 100 Mann und Frau hoch in die neue, kurze Kampagne 2017/2018. Unterstützt wurden sie dabei von einer Abordnung des MGV/TSV Sensbachtal, die kurzerhand ihren närrischen Auftakt in die Saison zwei Odenwald-Täler weiter verlegte und bei den SV-Narren mit diesem Ansinnen auf offene Ohren stieß. Von SV-Präsident Frank Flachs wurden Motto, Orden und neue Gesichter der aktuellen Kampagne vorgestellt.

Neu im Vereinsheim, der Sporthalle, ist auch eine „Narrhalla-Hall of Fame“. Sophia Blutbacher und Paula Manschitz stellten zahlreiche Bilder aus den vergangenen Jahren zusammen, soweit sie sich auftreiben ließen. Alle Tanzmariechen, Gruppen, Büttenredner, Elferräte und (Sitzungs-)Präsidenten, die es in 34 Jahren jemals gab, sind dort an die Wand gepinnt.

„Aus Ägypten, China und Japan sind unsere Vorstandsmitglieder extra zur Kampagneneröffnung eingeflogen“, scherzte Flachs. Er selbst landete um 16.30 Uhr am Frankfurter Flughafen, um direkt nach Ober-Hainbrunn zu brausen. Der Präsident lachte immer noch über die Blicke der Umstehenden, als er mittags in der ägyptischen Hotellobby angerufen wurde und der Narrhalla-Marsch als Klingelton losging. „Am 11.11. um 11.11 Uhr stellt der sich automatisch ein und bleibt dann bis Aschermittwoch so“, erklärte er.

Flachs begrüßte traditionell die Feierwütigen zu Beginn in der eigens dafür schön geschmückten Sporthalle. Er stellte dann das neue Motto vor, das sich der Fastnachtsausschuss in langen Sitzungen ausgedacht hatte. Danach wurde der Blick von ihm auf den Orden gelenkt. Der wurde in einer Auflage von 300 Stück gepresst. An diesem Abend gab es aber nur ein einziges Exemplar, das das neue Funkenmariechen Kim Weyrauch in Händen hielt.

Die Oberzent-Fusion ist Thema der Kampagne 2017/2018 und wurde auf der Plakette verewigt. „Gemeinde Rothenberg“ wird auf dem Ortsschild in Rot durchgestrichen, dafür steht oben drauf nun Stadt Oberzent. „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“, heißt das Motto der aktuellen Kampagne. Seit Jahrzehnten „pflegen wir die Fastnacht mit Herz“, so Flachs. Auch in der „großen Stadt“ will sich die Narrhalla die eigene Hainbrunner Identität auf die Fahnen schreiben.

Es wurden von Flachs zwei neue Elferratsmitglieder aus dem badischen Nachbardorf Brombach vorgestellt. Dennis Weber konnte nicht vorbeikommen. Markus Michel, auch bei den Hainbrunner Dartfreunden aktiv, ist das zweite neue Gesicht. „Ich hatte schon länger vor mitzumachen“, sagte er. Denn der Brombacher ist ein Fastnachter durch und durch, hat in seinem Dorf die Faschingsgruppe „Wilde 13“ mitbegründet und fährt mit seiner Frau gerne zum Kölner Karneval. „Da wären wir heute auch gewesen“, meinte er schmunzelnd – aber Ober-Hainbrunn hatte Priorität.

Frank Flachs ging aber auch aufs Organisatorische ein. „2018 stellt uns alle vor Herausforderungen“, sagte er. Denn der Verein braucht nach drei Jahren Vakanz wieder einen zweiten Vorsitzenden. „Der muss theoretisch nicht viel machen“, grinste er. Denn „es ging auch längere Zeit ohne“. Die Kampagne ist drei Wochen kürzer als im vergangenen Jahr, deshalb muss alles schneller als sonst ablaufen. Am 7. Januar ist bereits die Generalprobe, die Prunksitzungen finden am 13., 19. und 20. Januar statt.

