Der „Stoiner“ holt den Turniersieg beim Dart-Turnier in Ober-Hainbrunn

Die Vorjahressieger hatten dieses Mal nichts zu melden. Serafettin (Sahap) Ayar, Norbert „Indio“ Schulte und Kara Musa vom DC Mosbach kamen bei den 3. Hainbrunn-Open der Dartfreunde „Double-Trouble“ nicht unter die ersten Drei. Den Sieg holte sich ein absoluter Profi, den es per Zufall nach Oberzent verschlagen hatte: Sascha „Stoiner“ Stein aus Birkenau, 2015 WM-Teilnehmer. Auf dem zweiten Platz landete Simon Schmidt aus Walldorf vor dem Odenwälder Mathias Beermann und dem Lokalmatador Daniel Kölbl.

Gibt’s denn einen Trick, wie es man als Dart-Neuling schnell lernt, die Triple-20 zu treffen? Oder den roten Kreis in der Mitte, der 50 Punkte bedeutet? Uwe Kölbl lacht. „Nein. Die Devise heißt Übung, Übung, Übung“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der Dartfreunde. Als Hauptpreis des Turniers darf bis zum nächsten Turnier der Wanderpokal mitgenommen werden. 37 Dartspieler gingen an den Start. Wenn „Double Trouble“ ruft, kommen die Spieler aus der gesamten Region angefahren. Eberbach, Beerfelden, Birkenau, Walldorf, Hirschhorn und Mosbach lauten die Adressen.

Große Unterschiede gibt es bei der Wurfpraxis. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass ein Fuß an den Abwurfbalken muss. Ob aber spitz, schräg oder waagrecht, ist egal. „Schulter und Arm sollen in eine Richtung zeigen“, erläutert Kölbl. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es gibt verschiedene Arten zu werfen. Wie es eben für einen am besten passt.“ Manche wie Sahap „werfen sogar von oben runter“. Mit Erfolg. Die ersten 180 warf Musa, der dafür eine Flasche Whiskey erhielt.

„Die Richtung halten ist das A und O“, mahnt der Abteilungsleiter. Viel zu oft verlieren Spieler die Balance „und schießen den Pfeil an die falsche Stelle“. Ein weitverbreiteter Irrtum ist seinen Worten zufolge, dass der rote Punkt in der Mitte die meisten Punkte bringt. Zwar gibt es dafür 50 Zähler, aber die „Triple 20“ im roten, mittigen Kreis genauso wie Triple 19, 18 und 17 bedeuten mehr. Immerhin taugt der Mittelpunkt dazu, das Spiel beenden zu können. Das ist sonst nur mit den außen liegenden Doppelfeldern im Ring möglich.

Die Kunst beim „501 Double out“ ist denn auch nicht nur, möglichst viele Punkte zu holen. Klar sind die nützlich, um von 501 Richtung 0 zu kommen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Akteur keinen einzigen Zähler mehr hat. Doch beendet werden muss die Partie zielgenau. „Wer zum Schluss einen Punkt hat, kann nicht beenden“, so Kölbl.

Welches Training hinter den Erfolgen der echten Profis steckt, erfuhr Kölbl beim Besuch von Max Hopp vor zwei Jahren. Den Meisterspieler und WM-Teilnehmer hatten die Dartfreunde als Stargast eingeladen. „Der trainiert fünf Stunden jeden Tag“, meint der Hobbyspieler andächtig. „Sogar acht, wenn es auf einen Wettkampf zugeht.“ Serafettin (Sahap) Ayar vom 1. DC Mosbach, der dieses Mal als Titelverteidiger an den Start ging, bringt es auf zwei Stunden. Zeiten, von denen die Cracks im Finkenbachtal nur träumen können.

Der Abteilungsleiter freut sich, dass aus dem ehemaligen Kneipen- ein Hochleistungssport geworden ist. In Ober-Hainbrunn kommen die pfeilschnellen Akteure einmal in der Woche donnerstags in der SV-Sporthalle „just for fun“ zusammen. „Dart-Ligen gibt es erst wieder im Bereich Walldorf oder Darmstadt“, erläutert Kölbl. Das ist dann doch etwas zu weit.

Während im Umkreis eher E-Dart (Automatendart) gespielt wird, setzen die Hainbrunner auf die traditionelle Variante mit Stahlpfeilen, Steeldart genannt. „Das ist der Klassiker wie früher in den Kneipen“, schwört Kölbl auf die ursprüngliche Spielweise. Aber es gibt auch einen ganz profanen finanziellen Grund. Eine Steeldart-Scheibe kostet 45 Euro. Ein Automat, bei dem die Darts eine Spitze aus Kunststoff haben müssen und höchstens 18 Gramm wiegen dürfen, kostet 800 Euro. „Zu viel für einen kleinen Verein wie den unsrigen“, sagt er.

