Etwas ganz Tolles für die Hetzbacher Dorfgemeinschaft

„Da ist wirklich schön was los“, freut sich Mitorganisatorin Ellen Sturm beim Blick auf die Weihnachtsmeile vor der Krähberghalle. Abgeschirmt von der Straße, finden sich zehn Buden links und rechts des Weges mit allerlei Geschenkideen, aber auch genügend Möglichkeiten, den kalten Temperaturen flüssig wärmend entgegenzutreten oder den knurrenden Magen zu besänftigen. Die schmale Gasse dazwischen tut ein Übriges, dass es aufgrund der drangvollen Enge nicht wirklich kalt werden kann.

Der trockene Samstag mit passendem Weihnachtsmarkt-Wetter sorgt dafür, dass den ganzen Abend über ein stetes Kommen und Gehen herrscht. Der regnerische Sonntag ist dann leider erwartungsgemäß nicht so gut besucht, als nach dem Gottesdienst zuerst ein Kinderbasteln stattfindet, gefolgt vom offenen Weihnachtssingen und dem späteren Besuch des Nikolauses. In ihrer achten Auflage zog die Veranstaltung von der Sciors Mühle um an den Platz vor der Halle, was sich als gute Alternative zeigte. Mit einer Fortsetzung an diesem Ort ist zu rechnen.

„Die Aussteller organisieren den Markt zusammen“, sagt Ellen Sturm, die selbst mit allerlei leckerem, selbstgebackenem Gebäck, Pralinen, vor Ort gebrannten Mandeln und einem süffigen, warmen Apfel-Zimt-Likör dabei war. Der wurde schon ein Vierteljahr vorher angesetzt und schmeckt, garniert mit Sahne, nach mehr. Je nach Jahreszeit und Obst gibt es auch verschiedene Variationen. Den Erlös ihrer Verkäufe spendet sie ans Kinderhospiz im Odenwald. Sturm zeigte sich dankbar, dass zwei lokale Betriebe ihren Ausstellungswagen zur Verfügung stellten, damit dieser von Standbetreibern genutzt werden konnte.

Die meisten von ihnen kommen aus Hetzbach oder anderen Oberzent-Stadtteilen. Gestricktes, Imkereiprodukte, Met, Holzschnitzereien, Nudeln, Liköre, Adventsgestecke und natürlich Glühwein, Punsch, Waffeln und Bratwürste: Ein voller Magen und eine volle Einkaufstasche sind beim Bummel entlang der Stände von Vereinen und Einzelpersonen selbstverständlich. Der Markt „ist ein Treffpunkt für die Hetzbacher“, freut sich Tochter Nina Sturm. In seiner achten Auflage „wurde er bereits zu einer schönen Tradition“, meint Anna Wrba.

Das kann auch Elke Kredel bestätigen. Die Hetzbacherin ist mit ihren Holzschildern und den darauf eingravierten Sprüchen seit Anfang an dabei. „Ich brenne darauf Dinge, die mir auch gefallen“, erklärt sie. Katharina Holschuh, in Airlenbach zuhause, bietet ihre selbst genähten Waren zum zweiten Mal im nördlichsten Oberzent-Stadtteil an. „Alles Eigenarbeit und nichts Industrielles“, betont sie.

Der Weihnachtsmarkt „ist etwas ganz Tolles für die Dorfgemeinschaft“, sagt Kredel. Man kommt zusammen, trifft Leute, die man schon länger nicht gesehen hat, hält ein Schwätzchen – oder mehrere -, trinkt einen Glühwein – oder auch einen zweiten. Wer wie Elke Kredel aus dem Ort stammt, kennt natürlich viele Besucher. Die kommen dann auch gern am Stand vorbei und kaufen das eine oder andere Geschenk.

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Seeweihnacht mitten im Odenwald

Eine Seeweihnacht zwischen Odenwald-Hügeln? Das geht. Matthias Bartmann veranstaltete nach dem Auftakt im vergangenen Jahr heuer die zweite Auflage an der Forellenteichanlage im Finkenbachtal. Was 2017 aus „Jux und Dollerei“ entstand und schon damals als Geheimtipp auf viel Widerhall stieß, lockte in jetzigen Ausführung noch ein paar Gäste mehr an. Das Ambiente zwischen den einzelnen Fischteichen bietet sich dafür mehr als an, um im Kreise Gleichgesinnter ein paar schöne Stunden zu verbringen.

