Große Erfolge einer kleinen Wehr: Kortelshütter Feuerwehr-Mannschaften trugen den Ortsnamen bei Wettbewerben nach Hessen

Hinter der Kortelshütter Feuerwehr liegt ein ereignisreiches Jahr, in dem sie einige schöne Erfolge bei Wettbewerben verzeichnete. Das machte auf der Jahreshauptversammlung der Vorsitzende Daniel Braner deutlich. Zu Beginn der Veranstaltung wies er darauf hin, dass nun im Feuerwehrgeräthaus eine Gedenktafel für die verstorbenen Kameraden vorzufinden sei. Einen Dank stattete er an Heiko Plank und Gerrit Bissdorf für die Umsetzung und Gestaltung ab. Ein dickes Dankeschön ging an Thorsten Beisel, der die Beschriftung des TSF/W gesponsert hat.

Braner sagte, dass seit kurzem wieder Kontakt mit der Feuerwehr in Morter/Südtirol bestehe und dass man daran interessiert sei, diesen wieder aufleben zu lassen. Er bestand in den 80er Jahren und war leider irgendwann erloschen. Eventuell wird sogar an einen Ausflug im nächsten Jahr ins schöne Vinschgau gedacht, so der Vorsitzende.

Das Jahr 2016 verlief für die Kortelshütter Brandschützer sehr positiv. Es wurde viel für die Weiterbildung getan. So absolvierten Alexandra Braner und Felix Götz den Grundlehrgang, letzterer noch zusätzlich den Funklehrgang. Malte Hinrichs und Maurice Fink waren erfolgreich beim Maschinisten-Lehrgang, Fink legte den Gruppenführer nach. Dadurch habe man in Kortelshütte mittlerweile fünf Gruppenführer, erläuterte Braner. Manuel Heiß und Maurice Fink bestanden außerdem den Motorkettensägen-Lehrgang.

Im Oktober vergangenen Jahres nahm man an der Jahreshauptübung der Rothenberger Gemeindewehren am Bauhof teil, ebenso wie am Unterreicht FwDV 7, bei dem die neu angeschaffte Wärmebildkamera vorgestellt und erklärt wurde. Diese kam auch bei einer internen Übung in Kortelshütte zum Tragen. Es wurden wieder viele Stunden in Unterricht investiert.

Mehr als erfolgreich verlief das Jahr für die Wettkampfmannschaft. Kortelshütte war 2016 mit zwei Teams beim Kreisfeuerwehr-Wettkampf in Breuberg am Start. Man erreichte einen zweiten Platz mit 100 Prozent und einen sechsten mit 97,2 Prozent – das bis dato beste Ergebnis einer zweiten Staffel. Mit dieser guten Platzierung ging es weiter zum Bezirksentscheid, der mit einem fünften Platz endete.

Damit durfte man nach 2006 wieder weiter zum Landesentscheid nach Hungen – eine Sensation. Da dieser zeitgleich auf das Kelterfest fiel, musste das verschoben werden. Es wurde beim Wettbewerb niemand enttäuscht – mit einem guten zwölften Platz fuhren die Kortelshütter nach Hause. Welch ein Erfolg für eine solch kleine, aber feine Feuerwehr, betonte Braner.

Auch die Jugendfeuerwehr war 2016 erfolgreich. Ein Highlight war der zweite Platz in der Staffelwertung beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Mümling-Grumbach. Somit war das Ticket für den Südhessenpokal gelöst. Den holte die JFW zum zweiten Mal nach 2014. Aber nicht nur der Wettkampf stand im Vordergrund, sondern auch Spaß und Spiel. So wurde eine Berufsfeuerwehrnacht mit Übernachtung im Gerätehaus veranstaltet.

Auch auf Vereinsebene lief alles zur Zufriedenheit. Es wurden übers Jahr viele Feste befreundeter Wehren besucht, sagte Braner, so die Grillnacht in Finkenbach, das Feuerwehrfest in Höllerbach, der Tag der offenen Tür in Rothenberg oder das Handkäsfest in Ober-Hainbrunn, um nur einige zu nennen. Es wurden auch wieder viele Veranstaltungen ausgerichtet, beginnend mit der Fastnacht und dem Maibaumfest der Jugendfeuerwehr. Im Herbst fanden – 14 Tage später als gewohnt – das 25. Kelterfest und die Bembelparty statt.

