Chöre aus dem Sängerkreis Neckartal treffen sich am 1. April zum Wertungssingen in Schönmattenwag

Das Kreiswertungssingen und der Liedergesellschaftsabend des Sängerkreises Neckartal finden am Samstag, 1. April, um 19 Uhr im Haus des Gastes statt. Ausrichter ist der MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag. Der Eintritt ist frei. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, sich ein Bild vom vielfältigen Können der angeschlossenen Sängerkreis-Vereine zu verschaffen.

Teilnehmende Chöre sind: Cantante Cintura Kids sowie Frauen- und Männerchor des Gastgebers, MGV Eintracht Liederkranz Sensbachtal, Chorgemeinschaft Rothenberg/Kortelshütte, MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn, Frauen- und Gemischter Chor Eintracht Falken-Gesäß, Sängerkranz aus Schöllenbach, gemischter Chor Finkenbach und Liederkranz Gammelsbach. Weiterhin gibt es an diesem Abend Ehrungen durch den Sängerkreis.

Den Mitglieds-Chören soll mit dem Wertungssingen die Möglichkeit eines objektiven Feedbacks der eigenen musikalischen Leistung angeboten werden. Sie erhalten damit in ungezwungener Atmosphäre eine leistungsorientierte Rückmeldung zur Vorbereitung ihrer eigenen Wettbewerbsbesuche durch einen ausgewiesenen Fachmann der Chorszene und auch Hinweise zu Verbesserungsmöglichkeiten.

Fürs Programm sind ausschließlich A-cappella-Werke zugelassen. Jeder Chor trägt drei Stücke freier Wahl vor. Auf eine stilistische und musikalische Vielfalt sollte Wert gelegt werden, heißt es in der Vorgabe. Werke aus dem Bereich Spiritual/Gospel/Pop sind ebenfalls zugelassen. Die einzelnen Stücke können auch in einer abweichenden Tonart vorgetragen werden.

Die teilnehmenden Chöre des Orientierungssingens erhalten nach ihrem Auftritt durch den Juror eine fachlich fundierte und konstruktive Beurteilung. Ziel ist es, Verbesserungspotential aufzuzeigen und den Leistungsstand festzustellen. Im Anschluss steht der Berater den Chören auch für weitere Fragen zur Verfügung. Außerdem gibt es eine Bewertung nach den Richtlinien des „Deutschen Chorwettbewerb“

Juror des Sängerkreis-Orientierungs-/Wertungssingens ist Matthias Schmitt. Er studierte Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Chorleitung an der Goethe-Universität Frankfurt, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und an der Hochschule für Musik in Würzburg. Schmitt ist Dirigent mehrerer Chöre und Ensembles in Freigericht (Main-Kinzig-Kreis) und in angrenzenden Regionen. Er nimmt regelmäßig erfolgreich an nationalen Chorwettbewerben teil und wurde zuletzt Preisträger beim ersten deutschen Männerchorfestival in Limburg.

International konnte er mit seinem Männerkammerchor „DelicaTon“ einige Erfolge erzielen, zum Beispiel Sonderpreisträger beim International Choral Festival in Cork 2016 (Irland), er ist Gewinner zweier Goldmedaillen bei den World Choir Games in Riga 2014 (Lettland), Grand Prix Gewinner in Llangollen 2012 (Wales) und Dirigentenpreisträger beim Johannes Brahms-Wettbewerb in Wernigerode 2011. Teilnahmen an Wettbewerben und Festivals führten ihn zudem nach Estland, Norwegen, Österreich, England und Südkorea. Hauptberuflich arbeitet Schmitt als Kulturbeauftragter im Main-Kinzig-Kreis.

