AC/ID ist pures TNT für die AC/DC-Fans: Die Coverband rockt das Michelstädter Hüttenwerk

Warum für ein Konzert mit der australischen Supergruppe einen Haufen Geld ausgeben, wenn es AC/ID mit „Keule“ gibt? Die AC/DC-Coverband rockt im Hüttenwerk den proppenvollen Saal – quasi authentisch für einen Bruchteil des Eintrittspreises. Mit geschlossenen Augen stehen da die Hardrocker in vollem Saft auf der Bühne, brettert Angus Young die Gitarren-Riffs in die Menge, dass es eine wahre Pracht ist. Neben ihm röhrt Brian Johnson oder bei einigen Songs wahlweise der schon verstorbene Bon Scott die alten Hits ins Mikro.

Im Gepäck hat die Coverband vor allem die ganz alten Kracher Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre, als AC/DC einen Hit nach dem anderen produzierte, zeitlose Hits schuf, die auch heute im Radio noch hoch und runter laufen. Wie ein roter Faden zieht sich die LP „Powerage“ durch den Abend, die in diesem Jahr 40. Veröffentlichungs-Jubiläum feiert. Die Wahl des Faschingssamstags als Termin war goldrichtig, weil so viele Fastnachtsmuffel so richtig abrocken konnten.

Ein Blick ins Publikum zeigte, dass AC/DC zeitlose Musik macht. Die in Ehren ergrauten Fans, die von der ersten Stunde an dabei waren, standen neben den „Youngsters“, die erst in den vergangenen Jahren mit den Klassikern wie „T.N.T.“, „Hells Bells“ oder „Highway to Hell“ in Kontakt kamen. Die Band ist ebenso zeitlos wie die Songs. Auch wenn mal der eine oder andere Musiker schwächelt oder – R.I.P. Malcolm Young und Bon Scott – Männer der ersten Stunde sterben, AC/DC lebt weiter.

Den fünf „alten Jungs“ auf der Bühne merkt man musikalisch in keinster Weise an, dass an Lebensjahren gar kein so großer Unterschied zu den Vorbildern ist. Je doller, desto doller, könnte man in Bezug auf die Spielfreude sagen. Kein Weg ist auf der Bühne für Ralf „Angus“ Keßler zu weit, der den legendären AC/DC-Saitenhexer in Grimassen, erratischen Bewegungen und Spiel perfekt imitiert.

Sänger Christian „Keule“ Hass ist der zweite Fixpunkt auf der Bühne. Er gleicht optisch fast 1:1 Brian Johnson, der 1980 das Mikro vom verstorbenen Bon Scott übernahm und trotz des Axl-Rose-Intermezzos 2016 weiterhin von den Fans als „der“ Shouter verehrt wird. Keule schreit sich die Seele aus dem Leib, zelebriert die einzelnen Songs, hat immer eine spaßige Zwischenmoderation parat. Die Rhythmusgruppe mit Ekki Bock (Gitarre), Stefan Schiemer (Bass) und Jens Gellner (Drums) sorgt für den krachenden, treibenden, knalligen Backgrund-Sound, immer auf den Punkt gespielt

„Live Wire“, „Dirty Deeds“ oder „Walk all over you“ sind solche Kracher, die schon zu Beginn des Konzerts dafür sorgen, dass die Besucher voll mitgehen. Wie die Musiker wuchsen sie in der Zeit mehr in die Breite als in die Höhe, die Haare wurden lichter, die Bewegungen etwas eckiger. Wenn aber ein „Touch too much“ aus den Boxen dröhnt, mit „Back in Black“ der gleichnamige Albumtitel von 1980 angestimmt wird, gibt es kein Halten mehr. Die gehen die Arme hoch, die Kilos werden in Bewegung gesetzt, die Songs lautstark mitgesungen.

Die fünf Musiker leben ihre Songs, spielen sie voll aus, geben alles. Da sitzen die fetzigen Riffs bis auf den Punkt, dass es die Originale auch nicht besser hätten machen können. Nach der Pause setzt die Band noch einen drauf. Voller Sound mit zwei Gitarren, eine Reibeisenstimme, die das Original vergessen lässt, wummernde Drums, dazu noch das Glockengeläut aus der Hölle zu Beginn: „Hells Bells“ versetzt die Meute in Ekstase.

„The Jack“, „Thunderstruck“ oder „You shook me all night long“ werden lauthals mitgesungen. Bei „TNT“ darf das obligatorische „Hoi, hoi, hoi“ nicht fehlen, und über den „Highway to hell“ mit den Teufelshörner bei Ralf-Angus muss man sowieso keine Worte mehr verlieren. Dass nach „Whole lotta Rosie“, bei dem sich die Band nochmal in einen wahren Rausch mit fetzigen, krachenden Gitarrensoli spielt, nicht wirklich Schluss sein würde, war eigentlich jedem klar. Es ging 40 Jahre zurück in der Zeit zu „Up to my neck“. „If you want blood“ und „Let there be Rock“ warfen einen knalligen und fetzigen Blick in die Anfangszeit der Rocker. Und dann kommt es doch – das Ende.

