In die Liftsanierung kommt Fahrt rein

Im Grunde genommen waren sich die Stadtverordneten einig, dass die dringend notwendige Reparatur am Bikepark Beerfelden endlich durchgeführt werden muss. Denn sonst würde das Regierungspräsidium (RP) am 30. August den Lift komplett stilllegen und Oberzents touristisches Highlight wäre passé. Aber den Weg zur letztendlichen Entscheidung machten sich die Mandatsträger in der auf Abstand getrimmten Sporthalle nicht leicht – zum Schluss wurde einfach der geltende Vertrag herangezogen und umgesetzt.

Anlass für die aufkommende Diskussion war ein Antrag der Überparteilichen Wählergemeinschaft Oberzent (ÜWO). Den erläuterte Fraktionssprecher Chris Poffo im Detail.  Die „erheblichen sicherheitstechnischen Mängel“ rühren daher, dass der Skilift bei einer Betätigung des Nothalts noch zu lange weiterläuft. Zwar ist sowieso eine Kompletterneuerung des Lifts geplant, aber bis die irgendwann zum Tragen kommt, muss der Mangel abgestellt werden. Und zwar sofort. Daran lassen TÜV und RP keine Zweifel.

Wobei das RP noch weiter als der TÜV ging und eine kurze Frist bis 15. Juni setzte, die nach einem Vor-Ort-Termin letztmalig auf 30. August verlängert wurde. Somit war Eile geboten, was den Parlamentariern gar nicht schmeckte. Da das Problem schon seit vergangenem Jahr bekannt ist, hinterfragten sie auch, warum die Vorlage erst jetzt auf den Tisch kommt – und dann noch von einer Fraktion und nicht von der Verwaltung.

Denn die Stadt Oberzent ist Verpächter von allem. Es gibt einen Vertrag mit Pächter Werner Manschitz, der auch solche notwendigen Reparaturen regelt, erläuterte Poffo. Danach trägt dieser die ersten 5000 Euro einer Maßnahme, der Rest wird hälftig aufgeteilt. Somit würden nach dieser Lösung 38.500 Euro an überplanmäßigen Ausgaben auf den chronisch klammen städtischen Haushalt zukommen.

Wie Bürgermeister Christian Kehrer mitteilte, ist das auch genau die Lösung, die der Magistrat empfiehlt. Getreu dem Motto: „Pacta sunt servanda“, Verträge gilt es einzuhalten. Poffo und die ÜWO schlugen eine andere Lösung vor: Manschitz würde die kompletten Kosten von 82.000 Euro tragen. Dafür würde die Stadt die Pachtzahlungen von 9800 Euro monatlich bis Ende 2023 aussetzen und gleichzeitig den Ende 2022 auslaufenden Pachtvertrag vorzeitig verlängern. Außerdem wurde eine Bürgschaft für den Kredit durch die Stadt angefragt. Aber nur angefragt, sagte Poffo, als sich anhaltender Widerstand dagegen regte. Der Pächter würde auch ohne eine solche agieren.

Das ÜWO-Ansinnen löste – zusammen mit dem komplexen Thema an sich – eine fast zweistündige Diskussion mitsamt Sitzungsunterbrechung aus. In einem waren sich die Stadtverordneten einig: Unisono wurde das Wirken von Manschitz gewürdigt, der mit dem Bikepark für Oberzent fast schon ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen hat. Allerdings gingen die Vorstellungen darüber auseinander, wie die Reparatur ablaufen sollte.

Thomas Ihrig (SPD) sah den ÜWO-Vorschlag mit „viel zu vielen Fragen“ behaftet. Er wie auch danach sein Fraktionskollege Rüdiger Holschuh betrachteten sowohl Bürgschaft als auch vorzeitige Vertragsverlängerung kritisch in Bezug auf die kommende Generalsanierung, die damit verbundene Ausschreibung und den Bezug möglicher Fördermittel. Auch Alexander Beck (FDP) und Thomas Väth (Grüne) hatten Rückfragen oder sahen Probleme.

„Wir haben einen bestehenden Vertrag“, gab es laut Ihrig keinen Grund, jetzt alles umzuschmeißen. Was auch Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) unterstrich, die sich für die Einhaltung des Pachtvertrags aussprach. Der SPD-Fraktionschef hätte sich mehr Informationen von der Verwaltung und eine frühere Beratung gewünscht, um jetzt nicht alles in Zeitnot durchzuhecheln.

Kehrer ergänzte, dass die beauftrage Fachfirma bereits in den Startlöchern steht. Sie könnte die Arbeiten in der zweiten Augustwoche ausführen. Frank Leutz (FDP) brachte noch eine andere Option ins Spiel, die ebenfalls ausgiebig diskutiert wurde. Er war zwar gegen eine Bürgschaft, wollte aber dem Pächter die Option für eine Pachtverlängerung einräumen, damit dieser zumindest ein Stückweit Planungssicherheit hat.

