Jochen Sauter ist neuer Wehrführer von Ober-Hainbrunn

Wechsel in der Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Hainbrunn. Nach 20 Jahren als Feuerwehrkommandant kandidierte Stefan Hofmann für dieses Amt nicht mehr. Auf der Jahreshauptversammlung wurde sein bisherige Stellvertreter Jochen Sauter zum Nachfolger gewählt. Stefan Hofmann ist der neue Stellvertreter. Erstmalig in der Geschichte der Hainbrunner Brandschützer gibt es einen dritten Wehrführer. Pascal Lähn übernahm dieses Amt und wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Hofmann berichtete zu Beginn über die Arbeit im abgelaufenen Jahr. Übungen und Unterrichte rund um das neu angeschaffte TSF-W prägten den Plan. Mehrere Feuerwehrkameraden besuchten Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene. Dadurch konnte viel neues Fachwissen einfließen. Die zusätzliche Beladung mache dies auch erforderlich, betonte er.

Hofmann ermahnte die Wehrleute, weiter an ihrer Ausbildung zu arbeiten, da es stetig neue Anforderungen gebe. Glücklicherweise, sagte er, gab es in 2018 keine schlimmen Brände. Zu zwei Einsätzen in Nachbarorten wurde die Hainbrunner Einsatzabteilung alarmiert, musste aber aufgrund der schnellen Arbeit der jeweiligen Feuerwehren nur noch Nachschau betreiben. Sechs Hilfeleistungseinsätze nach Unwettern wurden jedoch verzeichnet. „Dies zeigt wieder einmal die geänderten Einsatzbedingungen“, betonte der scheidende Wehrführer.

Bei der Gestaltung des neuen Fahrzeuges zeigte sich aufs Neue die gute Zusammenarbeit der Stadtteilwehren, freute sich Hofmann. So konnten die Hainbrunner auf Pläne der Finkenbacher zurückgreifen, die ein baugleiches erhielten. Der Gerätewagen der Rothenberger Wehr wurde genutzt, um die Beladung zum Einbau zu bringen. Aktuell hat die Feuerwehr Hainbrunn 20 aktive und 78 passive Mitglieder, zehn Jugend-Feuerwehrleute sowie acht Mitglieder der Alter- und Ehrenabteilung, erläuterte der Kommandant.

Anna Lähn berichtete über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Im Mittelpunkt standen die Teilnahmen an Bundeswettbewerb und Leistungsspange. Beide waren von Erfolg gekrönt. Im Bundeswettbewerb gewann die gemischte Gruppe nach dem dritten Platz auf Kreisebene den Südhessenpokal. Sechs Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr legten ihre Leistungsspangenprüfung ab und dürfen somit die höchste Auszeichnung der deutschen Jugendfeuerwehr ihr Eigen nennen.

Kassenwartin Heike Arnold legte Einnahmen und Ausgaben dar. Nach der einstimmigen Entlastung wurde der Vereinsvorstand neu gewählt: Vorsitzender bleibt Stefan Hofmann, Stellvertreter Jochen Sauter, Schriftführer Jörg Heckmann, Kassenwartin Heike Arnold. Ebenso wurden fünf Beisitzer gewählt: Horst Michel, Michael Ihrig, Manuel Krieger, Johannes Glücks und Thomas Scheuermann.

Der neue Wehrführer Jochen Sauter bedankte sich für das in ihn gesetzte Vertrauen. Die Wahl von Pascal Lähn zum dritten Wehrführer „ist eine Weichenstellung für die Zukunft“, sagte er. Bürgermeister Christian Kehrer lobte die vielfältige Arbeit der Feuerwehr. Er beförderte Anna Lähn zur Oberfeuerwehrfrau, Pascal Lähn zum Hauptfeuerwehrmann und Marcel Lähn zum Löschmeister. Stadtbrandinspektor Marco Johe hob die wichtige Zusammenarbeit aller Stadtteilwehren hervor, um im Bedarfsfall miteinander alle Herausforderungen lösen zu können. Weiterhin legte er die Teilnahme an Lehrgängen ans Herz.

