Kortelshütter siegen bei Feuerwehrleistungsübung des Odenwaldkreises

Die Freiwilligen Feuerwehren in Oberzent haben es einfach drauf. Sie schneiden regelmäßig bei regionalen und überregionalen Wettbewerben super ab und belegen laufend vordere Plätze. So jetzt wieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Breuberg-Neustadt, wo die Feuerwehrleistungsübung des Odenwaldkreises stattfand. Sieger: Die erste Staffel der Abteilung Kortelshütte mit Anja Hinrichs, Tina Uhrig, Malte Hinrichs, Timo Fink, Maurice Fink und Manuel Heiß.

Die ersten drei Plätze hatten alle 100 Prozent. Deshalb musste der Entscheid durch die Knotenzeit fallen, da ebenso alle vier richtige Knoten hatten. „Wir waren dann die schnellsten mit 19 Sekunden“, freute sich der stellvertretende Kommandant Timo Fink. Auf den weiteren Plätzen folgten Kirchbrombach (eine Sekunde Rückstand) und Beerfelden 1.

Zu absolvieren waren ein Theorieteil mit 15 Fachfragen in 10 Minuten und eine praktische Übung: ein Löschangriff mit Menschen-Rettung innerhalb von achteinhalb Minuten. Einen besonderen Dank statteten die beiden Staffeln ihrem Coach Günter Braner ab, der sie optimal vorbereitet hatte.

Insgesamt kämpften zwölf Odenwälder Mannschaften um die begehrten ersten zwei Plätze, welche ein Weiterkommen auf Bezirksebene bedeuten. Zusätzlich nahm eine Mannschaft aus dem Kreis Offenbach teil. Alle erreichten die Leistungsstufe Gold. Kortelshütte 2 nahm in der Besetzung Jana Kabel, Dennis Leibner, Klaus Kleinhans, Benedikt Ludwig, Max Fink und Florian Fink teil.

Weitere Platzierungen: Nieder-Kainsbach 1, Beerfelden 2, Vielbrunn (Gruppe), Nieder-Kainsbach 2, Hainstadt, Kirchbrombach 2, Kortelshütte 2, Beerfelden 3 und Lützelbach (Gruppe).

Abzeichen: Eisen Max Fink, Florian Fink, Benedikt Ludwig, Gold 5 (fünfmalige Teilnahme und extra Fragebogen) Maurice Fink, Gold 10 (zehnmalige Teilnahme und extra Fragebogen) Tina Uhrig

Personen auf dem Bild. Stehend von links: Anja Hinrichs, Timo Fink, Manuel Heiß, Maurice Fink, Max Fink, Florian Fink, Klaus Kleinhans. Knieend: Malte Hinrichs, Tina Uhrig, Günter Braner, Janna Kabel, Benedikt Ludwig, Dennis Leibner.

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Feuerwehr Kortelshütte bereichert das Dorfleben

Die Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Oberzent-Stadtteil. Sie sorgt beileibe nicht nur für die Sicherheit der Bürger, sondern ist mit ihren Veranstaltungen das Jahr über im Dorf präsent. 24 Männer und Frauen sind in der Einsatzabteilung aktiv, neun in der Alters- und Ehrenabteilung und genauso viele in der Jugendfeuerwehr, freute sich Kommandantin Anja Hinrichs in ihrem Bericht auf der Jahreshauptversammlung.

Sie erwähnte, dass sich die Feuerwehrleute ständig durch Lehrgänge, Unterrichte, Seminare und Unterrichte fortbilden. „Damit erhalten und verbessern wir unseren Ausbildungsstand“, sagte sie. Hinrichs listete fürs vergangene Jahr elf Einsätze auf. Der überwiegende Teil hervor waren Hilfeleistungen. Zwei Mal wurde man wegen Wespen und Hornissen gerufen. Erfolgreich nahm die Truppe aus Kortelshütte an den Feuerwehrleistungen teil. Beim Kreisentscheid landete man auf dem zweiten Platz.

