In Beerfelden steppt bei der Musiknacht der Bär

Zum sechsten Mal wird in der Stadt am Berge gerockt. Nach dem überwältigenden Erfolg der fünften Beerfelder Musiknacht vor zwei Jahren veranstaltet der Verkehrs- und Gewerbeverein in Zusammenarbeit mit der Stadt Oberzent und mit exklusiver Unterstützung der Sparkasse Odenwaldkreis am Samstag, 26. Oktober, die bereits sechste Auflage des beliebten Musikspektakels im gesamten Innenstadtgebiet von Beerfelden.

Dafür konnten in diesem Jahr gleich sieben Top-Bands engagiert werden, die für Furore sorgen und ab 20.30 Uhr in den Gaststätten der Stadt den Fans aus nah und fern ordentlich einheizen. Das Stadtwappen kommt zu seinem Recht: In Beerfelden steppt sozusagen der Bär. Geboten wird eine einmalige Mischung aus fast allen musikalischen Bereichen.

In der „Unantast-Bar“ rocken die „Bombshells“ mit ihren fetzigen Covern der letzten 40 Jahre los. Eine Party-Band der Extraklasse für Fans der handgemachten Rockmusik. Peter Heger (im „s´Lagger“) ist der Frontmann der süddeutschen Boogie-Woogie-Szene schlechthin. Die „Hebbie-Jeebies“ (Rathaus-Innenhof) bringen mit ihrem Folk das Flair der Grünen Insel Irland nach Oberzent. „Just Brill“ („Le Local d`Arthur“ am Metzkeil) begeistern mit Rock- und Pop, dargeboten von der charismatischen Stefanie Brill.

Die „Blue Healers“ aus der Pfalz („Weißes Rössl“) sind mit ihrem erdigen Bluesrock schon seit ein paar Jahren gesetzt. Die „Sean Treacy Band“ (Bürgerhaus) mit Pop, Rock und Folk faszinierte bereits am diesjährigen Pferdemarkt das Publikum. „Desperado“ (Marktplatz) sorgen mit Hits der 80er und 90er Jahre sowie aus den aktuellen Charts für ausgelassene, tanzbare Stimmung.

Ein wahrhaft „feuriger“ Auftakt wird in diesem Jahr von der „Jeremy Show“ um 20 Uhr auf dem Metzkeil (Stadtmitte) geboten. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt neben den Gaststätten und Locations auch das DRK mit der beliebten Gulaschkanone. Schnell sein lohnt sich. Die Eintrittskarten sind auf 800 Stück limitiert und waren bei den vergangenen Veranstaltungen fast immer ausverkauft.

Info: Die Einlasskarten zum Preis von 14 Euro können ab sofort in Beerfelden bei allen beteiligten Gaststätten, bei Fachmarkt Hartmann, bei Schreibwaren Papillon, im Brauereimarkt, dem Waldseebad sowie bei allen Verwaltungsstellen der Stadt Oberzent erworben werden. Außerdem gibt es sie in Erbach im Buchkabinett, in Michelstadt bei der Buchhandlung Schindelhauer sowie in Eberbach bei der Buchhandlung Greif. Weitere Infos gibt es unter Telefon 0176-52325200.

„Es muss gut sein, das ist das Entscheidende“

Die Musik ist sein großes Steckenpferd. Egal ob Folk, Blues oder Rock, gepaart mit einer Kabarett-Prise Gerhard Polt und den Well-Brüdern: Michael Reinhard fühlt sich überall zuhause. „Es muss gut sein, das ist das Entscheidende“, hebt der 61-Jährige hervor. Getreu diesem Motto widmet sich der ehemalige Stadtkämmerer von Hirschhorn der kulturellen Vielfalt in seiner Heimatstadt Beerfelden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der dortigen Musiknacht, die zweijährlich immer Ende Oktober stattfindet – jetzt zum sechsten Mal.

Für den Veranstalter, den Verkehrs- und Gewerbeverein, übernimmt Reinhard seit 2009 die komplette Organisation, akquiriert die Bands, spricht Sponsoren an, kümmert sich um Vorverkauf und Plakatierung. „Da ist natürlich auch viel eigener Geschmack bei der Musikauswahl“, schmunzelt er. Der Erfolg ihm recht: Die auf 800 Stück limitierten Karten („Mehr Leute passen in die Kneipen nicht rein“) gehen praktisch jedes Mal weg.

