Finkenbach-Festival geht auch ohne Guru Guru weiter

Die Enttäuschung ist riesengroß. Nicht nur darüber, dass „Guru Guru“ und Mani Neumeier beim Finki-Festival aussteigen, sondern vor allem auch über die Form, wie dies von ihm den Verantwortlichen mitgeteilt wurde: über Facebook, ohne ein persönliches Wort nach 43 Jahren der Zusammenarbeit. „Wir sind wie vor den Kopf gestoßen“ bringt es Armin Löffler, der zweite Vorsitzende des FC Finkenbachtal, auf den Punkt. Um gleich hinzuzufügen: „Das Finkenbach-Festival geht weiter.“ Die Planungen für 2020 laufen bereits auf Hochtouren.

Löffler, auf FCF-Seite einer der maßgeblichen Köpgfe, kann nur mutmaßen, was Neumeier zu einem Rückzug über die sozialen Medien bewogen hat. Der schrieb auf seinem Account: „Ich habe mich als Festivalmacher nach dem diesjährigen Festival dazu entschieden, die Ära ‚Finki-Festival‘ auf seinem Höhepunkt zu beenden. Guru Guru und ich werden kein weiteres Finki-Festival veranstalten.“ Die Kommentare auf Facebook zeugen vom großen Bedauern, dass Guru Guru nicht mehr dabei sein werden.

Das „Woodstock im Odenwald“, wie gern genannt wurde, war jedes Jahr aufs Neue ein großes Projekt, „das uns allen immer sehr viel Freude bereitet hat“, so Neumeier weiter. „Wir sind überwältigt von eurer Begeisterung, die ihr seit 1976 mitgebracht habt.“ Die Veranstaltung wurde von Jahr zu Jahr populärer geworden und hatte trotzdem für ihn immer „einen ganz besonderen, familiären Charakter“. Den will er für immer in Erinnerung behalten.

„Guru Guru und ich danken euch für die großartige Zeit“, schreibt der Band-Chef: die Freude, das Tanzen, die Begegnungen und Momente, „die wir in unseren Herzen weitertragen werden“. Er fügt hinzu: „Natürlich bleiben Guru Guru und ich musikalisch aktiv und sind immer für euch on tour.“ Und stellt gleichzeitig mit seinen 78 Jahren ein „Open-Air-Juwel“ an anderer Stelle in den Raum.

Das in Finkenbach wird es auf jeden Fall zum 38. Mal wieder geben, betont Löffler: am 7. und 8. August 2020. „Alex Auer and the Detroit Blackbirds“ sind als Schlussact bereits gesetzt. Und auch das restliche Programm ist am Werden. Dafür sorgt der Konzert-Profi Bernd Magin, ebenfalls Finkenbacher. Er ist in der Region bereits durch seine Veranstaltungen bestens bekannt, holte die 12 Tenöre nach Eberbach oder Hubert von Goisern nach Hirschhorn. Er kündigt bereits „Thorbjørn Risager & The Black Tornado“ sowie mit Arthur Kay mit den „Clerks“ an. Alte Krautrock-Haudegen sind natürlich auch wieder dabei.

Magin „ist für uns ein alter Bekannter“, weiß Löffler, was er an dem erfahrenen Veranstalter hat. Denn er war bereits vor etlichen Jahren mit im Boot, als es ein „kleines Finki“ gab. Zwischenzeitlich hatte dann Karl-Heinz Osche den Booker-Part inne. Da dieser Jahr altersbedingt mit seinen 66 Jahren bereits kürzer trat, vermutet der FCF-Mann, dass dies für Neumeier mit ein Grund gewesen sein könnte, sich zurückzuziehen.

Die für kommendes Jahr ins Auge gefassten Acts „passen gut zum Finki“, betont Löffler. Eine kleine Stiländerung soll es geben, ohne aber die jahrzehntelangen Fans außen vor zu lassen. Die Öffnung hin zu ein paar modernen Sounds „wurde auch von en Leuten gewünscht“, weiß er. Bestes Beispiel ist Alex Auers erster Auftritt in diesem Jahr, bei dem es mitten in der Nacht zum Sonntag noch ungewöhnlich voll war. „Da bewährte Konzept wird weitergefahren“, versichert er. Denn das kommt super an. „Wir haben nur gute Rückmeldungen“, betont er.

„Der Verein ist enttäuscht über die Form der Kommunikation“, macht Löffler aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Ich kenne den Mani bereits seit 1976“, erzählt er. „Das hätte ich von ihm nicht erwartet.“ Bei den vielen Helfern und Ehrenamtlichen „sitzt der Schock tief“.