Hirschhorner Ritter bringen seit 25 Jahren den Frohsinn ins Kortelshütter Haus Cordula

Gleich zwei Jubiläen gibt es für die Hirschhorner Ritter in diesem Jahr zu feiern. Die Carnevalsgesellschaft aus der benachbarten Neckarstadt besteht seit 50 Jahren. Und ist seit 25 Jahren ist sie immer rund ums Faschingswochenende in den beiden Seniorenheimen des Höhendorfs zu Gast, zuerst in Kortelshütte, dann in Rothenberg. In den Azurit-Häusern gibt es dann ein buntes Nachmittagsprogramm, das die älteren Mitbürger gerne annehmen.

Der Besuch im ehemaligen evangelisch-lutherischen Haus Cordula in Kortelshütte ist für das jeweilige Hirschhorner Prinzenpaar immer etwas Besonderes. Denn eine Heimbewohnerin ist auch Hildegard König, die mit ihrem Mann Jupp und Funkenmariechen Inge 1992, beim ersten Abstecher der Ritter, als Faschingsprinzessin den Auftakt für die jährlichen Besuche machte.

Jetzt waren es die Nachfolger Prinzessin Tina I. (Czemmel-Zink) und Lothar II. (Zink), die mit Funkenmariechen Stefanie Mölle und einer närrischen Delegation ins Haus Cordula I gekommen waren, um einige fröhliche Stunden mit den 62 Bewohnern zu verleben. Natürlich wurden auch kräftig Orden ausgetauscht: Die Heimbewohner bekamen die Ritter-Jubiläumsplakette, die närrischen Hoheiten den eigenen Azurit-Orden, der jedes Jahr von Klaus Mikolajczyk gestiftet wird.

Unter den närrischen Klängen von Heiner Bondes aus Sensbachtal wurde das Tanzbein geschwungen oder wurden auch zwei Sitztänze aufgeführt. Zu Beginn hatte Jörg Wehrle von der Heimleitung die vielen Gäste begrüßt. Wehrle, Stefan Fichtner und Christine Zink waren im Anschluss eifrig mit dem Austausch von Orden beschäftigt. Fichtner wie auch Birgit Kral und Burghilde Veit hatten ebenso wie Anna-Luise Beisel danach noch eine Büttenrede in petto. Da ging es um den Alltag im Seniorenheim, aber auch die jetzt abgeschlossenen Bauarbeiten.

„So gut wie als Prinz ging es mir noch nie“, meinte Lothar II. in seiner Ansprache angesichts von gleich zwei Frauen an seiner Seite. Für Tina I. wurde ein lang ersehnter Mädchentraum wahr: „Wir zwei stehen hier vor euch: als Hirschhorner Prinzenpaar.“ Und Lothar ergänzte: „Kein Weg ist uns zu weit, kein Berg zu hoch“. Denn die beiden stammen aus Schimmeldewog und hatten „einen Teil unseres Hofstaats mitgenommen“.

Egal ob jung, alt, arm oder reich, „bei Feiern an Fastnacht sind alle gleich“, sagte die Prinzessin. Die fünfte Jahreszeit habe ihre eigenen Gesetze, „mit Frohsinn, mit Lachen und ganz ohne Hetze“, so ihr Prinz. Deshalb gab es mit Alkohol oder ohne ein dreifach donnerndes Helau auf die Hirschhorner Fastnacht.

 

 

Einmaliges Konzert mit zehn Neckartal-Sängerkreis-Chören in der Martinskirche Beerfelden

