Beim Kortelshütter Kelterfest am 10. September werden wieder Wildschweine gegrillt

Wenn die Feuerwehrleute im Rothenberger Ortsteil ihr Kelterfest feiern, läuten bei den Schwarzkitteln in der Region die Alarmglocken. Denn zwei von ihnen werden in bester gallischer Tradition erst gegrillt und dann vertilgt. Am Sonntag, 10. September, wird das um 10.30 Uhr im und um das Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte schon zum vierten Mal der Fall sein. Insgesamt findet das Kelterfest bereits zum 26. Mal statt.

Die zahlreichen Gäste lassen sich nicht nur ein mächtiges Wildschwein vom Spieß aus den heimischen Wäldern munden, sondern vertilgen in der Regel noch ein weiteres, das zuvor zu Wildgulasch verarbeitet wurde. Diese Neuerung aus 2014, eine Wildsau am Spieß anzubieten, bewährte sich bisher bestens und beschert den Brandschützern immer einen großen Andrang.

Natürlich muss die Sau auch schwimmen. Deshalb gibt es wieder leckeren, frisch gekelterten Süßmost von Kortelshütter Äpfeln und neuen Wein. Dazu reichen die Floriansjünger selbstgebackenen Zwiebelkuchen, Haxen, geräucherte Forellen und weitere leckere Spezialitäten. Wie schon in den vergangenen Jahren findet am Tag zuvor, Samstag, 9. September, ab 20 Uhr eine Bembelparty mit „DJ Firefighter“ statt.

Neben den Kameraden der befreundeten Wehren aus Hirschhorn und den Rothenberger Ortsteilen kommen gerne auch viele Auswärtige, die die Gastfreundschaft der Wehrleute und das ausgefallene Speisen- und Getränkeangebot zu schätzen wissen. Etliche Zentner Äpfel von Wiesen auf der heimischen Gemarkung werden im Vorfeld von Einsatzabteilung und Jugendwehr gesammelt, um daraus viele Liter Apfelsaft direkt vor Ort frisch zu pressen.

Am Grill steht immer in bewährter Manier der gelernte Koch Stefan Sonnenburger. Der ist zwar kein Feuerwehr-Mitglied, aber bei den Festen immer an vorderster Front dabei, wenn es ums Helfen geht. Damit der Grill unter der Wildsau nie ausgeht und sie nach mehr als sechs Stunden das entsprechende Aroma hat, schlagen sich die Feuerwehrleute gern die Nacht um die Ohren. Insgesamt sind rund um die Veranstaltung 25 Helfer aus der gesamten Feuerwehr aktiv. Viele Speisen werden vor Ort selbst zubereitet, so das frisch gekochte Sauerkraut oder der Zwiebelkuchen.

Windkraft im Odenwaldkreis: Der Flächennutzungsplan ist das Maß aller Dinge

Es wird wohl ein Kampf gegen Windmühlenflügel sein. Das Höhendorf mit seinen angeschlossenen Ortsteilen wehrt sich dagegen, von Windrädern „umzingelt“ zu werden, die bei Verwirklichung des entsprechenden Regionalplans rund um den Ort in die Höhe wachsen könnten. Dazu kommen noch die Pläne des badischen Eberbachs, was weitere Rotoren in direkter Nachbarschaft bedeuten würde. Über die Situation vor Ort informierte sich jetzt der Bundesabgeordnete Jens Zimmermann.

Der SPD-Mann reagierte damit auf ein Protestschreiben von Finkenbacher, Hinterbacher und Raubacher Bürgern, mit dem sich diese neben dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier auch an ihre politischen Vertreter gewandt hatten. „Wir sehen wenig direkte Einflussmöglichkeiten auf den Regionalplanwurf“, betonte der WGR-Gemeindevertreter Matthias Heiß. Letztendlich werde vom Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als zuständiger Behörde eine politische Entscheidung getroffen, wenn es um die Genehmigung von Windparks im Odenwald gehe.

Es geht laut Heiß um „möglichst viel Sperrfeuer von allen Seiten“, betonte er bei der Vorstellung der Rothenberger Bedenken. Die Planungen hätten „Ausmaße angenommen, die nicht mehr tragbar sind“. Es sei wichtig, dass sich Städte und Kommunen kurzschließen. Genau das empfahl auch Zimmermann: „Sie müssen das Problem in Rothenberg klar kommunizieren“, sagte er. Und dabei weiterhin den bisherigen sachlichen Ton beibehalten.