Unterrichte und Übungen zur Aus- und Weiterbildung gab es auch auf Gemeindeebene. Im Mai nahm die Ortsteilwehr an der Übung im Kindergarten teil, im Oktober am Feuerwehrhaus Rothenberg. Die Atemschutzgeräteträger waren ebenfalls aktiv. Erstmals gab es im vergangenen Jahr laut Hinrichs eine „Bereitstellungsraum-Übung“, bei der das Sammeln und die Aufstellung zu Einheiten und Zügen im Katastrophenfall trainiert wurden.

Im Vorfeld der Fusion wurden auf Oberzent-Ebene sechs Arbeitsgruppen gebildet, berichtete die Kommandantin. Drei Kortelshütter sind in zweien davon vertreten. Aktuell gebe es noch keine weiteren Veränderungen auf Oberzent-Feuerwehrebene. Ein Stadtbrandinspektor müsse noch gewählt werden. Sie sprach ihren Kameraden ein große Lob aus: „Die Führung ist nur so stark wie die Mannschaft, die hinter ihr steht“, so Hinrichs.

Jugendwart Malte Hinrichs blickte auf ein „ereignisreiches und erfolgreiches Jahr“ zurück. Das traditionelle Maibaumfest war ein voller Erfolg. In den Jugendgruppenstunden wurde das Augenmerk auf die feuerwehrtechnische Ausbildung gelegt. Vier Jugendliche hatten sich für den Grundlehrgang angemeldet. Jugendsammelwoche, Halloweenparty, Weihnachtsfeier und Berufsfeuerwehrnacht waren weitere Aktivitäten.

Eines der größten Highlights war der Kreisjugendfeuerwehrtag vor der Haustür in Rothenberg. Durch den zweiten Platz beim Bundeswettbewerb durfte das Kortelshütter Team am Südhessenpokal teilnehmen. Mit der Silbermedaille kehrten die Jugendlichen aus Offenbach nach Hause zurück. Vier Mädchen und fünf Jungs sind derzeit in der Jugendwehr aktiv.

Eine lange Liste an Unternehmungen und Aktivitäten hatte der Vereinsvorsitzende Daniel Braner zusammengenstellt. Ende Mai ging es unter anderem nach Südtirol, wo der seit Ende der 80er Jahre brach liegende Kontakt zur Feuerwehr in Morter wieder reaktiviert wurde. In diesem Jahr ist aufs Neue ein Ausflug dorthin geplant. Grillnacht in Finkenbach, Dorffest in Langenthal oder Schlachtfest des MGV sind weitere traditionelle Besuche.

Ein Großereignis auf heimischem Gelände ist das Kelterfest am Dorfgemeinschaftshaus, bei dem die Kortelshütter gleiche zwei Wildschweine an den Spieß hängen. Auch die Bembelparty am Abend zuvor erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr war die Feuerwehr ebenso mit der Kerwe-Ausrichtung dran, bei der man ebenfalls einen schönen Besuch verzeichnete. „Wir haben schöne Feste ausgerichtet und tragen somit zu einem großen Teil zum Dorfleben bei“, hob Braner hervor.

Befördert wurden zu Feuerwehrmann oder -frau: Alexandra Braner, Teresa Kuntzi, Jennifer Folville, Max Fink, Florian Fink, Benedikt Ludwig.

 

Verletzter Jungschwan ist wieder bei seiner Familie auf dem Neckar

Ende gut, alles gut. Der bei einem Autounfall kurz vor dem Jahreswechsel verletzte junge Schwan ist bei wieder bei seiner Familie im Neckar. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte bei Ralf Kabel in Kortelshütte abends das Telefon geklingelt. Am Apparat: die Polizei. Auf der Hirschhorner Uferstraße war in der Nähe des ehemaligen Debo-Restaurants ein Jungtier von einem Auto angefahren worden. Es saß verletzt am Straßenrand. Da Kabel Jagdmitpächter im Hirschhorner Dammberg-Stadtwald ist, ist er für solche Fälle zuständiger Ansprechpartner.

„Ich habe erst einmal überall rumtelefoniert“, erzählt der 43-Jährige. Denn die ihm gemeldeten Wildunfälle sind in der Regel solche mit haarigen kleineren und größeren Vierbeinern. Schwäne waren eher Neuland. Die Tierkliniken in Sinsheim und Heidelberg winkten ab, sagt er. Für das Federvieh ist man dort nicht gerüstet. Bei der Tierhilfe Forst, von Heidelberg empfohlen, stieß er auf offene Ohren. „Um 19 Uhr sind wir Richtung Bruchsal gefahren“, berichtet der Immobilienmakler.