Das neue Funkenmariechen, die 20-jährige Kim Weyrauch, ist wie ihre Vorgängerin Janna Schwinn ein Eigengewächs der Narrhalla. Sie tanzt derzeit in der großen Garde mit, den SV-Funken. Daneben ist sie auch Vorstandsmitglied. Ebenfalls wurde das neue Tanzquartett den Gästen vorgestellt. Marie-Luise Koch, Sina Koch, Alica Stadler und Trajana Heckmann sind die vier jungen Tänzerinnen. „Das schönste, was die Narrhalla zu bieten hat“, meinte Flachs zu den fünf Mädels. Ein dreifach donnerndes Helau beschloss die Vorstellung.

Zwei hohe karnevalistische Ehrungen gibt es für zwei Narrhalla-Mitglieder. Die hessischen Ober-Hainbrunner sind ja bekanntermaßen Mitglied im badisch-pfälzischen Karnevalsverband. Der verlieh den Goldenen Löwen als seine höchste Auszeichnung an Diana Kasper für 22 Jahre ununterbrochene fastnachtliche Aktivitäten. Frank Flachs ist 19 Jahre närrisch aktiv und bekam den großen Verdienstorden zugesprochen. Die Überreichung der Auszeichnungen soll dann während der Prunksitzung erfolgen.

Info: Narrhalla-Prunksitzungen 2018 unter dem Motto „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“ am Samstag, 13., Freitag, 19., und Samstag, 20. Januar, jeweils 19.31 Uhr in der Sporthalle Ober-Hainbrunn. Karten unter der bewährten Hotline 06275-586 bei Hildegard Werner.

 

Hilfe bei einem Unfall mit einfachen Mitteln: Freiwillige Feuerwehr Hainbrunn simulierte technische Hilfeleistung

Auch eine kleine Truppe muss einsatzmäßig auf der Höhe sein. Deshalb traf sich die Freiwillige Feuerwehr Hainbrunn zwölf Mann und eine Frau hoch auf dem Parkplatz beim Sägewerk Ihrig zu ihrer Übung. Das Thema war technische Hilfeleistung: Die Brandschützer waren mit Mannschaftstransportwagen (MTW) und Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) fiktiv zu einem Unfall mit einer verletzten Person gerufen wurden. Es galt, den Fahrer aus dem auf der Seite liegenden Fahrzeug zu bergen. Dies mit den „einfachen Mittel“ einer kleineren Ortsteilwehr.

Einen entsprechenden Lehrgang namens „Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall“ (THVU) hatten Kommandant Stefan Hofmann und Jochen Sauter besucht, die auch die entsprechenden Anweisungen gaben. Die „Trockenübung“ geschah noch mit dem Auto auf allen vier Rädern stehend. Zuerst einmal, vermittelt Hofmann, muss der Pkw gegen Umkippen gesichert werden. Das geschieht, indem zwei Leitern unter den oben liegenden Rädern verkantet werden. Spanngurte, die mit den unten liegenden Rädern verbunden werden, sorgen dafür, dass die Leitern nicht wegrutschen und das Fahrzeug stabil liegen bleibt.

Dann geht es laut Sauter darum, eine „Betreuungsöffnung zu schaffen“, durch die ein Ersthelfer zur verletzten Person ins Innere klettert. Die muss fixiert werden, damit sie beim Zurückwuchten des Autos in stabiler Lage ist. Dies muss so schnell wie möglich zur Menschenrettung passieren, damit die Mediziner ans Werk gehen können. Das geschieht durch den Einsatz ein B-Schlauchs. Der wird einmal um den Körper sowie um Vorder- und Hinterrad gewickelt. „Wenn der drinnen sagt, das passt so, dann den Schlauch drei bis vier Mal draußen rumschlingen“, sagt Hofmann.

