Jugendfeuerwehr erstmals beim Landesentscheid

Das gab’s noch nie in 40 Jahren Jugendfeuerwehr Finkenbach: Die Staffel schaffte es zum Landesentscheid in Hünfeld und wurde dort Elfter. Neben dem Jubiläum an sich war dies dem Feuerwehr-Vereinsvorsitzenden Jens Schindler eine besondere Erwähnung wert. „In 40 Jahren wart ihr die ersten, die es soweit geschafft haben. Ich bin mächtig stolz auf euch“, so Schindler. Qualifiziert hatten sich die Finkenbacher Jugendlichen dafür durch den ersten Platz im Kreisentscheid im Hainstadt am Kreisjugendfeuerwehrtag.

Schindler erwähnte darüber hinaus die weiteren Aktivitäten im sehr erfolgreichen abgelaufenen Jahr. Besonders hervorzuheben waren das Theaterstück „Hannes und der Ourewäller Landrat“. Dieses Mal gab es die Stücke „Sellemols“ und „OZ“ zu sehen. Viele Interessierte Gäste kamen und es wurde ein schöner, lustiger Abend, freute sich Schindler. Er erwähnte außerdem das wiederkehrende Weinfest, die Teilnahme am Freiwilligentag des Odenwaldkreises sowie diverse Festbesuche befreundeter Wehren.

Wehrführer Fabian Sauter ging auf die Aktivitäten der Einsatzabteilung ein: Neun Mal mussten die Brandschützer ausrücken, davon unter anderem drei Mal zu einem Brand und zu vier technischen Hilfeleistungen. Er hob die Einsatzstärke tagsüber zur Arbeitszeit mit durchschnittlich zwölf Personen hervor. 44 Prozent der Einsatzabteilung sind Atemschutzgeräteträger, sagte er.

In 24 Übungen bereiteten sich die Kameraden auf den Ernstfall vor, davon 17 für die gesamte      Wehr und sieben weiteren etwa für Gruppenführer, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger. Die durchschnittliche Beteiligung lag bei guten 16 Personen. Die Einsatzabteilung besteht derzeit aus 34 Personen (zwei mehr als 2018), die Jugendfeuerwehr aus sieben und die Alters- und Ehrenabteilung aus drei, erläuterte Sauter. 67 Prozent der Einsatzabteilung sind unter 35 Jahre alt, hob er hervor.

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Fabienne Buchert von den vielfältigen Aktivitäten. Die Wintermonate dienten der theoretischen Ausbildung. Gerätekunde, Knoten und Stiche sowie Wettkampftheorie wurden behandelt. Sechs Jugendliche erhielten die Leistungsspange. Bucherts Nachfolger Adrian Kruppa bedankte sich beim Betreuerteam für die Unterstützung und für das Vertrauen in seinem ersten Jahr als Jugendfeuerwehrwart.

In Vertretung von Uwe Katzer verlies Alexander Volk den zusammengefassten Bericht über die Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen Jahres. Seitens der Kassenprüfer bescheinigte Rüdiger Seip dem Rechner die einwandfreie Kassenführung. Auf Antrag wurde dem Kassier und dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Gleiches geschah für die Jugendwehr. Petra Lilienkamp wurde einstimmig zur neuen Kassenwartin gewählt.

Bürgermeister Christian Kehrer würdigte die Erfolge der Jugendfeuerwehr. Er dankte für die Unterstützung der Finkenbacher Brandschützer bei der Feuerbekämpfung in der Kita Rothenberg vor einem Jahr. Stadtbrandinspektor Marco Johe würdigte die Arbeit aller Gruppen der Feuerwehr Finkenbach und der Voraushelfer. Grußworte sprach auch der stellvertretende Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Füllöp.

 

Beförderungen: Gina Lilienkamp (Feuerwehrfrau), Robert Falk (Feuerwehrmann), Marcel Jung (Oberfeuerwehrmann), Christian Heckmann (Löschmeister), Angelo Helm (Oberlöschmeister), Fabian Sauter (Brandmeister)

Häufigste Übungsteilnahme: Paul Schmidt (15), Alexander Volk und Rüdiger Seip (je 16)

 

Evangelischer Kindergarten in Neckarsteinach brannte – keine Verletzten

Der evangelische Kindergarten war nicht mehr zu retten. Das einstöckige Gebäude im Rosenweg brannte in der Nacht zum Donnerstag nieder. Verletzte gab es keine. Über 100 Feuerwehrleute aus der gesamten Umgebung waren im Einsatz, die jedoch den Brandherd in einer Zwischendecke nicht richtig erreichen konnten. Deshalb wurde von den Verantwortlichen beschlossen, die „Schatzinsel“ kontrolliert abbrennen zu lassen. Der Schaden dürfte in den siebenstelligen Bereich gehen. Genaue Angaben – auch zur Brandursache – gab es allerdings noch nicht.