Die Feste haben Braner zufolge nicht zur zum Dorfleben beigetragen, sondern führten auch dazu, dass mit dem erwirtschafteten Überschuss feuerwehrtechnisches Equipment angeschafft werden konnte. Ein dickes Dankeschön ging an alle, die die Feuerwehr immer wieder unterstützen, sei es mit Spenden oder persönlichem Einsatz.

Fleisch muss man wie ein rohes Ei behandeln: Finkenbacher Vereinsvertreter nahmen an Lebensmittelhygiene-Schulung teil

Wenn Frühling und Sommer nahen, dann steht auch die Saison der Vereinsfeste ins Haus. Geselligkeit wird bei netter Unterhaltung und gutem Essen gepflegt. Doch damit den Gästen alles trefflich mundet und nichts im Hals stecken bleibt, müssen die ehrenamtlichen Helfer inzwischen eine Vielzahl von Vorschriften beachten. Um damit auf dem neusten Stand zu sein, hatten Mareike und Christian Niesen eine Lebensmittelhygiene-Schulung im Finkenbacher Feuerwehrhaus organisiert.

Der Hintergrund: Eine solche Schulung ist Pflicht für alle Personen, die leicht verderbliche Lebensmittel herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen. Mareike Niesen übernimmt in dieser Saison als Pächterin den Kiosk im Schwimmbad Finkenbach und muss dann die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung vorweisen. So wie in der Theorie ein Vertreter jedes Vereins in jedem Jahr. Doch in der näheren Region „fehlte das Angebot“, erläuterte Christian Niesen. Weshalb er die Organisation selbst in der Hand nahm.

Zwölf Mitglieder von Freiwilliger Feuerwehr, Gemischtem Chor, FC Finkenbachtal, Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) sowie die Kiosk-Pächterin nahmen teil. Mit Ingo Weil von der Firma HSW aus Bad König wurde sie von einem ausgewiesenen Fachmann geleitet und durchgeführt, der mit etlichen Beispielen aus der Praxis aufwarten konnte. Viele Fragen wurden von ihm beantwortet und lebhaft diskutiert. Geplant ist laut Niesen, diese Schulung alle zwei bis drei Jahre in Finkenbach anzubieten.

Ein Klassiker der Lebensmittelhygiene ist der Umgang mit rohem Fleisch. Hier ist es laut dem Fachmann sinnvoll, mit Messern in drei Farben zu arbeiten: für Fleisch, Brötchen und Salat. „Auf keinen Fall mit demselben Messer erst das Fleisch und dann ein Brötchen schneiden“, so Weil. Fleisch sollte man in einer Kühltruhe unten lagern, weil sich dort die Kälte am längsten hält. Und nicht in einem Kühlschrank, weil durch das Öffnen der Tür jedes Mal mehr Wärme hineinströme.

Auch bei Tiramisu mit rohem Ei oder generell Ei-haltigen Speisen ist Vorsicht geboten. Uschi Egler vom gemischten Chor fragte nach dem richtigen Umgang mit Eiern und daraus hergestellten Produkten. Sobald das Produkt durcherhitzt wurde, sei die Aufbewahrung kein Problem, hieß es. Bei Produkten mit nicht erhitztem rohem Ei dürfe die Kühlkette nicht unterbrochen werden, sagte der Fachmann. Sie müssten an der Theke in einer sogenannten „Sichtkühlung“ angeboten werden, die erst bei Ausgabe an den Käufer beendet wird.

„Tiramisu ist auf jedem Grillfest sehr kritisch“, so Weil. Er empfahl, mit Eikonzentrat zu arbeiten. Daneben wurde von ihm auf die Gefahr von Salmonellen und die Folgen einer daraus resultierenden Vergiftung hingewiesen. „Schmuck oder Eheringe sollten bei der Desinfektion der Hände abgenommen werden“, so der Experte. Denn darunter kommt es das entsprechende Mittel nicht. Auf Wunden sollte unbedingt ein Pflaster, wie auch generell Handschuhe anzuraten seien.