Stadtverordneter Wilfried Friedrich sprach den Zusammenhalt der Ortsvereine an. Dieser zeige sich unter anderem in der Sanierung des ehemaligen Schulhauses durch ehrenamtliche Arbeit. Er freue sich, so Friedrich, dass er in einer solch aktiven Gemeinschaft leben dürfe. Hofmann erwähnte noch den neu eingeführten Ehrungstag der Feuerwehren am 11. Mai. Dann werden in einer Feierstunde alle Kameraden der Stadt Oberzent geehrt.

Das Foto zeigt von links: Marcel Lähn, Stefan Hofmann, Pascal Lähn, Jochen Sauter, Anna Lähn, Christian Kehrer, Marco Johe

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Der „Stoiner“ holt den Turniersieg beim Dart-Turnier in Ober-Hainbrunn

Die Vorjahressieger hatten dieses Mal nichts zu melden. Serafettin (Sahap) Ayar, Norbert „Indio“ Schulte und Kara Musa vom DC Mosbach kamen bei den 3. Hainbrunn-Open der Dartfreunde „Double-Trouble“ nicht unter die ersten Drei. Den Sieg holte sich ein absoluter Profi, den es per Zufall nach Oberzent verschlagen hatte: Sascha „Stoiner“ Stein aus Birkenau, 2015 WM-Teilnehmer. Auf dem zweiten Platz landete Simon Schmidt aus Walldorf vor dem Odenwälder Mathias Beermann und dem Lokalmatador Daniel Kölbl.

Gibt’s denn einen Trick, wie es man als Dart-Neuling schnell lernt, die Triple-20 zu treffen? Oder den roten Kreis in der Mitte, der 50 Punkte bedeutet? Uwe Kölbl lacht. „Nein. Die Devise heißt Übung, Übung, Übung“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der Dartfreunde. Als Hauptpreis des Turniers darf bis zum nächsten Turnier der Wanderpokal mitgenommen werden. 37 Dartspieler gingen an den Start. Wenn „Double Trouble“ ruft, kommen die Spieler aus der gesamten Region angefahren. Eberbach, Beerfelden, Birkenau, Walldorf, Hirschhorn und Mosbach lauten die Adressen.

Große Unterschiede gibt es bei der Wurfpraxis. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass ein Fuß an den Abwurfbalken muss. Ob aber spitz, schräg oder waagrecht, ist egal. „Schulter und Arm sollen in eine Richtung zeigen“, erläutert Kölbl. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es gibt verschiedene Arten zu werfen. Wie es eben für einen am besten passt.“ Manche wie Sahap „werfen sogar von oben runter“. Mit Erfolg. Die ersten 180 warf Musa, der dafür eine Flasche Whiskey erhielt.

„Die Richtung halten ist das A und O“, mahnt der Abteilungsleiter. Viel zu oft verlieren Spieler die Balance „und schießen den Pfeil an die falsche Stelle“. Ein weitverbreiteter Irrtum ist seinen Worten zufolge, dass der rote Punkt in der Mitte die meisten Punkte bringt. Zwar gibt es dafür 50 Zähler, aber die „Triple 20“ im roten, mittigen Kreis genauso wie Triple 19, 18 und 17 bedeuten mehr. Immerhin taugt der Mittelpunkt dazu, das Spiel beenden zu können. Das ist sonst nur mit den außen liegenden Doppelfeldern im Ring möglich.

Die Kunst beim „501 Double out“ ist denn auch nicht nur, möglichst viele Punkte zu holen. Klar sind die nützlich, um von 501 Richtung 0 zu kommen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Akteur keinen einzigen Zähler mehr hat. Doch beendet werden muss die Partie zielgenau. „Wer zum Schluss einen Punkt hat, kann nicht beenden“, so Kölbl.

