Jugendfeuerwehr erstmals beim Landesentscheid

Das gab’s noch nie in 40 Jahren Jugendfeuerwehr Finkenbach: Die Staffel schaffte es zum Landesentscheid in Hünfeld und wurde dort Elfter. Neben dem Jubiläum an sich war dies dem Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Jens Schindler eine besondere Erwähnung wert. „In 40 Jahren wart ihr die ersten, die es soweit geschafft haben. Ich bin mächtig stolz auf euch“, so Schindler. Qualifiziert hatten sich die Finkenbacher Jugendlichen dafür durch den ersten Platz im Kreisentscheid im Hainstadt am Kreisjugendfeuerwehrtag.

Schindler erwähnte darüber hinaus die weiteren Aktivitäten im sehr erfolgreichen abgelaufenen Jahr. Besonders hervorzuheben waren das Theaterstück „Hannes und der Ourewäller Landrat“. Dieses Mal gab es die Stücke „Sellemols“ und „OZ“ zu sehen. Viele Interessierte Gäste kamen und es wurde ein schöner, lustiger Abend, freute sich Schindler. Er erwähnte außerdem das wiederkehrende Weinfest, die Teilnahme am Freiwilligentag des Odenwaldkreises sowie diverse Festbesuche befreundeter Wehren.

Wehrführer Fabian Sauter ging auf die Aktivitäten der Einsatzabteilung ein: Neun Mal mussten die Brandschützer ausrücken, davon unter anderem drei Mal zu einem Brand und zu vier technischen Hilfeleistungen. Er hob die Einsatzstärke tagsüber zur Arbeitszeit mit durchschnittlich zwölf Personen hervor. 44 Prozent der Einsatzabteilung sind Atemschutzgeräteträger, sagte er.

In 24 Übungen bereiteten sich die Kameraden auf den Ernstfall vor, davon 17 für die gesamte      Wehr und sieben weiteren etwa für Gruppenführer, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger. Die durchschnittliche Beteiligung lag bei guten 16 Personen. Die Einsatzabteilung besteht derzeit aus 34 Personen (zwei mehr als 2018), die Jugendfeuerwehr aus sieben und die Alters- und Ehrenabteilung aus drei, erläuterte Sauter. 67 Prozent der Einsatzabteilung sind unter 35 Jahre alt, hob er hervor.

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Fabienne Buchert von den vielfältigen Aktivitäten. Die Wintermonate dienten der theoretischen Ausbildung. Gerätekunde, Knoten und Stiche sowie Wettkampftheorie wurden behandelt. Sechs Jugendliche erhielten die Leistungsspange. Bucherts Nachfolger Adrian Kruppa bedankte sich beim Betreuerteam für die Unterstützung und für das Vertrauen in seinem ersten Jahr als Jugendfeuerwehrwart.

In Vertretung von Uwe Katzer verlies Alexander Volk den zusammengefassten Bericht über die Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen Jahres. Seitens der Kassenprüfer bescheinigte Rüdiger Seip dem Rechner die einwandfreie Kassenführung. Auf Antrag wurde dem Kassier und dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Gleiches geschah für die Jugendwehr. Petra Lilienkamp wurde einstimmig zur neuen Kassenwartin gewählt.

Bürgermeister Christian Kehrer würdigte die Erfolge der Jugendfeuerwehr. Er dankte für die Unterstützung der Finkenbacher Brandschützer bei der Feuerbekämpfung in der Kita Rothenberg vor einem Jahr. Stadtbrandinspektor Marco Johe würdigte die Arbeit aller Gruppen der Feuerwehr Finkenbach und der Voraushelfer. Grußworte sprach auch der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Füllöp.

 

Beförderungen: Gina Lilienkamp (Feuerwehrfrau), Robert Falk (Feuerwehrmann), Marcel Jung (Oberfeuerwehrmann), Christian Heckmann (Löschmeister), Angelo Helm (Oberlöschmeister), Fabian Sauter (Brandmeister)

Häufigste Übungsteilnahme: Paul Schmidt (15), Alexander Volk und Rüdiger Seip (je 16)

 

Evangelischer Kindergarten in Neckarsteinach brannte – keine Verletzten

Der evangelische Kindergarten war nicht mehr zu retten. Das einstöckige Gebäude im Rosenweg brannte in der Nacht zum Donnerstag nieder. Verletzte gab es keine. Über 100 Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung waren im Einsatz, die jedoch den Brandherd in einer Zwischendecke nicht richtig erreichen konnten. Deshalb wurde von den Verantwortlichen beschlossen, die „Schatzinsel“ kontrolliert abbrennen zu lassen. Der Schaden dürfte in den siebenstelligen Bereich gehen. Genaue Angaben – auch zur Brandursache – gab es allerdings noch nicht.

Wie Bürgermeister Herold Pfeifer sagte, wurde der Brand von einem vorbeilaufenden jungen Mann bemerkt, der sofort an einem Haus klingelte. Dessen Besitzer riefen dann die 112. Pfeifer, gerade bei einer Vorstandssitzung des Bürger- und Heimatvereins, eilte an den Brandort. Dort trafen dann nach und nach die Feuerwehren aus Neckarsteinach und den Stadtteilen, Hirschhorn, Schönau und Neckargemünd sowie der Messtrupp aus Wald-Michelbach ein. Die Eberbacher Brandschützer lösten gegen Morgen die Hirschhorner ab und überwachten das kontrollierte Abbrennen. Pfeifer lobte die „tolle Zusammenarbeit aller Wehren“.

Der Brand brach laut dem Bürgermeister gegen 19.30 Uhr in der Deckenkonstruktion zwischen Zimmerdecke und Dachhaut aus. „Das war nicht zu löschen“, sagte er. Pfeifer, Kreisbrandmeister Sven Falter, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Werner Trares und Clemens Englmeier von der Brandschutzaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt entschieden sich dann zusammen mit den Feuerwehr-Leitungen für ein kontrolliertes Abbrennen. „Zum Glück war es windstill und es gibt keine Häuser in der Nähe“, so Pfeifer.

Er betonte, dass die Abwägung aller Möglichkeiten ergab, dass Personal-, Material- und Wassereinsatz keine Wirkung gehabt hätten. Denn: „Das Wasser hätte den Brandherd nicht erreicht. Wir konnten das Gebäude nicht retten.“ Selbst jetzt seien noch Glutnester drin, sagte der Bürgermeister. Pfeifer hob hervor, dass bei einem Feuerausbruch im laufenden Kindergartenbetrieb genug Zeit gewesen wäre, alle Personen zu retten.