Als nächstes kommen die Spanngurte wieder weg. Die Leitern werden im Folgenden als Hebel benutzt, damit das Fahrzeug sachte wieder auf seine vier Räder gesetzt wird. „Nicht plotzen lassen“, mahnt der Kommandant. Die beiden senkrecht gestellten Leitern senken sich deshalb fast wie in Zeitlupe in die Waagrechte. Wenn die Schrottkiste erst einmal stabilisiert ist, geht es daran, die restlichen Scheiben zu entfernen.

Diese werden abgeklebt und dann mit dem Federkörner eingeschlagen. „Die Scheibe zerspringt dann komplett“, weiß Sauter. Weil es aber Sicherheitsglas ist, bleibt das Glas trotzdem im Rahmen. Das Klebeband sorgt dafür, dass eine Entfernung ohne viel Krümel möglich ist. Hofmann weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei ganz neuen Vehikeln die Frontscheibe auch ein tragendes Teil sein kann. „Die kann man nicht mehr durchsägen“, sagt er.

Wenn die Ober-Hainbrunner Wehr voraussichtlich im kommenden Frühjahr ihr neues TSF bekommt, wird dieses auch mehr Material an Bord haben. Etwa Stromaggregat und Säge, die zum Einsatz kommt, um die Türholme zu durchtrennen und damit im Endeffekt das Dach des Autos komplett zu entfernen. Die entsprechenden Sägepunkte werden im Vorfeld durch den inneren Retter markiert.

„Wenn geschnitten wird, bleiben nur zwei Personen in der Nähe“, weist Sauter auf eine Vorsichtsmaßnahme hin. Inzwischen gehen die Feuerwehrleute laut Szenario davon aus, dass Rettungsdienst und Notarzt vor Ort sind und ihnen der Verletzte übergeben werden kann. Der Pkw wird dann komplett aufgemacht und das Dach abgenommen.

„Alles ist super gelaufen“, war Hofmann mit der Übung sehr zufrieden. Der Versuch, das Autodach mittels „Säbelsäge“, dem großen Bruder der Stichsäge, zu öffnen, funktionierte. „Wir haben als kleine Wehr keinen Spreizer“, so Hofmann. Deshalb sei diese Arbeitsweise ein guter Lehreffekt. Die Anschaffung einer solchen Säbelsäge wird auch fürs neue TSF überlegt. Das alte hat bereits 28 Jahre auf dem Buckel.

Eine freudige Nachricht gab’s mitten während der Übung der Ober-Hainbrunner Feuerwehr. Da klingelte bei Stefan Hofmann das Handy. Am anderen Ende: Eine Feuerwehr aus dem Odenwaldkreis, die den 20 Jahre alten Mannschaftstransportwagen (MTW) der Hainbrunner kaufen will. Den hatten die sich 2004 angeschafft. „Wir haben bereits einen neuen, passenden im Auge“, so der Kommandant. Der wird dann aus Vereinsmitteln gekauft und für die Wehrzwecke umgebaut.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1675045892539553.1073742031.100001024761983&type=1&l=3754c077f7

 

Die Devise heißt üben, üben, üben: Dartfreunde „Double Trouble“ richteten die 2. Hainbrunn-Open aus

Gibt’s denn einen Trick, wie es man als Dart-Neuling schnell lernt, die Triple-20 zu treffen? Oder den roten Kreis in der Mitte, der 50 Punkte bedeutet? Uwe Kölbl lacht. „Nein. Die Devise heißt Übung, Übung, Übung“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der Dartfreunde „Double Trouble“ unter dem Dach des SV Ober-Hainbrunn. Die richteten jetzt in der Sporthalle die 2. Hainbrunn-Open aus, als deren Hauptpreis bis zum nächsten Turnier der Wanderpokal mitgenommen werden darf. 39 Dartspieler gingen an den Start.