„Werner Manschitz gehört voll unterstützt“, wusste sich der FDP-Fraktionssprecher mit seinen Kollegen einig. Der ÜWO-Antrag wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt, womit der reguläre Vertrag greift. Die Stadtverordneten signalisierten im Anschluss klar, dass sie sich eine Vertragsverlängerung mit Manschitz sehr gut vorstellen können. Allerdings steht jetzt erst einmal die Komplett-Sanierung an. Somit heißt die Devise: Schritt für Schritt.

 

Infos:

Der Lift im Bikepark ist in die Jahre gekommen. Ihn gibt es seit 1971 und die Prüfbehörde fordert schon seit ein paar Jahren seine Sanierung. Das bedeutet letztendlich eine komplette Erneuerung, da die bisherigen Bauteile eine Instandsetzung praktisch nicht mehr zulassen.

Bei neuen Liften werden die Pfosten auf dem Fundament verschraubt, bei den alten wie dem in Beerfelden noch eingegossen. Insgesamt werden die Kosten auf eine Million Euro veranschlagt. Davon erhofft man in Oberzent eine erkleckliche Reduzierung durch entsprechende Fördermittel.

Der Bebauungsplan für die Erneuerung ist in der Mache. Denn es geht neben der Sanierung auch um eine Verlängerung um knapp 200 Meter den Hang hinauf auf 760 Meter Länge. Damit würde der Höhenzug erreicht. Aktuell läuft hierzu ein naturschutzrechtliches Gutachten, wie weit es in die Höhe gehen darf.

Wichtig ist für den Betreiber die Verdoppelung der Kapazität. Denn im bisherigen Bikepark-Betrieb konnten nur 250 Personen pro Stunde befördert werden, mit einem neuen Lift wären es fast 500.  Damit ließen sich die Wartezeiten von fast 45 Minuten in Stoßzeiten stark reduzieren. Allerdings sind es coronabedingt derzeit viel weniger Besucher, weil die Vorschriften nur 150 erlauben.

Weniger Biker dürfen öfter fahren

Seit Mitte Mai darf Werner Manschitz den Bike-Park Beerfelden wieder öffnen – und hat mit der neuen Wirklichkeit in Corona-Zeiten bislang gute Erfahrungen gemacht. Die aktuelle Beschränkung auf 100 Personen wirkt sich positiv auf die Länge der bisherigen Wartezeit aus. Manschitz bezeichnet die ungewollte Reduzierung deshalb als „Win-Win-Situation“: Er darf wieder öffnen – und wer kommt, kann nun öfter fahren.

Damit es auch bei 100 bleibt und keiner umsonst kommt, ist eine vorherige Online-Anmeldung nötig – also ähnlich wie in Freizeitparks. Ob der Bike-Park allerdings als ein solcher oder als Veranstaltung (mit maximal 100 Gästen) durchgeht, konnte dem Betreiber noch keiner definitiv sagen. Er hat auf jeden Fall eine Erhöhung der Besucherzahl auf 150 beantragt und geht davon aus, „dass diese so durchgeht“. Denn die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln kann er garantieren.

Bei anderen Anlagen reichen Vollvisierhelme als Corona-Schutz aus, in Beerfelden wird es strenger gehandhabt. Ein Mund-Nasen-Schutz ist vor dem und im Lift Vorschrift, erst beim Aussteigen sollte er abgenommen werden. Denn die Nutzer werden vom Liftpersonal „eingebügelt“, weshalb man sich ziemlich nah kommt. Deshalb hat der Betreiber für seine Leute auch FFP2-Masken zusätzlich zu Handschuhen geordert.

150 Biker am Tag hält Manschitz weiterhin für „gut machbar“: Denn damit hält sich der Andrang trotzdem noch in Grenzen, weil früher viel mehr am Tag den Hang runterrauschten. Deshalb plant er, die unfreiwillige Kontigentierung auch dann weiterzuführen, wenn er es in spe nicht mehr müsste. „Ich will keine Massen wie in anderen Bike-Parks“, betont der Beerfeldener. Denn das bedeutet lange Wartezeiten für die Nutzer und Stress fürs Personal.

So bekommen seine Biker viel Gegenwert durch häufiges Fahren. Da Manschitz den Mittwoch als weiteren Öffnungstag (bis Sonntag) dazu genommen hat, ist er durch die erweiterten Öffnungszeiten optimistisch, „dass es noch ein fast normales Jahr werden könnte“. Die Rückmeldungen zeigen ihm, dass die Resonanz auf jeden Fall gegeben ist.