Welches Training hinter den Erfolgen der echten Profis steckt, erfuhr Kölbl beim Besuch von Max Hopp vor zwei Jahren. Den Meisterspieler und WM-Teilnehmer hatten die Dartfreunde als Stargast eingeladen. „Der trainiert fünf Stunden jeden Tag“, meint der Hobbyspieler andächtig. „Sogar acht, wenn es auf einen Wettkampf zugeht.“ Serafettin (Sahap) Ayar vom 1. DC Mosbach, der dieses Mal als Titelverteidiger an den Start ging, bringt es auf zwei Stunden. Zeiten, von denen die Cracks im Finkenbachtal nur träumen können.

Der Abteilungsleiter freut sich, dass aus dem ehemaligen Kneipen- ein Hochleistungssport geworden ist. In Ober-Hainbrunn kommen die pfeilschnellen Akteure einmal in der Woche donnerstags in der SV-Sporthalle „just for fun“ zusammen. „Dart-Ligen gibt es erst wieder im Bereich Walldorf oder Darmstadt“, erläutert Kölbl. Das ist dann doch etwas zu weit.

Während im Umkreis eher E-Dart (Automatendart) gespielt wird, setzen die Hainbrunner auf die traditionelle Variante mit Stahlpfeilen, Steeldart genannt. „Das ist der Klassiker wie früher in den Kneipen“, schwört Kölbl auf die ursprüngliche Spielweise. Aber es gibt auch einen ganz profanen finanziellen Grund. Eine Steeldart-Scheibe kostet 45 Euro. Ein Automat, bei dem die Darts eine Spitze aus Kunststoff haben müssen und höchstens 18 Gramm wiegen dürfen, kostet 800 Euro. „Zu viel für einen kleinen Verein wie den unsrigen“, sagt er.

Info: Dart-Begeisterte aus Ober-Hainbrunn und den angrenzenden Orten trafen sich das erste Mal bereits im März 2015, um ihrer Leidenschaft für den pfeilschnellen Sport zu frönen. Im Juni 2016 wurden die Dartfreunde als vierte Abteilung in den SV Ober-Hainbrunn aufgenommen. „Als ehemaliger aktiver Spieler ist mir nicht entgangen, wie diese Sportart in den letzten Jahren boomt“, so SV-Vorsitzender Frank Flachs. 40 Interessierte kamen am Anfang zum Schnuppern, von denen knapp 20 übrig blieben. Die trainieren immer donnerstags ab 19.30 Uhr in der SV-Sporthalle (Neckarstraße, Ober-Hainbrunn). Abteilungsleiter ist Uwe Kölbl. Infos unter E-Mail dartfreunde-hainbrunn@web.de oder http://www.dartfreunde-oberhainbrunn.de.

 

An den Ortseinfahrten wird zu schnell gefahren

Es tut sich was im Stadtteil. Nachdem die Ober-Hainbrunner auf ihrer zweiten Ortsbeiratssitzung im August verschiedene Wünsche an die neue Stadt formuliert hatten, gab es bei der aktuellen Zusammenkunft Rückmeldung zur „To-do-Liste“. Ortsvorsteher Stefan Hofmann erläuterte die diversen Maßnahmen.

Ein neues Spielgerät für Kinder unter drei Jahren war vor knapp vier Monaten von den beiden im Ortbeirat vertretenen jungen Müttern thematisiert worden. Es ist nun für den Spielplatz bei der Sporthalle im Haushalt 2019 der Stadt Oberzent eingeplant. Eine zweite Sitzbank steht ebenfalls auf der Wunschliste. Hier gibt es derzeit allerdings Lieferprobleme, erläuterte Hofmann. In diesem Zusammenhang war angeregt worden, die Geschwindigkeit auf dem Zufahrtsweg zu verringern.

Denn von oben herab kommen die Autos viel zu schnell geschossen und gefährden Fußgänger auf diesem Stichweg zum Parkplatz. Entweder soll eine 10-Kilometer-Beschränkung oder eine Spielstraße im kommenden Jahr durch das Ordnungsamt eingerichtet werden. Ein zum Himmel stinkendes Ärgernis sind die Hinterlassenschaften von Hunden. Damit deren Eigentümer diese entsorgen können, wurden Hundemülleimer über die Stadt bestellt und werden vom Bauhof in Rücksprache mit dem Ortsbeirat aufgehängt.