Die 42 Jahre alte Kindertagesstätte wurde in Holzständerbauweise errichtet. Sie wurde vor einigen Jahren saniert und brandschutzrechtlich auf den neusten Stand gebracht. Auch heutzutage würden Gebäude noch auf diese Weise errichtet. Baurechtlich sei alles in Ordnung, so der Rathauschef. Die Suche nach der Brandursache wurde von der Kripo übernommen.

Übergangsweise sind die 55 Kinder der dreigruppigen Einrichtung für zwei Tage im Martin-Luther-Haus untergebracht. Aktuell werden in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde alternative Standorte für die kommende Woche, erst einmal bis zu den Weihnachtsferien, gesucht. Pfeifer zeigte sich optimistisch, schnell sagen zu können, wie es weitergeht. „Wir sind dabei, eine Lösung für Eltern und Kinder zu finden“, betonte er.

Es gibt derzeit eine große Welle der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Wer etwas spenden möchte, solle sich unter E-Mail ev.kita.nst@gmail.com an die Kita-Leitung wenden, bat er. „Wir müssen das kanalisieren“, sagte der Bürgermeister. „Eine Garage ist schon voll.“ Am ehesten sei der Kirchengemeinde wahrscheinlich mit Geldspenden gedient, um Neues anschaffen zu können. Neben dem materiellen Schaden ist auch der ideelle kaum bezifferbar. Spielzeuge, Kuscheltiere oder gerade gebastelte Weihnachtsgeschenke verbrannten.

Info: Am Sonntag, 16. Dezember, findet um 10.30 Uhr ein Dankgottesdienst in der evangelischen Kirche Neckarsteinach statt, der auch der Aufarbeitung des Geschehenen dient. Zu ihm sind neben Eltern, Kindern und Angehörigen und auch Rettungskräfte eingeladen.

Übung von Hirschhorner und Langenthaler Feuerwehr: Sechs Personen beim Brand in der „Linde“ vermisst

„Übungsziel erfüllt“ vermeldete Stadtbrandinspektor Marco Albert nach knapp 90 Minuten. Die Feuerwehr-Abteilungen Hirschhorn-Mitte und Langenthal hatten sich die leerstehende „Linde“ im Stadtteil als Objekt für die gemeinsame Jahresabschlussübung ausgesucht. Simuliert wurde ein Brand mit vermissten und eingeschlossenen Personen. Ein anspruchsvolles Szenario also, aus dem die Wehrleute einige Erkenntnisse ziehen konnten. Die festgestellten Kleinigkeiten „nehmen wir im nächsten Jahr mit auf den Übungsplan“, so Albert.

Angenommen wurde ein regulärer Hotelbetrieb in der „Linde“, erläuterte der ehemalige Langenthaler Kommandant Matthias Kuntze den Übungsbeobachtern. Der Brand entzündete sich, weil ein Gast unachtsam im Bett geraucht hatte. Das ausgebrochene Feuer wurde zuerst nicht bemerkt, da im Gebäude fiktiv der Pflicht zur Anbringung von Rauchmeldern nicht nachgekommen worden war.

Sechs Personen mussten dem Übungsplan zufolge gerettet werden, teilweise vom Balkon oder aus dem stark verrauchten Treppenhaus. Die Absicherung der Einsatzstelle und die Wasserversorgung aus Hydrant, Bach und mittels mitgeführtem Tank wurden von weiteren Kräften sichergestellt. Parallel begann die Brandbekämpfung.

An die 50 Brandschützer waren am Abend im Einsatz. Die Langenthaler führten dabei unter der Leitung von Steffen Guckenhan den Erstangriff durch. Er wurde dann von Christian Albert unterstützt, der mit den zeitgleich alarmierten Hirschhornern kurze Zeit später anrückte, die ihren kompletten Fuhrpark mitbrachten. „Der Brand breitete sich ziemlich schnell aus“, so Marco Albert zum weiteren Szenario. Verschiedene Einsatzabschnitte wurden gebildet, das Gebäude Etage um Etage, Raum um Raum abgesucht.

„Im Vordergrund stand die Menschenrettung“, sagte der Stadtbrandinspektor. 14 Feuerwehrleute drangen dazu unter Atemschutz ins Gebäude ein. Nach und nach wurden die sechs Personen in den verschiedenen Stockwerken „gefunden“, mit sogenannten Fluchtfiltermasken nach draußen geführt oder auch per Leiter vom Balkon „gerettet“, um fiktiv dem Rettungsdienst übergeben zu werden. Per Drucklüftung wurde der Rauch aus der „Linde“ geblasen.

Nach abschließenden Löschmaßnahmen wurde die Übung nach etwa eineinhalb Stunden beendet. Mit einer abschließenden Manöverkritik und einem gemeinsamen Essen wurde der Abend im Feuerwehrgerätehaus beschlossen. „Die vergangenen Ausbildungen haben Früchte getragen“, lobte Albert. Darauf lasse sich aufbauen. Ebenso bezeichnete er die Anschaffungen in der letzten Zeit als sinnvoll. „Weitere werden notwendig sein“, um technisch auf dem neusten Stand zu bleiben, betonte der Feuerwehrmann.

Das neue Fahrzeug LF10 KatS ist laut Albert „eine große Verbesserung“, da es mehr Wasser transportieren könne, eine bessere Pumpe habe, außerdem Lichtmast und Stromerzeuger. Neben dem war die Abteilung Mitte noch mit Tanklöschfahrzeug, Einsatzleit-, Rüst-, Geräte und Kommandowagen angerückt. Die Langenthaler waren als Erste mit MTW und Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) am Einsatzort. Mit dem Engagement der Feuerwehrleute war der oberste Hirschhorner Brandschützer „sehr zufrieden“.

Ebenso wie Kreisbrandmeister Sven Falter aus Schönmattenwag, der für die Bereitschaft dankte, sich rund um die Uhr im Ehrenamt für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Falter sprach bei der Besprechung auch den Partnern und Eheleuten der Brandschützer für deren Verständnis gegenüber der verantwortungsvollen Tätigkeit seinen Dank aus. „Ohne dieses wäre eine solche Arbeit gar nicht möglich“, verdeutlichte er.