„Die Gäste sind begeistert und finden es toll“, hat er erfahren. Sie können quasi nonstop den Hang hinunter brausen, denn am Lift müssen sie so gut wie gar nicht anstehen. Da jedoch alles zwingend über Voranmeldung läuft, haben diejenigen Pech, die spontan vorbeikommen möchten, bedauert Manschitz. Alle, die vorher online Karten gekauft haben, können die Anlage von 10 bis 18 Uhr nutzen.

 

 

2004 wurde der Bikepark Beerfelden eröffnet. Jeder, der sein Rad mitbringt – oder sich eines vor Ort im leiht -, kann diesen Erlebnissport hier genießen. Seit 2012 gibt es sieben Strecken, je etwa einen Kilometer lang. Die fünf schwierigeren Freeride- und Downhill-Strecken weisen viele, zum Teil sehr anspruchsvolle Teilstücke auf. Sprünge, Steilabfahrten, Anlieger, Steinfelder – für jeden ist was dabei. Alle schwierigen Abschnitte können umfahren werden. Die sechste Strecke, die „Blue Wave“, kommt ohne diese Highlights aus und wurde so gestaltet, dass auch Kinder und technisch nicht so versierte Fahrer sie bewältigen können. Der „Yellow Viper“ – die siebte Stecke – ist ein Super-Enduro-Trail, der alles bietet, was ein Enduro-Biker sich wünscht. Mehr Infos und Online-Kartenkauf: http://www.bikepark-beerfelden.de

Im Bikepark stehen alle Räder still

Im Beerfeldener Bikepark stehen derzeit alle Räder still. Betreiber Werner Manschitz befürchtet, dass auch er von der Regelung betroffen ist, dass bis Ende August keine Großveranstaltungen durchgeführt werden dürften. Denn der Lift kann in der Stunde bis zu 250 Biker hochbefördern. Er will aber erst einmal die konkreten Bestimmungen des Landes abwarten, bevor er sich weitere Gedanken macht. Aber auch wenn es weitergeht, ist nicht alles Gold, was glänzt: Bei der Lift-Sanierung herrscht Zugzwang.

Hochsaison ist im Bikepark den Winter über bis in den Mai. Dann ist „normalerweise gut Betrieb“, erzählt Manschitz, da die Beerfelder Location die einzige in Deutschland ist, die während der kalten Monate ihren Betrieb aufrechterhält. In „normalen“ Wintern geschieht das als Schlepplift für Skifahrer, in warmen bzw. dem folgenden Frühjahr startet wieder die Mountainbike-Saison. Die Gäste kommen viele hundert Kilometer angefahren, um ihrem Hobby zu frönen.

Der Lift ist allerdings in die Jahre gekommen. Ihn gibt es seit 1971 und die Prüfbehörde fordert schon seit ein paar Jahren seine Sanierung. Das bedeutet letztendlich eine komplette Erneuerung, da die bisherigen Bauteile eine Instandsetzung praktisch nicht mehr zulassen. Der Bebauungsplan dafür ist dem Betreiber zufolge in der Mache. Denn es geht neben der Sanierung auch um eine Verlängerung um knapp 200 Meter den Hang hinauf.

Manschitz zeigt sich „vorsichtig optimistisch“, dass es 2021 mit der Realisierung klappt. Das sei dann auch davon abhängig, wie es mit den finanziellen Mitteln der Stadt aussieht und ob es die jetzigen Zuschüsse noch gibt. Denn insgesamt werden die Kosten mit einer Million Euro veranschlagt. Davon erhofft man in Oberzent eine erkleckliche Reduzierung durch entsprechende Fördermittel.

Um dieses Jahr wieder loslegen zu können, muss erst einmal die Aufsichtsbehörde gnädig gestimmt sein. Denn es gibt die Frist, dass bis 1. Juni die Steuerung erneuert werden soll. „Das wollen wir auf den neuen Lift verschieben“, hofft der Betreiber. Denn die alte Anlage ist seinen Worten zufolge in ihrer Gänze nicht mehr reparabel, sodass damit Geld versenkt würde. Bei neuen Liften werden die Pfosten auf dem Fundament verschraubt, erläutert bei den alten wie der in Beerfelden noch eingegossen.

Manschitz wünscht sich im Idealfall eine Lift-Verlängerung auf etwa 760 Meter. Damit würde der Höhenzug erreicht. Aktuell läuft hierzu ein naturschutzrechtliches Gutachten, wie weit es in die Höhe gehen darf. Das sollte seiner Meinung nach aber schon substantiell sein. „Bei 50 Metern mehr kann man es lassen.“

Wichtig ist für den Betreiber vor allem die Verdoppelung der Kapazität. Denn im bisherigen Bikepark-Betrieb konnten nur 250 Personen pro Stunde befördert werden, mit einem neuen Lift wären es fast 500. Damit ließen sich die Wartezeiten von fast 45 Minuten in Stoßzeiten stark reduzieren. Manschitz schwebt daneben vor, auch die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen und etwa die Toilettenanlagen zu vergrößern.