Mareike Niesen wollte vom Fachmann wissen, wie es sich mit Holzschneidebrettern in der Küche verhält. Man sollte nur Kunststoffbretter nutzen, sagte Weil. Denn: „Raue Oberflächen lassen sich nicht reinigen.“ Daher sollten Schneidebretter regelmäßig abgeschliffen oder erneuert werden. Alles, was mit rohem Fleisch in Kontakt kommt, sollte nach Gebrauch gründlich gereinigt werden, erläuterte Ingo Weil. Am besten, sagte er, in einer Industrie-Spülmaschine mit Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius im Spültank und mindestens 85 Grad Celsius bei der Nachspülung. Beim Grillen könne zum Auflegen und Herunternehmen die gleiche Fischgabel benutzt werden.

„Ich werde nun die Mitglieder des HVV Finkenbach, die grillen oder Essen ausgeben, vor dem nächsten Vereinsfest schulen“, so Niesen. Eine ähnliche Multiplikatorenfunktion haben auch die anderen Teilnehmer. Mittels eines Zertifikats kann dann nachgewiesen werden, dass das Wissen innerhalb des Vereins weitergegeben wurde. Andere Vereine, die noch keine Schulung haben, sollten selbst die Schulung beim Profi machen, empfahl Niesen. „Das Gesundheitsamt hilft da gerne weiter.“

Grundlage ist die sogenannte „Basis-Hygieneverordnung“ wie Lebensmittel-, Personal- und Gerätehygiene. Themen wie offene Milchprodukte, Fleisch, Wassertemperatur beim Spülvorgang, Kühlkette, Lagertemperaturen, Allergenkennzeichnung und Küchenausstattung (Holz oder Kunststoff) werden ausgiebig geschult. Diese Schulung ist Pflicht für alle Personen, die leicht verderbliche Lebensmittel herstellen, behandeln oder in den Verkehr bringen. Das heißt, jeder Verein, der Vereinsfeste macht und Essen verkauft, braucht geschulte Mitglieder gemäß Paragraf 4 Lebensmittelhygieneverordnung (meist der Vorstand).

Jahreshauptversammlung der Rothenberger Feuerwehr: Ereignisreiches Jahr ohne größere Einsätze

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter der Rothenberger Feuerwehr, die aber zum Glück von größeren Einsätzen verschont blieb. Nach wie vor können die Brandschützer auf eine starke Einsatzabteilung und vor allem viel Nachwuchs bei den Jugendlichen bauen, wurde auf der Jahreshauptversammlung deutlich. Allerdings gab es auch ein paar mahnende Worte, dass bei den Vereinsfesten mehr Unterstützung wünschenswert sei.

Der Vorsitzende Benjamin Götz eröffnete die Versammlung. Schriftführer Jan Johe verlas im Anschluss den Jahresbericht 2016 für den Feuerwehrverein. Anfang April flammte das Lärmfeuer der Jugendfeuerwehr auf, ein großer Erfolg durch einen starken Besuch aus der Bevölkerung. Beim Tag der offenen Tür mit Grillfest konnte man wieder viele Gäste begrüßen.

Für den Vereinsausflug im abgelaufenen Jahr hatte sich der Vorstand ein etwas anderes Programm als den sonst üblichen Tagesausflug einfallen lassen. Ende Juli wanderte man bei herrlichem Wetter von Rothenberg nach Falken-Gesäß zum Grillplatz. „Wir verbrachten in gemütlichem Beisammensein bei lecker Gegrilltem den Nachmittag und Abend“, so Johe. Für dieses Jahr ist wieder ein Ausflug über die Grenzen der Oberzent hinaus geplant.

