Bis zum 6. August raucht der Hinterbacher Kohlenmeiler vor sich hin

Der Kohlenmeiler raucht vor sich. Bürgermeister Hans Heinz Keursten und Ralf Fischer vom Köhlerteam läuteten mit der Befüllung des Quandelschachts die Köhlertage ein, die noch bis zum 6. August laufen. In dieser Zeit wird das alte Handwerk, das in früheren Jahrhunderten in allen Ecken des Odenwalds betrieben wurde, anschaulich dargestellt. Zum Schluss verkaufen die Hobby-Köhler die Holzkohle. Während dieser Zeit gibt es viele Informationen rund ums das alte Brauchtum.

Nicht nur in den zehn Tagen kommen die 20 Helfer ins Schwitzen, wenn sie den Meiler im Auge behalten. Denn das Holz muss ordnungsgemäß verkohlen. „Es darf keinesfalls brennen“, betont Fischer, der neben anderen zusammen mit Thomas Frisch den aufgeschichteten Holzstapel im Auge behalt. „Die Verkohlung wird etwa eine Woche dauern“, erläutert er. Aber allein mit dem Anzünden ist es nicht getan.

„Seit einem halben Jahr wird Holz gemacht“, das die Köhler aus heimischen Wäldern angekauft haben. Seit Anfang April liefen laut Frisch die Vorarbeiten, bei denen sich das Team jeden Samstag auf dem Gelände traf und es für die Veranstaltung herrichtete. In den zwei Wochen vor dem Startschuss schaltete man auf täglich um. Denn etwa 25 Festmeter Buchenholz wollten aufgeschichtet werden. Sie bekamen danach eine Moosschicht, damit das „Gestübb“, die Erde, als luftdichte Abdeckung nicht durchrieseln kann. Denn sonst kommt keine Glut mehr ans Holz.

Die so gewonnene, hochwertige Holzkohle wurde Frisch zufolge früher für Hufschmiede und Erzverhüttungsbetriebe gebraucht. Sogar Bügeleisen im Haushalt wurden damit befüllt. Heute wird sie von „Grillprofis“ hochgeschätzt. Etwa 30 Kilo Holzkohle pro Festmeter Holz sind das Ergebnis der schweißtreibenden Arbeit.

Auf dem idyllisch am Waldrand gelegenen Meilerplatz ist daneben die traditionelle Schlafstätte der Köhler aufgebaut. Neben der fachkundigen Erläuterung sorgen Schautafeln, alte Werkzeuge und Geräte für einen authentischen Einblick in das heute kaum mehr praktizierte Köhlerhandwerk. Übers Wochenende gab’s viele Attraktionen in Form eines Schleppertreffens und dem Auftritt von „Baders Alphorngaudi“.

Damit der Meiler vor sich hin kokeln kann, füllten Keursten und Fischer der Quandelschacht mit Stückholz, Holzkohle und Glut. „Damit wird der Verkohlungsprozess in Gang gebracht“, erläuterte dieser. Die ersten zwei bis drei Tage sind danach die wichtigsten. Alle drei bis fünf Stunden muss der Schacht rund um die Uhr nachbefüllt werden, damit er nicht leerbrennt. Über Luftlöcher kann das Abbrennen gesteuert werden.

Die sind auch nötig, um Druck aus dem Kessel, dem Meiler zu lassen, weil der sonst „einen Hüpfer“ macht. So beschreibt Fischer die Situation, wenn sich zu viel Dampf angestaut hat, der nicht entweichen kann. In dem Fall sind die Köhler blitzschnell gefordert, damit ihnen der mühsam errichtete Holzhügel wahlweise nicht um die Ohren fliegt oder in sich zusammenstürzt. In der ersten Nacht „hielt uns der Meiler auf Trab“, schmunzelt Fischer.

Bevor er zur Tat schritt, begrüßte Bürgermeister Keursten die Gäste und gedachte einem der Initiatoren, Norbert Fischer. Fürs Köhlerteam richtete Alexander Link ein paar Worte an vielen zur Eröffnung gekommenen Gäste. Mit dieser Reminiszenz ans alte Odenwälder Handwerk starteten die Hinterbacher 1989. 1997 ging’s weiter. Erst unregelmäßig, laufen die Köhlertage seit 2009 alle zwei Jahre immer im Wechsel mit dem Meiler auf der Raubacher Höhe, den die Nachbarn aus Schimmeldewog auf die Beine stellen.