Wie Bürgermeister Herold Pfeifer sagte, wurde der Brand von einem vorbeilaufenden jungen Mann bemerkt, der sofort an einem Haus klingelte. Dessen Besitzer riefen dann die 112. Pfeifer, gerade bei einer Vorstandssitzung des Bürger- und Heimatvereins, eilte an den Brandort. Dort trafen dann nach und nach die Feuerwehren aus Neckarsteinach und den Stadtteilen, Hirschhorn, Schönau und Neckargemünd sowie der Messtrupp aus Wald-Michelbach ein. Die Eberbacher Brandschützer lösten gegen Morgen die Hirschhorner ab und überwachten das kontrollierte Abbrennen. Pfeifer lobte die „tolle Zusammenarbeit aller Wehren“.

Der Brand brach laut dem Bürgermeister gegen 19.30 Uhr in der Deckenkonstruktion zwischen Zimmerdecke und Dachhaut aus. „Das war nicht zu löschen“, sagte er. Pfeifer, Kreisbrandmeister Sven Falter, der stellvertretende Kreisbrandinspektor Werner Trares und Clemens Englmeier von der Brandschutzaufsicht des Regierungspräsidiums Darmstadt entschieden sich dann zusammen mit den Feuerwehr-Leitungen für ein kontrolliertes Abbrennen. „Zum Glück war es windstill und es gibt keine Häuser in der Nähe“, so Pfeifer.

Er betonte, dass die Abwägung aller Möglichkeiten ergab, dass Personal-, Material- und Wassereinsatz keine Wirkung gehabt hätten. Denn: „Das Wasser hätte den Brandherd nicht erreicht. Wir konnten das Gebäude nicht retten.“ Selbst jetzt seien noch Glutnester drin, sagte der Bürgermeister. Pfeifer hob hervor, dass bei einem Feuerausbruch im laufenden Kindergartenbetrieb genug Zeit gewesen wäre, alle Personen zu retten.

Die 42 Jahre alte Kindertagesstätte wurde in Holzständerbauweise errichtet. Sie wurde vor einigen Jahren saniert und brandschutzrechtlich auf den neusten Stand gebracht. Auch heutzutage würden Gebäude noch auf diese Weise errichtet. Baurechtlich sei alles in Ordnung, so der Rathauschef. Die Suche nach der Brandursache wurde von der Kripo übernommen.

Übergangsweise sind die 55 Kinder der dreigruppigen Einrichtung für zwei Tage im Martin-Luther-Haus untergebracht. Aktuell werden in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde alternative Standorte für die kommende Woche, erst einmal bis zu den Weihnachtsferien, gesucht. Pfeifer zeigte sich optimistisch, schnell sagen zu können, wie es weitergeht. „Wir sind dabei, eine Lösung für Eltern und Kinder zu finden“, betonte er.

Es gibt derzeit eine große Welle der Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Wer etwas spenden möchte, solle sich unter E-Mail ev.kita.nst@gmail.com an die Kita-Leitung wenden, bat er. „Wir müssen das kanalisieren“, sagte der Bürgermeister. „Eine Garage ist schon voll.“ Am ehesten sei der Kirchengemeinde wahrscheinlich mit Geldspenden gedient, um Neues anschaffen zu können. Neben dem materiellen Schaden ist auch der ideelle kaum bezifferbar. Spielzeuge, Kuscheltiere oder gerade gebastelte Weihnachtsgeschenke verbrannten.

Info: Am Sonntag, 16. Dezember, findet um 10.30 Uhr ein Dankgottesdienst in der evangelischen Kirche Neckarsteinach statt, der auch der Aufarbeitung des Geschehenen dient. Zu ihm sind neben Eltern, Kindern und Angehörigen und auch Rettungskräfte eingeladen.