Noch vor ein paar Wochen unterhielten sich die beiden, zusammen bis zum 40. Finki 2022 gemeinsam weiterzumachen. Und jetzt diese Nachricht. Für den Verein ist ganz klar: Es geht weiter. „Wir hätten das Finki gern mit Mani weitergeführt, aber wenn er nicht will, ist nichts zu machen“, bedauert der Vereinsmann.

 

Info: Der Vorverkauf fürs Finkenbach-Festival 2020 startet in Kürze.

 

 

Armin Löffler: „Das hätte ich vom Mani nicht erwartet.“

Das Finki ist wieder ausverkauft

Besser kann ein Festivalwetter eigentlich nicht sein. Nach dem etwas nassen Beginn am Freitagabend war der Samstag auf dem „Finki“ optimal. Das führte zum gleichen Phänomen wie 2018: „Ausverkauft“ vermeldeten die Macher vom FC Finkenbachtal am Abend. Je oller, desto doller, könnte man mit Blick auf die 43-jährige Geschichte des „Guru-Feschds“ meinen, wie es im Dorf genannt wird. Magnet wie immer am Samstagabend: „Guru Guru“ mit dem unverwüstlichen Mani Neumeier am Schlagzeug.

Der hatte sich dieses Mal einige Hochkaräter mit ins Programm geholt, die dem Festival gleich ein paar zusätzliche Highlights bescherten. Den fulminanten Finki-Abschluss lieferte Xavier-Naidoo-Gitarrist Alex Auer aus Heidelberg mit seiner Band „Detroit Blackbirds“. Für 1 Uhr nachts am frühen Sonntag angekündigt, wurde daraus sogar halb 2. Aber das Warten lohnte sich, was scheinbar auch die große Gruppe an Fans wusste, die trotz der späten Stunde geduldig ausgeharrt hatte.

Sie wurde nicht enttäuscht: Der Gitarrist und Sänger fetzte mit seinen Mitmusikern, allesamt bekannte Cracks aus der Metropolregion, kräftig los. Keyboarder Neil Palmer (auch Xavier Naidoo), Rolf Breier (Bass), Boris Angst (Schlagzeug), beide aus Auers anderer Band „Lava“, und Special Guest Adax Dörsam (Lapsteel) aus Fürth brachten Gute-Laune-Rockstücke, Uptempo-Nummern und Balladen, mit viel Spielfreude und –witz vorgetragen, auf die Bühne. Die ersten Tänzer ließen sich nicht lange auf sich warten.

Leo Lyons war am Freitagabend in diesem Jahr vielleicht der heimliche Headliner des Finki. Den 75-jährigen Briten, ganz Typ weißhaariger, distinguierter Gentleman mit besten Manieren, wollten sie alle sehen. Denn wer von den Woodstock-Veteranen ist sonst noch am Leben, geschweige denn auf Tour? Damit kokettierte auch der frühere Bassist von „Ten Years After“, der heute mit seiner eigenen Gruppe „Hundred Seventy Split“ unterwegs ist. Er ist mit der letzte Dinosaurier einer längst vergangenen Zeit.

Lyons steht voll im Saft, glänzt mit einer Spielfreude, die jüngere erblassen lassen dürfte. Das ist natürlich für seine Mitspieler Motivation genug, sich ebenso reinzuhängen. Joe Gooch (Gitarre/Gesang) und Damon Sawyer (Drums) zelebrieren ein musikalisches Feuerwerk, das fasziniert. Da geht keiner, auch wenn so langsam der Regen immer stärker wird. Aber es kam nur Nass von oben und nicht wie ein paar Kilometer weiter im Neckartal ein fettes Gewitter runter.

50 Jahre ist es nun her, dass Lyons mit „Ten Years After“ auf dem legendären Woodstock-Festival auftrat. Was könnte besser passen, als beim Finki, dem Woodstock des Odenwalds, eine Reminiszenz an diese Zeit zu bieten. Der Bassist spielte noch einmal das damalige Set. Die Augen der Fans wurden nicht nur vom Regen feucht, dies noch einmal erleben zu dürfen. Sie schwelgten in früheren Erinnerungen.

„Den muss man gesehen haben“, heißt es von der einen Seite. „1969 war ich gerade 16 Jahre alt. Dass der immer noch spielt, ist einfach super“, von der anderen. Und wie: Lyons liefert sich mit Gooch fulminante Duelle auf den verschiedenen Saiten, begeistert mit seinem druckvollen Bassspiel, scherzt mit dem Publikum und kennt keine Pause. Als Power-Trio bringen die drei einen Bluesrock alter Schule extrem fetzig auf die Bühne.

Einen sehr guten Eindruck hinterlassen ebenfalls die Franzosen von „Lazuli“. Sie mischen Progressiv-Rock-Klänge mit Ethno-Elementen, vor allem nordafrikanischen Einflüssen. Sänger und Gitarrist Dominique Leonetti in einem sympathischen Deutsch-Singsang war der Kopf einer spielfreudigen Truppe, die sich bestimmt viele Freunde gemacht hat. Rundherum wurde der Auftritt sehr positiv aufgenommen. Dass die Band bereits in der Prog-Rock-Szene einen Namen hat, merkte man am für diese Zeit gut gefüllten Festplatz.