Die in früheren Beratungen aufgetauchten Extras wurden aufgrund fehlender Mittel allesamt gestrichten, so Manschitz. Eine teure Flyline ließe sich außerdem nur mit einem – ungleich teureren – Sessellift realisieren. „Eine solche Planung ist unrealistisch“, betont er deshalb. Würde man eine günstigere Sessellift-Lösung wählen, wäre wiederum die Laufleistung zu gering, könnten nicht genug Gäste hochbefördert werden.

Manschitz hat außerdem einen Traum: von einer bewirtschafteten Hütte auf dem Höhenzug. „Die wäre einmalig im ganzen Odenwald“, schwärmt er. Im Pfälzer Wald ist so etwas gang und gäbe. Er weiß außerdem von der Planung eines Funkmastes bei der Sensbacher Höhe durch e-netz-Südhessen. Hier gehen die Überlegungen dahin, sich einzuklinken und in Zusammenarbeit einen Aussichtsturm auf die Beine zu stellen. „Das wäre ein großer Anziehungspunkt für Oberzent“, hebt er hervor.

 

 

Umsetzung des Oberzent-Tourismuskonzepts wird jetzt geprüft

Das Konzept „Oberzent-Tourismus 2025“ für den Bereich Sensbacher Höhe soll kommen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Diesen Grundsatzbeschluss fasste die vorläufige Stadtverordneten-Versammlung auf ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl in der Rothenberger Sporthalle einstimmig bei mehreren Enthaltungen. Grundsätzlich herrschte Einigkeit, dass man – nach einem zähen Beginn – nun etwas schneller zu Werke gehen und das Projekt vorantreiben will. Diese Willenserklärung hatte man bereits im Ältestenrat so vorbesprochen.

Wie das Konzept ausgestaltet sein wird, welche Punkte mit aufgenommen werden, wie viel es kostet und welche Zuschüsse fließen können, soll jetzt erarbeitet werden. Wichtig war Parlamentariern der Hinweis darauf, dass noch nichts festgezurrt ist. „Es gibt noch keinen definitiven Beschluss für eine Umsetzung.“ Der Magistrat soll lediglich einen Förderantrag stellen, um keine Fristen zu versäumen. Die Stadtverordneten werden über alle Schritte zeitnah informiert.

Entgegen der landesweiten Entwicklung sind die Übernachtungszahlen in der Oberzent rückläufig. Ebenso verminderte sich die Zahl der Gastronomiebetriebe in der Vergangenheit deutlich. Da viele Betriebsinhaber bereits in fortgeschrittenem Alter sind, steht laut Interimsbürgermeister Egon Scheuermann zu befürchteten, dass sich der Negativtrend fortsetzen wird. Gute Gastronomie sei auch ein Stück Lebensqualität, „die es möglichst zu bewahren gilt“. Durch die Förderung touristischer Projekte werde auch die Gastronomie gestärkt.

Mit dem Bikepark Beerfelden wurde in den letzten zehn Jahrein touristisches Highlight geschaffen, das etwa 15.000 Besucher pro Jahr anzieht. Allerdings ist die Liftanlage aus dem Jahr 1971 in die Jahre gekommen. Sie ist reparaturanfällig und wurde bereits vom TÜV beanstandet. Außerdem ist der Lift 200 Meter zu kurz für die Biker. Im Hauptgeschäftsbetrieb gibt es einen Kapazitätsengpass mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde.

Scheuermann bezeichnete den Lift als Kernstück der Konzeption. Der müsse auf jeden Fall erneuert werden, um einen funktionsfähigen Grundstock zu bilden. Inwieweit dann Flyline-Anlage mit Aufstiegsturm, Schaukel-/Erlebnispfad oder Kinderseilgarten und Relaxzone hinzukommen, muss sich zeigen.

Wie die OREG nach Prüfung der Förderkriterien mitteilte, wäre die reine Ersatzbeschaffung eines neuen Schlepplifts wohl nicht förderfähig. Im Rahmen eines touristischen Gesamtkonzepts mit einer Neukonzeption könnte eine Förderung von 50 Prozent aus EU-Mitteln erreicht werden. Gabriele Quanz der Wirtschaftsförderung stand Rede und Antwort. Sie will sich umschauen, inwieweit auch andere Fördertöpfe als der EU-Regionalfonds in Frage kommen könnten.

Die Mandatsträger beschlossen die Umsetzung des Konzepts unter mehreren Vorbedingungen: wenn keine unüberwindlichen, baurechtlichen oder naturschutzrechtlichen Gründe dagegen sprechen. Auch muss die Förderfähigkeit gegeben sein. Das Projekt soll außerdem in der langfristigen Haushaltsplanung der Stadt wirtschaftlich darstellbar sein.