Welches Training hinter den Erfolgen der echten Profis steckt, erfuhr Kölbl beim Besuch von Max Hopp im vergangenen Jahr. Den Meisterspieler hatten die Dartfreunde als Stargast eingeladen. „Der trainiert fünf Stunden jeden Tag“, meint der Hobbyspieler andächtig. „Sogar acht, wenn es auf einen Wettkampf zugeht.“ Serafettin Ayar vom 1. DC Mosbach, der als Titelverteidiger an den Start ging, bringt es auf zwei Stunden. Zeiten, von denen die Cracks im Finkenbachtal nur träumen können. „Aber es macht tierisch Spaß, sich einmal die Woche zu treffen“, grinst Kölbl.

Der Abteilungsleiter freut sich, dass aus dem ehemaligen Kneipen- ein Hochleistungssport geworden ist. In Ober-Hainbrunn kommen die pfeilschnellen Akteure „just for fun“ zusammen. „Dartligen gibt es erst wieder im Bereich Walldorf oder Darmstadt“, erläutert Kölbl. Das ist dann doch etwas zu weit.

Während im ganzen Umkreis E-Dart (Automatendart) gespielt wird, setzen die Hainbrunner auf die traditionelle Variante mit Stahlpfeilen, Steeldart genannt. „Das ist der Klassiker wie früher in den Kneipen“, schwört Kölbl auf die ursprüngliche Spielweise. Aber es gibt auch einen ganz profanen finanziellen Grund. Eine Steeldart-Scheibe kostet 45 Euro. Ein Automat, bei dem die Darts eine Spitze aus Kunststoff haben müssen und höchstens 18 Gramm wiegen dürfen, kostet 800 Euro. „Zu viel für einen kleinen Verein wie den unsrigen“, sagt er.

Bei den Stahlpfeilen sind der Abwechslung keine Grenzen gesetzt. Von ganz leichten, 18 Gramm schweren, bis hin zu 50-Gramm-Trümmern ist alles dabei. Jeder Spieler schwört auf seine ganz eigenen Exemplare. Uwe Kölbl nennt etwa 23 Gramm schwere sein Eigen. Er spielt seit vier Jahren Dart, erst in Hirschhorn, dann in Ober-Hainbrunn, als dort SV-Vorsitzender Frank Flachs den Sport etablierte.

Wenn „Double Trouble“ zum Turnier ruft, kommen die Spieler aus der gesamten Region angefahren. Remseck, Eberbach, Heddesbach, Bonsweiher, Hirschhorn und Mosbach lauten die Adressen. Aus letzterer Stadt kommen die Cracks, die den Sieg in der Regel unter sich ausmachen. Kein Wunder, denn Serafettin Ayar (Spitzname Sahap), Norbert Schulte (Indio) und Musa Kara spielen beim 1. DC Mosbach und wurden mit diesem gerade deutscher Mannschaftsmeister im E-Dart.

Große Unterschiede gibt es bei der Wurfpraxis. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass ein Fuß an den Abwurfbalken muss. Ob aber spitz, schräg oder waagrecht, ist egal. „Schulter und Arm sollen in eine Richtung zeigen“, erläutert Kölbl. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es gibt verschiedene Arten zu werfen. Wie es eben für einen am besten passt.“ Manche wie Sahap „werfen sogar von oben runter“. Mit Erfolg.

„Die Richtung halten ist das A und O“, mahnt der Abteilungsleiter. Viel zu oft verlieren Spieler die Balance „und schießen den Pfeil an die falsche Stelle“. Ein weitverbreiteter Irrtum ist seinen Worten zufolge, dass der rote Punkt in der Mitte die meisten Punkte bringt. Zwar gibt es dafür 50 Zähler, aber die „Triple 20“ genauso wie Triple 19, 18 und 17 bedeuten mehr. Immerhin taugt der Mittelpunkt dazu, das Spiel beenden zu können. Das ist sonst nur mit den außen liegenden Doppelfeldern im Ring möglich.