Bei der Untersuchung stellte sich dann heraus, dass das im vergangenen Sommer geschlüpfte Tier den Fuß gebrochen hatte. Es blieb zur Betreuung dort. War es zwischenzeitlich mal kritisch und wurde übers Einschläfern nachgedacht, so wuchs der Fuß dann doch wieder gut zusammen und verknorpelte. Wenn es um die Schwanenbehandlung geht, hat die Tierhilfe zum Glück eine anonyme Gönnerin im Hintergrund, die alle anfallenden Kosten übernimmt. Die hatte, erfuhr Ralf Kabel, auch einmal ein verletztes Tier dorthin gebracht.

Als nach dem Aufpäppeln die Tierhilfe das Okay zur Abholung gab, machte sich die ganze Familie auf den Weg, um den gefiederten Gesellen in Forst abzuholen und wieder am Neckar auszusetzen. Kabels Frau Melanie sowie die beiden Kinder Jill und Jule waren gespannt, wie es dem jungen Schwan ging. Der war sehr lebendig. Auf der Rückfahrt wurde er in ein Handtuch eingewickelt und in eine Ikea-Tasche verfrachtet, damit er sich möglichst nicht bewegen kann. Dann ab in die Hundebox und es konnte losgehen.

In Hirschhorn unterhalb des Fußballplatzes angekommen, stand das Empfangskomitee schon bereit. Während die Elterntiere trotz eines sehnsüchtigen Piepsens noch etwas fremdelten, schwamm das Geschwistertier gleich auf den verloren geglaubten Bruder zu. „Den habe ich auch jedes Mal an der Straße gesehen, wenn ich dort vorbei gefahren bin“, berichtet Ralf Kabel. Als ob er nach dem Verschwundenen suchen würde.

Der Kortelshütter vergewisserte sich immer, ob die Schwanenfamilie noch an der Laxbachmündung in den Neckar anzutreffen ist, damit er das Jungtier wieder problemlos auswildern kann. Dass es sich mit dem genesenen Fuß gut schwimmen lässt, zeigte der Schwan gleich bei seinem ersten Ausflug auf dem Hochwasser führenden Neckar. Der Fluss hatte eine kräftige Strömung, gegen die er aber gut anpaddelte. Während das Geschwistertier gleich hinschwamm, taten sich die „Erwachsenen“ noch etwas schwer. Aber das Jungtier ließ nicht locker.

Oberzent-Fusion: Es werden noch Kandidaten für die Ortsbeiräte gesucht

Wenn am 29. April der neue Bürgermeister und die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Oberzent gewählt werden, sollen auch die Mitglieder der jeweiligen Ortbeiräte bestimmt werden. Ein Punkt, der in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht so richtig präsent zu sein scheint. Deshalb gibt es seit zwei Wochen Info-Veranstaltungen in den verschiedenen Ortsteilen der fusionierenden Kommunen, die nach der Winterpause fortgesetzt werden.

In 13 Ortsbezirken sind bis 17. Februar die jeweiligen Kandidaten zu benennen, die dann Ende April zur Wahl stehen werden. Die Ortsbeiräte sind ein freiwilliges Gremium: Gibt es nicht genügend Bewerber, dann kommen sie nicht zustande. Da 2018 allerdings nur eine Zwischenwahl bildet, könnten sie bei jetzigem Nichtzustandekommen 2021 beim regulären Wahltermin trotzdem ins Leben gerufen werden. Die bisherigen Gemeinden Sensbachtal und Hesseneck bilden mit ihren jeweils drei Teilorten einen gemeinsamen Ortsbeirat. Bis auf den neuen Zusammenschluss von Finkenbach, Hinterbach und Raubach sind in allen anderen Ortsteilen jeweils Gremien zu wählen.