Der Abgeordnete empfahl, auf der Umsetzung des gemeinsamen Odenwaldkreis-Flächennutzungsplans (FNP) zu bestehen, wie es schon bisher getan wurde. Außerdem „müssen bestimmte Dinge klar eingefordert werden“, so Zimmermann. Darunter zählte er auch eine Betrachtung, was im benachbarten Baden-Württemberg vor sich gehe. Das könne nicht losgelöst gesehen werden. Er machte klar, dass jede Kritik an Flächen, „die nicht Teil des FNP sind“, von seiner Partei unterstützt werde.

Zimmermann machte in der Runde mit Bürgermeister Hans Heinz Keursten sowie Gemeindevertretern und -vorstand gleichzeitig deutlich, dass es „eine komplizierte Gemengelage“ gebe. Denn wenn der Regionalplan nicht zustande komme, sei man auf dem Stand des „schlechteren“ Baugesetzbuches. Deshalb sah er einen vernünftigen Regionalplan durchaus als erstrebenswert an. Aber eben einen, der nicht eine Vielzahl von zusätzlichen Flächen gegenüber dem FNP enthalte.

WGR-Gemeindevorstand Rainer Flick wies auf die Unterschiede beim Siedlungsabstand hin. Weil er im Weiler Hinterbach lebe, gälten hier nur 600 Meter anstatt 1000 bei geschlossenen Ortschaften. „Ich fühle mich als Bürger zweiter Klasse“, so Flick. Deshalb müsse ein einheitlicher Abstand von 1000 Meter werde, was auch die Gemeindevertretung in einer Resolution fordere.

Diskutiert wurde in der Runde auch, wie die technische Weiterentwicklung Windenergie auch auf eigentlich unattraktiven Flächen doch möglich machen könnte. Denn trotz geringerer Geschwindigkeiten könnten die Rothenberger Gebiete, für die Investoren aktuell nicht gerade Schlange stehen, in zwei oder der Jahren rentabel werden, befürchtete Heiß.

WGR-GVo Karl-Heinz Braun sprach aus, was allgemeiner Konsens war: „Ich erwarte vom Regierungspräsidium, den FNP zu übernehmen“. Denn er sei mit Politik und Bürgerschaft abgestimmt. Der FNP „ist von der Abwägung her in Ordnung“, sagte Zimmermann. Deshalb habe er kein Verständnis für die politische Blockade.

Zum Thema Einkesselung empfahl der Abgeordnete, dass die Rothenberger von der Regionalversammlung eine Simulation einfordern sollten, die sowohl hessische als auch badische Planungen mit einbeziehe. Denn „es wäre fatal“, wenn alle potenziell möglichen Windräder gebaut würden, sagte Keursten. In der Blickachse nach Westen „gäbe es keinen ruhigen Punkt mehr“, kritisierte SPD-Gemeindevertreter Thomas Wilcke.

„Unzumutbar: Windkraftanlagen in jedem Blickwinkel“ sagen die Rothenberger Gemeindevertreter

Die Gemeindevertreter wollen ein Zeichen setzen: Über die gemeinsame Stellungnahme der Odenwaldkreis-Kommunen hinaus setzten sich ein eigenes, weiteres Schreiben auf, in dem ihre Bedenken zum Windkraft-Regionalplan (Teilplan Erneuerbarer Energien, TPEE) deutlich formulierten. Denn das Höhendorf wäre in besonderem Maße von den dort projektierten Vorranggebieten betroffen und regelrecht von Rotoren umzingelt, würden alle Flächen Realität.

Als „vollständig misslungen“ kennzeichnet die Rothenberger Stellungnahme die eigentliche Aufgabe des Regierungspräsidiums (RP), einzelne Windkraft-Regionalpläne grenzübergreifend zu koordinieren. Denn es sollte im Interesse der Behörde sein, die Bürger dieser Region – speziell an Landesgrenzen – vor „Einkesselung“ durch Windkraftanlagen zu schützen.

Die Mandatsträger aus dem südlichsten Odenwaldkreis-Dorf finden deutliche Worte Richtung RP: „Speziell Ihr Vorgehen bei der Ablehnung des Odenwaldkreis-Flächennutzungsplans (FNP) sehen wir als Hauptgrund dafür, dass die generelle Akzeptanz für Windkraft unserer Bürger stark abnimmt.“ Dem Einfordern eines Solidarbeitrages des Odenwaldkreises für Ballungsräume, um ein landesweites Flächenziel von zwei Prozent für Windenergie zu erreichen, werde so die bürgerliche Basis entzogen. Das Opfern von Heimat und Lebensqualität zur regionalen Lösung von Klimawandel und Energieversorgung „tragen wir in dieser Weise nicht mit“, heißt es.

