Rauschender Start in die neue Kampagne: Narrhalla Ober-Hainbrunn stellt am 11.11. die neuen Gesichter und den Orden vor

„Lasst die Fastnacht beginnen“ heißt es wieder pünktlich zum Schnapszahl-Datum 11.11. bei der Narrhalla Ober-Hainbrunn. Um 20.30 Uhr startet die Kampagnen-Eröffnung in der Sporthalle. Der Eintritt ist frei. Vorgestellt werden Motto, Orden, Funkenmariechen und Tanzquartett der kommenden Kampagne 2017/2018 sowie die neuen Elferräte. Dem „offiziellen“ Teil schließt sich der Barbetrieb mit Musik an.

Im vergangenen Jahr starteten etwa 100 Besucher mit den Fastnachtern in die neue Kampagne. Mindestens so viele möchte die Narrhalla auch wieder willkommen heißen. Präsident Frank Flachs begrüßt am Abend traditionell die Feierwütigen zu Beginn in der eigens dafür schön geschmückten Sporthalle. Er stellt dann das neue Motto vor, das sich der Fastnachtsausschuss in langen Sitzungen ausgedacht hat. Danach wird der Blick auf den Orden gelenkt. Er wird in einer Auflage von 300 Stück gepresst.

Natürlich ist die Oberzent-Fusion Thema der Kampagne 2017/2018 und wird auf der Plakette verewigt. „Gemeinde Rothenberg“ wird auf dem Ortsschild in Rot durchgestrichen, dafür steht oben drauf nun „Stadt Oberzent“. „Auch als Städter, das ist kein Scherz, Hainbrunn macht weiter Fastnacht mit Herz“, heißt das Motto. Es werden zwei neue Elferratsmitglieder aus dem badischen Nachbardorf Brombach vorgestellt, deren Namen aber noch „top secret“ sind.

Das neue Funkenmariechen Kim Weyrauch findet beim Start in die neue Kampagne ebenfalls breite Erwähnung. Die 20-Jährige ist wie ihre Vorgängerin Janna Schwinn ein Eigengewächs der Narrhalla. Sie tanzt derzeit in der großen Garde mit, den SV-Funken. Daneben ist sie auch Vorstandsmitglied. Ebenfalls wird das neue Tanzquartett den Gästen vorgestellt. Danach gibt’s gute Laune, Musik und Barbetrieb bis in den frühen Morgen.

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Pfeilschnelle Aktionen beim Dartturnier: Am 30. Oktober wird in Ober-Hainbrunn wieder Steel-Dart gespielt

Das Steel-Dartturnier von „Double Trouble“ geht in die dritte Auflage. Die Dartfreunde im SV Ober-Hainbrunn richten es am Montag, 30. Oktober, in der Sporthalle aus. Beginn ist 18.30 Uhr, Meldeschluss 18.15 Uhr. Das komplette Startgeld von zehn Euro pro Nase wird im System 40/30/20/10 Prozent an die Erstplatzierten ausgeschüttet. Gespielt wird nach dem System „Steeldart 501 double out – Doppel K.o.“. Der Gewinner erhält den XXL-Wanderpokal.

Im Sommer 2016 erstmals durchgeführt, war bereits die zweite Auflage des Dartturniers in der Ober-Hainbrunner Sporthalle ein Riesenerfolg. „Wir hatten 42 Teilnehmer aus dem ganzen Umkreis, aus Mosbach, Eberbach oder Zuzenhausen sowie Beerfelden, Rothenberg und Hirschhorn“, freut sich Turnierleiter Uwe Kölbl. „Doppelt so viele wie im vergangenen Sommer“, ergänzt Frank Flachs. Der ist Vorsitzender des SV, unter dessen Dach sich die Dartfreunde „Double Trouble“  gegründet hatten.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung ist das eigene Turnier ein großes Erlebnis, betont Flachs. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler sind mit dabei, beobachtet er. Die Besonderheit ist das „Steeldart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt wird. Allerdings werden alle großen Turniere mit den Steeldarts ausgetragen.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betont, es kommt auf die verschiedenen Wurftechniken an – „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig ist es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen sind „was für den Spaß“. Mit der Halle hat man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand stoßen immer auf positive Rückmeldungen bei den Spielern.