Bartmann zeigte sich vollauf zufrieden mit dem Verlauf. „Das passt alles“, schmunzelte er. Bekannte und Freunde halfen bei der Bewirtung mit, während er selbst den Holzgrill überwachte, auf dem die Lachsforellen brutzelten. Die gab’s dann als Alternative zu den üblichen Weihnachtsmarkt-Speisen (Bratwurst, Waffeln, Crepes) lecker angemacht auf dem Brötchen frisch zum Verzehr. An Nachschub herrschte ja kein Mangel.

Der Rothenberger im Finkenbachtal freute sich über den sehr guten Besuch nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch von Anglerkundschaft aus Heidelberg und Worms. „Wir haben damals zusammen gesessen und überlegt, einen kleinen Weihnachtsmarkt zu machen“, blickte er aufs letzte Jahr zurück. Daraus wurde eine vom Besuch her doch etwas „größere Ausführung“. Eine Wiederholung ist deshalb bereits für kommendes Jahr angedacht.

An den Ortseinfahrten wird zu schnell gefahren

Es tut sich was im Stadtteil. Nachdem die Ober-Hainbrunner auf ihrer zweiten Ortsbeiratssitzung im August verschiedene Wünsche an die neue Stadt formuliert hatten, gab es bei der aktuellen Zusammenkunft Rückmeldung zur „To-do-Liste“. Ortsvorsteher Stefan Hofmann erläuterte die diversen Maßnahmen.

Ein neues Spielgerät für Kinder unter drei Jahren war vor knapp vier Monaten von den beiden im Ortbeirat vertretenen jungen Müttern thematisiert worden. Es ist nun für den Spielplatz bei der Sporthalle im Haushalt 2019 der Stadt Oberzent eingeplant. Eine zweite Sitzbank steht ebenfalls auf der Wunschliste. Hier gibt es derzeit allerdings Lieferprobleme, erläuterte Hofmann. In diesem Zusammenhang war angeregt worden, die Geschwindigkeit auf dem Zufahrtsweg zu verringern.

Denn von oben herab kommen die Autos viel zu schnell geschossen und gefährden Fußgänger auf diesem Stichweg zum Parkplatz. Entweder soll eine 10-Kilometer-Beschränkung oder eine Spielstraße im kommenden Jahr durch das Ordnungsamt eingerichtet werden. Ein zum Himmel stinkendes Ärgernis sind die Hinterlassenschaften von Hunden. Damit deren Eigentümer diese entsorgen können, wurden Hundemülleimer über die Stadt bestellt und werden vom Bauhof in Rücksprache mit dem Ortsbeirat aufgehängt.

Das an der Kreuzung von Neckar- und Mühlstraße befindliche alte Waagenhäuschen mit Bushaltestelle ist sehr unansehnlich. Dach und Türen sind kaputt, das Pflaster ist abgesackt. Abriss des Schandflecks und Gestaltung der Außenanlage sind laut Hofmann im Haushalt 2019 eingeplant. Die neue Bushaltestelle soll dann von der OREG aufgestellt werden.

Auf Wunsch des Ortsbeirats sollen die Standorte der Ortsschilder auf der L3119 mit der Straßenverkehrsbehörde bei einem Vororttermin überprüft werden. Richtung Unter-Hainbrunn werde das Ortsende suggeriert „und die fahren dann zu schnell um die Kurve“, so Hofmann. Auf der anderen Seite, beim alten Schulhaus, wünscht man sich eine Versetzung weiter nach außen, damit die Autos nicht mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort brettern.

Zu den Wege-Erneuerungen über das Flurbereinigungsverfahren gibt es dem Ortsvorsteher zufolge noch keine Rückmeldung. Wenn diese anlaufen, will man für die Poststraße erreichen, dass in einem Rutsch die Abwasserführung verbessert, Leerrohre für Telekommunikation vorgesehen und die marode Stromleitung erneuert werden. Die Sanierung des alten Gefriertruhenhauses (Vereinslager) wurde neu in die To-do-Liste aufgenommen. An der Sporthalle will man einen Austausch des schlecht zu erreichenden Unterflur- gegen einen Überflurhydranten erreichen.

In diesem Sommer waren Lärm und Geschwindigkeit der Motorräder ein großes Thema in den Oberzent-Stadtteilen. Bürgermeister Christian Kehrer informierte über die vor der kommenden Zweirad-Saison geplanten Maßnahmen wie eine Auftaktveranstaltung, Plakate, Banner und Zivilmotoradstreifen der Polizei. In Kortelshütte laufen die Vorbereitung für eine Bürgerinitiative, deren Gründung Anfang kommenden Jahres ins Auge gefasst ist.

