Auch in der Hochsaison gibt es im familiären Finkenbacher Freibad immer freie Plätze

Die hessischen Sommerferien haben begonnen, das Wetter ist super, das Wasser angenehm temperiert: Im Finkenbacher Freibad ist aktuell Hochsaison. Durch das weitläufige Gelände mit der zusätzlichen Liegewiese jenseits des Bachs gibt es aber nie Gedränge, können die Bahnen im derzeit 25 Grad warmen 25-Meter-Becken problemlos bestritten werden. Eltern von kleineren Kindern genießen den Schatten unter dem vier Mal vier Meter großen Sonnensegel, während die Kleinen im gerade knöchelhohen Wasser plantschen. Die schattigen Bänke am Eingang ziehen wiederum viele Gäste an, die einfach nur im Schwimmbad-Biergarten sitzen wollen.

An den Samstagnachmittagen und Sonntagen geht es im Finkenbachtal heiß her. Aber auch an einem Wochentag kommen zwischen 200 und 250 Gästen ins schnuckelige Freibad. Die schätzen die Übersichtlichkeit, das Familiäre, den neu gestalteten Spielplatz direkt am Eingang und den großen Parkplatz vor dem Freibad, durch den es keine weiten Wege in der Hitze zum kühlen Nass gibt.

Eine Attraktion ist in dieser Saison die samstägliche Spaß-Wassergymnastik um 11 Uhr mit Salvatore Caruso. Der singt zwar im Wasser keine Arien, hat aber immer einen Scherz auf den Lippen, sodass die Gymnastik manchmal fast in den Hintergrund tritt. „Ich mache das aus Spaß an der Sache“, sagt der Italiener. 30 bis 40 Gäste zählt er wöchentlich. „Das ist einfach eine Riesen-Gaudi“, meint ein Teilnehmer schmunzelnd.

„Eine Jahreskarte haben wir sogar an einen Besucher aus München verkauft“, lacht Christian Niesen vom Heimat- und Verschönerungsverein (HVV). Er schmeißt mit seiner Frau Mareike auch den stark frequentierten Kiosk mit der Spezialität „Finki-Burger“. Die Gäste wissen die sehr moderaten Preise zu schätzen. Aber nicht nur fürs Essen und Trinken. 2,50 Euro kostet der Tageseintritt für Erwachsene, 30 Euro (wie in allen drei Oberzent-Freibädern) die Jahreskarte. „Wo zahle ich sonst nur 30 Euro quasi für einen Jahresurlaub“, meint ein Freibad-Besucher anerkennend.

Der Münchner Schwimmer ist natürlich ein Ausreißer, aber die Wasserratten kommen beileibe nicht nur aus der näheren Umgebung. Hirschhorn, Neckarsteinach, Schönmattenwag, sogar Neckargemünd und Bammental lauten die Herkunftsorte der Finki-Freibad-Fans. Durch eine Spende konnte das Spiel „Outdoor-Vier-gewinnt“ angeschafft werden, das auf dem Gelände zum Einsatz kommt. Stark frequentiert ist auch der gerade sanierte Spielplatz mit seiner neuen Doppelrutsche.

Ein wenig Baumaterial will ein Dreikäsehoch in seinem Spieleimer gerade mit ins Bad nehmen. „Der Sand bleibt im Sandkasten“, meint Christian Niesen strengen Blickes. Und prompt dreht der Junge wieder brav um. Seit Mareike und Christian Niesen vergangenes Jahr den Kiosk-Betrieb übernommen haben, gibt es von allen Seiten Lob. „Die beiden machen das echt super“, sagt Rothenbergs ehemaliger Bürgermeister Hans Heinz Keursten, selbst in Finkenbach wohnhaft. Auch er schaut gern mal ins Bad rein – nicht nur zum Schwimmen.

Info: Das Finkenbacher Freibad in der Beerfeldener Straße ist in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, Telefon 06068/478673,www.facebook.com/FreibadFinkenbach

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Umgestalteter Spielplatz am Finkenbacher Freibad wurde eingeweiht

Merle, Elisa, Joshua und Amelie haben Spaß auf dem Rutschenturm. Der kleine Enno schaut etwas vorsichtig die rote der beiden Rutschen hinunter und entscheidet sich dann, doch noch oben zu bleiben. Die Kinder aus Finkenbach und Hainbrunn gehörten zu den ersten „offiziellen“ Nutzern des neu gestalteten Spielplatzes am Finkenbacher Freibad. Zum Baden war es zwar bei der Einweihung zu kalt, aber die Sonne schien kräftig genug, um die Spielgeräte auszuprobieren.