Odenwälder Jugendfeuerwehren räumten beim Südhessenpokal in Offenbach ab

Große Erfolge der Jugendfeuerwehren aus dem Odenwaldkreis beim Südhessenpokal: Besonders die angehenden Brandschützer aus der Oberzent räumten bei der Veranstaltung kräftig ab und belegten reihenweise vordere Plätze. Die Dominanz machte sich besonders bei den gemischten Gruppen bemerkbar. Hier siegte Ober-Hainbrunn vor Rothenberg und Finkenbach. Der Südhessenpokal wird jährlich vom Verein Jugendfeuerwehr Megazeltlager Südhessen ausgerichtet. Dieses Mal fand er im Sportpark Rosenhöhe Offenbach statt.

Dabei treffen sich die jeweils bestplatzierten Mannschaften, die nicht am Landesentscheid teilnehmen. Sie kommen aus den Landkreisen Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Odenwald, Bergstraße und den kreisfreien Städten Darmstadt und Offenbach, um sich im Bundeswettbewerb der Deutschen Jugendfeuerwehr zu messen. Beim Bundeswettbewerb geht es zum einen darum, eine feuerwehrtechnische Übung nach Dienstvorschrift möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Zum anderen muss ein Staffellauf mit feuerwehrtechnischen Hindernissen auf Zeit und fehlerfrei absolviert werden.

Durch die Jugendfeuerwehren der Stadt und des Kreises Offenbach wurden perfekte Rahmenbedingungen geschaffen. Auch der Wettergott meinte es wieder gut mit den 14 angetretenen Mannschaften. Die Jugendfeuerwehren zeigten in einem spannenden und fairen Wettbewerb hervorragende Leistungen. Nachmittags wurde im Beisein zahlreicher Ehrengäste die Siegerehrung durchgeführt. Unter anderem waren dabei: MdB Patricia Lips, der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis und der stellvertretende Kreisbrandinspektor Rolf Scheuermann. Aus Odenwälder Sicht hat sich die Reise nach Offenbach sehr gelohnt. Sechs der acht Pokale nahm man mit in die Region.

Ergebnisse

Gemischte Gruppen: Ober-Hainbrunn (1410 Punkte), Rothenberg (1401), Finkenbach (1368), Wallerstädten (LK Groß-Gerau, 1351), Wald-Erlenbach (LK Bergstraße, 1349), Beerfelden (1328), Rembrücken (LK Offenbach, 983).

Gemischte Staffeln: Brombachtal (1387), Kortelshütte (1385), Hessenaue (LK Groß-Gerau, 1369,9), Breuberg/Hainstadt (1361,8), Allmendfeld (LK Groß-Gerau, 1360)

Mädchen-Gruppen: Beerfelden (1352)

Mädchen-Staffeln: Hergershausen (LK Darmstadt-Dieburg, 1288)

Aus kleinen Anfängen wurde in Ober-Hainbrunn ein großes Schlepper- und Oldtimertreffen

„Mit einem kleinen Eicher hat alles angefangen“, erinnert sich Wilfried Friedrich. Den Traktor bekam der MGV-Vorsitzende vor zehn Jahren zu seinem 50. Geburtstag geschenkt. Damals ließ er sich bestimmt nicht träumen, dass daraus ein großes Schlepper- und Oldtimertreffen werden würde, das inzwischen jedes Jahr 200 alte Vehikel mitsamt Eigentümern in den kleinen Odenwaldort im Süden des Kreises führt. Wie auch heuer wieder zur Freude des MGV – zum zehnten Mal.