Reinhard schöpft dabei aus seinem reichhaltigen persönlichen Fundus an Band-Bekanntschaften und der langjährigen Erfahrung. „Ich gehe selbst im Jahr auf 30 Konzerte“, erzählt er. Daraus haben sich viele Kontakte ergeben. Das wissen auch die Vereins-Verantwortlichen, die damals auf ihn zukamen. „Die wussten, dass ich kulturell interessiert bin.“ Und natürlich auch schon einschlägig vorbelastet, denn in Hirschhorn hatte Reinhard zu dieser Zeit schon einige Konzerte und Kabarettveranstaltungen auf die Beine gestellt.

Für die Musiknacht 2019 greift er auf ein paar Zugpferde zurück. Die „Seàn Treacy Band“ aus Karlsruhe, bisher vor allem in der Rheinebene bekannt, hat sich durch Auftritte im Hüttenwerk und auf dem Pferdemarkt auch im Odenwald einen Namen gemacht. Die „Bombshells“ mit ihren Rock-Covers mischten vor kurzem den Hirschhorner Klosterhof auf. Und die „Blue Healers“ mit ihrem bluesgetränkten Rock sind in Beerfelden schon bekannt wie die bunten Hunde. „Die werden verlangt, weil sie eine tolle Show machen“, weiß der Kulturmacher.

„Ich will etwas für die Stadt und ihre Bürger tun“, meint er über seine Motivation, alle zwei Jahre die Musiknacht zu stemmen. Denn das kulturelle Angebot in Oberzent kann ja durchaus solche Großveranstaltungen vertragen. Reinhard sieht den Event als „PR-Veranstaltung für Beerfelden“, denn er betreibt Werbung in einem 100-Kilometer-Umkreis.

Der Beerfeldener kümmert sich auch um das Musikprogramm der Oberzent-Expo. Das erfreut sich seiner Beobachtung nach immer größerer Beliebtheit, weil es das frühere Kleinkunstzelt nicht mehr gibt. „Das hat die Leute schwer getroffen“, sagt er. Denn die Bühne brachte eine individuelle Note ins Unterhaltungsprogramm des Pferdemarkts rein und gab Künstlern abseits des Mainstreams ein Podium.

Das Management der Irish-Folk-Gruppe „Dhalia’s Lane“, vor kurzem auf dem Wiesenmarkt zu hören, betreibt der 61-Jährige seit 2007. „Die habe ich als Vorband zu ‚Paddy goes to Holyhead‘ kennengelernt“, erzählt er. Das war 1999, damals noch unter dem Namen „Wild Silk“. Nach zwei sehr erfolgreichen, von ihm organisierten Konzerten in Hirschhorn wurde er nach mehr gefragt. Inzwischen sind es um die 25 Auftritte im Jahr, die er an Land zieht.

„Das ist eine Band mit hochprofessionellen Musikern“, zeigt sich Reinhard begeistert. Sie bringt die irischen Töne in Vollendung rüber. „Das Zusammenwirken macht einfach Spaß.“ Schon als Jugendlicher „habe ich die Dubliners gehört“, hat er ein Faible für das Musikschaffen von der Grünen Insel. Später kam auch Clannad dazu.

Daneben gibt es die Zusammenarbeit der Folk-Gruppe mit dem Airlenbacher Stefan Rosewick von ArtArtistica in Gestalt des „irischen Feuermärchens“, das am 24. August in Bad König aufgeführt wird. Wer den Beerfeldener fragt, dem wird geholfen. Denn seine Kontakte haben sich herumgesprochen, sodass er auch immer gerne Ansprechpartner ist, wenn auf die Schnelle eine Gruppe benötigt wird. Außerdem bringt er Künstler mit dem Verein „GO!“ zusammen. Wie etwa Paddy Schmidt, der Ende November in Rothenberg eine musikalische Lesung halten wird.

