Viele Initiativen beteiligten sich in Oberzent am Freiwilligentag des Odenwaldkreises

Das ehrenamtliche Engagement wird in Oberzent groß geschrieben. Allein zwölf Initiativen beteiligten sich in der neuen Stadt am Freiwilligentag des Odenwaldkreises. Überall wurde geschrubbt, gehämmert, gezimmert, geschraubt, auf dass sich das eigene Dorf wieder in neuem Glanz zeigt.

Wenn in Ober-Hainbrunn was zu schaffen ist, dann kommen immer etliche Helfer zusammen. Ortsvorsteher Stefan Hofmann freute sich über 25 bis 30 Freiwillige, die dabei halfen, das Erdgeschoss im alten Schulhaus zu entkernen, den Weg hinunter zur Mühlstraße freizuschneiden und die Brücke am Sportplatz auf Vordermann zu bringen. Zusätzlich wird dort eine Saugstelle für die Feuerwehr gebaut, weil sie mit dem neuen, größeren Auto nicht mehr direkt an den Bach fahren kann.

Die Lehrerwohnung im alten Schulhaus neben der Feuerwehr steht schon seit eineinhalb Jahren leer. Sie soll jetzt zu einem Gemeinschaftsraum für die ganze Ortsbevölkerung plus Wahllokal umgebaut werden. Dafür ist allerdings viel zu tun. Eine Zwischenwand wurde rausgestemmt, das Bad musste entfernt werden, ein Behinderten-WC kommt rein, der ganze Putz wurde von Decken und Wänden geklopft. „Die Eingangstür mit den Glasbausteinen hat uns ziemlich aufgehalten“, so Hofmann. Denn da waren Stahlzargen drin.

Wandverkleidungen und Türzargen mussten auch noch raus, ständig dröhnten die Geräte. Die Helfer brachten laufend Schutt nach draußen. „Einen Pritschenwagen und zwei Anhänger haben wir bereits nach Wald-Michelbach gebracht“, sagte er. Die Arbeiten sind aber noch lange nicht beendet. Weitere Einsätze sind notwendig, bei denen Hofmann auf eine ähnlich gute Beteiligung hofft.

Von der Neckar- zur Mühlstraße führte ein kleiner Weg, der in der Vergangenheit ziemlich zugewuchert war. Er ist nun wieder gut zugänglich, nachdem Büsche und Sträucher entfernt wurden. Rund um den Glascontainer und das Gefriertruhenhaus packten auch einige Helfer an, um die Hinterlassenschaften anderer zu beseitigen. „Was die Leute alles wegwerfen ist unglaublich“, beklagte eine Freiwillige.

In Finkenbach waren knapp 20 Feuerwehr-Angehörige und Ortsbürger rund um das Gerätehaus und den angrenzenden Park aktiv. Das Grün wurde kräftig zurückgeschnitten und der Bachlauf saubergemacht. Ein kompletter Anhänger mit Grünschnitt, bestimmt zehn Kubikmeter, kam so zusammen, schätzte Wolfgang Buchert. Außerdem wurde noch Dachpappe einer alten Schutzhütte aufgeladen. Er war erfreut über die gute Resonanz.

Die SG Rothenberg will sich auf der Höhe ihren lang gehegten Traum von einem Ballfangzaun erfüllen. Denn vorher rollte das runde Leder mit schöner Regelmäßigkeit den Abhang runter, mit etwas Pech noch ins Gebüsch rein, wenn einer der Kicker kräftig verzog. 70 Metallpfosten wurden auf einer Länge von 210 Metern ins Erdreich gehauen. 1,10 Meter hoch soll der Zaun werden.

Die Fläche zwischendrin ist dann als Vorbereitungsfläche gedacht, wenn der Sportplatz selbst belegt ist, erläuterte Dominik Foshag. „Das war vorher eine extrem steile Böschung“, schilderte er. Federführend bei der Aktion war Volker Sauer, der mit Hingabe und Motorsäge am Hang aktiv war, um ein wenig Licht ins Strauch-Dickicht zu bringen. 15 Helfer packten mit an.

Eine ähnliche Zahl von Freiwilligen sorgte in Kortelshütte dafür, dass an der Kreuzung von Hoch- und Eberbacher Straße die Info-Tafel erneuert wurde. Unter der Federführung von Heike Götz vom Ortsbeirat wurden außerdem eine Sitzbank und Blumentrog neu gestellt. Adolf Helm, Marco Gugau und Arno Götz zeichnen dafür verantwortlich. Die komplette obere Erdschicht wurde abgetragen und abgefahren, die Fläche mit Holzhackschnitzeln wieder aufgefüllt.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

 

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Junge Brombacher brachten alten Brunnen gegenüber des Schulhauses wieder auf Vordermann

Nicht nur drüber reden, sondern auch machen: Nach diesem Motto handelten zwölf jüngere und jung gebliebene Brombacher und polierten den Brunnen gegenüber dem alten Schulhaus wieder auf. Er ist einer von sieben, die im kleinen Eberbacher Stadtteil frisches Nass geben, das aus natürlichen Quellen stammt und direkt aus dem Berg kommt. An Wasserspender, Trog, Anlage und Abfluss hatte im Laufe der vergangen Jahre stark der Zahn der Zeit genagt.

Die Idee hier zu Werke zu gehen hatten die beiden jungen Ortschaftsräte Raphael Seib und Dennis Weber. Für die fachliche Seite standen die Fliesenleger Ronny Sauter sowie Kai und Nico Hufnagel zur Verfügung. An fünf Abenden gingen die Brombacher zu Werk und leisteten so um die 80 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, rechnete Seib aus. „Wir haben der Stadt Eberbach viel Geld gespart“, meinte Weber augenzwinkernd.

Dass der alte Viehtränk-Brunnen dringend einer Auffrischung bedurfte, hatte sich bei der Ortsbegehung im Frühjahr herausgestellt. Denn er hat schon Jahrhunderte auf dem Buckel. „Die Älteren haben immer irgendwas im Ort repariert“, sagte Weber. „Da haben wir Jungen uns gesagt, wir machen jetzt auch was.“ Mit Leander Schmitt hatte man bei der Stadt einen Ansprechpartner, der den Aktiven das benötigte Material zur Verfügung stellte.

Bevor im Herbst das schlechte Wetter kommt, wollten die Brombacher noch Nägel mit Köpfen machen. Die Grasnarbe wurde abgestochen, der Brunnen trocken gelegt und komplett gereinigt, die alten Rinnsteine aus dem Boden geholt. Um die vorherige Betonmauer durch Sandstein zu ersetzen, schaute sich Weber im Wald um und brachte von dort ein paar Findlinge mit, die vom Wegebau übrig waren.

Auf 35 Meter bergab galt es die Rinne wieder herzustellen. „Bei 30 Grad die Zwischenräume auszufugen, war schon eine Herausforderung“, erläuterte Seib. Dabei wurden die alten Steine wieder verwendet. Zur Wiederinbetriebnahme hatten sich die Aktiven versammelt und ließen das Wasser in den Brunnen fließen. Als es dann über den Rand nach außen schwappte und entlang der Straße nach unten floss, gab es ein großes Hallo. Mit einem kleinen Grillfest wurde die Aktion abgeschlossen.