Im vergangenen Jahr entschied sich die damals noch selbständige Gemeinde Rothenberg, den gut frequentierten Spielplatz am Freibad-Eingang neu zu gestalten. Die Doppel-Schaukel, bisher etwas ab vom Schuss, wurde weiter zum Einlass hin verlagert. Federspiel und Sandkasten fanden dort ebenfalls ihren Platz. Die Gemeinde ließ sich die Anschaffungen 5000 Euro kosten, wovon der Doppelrutschenturm den Großteil ausmachte. Die Aufstellung und Anlegung des Schotter-Untergrunds geschah durch den Bauhof. Auch Altbürgermeister Hans Heinz Keursten ließ es sich nicht nehmen, mit Hand anzulegen. „Das war für mich eine Herzensangelegenheit“, sagte er.

„So haben die Eltern ihre Kinder besser im Blick“, erläuterte Keursten den Hintergrund. Denn die halten sich in der Regel im vorderen Bereich des Schwimmbads auf. Von ihnen kam auch die Anregung. Dort gibt es inzwischen sechs Bäume mit schönen Schatten spendenden Kronen, die bei heißen Temperaturen zum Verweilen einladen. Mit dem direkt davor liegenden Parkplatz gibt es nun kurze Wege, freute er sich.

Für den Kinderbereich sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen, jetzt sind die Erwachsenen dran, lachte Keursten. Es ist zum einen eine Tischtennisplatte geplant. Zum anderen soll das derzeit beim Feuerwehrhaus befindliche Open-Air-Schachspiel ans Schwimmbad wandern. Angedacht ist außerdem eine Boule-Bahn.

Mareike und Christian Niesen vom Heimat- und Verkehrsverein Finkenbach (HVV) als Kiosk-Pächter begrüßten ebenfalls die Umgestaltung – ein oft geäußerter Wunsch der Eltern. Die bisherige Schwimmbad-Saison begann sehr gut, so Niesen. Viele, auch auswärtige Gäste mit kleinen Kindern kamen bisher ins Finkenbachtal. Vorsitzender Keursten lobte die gute Ergänzung von Kiosk und Ladengeschäft in der Beerfeldener Straße. Beides komme bestens an.

Spielplatz am Finkenbacher Freibad wurde auf Vordermann gebracht

Der Kinderspielplatz am Freibad bekommt ein neues Gesicht. In dieser Woche werden durch den Bauhof die Umbauarbeiten abgeschlossen. Ganz neu kam ein Kletterturm mit Doppelrutsche hinzu, den im vergangenen Jahr noch die frühere Gemeinde Rothenberg für 5000 Euro angeschafft hatte. Vorausgegangen war ein „Brainstorming“ mit den Eltern, wie die Anlage verbessert werden konnte.

Umgesetzt wurde in diesem Zuge auch die Anregung der Finkenbacher Bürger, den Spielplatz näher an den Schwimmbadeingang zu ziehen. Dann haben die Eltern auf der Liegewiese ihre draußen herumtollenden Sprösslinge nämlich besser im Blick. Bis auf Wippe und Schaukel waren die bisherigen Spielgeräte nicht mehr verwendbar und wurden entfernt.

An der Schaukel als letztem Gerät Richtung Ort ist nun Schluss. Die bisherige Wippe wurde weiter nach vorn Richtung Tischtennisplatte gezogen. Als Abschluss der Maßnahme kümmerten sich die Bauhofmitarbeiter noch darum, dass Fallschutz und Untergrund von Turm und Rutschen angelegt wurden. Dann steht bei besten Wetteraussichten dem Rumtollen nichts mehr im Weg.

 

Vorbereitungen für Schwimmbad-Eröffnung in Finkenbach laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Samstag, 5. Mai, startet die neue Saison im Finkenbacher Freibad. Bis dahin müssen die restlichen Arbeiten noch abgeschlossen sein, damit der Betrieb in die zweite Saison unter der Regie des Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) gehen kann. Mareike und Christian Niesen sind schon seit einiger Zeit mit Unterstützung von ein paar Helfern schwer am Schuften.

Gleich neben dem Eingang erhielt die Sitzecke für Stammgäste, eine Art inoffizieller Dorftreff im Sommer, jetzt einen festen Untergrund. Der Bauhof plättelte die ganze Fläche. Vergangenes Jahr hatte man das Sonnensegel über dem Kinderplanschbecken noch provisorisch befestigt, jetzt bekamen die vier Metallpfosten ein gemauertes Fundament. Dieser Sonnenschutz für die Kleinen wird gern angenommen. „Den findet man in der Umgebung nicht so oft“, sagt Christian Niesen.