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Posted by Thomas Wilken on Sunday, February 11, 2018

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AC/ID ist beim Auftritt im Michelstadter Hüttenwerk pures TNT für die AC/DC-Fans

Wer ist schon Axl Rose, wenn es AC/ID mit „Keule“ gibt? Die AC/DC-Coverband rockt im Hüttenwerk den Saal. Mit geschlossenen Augen steht da die australische Hardrockband in vollem Saft auf der Bühne, brettert Angus Young die Gitarren-Riffs in die Menge, dass es eine wahre Pracht ist. Neben ihm röhrt Brian Johnson oder bei einigen Songs wahlweise der schon verstorbene Bon Scott die alten Hits ins Mikro, dass sich die Fußnägel dabei hochrollen.

Im Gepäck hat die Coverband vor allem die ganz alten Kracher Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre, als AC/DC einen Hit nach dem anderen produzierte, zeitlose Hits schuf, die auch heute im Radio noch hoch und runter laufen. Und nach wie vor auf den Bühnen der Welt angesagt sind, wie die ausverkauften Konzerte mit besagtem Axl Rose im vergangenen Jahr zeigten. Ausverkauft war das Hüttenwerk zwar nicht, aber sehr gut gefüllt.

Denn die Hardrock-Klassiker haben eben ihre große Fangemeinde, die mit den alten Recken von damals mitgealtert ist. Wie auch die fünf alten Jungs auf der Bühne, denen man aber musikalisch in keinster Weise anmerkt, dass an Lebensjahren gar kein so großer Unterschied zu den Vorbildern ist. Je doller, desto doller, könnte man aber in Bezug auf die Spielfreude sagen. Kein Weg ist auf der Bühne für Ralf „Angus“ Keßler zu weit, Sänger Christian „Keule“ Hass schreit sich die Seele aus dem Leib, die Rhythmusgruppe mit Ekki Bock (Gitarre), Stefan Schiemer (Bass) und Jens Gellner (Drums) sorgt für den krachenden, treibenden, knalligen Backgrund-Sound.

„Live Wire“, „Dirty Deeds“ oder „Walk all over you“ sind solche Kracher, die schon zu Beginn des Konzerts dafür sorgen, dass die Besucher voll mitgehen. Und das ist nicht selbstverständlich, denn etliche von ihnen haben augenscheinlich die Band schon Jahrzehnte begleitet. Wie die Musiker wuchsen sie in der Zeit mehr in die Breite als in die Höhe, die Haare wurden lichter, die Bewegungen etwas eckiger. Wenn aber ein „Touch too much“ aus den Boxen dröhnt, mit „Back in Black“ der gleichnamige Albumtitel von 1980 angestimmt wird, gibt es keine Halten mehr.

Die fünf Musiker leben ihre Songs, spielen sie voll aus, geben alles. Da sitzen die fetzigen Riffs bis auf den Punkt, dass es die Originale auch nicht besser hätten machen können. Der eine röhrt die alten Stücke, dass es eine wahre Pracht ist, der andere rennt wie ein Irrwisch von einer Seite der Bühne zur anderen, hat die Bewegungen des Gitarren-Gotts bis ins kleinste Detail drauf, treibt mit seinem Groove alles voran, spielt sich die Finger wund.

Nach der Pause setzt die Band noch einen drauf. Voller Sound mit zwei Gitarren, eine Reibeisenstimme, die das Original vergessen lässt, wummernde Drums, dazu noch das Glockengeläut aus der Hölle zu Beginn: „Hells Bells“ versetzt die Meute in Ekstase. Beim „Bad Boy Boogie“ kann Gitarrist Ralf Keßler mal wieder zeigen, was er drauf hat. Sowohl auf der Gitarre als auch auf den Hüften. Denn zuvor ganz wie Angus mit Anzug, Krawatte, Hemd und kurzem Hosen gekleidet, lässt er das komplette Oberteil unter lautem Johlen fallen und macht danach einen auf sechs Saiten „oben ohne“.

Die letzten sechs Stücke sind so bekannt, dass Sänger „Keule“ nur lakonisch meint: „Die muss ich nicht ansagen, wer die noch nicht gehört hat, muss gehen.“ „The Jack“, „Thunderstruck“ oder „You shook me all night long“ werden auch lauthals mitgesungen. Bei „TNT“ darf das obligatorische „Hoi, hoi, hoi“ nicht fehlen, und über den „Highway to hell“ mit den Teufelshörner bei Ralf-Angus muss man sowieso keine Worte mehr verlieren.

Dass nach „Whole lotta Rosie“, bei dem sich die Band nochmal in einen wahren Rausch mit fetzigen, krachenden Gitarrensoli spielt, nicht wirklich Schluss sein würde, war eigentlich jedem klar. „Stiff upper lip“ aus dem Jahr 2000 ist ja fast so etwas wie ein neuer Song im Repertoire. Denn danach ging es 40 Jahre zurück in der Zeit. „High Voltage“ und „Let there be“ Rock warfen einen Blick in die Anfangszeit der Rocker, als noch Bon Scott am Mikro stand und den Songs seinen ganz eigenen Stempel aufdrückte. Aber irgendwann muss halt einmal Schluss sein – auch wenn das dann erst nach Mitternacht war.

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