Erst Fotoausstellung, dann Musik

Foto-Kunst und Musik im Maleratelier: Die Fotoausstellung „Auslöser“ von Jens Fiedler und Enno Folkerts wird am Samstag 12.Oktober, 18.30 Uhr, im Atelier Enno Folkerts, Waldmichelbacher Straße 2 in Langenthal (Alte Pappenfabrik Mayr) eröffnet. Die Laudatio hält Angela Mahmoud. Abends spielt dann ab 20 Uhr die „Gerdband“.

Wenn ein Fotograf den „Auslöser“ betätigt, kann es vorkommen, dass er mit seinem Ergebnis Freude, Besorgnis, Neugierde, Zärtlichkeit und andere Gefühle „auslöst“. Er wird somit selbst zum „Auslöser“ dieser Empfindungen. Jens Fiedler ist der typische Fotograf. Er hat den richtigen Blick und drückt im richtigen Augenblick den Auslöser. Er war erster Preisträger beim Fotowettbewerb Kulturgut Waldliebe

Fiedler stellt im Atelier von Enno Folkerts Fotografien aus der Reihe „Musik der Natur“ aus. Diese erhielten bereits große Aufmerksamkeit in Heidelberg. Klang der Farben, Reigen der Blüten, Rhythmus von Wasser und Wind oder musikalische Assoziationen sind sein Ding. Fotografien wie Gemälde lassen den Betrachter innehalten und den Trubel des Alltags vergessen. Minimalistische Details in Großformat beeindrucken und lassen Raum für eigene Interpretationen und Träume.

Für den Maler Enno Folkerts ist es die 80. Ausstellung, jedoch die Erste mit Fotografien. Seine 35 auf 35 Zentimeter Fotos aus der „Quadratmeter“-Reihe könnten als Vorlage für seine großformatigen fotorealistischen Gemälde von Fassaden und Fenstern dienen. Seine Kamera fungiert hier oft als Ersatz für den Skizzenblock. Dagegen sind die einen Quadratmeter großen Fotos tatsächlich Abbilder der Quadratmeter von Böden, auf denen wir leben. So wird auch ein Quadratmeter Boden aus Venedig mit Taube zu sehen sein.

Anschließend findet um 20 Uhr ein Konzert mit der „Gerdband“ statt. Diese erzeugt einen unverwechselbaren Sound, „amerikanisch schnörkellos und zugleich romantisch europäisch verziert“, wie die Gruppe selbst von sich sagt. Alle drei Bandmitglieder sind erfahrene Meister der Technik und Improvisation, mit einer tiefen Leidenschaft für ihre Instrumente. Sie spielen ausschließlich Originalkompositionen von Gerd Baier, die viel Platz bieten für die Entwicklung eigener musikalischer Ideen.

 

Info: An den Wochenenden 19. und 20. sowie und 27. und 28. Oktober ist die Fotoausstellung (mit Kaffeekränzchen) nachmittags ab 15 Uhr geöffnet. Ort: Atelier Enno Folkerts, Waldmichelbacher Straße 2, Hirschhorn-Langenthal

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Kunst „vun do“: Wochenende der offenen Ateliers bei Jens Hafner und Enno Folkerts

Die beiden Hirschhorner Künstler Jens Hafner und Enno Folkerts öffnen am Wochenende des 8. und 9. Dezember ihre Ateliers. Bei Folkerts in Langenthals Waldmichelbacher Straße 2 (alte Pappenfabrik Mayr) ist von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet, bei Jens Hafner in Ersheim von 17.30 bis 20.30 Uhr (Brentanostraße 8). Für alle, die schon immer einmal wissen wollten, wo und wie Kunst entsteht, was alles dazugehört und dahintersteckt, ist das ein Wochenende zum Schauen, Genießen, Plaudern und Entschleunigen.

Jens Hafner studierte an der Freien Kunstakademie Mannheim unter anderem bei Konstantin Voit. Stilistisch kann man einen Einfluss der Leipziger Schule erkennen, die die figurative Malerei seit Jahren neu belebt. Typisch sind assoziative Blicke auf eine ganz persönlich erlebte Realität, die in mehreren Bildebenen auf der Leinwand vereint werden. Die Welt erzählt sich wie in einem Traum, der rational nie ganz aufgelöst werden kann und geheimnisvoll bleibt. Man könnte fast von einer romanischen Weltsicht sprechen, die Hafner phantasievoll und mit großer Lust am Malen in unsere Zeit herüberholt.