Neben der Fliesenumrandung des Kinderbeckens wurde auch die Randfolie vor der Saison erneuert. Vom HVV wurden sämtliche Bänke und Tische frisch gestrichen und marode Holzlatten ersetzt. Außerdem machten die Mitglieder auf dem über 3700 Quadratmeter großen Gelände die Maulwurfshügel platt. Sie mähten bereits zwei Mal den Rasen, damit dieser in der Saison wieder als angenehmer Untergrund für die Sonnenanbeter und Schwimmer dienen kann.

Im 1933 gebauten Freibad gibt es ein Schwimmerbecken mit 25 auf 12,5 Meter und einer maximalen Tiefe von 1,90 Metern. Dessen Wasser wurde Anfang des Monats abgelassen, damit der Bauhof das große Becken reinigen konnte. Es wurde außerdem ein neuer Stromkasten angeschafft. Das Kinderbecken hat einen Durchmesser von etwa sechs Metern.

Vor dem Eingangsbereich soll der Kinderspielplatz neu gestaltet werden. Zum einen sind neue Spielgeräte geplant, zum anderen will man den Bereich näher zum Kiosk hinziehen, damit die Eltern ihre Kleinen besser im Blick haben. Bänke und Lager putzen oder Mülleimer abdampfen heißen die weiteren Reinigungsarbeiten für die Niesens und ihre Helfer, die teilweise schon erledigt wurden, teilweise aber auch noch anstehen. Der Kiosk bekommt daneben noch eine Dunstabzugshaube.

Wenn am 5. Mai um 12 Uhr der Startschuss fällt, findet gleichzeitig auch ein Flohmarkt startet. „Ab 16 Uhr wird dann gegrillt“, kündigt Christian Niesen an. Natürlich wieder mit den leckeren Finki-Burgern, zu denen die Metzgerei Siefert die Pattys liefert und die frisch belegt werden. Pizza-Schiffchen sollen die hungrigen Mäuler in diesem Jahr ebenfalls stopfen. Geplant ist für einen lauschigen Abend außerdem wieder ein Nachtbaden. „Mit ‚h‘ und nicht mit ‚k‘“, lacht Mareike Niesen.

Die Gäste kamen im vergangenen Jahr nicht nur aus der Oberzent, sondern weit darüber hinaus. Neckarsteinach, Abtsteinach, Heidelberg, Bammental, Heiligkreuzsteinach und sogar Mannheim lauteten die Herkunftsorte. „Aus Beerfelden sind viele Eltern mit kleinen Kindern wegen des Sonnensegels da“, weiß Niesen.

Zur Attraktivität trägt laut dem HVV-Mann auch bei, dass „wir Trinkwasserqualität haben“. Die Chlorung werde aufs Minimum zurückgefahren, sodass selbst hautsensible Schwimmer in der Regel damit keine Schwierigkeiten hätten. 2016 hatte die Gemeinde viel Geld in die Wasseraufbereitungsanlage investiert. Die Hoch-Zeit ist immer das Guru-Fest im August. Dann bietet das Freibad „die einzige reguläre Dusche im ganzen Tal“, schmunzelt Niesen. Die Woche davor und danach herrscht Hochbetrieb auf dem Gelände.

Info: Am Samstag, 5. Mai, wird um 12 Uhr die Badesaison eröffnet. Vor dem Schwimmbad ist ein großer Flohmarkt geplant. Die Flohmarktspenden können an diesem Tag von 9 bis 11.30 Uhr am Schwimmbad abgegeben werden, ebenso auch Kuchenspenden. Wer mithelfen möchte oder Rückfragen hat, kann sich bei Familie Niesen, Telefon 06068-4029, oder in Mareikes Backshop melden. Der Erlös aus dem Verkauf kommt in vollem Umfang neuen Spielgeräten auf dem Spielplatz vor dem Schwimmbad sowie Anschaffungen für Kinder im Schwimmbad zugute. Das Bad ist je nach Wetter unter der Woche von 11 bis 19 Uhr, am Wochenende und in den Sommerferien von 10 bis 19 Uhr geöffnet, an besonders schönen und lauschigen Sommerabenden auch etwas länger. Mehr auf Facebook unter Freibad Finkenbach.