Die Sänger als Veranstalter werden bei herrlichem Wetter „förmlich überrannt“, wie sich Friedrich etwas heiser freut – denn gleichzeitig steigt die Hainbrunner Kerwe. Es sind ja nicht nur die Fahrer mit ihren liebevoll gepflegten Karossen, die den kleinen Rothenberger Ortsteil bevölkern. Es kommt noch einmal eine Vielzahl von Gästen obendrauf, die die Gastfreundschaft der Sänger und das bekannte gute gastronomische Angebot Open-Air genießen. Der MGV-Chef zählt mehr Teilnehmer als 2015 und 2016. Schon damals freute man sich über einen Riesen-Andrang.

Am Vorabend wurde bereits die Kerwe, in deren Rahmen auch das Schleppertreffen stattfindet, eingeläutet. Nun entwickelten sich viele Benzingespräche rund um die Vehikel mit mehreren Jahrzehnten auf dem Buckel, die von ihren Eigentümern so hergerichtet werden, dass sie als neu durchgehen könnten. Friedrich, der die Fahrzeuge an der Einfahrt zum Platz in Empfang nimmt, kommt aus dem Schwärmen kaum mehr heraus.

Mit dem Eicher im Gepäck „kam spontan die Idee auf, doch ein Schleppertreffen zu veranstalten“, erzählt er. Gesagt, getan. Mit 70 Fahrzeugen startete man und verzeichnete Jahr für Jahr eine Steigerung. Dieses Jahr wurde noch eine zusätzliche Wiese angemietet, um dort Allradfahrzeuge unterzubringen. Besucher und Eigentümer kommen dabei längst nicht mehr aus der näheren Umgebung. Offenbach, Darmstadt, Miltenberg oder Aschaffenburg lauten neben Mosbach, Heppenheim und Heidelberg die Herkunftsorte und –kreise.

Aus Schlierbach bei Fürth kam einer mit seinem Schlepper über die Odenwaldhügel getuckert, ebenso ein Traktorbesitzer aus Mühlhausen über die Kraichgau-Erhebungen. Die Schlepperfreunde Allemühl aus dem kleinen Odenwald sind schon von Anfang an dabei. Erich Martin aus Schwanheim fuhr mit seinem neu restaurierten Hanomag vor. Ein herrliches altes BMW-Cabrio stammt aus Kreidach bei Wald-Michelbach – der Besitzer nennt vier davon sein Eigen. Ein Deutz-Bulldog bekam einen neuen Frontlader verpasst. Wie überhaupt die Fahrzeuge „Jahr für Jahr veredelt werden“, wie Friedrich beobachtet.

Die badischen Brombacher aus der direkten Nachbarschaft sind ebenfalls immer stark vertreten. Acht Gefährte stellen sie diesmal. Dennis Weber und sein Team kümmern sich um die Einweisung. Unter Anleitung von Fritz Heinzmann fand ein Kohleschaufel-Tennisturnier statt. Der Ball, den der Auspuff eines Lanz ausspuckt, muss mit der Schaufel zum anderen geschlagen werden. Eine große Gaudi, freute sich Friedrich.

Hanomag, Deutz, Lanz, Eicher, IHC, McCormick, Porsche, Allgaier, MAN oder Normag: Die Namen der alten, manchmal schon „ausgestorbenen“ Marken schwirren nur so durch die Luft auf dem Hainbrunner Festplatz. Da werden so manche Erinnerungen wach: „Gugge mol, so äna hot da Vadda ghabt“, heißt es von einer älteren Frau erstaunt.

Mit die weiteste Anfahrt hatte Pascal Wagner aus Neulautern bei Löwenstein im Schwäbischen. Ihm gehört ein restaurierter Normag, Baujahr 1952, mit zehn PS, der gerade so seine 15 km/h macht. Das chromblitzende Gefährt kaufte die Familie vor zwei Jahren für 1500 Euro – heute ist es in Super-Zustand ein Vielfaches davon wert.