Die Forderungen der Rothenberger konzentrieren sich auf drei Punkte: Sie fordern zum einen vom RP die Umsetzung des FNP, den dieses bisher ablehnte. Zum anderen wird eine Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden angrenzender Bundesländer gewünscht, um auch grenzübergreifend einen Mindestabstand einzelner Vorrangflächen von 3000 bis 5000 Meter zu gewährleisten. Bisher ist dies mit Blick auf Baden-Württemberg gerade im Rothenberger Fall nicht so. Außerdem wollen die Gemeindevertreter die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1000 Metern zu Wohnstätten jeglicher Art.

Der TPEE torpediere die Bemühungen der Rothenberger, mittels Ausweisung eines Baugebiets dem demografischen Wandelt entgegenzuwirken. Denn eine Vermarktung der Bauplätze mit freier Sicht auf eine Windrad-Kette auf den gegenüber liegenden Hügeln werde „erheblich erschwert oder sogar unmöglich“ gemacht. Nahezu geschlossene Sichtketten von Windkraftanlagen über den Bergkämmen der Region seien „äußerst kontraproduktiv“ bei der Tourismusförderung, so die Stellungnahme weiter.

Der Rothenberger Beschluss fiel einstimmig. Um der Stellungnahme mehr Gewicht zu verleihen, entscheid man sich, diese nicht nur vom Gemeindevertreter-Vorsitzenden Horst Schwinn, sondern auch von allen Fraktionschefs unterschreiben zu lassen. Das wurde auch als Zeichen an die anderen Oberzent-Gemeinden verstanden, die jeweils nur der allgemeinen Beschlussempfehlung folgten.

Die Gemeindevertreter bemängeln die nicht erfolgte Abstimmung zwischen hessischen und badischen Plänen: „Ihr TPEE in Kombination des Teilflächennutzungsplans der vVg Eberbach-Schönbrunn-Windenergie bedeutet für Rothenberg eine Einkesselung aller Ortsteile durch die geplanten und bereits realisierten Windkraftstandorte.“ Bereits existent ist das Greiner Eck zwischen Hirschhorn und Neckarsteinach mit realisierten fünf Anlagen, die von Rothenberg und Kortelshütte weithin sichtbar sind.

Der Regionalplan Südhessen sieht in der Umgebung neun weitere mögliche Windkraft-Flächen vor. Dazu kommen mit Brombach-Nord und Hohe Warte auf Gemarkung des badischen Eberbachs noch zwei. Alles in allem über 50 Windräder, die rund um die Gesamtgemeinde in den Himmel wachsen könnten. „Dies ist für die Bevölkerung unzumutbar: Windkraftanlagen in jedem Blickwinkel“, kritisieren die Mandatsträger. Mit dieser Bebauung verliere eine der einzigartigen Mittelgebirgslagen Deutschlands ihren Erholungswert und damit Lebensqualität.

Zitat: „Der gemeinsame Flächennutzungsplan Sachlicher Teilbereich Windenergie der Odenwaldkreiskommunen (FNP) war ein aufwands- und kostenintensiver Kompromiss ehrenamtlicher Kommunalpolitik und des Bürgerwillens. Ihre überhebliche Ablehnung dieses Plans tritt beides – Ehrenamt und Bürgerwille – mit Füßen. Wir sehen uns nun einer Entwicklung gegenüber, die wir nicht verantworten wollen und können.“

Kortelshütter Jugendwehr fährt zum Südhessenpokal

Große Freude bei der Kortelshütter Jugenderwehr. Ihre Staffel holte beim Bundeswettbewerb im Rahmen des Kreisjugendfeuerwehrtags den zweiten Platz. Das bedeutet wie im vergangenen Jahr auch die Teilnahme am Südhessenpokal, der Ende September in Offenbach stattfindet. Aus der Oberzent war ebenfalls die Rothenberger Mädchenmannschaft sehr erfolgreich, die den ersten Platz belegte.

Die Mannschaften mussten beim Wettbewerb einen A- und einen B-Durchgang absolvieren. Dabei wurde ein feuerwehrtechnischer Teil mit einer Übung durchlaufen sowie die Sportlichkeit des jeweiligen Teams in Form eines Staffellaufs mit einigen Feuerwehr-Bestandteilen getestet. Nach dem Wettkampf gab es für alle Jugendlichen die Möglichkeit, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen, um die Zeit bis zur Siegesehrung zu verkürzen.