Freiwillige Badehelfer aus Finkenbach waren in Hirschhorn mit Ritter Friedrich auf Tour

Viele helfende Hände werden benötigt, um den Badebetrieb im Freibad Finkenbach von Mai bis September zu ermöglichen und den Aufenthalt für die Gäste angenehm und attraktiv zu gestalten. Die freiwilligen Badehelfer treffen sich seit einigen Jahren im Sommer nicht nur einmal monatlich zur Planung, sondern nach Abschluss der Saison auch zu einer großen geselligen Runde. Angeregt durch Hirschhorner Freibad-Fans, fand das Treffen erstmals in der Nachbargemeinde statt. Nach einem ausgedehnten Frühstück stellte Stadtführer Hans Jürgen Waibel alias der letzte Ritter Friedrich sein Städtchen vor und ließ die Gäste samt dem scheidenden Bürgermeister Rothenbergs, Hans Heinz Keursten, das Vertraute aus teilweise ganz neuer Sicht erleben.

Die Liste der Aktiven fängt an bei den Mitarbeitern des Bauhofs und der Gemeindeverwaltung, die zuständig sind für Pflege und Administration des Bads mit seiner großen Liege- und Freifläche mit viel Baumbestand sowie dem Bach, der sich durch das Gelände schlängelt. Eine ganz wichtige Person ist auch der Kiosk-Pächter. Das war in diesem Jahr erstmals Mareike Niesen, die tatkräftig und ideenreich ihre Gäste bewirtete und für die Sauberkeit der Einrichtung sorgte.

Der große Stammtisch unter dem schattenspendenden Laubwerk am Eingang des Schwimmbads steht nicht nur den Badegästen zur Verfügung, sondern lockt viele andere Besucher an und ist in den Sommermonaten ein wahrer Kommunikationstreffpunkt in Finkenbach. Unterstützt wird Mareike Niesen von ihrem Ehemann Christian sowie etlichen Familienmitgliedern und Freunden. Zu nennen ist besonders Lilo Fischer, die schon seit vielen Jahren im Schwimmbad mithilft und sich selbst zum Inventar zählt. Bei vielen kleinen und großen Gästen ist sie bekannt als die „Frau vom Schwimmbad in Finkenbach“.

Doch alle diese Helfer reichen noch nicht aus, um den Besuchern aus der Oberzent, aber auch aus dem angrenzenden Neckartal und Überwald den Sprung ins erfrischende Nass zu ermöglichen. Es packen auch die Mitglieder des Heimat-, Verkehrs- und Verschönerungsvereins mit an, der sich bei der Ausstattung und Instandhaltung der Schwimmbadeinrichtung engagiert. In dieser Saison wurde vom Verein eine Hütte für die Unterbringung von Sonnenschirmen und Liegestühlen errichtet, die von den Dauergästen gerne genutzt wird. Auch bei den Schwimmbadfesten ist der Verein mit von der Partie.

Weiterhin gibt es die Freiwilligen, die bei entsprechendem Wetter von 10 bis 19 Uhr als Badeaufsicht das Schwimmbecken und die Schwimmer im Blick behalten. Aus allen Ortsteilen der Gemeinde Rothenberg kommen diese Engagierten und werden dabei sogar noch von außerhalb verstärkt. Beim Freiwilligentag kümmerten sich daneben einige Finkenbacher Bürger um die unmittelbare Umgebung: so das Beachvolleyball-Feld, den Kinder- und den Ballspielplatz. All dies vervollständigt das Angebot der Einrichtung und trägt zu ihrer Attraktivität bei.

 

Vorbereitung für die Wiedereröffnung des Finkenbacher Freibads ist quasi abgeschlossen

Alles neu macht der Mai. Wenn er dazu noch den Schalter von April- auf Sommerwetter umlegt, dann haben sich die Vorarbeiten für die Wiedereröffnung des Finkenbacher Freibads gelohnt. Hand in Hand liefen in den vergangenen Wochen die Vorbereitungen von Gemeinde-Bauhof, Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Finkenbach, Raubach und Hinterbach sowie der neuen Kiosk-Pächterin Mareike Niesen. Mit dem schönen Erfolg, dass eine Woche vor dem „Soft-Opening“ am 6. Mai bis auf Kleinigkeiten alles fertig war.

„Wir unterstützen den Bauhof, wo es nur geht“, unterstrich der zweite HVV-Vorsitzende Christian Niesen. So wurde neben dem Technikgebäude durch die Gemeinde eine zementierte Bodenplatte hergestellt, auf die dann die HVV-Mitglieder eine Holzhütte errichteten. Die soll in der Saison als Lagermöglichkeit für Sonnenschirme und Liegestühle der Besucher dienen.