Was dem einen die Schlepper, sind dem anderen die Auto-Oldtimer. Ein Stoewer Sedina von 1937 gehört Manfried Bauer aus Wald-Michelbach. In seinem dortigen Museum der deutschen Zwischenkriegs-Marke aus Rostock hat er noch mehrere dieser imposanten Gefährte stehen. Opel GT 1900, MG, Corvette, Karmann Ghia, VW 1303, Topolino, BMW-Isetta, Jaguar E-Type, Alfa Romeo-Cabrio oder diverse Enten treiben den Fans immer wieder die Freudentränen ins Gesicht.

Hans-Heinrich Hildebrand aus Langenbrombach nennt ein herrliches Traktor-Schmuckstück sein Eigen. Den 22-PS-Allgaier aus dem Jahr 1951 hat er 2008 gekauft und seitdem schon 20.000 Kilometer damit zurückgelegt. Unter anderem brereits zwei Mal über die Alpen nach Meran. „Bei Rückenwind und Heimweh hab ich zweieinhalb Tage nach Hause gebraucht“, erzählt er schmunzelnd. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h.

Das Besondere an dem guten Stück ist der Wasserverdampfer, bei dem auch der Brombacher Platzeinweiser Dennis Weber ins Schwärmen kommt. So schluckt der Traktor auch 30 Liter Wasser und nur 7,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Die Schutzbleche behandelt Hildebrand mit Leinöl und Firniss, damit sie nicht rosten.

Der passionierte Oldtimer-Fan Hildebrand weiß jedes Detail über sein Gefährt. Etwa dass das Verdeck der Firma Bruns sehr selten ist. Oder Erwin Allgaier Traktoren nach dem Krieg 1946 als Erster gebaut hat. 1956 wurde die Firma an Mannesmann verkauft. Durch eine Zusammenarbeit mit Porsche entstand die Porsche-Diesel Motorenbau mit Sitz in Friedrichshafen. Danach hieß der Schlepper Porsche-Diesel. Ein solches Nachfolger-Exemplar aus dem Jahr 1960 stand als „Junior“-Ausführung ebenfalls nicht weit weg. Mit 11 PS und 822 Kubik im Originalzustand aus erster Hand. „Das findet man ganz selten“, meint Dennis Weber ehrfürchtig.

Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1637349822975827.1073742023.100001024761983&type=1&l=aeb93f8269

 

Großes Stelldichein der Schlepper- und Oldtimerfreunde am 24. September in Ober-Hainbrunn

Bereits zum zehnten Mal treffen sich am Sonntag, 24. September, alle Schlepper- und Oldtimerfreunde aus dem badischen und hessischen Odenwald in Ober-Hainbrunn auf dem Festplatz. Wie in den Jahren zuvor wird jeder Teilnehmer mit einem schönen Erinnerungsfoto, Verzehrbons und dem beliebten Sammelbutton belohnt. Die Anfahrt ist ab 10.30 Uhr möglich. Die Teilnahme für die Fahrzeuge ist kostenlos. Aber auch für die Besucher ist der Eintritt frei. Veranstalter ist der MGV 1898 Ober-Hainbrunn.

Highlight für die technikbegeisterten Teilnehmer und Zuschauer ist die große Fahrzeugparade gegen 14 Uhr. Unter der Moderation des MGV-Vorsitzenden Wilfried Friedrich stellen die Eigentümer ihre teilweise sehr liebevoll restaurierten Fahrzeuge der Öffentlichkeit vor. Oft gibt es dabei eine interessante Gegebenheit oder eine humorvolle Anekdote zum jeweiligen Oldtimer zu berichten.

