750 ehrenamtliche Stunden fürs alte Schulhaus

Stolze 750 ehrenamtliche Einsatzstunden für die Sanierung des alten Schulhauses: Das soll den Hainbrunnern erst einmal jemand nachmachen. 35 Helfer waren insgesamt ein Jahr lang aktiv. Ein harter Kern von zehn Leuten sorgte dafür, dass die Arbeiten zügig voranschritten und genau zwölf Monate nach Beginn die neu gestalteten Räumlichkeiten eingeweiht werden konnten. Dafür kam die Dorfgemeinschaft in gemütlichem Rahmen zusammen.

„Vor 365 Tagen haben wir mit einer großen Auftakt-Aktion am Freiwilligentag mit der Entkernung des Erdgeschosses angefangen“, blickte Ortsvorsteher Stefan Hofmann zurück. Dabei wurden Türen, Decken, Wände und Heizkörper entfernt, der Wandputz bis auf die Grundmauern abgeklopft. „Da war alles verschimmelt“, erinnerte er sich.

Die freiwilligen Helfer spuckten immer wieder samstags in die Hände: „Bis Weihnachten haben wir die Wasserleitungen ab dem Hausanschluss komplett in Edelstahl erneuert“, erläuterte Hofmann. Denn die alten waren so dicht, „dass kaum noch ein Finger reinpasste“. Im Erdgeschoss hieß die Devise: aus zwei mach eins. Die Helfer brachen eine Zwischenwand heraus und schufen einen großen Raum, der Platz für alle Bedürfnisse bietet. „Wir haben viel Holz an die Decke machen müssen, damit es passte“, schilderte Hofmann die Höhenunterschiede.

Dann wurden die WC-Elemente gesetzt, die neuen Zwischenwände in Holzständertechnik eingebaut und verkleidet sowie die Deckenkonstruktionen erneuert und verstärkt. Im Anschluss ging es an die Fenster. Die alten klopfte man raus und ersetzte man durch neue, wärmegedämmte. Die Außenwand erhielt eine fünf Zentimeter dicke Wärmedämmung. Weiterhin wurde eine neue Elektroverteilung eingebaut und alle Elektrokabel neu verlegt. Wie auch die Abwasserrohre.

Weiter ging es dann im Frühjahr, erzählte der Ortsvorsteher: mit dem Setzen der Wasseranschlüsse und dem Verlegen der Wasserleitungen sowie den Schaltern und Steckdosen. Die sind so einfach konzipiert, „dass man nichts falsch machen kann“, meinte Hofmann. Die Fliesenleger bauten den Estrich im Bad und Flur ein, dämmten und fliesten Bad und Nebenräume. Entkernen des Eingangs, Montage der Holzdecken in Bad und Eingang, Deckenbeleuchtung sowie Schleifen und Streichen der Fenster waren weitere Arbeitsschritte.

„Der Abriss war die dreckigste Arbeit“, ging der Ortsvorsteher auf Details ein. Da gab es einige Tage, „an denen wir viel Staub geschluckt haben“. Zeitaufwändig waren daneben die Sanitär- und Elektroarbeiten. Die Ehrenamtlichen arbeiteten so effizient, „dass wir deutlich unter den prognostizierten Kosten sind“.  Für den Überschuss, hoffte er, „können wir vielleicht noch die Heizung im Obergeschoss erneuern“. Denn die ist ebenfalls noch auf einem Stand aus früheren Jahrzehnten.

Bereits vor Umbaubeginn wurde ein Raumkonzept erstellt, sagte Hofmann. Das beinhaltet folgende Nutzungsmöglichkeiten: Wahllokal, Sitzungszimmer Ortsbeirat, Frauenkreis Kirche und Ausweich-Trainingsraum Tanzgruppen. Die Toilette ist behindertengerecht gebaut und wird auch vom MGV mitgenutzt, der im Schulsaal probt. Hierzu gibt es eine Rampe für die Treppe am Eingang.