Es die Freude am alten Brauchtum und der Wunsch, dieses am Leben zu erhalten, das die Köhler immer wieder motiviert, sich diese zehn Tage „um die Ohren zu schlagen“. Ein Bauwagen und Hängematten stehen bereit, wenn einen mal der Schlaf übermann sollte. „Wir werden auch unterm Jahr immer gefragt, wann es wieder losgeht“, freut sich Frisch über das Interesse aus der Bevölkerung. Die Gäste kommen auch gerne aus Darmstadt oder dem badischen Rhein-Neckar-Kreis angefahren.

Info: Das Köhlerteam hält neben den Klassikern wie Bratwurst, Steaks oder Hausmacher jeden Tag althergebrachte Odenwälder Spezialitäten fürs leibliche Wohl bereit. Immer ab 12 Uhr gibt es Sonntag Rindfleisch mit Meerrettich, Montag, Bohnensuppe „Omas Art“, morgen Kartoffelschnitz mit Fleisch, Mittwoch Erdrüben mit Salzfleisch, Donnerstag Salzbohnen „aus em Stänner“ und Freitag Odenwälder Köhlerpfännchen mit Nudeln. Samstag und Sonntag wird kein Tagesessen angeboten, es gilt die reguläre Speisekarte. An mehreren Tagen schauen Jagdhornbläser-Gruppen vorbei. Der Meilerplatz befindet sich in Rothenberg-Hinterbach an der Kreisstraße 37 Richtung Raubach. Näheres unter http://www.hinterbach-kohlenmeiler.de

400 Einwendungen aus dem Ulfenbachtal gegen Eberbacher Windkraftpläne

Keine Windräder direkt jenseits der Ländergrenze, keine Windparks im gesamten Odenwald: Die Bürgerinitiative (BI) Gegenwind Ulfenbachtal hat jetzt fast 400 Protest-Einwendungen gegen den Windkraft-Teilflächennutzungsplan (TFNP) der Verwaltungsgemeinschaft Eberbach-Schönbrunn im Eberbacher Rathaus abgegeben. Dazu kamen einige Mitglieder jetzt in die badische Neckarstadt gereist.

Die Einwendungen richten sich vor allem gegen das geplante Gebiet bei Brombach-Nord, das auf badischer Seite unmittelbar an die hessische Fläche bei Flockenbusch anschließen würde. Denn dort sieht der TFNP sieben bis zehn Windräder vor. Für die BI zusammen mit den projektieren drei in Hessen untragbar. Wobei man sich generell gegen Windräder im Odenwald wendet, weil man ihre Sinnhaftig- und Wirtschaftlichkeit bezweifelt.

Die Protestler kommen vor allem aus den beiden Schönmattenwags mit den Weilern Ludwigsdorf, Korsika und Flockenbusch. Aber auch aus dem restlichen Ulfenbachtal inklusive Siedelsbrunn unterzeichneten Bürger die Einwendungen. Die richten sich außerdem gegen die drei anderen Vorranggebiete auf Eberbacher Gemarkung: Hebert, Augstel und Hohe Warte.

Bei der BI hat man daneben die Sorge, dass das im vergangenen Jahr zurückgestellte Flockenbusch-Gebiet über den Klageweg demnächst wieder zur Planung freigegeben wird. Denn der Interessent, der Greiner-Eck-Betreiber VBV, hatte die Rückstellung – auf Wunsch der Gemeinde – nicht akzeptiert. Sollte dieses Gebiet Wirklichkeit werden, befürchtet man eine Einkesselung zusammen mit dem Stillfüssel-Gebiet auf der anderen Hügelseite.

Für die BI nannte Edith Egner aber auch artenschutzrechtliche Belange. Denn im projektierten Bereich rund ums Ulfenbachtal kämen Schwarzstorch und Rotmilan vor. Ganz zu schweigen vom Naturschutz. Das Gebiet in Brombach-Nord ist ihren Worten zufolge stark waldbrandgefährdet, aber schwer erreichbar. „Wie kommt die Eberbacher Wehr bei einem Feuer schnell dorthin?“, fragte sie. Weiterhin würden die Gefahren von Infraschall unterschätzt.