1956 war wohl ein geburtenstarker Jahrgang für die Feuerwehr, schmunzelte Johe aufgrund der vielen runden Geburtstage. „Dies scheint sich 60 Jahre später zu wiederholen.“ Der großen Anzahl an Eheschließungen der vergangenen Jahre folgte 2016 nun Nachwuchs. „Die Jugendfeuerwehr freut sich in zehn Jahren auf Verstärkung“, lachte er. „Bei unseren Veranstaltungen wird jede helfende Hand gebraucht“, betonte Johe. Er appellierte an alle, sich bei den wenigen Veranstaltungen des Feuerwehrvereins über das Jahr hinweg aktiver einzubringen.

Wehrführer Jochen Weinthäter und sein Stellvertreter Sascha Hafner verlasen den Jahresbericht für die Einsatzabteilung. Ende 2016 standen neun Frauen und 44 Männer zur Verfügung, so Weinthäter. Die Alters- und Ehrenabteilung bestehe zurzeit aus zehn ehemaligen Aktiven, die Jugendfeuerwehr aus 24 Zehn- bis 17-Jährigen. Um immer einsatzbereit zu sein, habe man im abgelaufenen Jahr zahlreiche Stunden in die Ausbildung investiert. Die Übungsbeteiligung lag bei 39 Prozent, das sei identisch zu dem Wert vom Vorjahr.

Im November wurde seinen Worten zufolge aus Vereinsmitteln ein Gerätewagen Logistik angeschafft. Es ersetze das Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das in einer modernen und schlagkräftigen Wehr „einfach nicht mehr zeitgemäß war“. Beim neuen Fahrzeug handle es sich um einen Iveco Daily mit Kofferaufbau und einem Gesamtgewicht von 5,5 Tonnen. Angetrieben wird es von einem 183 PS starken Motor.

Sascha Hafner ergänzte, dass man wieder an Feuerwehrleistungsübungen teilnahm. Das eiserne Feuerwehrleistungsabzeichen erhielten Anna Lähn und Sascha Hafner, das goldene Steffen Bartmann, für Lars Gittek und Maria Lähn gab es Gold 5. Es sei erfreulich, dass viele Fortbildungs-Angebote wahrgenommen wurden, betonte er. „Denn nur wenn unser Ausbildungsstand auf diesem hohen Niveau bleibt, können wir auch in Zukunft eine schlagkräftige Wehr stellen.“

Waren es im Jahr 2015 noch 24 Einsätze für die Feuerwehr, so fiel die Zahl auf 22 Einsätze im abgelaufenen Jahr. Davon zwei Mittel- und fünf Kleinbrände sowie neun Hilfeleistungen. Im Durchschnitt waren 13 Einsatzkräfte tätig. Die Ausrückzeit lag im Durchschnitt bei etwas über drei Minuten.

2016 wurden vom Feuerwehrverein für Anschaffungen im Bereich der Einsatzabteilung 10.121 Euro investiert, so der Wehrführer. Zusätzlich wurde die Jugendfeuerwehrarbeit mit fast 3000 Euro gefördert. Durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel seitens des Feuerwehrvereins konnte die Gemeindekasse laut Weinthäter somit um über 13.087 Euro entlastet werden.

Kassenwart Stefan Brand verlas die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Frieder Götz und Udo Kabel prüften die Kasse und bestätigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig per Handzeichen entlastet. Udo Kabel schied nach zweijähriger Tätigkeit als Kassenprüfer aus. Ralf Sturm wurde einstimmig als Nachfolger gewählt.

Edgar Ludebühl und Werner Olbert wurden in die Ehren- und Altersabteilung übernommen. Die Beförderungen werden auf der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Rothenberg im November nachgeholt. Der Erste Beigeordnete Jürgen Sauer, Gemeindebrandinspektor Marco Johe sowie Pfarrer und Notfallseelsorger Reinhold Hoffmann richteten im Anschluss Grußworte an die Versammlung. (Bericht über die Versammlung der Jugend-FFW folgt)

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Rüdiger Seip wurde zum Ehrenwehrführer der Finkenbacher Brandschützer ernannt

„Ein junges Urgestein verlässt heute die öffentliche Bühne Feuerwehr“, meinte Bürgermeister Hans Heinz Keursten an den scheidenden Wehrführer Rüdiger Seip gewandt. Der wurde bei der Verabschiedung aus seinen Ämtern auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenwehrführer der Finkenbacher Brandschützer ernannt. Glückwünsche kamen für diese Auszeichnung auch von Gemeindebrandinspektor Marco Johe.