Der Nebenraum wird zum Lagern der Tische und Stühle genutzt. „Weitere Ideen der Nutzung werden gerne gesehen“, betonte er. So kam von Sabine Koch bereits die Anregung, über Winter einen Strickabend zu veranstalten. Damit es den Helfern nicht langweilig wird, packten sie am Tag der Einweihung vormittags gleich noch einmal an.

Stühle auspacken, säubern und aufstellen hieß es dann. Sonnenschutz-Plissees wurden montiert, der Löwenzahn im Hof entfernt, Kellerräume und Speicher ausgeräumt und gekehrt. Da gleichzeitig der Freiwilligentag des Odenwaldkreises anstand, kümmerten sich weitere Ehrenamtliche um den Hain-Brunnen, die Brücke, die Hütte an der Himmelreichquelle, die Saugstelle Mühlstraße, das Gefriertruhenhaus oder den Stellsteinweg.

Viele Initiativen beteiligten sich in Oberzent am Freiwilligentag des Odenwaldkreises

Das ehrenamtliche Engagement wird in Oberzent groß geschrieben. Allein zwölf Initiativen beteiligten sich in der neuen Stadt am Freiwilligentag des Odenwaldkreises. Überall wurde geschrubbt, gehämmert, gezimmert, geschraubt, auf dass sich das eigene Dorf wieder in neuem Glanz zeigt.

Wenn in Ober-Hainbrunn was zu schaffen ist, dann kommen immer etliche Helfer zusammen. Ortsvorsteher Stefan Hofmann freute sich über 25 bis 30 Freiwillige, die dabei halfen, das Erdgeschoss im alten Schulhaus zu entkernen, den Weg hinunter zur Mühlstraße freizuschneiden und die Brücke am Sportplatz auf Vordermann zu bringen. Zusätzlich wird dort eine Saugstelle für die Feuerwehr gebaut, weil sie mit dem neuen, größeren Auto nicht mehr direkt an den Bach fahren kann.

Die Lehrerwohnung im alten Schulhaus neben der Feuerwehr steht schon seit eineinhalb Jahren leer. Sie soll jetzt zu einem Gemeinschaftsraum für die ganze Ortsbevölkerung plus Wahllokal umgebaut werden. Dafür ist allerdings viel zu tun. Eine Zwischenwand wurde rausgestemmt, das Bad musste entfernt werden, ein Behinderten-WC kommt rein, der ganze Putz wurde von Decken und Wänden geklopft. „Die Eingangstür mit den Glasbausteinen hat uns ziemlich aufgehalten“, so Hofmann. Denn da waren Stahlzargen drin.

Wandverkleidungen und Türzargen mussten auch noch raus, ständig dröhnten die Geräte. Die Helfer brachten laufend Schutt nach draußen. „Einen Pritschenwagen und zwei Anhänger haben wir bereits nach Wald-Michelbach gebracht“, sagte er. Die Arbeiten sind aber noch lange nicht beendet. Weitere Einsätze sind notwendig, bei denen Hofmann auf eine ähnlich gute Beteiligung hofft.

Von der Neckar- zur Mühlstraße führte ein kleiner Weg, der in der Vergangenheit ziemlich zugewuchert war. Er ist nun wieder gut zugänglich, nachdem Büsche und Sträucher entfernt wurden. Rund um den Glascontainer und das Gefriertruhenhaus packten auch einige Helfer an, um die Hinterlassenschaften anderer zu beseitigen. „Was die Leute alles wegwerfen ist unglaublich“, beklagte eine Freiwillige.

In Finkenbach waren knapp 20 Feuerwehr-Angehörige und Ortsbürger rund um das Gerätehaus und den angrenzenden Park aktiv. Das Grün wurde kräftig zurückgeschnitten und der Bachlauf saubergemacht. Ein kompletter Anhänger mit Grünschnitt, bestimmt zehn Kubikmeter, kam so zusammen, schätzte Wolfgang Buchert. Außerdem wurde noch Dachpappe einer alten Schutzhütte aufgeladen. Er war erfreut über die gute Resonanz.