Die BI-Sprecherin kritisierte, dass augenscheinlich mit den Eberbacher Plänen das Neckartal windradfrei bleiben solle, aber auf den Odenwaldhügeln die Rotoren sprießen. Dass die Gebiete in der Eberbacher Peripherie projektiert würden, oft direkt an der hessischen Landesgrenze, nannte sie „nicht nachvollziehbar“. „Die Stadt ist weit weg“, so Egner. Andererseits „müssen wir im Ulfenbachtal die Konsequenzen aus dieser verfehlten Planung tragen“. Dazu zählten auch sinkende Immobilienpreise.

Und das im „Schwachwindgebiet Odenwald“, monierte Egner. Die Windräder erzeugten nicht viel Strom. Ohne Subventionen „errichtet hier keiner Anlagen“. Sie betonte, dass sich die BI für einen Odenwald komplett ohne Windräder einsetze. Gegen den hessischen Regionalplan Erneuerbare Energien könnten noch bis 14. Juli Einwendungen eingereicht werde, sagte sie. Entsprechende Formulare stelle die BI auf ihrer Homepage unter www.gegenwind-ulfenbachtal.de zur Verfügung.

Chöre aus dem Sängerkreis Neckartal treffen sich am 1. April zum Wertungssingen in Schönmattenwag

Das Kreiswertungssingen und der Liedergesellschaftsabend des Sängerkreises Neckartal finden am Samstag, 1. April, um 19 Uhr im Haus des Gastes statt. Ausrichter ist der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag. Der Eintritt ist frei. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich ein Bild vom vielfältigen Können der angeschlossenen Sängerkreis-Vereine zu verschaffen.

Teilnehmende Chöre sind: Cantante Cintura Kids sowie Frauen- und Männerchor des Gastgebers, MGV Eintracht Liederkranz Sensbachtal, Chorgemeinschaft Rothenberg/Kortelshütte, MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn, Frauen- und Gemischter Chor Eintracht Falken-Gesäß, Sängerkranz aus Schöllenbach, gemischter Chor Finkenbach und Liederkranz Gammelsbach. Weiterhin gibt es an diesem Abend Ehrungen durch den Sängerkreis.

Den Mitglieds-Chören soll mit dem Wertungssingen die Möglichkeit eines objektiven Feedbacks der eigenen musikalischen Leistung angeboten werden. Sie erhalten damit in ungezwungener Atmosphäre eine leistungsorientierte Rückmeldung zur Vorbereitung ihrer eigenen Wettbewerbsbesuche durch einen ausgewiesenen Fachmann der Chorszene und auch Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten.

Fürs Programm sind ausschließlich A-cappella-Werke zugelassen. Jeder Chor trägt drei Stücke freier Wahl vor. Auf eine stilistische und musikalische Vielfalt sollte Wert gelegt werden, heißt es in der Vorgabe. Werke aus dem Bereich Spiritual/Gospel/Pop sind ebenfalls zugelassen. Die einzelnen Stücke können auch in einer abweichenden Tonart vorgetragen werden.

Die teilnehmenden Chöre des Orientierungssingens erhalten nach ihrem Auftritt durch den Juror eine fachlich fundierte und konstruktive Beurteilung. Ziel ist es, Verbesserungspotential aufzuzeigen und den Leistungsstand festzustellen. Im Anschluss steht der Berater den Chören auch für weitere Fragen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Bewertung nach den Richtlinien des „Deutschen Chorwettbewerb“

Juror des Sängerkreis-Orientierungs-/Wertungssingens ist Matthias Schmitt. Er studierte Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Chorleitung an der Goethe-Universität Frankfurt, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und an der Hochschule für Musik in Würzburg. Schmitt ist Dirigent mehrerer Chöre und Ensembles in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis) und in angrenzenden Regionen. Er nimmt regelmäßig erfolgreich an nationalen Chorwettbewerben teil und wurde zuletzt Preisträger beim ersten deutschen Männerchorfestival in Limburg.