Kurz vor Jahresende 1979, am 29. Dezember, trat Seip als 15-Jähriger in die Jugendfeuerwehr Finkenbach ein, um dann am 24. Januar 1983 in die Reihen der Einsatzabteilung übernommen zu werden. „In all den Jahren warst du ständig bemüht, für dich persönlich, aber insbesondere zum Nutzen der Freiwilligen Feuerwehr einen hohen Ausbildungsstand zu erreichen“, sagte der Bürgermeister. Seips Datenblatt sei voll mit Lehrgängen, so dass es „den Zeitrahmen sprengen würde, sie hier alle aufzuzählen“.

Die erworbenen Befähigungen führten laut Keursten dazu, „dass dich die Aktiven im März 1987 zum Wehrführer wählten“. Nebenbei hatte Seip auch noch die Position des Vereinsvorsitzenden inne. Als stellvertretender Rothenberger Gemeindebrandinspektor habe er leider krankheitsbedingt nach einem halben Jahr Tätigkeit ausscheiden müssen. „Dies haben wir alle sehr bedauert.“

„Die Feuerwehr Finkenbach mit all ihren Belangen war für dich immer eine Herzensangelegenheit“, meinte der Bürgermeister. Mit seinem persönlichen Engagement sei Seip ein Vorbild, insbesondere für die Jüngeren. In seinen Jahren als Wehrführer habe er ganz erheblich dazu beigetragen, dass sich die Ortsteilwehr stetig weiterentwickelte. „Dir war keine Stunde zu viel, wenn es sich um die Feuerwehr mit ihrem Gebäude und den Fahrzeugen ging.“

Nach fast 30 Jahren Wehrführer und Vereinsvorsitzender habe Seip nun seine Ämter in jüngere Hände übergeben, „so wie du dir das immer vorgestellt hast“. Mit Blick auf die Gemeinde sagte der Rathauschef, dass Seip seine Aufgaben als Wehrführer „immer in vorbildlicher Art und Weise ausführte“. Um dieses herausragende ehrenamtliche Engagement zu würdigen, beschloss die Gemeindevertretung Ende Dezember, ihn zum Ehrenwehrführer zu ernennen.

Gemeindebrandinspektor Marco Johe ergänzte schmunzelnd, dass er gerade mal drei Jahre alt war, als Seip den Wehrführer-Posten in Finkenbach übernahm. Es sei in der heutigen Zeit eine Seltenheit, dass jemand so lange ein Ehrenamt ausfülle und es mit viel Engagement bekleide. Er dankte Seip im Namen des Wehrführer-Gremiums und seitens der anderen Rothenberger Ortsteilwehren.

Arbeitsreiches Jahr für die Ober-Hainbrunner Feuerwehr

2016 war ein arbeitsreiches Jahr, berichtete Feuerwehr-Kommandant Stefan Hofmann auf der Jahreshauptversammlung der Brandschützer. Es wurden 21 Übungen und Unterrichte auf Ortsebene durchgeführt. Der Wehrführer listete sieben Einsätze auf: fünf Hilfeleistungen, einen Fehlalarm und einen Brandeinsatz. Die Feuerwehr hatte zum Jahresende 2016 114 Mitglieder, sagte Hofmann. Diese teilen sich wie folgt auf: Einsatzwehr 23 Mitglieder, Jugendfeuerwehr zehn, Alters- und Ehrenabteilung acht, passive 73.

Wie der Kommandant auflistete, fand im Mai ein Dreitagesseminar in Rothenberg zum Thema Atemschutz statt. Es gab eine gemeinsame Jahreshauptübung auf Gemeindeebene im Oktober am Rothenberger Bauhof. Anfang November fand eine gemeinsame Atemschutz-Unterweisung im Rothenberger Feuerwehrhaus statt. Zwei Mitglieder, Anna und Maria Lähn, nahmen an den Feuerwehrleistungswettkämpfen teil.