Über Guru Guru muss man keine Worte mehr verlieren. Wenn die Band im 51. Jahr ihres Bestehens auftritt, ist es knallevoll. Neumeiers Mitstreiter Peter Kühmstedt, Jan Lindqvist und Roland Schaeffer haben es nach wie vor voll drauf, begeistern die Fans. Die sind bunt gemischt, wie es bei kaum einem anderen Festival so zu beobachten ist. Drei Generationen besuchen das Finki: Die Oma, die zu den Klängen der Jugendzeit voll mitgeht, ihre Tochter und die kleine Enkelin. Wie überhaupt das Festival scheinbar ein begehrter Ort für einen Familienausflug ist.

Ähnlich weit gestreut wie das Alter sind die Klamotten der Besucher. Da ist der Alt-68er in seinen Hippie-Klamotten, dort der Jugendlich ganz zivil in T-Shirt und Jeans. Zwischendrin so einige Paradiesvögel, die scheinbar wahllos in den Kleiderschrank der Großmutter gegriffen hatten. Hauptsache bunt und schrill, scheint die Devise zu sein.

Info: Das Finki 2020 findet am Freitag, 7., und Samstag, 8. August, in Oberzent-Finkenbach statt. Bereits gesetzt: Alex Auer mit den „Detroit Blackbirds“ als Abschluss am 8.8. wie gehabt um „25 Uhr“.

 

Beim Finki greifen die Zahnräder bewährt ineinander

Aus allen Ecken und Enden der Republik strömen sie zum „Finki“. Jedes Fortbewegungsmittel scheint recht zu sein, um das „Woodstock des Odenwalds“ nicht zu verpassen: der „normale“ Kleinwagen, der SUV mit Wohnwagenanhänger, der VW-Bus, wohl ebenso alt wie das Festival, oder der umfunktionierte Transporter. Schnell füllt sich gestern ab Mittag der Zeltplatz in der Talaue. Entspannt geht’s an den Aufbau: Das ist bei schwülheißen 30 Grad auch besser so.

Auf dem Festivalgelände bereiten die Standbetreiber alles für die Kassenöffnung vor. Hier wird noch ein Kleid umgehängt, dort das Schmuckstück besser drapiert oder die Buddha-Figur gut sichtbar an eine Zeltecke gestellt. Achim Tischler aus Michelstadt, der mit seiner Firma zum zweiten Mal die komplette Veranstaltungstechnik managt, hat bereits alle Stagepläne der Bands vorliegen und kann an den Scheinwerfer-Test gehen. „Es läuft gut“, rechnet er mit keiner Verzögerung.

Mittendrin derjenige, ohne den es das Finki-Festival oder „Guru-Feschd“, wie die Einheimischen sagen, gar nicht geben würde: Mani Neumeier. Er lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen – doch, von einem: wild auf dem Gelände herumtollenden Hunden. Da wird er energisch und meint Richtung Besitzer: „Das geht gar nicht.“ Die Vorbereitung lief wie üblich am Schnürchen, denn das Finki findet ja bereits um 37. Mal statt. Also alles eingespielt bis ins Effeff.

Welcher Auftritt ihn am Wochenende am meisten freut? „Natürlich der von Guru Guru“, lacht er lausbübisch. Die Headliner sind heute um 21 Uhr zu sehen. „Wir haben die Songs bisschen umgestellt“, kündigt er an. Dazu gibt’s zwei der neuen Stücke mit „Digital Analog“ und „Magic Tree“ zu hören. „Das Spielen macht total Spaß“, betont er. Den besten Auftritt hatte die Band im chinesischen Shenzen. „Die kannten alle unsere Songs“, ist er baff. In einem Jahr „sind wir 50 Mal aufgetreten“, listet er auf. „Dadurch sind wir ganz gut eingespielt“, schmunzelt Neumeier.

Das Mastermind hinter dem Ganzen freut sich über die Dissidenten (heute, 23 Uhr), die für den verhinderten Arthur Brown einsprangen. „Schade, dass er nicht dabei ist“, hätte er gerne wieder den Weggefährten aus alten Zeiten begrüßt. Gespannt ist Neumeier auf „Adesa“ (17 Uhr) und „Lazuli“ (19 Uhr), die er bisher nur über Live-Videos kannte und daraufhin verpflichtete.

„Live weiß man halt, was Sache ist“, hat er seine guten Erfahrungen. Eine CD dagegen sagt gar nichts aus. Den heutigen Opener „Sirkus“ kennt Neumeier bereits von der aktuellen Tour. „Da hatten wir die mal als Vorband“, erzählt er. „Die waren so gut, dass ich sie eingeladen habe.“ Und so sind die Weltmusiker als Erste dran.