International konnte er mit seinem Männerkammerchor „DelicaTon“ einige Erfolge erzielen, zum Beispiel Sonderpreisträger beim International Choral Festival in Cork 2016 (Irland), er ist Gewinner zweier Goldmedaillen bei den World Choir Games in Riga 2014 (Lettland), Grand Prix Gewinner in Llangollen 2012 (Wales) und Dirigentenpreisträger beim Johannes Brahms-Wettbewerb in Wernigerode 2011. Teilnahmen an Wettbewerben und Festivals führten ihn zudem nach Estland, Norwegen, Österreich, England und Südkorea. Hauptberuflich arbeitet Schmitt als Kulturbeauftragter im Main-Kinzig-Kreis.

Hirschhorner Ritter bringen seit 25 Jahren den Frohsinn ins Kortelshütter Haus Cordula

Gleich zwei Jubiläen gibt es für die Hirschhorner Ritter in diesem Jahr zu feiern. Die Carnevalsgesellschaft aus der benachbarten Neckarstadt besteht seit 50 Jahren. Und ist seit 25 Jahren ist sie immer rund ums Faschingswochenende in den beiden Seniorenheimen des Höhendorfs zu Gast, zuerst in Kortelshütte, dann in Rothenberg. In den Azurit-Häusern gibt es dann ein buntes Nachmittagsprogramm, das die älteren Mitbürger gerne annehmen.

Der Besuch im ehemaligen evangelisch-lutherischen Haus Cordula in Kortelshütte ist für das jeweilige Hirschhorner Prinzenpaar immer etwas Besonderes. Denn eine Heimbewohnerin ist auch Hildegard König, die mit ihrem Mann Jupp und Funkenmariechen Inge 1992, beim ersten Abstecher der Ritter, als Faschingsprinzessin den Auftakt für die jährlichen Besuche machte.

Jetzt waren es die Nachfolger Prinzessin Tina I. (Czemmel-Zink) und Lothar II. (Zink), die mit Funkenmariechen Stefanie Mölle und einer närrischen Delegation ins Haus Cordula I gekommen waren, um einige fröhliche Stunden mit den 62 Bewohnern zu verleben. Natürlich wurden auch kräftig Orden ausgetauscht: Die Heimbewohner bekamen die Ritter-Jubiläumsplakette, die närrischen Hoheiten den eigenen Azurit-Orden, der jedes Jahr von Klaus Mikolajczyk gestiftet wird.

Unter den närrischen Klängen von Heiner Bondes aus Sensbachtal wurde das Tanzbein geschwungen oder wurden auch zwei Sitztänze aufgeführt. Zu Beginn hatte Jörg Wehrle von der Heimleitung die vielen Gäste begrüßt. Wehrle, Stefan Fichtner und Christine Zink waren im Anschluss eifrig mit dem Austausch von Orden beschäftigt. Fichtner wie auch Birgit Kral und Burghilde Veit hatten ebenso wie Anna-Luise Beisel danach noch eine Büttenrede in petto. Da ging es um den Alltag im Seniorenheim, aber auch die jetzt abgeschlossenen Bauarbeiten.

„So gut wie als Prinz ging es mir noch nie“, meinte Lothar II. in seiner Ansprache angesichts von gleich zwei Frauen an seiner Seite. Für Tina I. wurde ein lang ersehnter Mädchentraum wahr: „Wir zwei stehen hier vor euch: als Hirschhorner Prinzenpaar.“ Und Lothar ergänzte: „Kein Weg ist uns zu weit, kein Berg zu hoch“. Denn die beiden stammen aus Schimmeldewog und hatten „einen Teil unseres Hofstaats mitgenommen“.

Egal ob jung, alt, arm oder reich, „bei Feiern an Fastnacht sind alle gleich“, sagte die Prinzessin. Die fünfte Jahreszeit habe ihre eigenen Gesetze, „mit Frohsinn, mit Lachen und ganz ohne Hetze“, so ihr Prinz. Deshalb gab es mit Alkohol oder ohne ein dreifach donnerndes Helau auf die Hirschhorner Fastnacht.