Während dies in diversen Beerfeldener Stadtteilen keine Neuerung ist, weil es sie bisher schon gab, hatte Rothenberg diese Institutionen nicht mehr. Inzwischen liefen im Höhendorf alle vier Infoveranstaltungen. Mit unterschiedlichem Feedback. 35 Besucher zählte Bürgermeister Hans Heinz Keursten in Rothenberg-Ort, je 28 in Finkenbach und Ober-Hainbrunn sowie 26 in Kortelshütte. Zusammen mit Fusions-Projektleiter Christian Kehrer führte er die Info-Veranstaltungen durch.

Die Interessierten wollten vor allem wissen, welche Aufgaben auf den Ortbeirat übertragen werden und welche Mitwirkungsrechte er haben wird. Die werden endgültig erst von der neuen Stadtverordnetenversammlung definiert. Deshalb erläuterten Kehrer und Keursten erst einmal die in der hessischen Gemeindeordnung vorgesehen Punkte. Die Ortsbeiräte sind zu allem, was den Ortsteil betrifft, und zum Haushaltsplan zu hören.

Angedacht ist ein eigenes Budget für die Ortsbeiräte als „Sprachrohr der Bevölkerung“: etwa eine Pauschale plus eine gewisse Summe pro Einwohner. Lindenfels hat erfolgreich vorgemacht, wie dies praktiziert werden kann. Damit wird auch die Verwaltung entlastet und muss nicht bei jeder Kleinigkeit mit ins Boot, erläutert Keursten. „Der bürokratische Aufwand lässt sich senken“, betont Kehrer. Blumenschmuck, Dorffeste oder Unterhaltungsmaßnahmen könnten darüber abgedeckt werden.

„Die Eigeninitiative der Bevölkerung kann so gestärkt werden“, führt Kehrer aus. Die Bürger können sich an ihrem Wohnort einbringen, mit ihm identifizieren und selbst ohne große Umwege das angehen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Keursten war angetan im „großen Interesse“ in Ober-Hainbrunn. Vier Personen signalisierten gleich ihre Bereitschaft mitzumachen. In Rothenberg und Finkenbach ist der Zuspruch noch etwas verhaltener. Eine „gute Resonanz und hervorragende Diskussion“ gab es laut dem Bürgermeister in Kortelshütte.

In den ersten Bürgerversammlungen im Vorfeld der Fusion hörte man 2015 heraus, dass es die Furcht vor einem großen Gebilde weit weg vom Wohnort gab, so Kehrer. Auch, dass sich die Bürger mehr engagieren wollen. „Jetzt sind sie aufgefordert mitzuwirken“, hob der Fusions-Projektleiter hervor. Der Vorsitzende des Ortsbeirats arbeite durch das neu geschaffene Gremium aller Ratschefs Magistrat und Bürgermeister direkt zu, wies er auf die unmittelbaren Einflussmöglichkeiten hin.

Bei den Veranstaltungen gab es aber auch weitere Infos rund um die Fusion. Um die Ausweisdokumente zu ändern, werden die Bürger ab dem 8. Januar alphabetisch nach Nachnamen geordnet in die jeweiligen ehemaligen Rathäuser gerufen. Kehrer bittet um Geduld bei den Änderungen. „Die alten Dokumente sind weiterhin gültig“, betont er.

Info: Auf der KSO-Homepage www.oberzent.info ist eine Liste mit den Behörden und Institutionen zu finden, die bereits zentral vom Kommunalservice über Adressänderungen informiert wurden. Dort lässt sich auch ein Formular herunterladen, mit dem die Bürger ihre neue Adresse weitergeben können. Christian Kehrer empfiehlt, vor allem die eigenen Versicherungen rund ums Haus wie Feuer-, Wohngebäude- und Hausrat- extra zu benachrichtigen.

Die vier Rothenberger Wehren sind sehr gut aufgestellt: Hervorragende Jugendarbeit zeigt zahlenmäßige Früchte

Das Jahresende bedeutet eine gewaltige Zäsur für die Feuerwehren aus Kortelshütte, Finkenbach, Ober-Hainbrunn und Rothenberg. Dann gehen sie zusammen mit der Fusion in der neuen Oberzent-Wehr auf. Deshalb klang auch eine gehörige Portion Wehmut in den Reden durch, als in den Jahresberichten 2016 und 2017 auf die letzten beiden eigenständigen Jahre zurückgeblickt wurde. Um die 200 Brandschützer mit Gästen hatten sich dazu in der neu sanierten Sporthalle zusammengefunden.