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Kortelshütter Wehrleute haben sich beim hessischen Landesentscheid super geschlagen

Die 12 sollte für die Kortelshütter Feuerwehr die bestimmende Zahl sein. Diese Startnummer hatte den Brandschützern schon beim Bezirksentscheid der Feuerwehrleistungsübungen in Breuberg Glück und die Qualifikation für den Landesentscheid in Hungen bei Gießen gebracht. Auch dort gingen die Floriansjünger aus dem Rothenberger Ortsteil mit dieser Zahl ins Rennen. Dass es auf die 12 am Ende als Platzierung hinauslaufen würde, hätte zu Beginn sicher keiner gewettet.

Früh morgens um 5 Uhr ging es für die Wettkampfmannschaft los. Die Fans und Schlachtenbummler fuhren um 7.30 Uhr ab. Nach zweistündiger Tour war das Ziel endlich erreicht. Als die Fans eintrafen, hatte die Mannschaft bereits die theoretische Prüfung, die es fachlich absolut in sich hatte, erfolgreich hinter sich gebracht. Für alle Reisenden gab es danach ein wunderbares Frühstück, das sich sehen lassen konnte.

So gestärkt zogen Kortelshütter Wehrleute in den Wettkampf. Bei Temperaturen um die 28 Grad und in voller Montur wahrlich kein Spaziergang. Die Übung verlief fehlerlos, man war in der Zeit und auch die Knoten waren alle richtig. Besser hätte es also bisher dahin nicht laufen können. Bei teilnehmenden 21 Wettkampf- und 57 Jugendfeuerwehr-Mannschaften aus ganz Hessen war klar, dass es länger dauern würde, bis alle Ergebnisse ausgewertet waren. Aus dem Odenwaldkreis war noch Nieder-Kainsbach vertreten.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit: Die Spannung stieg. Und die Brandschützer aus der Oberzent wurden nicht enttäuscht. Die Mannschaft hatte sich super geschlagen und ging als Zwölfter vom Platz. Nach einem langen, aufregenden Tag waren alle am frühen Abend wieder zu Hause, wo schon die ersten Steaks und Würstchen auf dem Grill brutzelten. So ließ man den schönen Tag mit einer kleinen Feier ausklingen. Die Feuerwehrleute bedankten sich bei allen mitgereisten Fans und allen die mithalfen, den Tag und das Drumherum zu organisieren. Für die Fahrt stellte die Finkenbacher Wehr den Mannschaftstransportwagen zur Verfügung.

Zum angetretenen Team gehörten Günter Braner, Anja Hinrichs, Malte Hinrichs, Timo Fink, Tina Uhrig und Maurice Fink. Durch viele Übungen und Unterrichtsstunden ist die Ortsteilwehr bei den diversen Wettkämpfen immer vorne mit dabei. Die Rothenberger Mädchen-Mannschaft belegte beim Landesentscheid der Feuerwehren Hessens einen ausgezeichneten sechsten Platz.

Beste Voraussetzungen somit für das 25. Kelterfest der Kortelshütter Wehr am Dorfgemeinschaftshaus. Am Sonntag, 25. September, geht es um 10.30 Uhr mit Apfelkeltern und Frühschoppen los. Neben den Spezialitäten wie Winzerteller, Haxen und geräucherter Forelle gibt es wieder Wildschwein am Spieß, aber auch etwas Leckeres für Vegetarier. Neben all diesen Köstlichkeiten können Gäste ihren Durst mit leckerem, frisch gekeltertem Süßmost von Kortelshütter Äpfeln löschen, weiter gibt es Neuen Wein und Zwiebelkuchen. Am Samstag, 24. September, findet die „Warm-up-Party“ statt. DJ Firefighter sorgt für die Musik. Beginn ist um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Der Eintritt ist frei.

 

Wenn die Rothenberger Feuerwehr grillt, kommen sie alle vorbei

Wenn die Feuerwehr zum traditionellen Grillfest auf den Höhenrücken neben das Feuerwehrhaus einlädt, dann kann sie sich eines großen Ansturms gewiss sein. Selbst mit etwas ungewissem Wetter sitzen die Gäste aus nah und fern in ausgeräumter Geräte- und Fahrzeughalle nebst Anbau an diesem Tag dicht an dicht, um die Gastfreundschaft der Floriansjünger zu genießen. Die fahren an dem Tag das Beste aus Küche und Keller auf.

„Normalerweise ist hier noch voller, wenn die Sonne scheint“, schmunzelt der Rothenberger Feuerwehrvereins-Vorsitzender Benjamin Götz. Das will man ihm kaum noch abnehmen, denn ein freier Sitzplatz ist nur mit geschultem Auge zu erkennen – und die Einsatzkräfte sind mindestens so stark am Rotieren wie der Grill, auf dem sich seit 5 Uhr am Morgen der Rollbraten dreht. Oder besser drehte, denn mittags sind von 16 Braten mit knapp 60 Kilo noch kümmerliche zwei Stück übrig.

Werner Olbert und Heiko Postawa sind die beiden bewährten Grillmeister, nach deren Arbeit den Besuchern das Wasser im Munde zusammenläuft. Die kommen gerne von weiter her, denn das Grillfest der Brandschützer hat sich in mehreren Jahrzehnten einen sehr guten Ruf erarbeitet. Als am Nachmittag die Wolken immer mehr aufreißen, sind die Rothenberger Wehrleute glücklich über ein erneut erfolgreiches Fest.

Natürlich sind ebenso viele Gäste von befreundeten Wehren auszumachen. Nicht nur von den anderen drei Ortsteilwehren, sondern auch aus dem Neckar- und Ulfenbachtal mit Hirschhorn und Langenthal, aus dem Badischen mit Eberbach und Brombach sowie aus der benachbarten Oberzent mit Hetzbach, Falken-Gesäß und Beerfelden. „Es ist halt bekannt, dass man bei uns gut essen und trinken kann“, weiß Götz.

Aus der Stadt am Berge ist die Feuerwehrkapelle Beerfelden angereist, die über Mittag den hungrigen Mäulern das Essen versüßt. Und damit einstimmt auf das große Kuchenbüffet, das der Feuerwehrverein dankenswerterweise aufgrund vieler Spenden anbieten kann. Auch gegen Abend wird es wieder voll auf der Höhe bei der Sporthalle, wenn die Tombola-Verlosung ansteht. Der zahlreiche ist eine schöne Bestätigung für die Brandschützer, freut sich Götz.