Enno Folkerts verfügt über ein auffallend vielseitiges Repertoire an Themen und Techniken. Dazu gehören Fassaden- und Fenstermotive in fotorealistischer Manier, aber ebenso seine „metaphysischen Bilder“, in denen die Themen Zeit, Dekadenz und Untergang eine wichtige Rolle spielen, in denen jedoch auch die morbide Schönheit der Motive offenbart wird. Er arbeitet ebenso an Bildern im abstrakt-expressionistischem Stil, Collagen, Assemblagen oder Akte – „Kunst halt“, schmunzelt er. Arbeiten von Folkerts waren schon auf über 80 Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Seine Intention ist die pure Lust auf das Bild.

Französische Balladen, Jazz, Swing und Balladen beim Konzert der Kunstpflege in Langenthal

„Alles in allem eine wunderbare Alternative zum Fußball“, schmunzelte Enno Folkerts. Wenn natürlich auch das Achtelfinalspiel der deutschen Mannschaft die Zuschauerzahl beim Konzert von Sängerin Anna Leauviers und dem Pianisten Anton Cik beeinflusste. Doch die über 30 Gäste im Langenthaler Atelier des Hirschhorner Malers wussten bei der Veranstaltung der Kunstpflege, was sie hatten, und zeigten sich als dankbares Publikum, das drei Zugaben erklatschte.

Französische Balladen, Jazz, Swing, Balladen und eigene Kompositionen sowie große Klassiker bildeten den Schwerpunkt des Programms. „Imagine“, „Dream a little dream“ oder „Besame mucho“ gehörten dabei zu den eingängigen, zeitlosen Songs, die jeder schon einmal gehört hat. Drei Stücken von Edith Piaf drückte die Sängerin mit großer Ausdruckskraft und enormem Tonumfang ihren Stempel auf: „Je ne regrette rien“, „La vie en rose“ und „L’hymne a l’amour“.

Besonders gut kamen zwei Lieder von Claire Waldoff an: „Warum soll er nich‘ mit ihr“ und „Wegen Emil seine unanständige Lust“. Unter dem Motto „Kultur zur Teezeit“ gab es neben der Musik auch Malerei von Jens Hafner und Enno Folkerts sowie den beiden Leipzigern Sylvi Reinhardt und Joachim Niggemeyer (Cartoons) zu sehen.

Anna Leauviers liebte schon als Kind die französischen Chansons und sang sie gerne. In ihrem Programm bevorzugte sie sowohl weiche als auch kraftvolle Klänge – Melodien, die im Rhythmus zwischen zarter Melancholie und lustvollem Schwung tanzten, die sich würdevoll aufbauten und durch Ausdruck an Stärke gewannen.

Seit 2009 arbeitet die Sängerin mit dem tschechischen Pianisten Anton Cik zusammen. Leauviers‘ Lieder entstehen mal spontan aus Inspirationen, mal setzt sie sich hin und schreibt gezielt die Texte. Mit Cik werden sie dann gemeinsam musikalisch umgesetzt. Dessen Klavierspiel begleitete nicht nur ihre Stimme äußerst gefühlvoll, sondern malte zu den Liedtexten regelrecht musikalische Bilder. Dank seines virtuosen Könnens auf dem Instrument setzte er zudem viele eigene Akzente.

 

 

Drei wahre Meister auf sechs und mehr Saiten bei der „1. Hirschhorner Gitarrennacht“ der Kunstpflege

Eine solch geballte Gitarrenvirtuosität sieht man in der Region ganz, ganz selten. Und an ein solch volles Haus kann sich der Maler Enno Folkerts in seinem Langenthaler Atelier bei den bisherigen Konzerten auch nicht erinnern. An die 100 Gäste waren es, die bei der „1. Hirschhorner Gitarrennacht“, veranstaltet von der Kunstpflege Hirschhorn, die drei Meister auf sechs und mehr Saiten, Gionni di Clemente, Giovanni Seneca und Heiko Plank, bestaunen wollten.

Ihre verschiedenen Spielweisen, Instrumente und Musikstile demonstrierten die Gitarrencracks zuerst einzeln. Nach einer längeren Pause, die die Erwartung geschickt schürte, kam dann das späte Sahnehäubchen des Saitenabends auf sehr hohem Niveau: Di Clemente und Seneca spielten drei Stücke, die letzterer extra für diesen Abend geschrieben hatte, zusammen. Ein Augen- und Ohrenschmaus, der die Zuschauer immer wieder zu Zwischenapplaus herausforderte und den krönenden Abschluss bildete.