Wie Scheuermann erläuterte, soll es Mitte Mai Gespräche mit der WI-Bank in Bezug auf die Förderfähigkeit geben. Das entsprechende EU-Programm läuft nur noch bis zum Jahr 2020. Danach sind keine Mittel mehr für touristische Projekte vorgesehen. Aus diesem Grund ist Eile geboten, um noch Mittel aus den Töpfen akquirieren zu können, bevor diese leer sind.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass sich die Stavo der ehemaligen Stadt Beerfelden bereits vor mehr als einem Jahr mit dem Thema befasst hatte. Es tat sich längere Zeit nichts, sodass man nun endlich Nägel mit Köpfen machen müssen. Sollte sich herausstellen, dass manche Punkte nicht gefördert werden, könnte man diese herausnehmen. Ähnlich verhält es sich mit Details, die vielleicht wirtschaftlich nicht darstellbar oder in der gewünschten Form nicht realisierbar sind. Scheuermann erwähnte darüber hinaus die Frage, ob sich vielleicht die gewünschte Förderung durch die erzielten Pachteinnahmen reduziert. Auch dies gelte es im Vorfeld zu klären.

Oberzent soll touristisch neu aufgestellt werden: Lift soll saniert und Sensbacher Höhe eine Fly-Line bekommen

Der Tourismus in der neuen Stadt Oberzent hat noch viel Potenzial. Er ist außerdem ein Pfund, mit dem die Region wuchern kann. Denn die herrliche Odenwald-Landschaft ist ein beliebtes Urlaubsziel – wenn die Ziele attraktiv sind und bekannt gemacht werden. Bikepark-Betreiber Werner Manschitz und Claus Weyrauch hatten schon einmal das Konzept zur Lift-Sanierung und Attraktivierung der Sensbacher Höhe durch verschiedene Freizeitangebote vorgestellt. Kurz vor Jahresende präsentierten beide das Thema erneut in überarbeiteter Version.

Die vier scheidenden Bürgermeister, Gemeindevertreter- und Fraktionsvorsitzende waren Adressaten der überarbeiteten Vorlage. „Wir wollen die Chancen im Zuge der Fusion ausnutzen“, so Weyrauch. Die Stadt Oberzent solle touristisch neu aufgestellt werden. Die Sensbacher Höhe ist dabei als „Highlight und Leuchtturm“ konzipiert. Allerdings wird das Ganze trotz Fördermitteln nicht billig, weswegen bald in die Beratung eingestiegen werden soll. 3,7 Millionen Euro würde das Komplettpaket kosten.

Darin enthalten ist auch ein Radwegenetz, das in Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark entstehen könnte. Denn der E-Bike-Trend „wird immer stärker, aber läuft derzeit an uns vorbei“. In diesem Zuge will man von Beerfelden aus den Marbachstausee anbinden, wo der Abwasserverband Mittlere Mümling einen Badesteg und Kiosk plane. Damit hoffen die Initiatoren, dem Tourismus einen kräftigen Schub zu geben und die rückläufigen Übernachtungszahlen wieder ansteigen zu lassen.

Damit im Sommer der bald 50 Jahre alte Schlepplift für den Bikepark und im Winter fürs Skifahren genutzt werden kann, muss er dringend erneuert werden. Außerdem sind die Kapazitäten zu gering. Von einem zuvor ins Auge gefassten Sessellift „sind wir wegen der zu hohen Kosten wieder abgekommen“, sagte der Mittelstandsberater. Ein Zweier-Sessellift hätte nicht die benötigte Kapazität und ein Vierer „mit 3,5 Millionen Euro utopische Kosten“.

Deshalb soll es nun eine Erneuerung des bisherigen Lifts tun. Die kostet immer noch 800.000 Euro, würde aber durch schnellere Geschwindigkeit und kürzere Abstände die Kapazität von bisher 250 Bikern in der Stunde verdoppeln. Als Attraktion auf der Sensbacher Höhe sieht das Konzept eine sogenannte „Fly-Line“ vor. Dahinter verbirgt sich ein Rohrsystem, mit dem die Wagemutigen in den Baumwipfeln im Slalom zu Tal schweben.

Danach geht es darum, „die Leute wieder von unten nach oben zu bringen“ – etwa über eine Art Erlebnisschaukelpfad. Eine bewirtete Hütte mit Aussichtsturm, gleichzeitig Startpunkt der Fly-Line, ist ebenfalls Teil des Projekts. Für die Gebäude der Talstation ist an eine Auffrischung und Ergänzung gedacht. Daneben braucht die Technik eine Überholung. „Moving in Nature“ nennt Weyrauch als strategischen Ansatz: mit den Stärken der Oberzent wuchern. Schwimmen, Laufen, Paddeln, Rad und Bootfahrern, Wandern – alles findet in toller Natur statt.

