„Coversnake“ zelebriert im Hüttenwerk Michelstadt das Wirken von David Coverdale

Der Mann hat den Blues in der Stimme. Wenn Emmo Acar anfängt, mit seiner Band „Coversnake“ einen auf David Coverdale zu machen, dann ist es, als stünde der Deep Purple- und Whitesnake-Sänger selbst auf der Bühne. Mit viel Power, groovend, bluesig, rockig und in den höchsten Tönen nähert sich der Voice-of-Germany-Teilnehmer von 2015 dem Rockshouter ganz, ganz nahe, hat dazu noch die richtigen Bewegungen und das zweideutige Spiel mit dem Mikro-Ständer perfekt darauf.

Wer vor der Zugabe noch gemeint hatte, besser geht nicht mehr, den belehrten zwei weitere Songs von „Coversnake“ eines Besseren. Die Whitesnake-Epigonen hatten bereits zuvor eineinhalb Stunden lang das Wirken von David Coverdale im Hüttenwerk perfekt inszeniert und die größten Perlen aus dessen 45-jähriger Musikgeschichte zelebriert. Da saßen die Töne, gab es krachende Soli, eindrucksvolle Rocker-Posen, 70er-Jahre-Look, klassische 80er-Jahre-Hardrock-Frisuren und lange Haarmähnen zu sehen.

Schon als die ersten Töne von „Mistreated“ als Zugabe erklingen, kennt die Begeisterung keine Grenzen. Acar gibt alles, geht an seine höchsten Ton-Grenzen, kann das ganze Volumen seiner klangvollen Stimme ausschöpfen. Es ist, wie wenn die Zeit vor 44 Jahren stehengeblieben wäre, als das legendäre Deep-Purple-Album „Burn“ mit der Mark III-Besetzung herauskam, auf dem auch dieser Song mit Coverdale am Mikro zu finden ist.

Der Song wird exzessiv in allen Facetten vor den begeisterten Fans ausgebreitet. Nur ein paar mehr hätten ins Hüttenwerk zu dieser perfekten Hommage an eine Rocklegende gepasst. Einer geht danach noch – zum Glück. Wie würden es „Coversnake“ wohl schaffen, nach diesem Klassiker noch einen draufsetzen? Ganz einfach: mit einem der bekanntesten Hardrock-Stücke überhaupt. „Burn“ rockt die Halle kurz vor Mitternacht in einer Form, dass es jetzt auch dem allerletzten in den Gliedern zuckt.

Getreu dem Motto, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, ist danach wirklich Schluss. „Coversnake“ hatte mit „alter“ Musik gezeigt, wie man die Leute hinterm Ofen hervorlockt, mit handgemachten Songs begeistert und mit exzessiver Spielfreude den Klassikern neues Leben einhaucht. Dabei immer mit genug Respekt vor dem Original.

David Coverdale steht natürlich nicht nur für die Deep-Purple-Kracher. Auch mit „Whitesnake“ hat er Musikgeschichte geschrieben. Dankbarerweise konzentriert sich die Coverband mehr auf die frühen Jahre Ende der 70er bis Ende der 80er, als die weiße Schlange noch mehr Bluesrock-orientiert war als später. Der Klassiker „Live in the Heart of the City“, 1980 als Doppel-Album erschienen, bietet ein Stück weit Orientierungsrichtlinie.

„Walking in the Shadow of the Blues“, „Fool for your Loving“ oder „Ready an’ Willing” hat die Coverband daraus im Gepäck. Martin Ulrich an der zweiten Gitarre und Bobby Stöcker spielen sich wie früher Micky Moody und Bernie Marsden die Klänge zu, dass es eine wahre Pracht ist. Jochen Schnur (Bass) und Axel Balke (Keyboards) sind die beiden weiteren Mitstreiter im Hintergrund, die für einen gnadenlos druckvollen Sound sorgen, dass der Dezibelmesser am Mischpult laufend in den dreistelleigen Bereich springt.

„Ain’t no live in the Heart of the City“ in seiner alten, bluesigen Version ist mit dem Stöcker-Solo einfach eine Wucht. Und spätestens als danach die ersten Klänge des wohl bekanntesten Whitesnake-Stücks aus vergangenen Tagen, „Here I go again“, erklingen, gibt es kein Halten mehr. „Cyring in the rain“, „Give me all your love“, „Slide it in“ oder „Still of the Night“ aus der erfolgreichsten Bandphase Mitte der 80er Jahre machen den Sack zu. Stöcker darf einmal mehr zeigen, dass er mit John Sykes das Spiel eines anderen Whitesnake-Gitarristen perfekt drauf hat. Jürgen Lucas knallt dem Saal ein fulminantes Schlagzeug-Solo um die Ohren, das einem Tommy Aldridge aus den mittleren Bandjahren zur Ehre gereichen würde.