Völlig vertieft in ihre Musik, den Blick entweder auf das Saiteninstrument gerichtet oder mit geschlossenen Augen den eigenen Klängen nachlauschend, gehen die drei Gitarristen absolut in ihrem Spiel auf. Akrobatische Finger-Übungen, gepaart mit für den Laien nicht mehr nachvollziehbaren Finger-Spreizungen, sorgen zusammen mit einem Wirbelwind an Saitenklängen für ein meisterhaftes Hörerlebnis.

Das gibt’s dann nicht nur auf der „normalen“ Gitarre. Denn jeder der drei ist Meister auf mehreren Instrumenten. Bei Heiko Plank ist das seine Eigenentwicklung, die achtsaitige „plank“. Giovanni Seneca spielt außerdem eine „chitarra battente“, eine zehnsaitige, sehr bauchige Barockgitarre, die – vor allem in Süditalien beheimaten – Instrumenten des 17. Jahrhunderts nachempfunden ist. Ihre Klänge haben beinahe etwas von einem Spinett.

Gionni di Clemente wiederum ist ein Profi auf den kleinen, bauchigen Instrumenten. Nachdem er in seinem Solo-Auftritt die zehnsaitige Gitarre virtuos spielte, kramte er beim Duett zuerst die Oud, den arabischen Vorläufer der Laute, und danach die Mandoline aus seinem reichen Fundus hervor. Die auf diesen beiden Gitarren gezauberten Soli ließen noch einmal die wahre Meisterschaft des Könners deutlich werden.

Als erster durfte an diesem Julian Best an. Der 17-Jährige zeigte seine Künste auf der akustischen Stahlsaitengitarre und sang auch dazu. Heiko Plank, der gleichzeitig den Konzertabend moderierte, schaffte als Musiker und Komponist etwas Besonderes: die Entwicklung eines speziellen elektroakustischen Solisteninstruments, das wie sein Erfinder heißt. Plank bot ein frei improvisiertes Konzert und arbeitete dabei teilweise mit vier Stimmen. „Aus dem Nichts heraus“ schuf er Musik. Anklänge gab es an das „Köln Concert“ von Keith Jarrett.

Die Bekanntschaft mit den beiden italienischen Saitenvirtuosen entstand vor vier Jahren ganz zufällig, erinnert sich der Kortelshütter Plank. Er war auf der Halbinsel zu Konzerten unterwegs. „Da wird man dann wie ein Pokal rumgereicht“, lacht er. Die einheimischen Musiker seien sehr interessiert an einer Zusammenarbeit, „es gibt kein Konkurrenzdenken“. So kam es, dass die drei schon auf mehreren Festivals zusammen spielten.

Da die beiden Italiener sowieso gerade zu Konzerten in Deutschland weilten, konnte der Konzerttermin in Langenthal eingeschoben werden – was sonst natürlich wegen der weiten Anreise nicht möglich gewesen wäre. Um das Konzert zu finanzieren, malte Enno Folkerts zwölf Variationen einer Gitarre und gab sie in den Verkauf – mit Erfolg, alle gingen weg.

Beide Gitarristen gehen nach den Worten von Plank musikalische ganz eigene Wege. Seneca, aus Ancona stammend, ist eher der traditionellen Musik verhaftet, ist Fachmann für die süditalienische Tarantella. Er verbindet Modernes mit dem Traditionellen. Seneca war bereits Gastsolist bei hochkarätigen Orchestern in Italien und Frankreich. Ennio Morricone komponierte und widmete ihm ein Konzert für Gitarre und Orchester.

Di Clemente wiederum tummelt sich mehr im Bereich Ethno-Jazz. Er beherrscht zahlreiche weitere Saiteninstrumente wie Oud, Bouzouki, Mandoline oder Sitar, schrieb Musik für Film und Theater und ist als Arrangeur für verschiedene Autoren tätig. Der aus den Abruzzen stammende Gitarrist komponierte Musik für Film- und Theaterproduktionen in den wichtigsten italienischen Städten und Theatern, aber auch in Europa und Übersee.

Weitere Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1119242678119880.1073741913.100001024761983&type=1&l=428f8b4a73

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Begeisterter Beifall fürs Hirschhorner Salonorchester: Breites Repertoire der jungen Musikerinnen beim Atelierkonzert in Langenthal

Begeisterter Applaus zum Schluss war der verdiente Lohn für ein tolles Konzert: Das „Salonorchester Hirschhorn“, bestehend aus sechs jungen Musikerinnen, beendete mit seinem Auftritt die Reihe der diesjährigen Atelierkonzerte in den Räumen von Enno Folkerts in Langenthal. Der heimelige Raum war zu diesem Anlass sehr gut besucht. Klassische Stücke wechselten sich ab mit Pop, Folk oder Filmmusik.