Info: Die Eintrittskarten für die sechste Beerfeldener Musiknacht am Samstag, 26. Oktober, können ab sofort in Beerfelden bei allen beteiligten Gaststätten, bei Fachmarkt Hartmann, bei Schreibwaren Papillon, im Brauereimarkt, im Waldseebad sowie bei allen Verwaltungsstellen der Stadt Oberzent erworben werden. Außerdem gibt es sie in Erbach im Buchkabinett, in Michelstadt bei der Buchhandlung Schindelhauer sowie in Eberbach bei der Buchhandlung Greif. Weitere Infos unter Telefon 0176-52325200.

Rund um den Metzkeil bricht die Hitze aus: Mehr als 700 Gäste kommen zur 5. Beerfelder Musiknacht

Die ganze Innenstadt ist eine einzige große Partymeile. Nasskalter Regen? Egal. Besonders zwischen Rat- und Bürgerhaus lassen sich die Musikbegeisterten bei der 5. Beerfelder Musiknacht vom beständigen Nieseln nicht abschrecken. Weniger Besucher als vor zwei Jahren, aber für die miese Witterung überraschend viele ziehen durch die Kneipen, ohne sich um die Dusche von oben zu kümmern. Alle sechs teilnehmen Kneipen und Gaststätten sind den ganzen Abend über proppenvoll.

Mehr als 700 Gäste zählen die Veranstalter vom Gewerbeverein am Schluss. Auch wenn man natürlich einen Rückgang der Zahlen verzeichnen muss: Die Begeisterung der Fans und Musiker macht das wieder wett. Die Bands haben eine riesige Resonanz auf ihre Auftritte. Somit eine perfekte Symbiose für einen mehr als gelungenen Abend, den viele auch nutzen, um einfach mal wieder in angenehmer Atmosphäre alte Freunde wiederzutreffen.

Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigt sich schon bei der beeindruckenden Feuershow von „art Artistica“ zu Beginn auf dem Metzkeil. Dicht gedrängt stehen um die 500 Besucher bei einsetzendem Nieselregen zusammen, um sich das Spiel mit dem Feuer aus nächster Nähe anzuschauen – und vielleicht schon ein wenig aufzuwärmen. Danach geht’s schnurstracks in die verschiedenen Lokalitäten, wo mit Gongschlag halb 9 die Musik startet – und mehr als vier Stunden lang nicht mehr stoppt. Etwas nervig sind lediglich die quasi gleichzeitigen Pausen in allen Lokalitäten.

Die „Blue Healers“ aus Frankenthal, 2015 der Kracher im Programm, dürfen deshalb im Rössl dieses Jahr wieder ran. Blues, Rock oder zusammen erdigen Bluesrock zelebrieren die vier. Das ist absolut authentisch, knackig, handgemacht, laut, mitreißend – 70er-Jahre-Feeling pur, das die Musiker exzessiv ausleben. ZZ Top, AC/DC, James Brown oder Led Zeppelin sind nur einige der Heroen, denen die Band gekonnt nacheifert – und damit nicht nur das Lokal, sondern gleich die gesamte Straße mitbeschallt.

„Britgirl Abroad“ im Schwanen sind eine Klasse für sich. Die achtköpfige Band um die extrovertierte Frontfrau Kate Dowle beschallt den Saal von vorn bis hinten mit Folk-, Pop- und Rocksongs aus eigener Feder. Die sind überaus eingängig und hitparadentauglich. Dazu noch die charmante „Denglish“-Moderation von – eben Britgirl – Kate und fertig ist ein Auftritt, der sich sehen und hören lassen kann.

Herzstück der Besetzung ist der mehrstimmige Chorgesang von Ina Powis, Ilze Strömich und Barbara Galata. Aber auch die anderen Musiker, allen voran Andreas Kischa auf der Gitarre, verbreiten gute Laune pur. Sie sorgen ganz im Gegensatz zum Wetter auf der britischen Insel für einen kochenden Saal, aus dem die schwüle Wärme nur so herauswabert.

Frauenpower ebenfalls bei „Millenium“. Stimmgewaltige Leadsängerin ist Barbara Boll, die ebenso wie Britgirl-Mitwirkende ihre Wurzeln bei der Mannheimer Band „Sheerocks“ hat. Was die Rockröhre im Eiscafé Lido raushaut, lässt die Scheiben erzittern. Kein Wunder, dass die Band nur akustisch covert – verstärkt würde es die Fenster raushauen. Die sind sowieso in allen Lokalen bis oben hin beschlagen. Denn die Besucher drängen sich in Massen hinein, die Luft ist zum Schneiden, die Stimmung wortwörtlich auf dem Siedepunkt, wenn die Musiker loslegen.