Das an der Kreuzung von Neckar- und Mühlstraße befindliche alte Waagenhäuschen mit Bushaltestelle ist sehr unansehnlich. Dach und Türen sind kaputt, das Pflaster ist abgesackt. Abriss des Schandflecks und Gestaltung der Außenanlage sind laut Hofmann im Haushalt 2019 eingeplant. Die neue Bushaltestelle soll dann von der OREG aufgestellt werden.

Auf Wunsch des Ortsbeirats sollen die Standorte der Ortsschilder auf der L3119 mit der Straßenverkehrsbehörde bei einem Vororttermin überprüft werden. Richtung Unter-Hainbrunn werde das Ortsende suggeriert „und die fahren dann zu schnell um die Kurve“, so Hofmann. Auf der anderen Seite, beim alten Schulhaus, wünscht man sich eine Versetzung weiter nach außen, damit die Autos nicht mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort brettern.

Zu den Wege-Erneuerungen über das Flurbereinigungsverfahren gibt es dem Ortsvorsteher zufolge noch keine Rückmeldung. Wenn diese anlaufen, will man für die Poststraße erreichen, dass in einem Rutsch die Abwasserführung verbessert, Leerrohre für Telekommunikation vorgesehen und die marode Stromleitung erneuert werden. Die Sanierung des alten Gefriertruhenhauses (Vereinslager) wurde neu in die To-do-Liste aufgenommen. An der Sporthalle will man einen Austausch des schlecht zu erreichenden Unterflur- gegen einen Überflurhydranten erreichen.

In diesem Sommer waren Lärm und Geschwindigkeit der Motorräder ein großes Thema in den Oberzent-Stadtteilen. Bürgermeister Christian Kehrer informierte über die vor der kommenden Zweirad-Saison geplanten Maßnahmen wie eine Auftaktveranstaltung, Plakate, Banner und Zivilmotoradstreifen der Polizei. In Kortelshütte laufen die Vorbereitung für eine Bürgerinitiative, deren Gründung Anfang kommenden Jahres ins Auge gefasst ist.

Bürgermeister Kehrer wies beim Thema Windkraft auf die Tagung der Regionalversammlung Südhessen am 14. Dezember hin. Dort steht die Verabschiedung des Regionalplans Erneuerbare Energien an, der im Odenwaldkreis 3,8 Prozent der Fläche für Windenergie zur Verfügung stellen würde. Dagegen rege sich starker Protest von Odenwaldkreis, Kommunen und Bürgern.

Wie der Rathauschef weiter mitteilte, werde Oberzent wohl nicht ohne Straßenausbaubeiträge auskommen. Eine Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten soll es auf der Stadtverordneten-Versammlung am 10. Dezember geben. „Wenn es kein Geld vom Land gibt, dann muss das Geld durch Gebühren oder Steuern kommen“, so Kehrer. Denn sonst fehlt es im Haushalt. Der Wasserpreis in Oberzent werde nach der Erhöhung zum Jahresbeginn 2019 wieder annähernd auf dem früheren Rothenberger Niveau liegen.

Schon 320 Stunden ehrenamtlich am alten Schulhaus gearbeitet

Wenn im 320-Seelen-Dorf etwas zu schaffen ist, dann finden sich dafür immer etliche Helfer. Am Freiwilligentag des Odenwaldkreises Mitte September starteten die Arbeiten im Erdgeschoss des alten Schulhauses. Die Lehrerwohnung im Gebäude neben der Feuerwehr steht schon seit eineinhalb Jahren leer. Sie soll jetzt zu einem Gemeinschaftsraum für die ganze Ortsbevölkerung plus Wahllokal umgebaut werden. „Bisher haben wir rund 320 ehrenamtliche Stunden im Schulhaus gearbeitet“, freute sich Ortsvorsteher Stefan Hofmann. Und es geht weiter.