Große Freude herrschte bei den Kortelshüttern, dass sie hinter Nieder-Kainsbach den zweiten Platz belegten. Das bedeutet aber auch, dass nach einer kurzen Sommerpause wieder fleißig weiter trainiert werden muss. Die Gruppe bestand aus Staffelführerin Celina Kabel, Maschinistin Mira Schober, Angriffstruppführerin Theresa Kuntzi, Angriffstruppmann Florian Fink, Wassertruppführer  Max Fink, Wassertruppmann Benedikt Ludwig und Ersatzfrau Jennifer Folville. Verletzungsbedingt ausgefallen ist Jonas Schader.

Mira Schober bestritt ihren allerersten Wettkampf und machte ihre Sache wirklich hervorragend. Nächstes Jahr sind bestimmt auch Felix Völker und Lena Bissdorf mit dabei. Der Dank der Teilnehmer ging außerdem an Maurice Fink und Malte Hinrich, die neben ihrem Einsatz in Einsatzabteilung und Wettkampfmannschaft auch die Jungfeuerwehr betreuen. „Ihr habt eure Sache wieder mal sehr gut gemacht“, lautete das einhellige Lob.

Info: Wer Interesse an der Jugendfeuerwehr habt, kann dienstags um 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus in Kortelshütte vorbeischauen.

 

Ein Abend mit Literatur und Musik am 23. Juni beim Atelierkonzert in Langenthal

„Alles bleibt anders“ ist der Titel des 17. Atelierkonzerts der Kunstpflege Hirschhorn im Langenthaler Atelier von Enno Folkerts (Waldmichelbacher Straße 2). Diesmal wartet auf die Zuschauer am Freitag, 23. Juni, ab 19 Uhr ein „Double Feature“. Zuerst tritt die australische Singer-Songwriterin Kirbanu mit dem Gitarristen Markus Born auf. Ab 21 Uhr gibt es dann eine spanisch-musikalisch-literarische Nacht mit Jesus Ortega, Jesús Hernández und Heiko Plank.

Kirbanu ist das Pseudonym von Nicole Klein aus Taperoo bei Adelaide, South Australia. Das Wort stammt aus der mittelpersischen Sprache und bedeutet „eine Dame von Kraft, Stärke und Glück“. Die Musikerin hat ihren Lebensmittelpunkt in Heidelberg. Kirbanu sammelt Geschichten und verarbeitet diese in ergreifenden Liedern voller Herz und Seele: Musik, die die Seele berührt und den Zuhörer auf eine wundervolle Reise entführen kann.

Ihre Lieder erinnern an die großen amerikanischen Songwriter der 1960er, mitunter schimmern dezente Pop- oder Folk-Elemente durch. Kirbanu berührt mit tiefen Emotionen und zu Herzen gehenden Themen und verführt die Zuhörer mit einer starken Stimme. Ihre Live-Auftritte sind außergewöhnlich intim, die Künstlerin baut einen direkten Kontakt zu dem Publikum auf.

Im Rahmen des Literaturfestivals Heidelberg, das vom 21. bis 25. Juni stattfindet, werden international namhafte Autoren zu Gast sein, die ihre Sicht der Dinge mit ergreifenden, intimen Geschichten, mal heiter, mal traurig, lebendig werden lassen. Der Kortelshütter Musiker Heiko Plank hat während seiner Konzertreisen durch Spanien viele interessante Künstlerkollegen kennen und lieben gelernt, die teilweise aktuell Teil der eingangs erwähnten Literaturtage sind.

So wurde es ermöglich, den Autor Jesús Ortega und den Pianisten Jesús Hernandez nach Langenthal einzuladen. Was an diesem Abend passieren wird, ist nicht vorhersehbar, da diese einmalige Konstellation durch das Improvisationsvermögen aller Beteiligter zu einer neuen Form findet. Die drei werden nach dem Motto „Alles bleibt anders“ musikalisch und literarisch etwas bewegen.

Jesus Ortega wird auch folgende Kurzgeschichten lesen: „El paseante“, „Otros espejos“ und „Una hora y media“. Der Verein Kunstpflege wird versuchen für eine entsprechende Übersetzung zu sorgen. Ortega (geboren 1968) lebt in Granada und hält einen Abschluss in der hispanischen Philologie an der Universität.

Jesús Hernandez, 1967 in Granada geboren, begann zunächst klassische Musik zu studieren, widmete sich dann aber schnell anderen Musikstilen: Rock, Jazz, brasilianische Musik und Flamenco. Derzeit arbeitet er in an dem Projekt „Bojaira“, das bereits erfolgreich in Spanien, New York, Paris und Toulouse gestartet ist.