Info: Dart-Begeisterte aus Ober-Hainbrunn und den angrenzenden Orten trafen sich das erste Mal bereits im März 2015, um ihrer Leidenschaft für den pfeilschnellen Sport zu frönen. Im Juni 2016 wurden die Dartfreunde als vierte Abteilung in den SV Ober-Hainbrunn aufgenommen. „Als ehemaliger aktiver Spieler ist mir nicht entgangen, wie diese Sportart in den letzten Jahren boomt“, so SV-Vorsitzender Frank Flachs. 40 Interessierte kamen am Anfang zum Schnuppern, von denen knapp 20 übrig blieben. Die trainieren immer donnerstags ab 19.30 Uhr in der SV-Sporthalle (Neckarstraße, Ober-Hainbrunn). Abteilungsleiter ist Uwe Kölbl. Infos unter E-Mail dartfreunde-hainbrunn@web.de oder http://www.dartfreunde-oberhainbrunn.de.

 

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Die Devise heißt üben, üben, üben: Dartfreunde „Double Trouble“ richteten die 2. Hainbrunn-Open aus

Gibt’s denn einen Trick, wie es man als Dart-Neuling schnell lernt, die Triple-20 zu treffen? Oder den roten Kreis in der Mitte, der 50 Punkte bedeutet? Uwe Kölbl lacht. „Nein. Die Devise heißt Übung, Übung, Übung“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der Dartfreunde „Double Trouble“ unter dem Dach des SV Ober-Hainbrunn. Die richteten jetzt in der Sporthalle die 2. Hainbrunn-Open aus, als deren Hauptpreis bis zum nächsten Turnier der Wanderpokal mitgenommen werden darf. 39 Dartspieler gingen an den Start.

Welches Training hinter den Erfolgen der echten Profis steckt, erfuhr Kölbl beim Besuch von Max Hopp im vergangenen Jahr. Den Meisterspieler hatten die Dartfreunde als Stargast eingeladen. „Der trainiert fünf Stunden jeden Tag“, meint der Hobbyspieler andächtig. „Sogar acht, wenn es auf einen Wettkampf zugeht.“ Serafettin Ayar vom 1. DC Mosbach, der als Titelverteidiger an den Start ging, bringt es auf zwei Stunden. Zeiten, von denen die Cracks im Finkenbachtal nur träumen können. „Aber es macht tierisch Spaß, sich einmal die Woche zu treffen“, grinst Kölbl.

Der Abteilungsleiter freut sich, dass aus dem ehemaligen Kneipen- ein Hochleistungssport geworden ist. In Ober-Hainbrunn kommen die pfeilschnellen Akteure „just for fun“ zusammen. „Dartligen gibt es erst wieder im Bereich Walldorf oder Darmstadt“, erläutert Kölbl. Das ist dann doch etwas zu weit.

Während im ganzen Umkreis E-Dart (Automatendart) gespielt wird, setzen die Hainbrunner auf die traditionelle Variante mit Stahlpfeilen, Steeldart genannt. „Das ist der Klassiker wie früher in den Kneipen“, schwört Kölbl auf die ursprüngliche Spielweise. Aber es gibt auch einen ganz profanen finanziellen Grund. Eine Steeldart-Scheibe kostet 45 Euro. Ein Automat, bei dem die Darts eine Spitze aus Kunststoff haben müssen und höchstens 18 Gramm wiegen dürfen, kostet 800 Euro. „Zu viel für einen kleinen Verein wie den unsrigen“, sagt er.

Bei den Stahlpfeilen sind der Abwechslung keine Grenzen gesetzt. Von ganz leichten, 18 Gramm schweren, bis hin zu 50-Gramm-Trümmern ist alles dabei. Jeder Spieler schwört auf seine ganz eigenen Exemplare. Uwe Kölbl nennt etwa 23 Gramm schwere sein Eigen. Er spielt seit vier Jahren Dart, erst in Hirschhorn, dann in Ober-Hainbrunn, als dort SV-Vorsitzender Frank Flachs den Sport etablierte.