Denn die gehen bereits drei Monate vorher in die Grobplanung der Veranstaltung, die jedes Jahr mehrere hundert Besucher anzieht. Eine Woche vor dem großen Tag wird langsam die Fahrzeughalle ausgeräumt, wird der Anbau für mehr trockene Sitzplätze angebracht. Grill, Bierpilz und die restliche organisatorische Arbeit wie der Einkauf wollen auch erledigt sein. Hierbei sind schon etliche Helfer aus Verein und Einsatzabteilung im Einsatz, am Tag selbst kümmern sich dann um die 40 bis 50 Aktiven um das Wohl der hungrigen Mäuler.

Die Jugendfeuerwehr machte dabei Werbung für sich selbst und lud zu diversen Spielen ein. „Die ist die Zukunft unseres Vereins“ und deshalb wolle man sie tatkräftig unterstützten, sagt Götz. Die Jugendlichen boten verschiedene XXL-Spiele an. Daneben konnten Kinder Buttons zum Anstecken selbst gestalten. Und schließlich lud eine Hüpfburg mit Rutsche zum Toben ohne Ende ein. Zu neunt präsentierte sich die Nachwuchswehr am Nachmittag noch bei einer kleinen Übung.

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Heute Morgen: B 37 bei Hirschhorn nach Unfall zwei Stunden voll gesperrt – 4 Verletzte

Update: Nach einem Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen war die B 37 am heutigen Mittwochmorgen zwischen Eberbach und Hirschhorn knapp zwei Stunden voll gesperrt. Kurz nach 7 Uhr hatte es nach der Neckarbrücke an der Auffahrt von Hirschhorn kommend Richtung Neckarsteinach gekracht. Laut Polizei kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu Auffahrunfällen, als sich über die Beschleunigungsspur Autos auf die Bundesstraße einordnen wollten und dort Fahrende abbremsten. An den Fahrzeugen entstanden Schäden von mindestens 25.000 Euro. Die vier Leichtverletzten wurden von den Rettungsdiensten versorgt. Die Hirschhorner Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen zur Absicherung der Unfallstelle und für Aufräumarbeiten vor Ort. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. (Foto: Feuerwehr Hirschhorn)

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Wohnhausbrand in Finkenbach war 2015 der größte Einsatz für die Hainbrunner Wehr

„Nach zwölf Einsätzen in 2014 waren im abgelaufenen Jahr 17 zu registrieren“, sagte Wehrführer Stefan Hofmann bei der Jahreshauptversammlung der Ober-Hainbrunner Feuerwehr. Nur auf den ersten Blick eine Steigerung: Denn darunter sind zehn Hilfeleistungen und fünf Fehlalarme. Größter Einsatz war der Wohnhausbrand in Finkenbach Anfang September. Hofmann stellte daneben den Gästen die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr vor.

Die Fehlalarme gehen seinen Worten zufolge auf die Brandmeldeanlage des Seniorenwohnheims Cordula in Kortelshütte zurück. „Nach dem Tausch von zwei Rauch- gegen Hitzemelder im Februar haben sich diese deutlich minimiert“, berichtete er. Bei den Hilfeleistungen seien sechs der Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt zuzurechnen. „Hier haben wir bei der Ersteinrichtung und beim Betrieb der Einrichtung im Meldekopf und beim Katastrophenschutzstab geholfen“, erläuterte der Wehrführer.

„Das abgelaufene Jahr 2015 stand im Zeichen reger Tätigkeit“, betonte Hofmann. Es seien 23 Übungen und Unterrichte auf Ortsebene durchgeführt worden, darunter auf Gemeindeebene die Jahreshauptübung aller Ortsteilwehren in Ober-Hainbrunn. „Es ist selten möglich, ein Wohnhaus komplett für den Innenangriff mit Wasser am Strahlrohr nutzen zu können“, dankte Hofmann Diana und Christian Kasper aus der Neckarstraße für die Möglichkeit.

Beim Blick in die Statistik erwähnte er, dass die Feuerwehr Hainbrunn derzeit 113 Mitglieder habe, davon 24 in der Einsatzabteilung und neun in der Jugendfeuerwehr. Zwei Fahrzeuge, 25 und 17 Jahre alt, gehörten zum Fuhrpark. Man habe sieben Atemschutzgeräteträger, erläuterte der Wehrführer. Die Erfahrungen mit den digitalen Fahrzeug- und Handsprechfunkgeräten seien positiv: Es gebe „eine grundsätzliche Verbesserung der Erreichbarkeit und der Sprachqualität gegenüber der alten analogen Technik“. Jedoch werde bei den Meldeempfängern die Ausstattung immer schlechter. Im Augenblick seien noch sieben Stück in Betrieb. Die neuen digitalen Melder ließen auf sich warten.

Das vergangene Jahr war auch von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten geprägt, legte Hofmann dar. Dies waren neben den Besuchen bei Veranstaltungen von befreundeten Wehren eigene Termine wie der Vereinsausflug, das Handkäsfest, die gemeinsame Weihnachtsfeier und die Winterwanderung. Eine solche Fülle sei nur möglich durch den guten Zusammenhalt in der Wehr. Den Bericht über die Aktionen der Jugendfeuerwehr gab die neue Jugendwartin Anna Lähn ab.

Im Anschluss folgte der Kassenbericht. Heike Arnold legte ausführlich die Einnahmen und Ausgaben dar. Eine einwandfreie Kassenführung wurde ihr durch die Kassenprüfer Wilfried Friedrich und Karl Heinz Reichert bestätigt. Friedrich beantragte die Entlastung von Kassenwartin und Gesamtvorstand. Diesem Wunsch kam die Versammlung einstimmig nach. Danach wurde eine eigene Satzung für den Feuerwehrverein verabschiedet.

Zum Nachfolger von Karl Heinz Reichert als interner Kassenprüfer wurde Dirk Heckmann einstimmig gewählt. Wilfried Friedrich amtiert als externer Prüfer noch ein Jahr. Bürgermeister Hans Heinz Keursten lobte die Arbeit der Hainbrunner Feuerwehr und die Übungsbereitschaft. Wie wichtig diese sei, zeigte sich seinen Worten zufolge beim Brand in Finkenbach. Die gute Zusammenarbeit der Ortsteilwehren untereinander und mit den Beerfeldener Kameraden sei vorbildlich.