Die SG Rothenberg will sich auf der Höhe ihren lang gehegten Traum von einem Ballfangzaun erfüllen. Denn vorher rollte das runde Leder mit schöner Regelmäßigkeit den Abhang runter, mit etwas Pech noch ins Gebüsch rein, wenn einer der Kicker kräftig verzog. 70 Metallpfosten wurden auf einer Länge von 210 Metern ins Erdreich gehauen. 1,10 Meter hoch soll der Zaun werden.

Die Fläche zwischendrin ist dann als Vorbereitungsfläche gedacht, wenn der Sportplatz selbst belegt ist, erläuterte Dominik Foshag. „Das war vorher eine extrem steile Böschung“, schilderte er. Federführend bei der Aktion war Volker Sauer, der mit Hingabe und Motorsäge am Hang aktiv war, um ein wenig Licht ins Strauch-Dickicht zu bringen. 15 Helfer packten mit an.

Eine ähnliche Zahl von Freiwilligen sorgte in Kortelshütte dafür, dass an der Kreuzung von Hoch- und Eberbacher Straße die Info-Tafel erneuert wurde. Unter der Federführung von Heike Götz vom Ortsbeirat wurden außerdem eine Sitzbank und Blumentrog neu gestellt. Adolf Helm, Marco Gugau und Arno Götz zeichnen dafür verantwortlich. Die komplette obere Erdschicht wurde abgetragen und abgefahren, die Fläche mit Holzhackschnitzeln wieder aufgefüllt.

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Posted by Thomas Wilken on Monday, September 17, 2018

 

Junge Brombacher brachten alten Brunnen gegenüber des Schulhauses wieder auf Vordermann

Nicht nur drüber reden, sondern auch machen: Nach diesem Motto handelten zwölf jüngere und jung gebliebene Brombacher und polierten den Brunnen gegenüber dem alten Schulhaus wieder auf. Er ist einer von sieben, die im kleinen Eberbacher Stadtteil frisches Nass geben, das aus natürlichen Quellen stammt und direkt aus dem Berg kommt. An Wasserspender, Trog, Anlage und Abfluss hatte im Laufe der vergangen Jahre stark der Zahn der Zeit genagt.

Die Idee hier zu Werke zu gehen hatten die beiden jungen Ortschaftsräte Raphael Seib und Dennis Weber. Für die fachliche Seite standen die Fliesenleger Ronny Sauter sowie Kai und Nico Hufnagel zur Verfügung. An fünf Abenden gingen die Brombacher zu Werk und leisteten so um die 80 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, rechnete Seib aus. „Wir haben der Stadt Eberbach viel Geld gespart“, meinte Weber augenzwinkernd.

Dass der alte Viehtränk-Brunnen dringend einer Auffrischung bedurfte, hatte sich bei der Ortsbegehung im Frühjahr herausgestellt. Denn er hat schon Jahrhunderte auf dem Buckel. „Die Älteren haben immer irgendwas im Ort repariert“, sagte Weber. „Da haben wir Jungen uns gesagt, wir machen jetzt auch was.“ Mit Leander Schmitt hatte man bei der Stadt einen Ansprechpartner, der den Aktiven das benötigte Material zur Verfügung stellte.

Bevor im Herbst das schlechte Wetter kommt, wollten die Brombacher noch Nägel mit Köpfen machen. Die Grasnarbe wurde abgestochen, der Brunnen trocken gelegt und komplett gereinigt, die alten Rinnsteine aus dem Boden geholt. Um die vorherige Betonmauer durch Sandstein zu ersetzen, schaute sich Weber im Wald um und brachte von dort ein paar Findlinge mit, die vom Wegebau übrig waren.

Auf 35 Meter bergab galt es die Rinne wieder herzustellen. „Bei 30 Grad die Zwischenräume auszufugen, war schon eine Herausforderung“, erläuterte Seib. Dabei wurden die alten Steine wieder verwendet. Zur Wiederinbetriebnahme hatten sich die Aktiven versammelt und ließen das Wasser in den Brunnen fließen. Als es dann über den Rand nach außen schwappte und entlang der Straße nach unten floss, gab es ein großes Hallo. Mit einem kleinen Grillfest wurde die Aktion abgeschlossen.