Wenn „Double Trouble“ zum Turnier ruft, kommen die Spieler aus der gesamten Region angefahren. Remseck, Eberbach, Heddesbach, Bonsweiher, Hirschhorn und Mosbach lauten die Adressen. Aus letzterer Stadt kommen die Cracks, die den Sieg in der Regel unter sich ausmachen. Kein Wunder, denn Serafettin Ayar (Spitzname Sahap), Norbert Schulte (Indio) und Musa Kara spielen beim 1. DC Mosbach und wurden mit diesem gerade deutscher Mannschaftsmeister im E-Dart.

Große Unterschiede gibt es bei der Wurfpraxis. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass ein Fuß an den Abwurfbalken muss. Ob aber spitz, schräg oder waagrecht, ist egal. „Schulter und Arm sollen in eine Richtung zeigen“, erläutert Kölbl. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Es gibt verschiedene Arten zu werfen. Wie es eben für einen am besten passt.“ Manche wie Sahap „werfen sogar von oben runter“. Mit Erfolg.

„Die Richtung halten ist das A und O“, mahnt der Abteilungsleiter. Viel zu oft verlieren Spieler die Balance „und schießen den Pfeil an die falsche Stelle“. Ein weitverbreiteter Irrtum ist seinen Worten zufolge, dass der rote Punkt in der Mitte die meisten Punkte bringt. Zwar gibt es dafür 50 Zähler, aber die „Triple 20“ genauso wie Triple 19, 18 und 17 bedeuten mehr. Immerhin taugt der Mittelpunkt dazu, das Spiel beenden zu können. Das ist sonst nur mit den außen liegenden Doppelfeldern im Ring möglich.

Die Kunst beim „501 Double out“ ist denn auch nicht nur, möglichst viele Punkte zu holen. Klar sind die nützlich, um von 501 Richtung 0 zu kommen. Das Spiel dauert so lange, bis ein Akteur keinen einzigen Zähler mehr hat. Doch beendet werden muss die Partie zielgenau. „Wer zum Schluss einen Punkt hat, kann nicht beenden“, so Kölbl. Das ginge nur mit einer „Double 1“. Womit noch zwei Punkte als Rest vorhanden sein müssten.

Ergebnisse 2. Hainbrunn-Open

Teilnehmer: 39: Sieger Serafettin (Sahap) Ayar, 2. Norbert „Indio“ Schulte, 3. Kara Musa, 4. Sebastian Schulz. Alle vier Sieger kommen vom DC Mosbach. Gewinner einer Flasche Whisky für die erste 180 im Turnier wurde Micha Wagner vom DC Eberbach. Insgesamt wurde fünf Mal die 180 geworfen. Das höchste Finish mit 156 Punkten warf Sahap.

Dart im Selbstversuch

„Du musst schauen, dass dein Arm und deine Schulter in einer Richtung zeigen“, meint Uwe Kölbl und drückt mir seine 23-Gramm-Steeldartpfeile in die Hand. Der hintere Fuß dient zur Ausbalancierung. „Wichtig ist außerdem die Körperhaltung. Du darfst beim Werfen nicht nach vorn kippen“, sagt der Double-Trouble-Abteilungsleiter. So eingewiesen, versuche ich mein Glück. Und treffe tatsächlich mit den ersten drei Würfen gleich die Scheibe. Egal, dass eine 1 und eine 2 dabei sind.

Immerhin habe ich nicht unter den prüfenden Blicken der anderen Werfer das Holz der Bühnenwand in der Sporthalle punktiert und mich damit als absoluter Anfänger geoutet. Wie sich überhaupt zeigt: Die nur einfach zählenden Felder sind ganz gut zu treffen. Schwierig wird es dann, wenn es an die Double- oder Triple-Metallringe geht, die so richtig Punkte bringen und beim „501 Double out“ helfen, möglichst schnell auf null runterzuwerfen.

Schnell stelle ich fest, dass ich beim Werfen als Linkshänder einen Linksdrall habe. Den versuche ich beim zweiten Wurf auszugleichen, wodurch der aber wieder zu weit rechts landet. Also gleich ein bisschen weiter rechts gezielt, dann haut das mit der senkrecht stehenden 20 am besten hin. Stimmt. In der Theorie. Immerhin: Beim sechsten Durchgang höre ich das Metall des 20er- und 18er-Double- und Triple-Rings kratzen. Allerdings von der falschen Seite.