Gemeindebrandinspektor (GBI) Marco Johe stellte in seinen Berichten sowohl die Aktivitäten des Vereins als auch der Einsatzabteilung heraus. Es wurde deutlich, dass die vier Vereine einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Gesamtgemeinde beitragen. Lärmfeuer, Grillnacht, Kikeriki-Theater, Handkäs- und Kelterfest oder Fasching sind da nur einige Beispiele.

Das ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Zahlreiche Besuche von Fortbildungen, Lehrgängen oder die Teilnahme an Leistungsübungen sorgten dafür, dass die Brandschützer feuerwehrtechnisch immer up-to-date waren. Dieses Wissen kommt natürlich bei den Einsätzen zum Tragen. Davon gab es 2016 zwölf Stück neben 29 Hilfeleistungen. In diesem Jahr zählte man bisher sieben Brandeinsätze und 44 Hilfeleistungen. „Ohne eine stetige Fortentwicklung des Ausbildungsstandes würden wir stillstehen“, meinte Johe. Und: „Stillstand bedeutet Rückschritt“, sagte er.

In den vergangenen sechs Jahren, verdeutlichte Johe, verzeichnete die Rothenberger Gesamtwehr einen bemerkenswerten Aufschwung. Waren es 2011 noch 35 Jugendfeuerwehrleute, 115 Angehörige der Einsatzabteilung und 25 Mitglieder der Altes- und Ehrenabteilung, so stieg diese Zahl bis jetzt auf 66 Jugendliche, 136 „Senioren“-Brandschützer und 32 Alterskameraden. „Das ist sehr positiv und entgegen dem Trend“, verdeutlichte Johe.

Fast folgerichtig wird von den diesen Einsatzkräften auch viel geleistet. 2016 waren 8000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, bis zum Tag der Versammlung in diesem Jahr schon wieder 7100. Eine Zahl, die nicht nur Dienstherr Bürgermeister Hans Heinz Keursten viel Respekt und Dank abverlangte, sondern ebenso den anderen Ehrengästen. Unter diesen war auch der Kreisbeigeordnete Torsten-Tankmar Hopp, der den Einsatz der Wehr und die Tätigkeit der Floriansjünger „beseelt von dem Wunsch, Menschen zu helfen“, würdigte.

Kreisbrandinspektor Horst Friedrich meinte an die Wehr gewandt: „Ihr seid gut aufgestellt.“ Er lobte die hervorragende Jugendarbeit, die sich nicht nur zahlenmäßig festmachen lässt, sondern auch an den zahlreichen Erfolgen der Jugendlichen bei Wettkämpfen auf Kreis-, Regions- und Landesebene. „Die wissen jetzt alle, wo Rothenberg liegt“, meinte Johe schmunzelnd. Friedrich forderte die Kameraden dazu auf, „das, was ihr aufgebaut habt, mitzunehmen in das, was jetzt in der Oberzent geschaffen wird“.

Über die Aktivitäten der Jugendwehr berichtete Malte Hinrichs. Er sprach von 2017 als einem „grandiosen Jahr für die Jugendfeuerwehr“. Hinrichs bezog sich dabei auf die vielen Erfolge bei den diversen Wettbewerben und die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs in Rothenberg. Auch das restliche und vorherige Jahr waren mit etlichen Unternehmungen gespickt, die keine Langeweile bei den Nachwuchskräften aufkommen ließ.

„Ab 2018 gehen auch unsere vier Feuerwehren in Stadt Oberzent über“, sagte Johe abschließend. Bis zur Wahl eines neuen Stadtbrandinspektors werde er das Amt im Zuständigkeitsbereich der dann ehemaligen Gemeinde Rothenberg kommissarisch weiterführen. „Es wird einiges Neues auf alle und somit auch auf unsere vier Feuerwehren zukommen“, so Johe. Der gesamte Fusionsprozess war, ist und bleibt sicher noch einige Zeit ein spannendes Projekt, hob der GBI hervor.