Die Kunst beim „501 Double out“ ist denn auch nicht nur, möglichst viele Punkte zu holen. Klar sind die nützlich, um von 501 Richtung 0 zu kommen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Akteur keinen einzigen Zähler mehr hat. Doch beendet werden muss die Partie zielgenau. „Wer zum Schluss einen Punkt hat, kann nicht beenden“, so Kölbl. Das ginge nur mit einer „Double 1“. Womit noch zwei Punkte als Rest vorhanden sein müssten.

Ergebnisse 2. Hainbrunn-Open

Teilnehmer: 39: Sieger Serafettin (Sahap) Ayar, 2. Norbert „Indio“ Schulte, 3. Kara Musa, 4. Sebastian Schulz. Alle vier Sieger kommen vom DC Mosbach. Gewinner einer Flasche Whisky für die erste 180 im Turnier wurde Micha Wagner vom DC Eberbach. Insgesamt wurde fünf Mal die 180 geworfen. Das höchste Finish mit 156 Punkten warf Sahap.

Dart im Selbstversuch

„Du musst schauen, dass dein Arm und deine Schulter in einer Richtung zeigen“, meint Uwe Kölbl und drückt mir seine 23-Gramm-Steeldartpfeile in die Hand. Der hintere Fuß dient zur Ausbalancierung. „Wichtig ist außerdem die Körperhaltung. Du darfst beim Werfen nicht nach vorn kippen“, sagt der Double-Trouble-Abteilungsleiter. So eingewiesen, versuche ich mein Glück. Und treffe tatsächlich mit den ersten drei Würfen gleich die Scheibe. Egal, dass eine 1 und eine 2 dabei sind.

Immerhin habe ich nicht unter den prüfenden Blicken der anderen Werfer das Holz der Bühnenwand in der Sporthalle punktiert und mich damit als absoluter Anfänger geoutet. Wie sich überhaupt zeigt: Die nur einfach zählenden Felder sind ganz gut zu treffen. Schwierig wird es dann, wenn es an die Double- oder Triple-Metallringe geht, die so richtig Punkte bringen und beim „501 Double out“ helfen, möglichst schnell auf null runterzuwerfen.

Schnell stelle ich fest, dass ich beim Werfen als Linkshänder einen Linksdrall habe. Den versuche ich beim zweiten Wurf auszugleichen, wodurch der aber wieder zu weit rechts landet. Also gleich ein bisschen weiter rechts gezielt, dann haut das mit der senkrecht stehenden 20 am besten hin. Stimmt. In der Theorie. Immerhin: Beim sechsten Durchgang höre ich das Metall des 20er- und 18er-Double- und Triple-Rings kratzen. Allerdings von der falschen Seite.

Dann bei Leg 10 das erste Erfolgserlebnis: Double 20 und der grüne Ring in der Mitte mit 25 Punkten. Kurz darauf sogar die 50 in der Scheibenmitte, ehe dann wieder etliche Durchgänge Kraut und Rüben vorherrschen. Verstohlene Blicke nach links und rechts zu den anderen Übenden zeigen, dass da deutlich mehr geballt in der 20 oder 18 sitzt. Nur wenige Ausreißer sind dabei. Es ist doch so, wie Uwe Kölbl sagt. „Üben, üben, üben“ heißt das Geheimnis des Erfolgs.

Den meine ich jetzt zu haben. Im inneren Metallkreis schlägt mein Pfeil ein. Sieht aus wie Triple 20. Der Schein trügt. Es ist nur eine Triple 1 direkt daneben. So langsam zeigt die Formkurve nach oben. Zwei von drei Pfeilen eines Legs landen in der 20. Dann steigt nebenan Serafettin Ayar (Spitzname Sahap) ein. Seines Zeichens frischgebackener deutscher Mannschaftsmeister im E-Dart. Er fängt an – und ich steige aus.