Gemeindebrandinspektor Marco Johe sprach das vielfältige Angebot der Feuerwehr an. Zur Brandmeldeanlage des Haus Cordula sagte er, dass eine neue im Frühjahr eingebaut werden solle, die dann hoffentlich fehlerfrei arbeite. Grußworte sprachen daneben Frank Flachs für den Sportverein und Wilfried Friedrich für den MGV. Am 1. April soll die Versammlung der Rothenberger Gemeindefeuerwehr stattfinden, kündigte Hofmann an.

Zahlreiche Gratulanten machten dem ehemaligen Hirschhorner Stadtbrandinspektor Heinz Albert zum 75. Geburtstag ihre Aufwartung

Große Gratulationscour für Heinz Albert: Zum 75. Geburtstag des ehemaligen Stadtbrandinspektors fanden sich viele Gäste am Michelberg ein, um den Jubilar zu beglückwünschen. Von Landrat Christian Engelhardt waren ebenso Grüße zum Ehrentag angekommen wie von der Kreisfeuerwehrspitze. Zu den ersten Gratulanten zählten natürlich Alberts Frau Ursula sowie seine beiden Kinder Angelika und Marco mit ihren Familien. Ihnen schlossen sich den Tag über viele Hirschhorner Bürger, Bekannte und Verwandte an.

Heinz Albert ist aus der lokalen und regionalen Feuerwehrgeschichte der vergangenen 45 Jahre nicht mehr wegzudenken. 1969 wurde er in Hirschhorn stellvertretender Wehrführer, 1971 Wehrführer und Feuerwehr-Vereinsvorsitzender – ein Ehrenamt, das er wie das des Stadtbrandinspektors ab 1973 bis Ende 2000 innehaben sollte. Ab 1986 kam für den Jubilar der Posten des stellvertretenden Kreisbrandinspektors hinzu, ab 1987 war er auch Kreisbrandmeister des Kreises Bergstraße – beides bis ins Jahr 2001. Seitdem ist er Ehrenstadtbrandinspektor und in der Alters- und Ehrenabteilung sehr aktiv.

Zu einem gemütlichen Feier-Abend kamen einige Feuerwehrleute vorbei, um Heinz Albert persönlich zu gratulieren. Sein Nachfolger als Stadtbrandinspektor, Sohn Marco, hatte dabei den kürzesten Weg – die Treppe runter. Er ist inzwischen auch schon 15 Jahre im Amt. Zu ihnen gesellten sich Bürgermeister Rainer Sens und Stadtverordneten-Vorsteherin Katharina Korner, die die Grüße von Verwaltung, Magistrat und Parlamentariern überbrachten. Auch der Waldkindergarten brachte Heinz Albert ein Geburtstagsständchen dar.

Großer Martinsumzug durch die Hirschhorner Altstadt

Der milde November-Abend bildete die beste Voraussetzung für einen sehr gut besuchten Martinsumzug in Hirschhorn. Bestimmt an die 200 Teilnehmer, Kinder mit ihren Laternen, Eltern, Bekannte und Verwandte, machten sich auf den Weg von der Schleusenbrücke durch die Fußgängerzone bis hin zum Abschluss auf dem Chateau-Landon-Platz. Nicht nur von der Kindertagesstätte, sondern auch aus der Grundschule beteiligten sich die Kinder.

Begleitet wurde der Umzug von der Hirschhorner Feuerwehr. Die Jugendfeuerwehr-Angehörigen sorgten mit den Fackeln für ein stimmungsvolles Ambiente. Die katholische Kirchenmusik spielte zwischenzeitlich auf. Am Endpunkt angekommen, war das lodernde Feuer ein großer Anziehungspunkt. Pfarrer Jörg Awischus ging in seinen Worten auf das Wirken des Heiligen St. Martin ein. Bürgermeister Rainer Sens begrüßte alle Teilnehmer.

Großer Andrang herrschte danach am Stand der Kindertagesstätte. Der Elternbeirat verkaufte Würstchen, Glühwein und Kinderpunsch. Das süße Gebäckteilchen, an die teilnehmenden Kinder verteilt, kam sehr gut. Es passte als teilbares Stückchen nicht nur gut zu St. Martin, sondern war auch sehr wohlschmeckend, wie es verschiedentlich hieß.

Eine große Gaudi war für die Jugendfeuerwehr das Löschen des Feuers: Mit einigen D-Schläuchen wurde mitten in die Glut gehalten, sodass danach eine große Rauchsäule über dem Platz schwebte. Die machte dann deutlich, dass sich die Veranstaltung langsam ihrem Ende zuneigte.

Heute Abend ist – nach Langenthal und Igelsbach – der Martinsumzug in Hirschhorn

Drei Martinsumzüge in Hirschhorn und seinen Stadtteilen halten die Erinnerung an den Heiligen St. Martin hoch. Langenthal und Igelsbach machten den Anfang, in Hirschhorn schließt sich der Umzug am heutigen Mittwoch um 18 Uhr an. Treffpunkt dazu ist in der Eberbacher Straße (Brückenkopf) um 17.55 Uhr. Die Liedtexte werden am Treffpunkt verteilt.

Am Montag fand der Martinsumzug in Langenthal statt. Ab dem Feuerwehrgerätehaus ging es durch Birkenweg, Waldmichelbacher Straße, Ulfenbachstraße und Im Hohen Feld wieder zurück. Zum Abschluss versammelten sich die Teilnehmer auf dem Kindergartengelände um das Lagerfeuer, wo es für die Kinder ein süßes Gebäckstück gab.

Am Dienstag war in Igelsbach Treffpunkt an der Bustaltestelle „Im Wiesental“. Der Zug ging über Waldstraße, Sandweg und Hirschweg (Bild) zur Sängerhalle des MGV Igelsbach. Hier bekam jedes Kind als Belohnung das Martinsgebäck. Zum gemütlichen Ausklang und zum Aufwärmen bei Kinderpunsch und Glühwein war danach die Sängerhalle für alle geöffnet.

Der heutige Zug in Hirschhorn verläuft über Hauptstraße, Freier Platz und Alleeweg zum Château-Landon-Platz. Dort treffen sich alle Teilnehmer um ein Lagerfeuer und jedes Kind erhält ein süßes Gebäckteilchen. Die Kindertagesstätte verkauft Würstchen, Glühwein und Kinderpunsch. Die Polizei, die beiden Feuerwehren, der MGV Igelsbach, die Vertretern beider Konfessionen und die katholische Kirchenmusik tragen/trugen mit ihrer Unterstützung zum Gelungen bei.