Zu Beginn wurde eine Zwischenwand rausgestemmt und das Bad entfernt, damit ein Behinderten-WC reinkommen kann. „Die Eingangstür mit den Glasbausteinen hat uns ziemlich aufgehalten“, so Hofmann. Denn da waren Stahlzargen drin. Wandverkleidungen und Türzargen mussten ebenfalls noch raus. Nach dem Abriss einiger Wände, Entfernen des alten Putzes und Ausbau der alten Heizkörper wurden von den Helfern neue Trockenbauwände eingebaut.

Die alten Wasserleitungen wurden zwischenzeitlich entfernt und im Keller komplett neu in Edelstahlausführung verlegt. Elektro- und Abwasserleitungen waren daneben ebenfalls „fällig“, außerdem wurde ein neuer Verteiler gesetzt. Die Ehrenamtlichen schlossen die Decken wieder mit Rigips und stellten die Unterkonstruktionen fertig.

Zwischen drei und sieben Helfern waren bei den vergangenen Arbeitseinsätzen dabei. „Mehr passen nicht rein“, sagte Hofmann. Die Elektroinstallation ist bis auf den Eingangsbereich abgeschlossen. Aktuell steht im WC-Bereich die Verlegung der Wasserleitung an. Noch vor Weihnachten sollen die Heizungs- und Verputzarbeiten erfolgt sein. Diese werden ebenso wie die Isolierung von einer Fachfirma ausgeführt. „Danach können wir im nächsten Jahr den Boden ausbetonieren und den Estrich verlegen“, so Hofmann.

Lauter Narren auf der Welt: Narrhalla Ober-Hainbrunn startet in neue Kampagne

Paula Manschitz ist das Gesicht der neuen Narrhalla-Kampagne. Die 19-Jährige wird in der kommenden Saison auf den eigenen Sitzungen über die Bühne wirbeln und bei Repräsentationsterminen Präsident Frank Flachs zur Seite stehen. Bei der Kampagneneröffnung wurde sie wie das Tanzpaar Lara Köhler und Amelie Ihrig vorgestellt. Auch der aktuelle Orden fand erstmals seinen Weg ins Licht der Öffentlichkeit. Der bisherige Elferrat Markus Michel, seit Juni zweiter Vorsitzender, durfte sich über einen besonderen Präsidenten-Orden freuen.

„Es kracht und brummt in aller Welt, die Narrhalla stets zusammenhält“, ist auf dem neuen Kampagne-Orden zu lesen, der in einer 300er-Auflage an die Narren verteilt wird. Symbolisiert wird die Anspielung auf unruhige Zeiten auf dem Globus durch einen Narren, der über der Weltkugel mit den Flaggen von verschiedenen Ländern steht. Quasi „Narrhalla for Weltfrieden“.

Gleichzeitig stellte Flachs auch den neuen Herrensitzungs-Orden vor. Der ist deutlich seltener: Nur 40 Stück wurden von ihm hergestellt. Er wird an Aktive und Helfer verliehen sowie an Besucher vergeben, „die schon zum x-ten Mal mit dabei sind“, sagte er. Die Herrensitzung unter dem Motto „Shoot-out in Haibrunn City“ findet nach einer mehrjährigen Pause erstmals wieder statt. Es gibt noch einige weniger Restkarten für den Freitag, 16. November, unter E-Mail shootout@ober-hainbrunn.de oder WhatsApp 0163/1616134.

Paula Manschitz liegt das Tanzen im Blut. Schon mit zwei Jahren, kaum konnte sie laufen, fing sie damit an. Vor acht Jahren stieß sie zur Narrhalla, war dort bei den No Limits und Funken aktiv. Voraussetzung für den „Job“ als Funkenmariechen ist die Mitwirkung in einer aktiven Garde und ein Mindestalter von 18. Bewerben sich mehrere Mädels, bekommt die Älteste den Zuschlag. „Das wird eine schöne Kampagne“, sagte Paula. So viele Veränderungen gegenüber bisher erwartet sie nicht: „Das Kostüm ist der Unterschied“, lächelte sie.