Wie stark die Wehren in den Ortschaften verwurzelt sind, zeigte sich daneben an den zahlreichen Ehrungen für langjährige Tätigkeit. Viele Mitbürger machen sich bereits seit Jahrzehnten verdient um den Schutz ihrer Mitmenschen.

Ehrungen, Auszeichnungen, Prämien, Beförderungen

Bronzenes Brandschutzverdienstzeichen am Bande für Verdienste um das Feuerwehrwesen: Rüdiger Seip; Ehrenzeichen des BFV Hessen Darmstadt in Silber für besondere Verdienste: Christian Kehrer und Jürgen Bartmann; Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande (40 Jahre): Jürgen Bartmann und Reiner Koch; Silbernes Brandschutzehrenzeichen (25 Jahre): Timm Bartmann, an Corina Ihrig wurde es bereits durch die Feuerwehr Hirschhorn verliehen

Ehrenmedaille Jugendfeuerwehr Odenwaldkreis: Anna Lähn, Malte Hinrichs, Maurice Fink, Janna Kabel, René Seip, Fabienne Buchert, Janis Heckmann, Jan Johe, Alicia Leske, Patrick Bartmann

Floriansmedaille in Silber der hessischen Jugendfeuerwehr: Maria Groh

Anerkennungsprämie: zehn Jahre Natalie Koch, Sybille Schumacher, Fabian Sauter, Alexander Volk, Lukas Beisel, Julian Beisel, Sebastian Braun; 20 Jahre Matthias Heiß; 30 Jahre Johannes Glücks, Dirk Heckmann, Klaus Kleinhans, Thomas Frisch; 40 Jahre Jürgen Bartmann

Beförderungen: Pascal Lähn (Oberfeuerwehrmann), André Foshag (OFM), Fabian Ludebühl (OFM), Janine Setzer (Oberfeuerwehrfrau), Luisa Sauer (OFF), Angelo Helm (Löschmeister), Malte Hinrichs (LM), Maurice Fink (LM), Sascha Hafner (Oberlöschmeister), Jochen Weinthäter (Brandmeister), Marco Johe (Oberbrandmeister)

Rothenberger Ausschuss will die Raser in Kortelshütte abbremsen

Kurz vor der Oberzent-Fusion kommt in die Kortelshütter Verkehrsberuhigung ziemlich Bewegung. Nachdem der Bauausschuss die neuralgischen Stellen bereits vor einem Jahr im Rahmen einer Ortsbegehung in Augenschein genommen hatte, wurden auf der jetzigen Sitzung vier Maßnahmen festgezurrt, um den Schnellfahrern im Ortsteil Einhalt zu gebieten. Die sollen, darin waren sich die Mandatsträger einig, möglichst wenig Geld kosten und eventuell auch als Testphase für Weitergehendes angesehen werden.

Ein wenig Wehmut schwang in den Worten von Ausschuss-Vorsitzendem Dr. André Assmann mit, der „zur letzten Sitzung in dieser Konstellation“ begrüßte. Denn das Rothenberger Gremium wird es nach dem Jahreswechsel nicht mehr geben. Deshalb wurde es auch Zeit, den Punkt in trockene Tücher zu bringen. „Er war mehr als einmal auf der Tagesordnung“, sagte Assmann. Nachdem die Ideensammlung zur Entschleunigung zusammengetragen worden war, kam es Mitte des Jahres zu einer Begehung mit den zuständigen Behörden.

„Dann wurde das Preisschild drangehängt“, meinte Assmann. Da die Behördenvertreter keinen Handlungsbedarf sahen, „sind die Maßnahmen Privatvergnügen der Gemeinde“, sagte er. Der Vorsitzende verdeutlichte angesichts der im Raum stehenden 20.000 Euro, dass es nie darum ging, „alles auf einmal zu machen“. Sondern die Liste enthielt mögliche Handlungsoptionen, die nach und nach abgearbeitet werden können. Oder eben auch nicht.