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Im Ernstfall wäre der Wasserdruck zu schwach gewesen: Hauptübung der Sensbachtaler Feuerwehren an einer Scheune in der Hauptstraße

„Wir wollen die Wasserversorgung testen“, hatte Gemeindebrandinspektor (GBI) Uwe Volk als Ziel im Vorfeld der gemeinsamen Hauptübung aller drei Sensbachtaler Wehren ausgegeben. Wie recht er mit seiner Vermutung lag, dass diese „zu schwach auf der Brust“ sein könnte, zeigte der knapp einstündige Test. Denn sowohl aus den Hydranten als auch vom Sensbach her war der Wasserdruck im Verlauf der Löscharbeiten zu schwach. Im Ernstfall hätten wohl Tanklöschfahrzeuge zum Einsatz kommen müssen.

„Durch den langen, trockenen und heißen Sommer“, so der stellvertretende GBI Frank Gärtner, hätten sich die Wasservorräte in der Region minimiert. Auch die nassen Tage im Oktober konnten die Reservoirs nicht auffüllen. So kam es, dass weder die Unterflurhydranten noch der Sensbach genug Löschwasser-Nachschub lieferten.

„Wir brauchen etwa 800 Liter in der Sekunde, eher mehr“, sagte Gärtner. Diese Menge gebe der Bach an dieser Stelle nicht her. Weiter talaufwärts, Richtung Krähberg, wäre im Ernstfall die Wasserversorgung noch kritischer. Obwohl im Verlauf der Übung der Hochbehälter aus Ober-Sensbach zugeschaltet wurde, reichte die Menge des zur Verfügung stehenden Löschwassers nicht aus.

Angenommen wurde ein Scheunenbrand direkt in der Unter-Sensbacher Hauptstraße gegenüber des Rathauses. Als Brandursache galt Selbstentzündung von Heu. Alle drei Ortsteilwehren rückten mit zusammen 30 Mann an. Von Unter-Sensbach waren dabei ein Löschfahrzeug (LF) 8 und ein Mannschaftstransport (MTW) mit Schlauchanlage. Aus Hebstahl und Ober-Sensbach kamen die Wehrleute jeweils mit dem Tragspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) angefahren.

Etwa 200 Meter B-Schlauch und dann noch einmal knapp 140 Meter C-Schlauch wurden verlegt, um von sechs Stellen aus den Löschangriff zu starten. Dabei kümmerte sich ein Teil der Hebstahler um die Wasserversorgung der Pumpe des LF8 aus Unter-Sensbach, ein anderer unternahm die südliche Brandbekämpfung. Unter- und Ober-Sensbacher Feuerwehrleute waren für die nördliche Brandbekämpfung und die Abschirmung der Wohngebäude zuständig.

Als aufgrund des nachlassenden Wasserdrucks immer mehr Schläuche zu tröpfeln begannen, wurde die Übung nach einer gewissen Zeit abgebrochen. Eine Alternative für den Ernstfall, so Volk, wäre noch gewesen, den Sensbach aufzustauen – obwohl er wegen der geringen Wassermenge keine große Hoffnung hatte, dass dies ausreichen würde.

Es sei „schwierig, Übungsobjekte zu bekommen“, sagte Uwe Volk im Gespräch. Schule oder Dorfgemeinschaftshaus seien schon Ziele gewesen, ebenso habe man eine technische Hilfeleistung bei einem Unfall simuliert. Mit dem Ablauf der erstmals an einem Samstag durchgeführten Übung zeigte er sich in der Manöverkritik „sehr zufrieden“.

Allerdings, bilanzierte der Gemeindebrandinspektor, hätten weder das örtliche Hydranten-Netz noch der Sensbach genügend Wasser für ein solches Objekt wie die große Scheune liefern können. Somit wäre es wohl nur möglich gewesen, „mit mehreren wasserführenden Fahrzeugen im Pendelverkehr genügend Löschwasser herbeizuschaffen“.

Der erste Beigeordnete Peter Götz bedankte sich bei der Nachbesprechung bei den Einsatzkräften für die geleistete Arbeit. Diesen Worten schloss sich Kreisbrandmeister Rolf Scheuermann an. Er bezog sich vor allem auf den Einsatz beim Aufbau und Betrieb der großen zentralen Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt. Laut Scheuermann werden dort „in den nächsten Wochen noch freiwillige Helfer gebraucht“. Er wies daneben auf die beiden Großeinsätze für die Sensbachtaler Wehr in diesem Jahr hin: einen verunglückten Harvester und einen tatsächlichen Scheunenbrand im April.

Umbauarbeiten an der Rothenberger Sporthalle laufen auf Hochtouren

Zwei Auftragsvergaben für Arbeiten an der Rothenberger Sporthalle beschäftigten in der vergangenen Gemeindevertreter-Sitzung die Parlamentarier. Für etwa 55.000 Euro erhielten Firmen aus Finkenbach und Rothenberg den Zuschlag für Spengler- und Glaserarbeiten. Diese Summe ist aber nur ein Teil des großen Ganzen: Insgesamt 840.000 Euro investiert die Gemeinde derzeit in die inzwischen 46 Jahre alte Sporthalle.

Die generellen Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten laufen schon seit einigen Jahren, berichtete Keursten im Gespräch. Zuerst wurde das Dach erneuert und verstärkt, danach bekam die Glasfront Richtung Westen ein anderes Aussehen. Jetzt ist nach den Worten des Bürgermeisters der komplette Sanitär-, Eingangs- und Umkleidebereich Richtung Osten an der Reihe. Dieser werde zum einen modernisiert, zum anderen ausgedehnt. Der komplette Bereich wird auf die Flucht des bisherigen Eingangs nach außen gezogen. So entstünden insgesamt 300 Quadratmeter Fläche.

„Den ganzen Abbruch haben wir selbst gemacht“, unterstrich Keursten die große Eigenleistung der örtlichen Vereine. Feuerwehr, Sportverein und MGV packten unter tatkräftiger Unterstützung der Bevölkerung mit an. Und das auch jetzt noch im Umbau: Gerade vergangenen Samstag war wieder ein Arbeitseinsatz. „Pro Termin sind um die 15 Helfer aktiv“, freute sich der Bürgermeister über das Engagement aus dem Ort. Und darauf sei man auch angewiesen: „Ohne die viele Eigenleistung könnten wir diesen Kostenrahmen nicht halten“, betonte er.