Unter dem Motto „Zu Gast bei Freunden“ veranstaltet der Sängerkreis Neckartal am Sonntag, 24. April, um 18 Uhr ein Benefizkonzert zu Gunsten der ehrenamtlichen „Kümmerer“ und Generationenhilfe in der Oberzent. Die Sängerkreis-Chöre aus Finkenbach, Falken-Gesäß, Gammelsbach, Kortelshütte, Neckarsteinach, Ober-Hainbrunn, Rothenberg, Schöllenbach, Unter-Schönmattenwag und Sensbachtal werden daran teilnehmen. Jeder Chor singt zwei unterschiedliche Lieder. Die Bandbreite reicht vom Gospel bis Volkslied, vom Spiritual bis zum  geistlichem Lied. Die vier Männer-, vier gemischten und zwei Frauenchöre werden unterstützt von den Solisten Thorsten Johann (Gesang), Selina Blessin (Piano), Marcel Albert (Orgel) und Simon Maurer (Trompete). Der ehemalige Landrat Horst Schnur und Pfarrer Roger Frohmuth stellen zum Abschluss das ehrenamtliche Engagement der „Kümmerer“ und der Generationenhilfe vor. Die Mitarbeiter laden danach ins Foyer der Kirche ein, wo sie Köstlichkeiten und Getränke anbieten. Der Eintritt ist frei. Der Sängerkreis Neckartal wünscht sich, dass die Bevölkerung die Arbeit der Ehrenamtlichen durch zahlreichen Besuch des Konzerts und des anschließenden geselligen Beisammensein unterstützt.

Langenthaler Jugendfeuerwehr begeht am 30. April ihr 40. Jubiläum mit Bezirkswettkampf und Feierstunde

Mit einem Bezirkswettkampf der Jugendfeuerwehren des Löschbezirks 3 im Kreis Bergstraße sowie einer abendlichen Feierstunde begeht die Langenthaler Jugendwehr am Samstag, 30. April, ihr 40-jähriges Bestehen. Vor vier Jahrzehnten war sie genau die 75. Nachwuchsorganisation, die im Kreis Bergstraße ins Leben gerufen wurde (heute sind es 88). Deshalb kam damals sogar Landrat Lothar Bergmann zur Gründungsversammlung.

Beginn des Wettkampfs für die Teams des Löschbezirks 3 und Gäste ist am 30. April um 9 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. 16 Mannschaften sind angemeldet. Eine Mannschaft besteht aus fünf Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren. Es kommen unter anderem: Neckarsteinach, Darsberg, Siedelsbrunn, Wald-Michelbach, Hirschhorn und Schönmattenwag sowie Heddesbach, Hainbrunn und Rothenberg (als Gäste).

Acht Disziplinen sind beim Wettkampf von den verschiedenen Teams zu bewältigen. Darunter sind vier Feuerwehrdisziplinen mit Aufbauen einer Saugleitung, Schnelligkeitsübung, allgemeine Feuerwehrtheorie sowie Feuerwehrknoten und Stiche. Weiterhin vier Spiele: Stelzenlauf, Schätz-, Wasserbomben- und Dachrinnenspiel. Die Siegerehrung erfolgt gegen 14.30 Uhr. Schiedsrichter sind Führungspersönlichkeiten der Feuerwehr.

Um 19.30 Uhr folgt am Abend im Feuerwehrhaus der „offizielle“ Teil. Nach Begrüßung und Grußworten wird der erste Jugendwart nach Gründung, Kurt Hering, eine Laudatio zum 40. Jubiläum halt. Nach Beiträgen der Jugendlichen und Ehrungen gibt es eine Aufeinandertreffen der Jugendfeuerwehren von 1976 und heute, ehe dann bewegte Bilder der vergangenen 40 Jahre gezeigt werden. Während des ganzen Tages – auch zur Abendveranstaltung – sind Gäste gerne willkommen. Für das leibliche Wohl ist im Festzelt gesorgt. Gegen 21 Uhr folgt eine Party mit DJ in den 1. Mai.

Neben der Hirschhorner und Langenthaler Feuerwehrspitze wurden auch Kreisbrandmeister Hans Günther Frömmel aus Wald-Michelbach, Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Bezirksjugendfeuerwehrwart Tobias Walter aus Schönmattenwag und Kreisjugendfeuerwehrwart Lutz Machleid eingeladen. Daneben erwartet die Jugendfeuerwehr Vertreter aus Politik und Gesellschaft.