Woher soll das viele Geld kommen? Laut Weyrauch sind für einen Großteil der Maßnahmen 50-prozentige Zuschüsse aus dem europäischen Regionalfonds zu erwarten. „Wir hoffen, dass auch Mittel aus dem Leader-Programm fließen“, meint der Berater. Bleiben aber immer noch fast zwei Millionen Euro an der neuen Stadt hängen.

In der Theorie wäre eine Finanzierung über die Pacht möglich, betont er. Dies aber nur mit einer sehr langen Laufzeit. Bei einer Verringerung käme die Stadt ins Boot. Der Bikepark habe derzeit 15.000 Besucher im Jahr. Für die Fly-Line kalkuliert man im Schnitt mit 100 Besuchern an 125 Öffnungstagen. Um die Kosten zu verdeutlichen und Klarheit über eine mögliche Förderung zu bekommen, soll es eine Projektskizze geben. Mit der wollen dann die Initiatoren so schnell wie möglich in die Gremien der neuen Stadt gehen.

„Die Touristen sollen ihr Geld in der Oberzent ausgeben“, wünschen sich Manschitz und Weyrauch. Über die attraktiven Freizeitangebote soll ein Multiplikator-Effekt entstehen, der in Gastronomie und Pensionen mehr Frequenz schafft und ihren Betrieb wieder attraktiver macht. Von den Teilnehmern gab’s ein positives Feedback mit der Bitte um Kostenklärung. Denn es drängt nicht nur der TÜV, sondern auch das Auslaufen des Efre-Förderprogramms 2020.

 

 

Die Überalterung der Hotel- und Gastronomiebetreiber gibt im Odenwaldkreis Grund zur Sorge. Laut einer IHK-Studie sind 47 Prozent aller Unternehmer bereits 57 Jahre oder älter. Wiederum zwei Drittel dieser Altersgruppe sind bereits so gut wie im Rentenalter und davon die Hälfte älter als 70. Damit stellt sich ein akutes Nachfolgeprogramm. Schwacher Trost: Im benachbarten Kreis Bergstraße ist die Lage noch prekärer: „Je ländlicher, desto älter“, heißt es im Gaststättengewerbe.

Interkommunaler Arbeitskreis soll sich um einen neuen Skilift für Beerfelden kümmern

Ein großer Arbeitskreis soll sich mit der Erneuerung des Skilifts am Bikepark und einem touristischen Konzept für die Sensbacher Höhe beschäftigen. Das beschloss die Stadtverordneten-Versammlung auf ihrer vergangenen Sitzung. Vorausgegangen war eine Diskussion darüber, wie dieses Gremium besetzt werden und um was es sich kümmern soll. Denn darüber gingen die Meinungen auseinander.

Ausschussvorsitzender Erwin Körber (SPD) hatte die dortige Projektvorstellung durch Werner Manschitz und Claus Weyrauch kurz rekapituliert. 1,7 Millionen Euro Baukosten netto stehen allein für einen neuen Lift auf dem Papier, weitere Attraktionen nicht eingeschlossen. Deshalb ist es laut Körber für eine Realisierung wichtig, inwieweit Zuschüsse akquiriert werden können. Diese wiederum sind an Vorgaben gebunden.

Wie der Vorsitzende verdeutlichte, drängt bei der ganzen Sache auch die Zeit: Der alte Lift wird nicht mehr lange durchhalten, daneben wird es Efre-Fördermittel wahrscheinlich nur noch bis zum Jahr 2020 geben. Neben einer 200 Meter längeren Anlage, die auch die Sensbacher Höhe mit erschließt, werden im Projektentwurf dort Barfuß- oder Baumwipfelpfad, Waldspielplatz, bewirtete Höhenhütte, Zip-Line oder Zip-Coaster vorgeschlagen.

„Wir sollen alle Ressourcen nutzen, die uns zur Verfügung stehen“, sagte Körber. Weswegen im Arbeitskreis neben Manschitz und Weyrauch auch der jetzige Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh und sein Vorgänger Michael Reuter (beide SPD) wegen ihrer Kontakte nach Wiesbaden, der Skiclub-Vorsitzende Wolfgang Schwöbel, Stadtbaumeister Peter Bauer, Gabriele Quanz von der Wirtschaftsförderung der Oreg und die vier Oberzent-Bürgermeister sitzen sollen. Denn alles, was in die Zukunft gerichtet ist, wird ab sofort von den Kommunen gemeinsam getragen.

Diese Zusammensetzung rief aber in zweifacher Hinsicht Widerspruch hervor. Frank Leutz (FDP) vermisste einen Fachmann, der sich mit Liftbau auskennt. Walter Gerbig (CDU) wollte auch die Fraktionen mit eingebunden wissen. Chris Poffo (ÜWG) betrachtete die Finanzierung als einen ersten Schritt. „Ich muss doch wissen, wie so etwas aussehen soll“, meinte er. Man könne beides nicht isoliert betrachten.