Übung von Hirschhorner und Langenthaler Feuerwehr: Sechs Personen beim Brand in der „Linde“ vermisst

„Übungsziel erfüllt“ vermeldete Stadtbrandinspektor Marco Albert nach knapp 90 Minuten. Die Feuerwehr-Abteilungen Hirschhorn-Mitte und Langenthal hatten sich die leerstehende „Linde“ im Stadtteil als Objekt für die gemeinsame Jahresabschlussübung ausgesucht. Simuliert wurde ein Brand mit vermissten und eingeschlossenen Personen. Ein anspruchsvolles Szenario also, aus dem die Wehrleute einige Erkenntnisse ziehen konnten. Die festgestellten Kleinigkeiten „nehmen wir im nächsten Jahr mit auf den Übungsplan“, so Albert.

Angenommen wurde ein regulärer Hotelbetrieb in der „Linde“, erläuterte der ehemalige Langenthaler Kommandant Matthias Kuntze den Übungsbeobachtern. Der Brand entzündete sich, weil ein Gast unachtsam im Bett geraucht hatte. Das ausgebrochene Feuer wurde zuerst nicht bemerkt, da im Gebäude fiktiv der Pflicht zur Anbringung von Rauchmeldern nicht nachgekommen worden war.

Sechs Personen mussten dem Übungsplan zufolge gerettet werden, teilweise vom Balkon oder aus dem stark verrauchten Treppenhaus. Die Absicherung der Einsatzstelle und die Wasserversorgung aus Hydrant, Bach und mittels mitgeführtem Tank wurden von weiteren Kräften sichergestellt. Parallel begann die Brandbekämpfung.

An die 50 Brandschützer waren am Abend im Einsatz. Die Langenthaler führten dabei unter der Leitung von Steffen Guckenhan den Erstangriff durch. Er wurde dann von Christian Albert unterstützt, der mit den zeitgleich alarmierten Hirschhornern kurze Zeit später anrückte, die ihren kompletten Fuhrpark mitbrachten. „Der Brand breitete sich ziemlich schnell aus“, so Marco Albert zum weiteren Szenario. Verschiedene Einsatzabschnitte wurden gebildet, das Gebäude Etage um Etage, Raum um Raum abgesucht.

„Im Vordergrund stand die Menschenrettung“, sagte der Stadtbrandinspektor. 14 Feuerwehrleute drangen dazu unter Atemschutz ins Gebäude ein. Nach und nach wurden die sechs Personen in den verschiedenen Stockwerken „gefunden“, mit sogenannten Fluchtfiltermasken nach draußen geführt oder auch per Leiter vom Balkon „gerettet“, um fiktiv dem Rettungsdienst übergeben zu werden. Per Drucklüftung wurde der Rauch aus der „Linde“ geblasen.

Nach abschließenden Löschmaßnahmen wurde die Übung nach etwa eineinhalb Stunden beendet. Mit einer abschließenden Manöverkritik und einem gemeinsamen Essen wurde der Abend im Feuerwehrgerätehaus beschlossen. „Die vergangenen Ausbildungen haben Früchte getragen“, lobte Albert. Darauf lasse sich aufbauen. Ebenso bezeichnete er die Anschaffungen in der letzten Zeit als sinnvoll. „Weitere werden notwendig sein“, um technisch auf dem neusten Stand zu bleiben, betonte der Feuerwehrmann.

Das neue Fahrzeug LF10 KatS ist laut Albert „eine große Verbesserung“, da es mehr Wasser transportieren könne, eine bessere Pumpe habe, außerdem Lichtmast und Stromerzeuger. Neben dem war die Abteilung Mitte noch mit Tanklöschfahrzeug, Einsatzleit-, Rüst-, Geräte und Kommandowagen angerückt. Die Langenthaler waren als Erste mit MTW und Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF-W) am Einsatzort. Mit dem Engagement der Feuerwehrleute war der oberste Hirschhorner Brandschützer „sehr zufrieden“.

Ebenso wie Kreisbrandmeister Sven Falter aus Schönmattenwag, der für die Bereitschaft dankte, sich rund um die Uhr im Ehrenamt für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Falter sprach bei der Besprechung auch den Partnern und Eheleuten der Brandschützer für deren Verständnis gegenüber der verantwortungsvollen Tätigkeit seinen Dank aus. „Ohne dieses wäre eine solche Arbeit gar nicht möglich“, verdeutlichte er.