Dann bei Leg 10 das erste Erfolgserlebnis: Double 20 und der grüne Ring in der Mitte mit 25 Punkten. Kurz darauf sogar die 50 in der Scheibenmitte, ehe dann wieder etliche Durchgänge Kraut und Rüben vorherrschen. Verstohlene Blicke nach links und rechts zu den anderen Übenden zeigen, dass da deutlich mehr geballt in der 20 oder 18 sitzt. Nur wenige Ausreißer sind dabei. Es ist doch so, wie Uwe Kölbl sagt. „Üben, üben, üben“ heißt das Geheimnis des Erfolgs.

Den meine ich jetzt zu haben. Im inneren Metallkreis schlägt mein Pfeil ein. Sieht aus wie Triple 20. Der Schein trügt. Es ist nur eine Triple 1 direkt daneben. So langsam zeigt die Formkurve nach oben. Zwei von drei Pfeilen eines Legs landen in der 20. Dann steigt nebenan Serafettin Ayar (Spitzname Sahap) ein. Seines Zeichens frischgebackener deutscher Mannschaftsmeister im E-Dart. Er fängt an – und ich steige aus.

Pfeilschnelle Aktionen beim Dartturnier: Am 30. Oktober wird in Ober-Hainbrunn wieder Steel-Dart gespielt

Das Steel-Dartturnier von „Double Trouble“ geht in die dritte Auflage. Die Dartfreunde im SV Ober-Hainbrunn richten es am Montag, 30. Oktober, in der Sporthalle aus. Beginn ist 18.30 Uhr, Meldeschluss 18.15 Uhr. Das komplette Startgeld von zehn Euro pro Nase wird im System 40/30/20/10 Prozent an die Erstplatzierten ausgeschüttet. Gespielt wird nach dem System „Steeldart 501 double out – Doppel K.o.“. Der Gewinner erhält den XXL-Wanderpokal.

Im Sommer 2016 erstmals durchgeführt, war bereits die zweite Auflage des Dartturniers in der Ober-Hainbrunner Sporthalle ein Riesenerfolg. „Wir hatten 42 Teilnehmer aus dem ganzen Umkreis, aus Mosbach, Eberbach oder Zuzenhausen sowie Beerfelden, Rothenberg und Hirschhorn“, freut sich Turnierleiter Uwe Kölbl. „Doppelt so viele wie im vergangenen Sommer“, ergänzt Frank Flachs. Der ist Vorsitzender des SV, unter dessen Dach sich die Dartfreunde „Double Trouble“  gegründet hatten.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung ist das eigene Turnier ein großes Erlebnis, betont Flachs. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler sind mit dabei, beobachtet er. Die Besonderheit ist das „Steeldart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt wird. Allerdings werden alle großen Turniere mit den Steeldarts ausgetragen.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betont, es kommt auf die verschiedenen Wurftechniken an – „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig ist es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen sind „was für den Spaß“. Mit der Halle hat man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand stoßen immer auf positive Rückmeldungen bei den Spielern.

Pfeilschnelle Aktionen bei Dartturnier der Dartfreunde „Double Trouble“ in Ober-Hainbrunn

Im Sommer 2016 erstmals durchgeführt, war die zweite Auflage des Dartturniers in der Ober-Hainbrunner Sporthalle ein Riesenerfolg. „Wir hatten 42 Teilnehmer aus dem ganzen Umkreis, aus Mosbach, Eberbach oder Zuzenhausen sowie Beerfelden, Rothenberg und Hirschhorn“, freute sich Turnierleiter Uwe Kölbl. „Doppelt so viele wie im Sommer“, ergänzte Frank Flachs. Der ist Vorsitzender des SV, unter dessen Dach sich die Dartfreunde „Double Trouble“ im vergangenen Jahr gegründet hatten.

Die ersten drei Plätze gingen an Mosbacher Cracks: Sahap, Oray und Musa belegten die begehrten Ränge auf den Treppchen. Musa war es auch, der den Sonderpreis gewann. Er warf die erste 180, also mit drei Pfeilen jeweils 60. Dafür gab’s eine Flasche Jack Daniels Whisky. Die einheimischen Fahnen hielt als Vierter Markus Michel hoch. Der Brombacher ist wie einige andere Badener auch Mitglieder im hessischen Dartclub. Er hatte die ersten „Hainbrunn Open“ im vergangenen Juli gewonnen.