Bürgermeister Kehrer wies beim Thema Windkraft auf die Tagung der Regionalversammlung Südhessen am 14. Dezember hin. Dort steht die Verabschiedung des Regionalplans Erneuerbare Energien an, der im Odenwaldkreis 3,8 Prozent der Fläche für Windenergie zur Verfügung stellen würde. Dagegen rege sich starker Protest von Odenwaldkreis, Kommunen und Bürgern.

Wie der Rathauschef weiter mitteilte, werde Oberzent wohl nicht ohne Straßenausbaubeiträge auskommen. Eine Vorstellung der verschiedenen Möglichkeiten soll es auf der Stadtverordneten-Versammlung am 10. Dezember geben. „Wenn es kein Geld vom Land gibt, dann muss das Geld durch Gebühren oder Steuern kommen“, so Kehrer. Denn sonst fehlt es im Haushalt. Der Wasserpreis in Oberzent werde nach der Erhöhung zum Jahresbeginn 2019 wieder annähernd auf dem früheren Rothenberger Niveau liegen.

Schon 320 Stunden ehrenamtlich am alten Schulhaus gearbeitet

Wenn im 320-Seelen-Dorf etwas zu schaffen ist, dann finden sich dafür immer etliche Helfer. Am Freiwilligentag des Odenwaldkreises Mitte September starteten die Arbeiten im Erdgeschoss des alten Schulhauses. Die Lehrerwohnung im Gebäude neben der Feuerwehr steht schon seit eineinhalb Jahren leer. Sie soll jetzt zu einem Gemeinschaftsraum für die ganze Ortsbevölkerung plus Wahllokal umgebaut werden. „Bisher haben wir rund 320 ehrenamtliche Stunden im Schulhaus gearbeitet“, freute sich Ortsvorsteher Stefan Hofmann. Und es geht weiter.

Zu Beginn wurde eine Zwischenwand rausgestemmt und das Bad entfernt, damit ein Behinderten-WC reinkommen kann. „Die Eingangstür mit den Glasbausteinen hat uns ziemlich aufgehalten“, so Hofmann. Denn da waren Stahlzargen drin. Wandverkleidungen und Türzargen mussten ebenfalls noch raus. Nach dem Abriss einiger Wände, Entfernen des alten Putzes und Ausbau der alten Heizkörper wurden von den Helfern neue Trockenbauwände eingebaut.

Die alten Wasserleitungen wurden zwischenzeitlich entfernt und im Keller komplett neu in Edelstahlausführung verlegt. Elektro- und Abwasserleitungen waren daneben ebenfalls „fällig“, außerdem wurde ein neuer Verteiler gesetzt. Die Ehrenamtlichen schlossen die Decken wieder mit Rigips und stellten die Unterkonstruktionen fertig.

Zwischen drei und sieben Helfern waren bei den vergangenen Arbeitseinsätzen dabei. „Mehr passen nicht rein“, sagte Hofmann. Die Elektroinstallation ist bis auf den Eingangsbereich abgeschlossen. Aktuell steht im WC-Bereich die Verlegung der Wasserleitung an. Noch vor Weihnachten sollen die Heizungs- und Verputzarbeiten erfolgt sein. Diese werden ebenso wie die Isolierung von einer Fachfirma ausgeführt. „Danach können wir im nächsten Jahr den Boden ausbetonieren und den Estrich verlegen“, so Hofmann.

Finkenbacher Adventsmarkt verzaubert die Besucher

Zu Beginn nieselte es noch, aber zum rasch nach Beginn des „Adventszaubers“ wurde es trocken. Die Besucher trauten sich langsam aus den Häusern und pilgerten in die Beerfelder Straße zu den Buden und Ständen. Es war einfach zauberhaft im Finkenbachtal. Von der „Traube“ über Mareikes Backshop bis hin zum Hof Bartmann gab es viele weihnachtliche Geschenkideen, boten Finkenbacher und Auswärtige ihre selbst gefertigten Waren zum Verkauf an.

Mit Erfolg: Die Ortsbevölkerung und auch ein paar „Zugereiste“ aus Gammelsbach, Hirschhorn oder Wald-Michelbach drängten sich um die Stände, sodass die Beschicker des kleinen Adventsmarktes überwiegend zufrieden waren. Eine Wiederholung 2019 ist geplant (Anmeldungen werden schon unter Telefon 06068/4029 entgegen genommen).