Beschwingte Melodien, auf Violine, Querflöte, Viola, Violincello oder Harfe vorgetragen, mit Untermalung durch Gitarre und Percussion, sorgten für einen kurzweiligen Abend in schönem Ambiente. Die einzelnen Stücke waren von Dirigent Franz Lechner, der zwischenzeitlich auch am Klavier begleitete, bearbeitet und für die verschiedenen Instrumente angepasst worden.

Mitschnipsen etwa war angesagt bei der Erkennungsmelodie des „Rosaroten Panthers“. Violine, Querflöten und Cello spielten sich hierbei die Bälle zu und harmonierten prächtig miteinander. Der Titelsong der englischen Krimireihe „Miss Marple“ (dem Original mit Margaret Rutherford) kam so gut an, dass er als Zugabe gleich noch einmal gewünscht wurde. Weitere Stücke aus der „Schneekönigin“, „Wie im Himmel“ oder „Frozen“ und der Affentanz aus dem Dschungelbuch wurden von den jungen Musikerinnen ebenso gekonnt gemeistert.

Das Salonorchester Hirschhorn besteht aus sechs jungen Damen, die an der Musikschule Hirschhorn unterrichtet werden oder wurden. Das Ensemble hat sich Anfang des Jahres aus Freude am Musizieren zusammengefunden und wird von Franz Lechner geleitet. Gespielt wird in einer Streichquartettbesetzung, ergänzt durch zwei Querflöten und Klavier. Das Repertoire reicht von der Klassik bis zu den Beatles.

Im ersten Teil des Konzertes kamen Teile der frühen Mozartsinfonie Nr. 27, KV 199, aus dem Cellokonzert D-Dur, G479 von Luigi Boccherini, aus dem Cellokonzert e-moll von Edward Elgar und aus dem ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms zur Aufführung. Außerdem noch Lieder der Beatles und Irish-Folk-Melodien.

Das Salonorchester besteht aus Jonna Böing und Mirjam Enger, Violine, Antonia Lechner, Viola, Greta Böing, Violoncello, Lara Heinzmann, Querflöte sowie Hannah Enger, Querflöte und Klavier. Zusätzlich spielten beim Atelierkonzert mit: Maria Lechner und Salome Kerle, Violoncello, Carola Böing, Querflöte, Christina Lechner, Harfe, Michael Pascuzzi, Percussion, und Mike Müller, Gitarre. Weitere Bilder hier: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1048206151890200.1073741861.100001024761983&type=1&l=f205e80610

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Salonorchester spielt alles von Klassik bis Pop: Auftritt am 31. Oktober bei der Kunstpflege Hirschhorn in Langenthal

Die Kunstpflege Hirschhorn lädt ein zum 12. Atelierkonzert mit dem „Salonorchester Hirschhorn“. Es findet statt am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr im Atelier von Enno Folkerts in der Waldmichelbacher Straße 2 und ist gleichzeitig das letzte Atelierkonzert in diesem Jahr. Das Salonorchester besteht aus sechs jungen Damen (Jonna Böing – Violine, Mirjam Enger – Violine, Antonia Lechner – Viola, Greta Böing – Violoncello, Lara Heinzmann – Querflöte, Hannah Enger – Querflöte und Klavier), die an der Musikschule Hirschhorn unterrichtet werden oder wurden.

Das Ensemble hat sich Anfang des Jahres aus Freude am Musizieren zusammengefunden und wird von Franz Lechner geleitet. Gespielt wird in einer Streichquartettbesetzung, ergänzt durch zwei Querflöten und Klavier. Das Repertoire reicht von der Klassik bis zu den Beatles („Yesterday“, „Michelle“, „Let it be“). Es werden zum Beispiel neben Ausschnitten aus der frühen Mozartsinfonie Nr. 27, KV 199, dem Cellokonzert D-Dur, G479, von Luigi Boccherini, dem Cellokonzert e-moll von Edward Elgar und dem ungarischen Tanz Nr. 5 von Brahms auch Filmmusik aus „Miss Marple“, „Dschungelbuch“, „Pink Panther“, „Wie im Himmel“ und „Frozen“ zu hören sein.