Mit Blick auf die Einsätze nannte der Wehrführer zwei Hilfeleistungen bei Unfällen sowie den Einsatz der Brandschützer beim Juni-Hochwasser in der Raubach. Hier lieferte und befüllte man Sandsäcke. Ein Kellerbrand hielt die Wehr im Juli auf Trab. Bei der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Rothenberger Wehren gab es hochkarätige Ehrungen für Hainbrunner Aktive. Das goldene Brandschutzehrenzeichen erhielten Andreas lhrig, Erwin Ludebühl, Horst Michel und Karlheinz Reichert. Das goldene Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes bekamen Walter Ihrig und Heinrich Schwinn.

Stefan Hofmann führte aus, dass die Ersatzbeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser (TSF-W) laufe. Die Genehmigung der Gemeindegremien liege schon vor. Der Antrag wurde fristgerecht im Juli 2016 an den Kreis gesendet. Mit einer Genehmigung sei in diesem Jahr zu rechnen. Dann müsse die Ausschreibung und Vergabe des Aufbaus erfolgen. Die Lieferung erfolge vermutlich in 2018, sagte der Wehrführer. Es solle den gleichen Fahrzeugaufbau wie beim Finkenbacher Fahrzeug geben.

Derzeit hat die Hainbrunner Feuerwehr zwei Fahrzeuge: ein TSF Baujahr 1990 und einen 18 Jahre alten MTW. Es gibt laut Hofmann neun Atemschutzgeräteträger. Die Wehr besitzt im Augenblick sieben digitale Handsprechfunkgeräte. Das letzte, vom Verein bezahlte Gerät wurde 2016 geliefert. „Bei den Meldeempfängern wird die Ausstattung immer schlechter“, bemängelte Hofmann. Derzeit seien noch sieben in Betrieb.

Aber es gebe einen Hoffnungsschimmer. Die neuen digitalen Pager seien bestellt und sollen im Laufe des Jahres geliefert werden. Nachdem diese in Betrieb sind, sollen laut Beschluss der Gemeinde alle Sirenen abgeschaltet werden. Ab dann müsse jeder Feuerwehraktive immer seinen Melder mit sich tragen, wenn er auf der Arbeit, Zuhause oder in Hainbrunn unterwegs ist.

Nach dem Kassenbericht durch Heike Arnold, der eine einwandfreie Kassenführung bescheinigt wurde, folgte die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstandes. Auf Wilfried Friedrich als Kassenprüfer folgte Alexander Ihrig. Dirk Heckmann bleibt nach der Wiederwahl für ein weiteres Jahr im Amt. Grußworte sprach Bürgermeister Hans Heinz Keursten, der für die gute Zusammenarbeit dankte. Er lobte das rege Vereinsleben und das Bürgerengagement, das gerade wieder bei der Instandsetzung der Sportplatz-Brücke zutage trat. Geehrt wurde im Anschluss Maria Lähn für zehn Jahre Mitgliedschaft. Alle weiteren Ehrungen und Beförderungen werden im Rahmen der letzten gemeinsamen Versammlung aller Rothenberger Wehren vor der Fusion am 25. November durchgeführt.

Anna Lähn legte in ihrem Bericht die Arbeit der Jugendfeuerwehr da. Unzählige Gruppenstunden wurden geleistet und mit Spiel und Spaß die Feuerwehr-Arbeit weitergegeben. Höhepunkte waren das Zeltlager und die Berufsfeuerwehrnacht. Sie bedankte sich für die Unterstützung durch die Einsatzabteilung.

Mit Blick auf den Feuerwehrverein nannte Hofmann diverse Aktivitäten. Der Vereinsausflug führte nach Sinsheim ins Technikmuseum und anschließend nach Schwetzingen. Im Sommer und Herbst wurde zusammen mit dem MGV und dem SV die Brücke am Sportplatz erneuert. „Es wurden etwa 150 Stunden Arbeit investiert“, sagte er. Das Handkäsfest erfreute sich bei angenehmen Temperaturen eines guten Besuchs. Dieses Jahr ist es am 6. August geplant.