1976 ergriff der damalige Wehrführer Heiner Reibold die Initiative zur Gründung der Jugendwehr, weiß Kurt Hering, der schon zum 25. Jubiläum eine Chronik erstellt hatte. 16 Jugendliche konnte Reibold damals begeistern. Einer davon, Matthias Kuntze, rückte nicht nur als Jugendfeuerwehrwart nach, sondern 1982, erst 21-Jährig, auch als Kommandant der Langenthaler Wehr. 2015 gab er den Stab weiter, ebenfalls an einen ehemaligen Jugendfeuerwehrmann: Michael Siefert. In den vergangenen 40 Jahren wurden über 100 Jugendliche in die Nachwuchsorganisation aufgenommen.

Ein „historisches Geschehen“ gab es laut Hering 1989: Damals wurden auf Initiative von Alfred Morr auf einen Schlag fünf Mädchen Mitglieder der bis dato männerdominierten Wehr. Von Morrs „Mut“ habe danach die ganze Wehr profitiert. Für die Zukunft erhofft sich Hering die Aufnahme von Flüchtlingen in die Jugendorganisation. Schon bisher habe die Wehr einen Beitrag zur „vielbeschworenen Integration“ geleistet.

Aktuell sind in Langenthal unter Leitung von Lisa Morr zwölf Jugendliche im Alter von elf bis 16 Jahren aktiv, davon vier Mädchen. Es gibt insgesamt sechs Jugendbetreuer. Highlight des Jahres ist für alle das Kreiszeltlager, dieses Jahr vom 20. bis 24. Juli in Bensheim. Am 5. Mai richtet die Jugendorganisation traditionell das Vatertagsgrillfest an der Klapperquelle aus. Ansonsten beteiligt man sich an der Jugendsammelwoche, der Aktion Saubere Landschaft und führt die Christbaumsammlung durch. Übungsstunde ist immer donnerstags ab 17.30 Uhr.

Weitere Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1144686172242197.1073741920.100001024761983&type=1&l=22d8da9327

http://www.feuerwehr-langenthal.de

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„TopSpin“ huldigt den guten alten Rockklassikern – Auftritt am 30.4. beim Rock in den Mai in Unter-Schönmattenwag

Was als einmalige Aktion gedacht, gibt es nun schon über zehn Jahre. Das Rocktrio „TopSpin“ hat sich den guten alten (Hard-)Rock-Klassikern der 60 bis 80er Jahre verschrieben und zelebriert diese bei regelmäßigen Auftritten in der Region. Über 50 Titel von Bryan Adams bis ZZ Top haben die drei gestandenen Mittvierziger mittlerweile im Repertoire. Nächster Auftritt ist am Samstag, 30. April, 21.30 Uhr, beim „Rock in den Mai“ des MGV Unter-Schönmattenwag.

Eigentlich wollten die Musiker 2006 nur einen Auftritt für den Tennisverein bei der Heiligkreuzsteinacher Kerwe machen – daher auch der Bandname „TopSpin“. Doch einmal Ende 2005 zusammengekommen und richtig Musik geprobt, konnten es Jürgen Dittler (Gitarre, Gesang), Oliver Maier (Drums) und Stefan Semmler (Bass) dann doch nicht so schnell wieder sein lassen. Alle drei verfügten bereits über langjährige Banderfahrung, so Dittler und Maier in der Gruppe „Speedy“.

Der Kerwe-Auftritt beflügelte die drei derart, dass sie ihr Repertoire ständig ausbauten. Mit eigenwilligen Cover-Versionen alter Klassiker wissen sie nicht nur das Publikum im Steinachtal, sondern auch darüber hinaus im Odenwald zu überzeugen. Denn ihr Motto „Feel the music live“ erfreut die Freunde von handgemachter Musik bei jedem Auftritt, denn diese ist wieder schwer angesagt.