War im Sommer mit „Maximiser“ Max Hopp die deutsche Nummer 1 und der amtierende PDC-Juniorenweltmeister zu Gast im Finkenbachtal, so konnten ihn die Turnier-Teilnehmer dieses Mal im Fernsehen bewundern. Denn in der Halle lief abends die Übertragung der WM aus dem „Ally Pally“. Das ist der „Nickname“ des Alexandra Palace in London, seit Ende 2007 jährlicher Austragungsort der PDC-Dartsweltmeisterschaft. Damit setzte sich die lange Tradition der Turniere im Palace fort, in dem unter anderem bis 1990 das „News of the World Darts Tournament“, das älteste Dartsturnier der Welt, ausgetragen wurde.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung ist das eigene Turnier das ein großes Erlebnis, betonte Flachs. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler waren mit dabei, beobachtete er. Die Besonderheit sei das „Steel-Dart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt werde. Allerdings würden alle großen Turniere mit den Steel-Darts ausgetragen. Gespielt wurde nach dem Modus „501/Double out“. Der Gewinner erhielt 40 Prozent des Startgelds von je acht Euro pro Nase, der Zweite 30, der Dritte 20 und der Vierte zehn Prozent.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betonte, es komme auf die verschiedenen Wurftechniken an – „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig sei es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen seien „was für den Spaß“. Aus den acht gebildeten Gruppen kamen die ersten vier Spieler weiter. Danach wurde in Sechzehntel-, Achtel-, Viertel- und Halbfinale jeweils nach K.o.-Modus weitergespielt.

Der SV-Vorsitzende zeigte sich über die sehr gute Resonanz mehr als glücklich. „Der Termin zwischen den Jahren ist dieses Mal sehr gut gewählt“, meinte er. Denn im Sommer liefen noch Rundenspieltage, jetzt hatten alle „frei“ und konnten nach Ober-Hainbrunn kommen, „wo was geboten wird“. Mit der Halle habe man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand seien auf positive Rückmeldungen bei den Spielern gestoßen.

Die Teilnehmer genossen in den Spielpausen und abends auch die Gastfreundschaft der Ober-Hainbrunner Dartfreunde. Lange saß man noch in der Sporthalle in gemütlichem Rahmen zusammen und fachsimpelte über den einen oder anderen gelungenen oder verpatzten Wurf. Viele Gäste hatten bereits im Juli teilgenommen und dabei Max Hopp staunend über die Schulter schauen können. Umso interessanter war es nun, ihn auf dem Bildschirm live in Action zu erleben.

Dartbegeisterte aus dem Rothenberger Ortsteil und den angrenzenden Dörfern trafen sich das erste Mal bereits im März 2015, um ihrer Leidenschaft für den pfeilschnellen Sport zu frönen. Im Juni 2016 wurden die Dartfreunde als vierte Abteilung in den SV Ober-Hainbrunn aufgenommen. „Als ehemaliger aktiver Spieler ist mir nicht entgangen, wie diese Sportart in den letzten Jahren boomt“, so SV-Vorsitzender Frank Flachs. 40 Interessierte kamen am Anfang zum Schnuppern, von denen 16 bis 18 übrig blieben. Die trainieren immer donnerstags ab 19.30 Uhr in der SV-Sporthalle. Abteilungsleiter ist Uwe Kölbl. Infos unter E-Mail dartfreunde-hainbrunn@web.de oder www.dartfreunde-oberhainbrunn.de.

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Deutsche Nummer 1 Max Hopp zeigt sich bei den „Hainbrunn Open“ der Dartfreunde pfeilschnell

Dart-Sport auf Weltklasse-Niveau gab’s jetzt im Odenwald zu erleben. Mit „Maximiser“ Max Hopp kam die deutsche Nummer 1 und der amtierende PDC-Juniorenweltmeister nach Ober-Hainbrunn zu den dortigen Dartfreunden „Double Trouble“. Der mit viel Spannung erwartete Stargast der „Hainbrunn Open 2016“ zeigte etliche Tricks und Kniffe und sorgte damit ein ums andere Mal für Erstaunen bei den Zuschauern.

Mit drei Freunden, darunter dem Dartspieler Markus „Kessi“ Kessler, betrat der „Maximiser“ erst eine Stunde später als erwartet die Halle, weil er zuvor im Stau gestanden hatte. Nach einem langgezogenen „Walk On“ schnupperte er dann erste Bühnenluft im „Ally Pally“ des Odenwalds. Hopp startete mit einer Fragerunde zur Auflockerung. Geduldig stand er allen Fans und Dart-Begeisterten Rede und Antwort zu sich und zum Dartsport, den er schon seit Kindesbeinen ausübt.