Die begehrten Stoffbändchen als Andenken wird es in diesem Jahr leider nicht geben, bedauert der Guru-Guru-Chef. „Die hätten vor vier Tagen ankommen müssen.“ Taten sie aber nicht, obwohl sie der Hersteller losgeschickt hatte. Jetzt müssen es Papierbändchen tun. Wenn das diesjährige Finki läuft, denken die Verantwortlichen bereits ans kommende Jahr. Der Vorverkauf für 2020 startete gestern.

Lederwaren, Hüte, Hemden, Kleider, Korbwaren, Schmuck, Tücher:  Es sind die bewährten Standbetreiber aus dem vergangenen Jahr, die wieder eingeladen wurden, erzählt der stellvertretende Vorsitzende des FC Finkenbachtal, Armin Löffler. Auch wenn er die vergangenen Tage mehr auf dem Gelände als zuhause zubrachte, sieht er sehr entspannt aus. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung in der Finki-Orga kann ihn nur noch wenig schocken.

„Der Vorverkauf lief sehr gut“, freut er sich für den Verein, der sich um alles außer der Musik kümmert. Heute wird es aber auf jeden Fall noch Karten an der Abendkasse geben, schätzt Löffler. Wie immer wird das Regionale hochgehalten: Steak und Wurst kommen von der Rothenberger Metzgerei Beisel und Jehle, die Brötchen werden frisch gleich nebenan bei Mareikes Backshop gebacken. Für die nachmittäglichen Kuchen zeichnen die Finkenbacher Hausfrauen verantwortlich, die ein riesiges Büffet zaubern.

Der nächtliche Regen kann keinen schocken. Denn Leo Lyons, Überbleibsel der legendären Ten Years After, fasziniert gestern Abend mit seiner neuen Band Hundred Seventy Split und dem erdigen Bluesrock. Da kommen sie von weither, um den spielfreudigen Woodstock-Veteranen nochmal im Woodstock des Odenwalds zu sehen.

Info: Einlass fürs „Finki“ in Oberzent-Finkenbach an der Straße nach Beerfelden ist am heutigen Samstag um 13 Uhr. Den Abschluss macht Naidoo-Gitarrist Alex Auer mit deinen „Detroit Blackbirds“ um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag. Mehr unter www.finki-fesival.de

 

Naidoo-Gitarrist Alex Auer beschließt das Finki

Das jährliche Highlight im Finkenbachtal steht kurz bevor. Zum 37. Mal in 43 Jahren findet am zweiten August-Wochenende das „Finki“ statt und wird wieder Musikfans in großer Zahl in den beschaulichen Odenwald ziehen. Die Macher des FCF sind bereits seit einiger Zeit jeden Abend am Malochen, damit die Verpflegungszelte stehen und das Festgelände startklar ist. Los geht’s am Freitag, 9. August, um 19 Uhr, weiter am Samstag, 10. August, um 15 Uhr. Headliner wie in all den Jahren: „Guru Guru“ mit Drummer-Legende Mani Neumeier.

Einen besonderen Leckerbissen haben die Organisatoren in diesem Jahr an Land gezogen: Den Xavier-Naidoo-Gitarristen Alex Auer mit seinen „Detroit Blackbirds“. Der macht am Samstag um „25 Uhr“, spricht Sonntagmorgen um 1 Uhr, den Abschluss des Festivals. Über einen Bekannten aus der Raubach „habe ich den Kontakt geknüpft“, erzählt Armin Löffler vom FCF. Telefonisch war man sich schnell einig und der gefragte Musiker sagte gleich zu.

Der Verein ist dieses Jahr quasi in der Vollverantwortung, weil er neben der Gastro auch das Organisatorische und den Kartenverkauf praktisch in Alleinregie erledigt. Auch wenn die Waldbrandgefahr geringer als im vergangenen Jahr ist, weist Löffler darauf hin, „dass offenes Feuer und Grillen auf den Campingflächen nicht erwünscht ist“. Auch sollen auf den Wiesen keine Löcher ausgehoben werden, bitten deren Besitzer.

Seit den 1980ern ist der Fußballverein als Veranstalter mit im Boot, nachdem zuvor die Feuerwehr der Ausrichter war. Diese gesammelten Jahre verhelfen zu einer gewissen Erfahrung, gerade wenn es Männer wie Löffler sind, die seit inzwischen 32 Jahren ununterbrochen mit anpacken. „Da sitzt jeder Handgriff“, lacht er, und stützt sich gegen das im Aufbau befindliche Getränkezelt, bis die anderen Helfer vor Ort sind. Zehn bis 15 Vereinsleute sind es jeden Abend, die sich um den Aufbau kümmern.