Im vergangenen Jahr begrüßte der MGV um die 150 Oldtimer aus Landwirtschaft und Automobilgeschichte mit ihren Besitzern. Besondere Blicke zog damals ein Lanz Bulldog D8506 aus dem Jahr 1938 auf sich. Das 35 PS starke Gefährt, ein Vorglühschlepper mit liegenden Zylindern, gehört Edgar Tartler aus Lützelbach, bei den Traktorenfreunden Bad König aktiv. Zehn Liter Hubraum werden mit einem Zylinder angetrieben.

Ein Ford Mustang weckte 2016 Erinnerungen an den Film „Bullitt“ mit Steve McQueen Ende der 60er Jahre. Von dem Rolls Royce Phantom gar nicht zu reden, der nachmittags auf en Platz fuhr. Später wurde es dann richtig voll, als der Oldtimerclub Wiesloch mit 27 alten Vehikeln, eines schöner als das andere, einrollte.

Ein Teilnehmer war sogar aus Trebur angereist, aber auch der Oldtimerclub Buchen absolvierte etliche Kilometer wie auch die Freunde historischer Fahrzeuge aus dem Kraichgau. Stark vertreten sind jedes Jahr die Traktorenfreunde Allemühl mit einigen schönen Gefährten. Manuela Heiß besitzt einen Mc Cormick aus dem Jahr 1959, Dieter Heiß einen Hanomag B10. Ein D15 Deutz trieb zur Demonstration mit seinen Riemenscheiben eine Brotmühle an.

Die badischen Brombacher aus der direkten Nachbarschaft sind immer mit vielen Exemplaren vor Ort. Im vergangenen Jahr waren das etwa Fritz Heinzmann mit einem Lanz Bulldog oder Uwe Seib mit einem Agria-Einachser, den er zum 50. Geburtstag geschenkt bekam. Hans Jürgen Löw aus Beerfelden nennt ein Fendt Dieselross mit 12 PS aus dem Jahr 1954 sein Eigen.

Viel Anklang findet bei den Gästen jedes Jahr aufs Neue das nicht alltägliche Speiseangebot. Schon traditionell wird ein althergebrachtes Odenwälder Hochzeitsessen, nämlich Rindfleisch mit Meerrettich und Salzkartoffeln, angeboten. Daneben bereichern der beliebte Hainbrunner Holzfäller-Rollbraten vom Buchenholzgrill oder das herzhafte Wildschweingulasch aus dem Kupferkessel die vielfältige Speisekarte. Über 50 Helfer sorgen dafür, dass sich die Festbesucher in Ober-Hainbrunn wohl fühlen und den ganzen Tag über gut versorgt werden.

Das liebevoll dekorierte Freigelände bietet dazu ein reizvolles Ausflugsziel auch für alle Biker, Wanderer und Radfahrer, die ihre Tour mit einer gemütlichen Einkehr verbinden möchten. Für die Kinder bieten der angrenzende Kinderspielplatz und die Hüpfburg jede Menge Zeitvertreib. Selbst bei Regen findet man in der herbstlich geschmückten Sporthalle das passende Ambiente für einen schönen Sonntagsausflug nach Ober-Hainbrunn.

Eine eigene Postleitzahl für 25 Bürger: Unter-Hainbrunn behält die Rothenberger 64757

Wird es die Postleitzahl 64757 für Gesamt-Rothenberg nach der Oberzent-Fusion nicht mehr geben? Die Antwort klingt ein wenig wie Radio Eriwan: „Im Prinzip ja, aber.“ Denn für Ober-Hainbrunn, das ja zu Rothenberg im Odenwaldkreis gehört, gilt wie für alle anderen Ortsteile ab dem 1. Januar 2018 die neue PLZ 64760. Doch die 64757 überlebt, wenn auch in kleinem Rahmen: im direkt angrenzenden Unter-Hainbrunn, das zum benachbarten Hirschhorn und damit zum Kreis Bergstraße gehört. Es war bisher postalisch und telefonisch dem „Ober“-Nachbarn angeschlossen.