Lara Köhler (14) und Amelie Ihrig (15), die in diesem Jahr das Tanzpaar bilden, stammen aus der Happy-Feet-Garde. Zwischen 13 und 16 Jahren sollen die Mädels sein, die in dieser Form auftreten, so Flachs. Im vergangenen Jahr gab es noch ein Tanzquartett, aber für die neue Kampagne rückten zu wenige jüngere nach.

„Von null auf 100“ ging es für den neuen Vize Markus Michel. Den besonderen Orden, den er jetzt erhielt, „haben aktuell nur vier Aktive“, erläuterte der Narrhalla-Chef. Alle, bei denen irgendwo ein „Präsident“ im Namen ist, flachste er. Das Unikat hat nicht nur fünf blaue Steine, sondern dazu noch fünf weiße in den Ecken.

Zum dritten Mal hatte die Narrhalla zur Eröffnung der dieses Mal besonders langen Kampagne eingeladen. „Drei Wochen mehr als vergangenes Jahr“, meinte Flachs. Als Besonderheit hatte die Bar den „Flamingo Klopfer“ mit dem Namen Pink Juan im Angebot. „Den musste ich direkt bei der Firma bestellen“ – so schwer ist das Getränk zu bekommen.

Der Narrhalla-Präsident dankte beim Rückblick dem scheidenden Funkenmariechen Kim Weyrauch. „Sie hat mich wenn möglich auf wirklich jede Sitzung begleitet“, sagte er. Er hoffe, witzelte Flachs, „dass Paula mich bei der langen Kampagne nicht so schnell über hat“. Der Narrenchef wünschte sich Hilfe, wenn immer es geht. Denn in Hainbrunn „stellen wir ordentlich was auf die Beine“. Und der Erfolg gibt den Narren Recht, meinte er selbstbewusst.

Info: Für die drei Prunksitzungen am 2., 8. und 9. Februar in der Sporthalle Ober-Hainbrunn gibt es ab sofort Karten bei Hildegard Werner, Telefon 06275/586.

Oberzent räumt beim Südhessenpokal der Jugendfeuerwehren ab

Die Jugendfeuerwehren aus dem Odenwaldkreis sind südhessenweit spitze: Vier der sechs möglichen Pokale nahmen sie vom Südhessenpokal in Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) mit nach Hause. Bei den gemischten Gruppen siegte der Titelverteidiger JFW Ober-Hainbrunn mit 1397 Punkten vor Rothenberg (1367), bei den gemischten Staffeln Kortelshütte (1390) vor Brombachtal (1388). Insgesamt 14 Teams traten in den beiden Wertungsklassen der Gruppen und Staffeln an, um ihre Sieger zu küren.

Früh morgens reisten die Teams aus dem Odenwaldkreis in den Nachbarlandkreis, um sich mit den benachbarten Landkreisen (Darmstadt-Dieburg, Bergstraße, Groß-Gerau, Offenbach) im Bundeswettbewerb zu messen. Auch die kreisfreien Städte Darmstadt und Offenbach waren einbezogen. Bei den Gruppen (neun Teams) traten die Jugendfeuerwehren Rothenberg und Ober-Hainbrunn an, bei den Staffeln (fünf Mannschaften) Finkenbach, Brombachtal, Kortelshütte und Hainstadt aus dem Odenwald.

Alle Teams zeigten in den beiden Disziplinen (Übung nach Feuerwehrdienstvorschrift und Staffellauf mit Hindernissen) ihr Können. Schon vor der Siegerehrung war abzusehen, dass die Odenwälder Mannschaften wieder ganz vorne mitspielen würden. Die Siegerehrung im Beisein zahlreicher Ehrengäste brachte dann den Beweis.