Übers Wochenende selbst sind es dann bestimmt 200 Helfer aus Verein und Bevölkerung. Die vier Feuerwehren aus Rothenberg, Kortelshütte, Ober-Hainbrunn und Finkenbach selbst helfen bei der Verkehrsregelung, das DRK Rothenberg-Finkenbach ist für die Erste Hilfe vor Ort zuständig. Wenn das Finki ansteht, ist es auch immer ein großes Fest der Ortsgemeinschaft. Das kommt nicht nur in der Hilfe auf dem Festivalgelände zum Ausdruck, sondern auch in der konzertierten Kuchenback-Aktion Finkenbacher Hausfrauen, die für eine riesige Auswahl beim großen Nachmittagsbüffet sorgen.

Das Finki wurde mal größer, mal kleiner, blickt der zweite Vorsitzende zurück. „Jetzt sind wir in dem Rahmen, den wir wollen.“ Im vergangenen Jahr war das Festival zum ersten Mal ausverkauft. Auch aktuell läuft der Vorverkauf sehr gut, freut sich Löffler, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass noch genug Tickets vorrätig sind. Nach dem Finki ist vor dem Finki: Der Vorverkauf 2020 beginnt schon 2019, wenn sich die Pforten für dieses Jahr öffnen.

Das Programm ist wie all die Jahre Mani Neumeiers Ding. Der ursprüngliche eingeplante Arthur Brown tummelt sich leider in Amerika, weshalb die altbekannten „Dissidenten“ einsprangen. Ein Highlight ist für Löffler „Hundred Seventy Split“, die Band um Leo Lyons und Joe Gooch von „Ten Years After“. Die spielten schon vor 50 Jahren in Woodstock und wollen beim Finki, dem „Woodstock des Odenwalds“, das damalige Programm 1:1 auf die Bühne bringen.

Rob Tognoni aus Down Under, der am Freitag den Opener macht, ist mit seiner perfekten Gitarrenarbeit bereits ein guter Bekannter in Finkenbach. Auch „Nine Below Zero“ standen schon im Odenwald auf der Bühne. „Sirkus“, „Adesa“ und „Lazuli“ heißen am Samstag ab 15 Uhr im Zweistundentakt die gefragten Acts, die für Welt-, Rock- und Progressive-Musik stehen.

Aber natürlich warten sie am Samstag alle auf Mani, wie er nur genannt wird. Mit seinen bald 79 Jahren das Mastermind des Ganzen und von der Bühne nicht wegzudenken. Um 21 Uhr entert der mit seinen drei Kollegen von „Guru Guru“ die Bühne – „Elektrolurch“ sicherlich wieder inklusive. Dann wird es knallevoll in Finkenbach.

Dass die Band über ein halbes Jahrhundert bestehen würde und das „Guru-Feschd“, wie es im Ort liebevoll genannt wird, seit 43 Jahren, „hätte ich damals nie gedacht“, meint Neumeier. „Es ist ein Wunder, dass so etwas passieren kann“, sagt er angesichts der heutigen Gesellschaft, in der leider nur das „Schneller, Höher, Weiter“ zählt.

Info: Karten gibt es im Finkenbach im Freibad und in Mareikes Backshop. Überregional sind sie erhältlich in Mannheim (Come Back), Würzburg (H2O-Plattenladen), Aschaffenburg (Echobeat) und Darmstadt (Come Back), ansonsten über www.reservix.de. Mehr auf www.finki-festival.de

Der Vorverkauf fürs diesjährige Finki-Festival läuft

„Toppen wollen wir das (ausverkaufte) Finki 2018 nicht“, schmunzelt Mani Neumeier. „Aber gut werden soll es“, fügt er lächelnd hinzu. Der Kopf von Guru Guru und musikalische Leiter des Finki-Festivals tourte gerade mit seiner Band durch Japan. Auch im Land der aufgehenden Sonne hat das Krautrock-Urgestein seine Fans. Zwischenzeitlich „muss“ er aber auch an die Heimat denken, denn die Vorbereitungen fürs 37. „Guru-Feschd“ in 43 Jahren sind bald abgeschlossen. Zwei Drittel der Bands für den 9. und 10. August sind bereits verpflichtet.

Neumeier ist im Jahr nach dem 50. Bandjubiläum einfach nur glücklich darüber, dass „seine“ Musik immer noch so viele Anhänger hat. Dass die Band ein halbes Jahrhundert bestehen würde und das Guru-Feschd die Zuschauer massenhaft ins Finkenbachtal zieht, „hätte ich damals nie gedacht“, meint er. „Es ist ein Wunder, dass so etwas passieren kann“, sagt der 78-Jährige angesichts der heutigen Gesellschaft, in der nur das „Schneller, Höher, Weiter“ zählt.