Es ging dem Ausschuss nun darum, unter dem Kosten-Nutzen-Aspekt abzuklopfen, was als Priorität angegangen werden kann. Assmann skizzierte kurz die neuralgischen Punkte, die sich entlang der Hochstraße aufreihen. Das beginnt ganz unten am Ortseingang, wo an der Bushaltestelle, von Hirschhorn kommend, über den Bordstein zu schnell um die Ecke den Berg hochgefahren wird. Gerade Schulkinder sind hier gefährdet. Weiter oben gibt es dann die „Rennstrecke“, die man bergab entschärfen will. Ins Spiel gebracht wurden Blumenkübel und/oder Markierungen.

Um die Haltestelle herum sah Wilfried Friedrich (WGR) Handlungsbedarf. Ihm schwebt ein Kölner Teller vor, um die Autos an der Überfahrt des Bordsteinstücks zu hindern. „Allerdings sind die Teller gerade nicht so gut angesehen“, meinte er mit Blick auf den Heidelberger Fall, wo ein Radfahrer schwer stürzte. Wobei: „Radfahrer in Kortelshütte“, fragte Friedrich rhetorisch angesichts der Steillage.

Ins Gespräch kam auch eine Bordsteinerhöhung – aber so, dass der Bus noch ohne Probleme drauffahren kann. Von der Einmündung der Hoch- in die Landesstraße bis zur Kreuzung mit dem Weg „Im Trieb“ will man überlegen, einen 80 Zentimeter breiten Gehweg anzulegen. Sobald die Flurbereinigung in diesem Bereich abgeschlossen wird, will man zur Tat schreiten. Thomas Wilcke (SPD) brachten Straßenmarkierungen, um die Kurve „abzuschneiden“. Die kann der Bauhof aber nicht machen“, meinte Armin Löffler.

Im oberen Bereich der Hochstraße soll eine Entschleunigung dadurch erreicht werden, dass auf beiden Seiten versetzt je drei Parkplätze markiert werden. Wenn dort Autos stehen, erhofft man sich eine Verkehrsberuhigung. „Antesten und schauen, wie es lauft“, sagte Friedrich, bevor viel Geld in die Hand genommen wird. Gemeindevorstand Karlheinz Braun hatte Bedenken, ob die bergseits liegenden Parkplätze wirklich angenommen werden.

Als dritte Maßnahme soll ein Blumenkübel auf Höhe des Heag-Gebäudes platziert werden. Der soll Autolenker abbremsen, die mit zu viel Schwung von oben kommen und dann ins Steilstück brausen. Allerdings ist eine Aufstellung erst im Frühjahr geplant, weil er sonst demnächst wegen Schneeräumung wieder abgeräumt werden müsste. Gleichzeitig will man als vierte Verkehrsberuhigung die rumpelnde Bodenschwelle vor dem „Lamm“ ein Stück nach unten verlegen und alle anderen auf der Hochstraße wieder befestigen.

Überlegungen für eine Verkehrsberuhigung in der Kortelshütter Hochstraße gibt es schon seit 1993. Damals war an eine Pflasterung gedacht, was sich aber wegen des Widerspruchs von manchen Anwohnern nicht verwirklichen ließ. 2008 wurden die jetzigen Schwellen an verschiedenen Stellen aufgebracht. Die zeigten aber nicht den gewünschten Erfolg und waren auch nicht wirklich beständig.

Kinder brachten den Senioren im Kortelshütter Haus Cordula beim Martinsumzug viel Freude

Aufgeregte Kinder, stolze Eltern und lachende Senioren: Der Rothenberger Kindergarten „Himmelsauge“ startete seinen Martinsumzug in diesem Jahr erstmals am Haus „Cordula“ in der Waldstraße. Wobei das Starten bedeutete, dass die Kinder zu Beginn die älteren Bewohner im Aufenthaltsraum und ihren Zimmern besuchten und mit den Liedern viel gute Laune mitbrachten. Martinsbrezeln und Gummibärchen waren der verdiente Lohn für die große Schar.

Hatte sich kurz vor Beginn noch der bange Blick von Erzieherinnen und Eltern nach oben gerichtet, so schloss der Himmel pünktlich zum Start seine Schleusen. Damit konnte der Zug im Anschluss trockenen Fußes den mit Fackeln beleuchteten Weg hoch zum Sportplatz antreten, wo bereits die Kortelshütter Feuerwehr auf die Kleinen wartete. Ein Martinsfeuer, warme Getränke und natürlich auch etwas zum Essen bildeten eine gelungene Abrundung des Abends.