Jeweils die drei Erstplatzierten wurden mit Pokalen belohnt. Alle Teilnehmer erhielten auch noch Urkunden. Mehr als 20 Punkt- und Wertungsrichter waren beim Wettbewerb im Einsatz. Eingeladen waren die jeweils erfolgreichsten Jugendfeuerwehren, die bereits auf Kreisebene siegreich waren. Ausrichter des Wettbewerbs war diesmal die Kreisjugendwehr Darmstadt-Dieburg.

Die Rothenberger fuhren zusammen mit den Jugendfeuerwehren der ehemaligen Ortsteile Finkenbach, Kortelshütte und Ober-Hainbrunn nach Babenhausen. Vor Ort entschied sich die Truppe aus dem Höhendorf nach kurzem Überlegen für den B-Teil als erste Aufgabe. „Dieser lief bis auf eine kleine Kleinigkeit perfekt“, so Jugendwart Janis Heckmann. Jedoch: Vor dem B-Teil ist vor dem A-Teil.

Ein wenig geknickt „bewiesen unsere Kids dennoch, dass sich das Training der letzten Wochen gelohnt hat“, freute er sich. Eine sehr gute Zeit und fehlerfrei lautete das Ergebnis der Schauübung. Nun hieß es Warten. Die Siegerehrung ging los und es war kaum auszuhalten. Doch dann kam: „Jugendfeuerwehr Rothenberg Platz 2“. Alle waren stolz auf sich und die Mannschaft bekam ihren wohlverdienten Ruhm für das ganze Training, sagte er.

Platzierungen

Gemischte Gruppen: Ober-Hainbrunn, Rothenberg, Bensheim-Zell (Landkreis Bergstraße), Trebur (LK Groß-Gerau), Wald-Erlenbach (LK Bergstraße)

Gemischte Staffeln: Kortelshütte, Brombachtal, Astheim (LK Groß-Gerau), Hainstadt, Finkenbach, Hergershausen (LK Da-Di), Schönmattenwag (LK Bergstaße), Wembach-Hahn (LK Da-Di), Ober-Ramstadt (LK Da-Di).

Legendäre Herrensitzung bei der Narrhalla Hainbrunn – Vorverkauf läuft

Die Herren lassen bitten. Nach vier Jahren Pause ist es wieder so weit: Die Narrhalla Ober-Hainbrunn lädt zur legendären Herrensitzung. Die findet am Freitag, 16. November, um 20.11 Uhr in der Sporthalle statt. „Shoot-out in Hainbrunn City“ lautet das Motto. Der Abend wird ganz im Zeichen des Wilden Westens stehen.

Hochkarätige Büttenredner aus der Umgebung, etwa aus Zwingenberg, Eberbach und Rockenau, sowie aus Hainbrunn selbst und „extra aus Texas eingeflogene“ Saloon-Damen werden die Location in eine Wildwest-Kulisse verwandeln, versprechen die Organisatoren. Mottogetreue Kostümierung ist ausdrücklich erwünscht.

„Jetzt heißt es Kumpels mobilisieren und ab nach Hainbrunn City“, fordert Narrhalla-Präsident Franks Flachs die Herren-Narren auf. Da es nur eine Sitzung geben wird, sind die Tickets sehr begehrt. Es herrscht Fotoverbot, Einlass ist erst ab 18 Jahren. „Die berühmte Hainbrunner Bar ist bestens bestellt“, verspricht er.

Urheber dieser speziellen Sitzung war vor zwölf Jahren Narrhalla-Urgestein Ralph Volk, der selbst immer in den Faschingssitzungen als Weltenbummler oder „Schackeline“ in der Bütt dabei ist. Seitdem finden die Events in unregelmäßigen Abständen statt und sind in der Regel schnell ausverkauft. Frauen, auch in Männer-Klamotten, dürfen nicht rein, bedauert der Präsident.

Info: Der Vorverkauf läuft. Kartenbestellungen bis 6. Oktober unter E-Mail shootout@ober-hainbrunn.de oder WhatsApp 0163/1616134. Eine komplette Tischeinheit besteht aus 18 Plätzen, falls diese jemand buchen möchte.