Wenn der Ober-Guru Neumeier auf mehr als 50 Jahre zurückblickt, wird er etwas wehmütig. „Viele Kollegen von damals sind schon gestorben.“ Einen der alten Garde hat er aber für das diesjährige Festival verpflichten können: Leo Lyons, der 1969 mit „Ten Years After“ Woodstock aufmischte, ist 50 Jahre später mit seiner heutigen Formation „Hundred Seventy Split“ am Start.

Für den Musiker ist es faszinierend, „so lange diese Kultur machen zu können, die man sonst auf dem Land nicht findet“. Denn „wir haben einen hohen Qualitätsanspruch“. Die Besucher kommen von weit her, um auf dem Finki Bands geballt live zu sehen, die anderswo kaum noch zu erleben sind. Diese Sicht deckt sich mit der Manis, wie ihn alle nennen. „Warum er diese Bands?“, wird er gefragt. „Weil sie authentisch und gut sind“, sagt er. „Und erschwinglich“, fügt er grinsend an.

Selbst wenn es wie 2018 beim ausverkauften Guru-Feschd besonders voll ist, „bleibt es immer noch gemütlich“, weiß er. „Kein Tohuwabohu wie Wacken.“ Jeder kennt jeden. Der 78-Jährige ist ein Musiker zum Anfassen. Laufend muss er eine Hand schütteln, wird umarmt, signiert Plakate. Geduldig macht Neumeier alles mit. Für ihn ist die Durchführung des Finki immer wieder „eine große Ehre“.

Als erstes Musikfestival im Odenwald vor 43 Jahren ins Leben gerufen, wird es jedes Jahr aufs Neue durchgeführt. Der Musiker merkt immer, „dass das Feeling stimmt“. Neumeier spielt viele Konzerte auswärts, aber das Heimspiel ist für ihn etwas Besonderes. „Den Platz, die Musik, die Schwingungen“ empfindet er im Finkenbachtal anders. „Das ist echte und unverfälschte Kultur“, schwärmt er über die auftretenden Bands.

Ohne viel „Hitparaden-Brimborium“ spielen auf „seinem“ Finki Gruppen außerhalb des Üblichen. „Das wird von den Leuten geschätzt“, weiß er. Wie der tasmanische Gitarrenteufel Rob Tognoni, der nach 2015 in diesem Jahr wieder die Bühne entern wird. Oder Legende Arthur Brown, der „God of Hellfire“, ebenfalls ein Dinosaurier der Rockszene. Der 76-Jährige ist längst Stammgast.

Die Franzosen von „Lazuli“ sind eher „Jungspunde“ gegen diese Ur(groß)väter des Rock und Blues, auch wenn die Band schon 20 Jahre auf dem Buckel hat. Sie steht für den progressiven Part des Festivals, gepaart mit Folk-Einflüssen aus ihrer südfranzösischen Heimat. „Adesa“ wiederum sorgt für Weltmusik und Afrika im Odenwald. Bei allem nicht zu vergessen: Das traditionelle Konzert von Guru Guru, immer samstags um 21 Uhr.

„Wir wollen mit dem Programm ein schönes und gemütliches Festival haben“, betont auch Booker Karlheinz Osche. „Die Bands müssen einfach nur zum Finki passen“, sagt er. Beste Voraussetzung für ein gelungenes Event war die Tour zum 50-jährigen Bestehen von Guru Guru. „Die lief super gut und wir waren sehr zufrieden“, freut sich Osche. In diesem Jahr wird es weniger Konzerte geben, „denn wir spielen nicht jedes Jahr im selben Club“, erläutert er. Es läuft aber schon die Tour-Planung für 2020 an, die den „Elektrolurch“ im Titel trägt, verrät er.

Info: Der Vorverkauf fürs „Guru-Feschd“ am Freitag, 9. (ab 19 Uhr), und Samstag, 10. August (ab 15 Uhr), in Finkenbach hat begonnen. Alles weitere unter www.finki-festival.de. Schon vorher spielt Guru Guru am Samstag, 15. Juni, um 20 Uhr Open-Air im Mannheimer 7er Club.

Das erste Mal in 42 Jahren Finki-Festival: ausverkauft

In all den 42 Jahren „Guru-Feschd“, wie die Einheimischen das Finki-Festival liebevoll nennen, hat es das noch nicht gegeben: „Ausverkauft“ heißt es bereits am frühen Freitagabend. Guru-Guru-Booker Karl-Heinz Osche freut sich am Eingang wie ein Schneekönig, auch Armin Löffler vom mitveranstaltenden FC Finkenbachtal hat ein breites Lächeln im Gesicht. Ein Lohn der harten Arbeit im Vorfeld, meint er. Mani Neumeier, der Kopf von Guru Guru, ist im Jahr des 50. Bandjubiläums einfach nur glücklich darüber, dass „seine“ Musik so viele Anhänger hat.