Dann kam das, worauf alle Fans des schnellen Pfeilsports gewartet hatten. Nach einigen Darts zum Einwerfen konnten die Wettbewerbs-Teilnehmer die deutsche Nummer 1 herausfordern. Für jeden, der mit ihm auf der Bühne stand, waren die Partien ein unvergessliches Erlebnis – auch wenn sie natürlich verloren gingen. Die Krönung war mit Sicherheit das sogenannte „170er finish“. Das „Bullseye“ zum Check out auf den Knien wird etwa dem SV-Vorsitzenden Frank Flachs noch lange in Erinnerung bleiben. Und auch Dart-Abteilungsleiter Uwe Kölbl, der Hopp nach Hainbrunn geholt hatte, zeigte sich hellauf begeistert von dessen Talent.

Immer wieder und unermüdlich stellte sich der sehr sympathische 19-Jährige aus Kottengrün der Menge zum Duell. Besiegt werden sollte er aber – natürlich – nicht. Zwischendurch gab es einen Schaukampf gegen Markus Kessler. Dieser wiederum zeigte sich unermüdlich im Saal mit den Kids beim Dart. Weitere Trickshot-Einlagen ließen die Show-Zeit wie im Flug vergehen. Hopp war von der Dart-Location in der SV-Halle nebst Übertragung auf Leinwand sehr angetan und stellte in Aussicht, dass „wir uns nicht zum letzten Mal gesehen haben“. Nachdem er die Siegerehrung vorgenommen hatte, machte sich der „Maximiser“ dann nebst Tross gegen Abend auf den Heimweg.

24 Teilnehmer aus der ganzen Region, vom Odenwald übers Neckartal bis in den Kraichgau nach Sinsheim, maßen sich bei der ersten großen Veranstaltung der Hainbrunner Dartfreunde nach Gründung. Da am Wochenende aber die letzten Rundenspiele in den jeweiligen Ligen über die Bühne gingen, konnten nicht alle Mannschaften teilnehmen, die Interesse gezeigt hatten. SV-Chef Flachs freute sich aber über die gute Resonanz. Mit der Halle habe man eine „optimale Location“ für den Sport. Die Bühne als Austragungsort und die Übertragung aller Endrundenpartien auf Leinwand seien auf positive Rückmeldungen bei den Spielern gestoßen.

Für die knapp 20 Mitglieder der SV-Abteilung „ist das ein großes Erlebnis“, wenn der Juniorenweltmeister zu Gast sei, betonte Flachs. Dartsport dieser Klasse und Qualität bekomme man sonst nicht oft zu sehen – und wenn, denn nicht in der Form „zum Anfassen“ wie jetzt mit Hopp. Teils Vereins-, teils Hobbyspieler waren beim Turnier mit dabei, beobachtete er. Die Besonderheit sei das „Steedart“ mit Metallspitzen, weil ansonsten meist „nur“ noch Automaten-Dart mit Kunststoff-Spitzen gespielt werden.

Flachs, der früher selbst aktiv war, betonte, es komme auf die verschiedenen Wurftechniken an, „egal wie man zur Scheibe steht“. Wichtig sei es für die Wertung, die Doppelfelder zu treffen. „Die bringen Geld“, also Punkte, die Triple-Felder dagegen seien „was für den Spaß“. Sieger der Hainbrunn Open wurde von den Veranstaltern Markus Michel, was natürlich für großen Jubel sorgte. Damit setzte Michel in der erst jungen Geschichte des Clubs „eine erste Duftnote“, dass man bei starkem Teilnehmerfeld den Wanderpokal im Ort behalten konnte.

Max Hopp gewann bereits mit 13 Jahren sein erstes großes Jugendturnier und konnte sich dadurch für größere und internationale Turniere qualifizieren. Beim WDF World Cup 2011 in Castlebar machte Hopp erstmals auf sich aufmerksam. Er erreichte im Einzel und im Mixed jeweils den zweiten Platz. Bei der WDF-Jugend-Europameisterschaft 2012 in Antwerpen gewann er seinen ersten Titel. 2013 war er der zweitjüngste Dartspieler, der an einer PDC-Weltmeisterschaft teilnahm. Auch an der PDC-WM 2014 und 2015 trat er an. Im Juli 2015 erreichte er Platz 50 in der Weltrangliste. Er zog damit an Jyhan Artut vorbei und war der höchstplatzierte Deutsche. Bei der U23-Jugendweltmeisterschaft zog er ins Finale ein, das er im Rahmen der Players Championship Finals gewann und damit zum ersten Mal World Youth Champion wurde. Hopp ist somit der jüngste Spieler aller Zeiten, der diesen Titel innehatte.

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