Zu den Lieblingsstücken der drei Vollblutrocker zählen unter anderem solche von Cream, Guns‘n Roses oder Creedence Clearwater Revival, aber auch „Lady Starlight“ von Sweet oder „20th Century Boy“ von T.Rex. Auf der Setliste stehen daneben Stücke von Thin Lizzy, ZZ Top, Whitesnake, Deep Purple, Uriah Heep, Metallica, Golden Earing, The Who oder Foreigner. Keep on rockin‘…

Die „Heebie-Jeebies“ aus dem Odenwald entführen die Zuschauer mit Irish Folk auf die Grüne Insel

Am Anfang stand eine Schnapsidee. Pardon, eigentlich eine Whiskey-Idee. Denn der MGV Kortelshütte veranstaltete im Mai 2011 ein Whiskey-Tasting und Vereinsmitglied Martin „Mike“ Müller versprach für die passende Musik zu sorgen. Kurzerhand stellte er zusammen mit Michael „Mikel“ Pascuzzi und Tina Czemmel-Zink, alle drei seit Jahren in der hiesigen Musikszene unterwegs, ein Irish-Folk-Programm auf die Beine – und so entstand die Band „Heebie-Jeebies“. Seit fünf Jahren ertönen nun über den grünen Hügeln des Odenwalds Klänge von der Grünen Insel.

Die Mitglieder haben in die Band ihre Instrumente eingebracht, die sie schon lange Zeit vorher spielten. Bei Mike Müller und Tina Czemmel-Zink waren es die Gitarren, beim Rothenberger Michael Pascuzzi die diversen Schlaginstrumente. „Wir haben zu dritt angefangen“, so Tina Czemmel-Zink, „und dann gemerkt, dass uns ein Melodie-Instrument fehlt“, ergänzt Müller.

Mit dem Hinterbacher Franz Lechner wurde vor zwei Jahren diese Lücke gefüllt. „Er ist der einzige unter uns, der Noten lesen kann“, hebt Pascuzzi lachend die „Vorteile“ des Geigers hervor.  Als studierter Musiker schaffe er es, zu jedem Stück die passenden Töne zu finden. Gitarren, Mundharmonika, Bodhrán, Cajon, Shake-Ei, Rasseln, Flöte und Geige sind die Instrumente, mit denen die „Heebie-Jeebies“ die Lieder begleiten und untermalen.

72 Auftritte hatten die Heebie-Jeebies inzwischen und das alles mehr oder weniger „durch Mundpropaganda“, wie Tina Czemmel-Zink betont. Das begann beim ersten Auftritt, der einen weiteren in Eberbach nach sich zog. Und so weiter… „Wir spielen dieses Jahr zum dritten Mal am Fronleichnams-Wochenende auf der Odenwald Country Fair in Eulbach. Das ist ein großer Multiplikator“, weiß die Schönmattenwagerin.

„In den vergangenen fünf Jahren haben wir sehr viel Positives erlebt“, hebt Müller hervor. Besonders im Gedächtnis geblieben ist der Gruppe die Teilnahme am Radio-Regenbogen-Marathon in Freiburg, der einen Auftritt in der Schweiz nach sich zog: „Da rannte ein Läufer an uns vorbei, drehte um und fragte, ob wir auch in der Schweiz spielen würden“, erinnert er sich. „Warum nicht“, lautete die Antwort – ohne große Hoffnung, wieder etwas zu hören. Doch falsch gedacht: „Ein Jahr später sind wir für einen Auftritt bei seiner Hochzeit dorthin gefahren.“

Firmenfeiern, Geburtstage, Hochzeiten und Irische Abende sind die vorrangigen Termine der „Heebie-Jeebies“. Gerade letztere „sind immer eine runde Sache“, weiß Müller. Denn dann wird dazu die Dia-Show mit etwa 3000 Motiven von der Grünen Insel eingepackt, die von eigenen Aufenthalten oder Urlauben von Freunden stammen. Bei den Bandmitgliedern ging die Begeisterung den umgekehrten Weg: „Die Faszination für Irland kam durch die Musik“, so Lechner, nicht durch vorherige Besuche.