Dass die Band ein halbes Jahrhundert bestehen würde und das Guru-Feschd seit 42 Jahren, „hätte ich damals nie gedacht“, meint er im Gespräch. „Es ist ein Wunder, dass so etwas passieren kann“, sagt der 77-Jährige angesichts der heutigen Gesellschaft, in der nur das „Schneller, Höher, Weiter“ zähle. Ihm tut es leid, dass manche Interessierte nicht mehr aufs Gelände dürfen. Für die wurde aber dann am Samstag als Jubiläumsgeschenk der blickdichte Zaun entfernt, sodass sie als „Zaungäste“ trotzdem noch einen guten Blick auf die Gurus zu deren „50.“ hatten.

Wenn Mani Neumeier 50 Jahre zurückblickt, wird er etwas wehmütig. „Viele Kollegen von damals sind schon gestorben.“ Deshalb ist es für ihn ein großes Glück, „dass ich immer noch mitspielen darf“. Das diesjährige Festival ist „wie Geburtstag und Weihnachten zugleich“. Der Musiker empfindet es als faszinierend, „so lange diese Kultur machen zu können, die man sonst auf dem Land nicht findet“. Denn „wir haben einen hohen Qualitätsanspruch“. Die Besucher kommen von weit her, um auf dem Finki Bands geballt live zu sehen, die anderswo kaum noch zu erleben sind.

Auch wenn es dieses Mal besonders voll ist, beim Auftritt des Gurus sich die Leute dicht an dicht drängen, „bleibt es immer noch gemütlich“, weiß er. „Kein Tohuwabohu wie Wacken.“ Jeder kennt jeden. Laufend muss der 77-Jährige eine Hand schütteln, wird umarmt, bekommt von Amon Düül ein T-Shirt in die Hand gedrückt, signiert Plakate. Geduldig macht Neumeier alles mit. Alte Weggefährten, mit denen er vor mehr als vier Jahrzehnten auf der Bühne stand, kommen vorbei und freuen sich wie Bolle, endlich mal wieder den Mani zu treffen.

Der Auftritt von Guru Guru ist dann auch so etwas wie eine Zeitreise. Es gibt Stücke der neuen CD „Rotate“ zu hören, aber auch einen Ausflug in frühere Jahrzehnte. Ex-Gitarrist Ax Genrich kommt zum „LSD-March“ von 1970 auf die Bühne, Luigi Archetti greift bei „Moshi Moshi“ aus 1997 in die Saiten. Für den Samstagabend bedeutet dies, dass beim Auftritt der Krautrock-Legenden der Festivalplatz aus allen Nähten platzt.

Die Jungs von „Epitaph“, dieses Jahr der Opener des Festivals, „habe ich das erste Mal in den 70er Jahren in Darmstadt getroffen“, erzählt Neumeier. Auch die Musiker von „Amon Düül“ kennt er „bereits seit Urzeiten“. Mit „Kraan“ hat er vor ein paar Jahrzehnten CDs aufgenommen. Alle freuen sich, „dass wir noch leben“, grinst der Guru-Chef. Wenn die Knochen halten, „spiele ich noch jahrelang“, kündigt der 77-Jährige an. Wann Schluss sein wird, weiß auch er nicht. „Das macht das Ganze prickelnder“, gewinnt Mani Neumeier dem Altern eine gewisse Spannung ab.

„Das waren die besten heute Abend“, war mehrfach über den Opener Epitaph zu hören. Die Hannoveraner Krautrock-Legenden, denen sich die langen Musik-Jahre als Falten ins Gesicht gemeißelt haben, spielen straighten Hardrock ohne viele Schnörkel.

Die Dissidenten im Anschluss sind eindeutig sperriger, auch wenn ihre Weltmusik mit Querflöte, Drehleier und Mandoline samt arabischen Klängen viel differenzierter rüberkommt. Mit viel Verspätung geht’s dann mit Amon Düül II weiter. Und die Ohren machen Augen. Komplex, verspielt, vertrackt, rockig, mächtig schallt der Sound über den sich langsam wegen der herankriechenden Kälte leerenden Platz.

Marblewood beschloss am frühen Morgen den Tag. „Jane“ am Samstagabend bildete nach dem umjubelten Guru-Auftritt einen hochkarätigen Abschluss. Die Band mit ihrem puren Hardrock begeisterte noch einmal die Massen, während sich bei „Vibravoid“ langsam aber sicher die Reihen leerten. Kein Wunder, denn inzwischen zeigte das Thermometer nur noch zehn Grad.