Am 11. November richtete man für den Kindergarten Rothenberg den Laternenumzug in Hainbrunn aus. Es wurde im unteren Hof ein Lagerfeuer angezündet, an dem die Kinder und Eltern sangen. Die Resonanz der Eltern sei nach dem letztjährigen sehr langen Martinsumzug positiv gewesen. Die Winterwanderung der Feuerwehr führte von Rothenberg nach Hirschhorn.

Finkenbacher Feuerwehr hat eine neue Spitze – Neues Fahrzeug nach scheidendem Kommandanten benannt

Nach 30 Jahren gab es einen Generationswechsel: Der bisherige Wehrführer und Feuerwehrvereins-Vorsitzende Rüdiger Seip stellte seine Ämter zur Verfügung. Erstmals wurde bei den Neuwahlen das Amt des Wehrführers und des Vereinsvorsitzenden getrennt. Neuer Finkenbacher Kommandant ist jetzt Fabian Sauter, neuer Vorsitzender Jens Schindler. In seinem Jahresbericht blickte der scheidende Wehrführer auf ein ereignisreiches Jahr zurück.

Aus den Jahresberichten ging hervor, dass die Finkenbacher Ortsteilwehr im vergangenen Jahr zu neun Einsätzen ausrückte. Es wurden darüber hinaus wieder zahlreiche Übungen und Unterrichtseinheiten absolviert und damit der Ausbildungsstand verbessert. Auch die Jugendfeuerwehr blickte auf zahlreiche Aktivitäten in 2016 Jahr zurück, so etwa den Kreisjugendfeuerwehrtag in Mümling-Grumbach oder einen Besuch bei der Berufsfeuerwehr Heidelberg. Weiterhin wurden bei den Kindern und Jugendlichen neben Übungen diverse Gruppenstunden mit allgemeiner Jugendarbeit absolviert.

Dem Bericht des Feuerwehrvereines konnte man entnehmen, dass die zahlreichen Veranstaltungen in den vergangenen Jahren wie Grillnacht und Weinfest genutzt wurden, um mit dem Gewinn den Brandschutz im Ort oder in der Großgemeinde zu unterstützen. So wurde etwa ein Mannschaftstransportfahrzeug, kurz MTF, komplett aus Vereinsmitteln angeschafft und in Eigenleistung umgebaut. In diesem Jahr haben die Brandschützer am 10. und 11. März das Kikeriki-Theater in der Oberzenthalle Beerfelden zu Gast.

Natürlich standen auch Ehrungen auf dem Programm der Versammlung: Jan Obenauer wurde zum Feuerwehrmann befördert, Hannah Beisel zur Feuerwehrfrau sowie Christian Heckmann, Kevin Beisel und Rico Seip zu Hauptfeuerwehrmännern. Höhepunkt im Jahr 2016 war mit Sicherheit die Indienststellung des neuen MTF sowie des neu angeschafften Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, kurz TSF/W. „Darauf sind wir alle sehr stolz“, so Seip in seinem Rückblick. „Mit diesem Fahrzeug wird der Brandschutz in unserer Gemeinde erheblich verbessert.“

Die Feuerwehr hatte ein besonderes Geschenk für ihren nach drei Jahrzehnten ausscheidenden Wehrführer: Das neue TSF-W wurde nach ihm benannt. Zusätzlich erhielt das neue MTF den Namen des stellvertretenden Wehrführers und zweiten Vereinsvorsitzenden Wolfgang Buchert. Er stand Rüdiger Seip über Jahre hinweg mit Rat und Tat zur Seite und bildete mit ihm ein unschlagbares Team.

Mit den Worten „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft“ läutete Seip seinen Rückzug aus den Ämtern ein. Bürgermeister Hans Heinz Keursten übernahm das Amt des Wahlleiters. Zum Vorsitzenden des Feuerwehrvereins wurde Jens Schindler gewählt, zu seinem Stellvertreter Alexander Volk. Angelo Helm ist Schriftführer, Uwe Katzer Kassenwart. Als Beisitzer fungieren Florian Löffler und Christian Kehrer. Zum Wehrführer wählte die Versammlung Fabian Sauter. Sein Stellvertreter ist Wolfgang Buchert. Fabienne Buchert wurde als Jugendfeuerwehr-Wartin in Ihrem Amt bestätigt.