 

 

Einmaliges Konzert mit zehn Neckartal-Sängerkreis-Chören in der Martinskirche Beerfelden

Unter dem Motto „Zu Gast bei Freunden“ veranstaltet der Sängerkreis Neckartal am Sonntag, 24. April, um 18 Uhr ein Benefizkonzert zu Gunsten der ehrenamtlichen „Kümmerer“ und Generationenhilfe in der Oberzent. Die Sängerkreis-Chöre aus Finkenbach, Falken-Gesäß, Gammelsbach, Kortelshütte, Neckarsteinach, Ober-Hainbrunn, Rothenberg, Schöllenbach, Unter-Schönmattenwag und Sensbachtal werden daran teilnehmen. Jeder Chor singt zwei unterschiedliche Lieder. Die Bandbreite reicht vom Gospel bis Volkslied, vom Spiritual bis zum  geistlichem Lied. Die vier Männer-, vier gemischten und zwei Frauenchöre werden unterstützt von den Solisten Thorsten Johann (Gesang), Selina Blessin (Piano), Marcel Albert (Orgel) und Simon Maurer (Trompete). Der ehemalige Landrat Horst Schnur und Pfarrer Roger Frohmuth stellen zum Abschluss das ehrenamtliche Engagement der „Kümmerer“ und der Generationenhilfe vor. Die Mitarbeiter laden danach ins Foyer der Kirche ein, wo sie Köstlichkeiten und Getränke anbieten. Der Eintritt ist frei. Der Sängerkreis Neckartal wünscht sich, dass die Bevölkerung die Arbeit der Ehrenamtlichen durch zahlreichen Besuch des Konzerts und des anschließenden geselligen Beisammensein unterstützt.

Langenthaler Jugendfeuerwehr begeht am 30. April ihr 40. Jubiläum mit Bezirkswettkampf und Feierstunde

Mit einem Bezirkswettkampf der Jugendfeuerwehren des Löschbezirks 3 im Kreis Bergstraße sowie einer abendlichen Feierstunde begeht die Langenthaler Jugendwehr am Samstag, 30. April, ihr 40-jähriges Bestehen. Vor vier Jahrzehnten war sie genau die 75. Nachwuchsorganisation, die im Kreis Bergstraße ins Leben gerufen wurde (heute sind es 88). Deshalb kam damals sogar Landrat Lothar Bergmann zur Gründungsversammlung.

Beginn des Wettkampfs für die Teams des Löschbezirks 3 und Gäste ist am 30. April um 9 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. 16 Mannschaften sind angemeldet. Eine Mannschaft besteht aus fünf Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren. Es kommen unter anderem: Neckarsteinach, Darsberg, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach, Hirschhorn und Schönmattenwag sowie Heddesbach, Hainbrunn und Rothenberg (als Gäste).

Acht Disziplinen sind beim Wettkampf von den verschiedenen Teams zu bewältigen. Darunter sind vier Feuerwehrdisziplinen mit Aufbauen einer Saugleitung, Schnelligkeitsübung, allgemeine Feuerwehrtheorie sowie Feuerwehrknoten und Stiche. Weiterhin vier Spiele: Stelzenlauf, Schätz-, Wasserbomben- und Dachrinnenspiel. Die Siegerehrung erfolgt gegen 14.30 Uhr. Schiedsrichter sind Führungspersönlichkeiten der Feuerwehr.

Um 19.30 Uhr folgt am Abend im Feuerwehrhaus der „offizielle“ Teil. Nach Begrüßung und Grußworten wird der erste Jugendwart nach Gründung, Kurt Hering, eine Laudatio zum 40. Jubiläum halt. Nach Beiträgen der Jugendlichen und Ehrungen gibt es eine Aufeinandertreffen der Jugendfeuerwehren von 1976 und heute, ehe dann bewegte Bilder der vergangenen 40 Jahre gezeigt werden. Während des ganzen Tages – auch zur Abendveranstaltung – sind Gäste gerne willkommen. Für das leibliche Wohl ist im Festzelt gesorgt. Gegen 21 Uhr folgt eine Party mit DJ in den 1. Mai.