Die Plank, klein und handlich und atemberaubend klangvoll, ist den Gästen des Ateliers bereits seit der 1. Hirschhorner Gitarrennacht bekannt. Die Erschaffung und sein Spiel auf diesem gitarrenähnlichen Instrument führte Heiko Plank, Schüler von Wolfgang Lendle, mittlerweile nach Italien und Spanien sowie auf eine Konzertreise durch Rumänien und Ungarn.

Werner Götz ist seit 50 Jahren aktiver Sänger beim MGV Kortelshütte

Eine besondere Überraschung war es, als es dieser Tage bei Werner Götz klingelte. Vor der Tür stand der Vorstand des MGV Liederkranz 1898 Kortelshütte. In den Händen: ein Präsent und eine Urkunde. Denn Werner Götz ist seit 50 Jahren aktiver Sänger im Liederkranz, konnte aber an den Ehrungen des Sängerkreises Neckartal Ende März in Schönmattenwag nicht persönlich teilnehmen. Um dies nachzuholen, statteten Vorsitzender Alexander Herner und Kassierer Ulrich Völker einen Überraschungsbesuch ab. Sie dankten Götz für die langjährige Treue zum Verein, in denen er als 1. Tenor zu manchem Sieg bei Chorwettbewerben beigetragen hat.

 

Chöre aus dem Sängerkreis Neckartal treffen sich am 1. April zum Wertungssingen in Schönmattenwag

Das Kreiswertungssingen und der Liedergesellschaftsabend des Sängerkreises Neckartal finden am Samstag, 1. April, um 19 Uhr im Haus des Gastes statt. Ausrichter ist der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag. Der Eintritt ist frei. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich ein Bild vom vielfältigen Können der angeschlossenen Sängerkreis-Vereine zu verschaffen.

Teilnehmende Chöre sind: Cantante Cintura Kids sowie Frauen- und Männerchor des Gastgebers, MGV Eintracht Liederkranz Sensbachtal, Chorgemeinschaft Rothenberg/Kortelshütte, MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn, Frauen- und Gemischter Chor Eintracht Falken-Gesäß, Sängerkranz aus Schöllenbach, gemischter Chor Finkenbach und Liederkranz Gammelsbach. Weiterhin gibt es an diesem Abend Ehrungen durch den Sängerkreis.

Den Mitglieds-Chören soll mit dem Wertungssingen die Möglichkeit eines objektiven Feedbacks der eigenen musikalischen Leistung angeboten werden. Sie erhalten damit in ungezwungener Atmosphäre eine leistungsorientierte Rückmeldung zur Vorbereitung ihrer eigenen Wettbewerbsbesuche durch einen ausgewiesenen Fachmann der Chorszene und auch Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten.

Fürs Programm sind ausschließlich A-cappella-Werke zugelassen. Jeder Chor trägt drei Stücke freier Wahl vor. Auf eine stilistische und musikalische Vielfalt sollte Wert gelegt werden, heißt es in der Vorgabe. Werke aus dem Bereich Spiritual/Gospel/Pop sind ebenfalls zugelassen. Die einzelnen Stücke können auch in einer abweichenden Tonart vorgetragen werden.

Die teilnehmenden Chöre des Orientierungssingens erhalten nach ihrem Auftritt durch den Juror eine fachlich fundierte und konstruktive Beurteilung. Ziel ist es, Verbesserungspotential aufzuzeigen und den Leistungsstand festzustellen. Im Anschluss steht der Berater den Chören auch für weitere Fragen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Bewertung nach den Richtlinien des „Deutschen Chorwettbewerb“

Juror des Sängerkreis-Orientierungs-/Wertungssingens ist Matthias Schmitt. Er studierte Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Chorleitung an der Goethe-Universität Frankfurt, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und an der Hochschule für Musik in Würzburg. Schmitt ist Dirigent mehrerer Chöre und Ensembles in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis) und in angrenzenden Regionen. Er nimmt regelmäßig erfolgreich an nationalen Chorwettbewerben teil und wurde zuletzt Preisträger beim ersten deutschen Männerchorfestival in Limburg.

International konnte er mit seinem Männerkammerchor „DelicaTon“ einige Erfolge erzielen, zum Beispiel Sonderpreisträger beim International Choral Festival in Cork 2016 (Irland), er ist Gewinner zweier Goldmedaillen bei den World Choir Games in Riga 2014 (Lettland), Grand Prix Gewinner in Llangollen 2012 (Wales) und Dirigentenpreisträger beim Johannes Brahms-Wettbewerb in Wernigerode 2011. Teilnahmen an Wettbewerben und Festivals führten ihn zudem nach Estland, Norwegen, Österreich, England und Südkorea. Hauptberuflich arbeitet Schmitt als Kulturbeauftragter im Main-Kinzig-Kreis.