Damit dürfte der aus drei Höfen und sechs Häusern bestehende Stadtteil, der kleinste der „Perle des Neckartals“, wohl auch der kleinste Ort in Deutschland mit eigener Postleitzahl sein. Zumindest ist Unter-Hainbrunn das kleinste Dorf Hessens. Denn es leben gerade mal 25 Leute hier. Wie Hirschhorns Bürgermeister Oliver Berthold sagte, sei er im Rahmen seiner Stadtteilgespräche darauf angesprochen worden, was denn mit PLZ und Telefonvorwahl in Unter-Hainbrunn passiere, wenn das benachbarte Ober-Hainbrunn in der Oberzent-Stadt aufgehe.

Nach Abklärung mit Fusions-Projektleiter Christian Kehrer stellte sich heraus, dass alles beim Alten bleiben kann. Telekom und Post äußerten sich laut Berthold positiv zur Beibehaltung. Neben der Postleitzahl besteht auch die Telefonvorwahl 06275 weiter, die ebenso an den Hauptort Rothenberg angegliedert ist. Diese wird aber dort ebenso weiter bestehen. Der Nachbarort Finkenbach wiederum hat die Beerfeldener 06068.

„Hirschhorn bleibt damit eine Stadt mit drei PLZ und drei Telefonvorwahlen“, meinte Berthold schmunzelnd. Denn der Stadtteil Igelsbach ist in beiden Punkten dem badischen Eberbach mit der 69412 und der 06271 angegliedert, während sich die Kernstadt wiederum beides mit dem badischen Heddesbach teilt (69434 und 06272). Was mitunter zu einigen Verwirrungen führt.

Rothenbergs Bürgermeister Hans Heinz Keursten zeigte sich überrascht vom Postleitzahlen-Alleingang des kleinen Odenwälder Nachbar-Dorfs. „Ich dachte, es wird mit der 64760 die gleiche wie bei der Oberzent-Stadt sein“, meinte er. Das Kuriosum erhält einen kleinen Beigeschmack dadurch, dass es im Höhendorf und auch in Beerfelden im Vorfeld der Fusionsgespräche immer wieder Anfragen gegeben hatte, ob man nicht für alle vier Orte die alten PLZ beibehalten könne. Mit Blick auf den gewünschten Neustart war aber eine neue, einheitliche Postkennung festgeschrieben worden.

Der früheste erhalten gebliebene urkundliche Nachweis belegt das Bestehen des Ortes Himbrunne seit dem Jahr 1390. Die Namensform Undernheimbronn ist seit 1560 nachgewiesen. Andere Namen sind Hunbrunne, Hunbrunn, Hunebronne, Hunbrune und Himbrun. Die Siedlung wurde auch als Haimbronner Höfe bezeichnet und gehörte zum Amt Hirschhorn, das 1803 infolge des Reichsdeputationshauptschlusses von Kurmainz zu Hessen kam. In der Statistik des Großherzogtums Hessen wird der Ort 1863 als Höfe von Hirschhorn mit acht Häusern und 53 Einwohnern geführt.

Versammlung des SV Ober-Hainbrunn: Die Narrhalla boomt wie nie zuvor

„Der SV leibt und lebt“, freute sich Vorsitzender Frank Flachs auf der Mitgliederversammlung. Die Bereitschaft zur Mithilfe im Verein sei gerade bei den Jüngeren „auf dem besten Weg“. Jedoch nehmen seinen Worten zufolge die Anforderungen im Fastnachtsbereich stetig zu. Nur mit einem starken SV könne man die Sporthalle als „quasi Dorfgemeinschaftshaus“ unterhalten – „indem wir bestimmen, wo es lang geht, wenn Feiern sind“. Ohne die Veranstaltungen zu Fasching und 1. Mai wäre auf der Landkarte des Rothenberger Ortsteils schnell ein grauer Fleck, „wo es jetzt viele bunte Tupfer gibt“.