Rauschender Start in die neue Kampagne: Narrhalla Ober-Hainbrunn stellt am 11.11. die neuen Gesichter und den Orden vor

„Lasst die Fastnacht beginnen“ heißt es wieder pünktlich zum Schnapszahl-Datum 11.11. bei der Narrhalla Ober-Hainbrunn. Um 20.30 Uhr startet die Kampagnen-Eröffnung in der Sporthalle. Der Eintritt ist frei. Vorgestellt werden Motto, Orden, Funkenmariechen und Tanzquartett der kommenden Kampagne 2017/2018 sowie die neuen Elferräte. Dem „offiziellen“ Teil schließt sich der Barbetrieb mit Musik an.

Im vergangenen Jahr starteten etwa 100 Besucher mit den Fastnachtern in die neue Kampagne. Mindestens so viele möchte die Narrhalla auch wieder willkommen heißen. Präsident Frank Flachs begrüßt am Abend traditionell die Feierwütigen zu Beginn in der eigens dafür schön geschmückten Sporthalle. Er stellt dann das neue Motto vor, das sich der Fastnachtsausschuss in langen Sitzungen ausgedacht hat. Danach wird der Blick auf den Orden gelenkt. Er wird in einer Auflage von 300 Stück gepresst.

Natürlich ist die Oberzent-Fusion Thema der Kampagne 2017/2018 und wird auf der Plakette verewigt. „Gemeinde Rothenberg“ wird auf dem Ortsschild in Rot durchgestrichen, dafür steht oben drauf nun „Stadt Oberzent“. „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“, heißt das Motto. Es werden zwei neue Elferratsmitglieder aus dem badischen Nachbardorf Brombach vorgestellt, deren Namen aber noch „top secret“ sind.

Das neue Funkenmariechen Kim Weyrauch findet beim Start in die neue Kampagne ebenfalls breite Erwähnung. Die 20-Jährige ist wie ihre Vorgängerin Janna Schwinn ein Eigengewächs der Narrhalla. Sie tanzt derzeit in der großen Garde mit, den SV-Funken. Daneben ist sie auch Vorstandsmitglied. Ebenfalls wird das neue Tanzquartett den Gästen vorgestellt. Danach gibt’s gute Laune, Musik und Barbetrieb bis in den frühen Morgen.

Pfeilschnelle Aktionen beim Dartturnier: Am 30. Oktober wird in Ober-Hainbrunn wieder Steel-Dart gespielt

Das Steel-Dartturnier von „Double Trouble“ geht in die dritte Auflage. Die Dartfreunde im SV Ober-Hainbrunn richten es am Montag, 30. Oktober, in der Sporthalle aus. Beginn ist 18.30 Uhr, Meldeschluss 18.15 Uhr. Das komplette Startgeld von zehn Euro pro Nase wird im System 40/30/20/10 Prozent an die Erstplatzierten ausgeschüttet. Gespielt wird nach dem System „Steeldart 501 double out – Doppel K.o.“. Der Gewinner erhält den XXL-Wanderpokal.

Im Sommer 2016 erstmals durchgeführt, war bereits die zweite Auflage des Dartturniers in der Ober-Hainbrunner Sporthalle ein Riesenerfolg. „Wir hatten 42 Teilnehmer aus dem ganzen Umkreis, aus Mosbach, Eberbach oder Zuzenhausen sowie Beerfelden, Rothenberg und Hirschhorn“, freut sich Turnierleiter Uwe Kölbl. „Doppelt so viele wie im vergangenen Sommer“, ergänzt Frank Flachs. Der ist Vorsitzender des SV, unter dessen Dach sich die Dartfreunde „Double Trouble“  gegründet hatten.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung ist das eigene Turnier ein großes Erlebnis, betont Flachs. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler sind mit dabei, beobachtet er. Die Besonderheit ist das „Steeldart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt wird. Allerdings werden alle großen Turniere mit den Steeldarts ausgetragen.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betont, es kommt auf die verschiedenen Wurftechniken an – „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig ist es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen sind „was für den Spaß“. Mit der Halle hat man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand stoßen immer auf positive Rückmeldungen bei den Spielern.