Ähnlich äußerte sich Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne): Sie wollte das Gremium breiter aufstellen, weil zu viele Dinge geklärt werden müssten. Rüdiger Holschuh wies dagegen darauf hin, dass erst einmal Hintergrundarbeit gefragt sei, die er in einem kleinen und schlagkräftigen Kreis angesiedelt wissen wollte. Danach könne man erweitern. Körber sagte, dass es doch vorrangig um die Finanzierung gehe und nicht schon um Planung.

Den gordischen Besetzungs-Knoten zerschlug Bürgermeister Gottfried Görig. Der hatte schon zuvor die Finanzierung als eine „Herkulesaufgabe“ bezeichnet. Das Gremium sollte seiner Meinung nach inklusive der Fraktionsvorsitzenden aus den vier Kommunen gebildet werden, sagte er. Außerdem wolle man einen Vertreter der Liftbau-Firma Doppelmayr mit ins Boot holen, die die Kalkulation für den neuen Lift erstellte. Diesem Vorschlag stimmte das Gremium einhellig zu.

 

Die Liftanlage am Nordhang des Tannenbergs stammt aus dem Jahr 1971, hat hohe Instandhaltungskosten und die TÜV-Prüfungen gestalten sich immer problematischer. Im Spitzenbetrieb gibt es Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Auch ist der Lift 200 Meter zu kurz, weil die Sensbacher Höhe nicht erreicht wird. Mit einer neuen Sesselliftanlage der Firma Doppelmayr könnten 900 Personen pro Stunde befördert werden. 2008 hatte Werner Manschitz den Betrieb übernommen und führt ihn seit 2011 als Ski- und Bikelift.

Bikepark und Liftanlage in Beerfelden sollen mit Sanierung zum touristischen Highlight werden

Die Liftanlage am Nordhang des Tannenbergs ist in die Jahre gekommen und muss bald umfassend erneuert werden. Damit man sich rechtzeitig darüber Gedanken macht, wie sich auch die Stadt dabei einbringen kann, hatten CDU und SPD auf der vergangenen Stadtverordneten-Versammlung einen entsprechenden Antrag eingebracht, dass sich das Gremium mit der touristischen Weiterentwicklung dort und auf der Sensbacher Höhe beschäftigen möge.

Auf der gemeinsamen Sitzung von Haupt- und Sozialausschuss stellten jetzt Bikepark- und Skiliftbetrieber Werner Manschitz sowie Claus Weyrauch ein Konzept vor, wie die Erneuerung der Liftanlage und verschiedene touristische Highlights auf der Höhe aussehen könnten. Dass dies für die Stadt als Verpächter nicht ganz billig wird, war schon im Vorfeld klar. 1,7 Millionen Euro netto stehen allein für einen neuen Lift auf dem Papier, weitere Attraktionen nicht eingeschlossen.

2008 hatte Manschitz den Betrieb übernommen und seit 2011 als Ski- und Bikelift geführt. Heute ist laut Weyrauch darauf ein rentabler Betrieb für Pächter und Verpächter geworden, belegte er mit den entsprechenden Zahlen. Daraus wurde auch die stetige Aufwärtsentwicklung bei den Besuchern deutlich. Die kommen, wie Manschitz sagte, aus einem Umkreis von bis zu 250 Kilometern, bei bestimmten Events sogar aus ganz Deutschland.

In seiner Präsentation arbeitete Weyrauch die Funktion von Bikepark und Skilift als touristisches Highlight heraus. Es gebe allerdings den „Wachstumsengpass“ Liftanlage. Diese stammt aus dem Jahr 1971, hat hohe Instandhaltungskosten und die TÜV-Prüfungen gestalten sich immer problematischer. Im Spitzenbetrieb gebe es Wartezeiten von bis zu einer Stunde. Auch sei der Lift 200 Meter zu kurz, weil die Sensbacher Höhe nicht erreicht werde.

Mit einer neuen Sesselliftanlage der Firma Doppelmayr könnten 900 Personen pro Stunde befördert werden, sagte er. Diese ermögliche dann auch die touristische Weiterentwicklung der Sensbacher Höhe. Weyrauch nannte hier Barfuß- oder Baumwipfelpfad, Waldspielplatz, bewirtete Höhenhütte, Zip-Line oder Zip-Coaster. Attraktionen, die mit Investitionen bis zu 500.000 Euro aber auch einiges kosten würden.

Um genügend Fördermittel zu bekommen, ist laut Weyrauch der Verpächter, also die Stadt, gefragt. Denn nur sie könne die „große“ Tourismusförderung aus Efre-Mitteln erhalten. Hier gebe es einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent des Investitionsvolumens auf alles. Über die WI-Bank könne man an ergänzende Förderkredite kommen oder die fehlende Summe über ein Kommunaldarlehen finanzieren.