Wie Flachs erläuterte, führte man erstmals seit längere Zeit das bekannte Maifest durch. „Es zahlte sich aus, die Nerven zu behalten“, denn das Wetter war auf SV-Seite, während es anderswo Absagen gab. Die Gäste strömten. Da es auch für den Ober-Hainbrunner Gesangverein immer schwieriger wird, genug Personal zu finden, soll das Fest nun im Wechsel zwischen den beiden Vereinen ausgerichtet werde. Der Vorsitzende wies weiter auf die stimmungsvolle Weihnachtsfeier der Ortsvereine hin. Die Zusammenarbeit untereinander „macht den Ort ein Stück lebens- und liebenswerter“.

Flachs hob hervor, dass bei der Fastnachtsabteilung ein ungebrochener Zulauf auch aus anderen Vereinen zu verzeichnen sei. „Die Narrhalla boomt wie nie zuvor.“ Es gebe eine „gigantische Hilfsbereitschaft“, die Herausforderung Fastnacht zu stemmen. Unter der Leitung von Christa Friedrich „floriert und pulsiert“ das Sportleben bei der Damengymnastik, sagte er. Die Altersstruktur bei den Tischtennisspielern stimmt ihn etwas nachdenklich.

Für die Narrhalla wies Diana Kasper auf die Jubiläumskampagne „33 Jahre Bleedsinn und Ferz“ im vergangenen Jahr hin. Die Piraten-Party nach dem Rosenmontagsumzug war ein voller Erfolg. Die neu konzipierte Sitzungseröffnung im Spätjahr mit Vorstellung der Sitzungspräsidenten, des Ordens, der Kampagne und des Funkenmariechens war eine echte Bereicherung. Ende 2016 zählte die Narrhalla vier Tanzgarden, fünf Showtanzgruppen, ein Funkenmariechen sowie das Tanzquartett. Dazu noch zwei Musikgruppen und vier Büttenredner. „Mit großem Eifer laufen die Vorbereitungen für die anstehende Kampagne“, sagte sie.

Für die Tischtennisabteilung bedauerte Bernd Diemer, dass die dritte Herrenmannschaft zu oft Spiele abgesagt hatte und deshalb vom weiteren Verlauf der Rückrunde ausgeschlossen wurde. Generell gestaltete sich die Saison schwierig, da durch etliche fehlende Stammspieler immer mit Ersatzakteuren angetreten werden musste.

Die ersten Herren belegten in der Bezirksliga den neunten Platz. Mit Kontakten konnte man den Indonesier Habibie Wahid als Ersatz gewinnen und so „durch seine herausragende Leistung“ den Abstieg verhindern. Die zweite Herrenmannschaft holte in der ersten Kreisklasse den Titel und stieg in die Kreisliga auf. Leider werde die Trainingsbeteiligung der aktiven Spieler geringer, sagte er. „Wir können nur hoffen, dass sich dies in Zukunft wieder bessert.“

Eine schöne Aufwärtsentwicklung erfuhren die 2015 als neue Abteilung aufgenommenen Dartfreunde. Abteilungsleiter Uwe Kölbl blickte auf die Hainbrunn-Open mit „Maximiser“ Max Hopp zurück. Nach dem Beginn eines regelmäßigen Trainingsbetriebs waren die Dartcracks auch mit großem Erfolg bei auswärtigen Turnieren vertreten. Schmunzelnd erwähnte er das Antreten von Frank Flachs bei den „Egypt Open“ in Hurghada.

Ein weiteres Highlight war das zweite Turnier Ende 2016, zu dem man 42 Interessierte begrüßte. Das zeigte laut Kölbl, dass sich die Hainbrunner in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon in der näheren und weiteren Umgebung einen guten Namen gemacht hatte. Neuzugänge ließen sich ebenfalls verzeichnen, sodass im Schnitt donnerstags immer zehn Spieler pfeilschnell bei der Sache sind. Diese Kontinuität „macht schon ein wenig stolz“, da alles aus einen Versuch heraus entstanden sei.