Zu den Aktivitäten des Feuerwehrvereins gehört auch die regelmäßige Ausrichtung der Gastspiele des Kikeriki-Theaters. Die finden etatmäßig in der Oberzenthalle Beerfelden statt. Am 10. und 11. März ist es wieder so weit. „Achtung Oma“ heißt das neue Programm, mit dem die Darmstädter Ulknudeln der „Comedy Hall“ auf Tour sind. Es geht um den ewig menschlichen Generationenkonflikt. Jedoch wird noch nicht einmal im Ansatz versucht, diesen zu lösen, sondern es ist lediglich die Lust der Komödianten, völlig absurd und respektlos damit umzugehen.

Info: Es gibt nur noch Karten für den Freitag, 10. März, um 20 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in der Oberzenthalle Beerfelden. Der Samstag ist bereits ausverkauft. Die Bewirtung erfolgt durch die Freiwillige Feuerwehr Finkenbach. Vorverkaufsstellen: Gemeindeverwaltung Rothenberg, Hauptstraße 23; Buchhandlung Göbl, Gammelsbacher Straße 4, Beerfelden; oder online unter http://gemeindefeuerwehr-rothenberg.de/feuerwehr-finkenbach-kikeriki-theater

Mehrere Verletzte bei Zimmerbrand in der Hirschhorner Seniorenresidenz Casa Reha

Was als Alarm einer Brandmeldeanlage begann, weitete sich rasch zu einem Großeinsatz der Feuerwehren aus Hirschhorn, Langenthal und Eberbach aus. Das Feuer in der Seniorenresidenz Casa Reha forderte vor allem durch die Rauchentwicklung mehrere Verletzte – wie viele, ist aktuell noch unklar. Um 9.41 Uhr wurde die Feuerwehr Hirschhorn alarmiert. Noch beim Ausrücken der Einsatzfahrzeuge wurde die Alarmmeldung verändert, da der bereits vor Ort befindliche Rettungsdienst einen Brand in einem der Zimmer mit mehreren Verletzten meldete.

Daraufhin wurden durch den Einsatzleiter direkt weitere Einsatzkräfte, Fahrzeuge und insbesondere die Drehleiter der Feuerwehr Eberbach alarmiert. Mit dem Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges wurden erste Erkundungs- und Rettungsmaßnahmen an der Hinterseite des Gebäudes eingeleitet. Unter Atemschutz ging ein erster Angriffstrupp ins Gebäude hinein, um verletzte Personen aus dem Gefahrenbereich dem Rettungsdienst zu übergeben. Neben dem ersten Rettungswagen wurden weitere vier aus dem Kreis Bergstraße zur Unterstützung alarmiert.

Nach Rettung der Senioren begann die Hirschhorner Wehr mit den Lösch- und Lüftungsmaßnahmen im Inneren des Gebäudes. Das Feuer war innerhalb von kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht. Die Feuerwehr Eberbach unterstützte dabei im Außenbereich mit Löschmaßnahmen über die Drehleiter und prüfte Fassade und Dämmung. Die Feuerwehr Hirschhorn war mit mehreren Atemschutzträgern und einem Strahlrohr im Einsatz. Angrenzende Zimmer-Bereiche wurden vorsorglich evakuiert, um weitere Verletzte durch Rauchgase zu vermeiden.

Neben den Feuerwehren aus Hirschhorn, Langenthal und Eberbach (KdoW, ELW, TLF 16/25, LF 10 KatS, GW-L1, TSF-W und MTW) waren Polizei, DLRG, der Leitende Notarzt und der organisatorische Leiter Rettungsdienst vor Ort. Die beschädigten Räumlichkeiten sind bis auf weiteres unbewohnbar. Der Einsatz wurde nach etwa dreieinhalb Stunden beendet.

Danke für die zugesendeten Bilder…

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