„Die Sporthalle bekommt durch den Umbau einen völlig anderen Charakter“, sagte Keursten. Ein großes Plus seien die besseren Sanitär- und größeren Umkleideräume. Dazu entstehe ein neuer Mannschaftsraum für die Feuerwehr, da in den jetzigen die Spinde aus der Fahrzeughalle heraus verlagert werden müsste. Das komplette Konzept sei zusammen mit den drei Vereinen erarbeitet worden. „Jeder hat überlegt, was notwendig ist und sich zu einem guten Preis realisieren lässt.“ In diesem Zusammenhang sei man auch von der ursprünglich geplanten, viel zu teuren Zweigeschossigkeit hin zu einem ebenerdigen Bau abgekommen.

„Der Eingangsbereich wird in Zukunft mittig sein“, nannte der Bürgermeister einen weiteren Vorteil. Dies sei auch aus Fluchtweg-Aspekten wichtig. Zusätzlich werde eine Art „Tribünenbereich“ geschaffen, sodass der Zuschauerraum nicht wie in der alten Halle extra abgetrennt werden müsse. Der neue Mannschaftraum der Feuerwehr sei dann von der Halle her zugänglich und somit bei Bedarf auch von dort nutzbar.

„Wir wollen mit der Sanierung so schnell wie möglich fertig sein“, betonte Keursten. Aktuell liefen die Arbeiten gut und die Firmen seien zügig am Werk. Die Verkleidung des Dachvorstands Richtung Osten mit Metall – anstatt der bisherigen Holzschindeln – werde voraussichtlich noch in dieser Woche beendet sein. Der Rathauschef hofft darauf, dass bis zum Wintereinbruch – der auf knapp 500 Metern früher als anderswo ansteht – noch möglichst viel durchgeführt werden kann.

Brandstiftung in zwei Hallen bedeutete eine Herausforderung für die Beerfelder Wehr bei ihrer Jahreshauptübung

Es gab Lob von allen Seiten: Nicht nur Wehrführer Rolf Scheuermann, auch Bürgermeister Gottfried Görig und Stadtbrandinspektor Bernd Ihrig äußerten sich bei der Abschlussbesprechung lobend über den Ablauf der Jahreshauptübung. 45 Floriansjünger der Beerfelder Feuerwehr waren dabei auf dem Gelände der Firma HIK in der Siemensstraße im Einsatz. Simuliert wurden Brandstiftungen in zwei der drei Hallen.

Laut Scheuermann sind in den drei Hallen der Firmen HIK und HIS 200 Mitarbeiter tätig. Da das Feuer laut Übungsvorgabe im Bereich der Treppen gelegt wurde, „hatten die Mitarbeiter in den Büros im ersten Obergeschoss keinen Fluchtweg mehr“. Was wiederum bedeutete, dass die Menschen mit Steck- und Drehleiter sowie Sprungretter von außen in Sicherheit gebracht werden mussten.

Das große Interesse in der Bevölkerung an der Arbeit der Wehr kam durch den zahlreichen Besuch der Übung zum Ausdruck. Bestimmt an die 100 Bürger verfolgten aufmerksam die Arbeit der Feuerwehrleute. Nachdem die Jugendwehr-Mitglieder mit der Nebelmaschine kräftig für Rauch auf dem Balkon gesorgt hatten, waren kurz darauf schon aus der Entfernung die Sirenen zu hören.

Als Erschwernisse hatte Scheuermann in die Übung, deren zwei Einsatzabschnitte von seinen Stellvertretern Sebastian Schott und Marc Gärtner geleitet wurden, zwei Unfälle eingebaut. Zum einen galt es eine Person zu befreien, die unter einer tonnenschweren Kabelrolle eingeklemmt war, zum anderen wurde ein schwerer Unfall auf dem Betriebshof simuliert. Dort erlitt ein Staplerfahrer laut Szenario einen Schock durch die Rauchgasentzündung im Büro. Mithilfe pneumatischer Hebekissen, die laut dem Wehrführer auch sehr schwere Objekte anheben können, wurden die Verletzten befreit.

„Menschenrettung hatte oberste Priorität“, so Scheuermann zum Ablauf. Zehn Personen galt es seinen Worten zufolge in Sicherheit zu bringen, davon sollten vier schwer verletzt sein, „sechs benötigten lediglich Betreuung“. Zwölf Atemschutzgeräteträger waren im Einsatz. Für die Zuschauer besonders eindrucksvoll war der Einsatz der Drehleiter. Über diese wurden die Mitglieder der Jugendfeuerwehr nach unten gebracht, die sich zuvor auf dem Balkon in Sicherheit gebracht hatten. Sechs DRK-Helfer und der Feuerwehrarzt waren ebenfalls vor Ort und kümmerten sich um die fachgerechte Erstversorgung.

Laut dem Wehrführer wurden beim Einsatz 420 Meter Schläuche von den beiden Überflurhydranten bis an die beiden Hallen gelegt. Wegen der langen Hallen seien noch einmal 300 Meter C-Schläuche im Innern zum Einsatz gekommen. „Mit sieben Strahlrohren“ rückten die Wehrleute dem angenommenen Feuer zu Leibe. Wegen der weiten Entfernung zwischen Hydrant und Übungsobjekt war neben den (Tank-)Löschfahrzeugen auch ein Schlauchwagen im Einsatz. Zusätzlich zur Drehleiter rückte die Beerfelder Wehr mit dem Rüstwagen – mit Material zur Rettung der eingeklemmten Person – und dem Einsatzleitwagen aus.

Zufrieden mit dem Ablauf zeigten sich im Anschluss sowohl Scheuermann als auch der beobachtende stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Schmidt. „Das hat alles gut geklappt“, so der Wehrführer. Scheuermann nutzte die Gelegenheit, um in seiner Funktion als Kreisbrandinspektor den vielen Helfern aus der Stadt zu danken, die sich bei Bau und Betrieb der Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt ehrenamtlich eingebracht hätten. Er gratulierte den versammelten Wehrleuten ebenso noch zum hessischen Feuerwehr-Landestitel 2015.