Der Verein griff außerdem kräftig in die Kasse und spendierte dem Kiosk einen hochwertigen Gastro-Kaffeevollautomaten. Der soll auch anderen Finkenbacher Vereinen bei Bedarf ausgeliehen werden. Kühltruhe, Fritteuse, Grill, Pizzaofen und Regale sind weitere Anschaffungen, die auf das Konto der Pächterin gingen. „Da kam einiges zusammen“, so Niesen.

Die Gemeinde ließ sich aber auch nicht lumpen. Eine neue Metallbrücke statt der bisherigen Holzkonstruktion führt nun über den durchs Gelände plätschernden Finkenbach auf dessen andere Seite, wo eine weitere Liegeweise auf die Besucher wartet. Vom HVV wurden sämtliche Bänke und Tische frisch gestrichen und etwas marode Holzlatten ersetzt. Außerdem machten die Mitglieder auf dem über 3700 Quadratmeter großen Gelände die Maulwurfshügel platt, damit der Bauhof durchmähen kann.

Im 1933 gebauten Freibad gibt es ein Schwimmerbecken mit 25 auf 12,5 Meter und einer maximalen Tiefe von 1,90 Metern. Sein Wasser wurde vergangene Woche abgelassen, um das Becken vor Beginn komplett zu säubern. Außerdem wird es von einer Wartungsfirma in Augenschein genommen. Das Kinderbecken hat einen Durchmesser von etwa sechs Metern. Es soll laut Niesen im Herbst umgebaut werden. Bis zur Eröffnung reichte die Zeit nicht mehr.

Geplant ist laut Niesen auch eine Nachtbadeaktion an subtropischen Sommerabenden, die man sich bei den Hetzbachern abgeschaut hat. Eine eigene WhatsApp-Gruppe soll über jeweilige wetterabhängige Öffnungszeiten, Wassertemperatur oder besondere Aktionen auf dem Laufenden halten. In Planung ist noch eine „Guthabenverzehrkarte“, damit Kinder nicht mit so viel Bargeld rumlaufen müssen.

Wie Niesen sagte, ist der Verein schon lange Jahre aktiv in die Aktivitäten rund ums Schwimmbad eingebunden. „Wir machen die Vorarbeiten und stellen einen Teil der Badehelfer.“ Deshalb konnte man frühzeitig planen, als klar war, dass der bisherige Pächter aufhören würde. „Wir haben uns dann ein Modell überlegt, wie es in Eigenregie funktionieren würde.“

Das idyllische, im Finkenbachtal gelegene Bad ist für Niesen eines der schönsten in der Region. So attraktiv, dass neben den Rothenbergern auch viele Gäste aus Hirschhorn, Beerfelden, Wald-Michelbach oder sogar Neckargemünd zu Besuch kommen, um die Ruhe zu genießen. Spiel- und Bolzplatz neben dem Freibad-Gelände laden die Kinder zum Herumtollen ein.

Zur Attraktivität trägt laut dem HVV-Mann auch bei, dass „wir Trinkwasserqualität haben“. Die Chlorung werde aufs Minimum zurückgefahren, sodass selbst hautsensible Schwimmer in der Regel damit keine Schwierigkeiten hätten. Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde viel Geld in die Wasseraufbereitungsanlage investiert.

Die Hoch-Zeit ist immer das Guru-Fest. Dann bietet das Freibad „die einzige reguläre Dusche im ganzen Tal“, schmunzelt Niesen. Die Woche davor und danach herrscht Hochbetrieb auf dem Gelände. Nicht nur für diesen Anlass wurde ein „Finki-Burger“ kreiert. Beim Fleisch, auch bei anderen Produkten setzt man auf das regionale Prinzip, bezieht möglichst viel von Produzenten aus der Region oder verkauft wie beim Kaffee fair gehandelte Ware.

Nach der wetterabhängigen vorzeitigen Öffnung am 6. Mai steht am Samstag, 13. Mai, das große Eröffnungsfest des Heimat- und Verschönerungsvereins an. In diesem Rahmen gibt es einen Flohmarkt mit Kaffee und Kuchen ab 12 Uhr. Spenden können von 9 bis 11.30 Uhr abgegeben werden Der Erlös kommt neuen Spielgeräten auf dem Spielplatz vor dem Bad zugute sowie wird für Anschaffungen zugunsten von Kindern verwendet. Die musikalische Umrahmung startet um 15 Uhr, um 16 Uhr wird der Grill angeschmissen. Das Bad ist ab 6. Mai je nach Wetter jeden Tag von 10 bis 19 Uhr geöffnet, an besonders schönen und lauschigen Sommerabenden auch etwas länger. Mehr auf Facebook unter Freibad Finkenbach oder Telefon 06068-478673.