Ein Vier-Stunden-Programm mit zwei Pausen, gespickt mit 40 Stücken, erwartet die Gäste bei Auftritten. Klassiker wie „Whisky in the Jar“ oder „Drunken Sailor“ sind laut Pascuzzi ebenso dabei wie „Lord of the dance“ oder das typische „Molly Malone“. Die drei Herren mögen die fetzigen Reels und Jigs mit der Geige, „bei denen man kräftig Gas geben kann“. Für Tina Czemmel-Zink darf’s gerne auch mal die eine oder andere Ballade sein.

„Die Abwechslung macht’s“, bestätigt Mike Müller. Wenn Franz Lechner seine Finger über die Geigensaiten fliegen lässt, oder sich langsame Instrumentals bis zum furiosen Finale steigern, sind die Zuschauer begeistert. „Wir entführen die Leute in eine andere Welt“, betont Lechner. Wenn es manchen Gästen so gut gefallen hat, dass sie laut eigener Aussage „am Montag ins Reisebüro gehen und eine Reise nach Irland buchen“, ist das für die Musiker das schönste Kompliment.

„Die Zuhörer haben bei uns das Gefühl, in einem Irish Pub zu sitzen“, hebt Czemmel-Zink hervor. Ziel ist eine gute Mischung bei der Liedauswahl – „ein Song gleicht nie dem nächsten“. Man nehme sich auch „die Freiheit raus zu interpretieren“, ergänzt Mike Müller. Wichtig ist der Spaß an den Stücken, damit sie bei den Zuhörern authentisch rüberkommen. Dazu trägt auch die Verbundenheit der Bandmitglieder und ihrer Familien abseits der Musik bei. „Ohne die Unterstützung unserer Familien geht es nicht und dafür sind wir auch sehr dankbar“, sind sich alle vier einig.

Infos: www.heebie-jeebies.de. Nächster Auftritt der Gruppe ist am Samstag, 9. April, um 20.30 Uhr im Sportheim des VfR Mudau-Scheidental, danach am 26. und 28. Mai bei der Odenwald Country Fair im Englischen Garten Eulbach.

 

Die „Heebie-Jeebies“

Zum Namen: „It gives me the heebie-jeebies“ bedeutet in etwa „Dabei bekomme ich eine Gänsehaut“ und beschreibt ein Grundgefühl der vier Musiker. Die irischen Songs, Shantys, Balladen, Jigs, Reels und Polkas gehen unter die Haut und manches Lied sorgt für Gänsehaut. So entstand der Name.

Martin „Mike“ Müller (Gesang, Gitarre, Mandoline und Mundharmonika) aus Kortelshütte (44 Jahre alt) ist passionierter Gitarrist und spielt „alles, was Saiten hat“. Seine musikalischen Wurzeln sind sowohl in der Rock- als auch im Folk-Bereich zu suchen.

Tina Czemmel-Zink (Gesang, Gitarre, Bodhrán und Percussion) aus Unter-Schönmattenwag (39) bereichert die Gruppe mit ihrer warmen und einfühlsamen Gesangsstimme, die sie auch heute noch kontinuierlich mit Gesangsunterricht weiterbildet.

Franz Lechner (Geige und Flöte) aus der Hinterbach (49) verleiht der Musik mit seiner Geige das gewisse Etwas.

Michael „Mikel“ Pascuzzi (Gesang, Bodhrán, Cajon und Percussion) aus Rothenberg (50) hat den Rhythmus im Blut. Dem Schlagzeugunterricht als Jugendlicher folgten diverse Percussion-Workshops, in denen er unter anderem das Spielen der typisch irischen Handtrommel „Bodhrán“ perfektionierte.

Sängerkreises Neckartal ehrte die langjährigen Aktiven aus seinen Mitgliedsvereinen – Neuen Vorsitzenden bestimmt

Verdiente Auszeichnungen für jahrzehntelanges Singen: Erstmals wurden die zahlreichen Ehrungen für aktive Sänger des Sängerkreises (SGR) Neckartal während der Hauptversammlung durchgeführt und nicht beim Gesellschaftsabend. Die SGR-Vereinsvorsitzenden trafen sich dieser Tage dazu im Dorfgemeinschaftshaus Kortelshütte. Die Tagesordnungspunkte mit den üblichen Regularien waren schnell abgehandelt.