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Kortelshütter Wehrleute haben sich beim hessischen Landesentscheid super geschlagen

Die 12 sollte für die Kortelshütter Feuerwehr die bestimmende Zahl sein. Diese Startnummer hatte den Brandschützern schon beim Bezirksentscheid der Feuerwehrleistungsübungen in Breuberg Glück und die Qualifikation für den Landesentscheid in Hungen bei Gießen gebracht. Auch dort gingen die Floriansjünger aus dem Rothenberger Ortsteil mit dieser Zahl ins Rennen. Dass es auf die 12 am Ende als Platzierung hinauslaufen würde, hätte zu Beginn sicher keiner gewettet.

Früh morgens um 5 Uhr ging es für die Wettkampfmannschaft los. Die Fans und Schlachtenbummler fuhren um 7.30 Uhr ab. Nach zweistündiger Tour war das Ziel endlich erreicht. Als die Fans eintrafen, hatte die Mannschaft bereits die theoretische Prüfung, die es fachlich absolut in sich hatte, erfolgreich hinter sich gebracht. Für alle Reisenden gab es danach ein wunderbares Frühstück, das sich sehen lassen konnte.

So gestärkt zogen Kortelshütter Wehrleute in den Wettkampf. Bei Temperaturen um die 28 Grad und in voller Montur wahrlich kein Spaziergang. Die Übung verlief fehlerlos, man war in der Zeit und auch die Knoten waren alle richtig. Besser hätte es also bisher dahin nicht laufen können. Bei teilnehmenden 21 Wettkampf- und 57 Jugendfeuerwehr-Mannschaften aus ganz Hessen war klar, dass es länger dauern würde, bis alle Ergebnisse ausgewertet waren. Aus dem Odenwaldkreis war noch Nieder-Kainsbach vertreten.

Am Nachmittag war es dann endlich soweit: Die Spannung stieg. Und die Brandschützer aus der Oberzent wurden nicht enttäuscht. Die Mannschaft hatte sich super geschlagen und ging als Zwölfter vom Platz. Nach einem langen, aufregenden Tag waren alle am frühen Abend wieder zu Hause, wo schon die ersten Steaks und Würstchen auf dem Grill brutzelten. So ließ man den schönen Tag mit einer kleinen Feier ausklingen. Die Feuerwehrleute bedankten sich bei allen mitgereisten Fans und allen die mithalfen, den Tag und das Drumherum zu organisieren. Für die Fahrt stellte die Finkenbacher Wehr den Mannschaftstransportwagen zur Verfügung.

Zum angetretenen Team gehörten Günter Braner, Anja Hinrichs, Malte Hinrichs, Timo Fink, Tina Uhrig und Maurice Fink. Durch viele Übungen und Unterrichtsstunden ist die Ortsteilwehr bei den diversen Wettkämpfen immer vorne mit dabei. Die Rothenberger Mädchen-Mannschaft belegte beim Landesentscheid der Feuerwehren Hessens einen ausgezeichneten sechsten Platz.

Beste Voraussetzungen somit für das 25. Kelterfest der Kortelshütter Wehr am Dorfgemeinschaftshaus. Am Sonntag, 25. September, geht es um 10.30 Uhr mit Apfelkeltern und Frühschoppen los. Neben den Spezialitäten wie Winzerteller, Haxen und geräucherter Forelle gibt es wieder Wildschwein am Spieß, aber auch etwas Leckeres für Vegetarier. Neben all diesen Köstlichkeiten können Gäste ihren Durst mit leckerem, frisch gekeltertem Süßmost von Kortelshütter Äpfeln löschen, weiter gibt es Neuen Wein und Zwiebelkuchen. Am Samstag, 24. September, findet die „Warm-up-Party“ statt. DJ Firefighter sorgt für die Musik. Beginn ist um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Der Eintritt ist frei.

 

Wenn die Rothenberger Feuerwehr grillt, kommen sie alle vorbei

Wenn die Feuerwehr zum traditionellen Grillfest auf den Höhenrücken neben das Feuerwehrhaus einlädt, dann kann sie sich eines großen Ansturms gewiss sein. Selbst mit etwas ungewissem Wetter sitzen die Gäste aus nah und fern in ausgeräumter Geräte- und Fahrzeughalle nebst Anbau an diesem Tag dicht an dicht, um die Gastfreundschaft der Floriansjünger zu genießen. Die fahren an dem Tag das Beste aus Küche und Keller auf.