Die Tragfähigkeit unterstrich Weyrauch mit verschiedenen Zahlen. So gebe es bereits eine bisherige jährliche Pachtzahlung von über 8000 Euro. Preiserhöhungen im Liftbetrieb seien aufgrund des Vergleichs mit anderen Anbietern um bis zu 20 Prozent möglich, was im Jahr weitere 40.000 Euro bringe. Und wenn die Besucherzahlen weiter wachsen wie bisher, sei eine jährliche Umsatzsteigerung im fünfstelligen Bereich durchaus möglich. Das reiche aus, um die monatlichen Kreditraten – je nach Darlehen zwischen 50.000 und 60.000 Euro – zu bedienen.

Man sollte die Chance Bikepark mit einem neuen Sessellift nutzen, um auf diese Weise ein touristisches Konzept zu entwickeln, sagte Weyrauch. Das könne gewinnbringend für Menschen und Region sein. Wie Manschitz verdeutlichte, wird die Anlage zu 98 Prozent von Auswärtigen genutzt. Bis 2018/2019 sollte ein neuer Lift realisiert sein, weil der alte nicht mehr lange durchhalte. Eine Sanierung lohne sich nicht mehr.

Man solle ein „Highlight in der Region schaffen“, meinte Rüdiger Holschuh (SPD). Als Landtagsabgeordneter will er auch seine Kontakte in Wiesbaden pflegen, damit Zuschüsse und Kredite fließen. Ein solches Projekt „schafft Aufmerksamkeit für die Oberzent“, sagte er. Um die Details sollte sich ein Arbeitskreis kümmern. Der wird nach dem Willen des Ausschusses interkommunal sein und nach dem Beschluss über den Grenzänderungsvertrag in der kommenden Stadtverordnetensitzung in Absprache mit den vier anderen Kommunen ins Leben gerufen werden.

Die verschiedenen Zuschussmöglichkeiten beleuchtete Gabriele Quanz von der Wirtschaftsförderung der Odenwald-Regionalgesellschaft (Oreg). Sie bestätigte prinzipiell den möglichen 50-prozentigen Zuschuss. Es müsse belegt werden, „wie sich die Investition positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region auswirkt“, sagte sie. Daneben seien Ersatzbeschaffungen nicht förderfähig. Somit gelte es den alten Lift etwa als Kinderlift zu nutzen. „Ein bisschen der Haken an der Sache“ ist ihren Worten zufolge, dass aufgrund der gewährten Fördermittel die Vergabe an Dritte über eine öffentliche Ausschreibung erfolgen müsse.

Von Walter Gerbig (CDU) kam in diesem Zusammenhang die Anregung, auch das in Beerfelden und seinen Stadtteilen schon in Anspruch genommene Ikek-Programm auf mögliche Zuschüsse abzuklopfen. Was Quanz für eine gute Idee hielt, weil man so vielleicht die touristischen Angebote auf der Sensbacher Höhe über Efre und den Lift über Ikek abwickeln könne. Johannes Drerup (FDP) brachte darüber hinaus die Verwendung von gebrauchten Liftanlagen ins Spiel. Die würden vom selben Anbieter für viel weniger Geld – mit Garantie – ebenfalls vermarktet.

Flüchtlinge in der Oberzent schnupperten in den Beerfelder Bikepark hinein

„Die Jungs sind aus den Kriegswirren ihrer Heimat zu uns in den Odenwald geflohen. Jetzt müssen wir uns auch um sie kümmern.“ So sieht es Werner Manschitz, der Betreiber des Bikeparks Beerfelden. Deshalb lud er spontan Asylsuchende aus Beerfelden und Rothenberg zu einem Schnuppertag in den Bikepark ein. Zwei Beerfelder und vier Rothenberger Flüchtlinge waren „mutig“ genug, um die Einladung anzunehmen. Die jungen Männer wurden von Manschitz für diesen Tag mit dem entsprechenden Sportgerät und Schutzkleidung ausgestattet (Protektoren und Helm sind Pflichtausstattung).

Bevor sie sich eine der acht mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgestatteten Strecken hinunterstürzen konnten, absolvierten sie ein Fahrtechniktraining beim lizensierten Mountainbike-Trainer Marco Schubert. Dieser ist seit zehn Trainer beim Bmcc Mannheim und aktiver MTB-Rennfahrer. Schubert bietet individuelle Fahrtechnikseminare im Bikepark an und ließ es sich nicht nehmen, die Asylbewerber an diesem Tag ehrenamtlich anzuleiten. Der Tag war für die Jungs eine spaßige Abwechslung und die Möglichkeit, für ein paar Stunden das Erlebte sowie die aktuellen Sorgen und Probleme zu vergessen. Gegenüber Manschitz und Schubert sowie dem kompletten Bikeparkteam sprachen sie ihren großen Dank für die Möglichkeit aus, sich auf den Radsessel zu schwingen.