Beim Atelierkonzert erhält das Salonorchester Unterstützung durch verschiedene befreundete Musiker. So kommen etwa in einem Irish-Folk-Teil Instrumente wie Harfe, Gitarre und Bodhrán zum Einsatz. Gastmusiker sind: Maria Lechner – Violoncello, Salome Kerle – Violoncello, Carola Böing – Querflöte, Christina Lechner – Harfe, Michael Pascuzzi – Percussion und Mike Müller – Gitarre. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Kunstvoller Frühling am Neckar: Gleich zwei Ausstellungen locken nach Hirschhorn  

„Wir hatten wieder ein volles Haus“, freut sich Monika Hofmann vom Freundeskreis Langbein’sche Sammlung über die erfolgreiche Vernissage. Sehr viele Kunstinteressierte fanden zur Ausstellungs-Eröffnung mit Werken der Heidelberger Malerin Akela Möhren unter dem Titel „Das Atelier“ den Weg ins Hirschhorner Langbeinmuseum. Vorsitzender Dr. Ulrich Spiegelberg begrüßte die Gäste im Erdgeschoss des Hauses, das seit der Neugestaltung auch für Ausstellungen genutzt wird. Er kündigte weitere Aktivitäten an: Vom 8. August bis 20. September sind Werke der Hirschhorner Malerin Evelyn Christoffers zu sehen. Im Herbst ist eine Künstlergruppe aus Schönau zu Gast.

Richard Köhler von der Musikschule Hirschhorn umrahmte die kleine Feier. Wolfgang Schuler stellte die Künstlerin mit ihrer Vita vor und wies ihre verschiedenen Aktivitäten hin. So stellte Möhren unter anderem beim Heidelberger Kunstverein, in der Buchhandlung Himmelheber und ganz aktuell im Josefskrankenhaus aus. Schuler beschrieb die ausgestellten Werke mit den Themen Porträts, Wasser und –behälter in den drei Ausstellungsräumen.

Nach dem Kunststudium (Gebrauchsgraphik, Zeichnen und Malerei, Typographie) von 1959 bis 1962 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe wirkte Akela Möhren zunächst als Freie Graphikerin und Freie Malerin in Heidelberg bis 1968, danach in Quebec. Seit 1975 lebt und arbeitet sie erneut in Heidelberg.

Die Zusammenstellung der Hirschhorner Ausstellung reflektiert auch die räumlichen Möglichkeiten des Langbeinmuseums – so entstand das Motto „Das Atelier“. Möhren arbeitet mit Öl, Tusche und Pigmenten auf Leinwand. „Von einem Bild sollte immer ein Zauber ausgehen“, sagt sie. Die Ausstellung läuft bis 28. Juni und ist wie folgt geöffnet: Dienstag bis Freitag 14 bis 17 Uhr, Mittwoch bis Samstag auch 10 bis 12 Uhr, sonntags 15 bis 17 Uhr.

Zur Eröffnung der „Galerie am Ganges“ in der Hauptstraße 22 kamen ebenfalls viele Interessierte vorbei. Kunsthistorikerin, Kulturmanagerin und Galeristin Angela Mahmoud gab eine kurze Einführung in die dort jetzt ausgestellten Arbeiten von Oded Netivi, Jens Hafner und Enno Folkerts. Die Vernissage wurde von Heiko Plank musikalisch umrahmt. Der Gitarrist und Komponist hat etwas Einzigartiges geschaffen: die „Plank“, ein von ihm für die Interpretation seiner Musik entwickeltes elektroakustisches Saiteninstrument, seine Weiterentwicklung einer Gitarre.

Raoi Raouia Mezlini und Giuseppe Lauria vom gegenüber liegenden Restaurant „Bei Peppe“, die die ehemaligen Bistro-Räume zusätzlich gepachtet haben, stellen sie den Sommer über dem Verein Kunstpflege Hirschhorn zur Verfügung. Das eröffnet diesem die Möglichkeit, in dem leerstehenden Laden Ausstellungen organisieren zu können. „Da wir hier in Hirschhorn am Neckar leben, wurde daraus die ‚Galerie am Ganges‘ mitten in der Hauptstraße“, so Enno Folkerts.

Weil es sich um einen relativ kleinen Laden handelt, werde es bei den Ausstellungen keine „Museumshängung“, sondern eher die „Petersburger Hängung“ geben. „Wir werden versuchen, immer von allen ausgestellten Künstlern ein paar Arbeiten da zu haben.“, erläutert Folkerts. Es werde bei jeder Vernissage neu gehängt, „weil neue Künstler dazu kommen werden“. Am Wochenende ist tagsüber immer geöffnet, unter der Woche nach Vereinbarung unter Telefon 06272-2509.  Mehr Bilder hier: http://kunstpflege-hirschhorn.de/ganges.html

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