Hervorzuheben ist lediglich der Wechsel im Vorstand. Der Sängerkreis Neckartal praktiziert seit einiger Zeit einen jährlichen Turnus beim ersten und zweiten Vorsitzenden. Im Jahresrhythmus übernimmt jeweils ein anderes SKR-Mitglied den Vorsitz. Alle anderen Positionen des Vorstandes werden für drei Jahre gewählt. Im vergangenen Jahr war Willi Maurer Vorsitzender und Adam Kindlein sein Stellvertreter. Beide sind Chormitglieder des MGV Eintracht Falken-Gesäß.

Schriftführerin Edith Rug aus Eberbach dankte ihnen für die geleistete Arbeit. In diesem Jahr stellt der MGV Kortelshütte das Vorsitzenden-Duo. Gewählt wurden einstimmig: Alexander Herner als erster und Günter Reinhard als zweiter Vorsitzender. Als zweiten wichtigen Punkt besprachen die Teilnehmer das Benefizkonzert in der Martinskirche Beerfelden. Es findet am 24. April um 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Asylhilfekreis der „Kümmerer“ statt. Es werden alle zehn Chöre des Sängerkreises und Solisten auftreten.

Nach der Jahreshauptversammlung folgten die Ehrungen. Der MGV Kortelshütte eröffnete den Reigen mit einigen gut vorgetragenen, launigen Liedern. Der neue zweite SGR-Vorsitzende Günter Reinhard nahm die Auszeichnungen vor. Er freute sich, dass mit den Bürgermeistern Hans Heinz Keursten, Rothenberg, und Egon Scheuermann, Sensbachtal, zwei Rathauschefs durch ihre Anwesenheit ihre Verbundenheit mit dem Chorgesang unterstrichen.

Geehrt wurden: für 65 Jahre Werner Walz und Wilhelm Schwinn, beide Liederkranz Gammelsbach. Für 60 Jahre Adam Kindlein, MGV Eintracht Falken-Gesäß; Theo Beisel und Winfried Schäfer, beide Eintracht Liederkranz Sensbachtal; Friedrich Wolf, Liederkranz Gammelsbach. Für 50 Jahre Walter Löb und Adam Scheuermann, beide MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn; Werner Keil und Rudolf Brandel, beide GV Sängerkranz Schöllenbach; Erwin Daub, Gottfried Jöst und Erich Bock, alle MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

40 Jahre singen: Walter Fischer, Gemischter Chor Finkenbach; Horst Michel, MGV Liederkranz Ober-Hainbrunn; Erika Schäfer, MGV Eintracht Falken-Gesäß; Karlheinz Reichert, MGV Rothenberg. 25 Jahre: Christian Jöst, Stefan Siefert und Manuel Weihrauch, alle MGV Sängerbund Unter-Schönmattenwag.

Eine besondere Ehrung für ihre Arbeit im Vorstand erhielten: Sabine Bulling für zehn Jahre als Rechnerin und Rudolf Brandel für zehn Jahre als zweiter Vorsitzender beim Gesangverein Sängerkranz Schöllenbach. Jutta Ihrig vom selben Verein ist dort seit 25 Jahren im Vorstand tätig: zehn Jahre als Schriftführerin, fünf Jahre Rechnerin und zehn Jahre als Vorsitzende. Diese Ehrungen sind immer eine Besonderheit, die der SGR nur sehr selten durchführen kann. Die Sänger erhielten Präsente, Urkunden und manche auch Anstecknadeln. Bei aufmerksamer Bewirtung durch den MGV Kortelshütte saßen die Teilnehmer noch einige Zeit gemütlich beisammen.