„Normalerweise ist hier noch voller, wenn die Sonne scheint“, schmunzelt der Rothenberger Feuerwehrvereins-Vorsitzender Benjamin Götz. Das will man ihm kaum noch abnehmen, denn ein freier Sitzplatz ist nur mit geschultem Auge zu erkennen – und die Einsatzkräfte sind mindestens so stark am Rotieren wie der Grill, auf dem sich seit 5 Uhr am Morgen der Rollbraten dreht. Oder besser drehte, denn mittags sind von 16 Braten mit knapp 60 Kilo noch kümmerliche zwei Stück übrig.

Werner Olbert und Heiko Postawa sind die beiden bewährten Grillmeister, nach deren Arbeit den Besuchern das Wasser im Munde zusammenläuft. Die kommen gerne von weiter her, denn das Grillfest der Brandschützer hat sich in mehreren Jahrzehnten einen sehr guten Ruf erarbeitet. Als am Nachmittag die Wolken immer mehr aufreißen, sind die Rothenberger Wehrleute glücklich über ein erneut erfolgreiches Fest.

Natürlich sind ebenso viele Gäste von befreundeten Wehren auszumachen. Nicht nur von den anderen drei Ortsteilwehren, sondern auch aus dem Neckar- und Ulfenbachtal mit Hirschhorn und Langenthal, aus dem Badischen mit Eberbach und Brombach sowie aus der benachbarten Oberzent mit Hetzbach, Falken-Gesäß und Beerfelden. „Es ist halt bekannt, dass man bei uns gut essen und trinken kann“, weiß Götz.

Aus der Stadt am Berge ist die Feuerwehrkapelle Beerfelden angereist, die über Mittag den hungrigen Mäulern das Essen versüßt. Und damit einstimmt auf das große Kuchenbüffet, das der Feuerwehrverein dankenswerterweise aufgrund vieler Spenden anbieten kann. Auch gegen Abend wird es wieder voll auf der Höhe bei der Sporthalle, wenn die Tombola-Verlosung ansteht. Der zahlreiche ist eine schöne Bestätigung für die Brandschützer, freut sich Götz.

Denn die gehen bereits drei Monate vorher in die Grobplanung der Veranstaltung, die jedes Jahr mehrere hundert Besucher anzieht. Eine Woche vor dem großen Tag wird langsam die Fahrzeughalle ausgeräumt, wird der Anbau für mehr trockene Sitzplätze angebracht. Grill, Bierpilz und die restliche organisatorische Arbeit wie der Einkauf wollen auch erledigt sein. Hierbei sind schon etliche Helfer aus Verein und Einsatzabteilung im Einsatz, am Tag selbst kümmern sich dann um die 40 bis 50 Aktiven um das Wohl der hungrigen Mäuler.

Die Jugendfeuerwehr machte dabei Werbung für sich selbst und lud zu diversen Spielen ein. „Die ist die Zukunft unseres Vereins“ und deshalb wolle man sie tatkräftig unterstützten, sagt Götz. Die Jugendlichen boten verschiedene XXL-Spiele an. Daneben konnten Kinder Buttons zum Anstecken selbst gestalten. Und schließlich lud eine Hüpfburg mit Rutsche zum Toben ohne Ende ein. Zu neunt präsentierte sich die Nachwuchswehr am Nachmittag noch bei einer kleinen Übung.

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Heute Morgen: B 37 bei Hirschhorn nach Unfall zwei Stunden voll gesperrt – 4 Verletzte

Update: Nach einem Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen war die B 37 am heutigen Mittwochmorgen zwischen Eberbach und Hirschhorn knapp zwei Stunden voll gesperrt. Kurz nach 7 Uhr hatte es nach der Neckarbrücke an der Auffahrt von Hirschhorn kommend Richtung Neckarsteinach gekracht. Laut Polizei kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu Auffahrunfällen, als sich über die Beschleunigungsspur Autos auf die Bundesstraße einordnen wollten und dort Fahrende abbremsten. An den Fahrzeugen entstanden Schäden von mindestens 25.000 Euro. Die vier Leichtverletzten wurden von den Rettungsdiensten versorgt. Die Hirschhorner Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen zur Absicherung der Unfallstelle und für Aufräumarbeiten vor Ort. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. (Foto: Feuerwehr Hirschhorn)

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Wohnhausbrand in Finkenbach war 2015 der größte Einsatz für die Hainbrunner Wehr

„Nach zwölf Einsätzen in 2014 waren im abgelaufenen Jahr 17 zu registrieren“, sagte Wehrführer Stefan Hofmann bei der Jahreshauptversammlung der Ober-Hainbrunner Feuerwehr. Nur auf den ersten Blick eine Steigerung: Denn darunter sind zehn Hilfeleistungen und fünf Fehlalarme. Größter Einsatz war der Wohnhausbrand in Finkenbach Anfang September. Hofmann stellte daneben den Gästen die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr vor.