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Posted by Thomas Wilken on Sunday, April 1, 2018

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Auferstehung einer Rocklegende: „Coversnake“ bringen perfekt die Songs von David Coverdale und „Whitesnake“ rüber

Das war der absolute Knaller: Wer vor der Zugabe noch gemeint hatte, besser geht nicht mehr, den belehrten zwei weitere Songs von „Coversnake“ mehr als eines Besseren. Die Whitesnake-Epigonen, die der Soloband des ehemaligen Deep-Purple-Shouters huldigten, hatten bereits zuvor eineinhalb Stunden lang dessen Wirken im Hüttenwerk perfekt inszeniert und die größten Perlen aus dem 40-jährigen Bestehen zelebriert. Da saßen die Töne, gab es krachende Soli, eindrucksvolle Rocker-Posen, 70er-Jahre-Look und klassische 80er-Jahre-Hardrock-Frisuren zu sehen.

Und dann die Zugabe: Schon als die ersten Töne von „Mistreated“ erklingen, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Sänger David Readman gibt alles, geht an seine höchsten Ton-Grenzen, kann das ganze Volumen seiner klangvollen Stimme ausschöpfen. Es ist, wie wenn die Zeit vor 43 Jahren stehengeblieben wäre, als das legendäre Deep-Purple-Album „Burn“ mit der Mark III-Besetzung herauskam, auf dem auch dieser Song mit Coverdale am Mikro zu finden ist.

Mit geschlossenen Augen bearbeitet statt Bobby Stöcker Ritchie Blackmore filigran die Gitarre, arbeitet sich statt Jürgen Lucas Ian Paice am Schlagzeug ab und zupft statt Jochen Schnur Roger Glover den Bass. Der Song wird exzessiv in allen Facetten vor den begeisterten Fans ausgebreitet. Die gehen voll mit, tanzen ab, die Generation 50+, die mit Whitesnake gealtert ist, entdeckt beim Tanzen plötzlich die Fitness vergangener Jahre wieder. Nur ein paar mehr hätten ins Hüttenwerk zu dieser perfekten Hommage an eine Rocklegende gepasst.

Einer geht noch – zum Glück. Wie würden es „Coversnake“ wohl schaffen, nach diesem Klassiker noch einen draufsetzen. Ganz einfach: mit einem der bekanntesten Hardrock-Stücke überhaupt. „Burn“ rockt die Halle, dass es jetzt auch bei den allerletzten in den Gliedern zuckt. Virtuose Gitarrenriffs, dazu noch in Erinnerung an den schon verstorbenen Jon Lord ein Hammond-Orgel-Solo par excellence von Axel Balke – die Illusion war so perfekt, dass es schon unheimlich war.

Getreu dem Motto, man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, war danach wirklich Schluss. „Coversnake“ hatte mit „alter“ Musik gezeigt, wie man die Leute hinterm Ofen hervorlockt, mit handgemachten Songs begeistert und mit exzessiver Spielfreude den Klassikern neues Leben einhaucht. Dabei immer mit genug Respekt vor dem Original.

David Coverdale steht natürlich nicht nur für die Deep-Purple-Kracher. Auch mit „Whitesnake“ hat er Musikgeschichte geschrieben und etliche Hits produziert. Dankbarerweise konzentriert sich die Coverband mehr auf die frühen Jahre Ende der 70er bis Ende der 80er, als die weiße Schlange noch mehr Bluesrock-orientiert war als später. Der Klassiker „Live in the Heart of the City“, 1980 als Doppel-Album erschienen, bietet ein Stück weit Orientierungsrichtlinie.

„Walking in the Shadow of the Blues“, „Fool for your Loving“ oder „Ready an’ Willing” hat die Coverband daraus im Gepäck. Martin Ulrich an der zweiten Gitarre und Bobby Stöcker spielen sich gerade bei letzterem Stück wie Micky Moody und Bernie Marsden die Klänge zu, dass es eine wahre Pracht ist. David Readman hat die Posen und Animation von Coverdale bis ins Letzte perfekt drauf, die zweideutigen Anspielungen mit dem Mikro-Ständer inklusive.

„Ain’t no live in the Heart of the City“ in seiner alten, bluesigen Version ist mit dem Stöcker-Solo auf der halbakustischen Gibson Les Paul einfach eine Wucht. Und spätestens als danach die ersten Klänge des wohl bekanntesten Whitesnake-Stücks aus vergangenen Tagen, „Here I go again“, erklingen, gibt es kein Halten mehr.

Langsam, aber sicher wusste auch David Readman, was er mit seiner Stimme anfangen sollte. Am Anfang wollte er noch zu sehr Coverdale 1:1 nachahmen, was sich manchmal etwas gequetscht anhörte. Aber mit zunehmenden Set setzte er einfach auf sich selbst. Was eindeutig die beste Wahl war. Denn was der Shouter danach ablieferte, war erste Sahne, kam druck- und machtvoll, saalfüllend, volltönend bis in die höchsten Höhen rüber.

„Cyring in the rain“, „Give me all your love“, „Slide it in“ oder „Still of the Night“ aus der erfolgreichsten Bandphase Mitte der 80er Jahre machen dann den Sack zu. Stöcker darf einmal mehr zeigen, dass er mit John Sykes das Spiel eines weiteren Whitesnake-Gitarristen perfekt drauf hat. Jürgen Lucas knallt dem Saal ein Schlagzeug-Solo um die Ohren, das einem Ian Paice aus den Anfangs-Bandjahren zur Ehre gereichen würde.

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