Rothenberger DRK-Heim trägt jetzt den Namen von Dr. Krauhs

Das DRK-Heim auf der Hirschhorner Höhe trägt nun den Namen des vor zwei Jahren plötzlich verstorbenen Vorsitzenden Dr. Roland Krauhs. Im Rahmen des Seniorentreffs fand ein Grillfest statt, bei dem das Gebäude seine neue Bezeichnung erhielt. Die Gäste würdigten die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes und vor allem die von Dr. Krauhs, der dem Ortsverein und Kreisverband lange Jahre vorstand.

Birgit Kirchner, die im Trio mit Claudia Naas und Hildegard Krauhs den DRK-Ortsverein derzeit führt, begrüßte die Besucher. Nach dem Tod von Krauhs wurde das 2016 geplante Grillfest abgesagt, erläuterte sie. Auch 2017 „fühlte sich der DRK-Ortsverein noch nicht in der Lage ein Fest zu feiern“. Vorstand und Bereitschaft mussten mit der ungeplanten Umstrukturierung und der Trauer fertig werden, schilderte die Co-Vorsitzende.

Das Führungstrio wird in Abstimmung mit dem Kreisverband bis zur nächsten regulären Wahl so beibehalten. Im diesem Jahr sollte das frühere Sommerfest wieder in die Aktivitäten aufgenommen werden: als Grillfest unter dem Motto „Der Seniorentreff feiert mit ganz Rothenberg“. 1992 wurde Dr. Roland Krauhs zum Vorsitzenden des DRK-Ortsvereins gewählt, so Kirchner. Unter dessen Federführung und mit viel Engagement wurde das Haus 1996/1997 erbaut.

„Es war sein ganzer Stolz und er verbrachte hier viele Stunden mit Sitzungen, der Bereitschaft und dem Jugendrotkreuz“, sagte die Co-Vorsitzende. „Deshalb haben wir uns entschlossen, diesem Haus in Erinnerung an Dr. Krauhs seinen Namen zu geben.“ Diese posthume Anerkennung habe er sich mit seiner jahrelangen aufopferungsvollen Arbeit für den DRK-Ortsverein verdient. Dies soll nun eine kleine Anerkennung seiner Tätigkeit für das Wohl seines Vereins und die Rothenberger Bevölkerung sein.

Krauhs Nachfolger an der Spitze des Kreisverbands, Georg Kaciala, nannte als eine der Säulen der Rotkreuzarbeit das Ehrenamt und das daraus resultierende Engagement der Mitglieder. „Dieses Engagement spiegelt sich im Ortsverein Rothenberg in herausragender Weise wieder.“ Neben den Ehrenamtlichen bedürfe es Persönlichkeiten, „die mit Willen und Wirken und dem daraus resultierenden Antrieb vorangehen und Beispiel geben“, betonte er. Dazu zählte Roland Krauhs.

Dieser gehörte laut Kaciala zu den Menschen, „die zu helfen bereit waren, das Handwerk des Hilfeleistens verstanden und in der Lage waren, Hilfe zu organisieren.“ 30 Jahre lang war der Rothenberger Mitglied im DRK, dazu Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes seit 1993, zunächst als stellvertretender Vorsitzender und seit Ende 2012 bis zu seinem Tod als Vorsitzender. Sein besonderes Engagement im Ortsverein als Bereitschaftsarzt, Bereitschaftsleiter und Vorsitzender „ist ihnen allen bestens bekannt“. Krauhs habe in teils sehr unruhigen und schwierigen Zeiten Verantwortung in der Odenwälder Rotkreuz-Organisation übernommen.

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Vorstand, erläuterte der Vorsitzende, wurden viele wichtige Entscheidungen getroffen, die zum Ausbau sozialer Angebote, der Konsolidierung der Finanzen sowie der Schaffung und dem Erhalt der zahlreichen Einrichtungen dienten. „Ein schönes Beispiel hierfür ist auch die noch im Bau befindliche Rettungswache in Beerfelden“, sagte er. Krauhs habe sich engagiert dafür eingesetzt, durch die Verlegung des Wachen-Standortes die Hilfsfristen für die im südlichen Kreisgebiet wohnenden Menschen zu verbessern.

Der frühere Vorsitzende habe seine Aufgabe mit Pflichtgefühl, Engagement, vor allem aber auch mit dem Herzen erfüllt. Gerade deshalb habe er im Roten Kreuz und in der Bevölkerung hohes Ansehen genossen. Dr. Krauhs war Kaciala zufolge „sehr beliebt und respektiert“, weil er sich immer wohlwollend und verständnisvoll um seine Mitmenschen kümmerte und sich dabei persönlich, auch was seine eigene Gesundheit betraf, hinten anstellte. Dass sein Wirken mit der Namensgebung als Dr. Roland Krauhs-Heim gewürdigte werde, sei sehr zu begrüßen.

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