Die Fehlalarme gehen seinen Worten zufolge auf die Brandmeldeanlage des Seniorenwohnheims Cordula in Kortelshütte zurück. „Nach dem Tausch von zwei Rauch- gegen Hitzemelder im Februar haben sich diese deutlich minimiert“, berichtete er. Bei den Hilfeleistungen seien sechs der Flüchtlingsunterkunft in Michelstadt zuzurechnen. „Hier haben wir bei der Ersteinrichtung und beim Betrieb der Einrichtung im Meldekopf und beim Katastrophenschutzstab geholfen“, erläuterte der Wehrführer.

„Das abgelaufene Jahr 2015 stand im Zeichen reger Tätigkeit“, betonte Hofmann. Es seien 23 Übungen und Unterrichte auf Ortsebene durchgeführt worden, darunter auf Gemeindeebene die Jahreshauptübung aller Ortsteilwehren in Ober-Hainbrunn. „Es ist selten möglich, ein Wohnhaus komplett für den Innenangriff mit Wasser am Strahlrohr nutzen zu können“, dankte Hofmann Diana und Christian Kasper aus der Neckarstraße für die Möglichkeit.

Beim Blick in die Statistik erwähnte er, dass die Feuerwehr Hainbrunn derzeit 113 Mitglieder habe, davon 24 in der Einsatzabteilung und neun in der Jugendfeuerwehr. Zwei Fahrzeuge, 25 und 17 Jahre alt, gehörten zum Fuhrpark. Man habe sieben Atemschutzgeräteträger, erläuterte der Wehrführer. Die Erfahrungen mit den digitalen Fahrzeug- und Handsprechfunkgeräten seien positiv: Es gebe „eine grundsätzliche Verbesserung der Erreichbarkeit und der Sprachqualität gegenüber der alten analogen Technik“. Jedoch werde bei den Meldeempfängern die Ausstattung immer schlechter. Im Augenblick seien noch sieben Stück in Betrieb. Die neuen digitalen Melder ließen auf sich warten.

Das vergangene Jahr war auch von vielen gesellschaftlichen Aktivitäten geprägt, legte Hofmann dar. Dies waren neben den Besuchen bei Veranstaltungen von befreundeten Wehren eigene Termine wie der Vereinsausflug, das Handkäsfest, die gemeinsame Weihnachtsfeier und die Winterwanderung. Eine solche Fülle sei nur möglich durch den guten Zusammenhalt in der Wehr. Den Bericht über die Aktionen der Jugendfeuerwehr gab die neue Jugendwartin Anna Lähn ab.

Im Anschluss folgte der Kassenbericht. Heike Arnold legte ausführlich die Einnahmen und Ausgaben dar. Eine einwandfreie Kassenführung wurde ihr durch die Kassenprüfer Wilfried Friedrich und Karl Heinz Reichert bestätigt. Friedrich beantragte die Entlastung von Kassenwartin und Gesamtvorstand. Diesem Wunsch kam die Versammlung einstimmig nach. Danach wurde eine eigene Satzung für den Feuerwehrverein verabschiedet.

Zum Nachfolger von Karl Heinz Reichert als interner Kassenprüfer wurde Dirk Heckmann einstimmig gewählt. Wilfried Friedrich amtiert als externer Prüfer noch ein Jahr. Bürgermeister Hans Heinz Keursten lobte die Arbeit der Hainbrunner Feuerwehr und die Übungsbereitschaft. Wie wichtig diese sei, zeigte sich seinen Worten zufolge beim Brand in Finkenbach. Die gute Zusammenarbeit der Ortsteilwehren untereinander und mit den Beerfeldener Kameraden sei vorbildlich.

Gemeindebrandinspektor Marco Johe sprach das vielfältige Angebot der Feuerwehr an. Zur Brandmeldeanlage des Haus Cordula sagte er, dass eine neue im Frühjahr eingebaut werden solle, die dann hoffentlich fehlerfrei arbeite. Grußworte sprachen daneben Frank Flachs für den Sportverein und Wilfried Friedrich für den MGV. Am 1. April soll die Versammlung der Rothenberger Gemeindefeuerwehr stattfinden, kündigte Hofmann an.