Die beiden HIK-Geschäftsführer Mirjam Walther-Brentrup und Berthold Brentrup zeigten sich von der Schlagkraft der Wehr und dem ehrenamtlichen Engagement in Beerfelden beeindruckt. Sie dankten bei der Nachbesprechung für das Interesse der Floriansjünger und lobten die Sicherheitsanstrengungen, die auch im Sinne ihrer Firma unternommen würden.

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Anspruchsvolles Szenario mit schwieriger Wasserversorgung: Alle vier Rothenberger Ortsteilwehren über in der Ober-Hainbrunner Neckarstraße

Gemeindebrandinspektor Marco Johe war nach der einstündigen Übung hoch zufrieden. „Alles hat bestens geklappt“, meinte er zum Einsatz aller vier Ortsteilwehren an einem Haus in der Ober-Hainbrunner Neckarstraße. Im Mittelpunkt stand die Menschenrettung unter Atemschutz. Fast 60 Feuerwehrleute mit noch einmal zwölf ehrenamtlichen Helfern des DRK Rothenberg waren im Einsatz, um den hoffentlich nie eintretenden Ernstfall zu proben. Das Feuer, so die Annahme, war durch einen technischen Defekt entstanden.

Einen „Brand mit sechs Verletzten, die meisten von ihnen bewusstlos“, sah das Übungsszenario vor. Die 15 Wehrleute aus Ober-Hainbrunn waren als Erste vor Ort und alarmierten die übrigen nach. Finkenbach mit 14, Rothenberg mit 21 und Kortelshütte mit neun Floriansjüngern rückten aus und kamen praktisch zeitgleich am „Brandort“ an. Das erste Obergeschoss des (leerstehenden) Gebäudes stand „in Flammen“ und präsentierte sich stark verraucht, so Johe. Weswegen zwölf Atemschutzträger zum Einsatz kamen.

Der Übungsort am Hang oberhalb der Straße forderte einiges von den Wehrleuten ab. Denn die zentrale Wasserleitung, von Rothenberg nach Hainbrunn führend, neigt laut Johe zur Überlastung, wenn zu viel Wasser aus ihr abgezapft werde. Deshalb gingen Rothenberger und Finkenbacher Wehrleute her und legten zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung ein extra Rohr vom Finkenbach über die Landesstraße hinauf bis zum Haus.

Die Floriansjünger aus Ober-Hainbrunn und zum Teil aus Rothenberg kümmerten sich laut dem Gemeindebrandinspektor in der Zwischenzeit um die Verletzten, gespielt von Jugendfeuerwehr-Mitgliedern. Um die Anforderung zu steigern, „musste eine Person erst im Hochbett gefunden werden“, so Johe. Die Feuerwehr Kortelshütte baute von Unter-Hainbrunn her übers Feld einen Löschangriff auf. Dorthin wurden auch die „Verletzten“ abtransportiert und vom DRK in Empfang genommen.

Allein schon die Schlauchlänge kennzeichnete die anspruchsvolle Übung: „Wir haben 580 Meter B-Rohre verlegt“, erläuterte Johe, also die vom Wasserentnahme- bis zum Brandort. Dazu kamen noch einmal 270 Meter C-Rohre zur direkten Feuerbekämpfung. Die vier Ortsteilwehren waren „mit allen Fahrzeugen, die wir haben“, an der Übung beteiligt. Neben dem Tanklöschfahrzeug somit auch vier Tragspritzenfahrzeige (davon eines mit Wassertank), ein Löschfahrzeug, drei Mannschaftswagen und ein Einsatzleitfahrzeug. Die konnten nach getaner Arbeit und der Nachbesprechung im Ober-Hainbrunner Feuerwehrhaus wieder in die jeweiligen Fahrzeughallen abrücken.

Am Morgen hatten bereits die Jugendfeuerwehren aus allen vier Ortsteilen das gleiche Szenario durchgespielt. 49 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren mit zehn Betreuern übten den Ernstfall in der Neckarstraße. „Wir sind bei den Jugendlichen personell gut aufgestellt“, freute sich Johe über die große Zahl. „Ich hoffe, dass auch in den kommenden Jahren so viele aktiv sein werden“ – und damit den Nachwuchs für die Einsatzabteilung bildeten.

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Bei der Kortelshütter Kerwepredigt blieb nichts verborgen

Wehe dem, der sich im vergangenen Jahr etwas „zu Schulden“ kommen ließ oder sich den einen oder anderen Ausrutscher leistete: Anja Bissdorf schrieb alles mit und zog diverse Verfehlungen in ihrer Kerwepredigt genüsslich durch den Kakao. Bei der Kortelshütter Kerwe im Dorfgemeinschaftshaus herrschte an diesem Tag auch durch die Kerweborscht-Wahl beste Stimmung. Ausgerichtet wurde sie durch die Feuerwehr, die sich bei der Durchführung der Traditionsveranstaltung jährlich mit dem Gesangverein abwechselt.

Bissdorf wusste etwa von einer Wespennest-Umsiedlung, die kräftig in die Hose ging. Denn plötzlich standen die zwei Retter bis zum Knie im Nest. Der „Schlappen“ von Feuerwehrmann Timo Fink blieb bis zum heutigen Tag im Wald verschollen, sein Kollege zog noch Stunden später ein paar der Tierchen aus seiner Hose – lebend. Auch diverse Orientierungs-Schwierigkeiten von Einheimischen in der großen weiten Welt blieben nicht unerwähnt. Tenor: „Fahr nicht fort, bleib‘ im Ort.“

Gegen zehn Konkurrenten setzte sich Sven Völker bei der Kerweborscht-Wahl durch. Vor allem deshalb, weil er in der Vorausscheidung – durch seine geölte Kehle – 0,7 Liter Mineralwasser in einem Zug leeren konnte. Die Flüssigkeit brauchte er als Grundlage auch dringend. Denn im weiteren Verlauf galt es unter anderem, die Gummibärchen aus einer kräftig mit Tabasco versetzten Götterspeise herauszupicken und zu verzehren.

Der gute Besuch des Abends setzte sich am nächsten Tag fort. Das stand zuerst im Zeichen des Mittagessens, ehe gegen Abend mit der Verlosung die Kerwe ausklang. Einen Rundflug, einen Massagegutschein und eine halbe Sau gab es unter anderem zu gewinnen. Fazit für die Kortelshütter: Die schon seit Jahrzehnten durchgeführte Kerwe ist immer einen Besuch wert.