Knapp 50 Kinder zwischen einem und sechs Jahren besuchen aktuell den kommunalen Kindergarten. Ein Viertel davon gehört zu den unter Dreijährigen. Das Basteln der Laternen begann bereits direkt nach den Sommerferien, weiß Leiterin Andrea Koch, die zusammen mit ihren Kolleginnen Stefanie Schindler, Marion Honnen, Katja Seip, Jana Johann und Ruth Diener vor Ort war. Die zwei männlichen Kollegen waren bedauerlicherweise krank.

Zwei Wochen vor dem Martinsumzug ging es dann „in die Vollen“. Es wurden Bücher über das Leben des Bischof von Tours gelesen, Bilder aus der Geschichte des Heiligen gezeigt und die Geschichte erzählt, warum er solch eine Bedeutung hat und wieso es den Martinsumzug mit seiner jahrhundertealten Tradition gibt. Natürlich übten die Kinder auch die vielen Martinslieder ein, mit denen sie die Senioren, aber auch ihre Eltern unterhielten. Wand- und Fensterbilder sowie Mandalas entstanden neben den Laternen durch fleißige Kinderhände.

„Hoch über uns die Sterne“, „Kinder zieht euch warm an“ oder der „Lichterkinder-Rap“ waren ebenso dabei das klassische „Ich geh mit meiner Laterne“. Für die Umrahmung sorgten bei letzterem Lied die sechs Jungbläser des Rothenberger Posaunenchors, mit dem sich die Kleinen abwechselten. Die jugendlichen Musiker durften gleich nochmal ran, als sich die bunte Schar vom Foyer hinein ins Gebäude bewegte.

Der Kindergarten wählt sich jedes Jahr einen anderen Ortsteil aus, in dem der Martinszug stattfindet. Letztes Jahr war dies Ober-Hainbrunn, davor die Hinterbach. „Wir brauchen immer einen zentralen Platz“, sagt Marion Honnen, da neben den Kleinsten auch viele Eltern und Verwandte mit dabei sind. Da kommen dann wie jetzt locker 60 bis 70 Personen zusammen. Und das trotz des schlechten Wetters.

Wenn auch zum ersten Mal in Kortelshütte, hat die Zusammenarbeit mit dem Rothenberger Cordula-Haus bereits Tradition. Da bringt der Kindergarten Kuchen zum Muttertag vorbei oder gestaltet die Adventsfeier mit. Hausleiter Jörg Wehrle freute sich über den Besuch und die Unterhaltung für die 75 Bewohner des Seniorenzentrums. Er wie auch Andrea Koch begrüßten die großen und kleinen Besucher. „Sie bringen den älteren Menschen Freude“, sagte er. „Das Wetter ist fast wie früher vor 1700 Jahren bei St. Martin“, so Koch.

Während sich die Laternenträger über die Martinsbrezeln und andere Süßigkeiten freuten, die ihnen die Senioren mit leuchtenden Augen zusteckten, gab es für die Kindergartenleitung auch eine schöne Überraschung: Das Hinterbacher Köhlerteam hatte einen Scheck über 500 Euro im Gepäck, den Hiltrud Kwiatkista, Thomas Frisch und Nadine Frisch an Andrea Koch überreichten.

Schon seit Jahren besuchen die Kinder immer den Kohlenmeiler, um dort das alte Handwerk zu bestaunen. Nur dieses Jahr musste die Wanderung von Rothenberg in die Hinterbach ausfallen, weil schon Sommerferien waren. Die Zuwendung an den Kindergarten aus dem Erlös der zweijährlichen Veranstaltung hat bereits eine schöne Tradition.

Bereits am Nachmittag hatten die Hinterbacher Hobbyköhler einen weiteren Teil ihres Erlöses aus dem zehntägigen Event gespendet: Erwin Hotz und Schatzmeisterin Hiltrud Kwiatkista übergaben noch einmal 500 Euro an die Hospizgruppe Südlicher Odenwald aus Rothenberg, für die Leiterin Gisela Ritter mit Dankesworten den Scheck entgegennahm.