Neben der Hirschhorner und Langenthaler Feuerwehrspitze wurden auch Kreisbrandmeister Hans Günther Frömmel aus Wald-Michelbach, Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter aus Schönmattenwag und Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid eingeladen. Daneben erwartet die Jugendfeuerwehr Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

1976 ergriff der damalige Wehrführer Heiner Reibold die Initiative zur Gründung der Jugendwehr, weiß Kurt Hering, der schon zum 25. Jubiläum eine Chronik erstellt hatte. 16 Jugendliche konnte Reibold damals begeistern. Einer davon, Matthias Kuntze, rückte nicht nur als Jugendfeuerwehrwart nach, sondern 1982, erst 21-Jährig, auch als Kommandant der Langenthaler Wehr. 2015 gab er den Stab weiter, ebenfalls an einen ehemaligen Jugendfeuerwehrmann: Michael Siefert. In den vergangenen 40 Jahren wurden über 100 Jugendliche in die Nachwuchsorganisation aufgenommen.

Ein „historisches Geschehen“ gab es laut Hering 1989: Damals wurden auf Initiative von Alfred Morr auf einen Schlag fünf Mädchen Mitglieder der bis dato männerdominierten Wehr. Von Morrs „Mut“ habe danach die ganze Wehr profitiert. Für die Zukunft erhofft sich Hering die Aufnahme von Flüchtlingen in die Jugendorganisation. Schon bisher habe die Wehr einen Beitrag zur „vielbeschworenen Integration“ geleistet.

Aktuell sind in Langenthal unter Leitung von Lisa Morr zwölf Jugendliche im Alter von elf bis 16 Jahren aktiv, davon vier Mädchen. Es gibt insgesamt sechs Jugendbetreuer. Highlight des Jahres ist für alle das Kreiszeltlager, dieses Jahr vom 20. bis 24. Juli in Bensheim. Am 5. Mai richtet die Jugendorganisation traditionell das Vatertagsgrillfest an der Klapperquelle aus. Ansonsten beteiligt man sich an der Jugendsammelwoche, der Aktion Saubere Landschaft und führt die Christbaumsammlung durch. Übungsstunde ist immer donnerstags ab 17.30 Uhr.

Weitere Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1144686172242197.1073741920.100001024761983&type=1&l=22d8da9327

http://www.feuerwehr-langenthal.de

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„TopSpin“ huldigt den guten alten Rockklassikern – Auftritt am 30.4. beim Rock in den Mai in Unter-Schönmattenwag

Was als einmalige Aktion gedacht, gibt es nun schon über zehn Jahre. Das Rocktrio „TopSpin“ hat sich den guten alten (Hard-)Rock-Klassikern der 60 bis 80er Jahre verschrieben und zelebriert diese bei regelmäßigen Auftritten in der Region. Über 50 Titel von Bryan Adams bis ZZ Top haben die drei gestandenen Mittvierziger mittlerweile im Repertoire. Nächster Auftritt ist am Samstag, 30. April, 21.30 Uhr, beim „Rock in den Mai“ des MGV Unter-Schönmattenwag.

Eigentlich wollten die Musiker 2006 nur einen Auftritt für den Tennisverein bei der Heiligkreuzsteinacher Kerwe machen – daher auch der Bandname „TopSpin“. Doch einmal Ende 2005 zusammengekommen und richtig Musik geprobt, konnten es Jürgen Dittler (Gitarre, Gesang), Oliver Maier (Drums) und Stefan Semmler (Bass) dann doch nicht so schnell wieder sein lassen. Alle drei verfügten bereits über langjährige Banderfahrung, so Dittler und Maier in der Gruppe „Speedy“.

Der Kerwe-Auftritt beflügelte die drei derart, dass sie ihr Repertoire ständig ausbauten. Mit eigenwilligen Cover-Versionen alter Klassiker wissen sie nicht nur das Publikum im Steinachtal, sondern auch darüber hinaus im Odenwald zu überzeugen. Denn ihr Motto „Feel the music live“ erfreut die Freunde von handgemachter Musik bei jedem Auftritt, denn diese ist wieder schwer angesagt.

Zu den Lieblingsstücken der drei Vollblutrocker zählen unter anderem solche von Cream, Guns‘n Roses oder Creedence Clearwater Revival, aber auch „Lady Starlight“ von Sweet oder „20th Century Boy“ von T.Rex. Auf der Setliste stehen daneben Stücke von Thin Lizzy, ZZ Top, Whitesnake, Deep Purple, Uriah Heep, Metallica, Golden Earing, The Who oder Foreigner. Keep on rockin‘…