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Posted by Thomas Wilken on Sunday, August 12, 2018

Ein ganzer Ort stemmt jedes Jahr das „Finki“

Um 1 Uhr in der Nacht auf Sonntag ist die Spannung weg. Tagelang hatten die Organisatoren zittern müssen, ob das Finki wegen Hitze und Waldbrandgefahr überhaupt stattfinden würde. Und dann dieser Erfolg, mit dem keiner rechnete. „Total zufrieden“, lautet sein Fazit. Besser geht eigentlich nicht. Die Fortsetzung 2019? „Na klar“, meint Armin Löffler von FC Finkenbachtal. Wenn alles aufgeräumt und Ruhe eingekehrt ist, werden die Planungen fürs nächste Jahr starten.

Die Organisation des Finki-Festivals ist ein Kraftakt für das 550-Seelen-Dorf. Die gesamte Bevölkerung zieht mit, damit diese einmalige Veranstaltung jedes Jahr in der Ortsmitte über die Bühne gehen kann. Für die Anwohner bedeutet es eine knappe Woche ohne Schlaf. Dieses Jahr waren es ein oder zwei Tage mehr Ruhe, weil die Camper wegen der erhöhten Brandschutzmaßnahmen erst am Donnerstag aufbauen durften.

Gerd Brechenser, der Vorsitzende des mit veranstaltenden FC Finkenbachtal, wird deshalb nicht müde, am Freitagabend nach dem „Dissidenten“-Auftritt seinen Dank an die Ortsbevölkerung zu betonen. Denn die hört nicht nur die Musik, ob sie will oder nicht, sondern bringt sich auch noch in den verschiedenen Servicediensten ein oder steuert Kaffee und Kuchen bei. 150 mit Liebe gebackene Nachmittagsleckereien kommen so in der Regel zusammen. Vom Kartoffel-Schnippeln mal ganz abgesehen. Zentnerweise werden so die begehrten Bratkartoffeln vorbereitet.

Alle Helferegal welcher Couleur schließt Brechsener in seinen abendlichen Dank mit ein. Ganz besonders aber richtet sich der an einen, ohne den es das Finki nicht gäbe: Mani Neumeier. Zum 50. Bandjubiläum, dem 36. Finki in 42 Jahren und „dem 30. mit dem FC“ gibt’s eine gedrechselte Holzplakette mit Flyer drauf. Die treuen, friedlichen Fans werden in den Worten von Brechenser und Löffler natürlich nicht vergessen. Verbunden mit der Bitte, auf dem Heimweg einen sauberen Ort zu hinterlassen.

Da wegen der Hitze und Trockenheit in diesem Jahr die Brandsicherheitsvorschriften verschärft worden waren, kümmerten sich die Feuerwehren aus Rothenberg, Finkenbach, Ober-Hainbrunn und Kortelshütte statt der Parkplatzeinweisung vorrangig um deren Einhaltung. 88 Brandschützer teilten sich die 70 Dienste von Donnerstag, 9 Uhr, bis Sonntag, 13 Uhr. „Vor allem Zigarettenkippen und Gaskocher“ wurden auf dem Campinggelände beanstandet, sagt Timo Fink aus Kortelshütte. „Die meisten sind aber sehr einsichtig“, lobt er die Mitwirkung der Gäste.

Das DRK Rothenberg mit Bereitschaftsleiterin Anja Braner hat seine Zelte gegenüber des Eingangs aufgeschlagen. „Das ist praktischer als auf dem Gelände“, erläutert sie. Es geht so im Notfall schneller, einen Verletzten mit dem Krankenwagen abzutransportieren. 14 Ehrenamtliche, die von Beerfelden unterstützt werden, samt einer Finkenbacher Voraushelferin, kümmern sich um die Besucher.

Am späteren Abend sind es vor allem der Alkohol und andere Rauschmittel, die manchen zu schaffen machen. Aber es ist für die Helfer zum Glück nicht allzu viel los, es bleibt meist friedlich. „Wenn die alle Schuhe anziehen würden, hätten wir weniger zu tun“, deutet Braner auf nackte Füße der Besucher, die sich so öfters Glasscherben einfangen. Auch Löffler sieht alles im Rahmen des Normalen. „Wie immer halt.“

„So einen guten Besuch habe ich noch nie erlebt“, sagt Booker Karl-Heinz Osche. 2500 Armbänder wurden hergestellt „und die sind alle verkauft“. Dazu kommen noch etliche Tagesgäste und Einwohner. Das optimale Festivalwetter – immer leicht bewölkt, nicht wärmer als 25 Grad – tut sein Übriges. Freitagabends ist es bereits so voll wie sonst samstags – inklusive gemütlicher Feierstimmung. Samstags bei den Gurus ist kein Durchkommen mehr. Es ist eben das Finki, das etwas andere Festival ohne großen Trubel. Fortsetzung folgt.

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Posted by Thomas Wilken on Sunday, August 12, 2018