Die „Grupo Andaré“ bei „Tapas y Copas“ ist mit ihrem karibischen Flair ebenfalls perfekt darin, die frierend reinkommenden Gäste sofort in wärmere Gefilde zu beamen. Im Zelt gegenüber bei „s’Lagger“ besorgen das die Musikfans selbst, indem sie es möglichst dicht bevölkern. Die „Acoustic Fools“ heizen dort mit Rock- und Popperlen wie „Horse with no name“ ein.

Der „Goldene Stern“ schließlich gehört der Folkgruppe „Dhalias Lane“. Zu den ehemaligen Wild-Silk-Mitgliedern Berk Demiray (Gitarre, Gesang) und Rainer Burgner (Flöten) haben sich Bozena Woitasky (Geige) und an diesem Abend auch die Beerfeldenerin Sofia Glaser (Gesang, Percussion) gesellt. „Molly Malone“, „Sally Gardens“ oder „Ships are sailing“ gehören zu den Stücken, die jeder schon einmal gehört hat.

Für die Organisatoren ist die fünfte Auflage des größten Musik-Spektakels in Beerfelden in Relation zum Wetter wieder ein Erfolg. Nicht nur aus Beerfelden, sondern auch von weiter her, aus dem Weschnitz- und Neckartal, aber auch aus dem nördlichen Odenwaldkreis, kommen die Gäste zum Feiern. Erst spät in der Nacht wird der letzte Verstärker ausgedreht, die letzte Gitarre ausgestöpselt, werden die Instrumente eingepackt. Bis der letzte Gast den Heimweg antritt, sind schon die frühen Morgenstunden angebrochen. Alle freuen sich auf die Fortsetzung. Mehr Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1667992489911560.1073742027.100001024761983&type=1&l=994c8cb5ef

Sechs Top-Bands machen bei der Beerfelder Musiknacht am 28. Oktober die Nacht zum Tage

Nach dem überwältigenden Erfolg der vierten Beerfelder Musiknacht vor zwei Jahren veranstaltet der Gewerbeverein der Stadt mit Unterstützung der Sparkasse Odenwaldkreis am Samstag, 28. Oktober, die bereits fünfte Auflage des beliebten Musikspektakels im gesamten Innenstadtgebiet von Beerfelden. Dafür wurden sechs Top-Bands engagiert, die bundesweit für Furore sorgen und ab 20.30 Uhr in den Gaststätten der Stadt den Fans aus nah und fern ordentlich einheizen und „den Bär tanzen lassen“.

Geboten wird eine einmalige Mischung aus fast allen musikalischen Bereichen: Dhalias-Lane gehören zur Elite der Celtic-Folk-Bands in Deutschland. Mit den Acoustic Fools (Musiker der bekannten Band „Fools Garden“) kommen die Meister der Gitarren höchst persönlich nach Beerfelden. Die Abräumer der vierten Musiknacht 2015, die Blue Healers aus der Pfalz, heizen mit erdigem Blues und Rock ein.

Das Trio Millennium um die charismatische Frontfrau Barbara Boll begeistert das Publikum mit Perlen der Musikgeschichte. Die Folk-Pop-Band Britgirl Abroad mit Musikern der bereits mehrfach aufgetretenen Power-Band „Sheerocks“ wartet mit Rock-Klassikern und Klangbildern auf, die so bisher noch nicht zu hören waren. Mit der Grupo Andaré kommt karibisches Flair nach Beerfelden. Ein wahrhaft „feuriger“ Auftakt wird mit einer atemberaubenden Feuershow der Künstler von art Artistica um 20 Uhr auf dem Metzkeil (Stadtmitte) geboten.

Info: Die auf 800 Stück limitierten Einlasskarten zum Preis von 14 Euro für alle Veranstaltungen können ab sofort in Beerfelden bei Fachmarkt Hartmann, bei Schreibwaren Papillon, beim Getränkemarkt Felsenkeller sowie in den teilnehmenden Gaststätten, in Erbach bei der Sparkasse Odenwaldkreis und in Eberbach bei der Buchhandlung Greif erworben werden. Weiteres unter  www.beerfelden.de oder Telefon 0176-52325200.