Monika Jung zaubert in ihrer Freizeit viele verschiedene Motive aus Holz. Seit drei Jahren widmet sie sich bereits diesem Hobby. Vor einem Jahr feierte sie „Premiere“, inzwischen ist das Sortiment breiter geworden. „Ich habe eine große Verbundenheit mit Holz“, sagt die Finkenbacherin, deren Schwiegereltern lange Jahre die Bürstenfabrik Edelmann führten.

Für ihre Arbeiten verwendet sie Eichen- und Buchenholz aus dem Odenwald. Hergestellt wird, was Monika Jung gerade in den Sinn kommt. Manches davon „ist nicht ganz gerade, die Rinde ist gesprungen oder das Holz hat Unebenheiten“. Das ist aber gewünscht. „Ich will nicht die Handschrift der Natur verfälschen“, betont sie. In der vergangenen Zeit bekam sie sehr viel Zuspruch.

Die Finkenbacherin weitete mit Unterstützung ihres Mannes Thomas in diesem Jahr das Sortiment aus. Sie hat nun Tierfiguren und weitere Motive mit aufgenommen. Ebenso verarbeitet sie Kirsch-, Nuss- und Apfelholz. Adventsgestecke auf Holzbasis passen gut in die Vorweihnachtszeit. „Mir macht das unheimlich Spaß“, so Jung. „Am liebsten würde ich jedes Stück selbst behalten.“ Mit ihren Produkten ist sie am dritten Adventswochenende auch auf dem Weihnachtsmarkt in Hirschhorn vertreten.

Wie auch Veronika Beisel aus Schönbrunn, die mit allerlei Selbstgestricktem und Selbstgenähtem dabei war. Damit vertreibt sie sich die Zeit, wenn sie auf die Enkelkinder aufpasst. Aber auch ihre eigenen Kinder wurden bereits mit den Produkten aus Handarbeit ausgestattet. „Die gaben in der Schule damit an“, erinnert sie sich schmunzelnd im Rückblick. Denn Beisel baut gerne die eine oder andere ausgefallene Idee ein. Die Strampelanzüge für Babys wurden zuerst an den eigenen Enkeln „getestet“, bevor sie sie auch für den Verkauf nähte.

Selbst gestrickte Strümpfe, Weihnachtsschmuck, Wollmützen und Kerzen gab es bei Brigitte Fink aus Rothenberg. Bei Beate Bartmann war es eine bunte Vielfalt von selbst hergestellten Weihnachtsgeschenken zu erstehen, darunter Mistelzweige und Gartenfackeln. Norbert Kolb bot selbst hergestellten Holzschmuck an.

Mareike und Christian Niesen, die federführend für die Organisation zuständig waren, zeigten sich zufrieden mit dem Adventsmarkt, den es vor längerer Zeit schon einmal gegeben hatte. Bis spät standen Gäste noch an der „Traube“ zusammen, wo es die wärmenden Getränke und etwas zu essen gab. Natürlich trug auch die zwischenzeitlich trockene Witterung zum Erfolg bei. „Es war trotz des Wetters gut was los“, freute sich Niesen. „Alt und Jung kamen im Ort zusammen.“

Info: Viele Finkenbacher Aussteller sind auch beim Hirschhorner Weihnachtsmarkt dabei. Er findet am dritten Adventswochenende, 15. und 16. Dezember, statt, jeweils von 14 bis 21 Uhr in der Hauptstraße zwischen dem Rathausvorplatz und dem Marktplatz.

In der Hirschhorner Altstadt wird es weihnachtlich

Nach der erfolgreichen Neuauflage des Hirschhorner Weihnachtsmarktes vor drei Jahren und den gelungenen Fortsetzungen findet die Veranstaltung am dritten Adventswochenende wieder in der Altstadt statt. Jeweils von 14 bis 21 Uhr sind am Samstag, 15., und Sonntag, 16. Dezember, 33 Aussteller in der Hauptstraße zwischen dem Rathausvorplatz und dem Marktplatz zu finden, die allerlei Advent- und Weihnachtliches anbieten. Natürlich kommt auch das leibliche Wohl an verschiedenen Orten nicht zu kurz.

Offizielle Eröffnung ist am Samstag um 16 Uhr am Stadtcafé in der Hauptstraße. An diesem Tag ist ein Holzkünstler vor Ort, der am Rathaus mit der Kettensäge Holzstatuen fertigt. „Der Hirschhorner Weihnachtsmarkt wird von den Besuchern super angenommen“, bilanziert Marianne Heisner, die damals wie heute zusammen mit Christian Grimm die Veranstaltung organisiert. „Alle sind begeistert.“

Nach 23 Jahren Pause gab es 2015 endlich wieder einen Adventsmarkt, der von den Einheimischen zwischenzeitlich sehnlichst gewünscht worden war. „Die Straße war bisher immer voll“, blickt Marianne Heisner zurück. Besucher kommen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus dem Odenwaldkreis, der Region Bergstraße sowie Heidelberg und Mannheim, beobachtete sie. „Wir waren jedes Mal rundum zufrieden.“

Die Teilnehmer stammen natürlich zum Großteil aus Hirschhorn, aber auch aus Weinheim und Aglasterhausen. Es werden selbstgefertigte Strickwaren und Kinderkleidung, Socken, hausgemachte Liköre, selbsthergestellte Weihnachtsdeko, Holzherzen, Lederschmuck, Kerzen, Honig, Pralinen, Blumengebinde, Marmelade und vieles mehr angeboten. Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt. Im Gewölbekeller der Hauptstraße 32 gibt es bei Marianne Heisner leckeren Glühwein und Bratwurst.

Den Geschenkideen sind keine Grenzen gesetzt. Das Angebot ist auf dem Hirschhorner Weihnachtsmarkt sehr vielseitig, sodass niemand ohne das passende „Last-Minute-Geschenk“ für die Verwandt- oder Bekanntschaft nach Hause gehen muss. Am Samstag um 16 und 17 Uhr sowie am Sonntag um 15, 16 und 17 Uhr zeigt ein Puppenspieler in der Hauptstraße seine Künste.

 

Auf der Country-Road von der Pfalz ins Odenwälder Hüttenwerk

Ein Mann und seine Gitarre. Dazu noch das Lederband mit Sonnenbrillen- und Cowboy-Hut-Outfit, der verwegene Vollbart und die volltönende Reibeisenstimme: Fertig ist die Country-Illusion, wie sie Danny Wünschel im Hüttenwerk verbreitet. Country und Americana ist bei ihm nicht nur etwas für Cowboyhut-Liebhaber. Wünschel widerlegt dieses Klischee, indem er neue Wege geht, aber gleichzeitig die „Tradition“ bewahrt und in die Gegenwart transportiert.

In bester Singer-/Songwriter-Manier steht der Musiker vor den Gästen und erzählt seine musikalischen Geschichten, die er immer wieder mit ein paar launigen Ansagen garniert. Wünschel kann sich mit den Titeln „Bester Country-Sänger“, „Bestes Country-Album“ und Beste Country-Band“ aus dem Jahr 2017 schmücken, eingeheimst beim 35. Deutschen Rock- und Pop-Preis. Im Hüttenwerk zeigt er, dass diese Auszeichnungen nicht von ungefähr kommen, als der Musiker sowohl eigene Stücke als auch Klassiker des Genres professionell zum Besten gibt.

Als „Danny & the Wonderbras“ ließ sich Wünschel musikalisch ab 2005 eher in die Rockabilly-Schiene einordnen, wobei sich in den Folgejahren bereits Country-Einflüsse bemerkbar machten. Anfang 2016 dann der Umbruch:  Er lässt den Rock’n’Roll hinter sich und arbeitet an seiner Solokarriere als Singer-Songwriter. Vom Debütalbum „Lonesome Road“ wurde der Song „Laura Wood“ für den deutschen Countrypreis als „bester Song 2016“ nominiert.

Wünschel kommt auf der Bühne rau, unverfälscht, kantig rüber. Ihm nimmt man die vielen Geschichten und Eindrücke ab, die er in seinen Liedern verarbeitet. Den Titelsong seines Albums „Lonesome Road“ verkörpert er als der einsame Wolf auf der Bühne, der seinen Weg trotz aller Widerstände geht. Trotz eines vermeintlich harten Äußeren ist hinter der Fassade fragile Nachdenklichkeit zu spüren. Ein bisschen Südstaaten-Romantik darf nicht fehlen. Wünschel zitiert auch ein paar seiner Vorbilder wie Johnny Cash, Kris Kristofferson oder Merle Haggard.